Mit Scoring-Modellen zum Börsenerfolg – Interview mit Maximilian König von Investolio

In dieser Podcastfolge habe ich Maximilian König zu Gast. Mit Investolio hat er eine Software-Lösung entwickelt, die Aktien anhand unterschiedlicher Scoring-Modelle bewertet. Mit Max spreche ich über erfolglose Zockereien an der Börse, Wikifolios, Investmentstrategien und den Nutzen von Scoring-Modellen bei Aktieninvestments.

Investolio Maximilian König Artikelbild

Überblick Investolio

Max König ist zwar erst 27, aber schon ein alter Hase in Sachen Börse – bereits mit 15 kaufte er seine ersten Aktien. Kurz nach Abschluss seines Studiums hat er jetzt Investolio entwickelt – eine Software-Lösung, die Aktien anhand von Scoring-Modellen bewertet.

In dieser Podcastfolge spreche ich mit Max über seine Anfänge an der Börse, Investmentstrategien und wie er es zu einem erfolgreichen Wikifolio geschafft hat. Max erzählt außerdem, was Scoring-Modelle genau sind, warum er seine eigenen Scoring-Modelle entwickelt hat und wieso er Aktien im Schnitt nur neun Monate hält.

Darüber hinaus sprechen Max und ich über seine Firma Investolio, welche Herausforderungen die Unternehmensgründung mit sich bringt und welche Vision er mit Investolio für die Zukunft hat.

Shownotes Maximilian König

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Die Podcastfolge mit Max König gleich anhören

Zusammenfassung des Interviews

Über Maximilian König

  • Maximilian König stammt gebürtig aus dem Harz, ist 27 Jahre alt und hat 2018 sein BWL-Studium mit Schwerpunkt Finanzen in Göttingen abgeschlossen. Schon seit er 15 ist begeistert sich Max für die Börse, entwickelt seit einigen Jahren seine eigenen Scoring-Modelle und hat direkt nach dem Studium seine Firma Investolio gegründet.

Du hast Dich in den vergangenen Jahren verstärkt mit Scoring-Modellen auseinander gesetzt. Damit werden viele nichts anfangen können. Deswegen zum Einstieg die Frage: Was sind denn Scoring-Modelle?

  • Scoring-Modelle sind quasi das Herzstück meiner Arbeit. Mir geht es darum, dass ich Aktien auf Basis von Daten bewerten möchte. Da habe ich die letzten Jahre sehr viel Arbeit reingesteckt, weil ich für mich gesagt habe, ich benötige ein klares Regelwerk und brauche Kennzahlen, mit denen ich Aktien bewerten kann. Ich wollte einen Prozess schaffen, der das automatisiert, mit dem ich die Bewertung von Aktien vom Computer vornehmen lassen kann. In den letzten Jahren habe ich viele Analysen durchgeführt und das Ergebnis sind diese Scoring-Modelle. Aktien mit hohen Scores sind einfach sicherer und aussichtsreicher. 

Dein Start in die Welt des Investieren war hingegen nicht wirklich strategisch. Wie ging es bei Dir los?

  • Ende 2008 habe ich mitten in der Finanzkrise angefangen, da war ich gerade erst 15 Jahre alt. Ich hatte überhaupt keine Ahnung, was ich da mache. Ich habe bei meinem Vater mitgekriegt, wie der mit Aktien gehandelt hat und das fand ich spannend und ich wollte gerne anfangen. Damals gab es aber noch keine Social Media oder Podcasts, um sich zu informieren, und dann fängst du an ohne Plan und denkst, es kommt der schnelle Reichtum. Dann habe ich gemerkt, dass es nicht so einfach ist und bin dann auf die Nase gefallen.

Warum wolltest Du möglichst schnell viel Geld verdienen?

  • Viel Geld heißt für mich viel Freiheit, weil ich das machen kann, was ich machen möchte. Wer keine Geldsorgen hat, kann sich seinen Alltag so gestalten, wie er will. Ich wollte mir ein Vermögen aufbauen und finanziell unabhängig werden. 

