Über Konten, Kreditkarten, Neobroker und den DAX – Interview mit Sara Zinnecker von Forbes Advisor

Mit der Wirtschaftsjournalistin Sara Zinnecker spreche ich in dieser Folge über eine breite Palette an Themen. Es geht heute um die Erweiterung des DAX, Negativzinsen und Inflation, die Änderungen bei Girokonten, die unterschiedlichen Arten von Kreditkarten und um die besten Neobroker im Oktober 2021. Sara war schon im Januar 2018 in Folge 87 im Finanzrocker-Podcast zu Gast.

Überblick Interview mit Sara Zinnecker

2021 ist ein Jahr, in dem sich gerade in der Bankenwelt eine ganze Menge geändert hat. Alle Bankfilialen in meinem Umkreis, wo ich immer Geld abgehoben habe, wurden in den letzten Wochen und Monaten komplett dichtgemacht. Häufig heißt es jetzt: Entweder kontaktlos bezahlen oder im Supermarkt Geld abheben, wenn man nicht den Umweg über die Innenstadt nehmen will.

Aber auch die Angebote der Filial- und Onlinebanken haben sich geändert und sind in der Regel teurer geworden. Kurz bevor ich dieses Intro erstellt habe, kam von der DKB die Nachricht, dass sie das DKB Cash Angebot ab November nicht mehr anbieten werden. Statt der Girocard und der Kreditkarte gibt es dann nur eine Debit-Kreditkarte. Die Kreditkarte kostet für Neukunden ab dem Termin 2,49 Euro im Monat. Die comdirect führt das gleiche Prinzip schon zum 1.11.. Bestandskunden können ihre Girocards aber vorerst noch weiternutzen.

Und dann kamen auch noch die Strafzinsen in Höhe von 0,5 % ab einem Volumen von 50.000 Euro bei fast allen Banken – beim Postgeld-Tagesgeld sogar ab 25.000 Euro. Ab sofort lohnt sich tatsächlich ein noch genauerer Blick auf die kleinen Details bei Girokonten, Kreditkarten aber auch Girokonten. Deshalb kommt Ratgebern und Tests in dem Bereich eine noch größere Rolle zu. Und genau darum geht es in Folge 197. 

Zweites Interview mit Sara Zinnecker

Ich habe heute zum zweiten Mal Sara Zinnecker zu Gast. Sara ist Wirtschaftsjournalistin und schreibt über Verbraucherthemen, Geldanlage und Altersvorsorge. Mittlerweile arbeitet sie mittlerweile beim Forbes Advisor und testet viele Angebote aus dem Finanzbereich gründlich und ausführlich.

Das ist dann heute auch das Thema im Finanzrocker-Podcast. Wir sprechen über die Besonderheiten und Tests von Girokonten, Kreditkarten und Neobrokern. Darüber hinaus geht es aber auch um die Gründe für die Vergrößerung des DAX, die momentane Inflation und die Unterschiede der Börsenplätze. Du siehst: Volles Programm bei den Themen.

Shownotes Sara Zinnecker

Präsentiert von der Quartr-App

Diese Folge wird präsentiert von Quartr. Quartr ist eine schwedische App, die für sehr viel Mehrwert für Einzelaktien-Investoren sorgen wird.

Quartr bietet Conference Calls, Investor Präsentationen, Transkripte und Earning Reports von Unternehmen aus 15 unterschiedlichen Märkten in einer Smartphone-App.

Das Beste: Quartr ist komplett kostenlos und für iOS und Android verfügbar. Künftig sollen noch deutlich mehr Funktionen folgen.

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Interview mit Sara Zinnecker gleich anhören

Zusammenfassung des Interviews

Bild: Andreas Schwarz

Über Sara:

Sara ist Wirtschaftsjournalistin bei Forbes Advisor und schreibt über Verbraucherthemen, Geldanlage und Altersvorsorge.

Das letzte Mal haben wir Ende 2018 ein Interview geführt. Damals warst Du bei Finanztip, heute arbeitest Du für Forbes. Magst Du vielleicht kurz erklären, was hinter Forbes steckt?

