“Der Green New Deal wird unsere Art zu leben radikal ändern” – Interview mit Zukunftsforscher Dr. Eike Wenzel

In dieser Folge spreche ich mit dem renommierten Trend- und Zukunftsforscher Dr. Eike Wenzel. Im Interview erklärt er, was es mit dem Green New Deal auf sich hat und gibt einen Ausblick darauf, wie eine lebenswerte Zukunft mit nachhaltigen Technologien und einem Zusammenspiel aus Wirtschaft, Gesellschaft und Politik gelingen kann.

 

Überblick Interview mit Dr. Eike Wenzel

In Folge 199 des Finanzrocker-Podcasts werfen wir mit dem renommierten Zukunftsforscher Dr. Eike Wenzel einen Blick in die Zukunft. Der Leiter des Instituts für Trend- und Zukunftsforschung verrät im Gespräch, welches die wichtigsten Megatrends der kommenden Jahre sind und welche Herausforderungen es für uns als Gesellschaft zu lösen gilt.

Wir sprechen außerdem über den sog. Green New Deal, mit dem der Übergang zu einer modernen, ressourceneffizienten und wettbewerbsfähigen Wirtschaft gelingen soll und zu dem Eike Wenzel kürzlich ein Buch veröffentlicht hat. Er erklärt auch, wie diese Entwicklungen mit dem Autoland Deutschland zusammenpassen, wie der Transport der Zukunft aussehen könnte und welche Rolle Digitalisierung in diesem Prozess spielt.

Darüber hinaus sprechen wir auch über den lokalen Aspekt bei der Implementierung von Maßnahmen, warum er eine so große Rolle spielt und warum es so wichtig ist, die Menschen vor Ort mitzunehmen. Zum Schluss unseres Gesprächs werfen wir einen kurzen Blick auf die globale Lebensmittelindustrie, und Eike Wenzel zeigt, wie auch Unternehmen bei der nachhaltigen Entwicklung mit ins Boot geholt werden können.

Shownotes Dr. Eike Wenzel

Präsentiert von Mehr Mut zum Glück

Letzte Woche ist eine sehr interessante Folge bei “Mehr Mut zum Glück” erschienen, die auch viele Hörerinnen und Hörer vom Finanzrocker-Podcast interessieren könnte.

Ich habe Mathias Fischedick zu Gast. Er erzählt von seinem beruflichen Werdegang zum TV-Produzenten bekannter Formate und warum er mittlerweile als Business- und Mentalcoach arbeitet. Darüber hinaus schreibt er sehr interessante Bücher wie “Überleben unter Kollegen” oder “Mehr schaffen ohne geschafft zu sein.”.

Wir sprechen auch darüber wie man mit anstrengenden Kollegen zusammenarbeitet, wie man mit Stress in Home-Office-Zeiten umgeht und wie man sein volles Leistungspotenzial entfalten kann. Hören wir mal kurz rein.

Wenn du dir das Interview mit Mathias Fischedick anhören willst, dann schau mal auf dem Blog vorbei.

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Interview mit Dr. Eike Wenzel gleich anhören

Zusammenfassung des Interviews

Über Dr. Eike Wenzel

Dr. Eike Wenzel gilt als einer der renommiertesten deutschen Trend- und Zukunftsforscher. Der studierte Medienwissenschaftler gründete 2011 das Institut für Trend- und Zukunftsforschung und leitet dieses seitdem.

Gemeinsam mit einem Kollegen hat Eike Wenzel außerdem den Studiengang “Trend- und Nachhaltigkeitsmanagement” ins Leben gerufen. Er ist außerdem Mitglied des Nachhaltigkeitsrats des Landes Baden-Württemberg und Autor verschiedener Bücher und Studien. Sein neuestes Buch “Das neue grüne Zeitalter: Wie der Green New Deal unsere Art zu leben radikal verändern wird” erschien im Sommer 2021.

Sie gelten als einer der renommiertesten Trend- und Zukunftsforscher in Deutschland. Wie kam es dazu, dass Sie sich mit diesen Themen beschäftigt haben?

  • Ich habe mich an der Universität viel mit Medien und Medienökonomie beschäftigt und bin in solche Bereiche wie Marketing und strategische Planung reingekommen. In Doktorarbeiten habe ich mich mit der Darstellung von Geschichte im Fernsehen beschäftigt und da fehlte eigentlich nur noch die Zukunft. Irgendwann bin ich beim Zukunftsinstitut gelandet und wir haben angefangen, intensiv Trendstudien zu veröffentlichen.

2011 haben Sie das Institut für Trend- und Zukunftsforschung gegründet. Was macht das ITZ genau?

