ETF-Verschmelzung mit Arne Scheehl – Der Finanzwesir rockt 85

In Kürze werden die ETFs von comstage mit Lyxor-ETFs verschmolzen. Was hat das für einen Einfluss auf das eigene Depot und was ändert sich generell für den Kunden? Darüber haben wir mit dem Schmelzmeister Arne Scheehl von Lyxor gesprochen.

ETF-Verschmelzung

Überblick ETF-Verschmelzung mit Arne Scheehl

Der ETF muss weg. Er ist zu klein, eine Doublette oder er passt strategisch nicht ins Portfolio des Anbieters. Was tun? Einfach auszahlen? Nein, dann wäre das ganze schöne Geld weg. Lieber mit einem anderen ETF fusionieren und das Geld im Haus behalten.  Nur: Ist das auch für dich als Kunde die beste Lösung? Das besprechen wir mit dem ETF-Experten Arne Scheel.

Wir haben Arne unter anderem gefragt:

– Wann kommt es zu einer Verschmelzung? Was sind die Beweggründe hinter der Entscheidung?
– Welche Kriterien spielen eine Rolle?
– Gibt es ETFs, die besonders betroffen sind? Nur Exotenkram oder werden auch Brot & Butter-ETFs bei den kommenden Mergers betroffen sein. Niemand braucht 2 World-ETFs in einem Haus. Oder doch?
– Wer trifft die Entscheidung?
– Das Fonds-Management, die Bafin, Verbraucherschutzorganisiationen, der ZDF-Fernsehbeirat – wer muss alles gehört werden?
– Wer genehmigt dann? Oder ist eine Verschmelzung nicht genehmigungspflichtig?
– Wie erfährt der Investor von einer anstehenden Verschmelzung?
– Welche Fristen gilt es zu beachten?
– Wie kann ein Investor reagieren?
– Wer bezahlt das?
– Welche Probleme krieg ich mit der Steuer?
– Wie krieg ich das in Portfolio Performance abgebildet?

Und wir wollen natürlich von ihm wissen:

Was tue ich als Betroffener am besten? Gibt es einen Königsweg oder muss ich situativ entscheiden?

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9 Antworten

  1. Moin Daniel, super Folge. Vielen Dank für die Auswahl des Themas und damit verknüpften Gastes. Ich denke, in der Community haben einige auf Comstage ETFs gesetzt und investiert: oft gratis Sparplan, als SWAP-Produkt und dadurch meist mit starker TD war gerade der Comstage EM sehr gefragt. Die erste Umstellung von thesaurierend auf ausschüttend war für viele Investoren vermutlich eher nicht so dolle. Dann das Thema physisch replizierend vs. SWAP, wo das Pendel zuletzt tendenziell für die physischen Replizierer ausgeschlagen hat. Jetzt noch die Verschmelzung. In eurem Interview habt ihr ja schon einige Fragen auf den Tisch gebracht. Mich würde interessieren, ob ihr rund um das Interview mit Arne Scheehl auch folgende Fragen im Kontext der ETF-Inkorporation durch Lyxor diskutiert habt: 1.) viele Comstage sind in $ aufgelegt, Lyxor oft in €. Was passiert bei der Verschmelzung? 2.) was passiert, wenn mein Broker nach der Verschmelzung den aufnehmenden Fonds nicht mehr zur Auswahl stellt, ist das überhaupt möglich? 3.) ich möchte im Zuge der Verschmelzung die Chance nutzen, und auf thesaurierende physisch replizierende ETFs umschwenken. Muss ich mich beim Entscheid auf Verkauf neben den negativen steuerlichen Aspekten auf Transaktionskosten einstellen, oder werden diese vom Broker / Lyxor übernommen, da mir ja quasi die Verschmelzung aufs Auge gedrückt wird. Die für mich wichtigste take home message: nichts ist so sicher wie der Wandel, auch bei ETFs. Dies wird über Dekaden immer wieder zu Fluktuationen im Portfeuille führen. Und ist am Ende bei einer konsequenten Strategie ja auch kein Beinbruch. Liebe Grüße und vielen Dank für eure Arbeit und wirklich gute Interviewführung – Pete