Forbes ist ein amerikanisches Nachrichtenmagazin. Ich bin aber nicht direkt bei Forbes, sondern bei Forbes Advisor, die es seit einem Jahr in Deutschland gibt. Bei dieser Sparte geht es um Personal Finance, also Verbraucherjournalismus. Wir publizieren Produktchecks, Finanztipps und versuchen die Finanzwelt den Leuten näher zu bringen.

Was ist Deine Aufgabe Du bei Forbes Advisor?

Mein Berufstitel ist Redaktions-Leiter. Meine Aufgabe ist also der Aufbau der deutschen Internet-Seite, sie mit Inhalten zu füllen und auch zu entscheiden welche Themen wichtig sind und die Seite sichtbarer zu machen. Das mache ich zusammen mit meinem Kollegen Daniel. Natürlich müssen wir hier bestimmte Ziele erreichen und berichten die Fortschritte in die USA.

Auf welcher Basis bewertet Ihr die Produkte? Wie profitiert Forbes davon?

Wir legen die Kriterien selbst fest und, wo es möglich ist, testen wir die Produkte auch selbst. Vor allem bei Software-Produkten (z.B. Broker) berücksichtigen wir auch, wie gut die Funktionsweise und Möglichkeiten der Plattform erklärt werden, auch „educational content“ genannt.

Aktuell ist noch keine Monetarisierung dahinter. Mittelfristig ist Affiliate Marketing, Vermarktung von Siegeln und PR geplant. Das ist also alles noch im Entstehen.

Im September wurde der Dax vergrößert und neu ausgerichtet. Warum war diese Änderung nötig?

Seit über 30 Jahren gibt es den DAX schon und das immer mit 30 Werten. Jetzt wurde er auf 40 Werte erhöht. Auslöser für dieses „Facelifting“ war Experten zufolge der Skandal um Wirecard (Zahlungsanbieter) im Sommer 2020. Daraufhin wurde das Regelwerk angepasst. Jetzt gibt es eine Insolvenzregel dir vorsieht, dass man ein Unternehmen innerhalb von 2 Tagen aus dem DAX nehmen kann. Vorher musste man bis zur nächsten regelmäßigen Überprüfung warten, die normalerweise im September stattfindet.

Welche Unternehmen sind neu dazu gekommen und welchen Einfluss hatte das auf die Top-10?

Die Rangfolge der DAX-Unternehmen basiert rein auf der Marktkapitalisierung. Also der Anzahl der verfügbaren Aktien multipliziert mit dem aktuellen Kurswert des Unternehmens. Airbus ist beispielsweise neu dazugekommen und hat direkt Platz 5 besetzt.

Die Schlagzeilen werden momentan von Inflation und Negativzinsen beherrscht. Was steckt dahinter und welche Auswirkungen hat beides auf Anleger?

Die EZB sagt, dass die Inflation eine Reaktion darauf ist, dass während Corona die Preise teilweise zurückgegangen sind. Es sei also eine Ausgleichsbewegung. Besonders betroffen sind Konsumgüter, Baustoffe und Energiepreise. Laut EZB sei die Inflation nicht nachhaltig. Viele Wirtschaftsexperten sehen das anders.

Für Verbraucher wird dadurch vieles teurer. Eine Lösung für das Problem ist aus meiner Sicht, dass noch mehr Menschen in Deutschland ihr Geld breitgestreut in Aktien investieren. Damit wird auf lange Sicht das Vermögen wachsen und die Auswirkungen von Inflation und Negativzinsen sind weniger drastisch.

Lass uns über Girokonten sprechen. Die kostenlosen Angebote der Online-Banken werden immer mehr eingeschränkt und man sollte sich vorher genau die Bedingungen anschauen. Welche Banken waren denn in Eurem Test vorn mit dabei und nach welchen Kriterien habt Ihr das festgelegt?

Ein Grundkriterium ist die kostenlose Kontoführung. Ich bin der Meinung, dass die Direktbanken einen guten Service anbieten und es trotzdem genügend Möglichkeiten gibt, das Geld abzuheben.