  • Wir arbeiten beratend und sind vor allem bei Kunden mit Workshops, wo wir Leute anleiten, mit Megatrends und Technologietrends umzugehen. Quasi als Frühwarnsystem für Unternehmen, Institutionen und Parteien. Wir machen auch viele Vorträge und intern die Studienarbeit. Mittlerweile haben wir sogar einen Studiengang an der FH Nürtingen-Geislingen entwickelt, der heißt „Zukunftstrends und nachhaltiges Management“. 
  • Mindestens zwei Drittel der 15 von uns ausgearbeiteten Megatrends hängen unmittelbar mit Nachhaltigkeit zusammen. Das ist ein Thema, was wir sehr intensiv beackern. Für uns sind solche Megatrends wie Energiewende, Klimawandel, aber auch demographischer Wandel und Digitalisierung derzeit sehr wichtig.

Das momentan wichtigste Schlagwort ist Transformation. Warum spielt die Transformation 2021 so eine wichtige Rolle?

  • Ich versuche es mal für Leute aus dem Finanzbereich zu erklären. Wir merken, dass Staatsfonds wie z. B. der norwegische, tatsächlich aus ihren alten Werten rausgehen. Was droht sind die berühmten „stranded assets“ – also dass das, was an Werten und Infrastruktur bei diesen Unternehmen geschaffen worden ist, einfach nicht mehr gebraucht wird oder wir es nicht mehr benutzen sollten, weil wir die fossilen Energien im Boden belassen müssen. Wir müssen aus der fossilen Gesellschaft aussteigen, die wir in den letzen 200 Jahren gelebt haben.

Wie ist Ihre Meinung zum Kapitalismus?

  • Die besteht schon darin, dass mir klar geworden ist, dass wir einen anderen Weg einschlagen müssen. Wenn man im Nachhinein auf die 70er und 80er Jahre guckt, stellen wir fest, dass wir die Nutzung von fossilen Energieträgern und den Blick, was das mit natürlichen Ressourcen macht, völlig vernachlässigt haben.
  • Ich sage nicht, wir müssen raus aus dem Kapitalismus. Ich glaube wir brauchen Märkte – Auch für die postfossile Gesellschaft können Märkte ein wichtiger Wert und ein wichtiges Werkzeug sein. Den Anfang des Neoliberalismus kann man ja genau beschreiben: Das was Ende der 70er Jahre, das war der Einstieg von Ronald Reagan und Margaret Thatcher als konservative Führer der westlichen Welt und die Politik bestand darin, zu privatisieren wo es nur ging, ohne zu schauen, was daraus wird. Wir haben nicht darauf geachtet, wie wir mit natürlichen und nicht regenerierbaren Ressourcen umgehen – und da müssen wir einen Punkt setzen und einen anderen Weg suchen.

Den Plattform-Kapitalismus, der in den letzten Jahren ausgeartet ist, sehen Sie auch sehr kritisch, oder?

  • Wir müssen uns klar machen, dass wir in den letzten Jahren Unternehmen ohne größere staatliche oder gesellschaftliche Kontrolle haben wachsen lassen – wie Google, Amazon oder Facebook. 
  • Im Hintergrund davon steckt auch ein Megatrend, den wir Individualisierung nennen. Individualisierung heißt in unserer Definition dass man es durch das 20. Jahrhundert hindurch geschafft hat, dass Menschen sich in der Ausführung ihres Lebensstiles unabhängig ihrer Herkunft entwickeln können. 
  • Das war auch das Angebot von Social Media und wir waren da relativ selbstzufrieden und haben es einfach mal laufen lassen. Und daraus ist so etwas wie Kontrolle und ist ein Instrumentarium geworden, das unsere Demokratie unterhöhlt hat. Facebook ist da ein ganz wichtiger Trigger. Wir müssen einen anderen Weg finden, mit unseren Daten umzugehen und einen anderen Ansatz finden. Ich darf nicht Facebook einfach machen lassen.
  • Bevor ich eine Technologie als Gesellschaft in die Hand nehme, muss ich klären wo ich hin will, welche Vision ich habe und was unser Weg in der Zukunft sein muss.

Ihr neues Buch „Das neue grüne Zeitalter“ beschäftigt sich mit dem Green New Deal. Was ist der Green New Deal?

  • Die EU nennt es Green Deal und orientiert sich dabei am Green Deal von Franklin Roosevelt aus den 30er Jahren. Der befand sich in der Situation, wo Märkte nicht mehr funktionierten und eine Gesellschaft auseinander zu brechen drohte. Er hat dann ganz schnell große staatliche Programme aufgelegt, um Inlandsnachfrage anzukurbeln. Und siehe da, es hat funktioniert.
  • Green New Deal war lange Zeit eine Vision von Linken und Grünen. Angesichts der planetaren Grenzen brauchen wir Innovation und dafür brauchen wir Märkte. Aber wir müssen uns auch klar machen, dass viele der Schlüsseltechnologien aus den letzten 20 Jahren, wie z. B. das iPhone, ohne Grundlagenforschung und staatliche Interventionen überhaupt nicht denkbar gewesen wären. 
  • Wir brauchen jetzt einen Ansatz, dass der Staat ein neues Gespräch mit Unternehmen aufnehmen muss. Der Staat ist nicht der bessere Unternehmer, das ist völlig klar, aber der Staat hat im Moment die Rolle, dass er Risiken bei der Entwicklung von neuen, zukunftswichtigen Themen übernehmen und dabei das Gespräch mit der Zivilgesellschaft und Unternehmen aufrecht erhalten sollte – und tatsächlich anfangen sollte, so vorausschauend und verantwortungsvoll Technologien zu entwickeln. 
  • Das Geld haben wir und auch schon viele Technologien entwicklet und jetzt brauchen wir Politik, Politik, Politik. Wir müssen Kapitalismus nachhaltig verändern.