    1. Hallo Pete,

      ich würde mich mal an eine Beantwortung aus meiner Sicht wagen, vielleicht korrigioeren mich Daniel (oder Arne), wenn ich Unsinn erzähle:

      zu 1) Was soll schon passieren, die Berichtswährung für den Fonds ist unerheblich. Vermutlich wird sie einfach auf € geändert, wenn der aufnehmende ETF in € berichtet. Siehe hierzu z.B. https://www.gerd-kommer-invest.de/wann-ist-waehrungsabsicherung-sinnvoll/

      zu 2) Wenn dein Broker den aufnehmenden ETF nicht zum Kauf anbietet, dann kannst du ihn nicht kaufen. Du hast trotzdem den neuen ETF im jeweiligen Wechselverhältnis im Depot. Deine Depotbank verwahrt deine Wertpapiere ja nur. Da ist es egal, ob der dazugehörige Broker diese im Handel anbietet.

      zu 3) wenn du für dich entscheidest, dass du gerne ein anderes Produkt hast, warum soll der Broker/Anbieter dafür die Kosten übernehmen? Lyxor teilt dir mit, dieses Produkt, was du bisher hattest, wird ab Tag X zu diesem Produkt. Wenn dir das nicht gefällt, dann darfst du gerne verkaufen. Arne hat ja im Podcast gesagt, dass sie sich bemühen, die ETF möglichst gleichwertig zu verschmelzen.

  2. Zuerst bei einem ETF den Index und Namen gewechselt, dann quasi alles von thesaurierend auf ausschüttend geändert. Dazu kam die Änderung der Besteuerung durch Deutschland. Jetzt wird wohl teilweise verschmolzen und die Namen ändern sich schon wieder. Irgendwie nervt mich das hin und her doch etwas, habe meine Comstage ETFs mittlerweile alle verkauft.

    1. mal ganz bewusst provokativ formuliert: Inwieweit hatten sie denn Stress damit? Alles hat ihr Broker übernommen. Steuerthemen, Namensänderung, usw. Wer 5 Jahre geschlafen hat, der wäre noch mehr oder weniger genauso investiert und hätte statt Raider jetzt Twix im Broker-Depot

  3. Wie seht ihr die aktuelle Lage an der Börse. Ich denke es wird noch weiter fallen. Ich fühle mich aber dennoch wohl. Die Dividenden trudeln trotzdem jeden Monat ein. Das ist finde ich auch ein enormer Vorteil von Dividenden, sie geben dir einen psychologischen Vorteil. Ich bleibe auf jeden Fall investiert und lege nach und nach etwas Kapital in den Markt.

    1. Das passt zwar nicht wirklich zu der Podcast-Folge, aber ich gebe Dir trotzdem ein Feedback. Die momentane Lage an der Börse ist von Verunsicherung geprägt und für mich persönlich ist das ein schöner Zeitpunkt, um einige Werte nachzukaufen, die stark gefallen sind.

      Psychologisch finde ich die Dividenden auch sehr wichtig, weil sie in der Regel auch gezahlt werden, wenn es an den Börsen ordentlich rappelt – zumindest bei gesunden Unternehmen.

  4. Kauft Vanguard ETFs, da gibt es solch Kunden-unfreundliche (nachteilige) Dinge nicht. Besonders unangenehm wären zwangsweise realisierte Verluste, die man vielleicht steuerlich nicht ausgleichen kann, was zum Beispiel in AT nur im selben Kalenderjahr möglich ist.

    Ich verstehe auch von der Logik überhaupt nicht, dass es steuerliche Auswirkungen hat, wenn man einfach einen anderen ETF bekommt, egal welches Domizil. Wenn ich nicht verkaufe, sondern nur einen Ersatz bekomme, muss ich logischerweise keine Kursgewinne versteuern.

    Ist halt leider der Nachteil bei ETFs. Man hat einen Vertrag mit dem Emittenten und der kann letzten Endes fast tun was er möchte.

    Aber auch bei Einzelaktien kann es Fusionierungen oder Übernahmen geben. Nur hat das in der Regel keine steuerlichen Auswirkungen, so lange man nicht verkauft oder ein Cash-Angebot annimmt.

  5. Hallo,

    ich habe jetzt über 3 Jahre Erfahrung mit ETF und Aktien und meine Erfahrungen und Erkenntnisse daraus lassen sich folgendermassen zusammenfassen:
    – ETF sind nicht die makellosen Heilsbringer, als die sie auf breiter Front dargestellt werden.
    – ETF ist nicht gleich ETF.
    – Je weniger Finanzkasper zwischen mir und meinem Eigentum sitzen um so besser. Aktien sind ehrlicher als ETF, wenn da nur das Problem mit der Diversifikation nicht wäre.