Zugeständnisse mussten wir dahingehend machen, dass die kostenlose Kontoführung häufig geknüpft ist an einen entsprechenden Zahlungseingang. Das finde ich aus Banken-Sicht verständlich und in Ordnung, wenn das Konto nur dann kostenlos ist, wenn beispielsweise monatlich 500 Euro eingehen. Außerdem sind die Konten häufig bis zum 26. Lebensjahr oder darüber hinaus kostenlos.

Andere Kriterien sind:

  • Gebühren beim Abheben,
  • ob es nur eine Kreditkarte oder zusätzlich eine Girokarte gibt. Denn nach wie vor, kann man nicht überall mit der Kreditkarte bezahlen.
  • Welche Art von Kreditkarte es gibt. Ist es eine Debit-Card, die direkt abbucht oder per Charge, die die Beträge sammelt und erst am Monatsende abbucht.
  • Dispo-Zinsen,
  • App und Nutzerfreundlichkeit,
  • und der Kunden-Service.

Ganz oben dabei sind die comdirect und die DKB. Auf dem letzten Platz ist N26. N26 ist toll für englischsprachige und digitalaffine Menschen. Allerdings bietet N26 keine Girokarte mehr. Außerdem wurden viele Angebote mit der Zeit für das kostenlose Konto herausgenommen, wie beispielsweise die kostenlosen Spaces.

Wo liegen denn die konkreten Unterschiede zwischen Revolving-, Debit- und Charge-Kreditkarten?

Die Debit ist die einfachste Kreditkarte mit der man online bezahlen oder einen Flug buchen kann. Sie bucht sofort vom Girokonto ab und damit ist es eigentlich kein Kredit. In seltenen Fällen wird die Debit-Kreditkarten nicht akzeptiert sondern nur eine Charge-Kreditkarte, die ein tatsächlicher Kredit ist, beispielsweise immer für einen Monat. Das ist mir schon bei der Taxi-Buchung im Ausland passiert.

Die Revolving ist die „Kreditkarte mit Teilzahlungsoption“. Das entspricht am ehesten einem Kredit und ist beispielsweise auch die gängige Option in den USA. Das heißt du nimmst einen Kredit auf und zahlst dann immer nur einen kleinen Teil, also 5-10% monatlich zurück inklusive Zinsen. Das heißt man konsumiert auf Pump. Die Deutschen sind eher bemüht sich keine Schulden zu machen und daher ist den meisten dieses Prinzip eher fremd. Der Vorteil von Revolving-Karten ist allerdings dass man auch im Ausland weitestgehend ohne Gebühren zahlen und abheben kann.

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Präsentiert von Visa

Präsentiert wird Dir diese Folge von Visa. Wenn du an Visa denkst, denkst du an deine Kreditkarte? Falsch gedacht, denn Visa ist viel mehr als das.

Visa bietet ein Netzwerk, das Menschen verbindet: Händler mit Kunden, Unternehmen mit Technologien und natürlich auch jeden Einzelnen mit genau der Bezahlmöglichkeit, die perfekt zu ihr oder ihm passt.

Egal ob Mobile Payment mit Android Smartphones, vielfältig einsetzbare Debit-Karten oder die mobile Anwendung Tap to Phone – das Netzwerk von Visa schafft den Zugang dafür.

Wenn Du mehr über Visa als Anbieter für digitale Zahlungstechnologie und das vertrauenswürdige Netzwerk erfahren möchtest, dann gehe einfach auf www.finanzrocker.net/visa oder schau in die Shownotes.

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Welche Unterschiede bestehen denn zwischen Kreditkarten mit Girokonten und ohne?

Eigentlich bekommst du mit einem normalen Girokonto in Deutschland nie eine Revolving-Kreditkarte. Und du bekommst immer seltener eine Charge-Karte, sondern immer häufiger eine Debit-Karte, bei der die Summe dann vomGirokonto abgebucht wird.

Ihr habt auch einen Online-Broker-Test gemacht. Warum habt Ihr Euch da nur auf die Neobroker konzentriert?

