Depotrückblick 2022 und Ziele 2023 (+ Podcast)

Das Jahr 2022 war in vielerlei Hinsicht ein Jahr zum Vergessen. Auch an den weltweiten Börsen ging es zeitweise kräftig nach unten. Dennoch gab es auch ein paar Lichtblicke, auf die ich im obligatorischen Depotrückblick eingehe. Wie gehabt stelle ich alle meine Assets vor, erläutere meine Fehler und hebe die Top- und Flop-Aktien des Jahres hervor. Am Ende gehe ich darauf ein, warum ich mir für 2023 keine Finanzrocker- und Depot-Ziele mehr setze.

Überblick Depotrückblick

Vor genau einem Jahr sass ich mitten im Wilden Westen. Genauer gesagt in einer Blockhütte in Texas und habe mit eiskalten Füßen den Depotrückblick 2021 eingesprochen. Bis auf ein dünnes Kuhfell auf dem Boden der kleinen Airbnb-Hütte gab es kaum Schutz vor der Kälte – mal abgesehen von einer Mini-Heizung und der Klimaanlage. Während tagsüber knapp 20 Grad waren, fiel das Thermometer nachts auf -7 Grad. Man beachte meine Schuhe. 😉

Blockhütte in Fredricksburg, Texas, und die improvisierte Aufnahme mit Mini-Heizung und Klimaanlage, die aber den Boden nicht gewärmt haben.

Im Inneren gab es keinen Tisch und nur einen Stuhl, so dass ich mir die Terrassen-Garnitur reinholen musste und mein Mikro auf einen Stapel von gesammelten Accessoires aus der Bude stellen. Eine wacklige Angelegenheit! Ich habe die ganzen zwei Stunden die Folge 202 eingesprochen und anschließend dann in einem Café geschnitten.

Damals habe ich mir gedacht, dass das Jahr nach zwei von der Corona-Pandemie geprägten Jahren nur viel besser werden kann. Mein Trip durch die USA feierte gerade Halbzeit und ich war guter Dinge. Wenn ich mich heute noch so genau an den Moment erinnere, dann ist es eine wertvolle Erinnerungs-Dividende.

Nach meiner Rückkehr nach Deutschland konnte ich gerade noch die ausführliche USA-Roadtrip-Folge 203 einsprechen und veröffentlichen. Direkt danach wurde das vergangene Jahr vom furchtbaren Krieg in der Ukraine und den zahlreichen daraus resultierenden Effekten geprägt. Die Spitze des Eisberges bildete natürlich die Inflation, die jeden von uns getroffen hat.

Im Jahr 2021 lag die Inflationsrate bei 3,1 %. Damals war das die höchste Inflationsrate seit 30 Jahren in Deutschland. 2022 hat sich die Inflationsrate mehr als verdreifacht. Allein im November lag sie bei 10 %. Die Lebensmittelpreise sind sogar um über 21 % angestiegen.
Deutschland kommt aber hier noch gut weg. In Estland lag die Inflationsrate im November bei 21 %, in Ungarn sogar bei 23 %. Und in beiden Ländern ist das Durchschnittseinkommen deutlich niedriger als in Deutschland. Absoluter Spitzenreiter in Europa war im November die Türkei mit 83 %.
Für das kommende Jahr liegen die Prognosen der EU-Kommission bei einer Inflationsrate von 7 % für Europa. Das ist immer noch sehr hoch, aber niedriger als in 2022.
Wenn dann auch noch die weltweiten Börsen schlecht laufen und das Minus im eigenen Depot ziemlich groß ist, kann man nur noch hoffen, dass es 2023 wieder aufwärts geht. Aber nach drei sehr guten Börsenjahren war klar, dass früher oder später auch wieder schlechtere Jahre kommen werden.

Schöne Momente 2022

Aber es war in dem Jahr nicht alles schlecht, denn es gab auch einige schöne Momente in 2022. Neben den endlich absolvierten  Reisen von 2020 nach Porto und Südostasien zählt natürlich auch Finanzrocker wieder dazu. Es gab hier wieder einzigartige Momente wie beispielsweise der Drehtag für die Finfluencer-Doku „Deutschland, deine Finfluencer“ von ExtraETF, der Trip nach München zum Interview mit der BayWa und anschließend zur INVEST in Stuttgart oder auch die Erkenntnis, dass ich mein persönliches Humankapital mit meiner Plattform über die Jahre enorm steigern konnte.

Das ist auch der Grund, warum der Finanzrocker-Podcast ab sofort ein Hobbyprojekt sein wird und nur noch unregelmäßig erscheint. Darauf gehe ich bei den Zielen 2023 noch einmal genauer ein.
Doch kommen wir jetzt zuerst auf mein Depot zu sprechen. Auch mein Portfolio lief 2022 nicht gut, aber es gab ein gutes Dutzend Einzelaktien, die teilweise sehr deutlich im Plus gelandet sind oder nur ganz knapp im Minus. Überraschenderweise waren es aber überwiegend Werte, die in den Jahren davor sehr schlecht liefen. Es war ein Jahr der Konsumgüter-Aktien und defensiven Werte.

Ganz besonders schlecht lief im letzten Jahr mein Themen-ETF-Portfolio. Das war aber bei der Ausrichtung auch wenig überraschend. Darauf gehe ich gesondert noch einmal ein. Auch meine Neuerungen im Depot wie Closed-end Funds oder Collectibles liefen nicht gut.

Den Anteil an P2P-Krediten im Portfolio habe ich nochmal ein gutes Stück verkleinert. Bevor es losgeht noch der Hinweis, dass ich die Folge am 29.12. aufnehme und ich die Kurse dadurch nur bis zum 28.12. genommen habe. Aber fangen wir mal mit der Rendite an.

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Rendite 2022

Die Rendite meines Gesamtvermögens lag 2022 bei -11,67 %. Im Vorjahr waren es + 17,85 %. Während es 2021 nur einen negativen Performance-Monat im gesamten Jahr gab, waren es 2022 ganze acht stark negative Monate und nur vier positive Monate.

Mit +6 % lief der Juli am besten und damals lag meine Performance nur bei – 2 %. Danach ging es aber wieder deutlich nach unten. Am schlechtesten lief der Dezember mit -4,8 %. Das war quasi das Sahnehäubchen auf das gebrauchte Jahr.

Die zeitgewichtete Rendite von meinem Gesamtdepot beträgt -11,67 %. Quelle: Portfolio Performance

Im letzten Depotrückblick habe ich erzählt, dass ich allein an der Börse ein Jahresgehalt im Angestelltenverhältnis an Kursgewinnen verdient habe. Tja, 2022 habe ich dieses Jahresgehalt gleich wieder komplett verloren. Aber der Vermögensaufbau an der Börse ist keine Einbahnstraße. Ich glaube auch nicht, dass die Performance 2023 so viel besser sein wird.

Ich lege einfach stur weiter so an wie bisher und werde mich 2023 viel weniger mit meinem eigenen Depot beschäftigen als 2022.

Asset Allokation 2022

Auch wenn es an der Börse schlecht lief, war es für mich ein sehr ruhiges Jahr. Denn nach acht Jahren mit einem Findungsprozess und vielen Trades fällt auf, dass ich 2022 nur sehr wenig verkauft oder an der Zusammensetzung geändert habe. Der Weg dahin war aber sehr lang. Darüber habe ich mit Richy von der Börse Stuttgart Ende November ein ausführliches Interview geführt.

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Ich bin mit meiner Depot-Zusammenstellung jetzt endlich zufrieden und kaufe punktuell bei schlechter laufenden Aktien nach. Oder ich kaufe in einer Branche nach, wenn der Anteil klar geschrumpft ist und ich rebalancen muss.

Die Renditetabelle der Assets 2022

Platz 1 meiner Renditetabelle im Portfolio haben in diesem Jahr die P2P-Kredite inne mit 6,85 %. Das liegt natürlich an meinem nach wie vor großen Bondora Go and Grow-Anteil, der sogar höher ist als meine größte Aktienposition CVS Health.

Von dieser Rendite können Neuanleger nur noch träumen, nachdem Bondora die Rendite für sie auf 4 % runtergeschraubt hat. Wenn das bei allen Investoren passiert, bin ich da auch raus. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Rendite gleich geblieben, weil der Bondora-Anteil den mit Abstand größten Anteil ausmacht. Die +0,1 % gegenüber der Go & Grow-Rendite liegt an den anderen Plattformen, die ich jedoch weiterhin entspart habe. In der Asset Allokation liegt der P2P-Anteil bei 5 %.

Den zweiten Platz in meiner Asset Allokation hat wenig überraschend Gold mit 4,31 % inne. Meinen Edelmetall-Anteil habe ich aber Ende Februar verkauft, weshalb die Rendite da deutlich niedriger ist als über das Gesamtjahr bei Gold gesehen. Dazu erzähle ich später noch mehr. In der Asset Allocation liegt der Anteil nun logischerweise bei 0 %.

Auf Platz 3 der Renditetabelle liegen meine Closed-end Funds, die ich erst 2022 ins Portfolio aufgenommen habe. Darüber habe ich ausführlich mit Anton Gneupel im Podcast und in Videos gesprochen. -12,93 % sind aber auch keine gute Rendite – zumal es nur minimal besser als mein Aktienportfolio läuft. Mein CEF-Anteil beträgt genau 1 % vom Portfolio. Den werde ich aber künftig noch etwas erhöhen.

Auf Platz 4 steht mein Einzelaktien-Portfolio mit -13,37 % . Die Rendite ist minimal besser als vom MSCI World (-13,75 % zeitgewichtete Rendite in meinem Portfolio am 29.12.), wobei die monatlichen Unterschiede schon sehr stark waren. Der Aktien-Anteil macht mit knapp 62 % den größten Anteil im Portfolio aus.