Was hat Dir dann den Anreiz gegeben, komplett anders und vor allem durchdachter an die Geldanlage ranzugehen?

  • Etwa 2014 oder 2015, als ich dann dank meiner Eltern schon etwas mehr Kapital zur Verfügung hatte, was ich investieren konnte und wo dann auch die Verantwortung gestiegen ist. Da hatte ich ganz klar das Gefühl, wenn ich mich schon in einem hohen fünfstelligen Bereich bewege und das auch für die nächsten Jahre anpeile, dass ich dann einen Weg benötige, mit einer gewissen Souveränität zu investieren und nicht diesen psychologischen Druck zu haben. Das war für mich ein enorm wichtiger Punkt.

Du hast ja sehr nette Eltern, dass sie dir da so vertrauen…

  • Ich bin meinen Eltern auch sehr dankbar dafür, dass sie mir da so vertraut haben. Ich hatte damals ja noch kein Geld und auch keinen Nebenjob, irgendwo muss das Geld ja herkommen. Ich bin ja die ersten Jahre auch nicht komplett auf die Nase gefallen, ich habe viel aus meinen Fehlern gelernt. Also die Performance war nicht grottenschlecht, aber sie war auch noch nicht überragend. 

Warum hast Du Dir nicht einfach gesagt, ich nehme ein herkömmliches Einzelaktienportfolio oder ein pflegeleichtes ETF-Depot?

  • Es hat eine längere Zeit gedauert, bis ich überhaupt gemerkt habe, dass es diese ETFs gibt. 2008 war das noch gar nicht populär. Ich wollte meine Finanzen immer selbst in die Hand nehmen und die Aktien selber auswählen. Anfangs hatte das immer noch so einen Unterhaltungscharakter. Ich fände es furchtbar langweilig, einfach mal einen ETF zu kaufen und mir die Performance anzuschauen und das wars. Da lassen sich zwar gute Renditen mit erzielen, aber ich möchte mich einfach intensiver damit auseinandersetzen. 
  • Irgendwann kam dann der Gedanke: Die Arbeit, die ich mir da mache, macht eigentlich nur dann Sinn, wenn ich in der Lage bin, mit meiner Auswahl eine bessere Performance zu erzielen. 
  • Der Aktienmarkt macht im Durchschnitt eine Rendite von 8 Prozent im Jahr. Das ist das, was du als passiver Investor mitnehmen kannst. Und als aktiver Investor habe ich natürlich das Ziel, eine höhere Rendite zu erzielen. Wenn wir jetzt mal davon ausgehen, dass jeder, der sich seine Aktien selbst aussucht, eine höhere Rendite erzielt als der Durchschnitt, dann kommt das ja mit der ganzen Durchschnittsbetrachtung nicht mehr hin. Es muss also zwangsläufig Investoren geben, die nach oben, aber auch welche, die nach unten vom Durchschnitt abweichen. Und dieses nach oben, das ist eben weitaus schwieriger als einige sich vorstellen mögen, gerade langfristig. Aber das ist das Ziel, was ich mir gesetzt habe.

Wie bist du dann 2014/15 strategisch rangegangen? Auch mit Hilfe von Scoring-Modellen?

  • Die Scoringmodelle kamen erst später. Ich habe erst 2015 angefangen, Investmentstrategien auch mit Einzelaktien zu entwickeln. Ich habe mich auch von anderen Zeitschriften, Büchern und Strategien inspirieren lassen, irgendwo müssen die Ideen ja herkommen. Das habe ich als Startpunkt genommen, um eigene Strategien zu entwickeln. Das hat sich immer weiter entwickelt und 2019 habe ich angefangen, die ersten Scoring-Modelle zu entwickeln.
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Wie lange hältst Du eine Aktie im Schnitt?