Der Fokus lag an sich auf den Online-Brokern. Auffällig ist aber, dass die Online-Broker, die an eine Bank gebunden sind, ein komplexeres Gebührenmodell haben als Neobroker, bei denen günstigeres Handeln möglich ist.

Dieses günstige Modell der Neobroker hat aber zwei Nachteile. Zum einen handelt man zum Teil mehr, was sich angesichts der Gebühren schnell nicht mehr lohnt. Zum anderen bekomme ich kaum jemanden ans Telefon, wenn es wirklich mal ein Problem gibt.

Unser Test ist für Menschen, die eine einfache und intuitive Lösung wollen. In Zukunft werden wir uns die Online-Depots der Banken nochmal genauer ansehen.

Nach welchen Kriterien habt Ihr bewertet und wer waren die Gewinner?

Die Kriterien waren:

  • Die Gebühren,
  • Die Anzahl an Handelsplätzen (beispielsweise die deutsche Börse XETRA),
  • Wie groß ist die Auswahl an Aktien und ETFs,
  • Sind die Kurse in Echtzeit handelbar?
  • Nutzererfahrung: Bekomme ich alle wichtigen kaufrelevanten Informationen zum Wertpapier? Educational Content, z. B. dass in Videos gezeigt wird, wie ich eine Order ausführe. Hilfreiche FAQs usw.

Letztendlich hat Trade Republic* knapp gewonnen. Danach kommt Scalable Free* und die onvista-Bank*. Letztendlich haben wirklich alle Broker Vor- und Nachteile.

Inwieweit unterscheiden sich denn die beliebten außerbörslichen Handelsplätze wie L&S oder Gettex von den richtigen Börsen? Was muss ich da als Anleger beachten?

Sowohl TradeRepublic als auch Scalable haben jeweils einen Backup-Handelspartner, falls mal einer ausfallen sollte. Toll wäre es, wenn mehrere Handelspartner als gleichwertige Partner dabei wären.

Als Anleger möchte ich natürlich den günstigsten Preis. Der beste Preis kommt von dem Handelsplatz mit den meisten Handelsvolumen. Über den deutschen Handelsplatz XETRA gehen die deutschen Werte am besten, aber auch TradeGate ist dicht dahinter.

Es gibt außerdem das Gebot im Wertpapierhandelsgesetz, dass der Broker dem Kunden den bestmöglichen Preis verschaffen muss. In der Praxis berufen sich die Handelsplätze auf die Börsenüberwachung, an die sie angeschlossen sind. Darauf muss man ein Stück weit vertrauen.

Welche Rolle haben denn Kryptowährungen bei diesem Test gespielt?

Das bieten immer mehr Broker an, auch weil es ein aktueller Trend ist. Diesen Aspekt haben wir beim Test nicht so hoch gewichtet, weil es hochspekulative Anlagegüter sind.

Wir haben uns angesehen welche Währungen verfügbar sind und ob sie direkt oder nur per ETP bzw. ETN handelbar sind.

Was sind Vor- und Nachteile zwischen einem direkten Kauf von Krypto-Währungen oder einem über ETPs? Was sind ETNs?

Bei einem Kauf über ETP bzw. ETN kauft man nicht die Kryptowährung direkt, sondern ein Wertpapier. ETN steht für Exchange Traded Note und ist eine Schuldverschreibung, die mir das Recht einräumt, diese Kryptowährung zu besitzen.

Dieses Wertpapier trackt letztendlich die Wertentwicklung, ein bisschen so wie XETRA-Gold, mit dem Recht diese Kryptowährungen tatsächlich auszuliefern.

In der Praxis gibt es kaum Vor- und Nachteile. Allerdings sind teilweise die Gebühren bei den ETPs/ETNs recht hoch. Dafür gibt es aber teilweise auch gemischte Wertpapiere mit verschiedenen Kryptowährungen vereint.

Inwieweit hat sich denn Deine persönliche Geldanlage seit dem letzten Mal geändert?