Platz 5 machen die ETFs mit -20,35 %. Während der MSCI World bei -13,75 % liegt, haben vor allem die Themen-ETFs mit -28,88 % eine schlechtere Performance. Meine beiden Faktor-ETFs liegen mit -13 % auf einer Höhe mit dem MSCI World. Der ETF-Anteil macht 10 % meiner Asset Allokation aus.

Den vorletzten Platz haben die Anleihen inne. Der vermeintlich risikoarme Teil hat unglaubliche -36,57 % Performance geschafft. Und das sind Vorsorgefonds meiner privaten Rentenversicherung! Knapp 4 % meines Portfolios machen die beiden Anleihe-Fonds aus.

Die rote Laterne hat im Jahr 2022 mein Krypto-Anteil mit -61 % geschafft. Jetzt liegt der Depot-Anteil nur noch bei verschwindend geringen 0,5 %. Dabei habe ich extra noch eine neue Plattform getestet, die nur sieben Monate auf dem deutschen Markt existiert hat. Im Kuchendiagramm ist der Kryptoanteil mit weinrot kaum zu erkennen.

Depotrückblick Asset Allokation 2022

Die restlichen 21 % machen Betriebsvermögen und Tages- und Festgeld aus. Der Anteil ist im letzten Jahr etwas angewachsen, weil ich die Kosten für den USA-Trip und die anderen Reisen wieder neu angespart habe und auch das Finanzamt und die Hansestadt Lübeck (Gewerbesteuer) wieder größere Brocken haben wollte. So musste der Puffer wieder größer werden.

Im kommenden Jahr kann ich zumindest das Betriebsvermögen ein gutes Stück eindampfen, weil ich es nicht mehr in dem Maße brauchen werde.

So sieht das Performance Diagramm – sortiert nach den einzelnen Assets – in Portfolio Performance aus.

So sieht der Gesamtverlauf aller Assets 2022 aus. Die grüne Rohstoff-Linie bricht im Februar wegen des Goldverkaufs ab Quelle: Portfolio Performance.

Die Rendite meines Aktiendepots in blau, meine Gesamtrendite in schwarz, Rohstoffe (Gold) in grün, mein Anleihefonds in orange und meine ETFs in gelb. Die P2P-Kredite werden in grau mit einer Gesamtrendite über 6,85 % vor Steuern angezeigt. Die Kryptowährungen in lila und Interactive Brokers mit den Closed-end Funds in rosa.

Sparquote

Im Jahr 2021 stand die Sparquote ganz im Zeichen des USA-Roadtrips. Und der war bekanntlich deutlich teurer als gedacht. 2022 kamen dann noch Porto, Südostasien und drei Festival- und Konzerttrips dazu, die fast alle noch von 2020 waren. Trotzdem konnte ich in diesem Jahr wieder mehr zurücklegen, um den Tagesgeld-Puffer und das Betriebsvermögen wieder zu erhöhen.

Aber es kam ja noch die Inflation dazu. Die massive Preissteigerung in Deutschland hat dazu geführt, dass ich zumindest meine Aktiensparpläne zeitweise auf Eis legen musste, weil am Monatsende einfach kein Geld mehr verfügbar war. Gegen Ende des Jahres habe ich diese aber wieder aktiviert. Meine beiden Sparplan-Aktien Alphabet und Amazon waren einfach zu günstig und die Monate der Selbstständigkeit liefen auch wieder besser.

Davon abgesehen liefen aber meine regelmäßigen Sparpläne auf meine weltweiten ETFs ohne Unterbrechung weiter. Die werden auch am Monatsanfang schon abgezogen, die Aktien-Sparpläne erst Mitte des Monats. Und meinen ACWI-ETF bespare ich bei der comdirect auch nur minimal monatlich, um ein kostenloses Depot und Konto zu haben.

Tages- und Festgeld

Ich habe nach wie vor noch ein schwedisches Tagesgeldkonto bei Weltsparen, dass über die letzten Monate die Zinsen wieder ordentlich angehoben hat. Jetzt wurde zum Ende des Jahres die 1%-Marke geknackt. Bringt aber auch herzlich wenig, wenn die Kosten im Alltag um fast 10 % gestiegen sind.

Aber ich will hier nicht meckern, denn das immer noch besser als vorher mit 0,1 %.  Ich plane zumindest für 2023 den Anteil an Tagesgeld wieder weiter zu erhöhen und auch wieder etwas Festgeld anzulegen.

Aktien

Die zeitgewichtete Rendite von meinem Aktiendepot beträgt -13,61 %. Quelle: Portfolio Performance

Mein Einzelaktien-Portfolio lief 2022 so schlecht wie noch nie zuvor. Das lag aber einfach daran, weil die Märkte schlecht liefen und nicht weil ich die falschen Aktien im Portfolio habe. Nein, ich bin tatsächlich bis auf ganz wenige Ausnahmen sehr zufrieden mit dem Aufbau meines Einzelaktien-Portfolios und habe im vergangenen Jahr nur sehr wenig geändert.

Auf den ersten Blick mag das wie ein Widerspruch aussehen, aber von den 45 Einzelaktien in meinem Depot lagen 16 über dem Schnitt. Das waren ausnahmslos defensive Aktien wie Walmart, Altria, CVS Health, British American Tobacco, Unilever und meine drei Top-Aktien, die ich gleich noch vorstelle.

Deswegen gehe ich mit meiner Aufstellung auch sehr entspannt ins Jahr 2023.

Branchenverteilung

Das vergangene Jahr hatte aber auch wieder einen Einfluss auf meine Branchenverteilung. Ähnlich wie im Corona-Jahr 2020 wurden ganze Branchen in Mitleidenschaft gezogen. Ganz vorn mit dabei: der Finanzsektor und der Technologieanteil. Den Technologieanteil habe ich im Portfolio etwas verkleinert, während der Finanzsektor ein Prozent nach oben ging.

Der extreme Kursverfall von PayPal hat da einiges durcheinander gewirbelt. Das war bis Mitte 2021 noch eine der größten Aktienpositionen im Portfolio. Ende 2022 ist es eine meiner kleinsten Beteiligungen. So schnell kann das gehen. Die Finanzbranche habe ich mit Blackrock und der Münchener Rück in diesem Jahr ordentlich aufgestockt.

Positiv verlief es hingegen bei den Konsumgütern, die gut nach oben gingen, wo ich ein Prozent hinzunehmen musste und mich von einem Wert getrennt habe. Der Branchenanteil ist aber immer noch größer als er sein sollte.

Auf Platz 1 stehen die Konsumgüter mit 19,6 %, dicht gefolgt von Chemie / Pharma / Gesundheit mit 12,34 % und den durch Kursverluste stark gesunkenen Technologie-Anteil mit 11,42 %. Hier ist der Gesamtanteil im Vergleich zu 2021 um über 3 % gesunken. Da musste ich dann einfach reagieren.

So sieht meine prozentuale Branchenverteilung aus Portfolio Performance Ende 2022 aus:

So sieht die gewünschte und tatsächliche Branchenaufteilung Ende 2022 aus. Ich habe nur die Einzelaktien und ETFs nach Branchen sortiert, nicht die anderen Assets. Deswegen liegt die IST-Aufteilung bei 71,36 %. Quelle: Portfolio Performance.

Mittlere Haltedauer und Trades

Vor einigen Jahren habe ich im Depotrückblick das Ziel ausgegeben, die mittlere Haltedauer auf 1.000 Tage zu hieven. Das ist mir 2022 mit 1.004 Tagen endlich auch gelungen. Im Vorjahr lag der Wert noch bei 798 Tagen.

An dieser Kennzahl lässt sich gut die Konstanz im Portfolio erkennen. Das wird von der Portfolio Turnover Rate von 5,50 % nochmal unterstrichen. 2021 lag der Wert noch bei fast 18 %.

Ganz besonders stolz bin ich auf die geringe Anzahl von Trades. Ich habe nur 6 Verkäufe getätigt. Darunter sind zwei Themen-ETFs, deren Branchen ich doppelt abgebildet hatte, und mein Gold-Anteil. Die beiden Themen-ETFs waren zwar ganz anders aufgebaut, aber ich habe mich trotzdem gegen diese Dopplung entschieden.

Schweren Herzens habe ich mich 2022 auch von Monster Beverage getrennt. Der Grund dafür war ganz einfach: Mein Konsumgüteranteil war viel zu groß. Viele der Gewinner-Aktien aus diesem Jahr kommen aus dem Konsumgüterbereich, weshalb er sehr stark angestiegen ist.

Aus dem Bereich war der Getränkeanbieter der Einzige, der keine Dividende zahlt, und auch der mit der geringsten Diversifikation. Deswegen fiel die Wahl auf Monster.

Die Verlust-Trades waren mit Intel und der IBM-Abspaltung Kyndryl zwei Werte, die nicht (mehr) in mein Portfolio gepasst haben.

Quelle: Portfolio Performance

2021 hatte ich noch 42 Verkäufe im Orderbuch stehen, was eindeutig zu viele waren. Meine Portfolioumstellung von 2020 macht sich erst jetzt so richtig bemerkbar, weil ich fast komplett zufrieden mit meiner Zusammenstellung bin.

An dieser Stelle kommt der Hinweis auf den Disclaimer. Bei den jetzt vorgestellten Aktien, ETFs und P2P-Krediten handelt es sich weder um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen noch Beratungen, sondern ausschließlich um meine persönliche Meinung. Welche Rückschlüsse du daraus schließt, bleibt Dir überlassen.

Wenn du wissen möchtest, wie ich mit Hilfe des Aktien.Guides Branchen und Aktien analysiere, dann schau doch mal ins brandaktuelle Video mit Lukas.