  • Ich halte Aktien so im Schnitt neun Monate, das weicht natürlich ab. Das liegt an der jeweiligen Strategie, die ich mit diesen Scores umsetze. Die einzelne Aktie steht für mich tatsächlich nicht so sehr im Vordergrund. Ich analysiere ein Unternehmen jetzt nicht bis ins kleinste Detail und gucke mir das Geschäftsmodell an, sondern ich lasse die Arbeit von meinen Scoring-Modellen machen, lasse da zahlreichen Kennzahlen auswerten und habe dann einen Aktien-Korb mit Aktien, die nach diesen Modellen aussichtsreich sind. Wo ich aus meinen Analysen eben weiß, dass das in der Vergangenheit sehr gut funktioniert hat. Mir geht es eher darum, dass ich in meine Strategie als Ganzes investiere, als mir eine einzelne Aktie rauszusuchen.
  • Irgendwelche Garantieversprechen mache ich auch nicht. Ich werte dafür halt die Vergangenheit aus, weil ich der Überzeugung bin, wenn ich eine Strategie habe, die die letzten 20 Jahre an der Börse funktioniert hat, dann basiert die auf Prinzipien, die nachhaltig funktionieren. 

2016 hast du dann ein Wikifolio gegründet. Ich stelle mir da immer die Frage, warum man gleich mit einem Wikifolio loslegen muss und das Geld anderer Leute verwaltet, obwohl man selbst noch keine genaue Strategie hat. Mittlerweile gibt zigtausende von solchen Wikifolios, die alles andere als performancestarke Renditebringer sind. Was war denn Dein Grundgedanke?

  • Auf Wikifolio bin ich gekommen, weil ich dort anfangs als Investor war. Also ich hatte mir andere Wikifolios rausgesucht, wo ich mein Geld investiert hatte. Und ich dachte mir, jetzt, wo ich meine eigene Strategie hatte, ich mache einfach mal ein eigenes auf. Mein Ziel war es damals nie groß Geld anderer einzusammeln. Ich hätte mich sehr gefreut, wenn da mal 100.000 € zusammenkommen, am Ende ist es dann deutlich mehr geworden. Das sieht man auch an der Performance-Gebühr, ich habe da die niedrigste eingestellt. Es ging mir nicht darum, Geld damit zu verdienen, sondern ich wollte es einfach mal machen und gucken, wie sich das entwickelt. Der Gedanke, von anderen Menschen Geld zu verwalten, stand erstmal im Hintergrund. 

Dein Wikifolio „TSI Trendstärke mit Börsenampel“ läuft aber tatsächlich seit 5 Jahren sehr stabil mit einer Gesamtperformance von über 155 % und über 21 % im Durchschnitt pro Jahr. Welches Scoring-Modell liegt dem Wikifolio zugrunde?

  • Da verwende ich den Trend-Score, das heißt ich investiere in Aktien, die bereits einen starken Aufwärts-Trend aufweisen. Jetzt muss man dazu sagen, das läuft schon seit 2016, die Scoring-Modelle habe ich erst 2019 entwickelt. Ich habe früher auch schon nach Kennzahlen investiert und hatte mir eine rausgesucht, das lief auch ganz erfolgreich. Und auf Basis dieser ersten Kennzahl habe ich auch meine Analysen ausgedehnt. Jetzt, wo ich die Strategie überarbeitet habe, habe ich diese Anpassungen auch dort einfließen lassen.

Du hast da ja jetzt schon über 2 Millionen investiertes Kapital, das ist ja schon kein kleines Wikifolio mehr!

  • Das hat mich auch sehr stolz gemacht, auch wenn das gar nicht geplant war. Das war schon schön zu sehen, dass man eine zeitlang unter den Top-Wikifolios mit dabei war nach investiertem Kapital. Das hat natürlich dazu geführt, dass ich das drumherum überhaupt ein bisschen was aufbauen konnte. Es war gut zu sehen, dass man sich auf dem Finanzmarkt auch einen Namen machen konnte.