Innerhalb der letzten drei Jahren habe ich einen nachhaltigen ETF dazu genommen. Ansonsten habe ich die monatliche Sparrate für den ETF erhöht.

Zum Abschluss mache ich nochmal das obligatorische Wordshuffle mit Dir. Ich nenne Dir Begriffe und Du sagst, was Dir einfällt.

Work Life Balance

Ich schätze sehr, dass ich remote arbeiten kann. Allerdings ist es schwieriger Feierabend zu machen. Andererseits mache ich jetzt häufiger Sport und ich möchte in Berlin öfter in den Coworking-Space gehen.

Es gibt zwar ein Büro in Berlin, allerdings ist es etwa eine Stunde von mir entfernt und daher ist ein Coworking-Space attraktiver.

Corona

Corona hat mir letztes Jahr meine Reise-Pläne durcheinandergeworfen. Mein Vater lebt in Chile und ich konnte ihn nicht besuchen. Ich bin froh, dass Reisen mittlerweile wieder möglich ist. Auf der anderen Seite habe ich mich so mal mehr auf die Arbeit fokussiert, was auch gut war.

Berlin

Berlin ist mir im Moment zu anstrengend und zu groß. Mittlerweile habe ich die Natur mehr zu schätzen gelernt und möchte lieber ländlicher leben.

Digitalisierung

Macht vieles leichter. Ich bin ein großer Fan von kontaktlosem Bezahlen. Auf der anderen Seite gehen mir diese Videokonferenzen auf die Nerven. Ich finde, es kann persönliche, direkte Interaktion einfach nicht ersetzen.

Mut

Ich finde es mutig, sich immer wieder auf Neues einzulassen. Mit Corona wurde ich etwas träge und es ist irgendwie leicht, sich mit dem ganz normalen Alltag zufrieden zu geben. Deswegen bin ich froh, wenn ich diesen Mut immer wieder aufs Neue aufbringe und mich weiterentwickle.

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9 Antworten

  1. Der Test der Neobroker scheint aber nur sehr oberflächlich erfolgt zu sein. Man nehme nur diesen Satz “Bei Trade Republic stammen Depot und Verrechnungskonto aus einer Hand, denn der Anbieter hat auch eine Banklizenz.”
    Wer ein Konto bei TR einmal genutzt hat weiß, dass das schlicht Unfug ist. TR Verrechnungskonten liegen bei der Solarisbank. Wenn es da schon hakt, wie viel kann man dann auf den Rest vom Test geben?

    1. Das ist ja nicht nur bei Trade Republic so, sondern auch beispielsweise bei Bison, Bitwala oder auch Tommorowbank. Das ist Teil des Geschäftsmodells von der Solarisbank – und auch ein Problem, wenn die Bank mal pleite gehen sollte. Die Depots/Wallets liegen aber nicht dort, sondern bei den jeweiligen Anbietern und haben mit der Einlagensicherung nichts zu tun. Das ist in der Tat im Test eine unglückliche Formulierung.

  2. Lieber Daniel, deinen Kommentar verstehe ich nicht. “Depot und Verrechnungskonto aus einer Hand” ist im Falle von TR nicht unglücklich sondern schlichtweg eine Falschinfo. Da muss man keinen Euphemismus bemühen. Es ist im Falle TR auch nicht richtig, dass dein Depot bei Trade Republic liegt, die Wertverwahrung übernimmt die HSBC. Das kann man als “Tester” auf der Webseite von Trade Republic nachlesen und wenn man tatsächlich ein TR-Konto eröffnet (was ich naiv unter einem Test verstehen würde, aber hier nicht stattgefunden haben kann) wird es mehrfach in klaren Worten mitgeteilt…

    1. Ok, Du hast hier völlig Recht. Die Lagerung der Aktien/ETFs bei Trade Republic übernimmt die Depotbank HSBC Deutschland im In- und Ausland. Die Abwicklungen der Orders laufen über den HSBC Transaction Service. Der Handelsplatz ist Lang & Schwarz und das Verrechnungskonto liegt bei der Solarisbank.