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Die 3 Top-Aktien aus meinem Depot 2022

2021 waren die Top-Werte in meinem Portfolio Simon Property (2022 lag die Rendite bei -17,55 %), Tractor Supply Company (2022 mit -1,23 % noch ziemlich gut) und Alphabet (2022 mit -37,49 %). Alle drei Werte befinden sich auch weiterhin in meinem Portfolio.

Shell (+ 39 %)

Zum dritten Mal in Folge kann ich meinen Spruch für das Phrasenschwein bringen: Die großen Verlierer aus den letzten Jahren werden irgendwann auch wieder Gewinner sein. 2020 galt das für BYD und 2021 für Simon Property, den zweitgrößten Verlierer des Vorjahres. 2022 bekommt der Dauer-Loser Shell den höchsten Platz auf dem Siegertreppchen.

Shell ist einer der weltweit größten Mineralöl- und Erdgas-Unternehmen. Seit 2022 liegt der Hauptsitz des Unternehmens in London und aus Royal Dutch Shell ist nur noch Shell geworden.

Während der Corona-Krise sanken die Einnahmen und Gewinne des Konzerns extrem, weil keiner mehr reiste oder besonders viel mit dem Auto fuhr. Im Zuge des Kurssturzes auf 10 Euro habe ich damals sehr viel Geld in Shell investiert. Mittlerweile ist es meine sechstgrößte Position im Portfolio.

Dieser Anstieg der Größe lag im Jahr 2022 einzig daran, dass Shell von den hohen Gas- und Ölpreisen extrem profitierte. So lag der Nettogewinn (TTM= Trailing Twelve Months, also der letzten 12 Monate) nach den letzten Quartalszahlen bei +954 %. Das EBIT, also das operative Ergebnis, lag bei 243 %. Bei solchen Zahlen ist die Diskussion über eine Übergewinnsteuer natürlich auf den ersten Blick verständlich.

So sehen die TTM (Trailing Twelve Months) Zahlen von Shell aus dem September aus. Quelle: Quelle: Aktien.Guide

Andererseits sahen die Zahlen vor zwei Jahren noch ganz anders aus. Da musste Shell aufgrund der schlechten Zahlen sogar die Dividende stark kürzen, was zu einem starken Kursverlust führte. 2020 lag das Umsatzwachstum bei -50 %, 2022 bei +78 %. Die Delle ist also überwunden und mittlerweile wurde die Ausschüttung auch schon wieder angehoben.

Im Gegensatz zu anderen Mineralöl-Konzernen versucht Shell den Wandel bei der Energie mit Wind, CO2-armen Kraftstoffe und betrieblicher Effizienz voranzutreiben. Bis 2050 soll Shell zu einem Energieunternehmen mit Netto-Null-Emissionen werden. Dafür investiert der Konzern viel Geld – ganz im Gegensatz zu den amerikanischen Unternehmen wie Exxon. Die kaufen von den Übergewinnen lieber Aktien für bis zu 50 Mrd. Dollar zurück anstatt es in eine nachhaltige Zukunft zu investieren.

Energiewende bei Shell: Beispielhafte Meilensteine bis 2030. Quelle: Shell

Shell ist das einzige Unternehmen aus der Branche „Energie/Rohstoffe“ in meinem Depot und wird es auch bleiben. Den Anteil werde ich aber durch Nachkäufe nicht weiter erhöhen. Ich decke die Branche noch über Themen-ETFs und einen Closed-end Fund ab und liege prozentual jetzt schon fast ein Prozent drüber.

General Mills (+37 %)

Auf dem zweiten Platz steht mit General Mills ein weiteres Sorgenkind der letzten Jahre. Das ist eine der Aktien, die ich am längsten in meinem Portfolio halte und die mir ziemlich wenig Freude bisher beschert hat. Fast genau acht Jahre setze ich nun schon auf den weltweit sechstgrößten Lebensmittelhersteller aus Minnesota.

Zwischenzeitlich hatte ich mich sogar von einem Drittel meiner Anteile getrennt, weil es kaum eine Entwicklung gab. Hintergrund dafür war die sehr teure Übernahme vom Tierfutterhersteller Blue Buffalo, die auf den ersten Blick kaum ins Portfolio passte und mit 7,8 Milliarden US-Dollar viel zu teuer war.

Die Folge: Der Kurs sackte Anfang Februar 2018 nach dem ersten Gebot für Blue Buffalo von 60 Dollar auf 37 Dollar im Dezember 2018. Erst danach stabilisierte sich der Kurs und in diesem Jahr macht sich die Übernahme auch das erste Mal richtig in den Zahlen bemerkbar.

Aktienkurs von General Mills in den letzten 10 Jahren. Die Delle nach dem Kauf von Blue Buffalo sieht man sehr deutlich. Quelle: Aktien.Guide

Der Bereich trägt 12 % zum Gesamtergebnis bei und die Marge im Tierfutter-Segment beträgt allein 20,7 %. Der Bereich wächst auch vom Umsatz und Gewinn stetig.

2021 wurde der Tierfutter-Bereich durch die Übernahme des Bereichs für Haustierleckereien von Tyson Foods sinnvoll ergänzt. Das ging aber dann zu Lasten des operativen Ergebnisses, das nach der Übernahme nach unten ging.

Auch die Inflation macht General Mills zu schaffen, aber sie haben mit ihrem bunten Marken-Portfolio eine große Preissetzungsmacht. Generell ist das Unternehmen gut aufgestellt und durch das Tierfutter sehr breit diversifiziert.

So sehen die TTM (Trailing Twelve Months) Zahlen von General Mills aus dem November aus. Quelle: Aktien.Guide

Wenn das so weitergeht, mache ich mir um General Mills nicht mehr so viele Sorgen wie noch 2018. Mit einem KGV von 18 und einem KBV von fast 5 ist das Unternehmen auch nicht mehr günstig zu haben wie noch vor einem Jahr.

Wenn du mehr über General Mills erfahren möchtest, dann schau doch mal in das Branchen-Video, das ich mit Clemens von Dividend Post gemacht habe. Dort vergleichen wir immer wieder Aktien einer Branche aus unseren Depots. Im Falle von General Mills haben wir die Aktie mit PepsiCo und Unilever verglichen.

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Zusammenfassend lässt sich sagen, dass General Mills wieder die Kurve bekommen hat und nach einem günstigen Kursrücksetzer nachgekauft wird – wenn es von der Branchenaufteilung passt. Denn gerade der Konsumgüterbereich ist bei mir mittlerweile zu groß.

Deere & Co. (+36 %)

Kommen wir mal zu Platz 3. Diesen hält mit Deere & Co. ein Unternehmen, von dem ich mich 2021 noch getrennt hatte. Damals schaffte die Aktie des berühmten Traktor-Herstellers innerhalb weniger Monate eine Kursperformance von über 100 %. Mir persönlich war sie zu heiß gelaufen, weshalb ich sie verkaufte.

Diese Annahme entpuppte sich als teurer Fehler. In der Folge stieg Deere nochmal um 100 Dollar pro Aktie. Im Januar griff ich dann doch wieder zu und kaufte nach einem Rücksetzer im Juli noch einmal nach. Ich bin einfach seit meiner Zeit in Mannheim ein Fan von diesem Unternehmen und will es in meinem Portfolio behalten.

Damals sass ich des öfteren in der Kantine vom Werk, weil sie direkt neben meinem Arbeitsplatz im Mannheimer Mafinex war. In meinem Urlaub in Irland aber auch beim USA-Roadtrip konnte ich die Marktmacht von Deere sehr deutlich sehen.

Deere & Co. ist nämlich viel mehr als nur ein Traktor-Hersteller. Sie machen auch noch weitere große Landmaschinen, Rasenmäher, aber auch Maschinen für den Straßenbau. Der Konzern ist stark diversifiziert und trotz des Kursanstiegs um 175 % in fünf Jahren noch nicht überteuert. Das KGV liegt bei 18,75, das Umsatzwachstum liegt bei knapp 20 % TTM und auch der Nettogewinn stieg um 20 % an.

So sehen die TTM (Trailing Twelve Months) Zahlen von Deere aus dem Oktober aus. Quelle: Aktien.Guide

Es bleibt aber abzuwarten, wie sich die Inflation und auch die Zinsen in den kommenden Monaten verhalten. Denn ein Investment in Landmaschinen ist mit einem großen Kostenaufwand und hohen Krediten der Landwirte verbunden. Scheuen sie nächstes Jahr so ein großes Investment, wird es zu Rücksetzern bei der Aktie kommen.

Das ist auch ein Nachteil von Deere, dass der Aktienkurs sehr volatil war und 2022 zeitweise sogar im Minus war nach nicht überzeugenden Quartalszahlen. Erst danach ging der Aktienkurs dann auf über 30 % Performance.

Aktienkurs von Deere in den letzten 5 Jahren. Quelle: Aktien.Guide

Ich werde diese Rücksetzer 2023 für Nachkäufe nutzen und die Position weiter vergrößern.

Glücksgriff des Jahres

Ich habe gar nicht viele neue Aktien ins Portfolio geholt. Ganz klarer Gewinner war aber die Münchner Rück mit einem Plus von 30,5 %. Den Rückversicherer habe ich nach einem ordentlichen Kurssturs eingesammelt und dann davon profitiert, dass das Geschäft gut lief und die Zahlen gestimmt haben.

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Die 3 Flop-Aktien aus meinem Depot

Die Liste an Flop-Aktien ist 2022 sehr lang. Zwei Drittel meines Depots sind im Minus – teilweise im mittleren zweistelligen Bereich. Da finden sich dann auch Schwergewichte wie Amazon, Alphabet oder Stanley Black & Decker am unteren Ende wieder.