Du hast im Herbst 2018 Dein Studium BWL mit dem Schwerpunkt Finanzen abgeschlossen und standest vor der Frage, was Du jetzt machen willst. Warum hast Du Dich nicht für einen normalen Angestellten-Job entschieden?

  • Der Gedanke hat schon im Studium angefangen, die letzten ein, zwei Jahre war für mich klar, dass ein Angestelltenjob nicht in Frage kommt. Ich hatte auch mal Praktika gemacht, das hat mich jetzt nicht so wirklich überzeugt. Und ein großes Problem war für mich: Wenn ich in einen Angestelltenjob gehe, kann es nur im Bereich Finanzen sein, weil das das war, was mich interessiert hat.
  • Und an vielen Stellen müssen dann Produkte verkauft werden, die ich nicht toll finde, oder irgendwelche Produkte und Strategien entwickelt werden, wo ich nicht hinter stehe. Wenn ich etwas entwickeln soll, wo ich nicht voll hinter stehe, dann fehlt mir da die Motivation. Weil ich mich auch frage, was soll das überhaupt? 

Du hast Dir dann zum Ziel gesetzt, eine Software zu entwickeln, die deine strategischen Scoring-Modell abdeckt. Wie bist Du da vorgegangen? 

  • Diese Scoring-Modelle hatte ich ja 2019 so richtig weiterentwickelt. Ich hatte ja schon während des Studiums sehr viel mit dieser Strategieentwicklung zu tun, auch meine Masterarbeit ging in die Richtung. Nach dem Studium wollte ich das noch vertiefen und die Märkte genauer analysieren, um zu verstehen, welche Investmentstrategien funktionieren und welche Kennzahlen ich verwenden kann, um Aktien zu bewerten. Das war Arbeit von mehr als einem Jahr, überhaupt die Analysen durchzuführen. 
  • Anfangs habe ich dann mal ein Excel-Tool gebastelt, wo man dann Aktien bewerten konnte, aber da hat sich für mich die Frage gestellt, wie ich das vermarkten kann. Das ist mit einer Excel-Mappe nicht so einfach möglich, das ist viel zu unhandlich. Und was ich entwickelt hatte, wollte ich Privatanlegern auch zugänglich machen und das geht am besten, wenn du eine Plattform entwickelst, wo sich jeder übers Web einwählen kann. 
  • Da war dann die Herausforderung, dass ich zwar Investmentstrategien programmieren kann, aber keine Webseite. Da musste ich mir erstmal wen suchen, der das kann. 

Du hast sehr viel Geld in die Entwicklung von Investolio gesteckt. Hattest Du keine Angst, dass das in die Hose gehen könnte und das Geld komplett verbrannt ist?

  • Angst schon irgendwo, aber ich war einfach so überzeugt davon, dass ich das machen möchte, dass sich da keine Alternative gestellt hat. Da hätte ich mir einen ziemlichen Traum kaputt gemacht. Ich finde es halt besser, sowas auszuprobieren und dann zu scheitern, um dann zu sagen, ich habe es eben probiert, als von vornherein zu sagen, das ist mir ein zu großes Risiko und das dann zu bereuen.
  • Das, was jetzt in Investolio geflossen ist, hätte ich natürlich auch in den Aktienmarkt reinstecken können. Ich habe es schon so gemacht, dass ich davon ein bisschen Geld weggenommen habe und in mein eigenes Unternehmen rein investiert habe.
  • Was enorm gut war, war, dass die letzten Monate an der Börse sehr gut liefen, dass ich das Glück hatte, dass die Entwicklungskosten, die da angefallen sind, durch die Gewinne, die ich zwischendurch erzielt habe, schon ganz gut gedeckt werden konnten. Die Ausgaben waren am Ende dann hoch fünfstellig. 