      Aber Trade Republic selbst ist eine deutsche Wertpapierhandelsbank. Ich vermute, dass der Fehler hierher kam. Da kann sich also künftig noch einiges ändern.

  3. Hallo N., erst einmal herzlichen Dank fürs genaue Lesen und Deinen Hinweis. Die Stelle, die Du ansprichst, ist beim Redigieren tatsächlich durchgerutscht, nun aber angepasst. Im Grunde hatte ich noch in Erfahrung bringen und an der Stelle aufschreiben wollen, was sich hinter einer “Wertpapierhandelsbank” (seit 26. Juni 2021 umbenannt in “Wertpapierinstitut”) verbirgt bzw. welche Vorteile dies einem Broker bringt (im Gegensatz zum reinen Vermittlerstatus). Ich stehe gerade noch im Austausch mit der Bafin und poste kommende Woche hier noch ein Update. Ein schönes Wochenende!

    1. Hallo N.,

      wie versprochen liefere ich noch nach, was ich zum Thema Wertpapierhandelsbank bei der Bafin erfahren habe. Wie gesagt heißen Wertpapierhandelsbanken seit Juni 2021 Wertpapierinstitute.

      Nicht jedes Wertpapierinstitut darf dasselbe, sondern es kommt darauf an, zu welchen Dienstleistungen sich das Institut die Genehmigung von der Bafin hat erteilen lassen. Mögliche Komponenten sind etwa das Finanzkommissionsgeschäft: Dabei darf das Institut Wertpapiere im eigenen Namen für Dritte kaufen und verkaufen. Daneben gibt es auch die Komponenten Anlagevermittlung und Abschlussvermittlung (s. § 2 Abs. 2 Nr. 1, 2 und 5 WpIG).

      Interessant fand ich, dass ein Wertpapierinstitut auch die Erlaubnis beantragen kann, Wertpapiere für andere zu verwahren und zu verwalten (Depotgeschäft, § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 5 KWG).

      Was ein Wertpapierinstitut tatsächlich niemals kann ist Einlagengeschäft, also die Verrechnungskonten für Kunden führen. Dazu ist also immer eine Partnerbank notwendig (CRR-Institut oder oft auch “Vollbank” genannt).

      Von den untersuchten Brokern hat Trade Republic als einziger den Titel eines Wertpapierinstituts in Kombination mit der Erlaubnis für Finanzkommissionsgeschäfte und Depotgeschäft. So kann Trade Republic also ohne Mittler Wertpapiere an Handelsplätzen kaufen und verkaufen und dürfte diese Wertpapiere sogar selbst verwahren. Das tut sie momentan noch nicht, sondern kooperiert mit der HSBC Deutschland. Für das Einlagengeschäft ist der Partner Solarisbank (CRR-Institut) zwingend notwendig.

      Wenn Du selbst nachschauen möchtest, welche Broker was genau dürfen, klicke Dich durch die Unternehmensdatenbank der Bafin. Gib “Finanzdienstleistungsinstitute” ein, wenn Du auf der Suche nach Wertpapierinstituten bist.

      Ich hoffe, da waren jetzt noch ein paar neue Sachen für Dich dabei. Bei weiteren Fragen oder Anregungen schreib gern direkt an diese Mail.

      Viele Grüße,
      Sara

  4. Hallo Daniel leider war das Interview wirklich sehr oberflächlich und hat mit gut informiert wirklich nichts zu tun. Als treuer Fan war diese Folge leider nicht informativ. Man hatte als Hörer den deutlichen Eindruck dass sie weniger Fachwissen hat als 80 % Deine Hörer

  5. Hallo Uwe, mir tut es auch leid, dass Du nicht so viel neues mitnehmen konntest, wie Du vielleicht erwartet hast. Wie Daniel aber richtig sagte, wir wollten viele ganz unterschiedliche Themen streifen und da ist’s schwer überall ins Detail zu gehen. Ich würde Dir daher anbieten, über einige Punkte detaillierter zu disuktieren. Schreib dafür einfach gern eine Mail an diese Adresse. Viele Grüße, Sara

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