Gerade der Werkzeughersteller aus den USA hat sich völlig verkalkuliert und komplett miese Zahlen präsentiert. Dabei gehörte das Unternehmen auch beim Aktienkurs zu den Gewinnern der Corona-Pandemie.

Auch zu den Werkzeug-Aktien habe ich mit Clemens ein ausführliches Video über Fastenal, Snap-on und eben Stanley Black & Decker erstellt.

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Es geht aber noch schlimmer als bei Stanley Black & Decker, wie meine drei absoluten Loser-Aktien zeigen.

Meta (-63 %)

Die goldene Himbeere hat sich Meta mit -63% für das Jahr 2022 auch absolut verdient. Was Mark Zuckerberg da veranstaltet, ist schon furchterregend. Aber wenn man zu den zehn größten Unternehmen der Welt gehört, kann man sich das nicht leisten völlige Fehlkalkulationen zu treffen und das Basisgeschäft völlig zu vernachlässigen. Doch der Reihe nach.

Meta hat mit seinen beiden Plattformen Facebook und Instagram zwei sehr lukrative Zugpferde der Werbebranche gehabt. Gerade während der langen Corona-Monaten profitierte das Unternehmen aus Menlo Park vom Dauer Home-Office und zwei sehr gut laufenden Plattformen.

2022 hat sich das komplett geändert, weil sowohl Facebook als auch Instagram so extrem mit Betrugsmaschen und Fake-Accounts heimgesucht wurden, dass es einfach keinen Spaß mehr macht. Das Problem: Es kümmert sich keiner darum. Wie oft habe ich die Fake Accounts mit meinem Foto und Finanzrocker gemeldet und es passierte nichts. Stattdessen kam dann die Rückmeldung „Keine Beanstandungen gefunden“, obwohl der Identitätsklau völlig offensichtlich war.

Facebook hat den Algorithmus mittlerweile so geändert, dass ich privat eigentlich nur noch Müll und Werbung angezeigt bekomme und kaum Postings meiner Kontakte. Privat nutze ich das deswegen gar nicht mehr.

Instagram ist seit jeher eine Spielwiese für Fotos von meinen Reisen oder andere Dinge, die mit Finanzen nichts zu tun haben. In den Stories mache ich auf die Podcast-Folgen aufmerksam, aber das war es auch. Ich sehe einfach keinen Sinn darin, Postings über meine Dividenden oder ähnliches zu machen. Solche Postings haben den Gehalt eines Kaugummis und das ist sofort vergessen.

Ab ins Metaverse

Dazu hat sich Zuckerberg verkalkuliert, weil er dachte, dass das Sonderwachstum immer so weiter geht. Er stellte immer mehr Menschen ein, während die Einnahmen sukzessive weniger wurden. Und dann steckte er Milliarden in das Metaverse-Projekt von Meta – inkl. Umbenennung. Herausgekommen ist außer bunten Werbespots noch nichts.

Dieses Ungleichgewicht aus Einnahmen und Ausgaben führte zu richtig miesen Zahlen im dritten Quartal. -52 % beim Nettogewinn in einem Quartal sind schon richtig alarmierend. In der Folge entließ Meta im November 11.000 Angestellte, um Kosten zu sparen.

So sehen die TTM (Trailing Twelve Months) Zahlen von Meta Platforms aus dem September aus. Quelle: Aktien.Guide

Aber warum habe ich jetzt noch Aktien von so einem Konzern im Depot? Ganz einfach: Meta ist nach wie vor noch profitabel und verdient trotzdem noch sehr viel. Wenn sie endlich Whatsapp monetarisieren, kommt ein ganz neuer Einkommensstrom dazu. Für die Zukunft ist das ja geplant.

Da ich auch nur eine kleine Meta-Position im Portfolio habe, kann ich die Schwächephase aussitzen. Problematisch wird es erst wenn sich das Metaverse als Vollflop erweist. Denn dann wird es schwer als Großkonzern gegen die agileren Mitbewerber wie TikTok zu bestehen. Vor allem wenn man sich überhaupt nicht um die Nutzer der Bestandsplattformen kümmert, die von Kriminellen immer stärker ins Visier genommen werden.

Ich bleibe also weiterhin investiert und schaue mir das 2023 noch aus der Entfernung an. Geht das genauso katastrophal weiter, verkaufe ich die Aktien.

PayPal (-61%)

Auf Platz 2 der Flop-Aktien findet sich wenig überraschend PayPal wieder. Ich hatte es ja schon erwähnt: In 16 Monaten ist die Aktie von der zweitgrößten Position im Portfolio zu einer ziemlich kleinen Position geworden. Das war Anfang 2021 noch die Aktie im Depot mit dem größten Gesamtgewinn. Aber das gehört zum Investieren einfach dazu. Das einzig Positive: Ich bin trotzdem noch zweistellig im Plus, weil ich die Aktie seit 2015 in meinem Depot habe.

Ein Blick auf den 5-Jahres-Chart zeigt das Dilemma sehr deutlich. Von über 300 Dollar ging es auf 65 Dollar nach unten.

Aktienkurs von PayPal in den letzten 5 Jahren. Quelle: Aktien.Guide

PayPal ist ein Online-Zahlungsdienstleister, der besonders von der Sonderkonjunktur durch Corona profitierte. Das überwiesene Geld ist sofort auf dem Konto der anderen Person und es lässt sich auch problemlos ins Ausland überweisen.

Leider hat PayPal keinen Burggraben mehr, denn das lässt sich mittlerweile auch mit anderen Anbietern wie Wise, Kreditkarten oder Apple (in den USA) bzw. Google umsetzen. Von dem Krypto-Spielkram, den das Unternehmen immer wieder hinzufügen will, halte ich persönlich sehr wenig.

Als Nutzer muss ich leider auch sagen: PayPal ist einfach sehr teuer. Wenn das so weitergeht, gibt es bald nur noch wenige Gründe den Zahlungsdienstleister zu nutzen. Meine Debit-Kreditkarte und mein Wise-Konto tun es da auch.

Aktuelle Kennzahlen von PayPal. Quelle: Aktien.Guide

Mit einem KGV von 35 ist PayPal aber trotzdem noch ambitioniert bewertet und das kümmerliche Umsatzwachstum von knapp 8 % lässt Anleger auch nicht in Jubelstürme ausbrechen.

Jedoch ist auch noch der Gewinn um 53 % (TTM) eingebrochen, was wirklich Bauchschmerzen verursacht. Im letzten Quartal konnte aber schon wieder ein kleiner Gewinn von über 20 % verkündet werden. Es geht also wieder langsam aufwärts.

Bei PayPal bin ich etwas unentschlossen, ob ich nicht stattdessen lieber auf Mastercard oder Visa setzen sollte. Die sind wesentlich breiter aufgestellt, zahlen eine Dividende und haben auch einfach bessere Kennzahlen. PayPal steht in meinem Portfolio auf der Kippe, weil mittlerweile deutlich mehr Argumente dagegen als dafür sprechen.

Warner Brothers Discovery (-60 %)

Das nächste Unternehmen auf der Abschussliste ist die AT&T-Abspaltung Warner Brothers Discovery (WBD). Ganz ehrlich: Ich hätte die Aktie sofort nach der Abspaltung verkaufen sollen. Habe ich nicht gemacht und so ist es einer teuersten Fehler in diesem Jahr gewesen.

Mit Warner Brothers, HBO, DC und den daraus resultierenden Rechten an Harry Potter, Batman, Game of Thrones oder House of the Dragon hat WBD einige Filetstücke im Portfolio. Leider haben sich über die Jahre so viele teure Fehlentscheidungen angehäuft, dass WBD die ersten Jahre von AT&T erstmal kräftige Schulden aufnehmen musste.

Der brandneue Streamingdienst CNN+ wurde nur einen Monat nach dem Start wieder eingestellt, der fast fertig abgedrehte DC-Film „Batgirl“ wurde eingemottet und auch der gestartete Streamingdienst HBO Max stand lange auf der Kippe. In Deutschland gibt es den auch nicht zu sehen, sondern alle HBO-Serien gibt es nach wie vor bei Sky bzw. Wow.

Bei der Verkündung der letzten Quartalszahlen wurden dann nochmal richtig miese Zahlen verkündet. Es kann jetzt eigentlich nur noch aufwärts gehen. Deshalb wird es interessant zu sehen, wie die ersten richtigen Einnahmen von WBD im Frühjahr ausfallen.

Aktienkurs von Warner Bros. Discover nach der Abspaltung von AT&T. Quelle: Aktien.Guide

Mit meinen Netflix-Aktien bin ich in dem Bereich eigentlich gut aufgestellt, dass ich WBD nicht unbedingt benötige. In Apple und Amazon bin ich ja auch noch investiert, die ebenfalls Streaming-Dienste habe.

Ich warte einfach ab, was im nächsten Jahr an Zahlen präsentiert werden und entscheide dann. Momentan ist WBD die von den Kennzahlen schlechteste Aktie in meinem Depot, die mit einem KBV von 0,46 aber sehr günstig bewertet ist.

Bei Netflix bin ich tatsächlich deutlich positiver gestimmt als bei allen anderen Streaming-Aktien. Mit Stefan Waldhauser habe ich im Frühjahr auch ein Video dazu gemacht.

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ETFs

Die zeitgewichtete Rendite von meinem ETF-Depot beträgt -20,35 %. Quelle: Portfolio Performance

Die Rendite meines gesamten ETF-Depots liegt bei -20,35 %. Ohne Umschweife kann ich da sagen: Es ist ein ganz schlechtes Ergebnis, das ich mir selbst zuzuschreiben habe. Hätte ich mir das Themen-ETF-Portfolio gar nicht erst angefangen, wäre meine Rendite deutlich besser gewesen.