Seit einigen Monaten ist Investolio auf dem Markt. So ein Start ist natürlich auch extrem schwer, du musst ja auch erstmal das Tool bekannt machen. Das ist gar nicht so einfach, oder? 

  • Es gibt da bekannte Unternehmen, die deutlich einfacher dazu in der Lage sind, ihre Produkte zu vermarkten, weil da einfach schon ein großes Vertrauen da ist. Wenn du als Newcomer am Markt bist und noch nicht diese Reputation hast, ist es deutlich schwerer. Deswegen arbeite ich ja auch mit einem sehr hohen Level an Transparenz und zeige auch ganz genau, wie diese Strategien funktionieren und sage auch ganz deutlich, dass ich mein Geld auch ausschließlich nach diesen Strategien investiere. Das Vertrauen aufzubauen ist am Anfang die große Herausforderung. 

Was steckt bei Investolio genau dahinter?

  • Herzstück sind die fünf unterschiedlichen Scoring-Modelle zur Aktienbewertung. Die Grundidee ist ja, dass Aktien mit hohen Scores besser performen als die mit niedrigen Scores. Das habe ich mir nicht ausgedacht, das ist das Ergebnis der Analysen. Investolio-Nutzer sind jetzt in der Lage, Aktien auf Basis dieser Scoring-Modelle zu bewerten. Ich habe über 4.000 Aktien im System und zu jeder gibt es diese fünf Scores. Und daran sieht man dann ganz gut, ob das eine Aktie ist, die z. B. gut für einen Trend-Investor ist oder einen Value Investor. Beim Safety-Score geht es mir darum, Kursrisiken zu bewerten, also gezielt nach Aktien zu suchen, die geringe Kursschwankungen aufweisen.
  • Und diese Scoring-Modelle lassen sich auch untereinander kombinieren. So ist jeder Investor in der Lage blitzschnell zu schauen, ob diese Aktie gut bewertet ist. Also wenn ich jetzt sage, ich sortiere Scores, die weniger als 50 Prozent haben, aus, bin ich in der Lage, meine Performance langfristig zu verbessern. Allein das ist schon eine große Hilfestellung.
  • Aber wichtig ist auch, dass man in der Lage ist, den Weg anders herum zu gehen. Also dass ich schauen kann, welche Aktien gerade die höchsten Scores aufweisen. Und jeder Investor kann sich dann auch seine eigenen Strategien entwickeln.

Um die unterschiedlichen Scoring-Modelle zu erläutern, haben wir gemeinsam drei Videos gemacht – da erklären wir den Trend Score, den Safety Score und den Value Score und die anderen beiden ganz kurz. Dort haben wir dann konkrete Aktien-Beispiele genommen und Anhand dieser Beispiele erklärst du dann, wie das funktioniert und welche Kennzahlen wichtig sind und was ein guter und was ein schlechter Score ist. 

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Was kann ich als aktiver Anleger da mitnehmen und wie unterscheidet es sich von anderen Aktienscreenern?

  • Es sind ja über 4.000 Aktien im System und irgendwo müssen die Daten herkommen. Und es gibt nur wenige Daten-Anbieter, die in der Lage sind, sowas zu machen und die können die Preise quasi diktieren, günstig ist das überhaupt nicht. Ich könnte auch sagen, wir nehmen nur die wichtigsten 500 Aktien rein, dann sind die Kosten für Daten auch deutlich geringer, aber dann sind wir nicht in der Lage, auch zahlreiche Nebenwerte zu finden, die ebenfalls aussichtsreich sind, da habe ich auch meinen Fokus drauf gelegt.
  • Die Datenqualität und die Analysen, die ich da im Hintergrund gemacht habe, unterscheiden uns von anderen Aktienscreenern. Es geht ja speziell um die Kriterien, die ich entwickelt habe und die Scoring-Modelle, weil ich mit meinen Analysen und Back-Tests rausgefunden habe, mit welchen Kennzahlen aussichtsreiche Aktien gefunden werden können. Diese Bewertungen gebe ich dem Anleger an die Hand und das ist das große Alleinstellungsmerkmal. 