    Und was Comstage angeht, habe ich jetzt für mich entschieden, daß wir künftig getrennte Wege gehen werden.
    – zunächst war da die Umstellung von thes. auf auss.. Ich ziehe mittlerweile zwar ausschüttende Fonds vor, sodass es mir ja eigentlich entgegen kam, aber mir wurde hier zum ersten mal meine Hilflosigkeit als Kleinanleger gegenüber Fondsgesellschaften bewußt, auch wenn die Entscheidung zum gutteil fremdbestimmt war.
    – Als nächstes kam dann aber die Liquidation auf einen CAC40 ETF. Ich hatte im Wirtschaftsteil einer renommierten Tageszeitung einen Artikel gelesen, daß die französische Wirtschaft aktuell stärker wachse als die deutsche. Da dachte ich mir, ich probier das mal aus und tatsächlich, der Fonds lief gut. Und dann nach etwa einem halben Jahr die Überraschung: Lohnt sich angeblich für CS nicht mehr, da zu wenig Nachfrage.
    – Nur ein Ausschüttungstermin pro Jahr. Das ist bei einem Dax Index vernachlässigbar. Deutsche Unternehmen zahlen i.d.R. zwischen Mai und Juli. Bei einem US (lastigen) Index macht es sehr wohl was aus, ob die mir zustehende Dividende ein 3/4 Jahr cum im Fonds rumdümpelt um den Kurs am Ex Tag dann ja doch runter zu ziehen ohne dass die Ausschüttung derweil weitere Gewinne erwirtschaften konnte.
    – und nun was das Faß zum überlaufen brachte: Mittlerweile möchte ich auch keine Swaps mehr, weil diese m.M.n. den Anlagerschutz über die Sondervermögensregelung unterwandern. Und nun bekomme ich eine Mitteilung: Mein CS Fonds verschmilzt mit nem Lyxor, thes. und swap. Besser gesagt und noch schlimmer: die im Schreiben angegebene ISIN auf Lyxorseite existiert dort gar oder noch nicht. Der den betreffenden Index entsprechende ETF weist die beschriebenen Merkmale auf. Und das geht so nicht. Von allen Orten erklingen die Ermahnungen „Langfristig“ und „hin und her macht Taschen leer“ und dann ändern Finanzkasper ständig die Spielregeln. Da ändern sich ja auch ständig die Subventionen von Sparplänen, Sparplan Portfolios und und und
    Beim aktuellen Zustand der Deutschen Bank stellen X-trackers diesen Erfahrungen nach auch keine Alternative dar.
    Gruß
    Manfred

    1. @Manfred,
      wie waere es mit etwas Selbstkritik?:
      – hast du gekauft, was du nicht verstehst?
      – Market-Timing bzw Sparten-ETFs (CAC40) betrieben?
      – nicht auf die Marktfuehrer geachtet (zB iShares)?
      – andere als Brot-und-Butter Produkte gekauft (MSCI World, EM oder die zwei entsprechenden von FTSE)?
      – dich zu wichtig genommen (ETFs wurden nicht fuer Privatanleger designt sondern fuer Institutionelle Anleger)?

      – keiner hat je gesagt, dass ETFs Heilsbringer sind, sie sind die „am wenigsten schlechte Anlagemoeglichkeit fuer Privatanleger“
      – Swapper sind kein Teufelszeug, sonst wuerde die keiner kaufen
      – der Feind des Kleinanlegers ist der Kleinanleger selbst (also deine Anlegerpsyche), nicht Produkte oder Produktaufleger, uebernimm Verantwortung!
      – du bist auf der Lernkurve schon ein Stueck gekommen, jetzt nicht aufgeben sondern informieren, hinterfragen und nach den EIGENEN Fehlern suchen
      Core-Investment in die Dickschiffe, Rest als Spieltrieb kontrollieren oder ganz lassen, Bewusst dem Ich-will-aber-besser-sein-als-der-Markt-Tick widerstehen (Antidot: lese den ganzen Finanzwesir – immer wieder).
      – mit Einzelaktien-Anlagen wird es nicht besser – versprochen 😉 aber du kannst ja in 3 Jahren hier berichten!
      LG Joerg

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