Aber das Schlimmste an der Börse ist ständig „Hätte, hätte…Fahrradkette“ zu sagen. Die Fehler gehören dazu und meine Themen-ETFs waren jetzt keine glorreiche Idee.

Dennoch: Auch die breitgestreuten ETFs lieferten mit -13,75 % (MSCI World) oder -15,33 % (ACWI) keine guten Performances ab.

Überraschenderweise funktionierten aber meine Faktor-ETFs in diesem Jahr sogar etwas besser als der MSCI World. Mein Momentum-ETF lieferte eine Rendite von -13,13 % ab und mein Small Cap-ETF kam auf -13,3 %. Auch wenn das keine wirkliche Outperformance ist, waren das die beiden besten breitgestreuten ETFs.

Themen-ETFs

Auch wenn die Themen-ETFs mit -28,88 % richtig schlecht liefen, gab es immerhin ein Themen ETF mit einer ganz knapp negativen Rendite.  Das war 2022 der iShares Clean Energy mit -0,90 %, der aber seit dem Kauf trotzdem noch ordentlich im Minus liegt. 2021 war das mein schlechtester Themen-ETF. Alle anderen lagen deutlich stärker im Minus.

Das schlechteste Themen-ETF ist mit -51 % der WisdomTree Cloud Computing ETF. Das Warum ist hier schnell gefunden: Die enthaltenen Werte waren gnadenlos überbewertet. Hier wurde stark die Luft rausgelassen.

Mit -48,73 % hat es den Invesco Elwood Global Blockchain auch besonders heftig erwischt. Komplettiert wird das Trio des Grauens vom WisdomTree Artificial Intelligence mit -38,56 %.

Alle anderen liegen im Korridor zwischen -8 und -51 %. Ich habe mich in diesem Jahr aber nur von den beiden doppelten ETFs aus den Bereichen Clean Energy und Battery Chain getrennt – und zwar mit etwas Gewinn. Danach ging es mit den beiden auch noch ordentlich abwärts.

Ich ziehe das jetzt auch 2023 mit meinen Themen-ETFs durch. Danach werde ich mal schauen wie es lief. Meine Rechnung mit den schwankungsreichen Themen ist bisher leider überhaupt nicht aufgegangen.

Die zeitgewichtete Rendite von meinen Themen-ETFs beträgt -28,88 %. Quelle: Portfolio Performance

Gold

Ich hatte es schon angekündigt, dass ich meinen Gold-Anteil im Februar 2022 nach zehn Jahren in einem günstigen Moment verkauft habe. Aus meiner Sicht hat vor allem physisches Gold zwei Probleme: Es fallen Kosten für ein Schließfach an, wenn man keinen Garten zum Vergraben hat.

Und die Performance von Gold war über die letzten zehn Jahre sehr schwankungsreich – vor allem aufgrund der niedrigen Zinsen und gut laufenden Börsen. Rechnet man dann noch die Schließfach-Kosten dazu, passt da etwas nicht.

Deshalb habe ich mich von meinem Gold-Anteil getrennt und während der ersten Schwächephase im März in meine stark gefallenen Aktien investiert. Das hat sich vor allem bei den Dividenden in diesem Jahr ausgezahlt, wie du gleich sehen wirst.

Ich will jetzt nicht ausschließen, dass ich mir Gold als Assetklasse Rohstoff nochmal ins Depot lege. Dann aber eher als ETC. Da sind die Kosten deutlich geringer als bei einem Schließfach.

Anleihen

Die zeitgewichtete Rendite von meiner privaten Rentenversicherung / Anleihen beträgt -36,57 %. Quelle: Portfolio Performance

Der vermeintlich risikoarme Teil mit meinen Anleihefonds lief mit -36,57 % völlig beschissen. Ich kann es gar nicht anders sagen.

Zwar gab es im vergangenen Jahr ordentliche Zinsanstiege, davon profitieren jedoch nur neu aufgelegte Anleihen. Denn der Zinskupon ist fix und lässt sich nicht anpassen.

Dazu kommt noch die Tatsache, wenn der Marktzins wie 2022 kräftig steigt, sinkt im Umkehrschluss der Kurs einer Anleihe. In den Jahren davor profitierten die Anleihekurse vom sinkenden Marktzins.

So ein unflexibler Vorsorgefonds mit unterschiedlichen Anleihen kann dann nicht reagieren und muss die schlechten Renditen ausbaden. Gut, jetzt ist mein Anleiheanteil mit 4 % nicht groß, aber weh tut es trotzdem.

Handlungsbedarf sehe ich hier jedoch nicht. Alles geht weiter seinen Weg wie bisher und ich bespare die private Rentenversicherung mit den gleichen Fonds wie bisher weiter.

P2P-Kredite

Die zeitgewichtete Rendite von meiner P2P-Kredite beträgt 6,85 %. Quelle: Portfolio Performance

Die P2P-Kredite waren neben Gold die einzige Assetklasse mit einer wirklich positiven Performance. Trotzdem habe ich den Anteil in meinem Portfolio weiterhin gesenkt.

2022 habe ich angefangen Viainvest zu entsparen. Die Plattform aus Riga hatte während der Umstellung auf die forderungsbesicherten Wertpapiere (Asset Backed Securities) mit massiven Problemen zu kämpfen. Dazu kam noch eine schlechte Kommunikation rund um das Desaster. Für mich war das richtige Moment um auszusteigen. Noch sind 500 Euro in Krediten, aber wenn es so weiterläuft, habe ich die Plattform im Frühjahr komplett entspart.

Investiert bin ich aber noch bei ReInvest24, die bisher einen guten Job machen. Leider sind die Immobilienprojekte im Baltikum stark von der hohen Inflation getroffen worden, die mit 20 % alles deutlich teurer macht. Und auch die nachhaltigen Projekte und die Immobilienprojekte in Moldau sind aufgrund des Ukraine-Krieges auf arg wackeligen Füßen gebaut.

Hier gab es einige Projekte, die nur verzögert die Zinsen gezahlt haben. Das wurde zwar alles sauber kommuniziert und darüber abgestimmt, lässt mich aber mit weiteren Investments erstmal abwarten.

Generell gab es auch 2022 wieder Pleiten im P2P-Bereich wie Viventor oder massive Rückstände aufgrund des Ukraine-Krieges bei Robocash oder Debitum. Bei vielen Plattformen kommt noch eine ordentliche Portion Intransparenz dazu, die das Vertrauen auch nicht wachsen lässt.

Bondora Go and Grow

Mein größtes, immer noch fünfstelliges Investment habe ich bei Bondora Go and Grow. Ein mulmiges Gefühl bleibt hier definitiv, denn auch Bondora agierte nicht gerade im Sinne der Anleger.

So kürzte das Unternehmen aus Tallinn Ende August die Rendite für Neuanleger von 6,75 % auf 4 %. Vermutlich gibt es einfach nicht mehr genügend Kredite für die vielen Anleger, die diese Rendite garantieren. Die Alt-Anleger profitieren noch vom alten Zinssatz – aber die Frage ist wie lange.

Ein richtig gutes Gefühl habe ich mit der Anlage dort nicht mehr, aber noch warte ich ab.

Kryptowährungen

Die zeitgewichtete Rendite meiner Kryptowährungen beträgt -61 %. Quelle: Portfolio Performance

Nach einer unglaublichen Performance von 146,22 % im letzten Jahr gab es bei den Kryptowährungen ein weiteres unglaubliches Jahr. Leider im negativen Bereich mit -61,06 %. So haben der TerraLuna-Crash und die FTX-Pleite das Vertrauen in Kryptowährungen sehr stark sinken lassen.

Mein Anteil von etwas über einem Prozent ist jetzt deutlich geschrumpft. Ich werde diesen kleinen Anteil jetzt erstmal so belassen und auch kein weiteres Geld hier investieren. So groß ist mein Vertrauen in den Kryptobereich jetzt nicht als dass ich hier verstärkt antizyklisch investiere.
Das ist aber noch nicht alles. Denn ich testete auch die Krypto-Plattform Coinpanion aus Österreich. Im Mai sind sie nach Deutschland expandiert und ich wollte es unbedingt mal testen. Das Besondere: Hier legt man in Portfolios aus unterschiedlichen Kryptowährungen an. Also in einen Metaverse-Korb, in einen DeFi-Korb (Decentralised Finance) oder auch in einen vorsichtigen Korb mit Stablecoin Lending.

Trotz des Terra-Luna-Debakels mit dem nicht so stabilen Stablecoin hielt sich dieser Korb noch am besten. Alle anderen Portfolios sind bei mir so krass im Minus (bis zu -78 %), dass der Anblick in der App nicht so toll ist.

Jetzt ist es keine große Summe, die ich da investiert habe. Das hätte ich einfach ausgesessen. Geht aber leider nicht, weil das Bankhaus Van der Heydt die Verträge als Verwahrstelle mit Coinpanion (und vermutlich auch anderen Kryptoplattformen) gekündigt hat. Der Grund ist ganz einfach: Im Dezember wurde das Bankhaus von der Bitcoin Group übernommen und die verfolgt andere Interessen als Krypto-Plattformen ein Zuhause zu bieten.

Coinpanion zieht sich nun nach wenigen Monaten wieder aus dem deutschen Markt zurück. Ende Dezember habe ich meine Portfolios mit einem fetten Minus aufgelöst. Ich hätte mir die zwei Dutzend Kryptowährungen zwar auch in eine eigene Wallet ziehen können, aber das wäre für den kleinen Betrag zu viel Arbeit geworden. Jedenfalls ist mein Bedarf am Testen von neuen Plattformen erstmal gedeckt.