Wie laufen denn die Modellportfolios, die Du im Rahmen von Investolio umsetzt?

  • Ich habe da sechs unterschiedliche veröffentlicht und kann auch sagen, ein Großteil davon wird mit echtem Geld umgesetzt. Das ist mir sehr wichtig, denn dem Koch sollte sein eigenes Essen auch schmecken. 
  • Dadurch, dass die Scores erst seit zwei Jahren fertig entwickelt sind, laufen die Strategien natürlich noch nicht so lange. Ich habe die ersten jetzt vor ziemlich genau einem Jahr veröffentlicht. Und jede der sechs Strategien hat besser performt, als der Gesamtmarkt. Man sieht auf jeden Fall, dass eine ordentliche Outperformance da ist. Jetzt kann man natürlich nicht sagen, dass es jedes Jahr eine Outperformance gibt, oder gar jeden Monat. Die letzten Wochen und Monate liefen nicht ganz so überragend, aber das gehört auch dazu.

Wie läuft Investolio bisher und wie wird es angenommen? 

  • Ich bin soweit zufrieden. Ich merke es auch, wenn sich jetzt Kunden neu registrieren, dass da auch ein paar Fragen und Verbesserungsvorschläge kommen, für die ich auch sehr dankbar bin, damit ich die Plattform langfristig verbessern kann.
  • Natürlich ist da noch das Thema Bekanntheitsgrad, also erstmal zu zeigen, dass ich hier bin. Das beste Produkt bringt nichts, wenn es nicht bekannt ist. Das ist in den ersten Monaten erstmal die Herausforderung, sich gegen Etablierte zu behaupten.
  • Wen das interessiert, kann Investolio gerne 14 Tage kostenlos testen und danach gibt es dann entweder ein Monatsabo, das monatlich kündbar ist, oder ein Jahresabo. Und speziell für die Podcasthörer gibt es einen Gutscheincode FINANZROCKER – den dann einfach im Bestellvorgang eingeben, dann wird dieser Rabatt auf die erste Monats- bzw. Jahreszahlung angerechnet.
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Welche Zukunftsziele hast Du Dir vorgenommen? 

  • Oberstes Ziel ist es, das Ganze auf ein Level zu fahren, wo ein ordentliches Wachstum da ist und es sich ohne Probleme von selbst trägt. Die Entwicklung muss sich rentieren, die Daten müssen bezahlt werden – das ist erstmal das oberste Ziel. Aber ich möchte da schon ganz gerne eine Plattform in den nächsten Monaten und Jahren hochziehen, dass wenn jemand auf einer Messe sagt „Ich habe Investolio“, dass der andere dann sagt, „da habe ich auch schon einmal von gehört“. Über so einen Bekanntheitsgrad würde ich mich sehr freuen.
  • Langfristig möchte ich auch eine gewisse Interaktivität in die Plattform einbauen. Webinare, Live-Chats und so etwas einzubauen ist langfristig auf jeden Fall geplant, um auch Ansprechpartner zu sein.
  • Je nachdem, wie das Wachstum läuft, habe ich vor, da auch ein Team drumherum zu bauen. Momentan kann ich es noch alleine stemmen, aber wenn immer mehr Nutzer mit dazu kommen, steigt auch das Anfrage-Volumen und auch die Möglichkeiten.

Wordshuffle 

Finanzielle Freiheit: Finanzielle Freiheit ist für mich ein enorm wichtiger Punkt. Es ist mein Ziel, sie zu erreichen. Es geht nicht darum, viel Geld zu haben, sondern die Freiheit zu haben, meine Zeit zu gestalten, wie ich das möchte.

Harz: Ich komme aus dem Harz und wohne auch nach wie vor in der Nähe, in Göttingen. Ich finde es als Heimat sehr schön, aber brauche Stadt um mich rum zum Leben.