Alternative Investments

Neben Coinpanion habe ich mit Timeless Investments auch Collectibles ausprobiert, die aber 2022 ziemlich in die Hose gegangen sind. Meine Collectibles bei Timeless Investments  sind mittlerweile im Minus gelandet und durch den Tresordiebstahl im Dezember in Berlin auch noch in die negativen Schlagzeilen gerutscht. Zwar zahlt die Versicherung den Schaden, aber nicht die Rendite oder die Kosten.

Von mir ist mindestens auch eine Uhr dabei, aber ich weiß tatsächlich noch nicht welche. Meine Rendite liegt jetzt für 4 Monate bei -11,38 %. Ist noch nicht aussagekräftig, da noch keine Assets von mir verkauft wurden. Aber wenn meine Rolex Air King „Dominos Pizza“ Uhren im Berliner Tresor waren, sinkt die Rendite um weitere 20 %. Mal schauen.

Kleiner Exkurs noch zu den NFTs: Ich habe im Rahmen meines NFT-Specials in Musikstreaming-Rechte investiert. Das war explizit nicht aus Rendite-Gründen. Ich habe 24,20 Euro investiert und der Song wurde bisher 354.000 Mal gestreamt. Für meine 20 Biddz habe ich 2,04 Euro wiederbekommen. Meine Rechte gehen aber noch bis 2026. Dann wird abgerechnet.

Das ist aber mal interessanter Versuch gewesen, der zeigt dass kleinere Künstler künftig sehr abhängig von solchen Modellen sind.

Dividenden

Meine Dividendenzahlungen sind in diesem Jahr aus zwei Gründen durch die Decke gegangen. Zum einen natürlich durch den Goldverkauf und durch die anschließenden Investitionen in mein Portfolio.

Aber auch der starke US-Dollar hat die Dividendenzahlungen 2022 üppiger aussehen lassen als 2021. Das mag bei wenigen Dividendenzahlungen nur ein paar Euro ausmachen. Bei dreistelligen Zahlungen macht das jedoch einiges aus.

Insgesamt habe ich die Dividenden um 43 % erhöhen können. Das siehst du sehr schön in der Gesamtübersicht der letzten Jahre.

So sieht die Entwicklung meiner Dividendeneinnahmen von 2014 bis heute in der Jahresübersicht aus. Quelle: Portfolio Performance

Aber auch auf Monatssicht macht sich das stark bemerkbar. In jedem Monat konnte ich 2022 die Dividenden gegenüber 2021 steigern. Nur im September ist die Summe kleiner als 2020.

Das liegt aber an der verschobenen Hauptversammlung von Covestro. Deswegen lief der Mai 2020 auch so schlecht, weil fast alle Hauptversammlungen verschoben wurden.

So sieht die Entwicklung meiner Dividendeneinnahmen von 2014 bis heute auf Monatssicht aus. Quelle: Portfolio Performance

Die Anzahl meiner Zahltage habe ich von 144 auf 166 erhöhen können. Diese Erhöhung liegt aber an den zwei Closed-end Funds, die monatlich ausschütten. Das verfälscht die Anzahl der Zahltage doch etwas. Sie ist aber so oder so höher gewesen als im vergangenen Jahr.

Steuern und Gebühren

Die Höhe der Steuern konnte ich 2022 um ein Drittel senken. Das lag in erster Linie daran, dass ich nicht so viele Kursgewinne realisiert habe wie 2021 oder 2020.

Meine Gebühren konnte ich sogar um 50 % senken, was ganz einfach daran lag, dass ich viel weniger gehandelt habe als 2021. Es war keine Umstrukturierung nötig, was immer viel Geld kostet.

Erfüllte und unerfüllte Ziele 2021 

Meine Ziele für mein Depot konnte ich fast alle erreichen. Die Anzahl der Einzelaktien habe ich beibehalten und nur zwei Aktien ausgetauscht. Von meinen Loser-Aktien habe ich mich getrennt – mal abgesehen von Fresenius und Covestro. Da konnte ich mich nicht zu einem Verkauf durchringen.

Die Dividendenzahlungen habe ich deutlich erhöht, wenngleich es überwiegend durch den Verkauf des Goldes geklappt hat. Auch bei den Themen-ETFs habe ich meine zwei doppelten ETFs verkauft. Nur die Kryptowährungen haben sich halbiert und nicht verdoppelt.

Die Finanzrocker-Ziele hingegen habe ich alle verfehlt. Der Blog stand nicht im Fokus, weshalb ich da die Zahlen nicht steigern konnte. Bei nur drei eigenständigen neuen Blogartikeln in einem Jahr ist das auch nicht verwunderlich. Aber ich habe 52 Podcast-Folgen und 23 YouTube-Videos veröffentlicht. Da blieb für eigenständige Blogartikel einfach keine Zeit – zumal die Folgen alle einen eigenen Blogartikel hatten.

Der erfolgreichste Blogartikel war übrigens der Beitrag über die besten Biografien mit Wirtschaftsbezug, die du gehört oder gelesen haben solltest.

YouTube ist seit der Algorithmus-Umstellung eine Herausforderung, weil kaum noch Zuschauer erreicht werden. Das mit Abstand beste Video im letzten Jahr war mein Interview mit Tim Schäfer, das über 8.200 Views hatte. Das ist kein Vergleich zu den Podcast-Folgen, die nahezu alle die 30.000-Marke geknackt haben.

Ehrlich gesagt habe ich auch keinen Bock nur mit Clickbait-Headlines zu arbeiten, um mehr Zuschauer zu bekommen. Deshalb gibt es 2023 nur noch sehr sporadisch neue Videos.

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Rückgang der Podcast-Zahlen

Beim letzten Depotrückblick habe ich schon geschildert, dass der Podcastmarkt vollkommen unübersichtlich geworden ist. Das hat sich 2022 nochmal verstärkt. Auf der anderen Seite gab es auch eine große Fluktuation, weil große Plattformen wie Spotify oder Audible Formate schnell wieder einstellen, wenn sie nicht laufen.

Bei den Finanzpodcasts kamen auch einige neue hinzu, die gleich eine riesige Reichweite generiert haben. Das ist für Alleinunterhalter wie mich eine große Herausforderung. Eine weitere Herausforderung war jedoch, dass viele Hörer durch die schwachen Börsen abgeschreckt wurden und dem Thema den Rücken gekehrt haben. Meine Hörerzahlen sind seit Mitte Februar teilweise deutlich zurückgegangen und haben sich auch nicht wieder erholt.

Zwischenzeitlich fehlten dann auch die Werbepartner, so dass ich Mitte des Jahres schon leichte Panik hatte. Glücklicherweise wurde es danach deutlich besser und viele Folgen waren ausgebucht. Dennoch: In dem Markt ist nicht viel planbar und das wird 2023 nicht besser. Da musste ich mir schon die Frage stellen, wie ich im Alter von 43 jetzt weitermachen will. Ich gebe zu: Ich hasse nichts mehr als Planungsunsicherheit.

Zum Glück wurde mir die Frage dann im Spätsommer abgenommen. Und damit kommen wir auch zu den Zielen für das kommende Jahr.

Ziele 2023

Für das Jahr 2023 setze ich mir weder Ziele für Finanzrocker noch für mein Portfolio. Das habe ich nun endlich so aufgestellt, dass ich daran so wenig wie möglich ändern will. Ich werde meine Nachkäufe tätigen und eventuell noch etwas im Bereich der Closed-end Funds und alternativen Investments ausbauen. Das war es dann auch.

Zu den alternativen Investments an der Börse habe ich im Dezember mit Anton Gneupel ein ausführliches Video erstellt. Dazu gehören beispielsweise Lizenzrechte-Fonds wie der Hipgnosis Songs Fund, aber auch Arbitrage-Vehikel. Diese Investments richten sich jedoch ausschließlich an erfahrene Anleger.

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Das eigentliche Ziel für 2023 ist ein gelungener Einstieg in mein neues Angestelltenverhältnis. So flexibel und gut die Selbstständigkeit auch sein mag, für mich ist das alleine Arbeiten von Zuhause zu einer echten Qual geworden. Ehrlich gesagt ertrage ich das dauerhafte Home Office kein weiteres Jahr, weil ich das Gefühl habe als Eremit zu verblöden. Ich will wieder persönliche Kontakte, Dienstreisen und neue Ziele haben.

Schon vor einem Jahr habe ich auf unserem Bloggertreffen in Kassel mit Nico von Finanzglück eine Session zu genau diesem Thema gemacht. Nur 2 Wochen später beendete Nico seine Bloggerkarriere, obwohl er nur wenige Wochen vorher den 1. Platz beim Finanzblogaward gewinnen konnte. Ich flog zu diesem Zeitpunkt in die USA und hatte erstmal Abstand zum Thema Home Office. Aber im Frühsommer holte mich das Thema dann doch wieder ein.

Mein neuer Job

Nachdem ich im Sommer dann eine sehr verlockende Stellenanzeige hier in Lübeck gesehen habe, bewarb ich mich gleich und wurde zu mehreren Vorstellungsgesprächen eingeladen. Das lief dann so gut, dass ich beim Erscheinen dieser Folge schon wieder im Büro sitzen werde.

Am Anfang dieser Episode habe ich das Humankapital angesprochen. Das Thema habe ich in den letzten knapp 8 Finanzrocker-Jahren immer wieder besprochen. Ich weiß wovon ich rede, denn Ende 2009 musste ich 100 Bewerbungen schreiben, um eine Stelle am anderen Ende von Deutschland zu ergattern. 2013 waren es dann deutlich weniger, aber immer noch über 25.

Nach dem Start vom Finanzrocker konnte ich 2016 mit meinen Erfahrungen als Blogger schon so punkten, dass ich diverse Einladungen zu Vorstellungsgesprächen bekam. Damals musste ich nur noch sechs Bewerbungen schreiben und wurde dreimal eingeladen.

2022 reichte eine gezielte, weil ich mich mittlerweile komplett anders präsentiere und Fähigkeiten aufgebaut habe, die ich vorher einfach nicht hatte. Deswegen kann ich mich nur gebetsmühlenartig wiederholen: Investiere in Wissen und dein Humankapital. Dadurch wächst dein Vermögen deutlich stärker als durch die Börse.

Was passiert mit Finanzrocker?

Was heißt das nun für die Finanzrocker-Plattform? Es wird deutlich weniger Inhalte geben, aber ich werde weitermachen. Wenn es dann mal 1-2 Monate keine neue Podcast-Folge und keinen Blogartikel gibt, ist es eben so.

El Dinero stellen Albert und ich komplett ein. Es wird nur noch vereinzelte „Der Finanzwesir rockt“-Folgen geben. Auch die YouTube-Reihen gibt es nur noch sporadisch. Einzig „Mehr Mut zum Glück“ läuft vorerst weiter wie gehabt, denn da habe ich in weiser Voraussicht schon einige Folgen für 2023 aufgenommen. Und ich habe hier schon weitere Gäste bis Mitte des Jahres angefragt und eingeplant.

Auch für den Finanzrocker-Podcast habe ich schon zwei Folgen für dieses Jahr aufgenommen. Eine erscheint noch im Januar, die zweite Episode Anfang März. Dazwischen habe ich noch eine brandneue Folge eingeplant, die ich im Januar aufnehme. Danach fokussiere ich mich aber auf meinen Job und schaue, wann und wie ich neue Themen aufnehmen kann. Es wird einfach ein „Kann“ und kein „Muss“.

Für mich wird die größte Herausforderung 2023 sowieso das Arbeiten im Angestelltenverhältnis werden. Daran muss ich mich zunächst erst gewöhnen, aber ich wollte es einfach wieder haben.

Fazit

2022 habe ich mir immer wieder die Frage gestellt, wie sich mein Berufsleben ohne die Corona-Pandemie entwickelt hätte. 2019 habe ich in Teilzeit gearbeitet, war ich auf unterschiedlichen Messen, habe viele Vorträge gehalten und war sehr zufrieden damit. Mein Ziel war es, in der Selbstständigkeit das genau so beizubehalten. Leider hat das nicht geklappt und Dauer-Home Office über Jahre war die Folge.

Mal schauen wie es nun weitergeht im Angestelltenverhältnis. Die erste Dienstreise habe ich schon in der zweiten Januarwoche.

Was die Börse angeht, bin ich eigentlich völlig entspannt. Ich habe meine 3-4 Wackelkandidaten, die ich verstärkt beobachte, aber ansonsten wird sich nicht viel tun. Die Dividenden werden im kommenden Jahr weiter ansteigen und es kommt durch den neuen Job wieder mehr Geld auf das Konto. Denn in 2,5 Jahren Selbstständigkeit habe ich mir immer deutlich weniger ausgezahlt als im Angestelltenverhältnis.

Es wird also 2023 ein spannendes Jahr für mich. Ich wünsche Dir für das Jahr 2023 viel Erfolg und Gesundheit und das du deine gesetzten Ziele in die Tat umsetzen kannst.

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24 Antworten

  1. Hallo Daniel,
    ich wünsche Dir auf jedem Fall viel Erfolg für Deinen weiteren persönlichen und finanziellen Lebensweg und bleibe Dir natürlich als Podcast-Hörer und Blogleser treu! Der Finanzwesir rockt war seinerzeit meine Podcast-Premiere.
    Tja, das Feld der ‚alten‘ Finanzbloggergarde lichtet sich doch zusehends. Aber ich kann es irgendwo verstehen. Wenn man erstmal seine passende Asset-Allokation gefunden hat, ist es einfach nur noch laangweillig. 🙂
    Keep on Rocking!

    Gruß
    Dirk

    1. Herzlichen Dank, Dirk! Langweilig muss die eigene Asset Allokation nicht sein. Nur bei ETFs ist das sehr überschaubar, aber bei Einzelaktien gibt es sehr viel zu entdecken.

      Viele Grüße
      Daniel

  2. Hey Daniel,
    An dieser Stelle erstmal vielen Dank für den hochklassigen Content in 2022 und die Jahre zuvor. Dass ich als Hörer – dies quasi kostenlos – anhören kann, ist wirklich ein Geschenk!
    Ganz klar ein weinendes Auge, da ich natürlich gehofft habe, dass das Tempo deiner neuen Folgen über alle Kanäle nun so bleibt wie in den letzten Wochen, das war wirklich ein Podcastfeuerwerk!
    Als Nebenbemerkung: Ich hoffe mal, dass dein neuer Job nichts mit demokratischer Überrendite zu tun hat, welche du uns dann gebetsmühlenartig in jedem Podcast mal indirekt mal eher direkt schmackhaft machst? 😉 Ich glaube dein Move in die Beschäftigung hat sich für alle aufmerksamen Hörer schon angedeutet. Vielleicht war die reine Selbstständigkeit in dieser besonderen Zeit nicht ideal und zu einer anderen hätte es deutlich besser geklappt – aber das ist Kaffeesatzleserei. Nun warst du Angestellt, in Teilzeit, komplett Selbstständig und nun baust du dir das Beste aus allen Welten. Das ist keine Niederlage, sondern Wachstum.
    Welche Themen mir sehr gut gefallen haben, waren ua. die Besuche der Honorarberater, aber auch das Lessons Learnt Video mit Hörer Sascha. Vielleicht lohnt es sich ebenfalls mal wieder ein Update mit Georg von Finanzen-Erklärt im aktuellen Umfeld zu machen. Wirken sich Krieg, Inflation und ein Bärenmarkt auf die Entnahme aus? Auch gerne mit dem Frugalisten Oliver, auch wenn er gerade in Action ist mit seinen beiden Kleinen, wird er dafür garantiert gerne Zeit finden :).
    Was ich mich gefragt habe und worüber du vielleicht einen eigenständigen Blog-Artikel schreiben könntest: Wie sieht Daniel Korths ideale Vermögensaufteilung aus, wenn du in die Finfluencer Rente gehst? Bist du dann noch weiterhin so divers aufgestellt? Irgendwo stand, dass du mindestens über 10 Assetklassen investiert sein möchtest. Wie stehst du nun dazu?
    Ich freue mich von dir zu hören 🙂
    Grüße aus Norderstedt

    1. Hey Enrico,

      gute Frage. Von den 10 Assetklassen werde ich mich über kurz oder lang verabschieden. Als Finfluencer habe ich sehr viele Dinge über Jahre ausprobiert, aber nach dem letzten Jahr ist mein Drang auf neue Tests deutlich zurückgegangen. Die 10 Assetklassen hatte ich in meiner Bucket List erwähnt, das ist aber noch von 2019.

      Und as das Podcastfeuerwerk angeht: Das habe ich auch nur gemacht, weil ich wusste, dass ich danach ordentlich runterfahre. Mir persönlich war das auch viel zu viel und für einige Hörer auch. Aber es kommen auch in diesem Jahr wieder spannende Gesprächspartner.

      Oliver hat gerade sehr viel mit seiner Familie zu tun. Er lässt das Bloggerdasein ja auch schleifen. Mal schauen, wer dieses Jahr noch von den Bloggern in den Podcast kommt.

      Viele Grüße
      Daniel

  3. Hallo Daniel,
    wunderbare Zusammenfassung und tiefgründige Einblicke in dein neues Jahr. Ich höre sporadisch, aber regelmäßig deine Podcasts seit 2017. Ich bin dir sehr dankbar dass es bei dir auch und vor allem um Lebensphilosophie geht. Ich stimme voll zu, Dividenenposts auf Social Media sind ziemlich dünner Content. Tiefgründig verträgt sich nicht gut mit 120 Zeichen…
    Auch wenns dann nur ab und an ein Update von dir gibt. Ich freu mich trotzdem drauf!

    1. Hallo JK,

      das freut mich zu hören. Ich finde es toll, dass Du mir schon so lange folgst – auch wenn es nur sporadisch ist. Aber nicht jede Folge ist für jeden interessant. Updates gibt es dann in unregelmäßiger Form.

      Viele Grüße
      Daniel

  4. Hallo Daniel,

    Danke für den interessanten Content über das Jahr 2022 – ich habe wirklich viele Folgen angehört und einiges dabei gelernt. Auch der Depotrückblick ist ein Highlight. Ich hatte es im Verlauf des Jahres vermutet, dass du wieder bei einem Unternehmen anfängst oder einen neuen Weg einschlägst. Du hast das wohl in einigen Folgen angedeutet – ich denke es ist die richtige Entscheidung, obwohl ich die regelmäßigen Podcasts vermissen werde.
    Ich könnte auch nicht nur im Homeoffice arbeiten – da fehlen einfach die Kontakte und der Austausch.
    Ich finds super, dass du trotzdem den Podcast weiterführst!

    Mich würde brennend interessieren, in welcher Branche du anfängst. Finanzbezug und/oder im Bereich Marketing? Large, Mid oder SmallCap, falls du das verraten kannst? 🙂
    Ich wünsche dir alles Gute für das Jahr 2023 und einen guten Start in die neue Anstellung.
    Grüße aus Stuttgart

    1. Herzlichen Dank, Leo. Dauerhaft ist Home Office einfach nervtötend und nicht förderlich. Jetzt kann ich selbst entscheiden, wann und wie ich von zuhause arbeite.

      Ich bleibe in der Finanzbranche und beschäftige mich von nun an mit Immobilienfinanzierung. Aber nicht mit dem Fokus auf Privatkunden, sondern auf den Vermittlern. Dadurch beißt sich das auch nicht mit Finanzrocker.