Rockmusik: Bin ich nicht der mega Freund von. 

Selbstständigkeit: Selbst und ständig. Die letzten Jahre waren sehr fordernd. Aber es gibt einem die Freiheit, sich den Tag selbst einzuteilen.

Lieblingshobby: Ich fahre unglaublich gerne Ski, es fällt mir echt schwer, dass das diesen Winter nicht möglich war.

Glück: Glücklich bin ich, wenn ich die Dinge machen kann, die mich erfüllen und ich mir den Tag so gestalten kann, wie ich es möchte. 

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5 Antworten

  1. Hallo Daniel, diese Folge hatte leider relativ früh einen für meinen Geschmack zu werblichen Charakter für das Produkt des Interviewpartners. Ein Blick auf den Blog bestätigt dies dann mit dem Affiliatelink. Das ist grundsätzlich kein Problem, aber mir fehlt da diesmal leider etwas die Transparenz. Unabhängig davon, ein immer wieder hörenswerter Podcast.
    Gruß Alex

    1. Hi Alex,

      die gekennzeichneten Affiliate-Links nutze ich schon seit 2015 im Podcast und sie sind doch transparent. In den Interviews stelle ich die Person und deren Lebensläufe vor. Manchmal spielen die Produkte oder Bücher da dann die Hauptrolle. Es war ja klar, dass ich mit Max dann in erster Linie über Investolio spreche, weil das in Verbindung mit dem Wikifolio und den Scoring-Modellen klar im Fokus seines (wie ich finde spannenden) Lebenslaufs steht.

      Nichts anderes habe ich beispielsweise bei den Interviews mit Christian Hecker von Trade Republic, Prof. Mittnik von Scalable Capital oder auch die Interviews mit Torsten Tiedt vom Aktienfinder (da gab es aber keinen Affiliate-Link) gemacht.

      Generell versuche ich aber möglichst wenig von diesen Produkten vorzustellen, damit da nicht ständig ein werblicher Charakter aufkommt. In den kommenden Wochen gibt es dann wieder komplett andere Themen.

      Viele Grüße
      Daniel

  2. Hallo Daniel, diese Podcastfolge habe ich endlich auch durchgehört – und hätte es eher machen sollen. Das Prinzip von Investolio finde ich spannend, um im Aktienbereich einmal strukturiert Fuß zu fassen. Ich stelle auch nicht die anfallenden Kosten für das Portal in Frage, allerdings wäre es cool, wenn sich diese durch den entsprechenden Börsenerfolg decken lassen. Was wäre denn eine halbwegs sinnvolle Höhe des Startkapitals? Dieses Tool wird ja eher die Kanone auf den Spatzen sein, wenn man aus der ETF-Welt mit einer monatlichen Sparrate von 50€ – 150€ kommt?

    1. Hallo Andreas,

      vielen Dank für Deinen Kommentar. Du kannst sicherlich die Kosten durch entsprechenden Börsenerfolg decken lassen, wobei es für den Erfolg ja keine Garantien gibt. Gerade die Tech-Korrektur im Februar hat für eine Underperformance der Trend-Aktien gesorgt. Das hat Max ja auch erläutert. Die Monate davor lief es gut.

      Was die Höhe angeht: Du solltest Dir für den deutschen Markt mindestens 10 Werte holen und für den europäischen noch einige mehr – so wie es Max auch macht. So bist Du dann auch ganz gut diversifiziert. Das müssen dank der Neobroker keine hohen Summen sein, um das mal zu testen.

      Du könntest also rein theoretisch mit 100-200 Euro pro Wert loslegen, um Dir das alles einmal anzuschauen. Mit solchen niedrigen Summen wird es aber anfangs schwer die Investolio-Kosten wieder reinzuholen. Sparpläne funktionieren hier nicht wirklich.

      Viele Grüße
      Daniel

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