      Viele Grüße
      Daniel

  5. Lieber Daniel.

    Vielen Dank. Ich höre und sehe dich mittlerweile seit zwei Jahren auf youtube und in Podcasts. ich kann gut verstehen, dass ein Leben im Home Office nicht erfüllend ist. Ich habe einen Job, der mich tagtäglich mit vielen Menschen in Kontakt bringt und obwohl das manchmal Kräfte kostet, arbeite ich gerne so. Ich freue mich, dass du diese gut reflektierte Entscheidung für dich getroffen hast. Gut reflektiert ist auch der Grund, weshalb ich dich sehr gerne höre. Das ist mir auch heute mit dem Jahresrückblickspodcast wieder deutlich geworden. Du berichtest so ehrlich und reflektiert über deine Entscheidungen, dass ich dir immer gerne gedanklich folge und anhand deiner Erfahrungen meine eigenen Entscheidungen besser reflektieren kann. Zuviel gehandelt zu haben, gehört definitiv auch dazu. Ich hoffe, meine Transaktionen dieses Jahr auch ganz niedrig halten zu können. Den Finanzrockerpodcast muss ich jetzt leider, aufgrund von Verknappung des Gutes, in meiner Asset-Allocation aus dem Basiskonsum in den zyklischen Konsum (Luxus) verschieben… wobei eigentlich ein guter Ort.
    Für deinen Berufsstart wünsche ich dir von Herzen alles Gute!
    Matthias V.

    1. Lieber Matthias,

      herzlichen Dank für die guten Wünsche und es freut mich sehr, dass Dir mein Content so gut gefällt.

      Ich habe mir vor Jahren schon vorgenommen meinen Weg mit allen Irrungen und Wirrungen im Depotrückblick, dem Blog und im Newsletter aufzuzeigen. Aus meiner Sicht bringt es nichts, immer nur die tollen Sachen hervorzuheben und alle Fehler wegzulassen. Ich habe ja aus meinen Fehlern am meisten gelernt.

      Nur so bin ich zu meinem jetzigen Depot gelangt und zufrieden. Wichtig ist aber, dass ich diesen Weg immer wieder reflektiere und ggf. anpasse. Und das versuche ich dann genauso im Depotrückblick auch wiederzugeben.

      Ich freue mich jetzt schon, im kommenden Depotrückblick über meine Annahmen vom neuen Job zu sprechen und wie es wirklich war. Nach einer Woche sehe ich schon, dass einiges anders ist als gedacht. Aber für mich ist das einfach eine Befreiung, nicht mehr nur zuhause rumzuhängen.

      Viele Grüße
      Daniel

  6. Ich begrüße die Verkleinerung des Podcasts. Sowohl für dich als auch für mich als Hörer. Wollte ich doch nie eine Folge deiner Podcasts verpassen, war mir die Frequenz diese Jahr schon unangenehm hoch. Ich erhoffe mir den Finanzrocker wieder in konzentrierterer Form.

    Dir viel Erfolg mit deinem erneuten Angestelltenverhältnis. Ich denke, zusammen mir den Dienstreisen, wird dir das richtig guttun.

    1. Hallo Michael,

      herzlichen Dank, ich denke auch, dass es mir guttun wird. Das merke ich auch schon nach einer Woche.

      Die Frequenz der Podcast-Folgen war vor allem im Mai sehr hoch. Für mich war das auch sehr anstrengend mit dem Schneiden der langen Folgen.

      Naja, jetzt habe ich die kommenden und auch die letzten Interviewfolgen für den Schnitt ausgelagert. Das entspannt es alles auch noch etwas und gibt mir auch etwas mehr Freiheit.

      Viele Grüße
      Daniel

  7. Alles Gute und Lebbe geht weiter!
    Herzlichen Dank für deinen seriösen und gewinnbringenden Kontent. Nicht nur finanziell, sondern auch psychologisch warst du mir eine große Hilfe beim Aufbau meines eigenen Portfolio. Die richtige Allokation zu finden ist tatsächlich ein langer Prozess des Verstehens und der Geduld mit Try and Error. Und neben ETFs halte auch ich verschiedene Einzelaktien. Aber anders als bei dir nutze ich die Börse nicht unbedingt zum Vermögensaufbau („Boomer“ in Rente) , sondern zum Vermögenserhalt und setze dabei hauptsächlich auf „langweilige“ sog. Qualitäts- und Dividendenaktien neben den breitdiversifizierten ETFs.

    Ich wünsche dir in deinem selbstgewählten neuen Beruf viel Erfolg, Erfüllung und Zufriedenheit.

    Thomas

    1. Herzlichen Dank, Thomas! Deine persönliche Asset Allokation muss ja auch zu Deinem Leben passen und Du machst das genau richtig. Wenn ich bei mir von Vermögensaufbau auf Vermögenserhalt umswitche, muss ich auch einiges ändern. Aber bis zu diesem Schritt dauert es noch über zwanzig Jahre. 🙂

      Viele Grüße
      Daniel

  8. Hallo Daniel,

    Deine Entscheidung für einen neuen Lebensabschnitt kann ich verstehen; Du hattest es ja vor einigen Monaten schon angedeutet. Du hast bestimmt super Erfahrungen gesammelt und machst persönlich einen nächsten Schritt – für Dich, Deine Persönlichkeit, Deine Skills, Deine späteren Erinnerungen nur gut.

    Ich höre Dich -auch mit dem Finanzwesir im Duo- dennoch sehr gern und es wäre schön, wenn Du / Ihr nicht vollkommen von der Bildfläche verschwindet.

    Ihr seid von herzerfrischender Natürlichkeit und es gibt bei Aktien und auch bei ETF ( meinetwegen auch bei alpha…) ständig Neuigkeiten zu berichten, wobei Du ja auch viele andere Themen wie Karten, P2P … drauf hattest (). Auch die Interviews sind toll. Ich kenne einen vergleichbaren Podcast nicht!

    Vielen Dank für die vielen tollen Stunden ( und auf weitere Beiträge hoffend)

    Olaf

    1. Hi Olaf,

      auch Dir herzlichen Dank für die guten Wünsche. Komplett von der Bildfläche werde ich nicht verschwinden, aber muss mich doch etwas einschränken. Ich habe jetzt kaum noch Zeit für Planung, Interviews und den Schnitt/Aufbereitung.

      Im nächsten Depotrückblick kann ich dann mehr darüber erzählen.

      Viele Grüße
      Daniel

  9. Hallo Daniel,
    schade, dass du mit deinem Podcast aufhörst. Dein Podcast war der erste, an dem ich wirklich Freude hatte. Sozusagen mein Einstieg in die Podcast Welt.
    Auch wenn ich ein ETF-ler bin so habe ich bei dir doch immer viele spannende Themen gefunden, die mich interessiert haben.
    Good Luck im neuen Job!
    FG
    Happy

  10. Hallo Daniel!
    Möchte mich den einigen Kommentaren anschließen und dir ebenfalls alles Gute für den Start in deinen neuen Job wünschen!

    Es freut mich sehr zu hören und zu lesen, dass du dennoch – wenn auch unregelmäßig – mit dem Finanzrocker und dem Finanzwesir weitermachen wirst!

    Habe sehr viel lernen dürfen in den letzten Jahren und möchte deinen Input, der unaufgeregt und gut aufbereitet daherkommt, auf keinen Fall missen.

    Ligrü, Kathrin aus Ö

  11. Lieber Daniel,

    du hast so viele Menschen inspiriert, ihre Finanzen selbst zu rocken. Auch ich war von deiner stets unaufgeregten, gelassenen Moderation und Schreibe begeistert.

    Vielen Dank für deine Einblicke, auch als Mentor. Ich wünsche dir von Herzen das allerbeste für deinen Neubeginn und gratuliere dir schon jetzt zu deiner bewussten Entscheidung.

    Viele Grüße, Eva

  12. Hallo Daniel,

    ich bin erst in den letzten Monaten zur Podcasthörerin im Bereich Finanzen geworden und finde deinen als einen der besten. Besonders gut gefällt mir deine Fähigkeit zum Zuhören und kluge Fragen zu stellen sowie interessante Interviewpartner:innen auszuwählen. Zudem wirkst du auf mich authenitsch und im positiven Sinne „unaufgeregt“. Da ich in kürzerer Zeit sehr viele Folgen von dir angehört habe, ist mir der etwas veränderte Ton (etwas „pessimistischer“, „ungeduldiger“?) in den neueren auch aufgefallen. Daher war ich von den Neuigkeiten zunächst überrascht und etwas enttäuscht, gerade weil ich die Qualität deiner Podcasts so gut finde. Deine Entscheidungen sind jedoch total nachvollziehbar! Ich wünsche dir einen guten Start in deinen neuen beruflichen Abschnitt und viele schöne und interessante Erfahrungen! Ich freue mich auf weitere Folgen!

    Viele Grüße
    Anna

  13. Hallo Daniel,

    war wieder eine sehr interessante Podcast-Folge über ein durchaus schwieriges Börsenjahr. Bin dabei durchaus froh (v.a. vom Verwaltungsaufwand her), dass ich in wesentlich weniger Assetklassen unterwegs bin. Habe mich bisher bewusst auch von P2P, Krypto und NFT ferngehalten.

    Höre dich aktuell immer beim Gassi-Gehen mit dem Hund. Du hast von allen mir bekannten Podcastern die angenehmste Stimme (v.a. im Vergleich mit ’sozusagen‘ Albert :-)). Wäre auch absolut radiotauglich gewesen. Schade, dass sie zukünftig seltener zu hören sein wird. Mal schauen, was ich so an Alternativen finde. Wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg in deinem neuen Job. Bin gespannt, was du so im Laufe des Jahres darüber berichten kannst.

    Viele Grüße
    Markus

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