Sie beleuchten im ersten Kapitel Ihres Buches die Frage „Freiheit zum Konsum oder Befreiung vom Konsum“. Was meinen Sie damit?

  • Gehen wir zurück in den letzten Sommer und schauen uns die Corona-Demonstrationen an. Die sind etwas sehr toxisches und wir werden eine gewisse Zeit brauchen, es einzuordnen. Das ist wirklich eine Minderheit in unserem Land, aber sie erhalten, wie die Populisten auch, von den Medien große Öffentlichkeit, weil wir in Zeiten von Social Media leben.
  • Was man bei diesen Menschen – Coronaskeptikern, Impfskeptikern usw. – entdeckt, das würde ich wieder mit dem Megatrend Individualisierung rückkoppeln. Sie sind auf so eine irritierende, bizarre Weise hochindividualisiert, dass sie offensichtlich überhaupt nicht bereit sind, von ihrem eigenen Lebensstil abzuweichen. Der Neoliberalismus hat uns in den letzten drei Jahren als Suggestion mitgegeben, dass wir quasi eine unbegrenzte Freiheit haben, aber eigentlich ist es nur die Freiheit, unbegrenzt zu konsumieren.
  • Die Coronaskeptiker waren irritiert, dass eine Situation entstehen kann, wo sie Verantwortung übernehmen müssen, sich zurücknehmen müssen und sich klar machen müssen, dass sie nicht im nächsten Monat den Mallorca-Urlaub buchen können. Das war für viele der Ursprung von Agitation und die Motivation für viele, zum ersten Mal in ihrem Leben auf die Straße zu gehen. Und da haben wir als Gesellschaft ein Problem, wenn wir Empathie, Solidarität und schlichtes Verantwortungsgefühl der Erwachsenen nicht mehr ausüben wollen. 

Ein wichtiges Kapitel beschäftigt sich mit der weltweiten Desinformation. Warum konnten sich überhaupt die unzähligen „Fake News“-Kampagnen zu allen möglichen Themen durchsetzen? 

  • Das konnte passieren, weil wir relativ tiefenentspannt Social Media haben laufen lassen – ohne das Gefühl zu haben, wir müssten da mal Regelungen einführen. Wie geht man um mit Algorithmen, die nur Empörung steuern und die Reichweiten optimieren? Wir waren zu selbstzufrieden und waren davon überzeugt, dass diese sozialen Medien irgendwann Emanzipation und Empowerment des einzelnen erzeugen werden. Wir haben lange Zeit gedacht, dass das Silicon Valley ein Verbündeter dieser demokratisch-sozialliberalen Idee ist. Das ist definitiv nicht der Fall. Das hätte uns früher klar sein sollen.
  • Das hat dazu geführt, dass die schöne Idee der Individualisierung, von der wir uns so viel versprochen haben, plötzlich implodiert ist und erstaunlicherweise am Thema Corona. Aber auch daran, dass wir als sozialliberale Gesellschaft dachten, wir hätten gewonnen und plötzlich das Phänomen Trump passierte.

Eine andere Figur aus dem Silicon Valley ist Elon Musk. Deutschland ist ein Autoland und Elon Musk ist da ja total Konkurrenz. Sie prognostizieren, dass das Ende des Autos nicht mehr fern ist. 

  • Elon Musk ist eine schwierige Figur, die ich definitiv nicht in unseren westeuropäisch linksliberalen Konsens einordnen würde. Das muss er ja auch nicht sein als Unternehmer. Er ist davon überzeugt, dass wir in den nächsten Jahren den Idiotismus der Verbrennungsmotoren beenden müssen und er hat auch die nachhaltigen Skalierungseffekte bei Solar verstanden.
  • Wo ich bei ihm Probleme habe, ist schlicht und einfach das Denken, dass wir bloß den Antrieb austauschen müssen. Das glaube ich nicht. Das wird nicht nachhaltig sein. Wir werden wahrscheinlich nicht weniger Mobilität in den nächsten 10 Jahren haben, aber wir brauchen eine andere Mobilität und müssen von der Erfindung des Autos Abstand nehmen. Wir leben im 21. Jahrhundert und haben die Chance, mit anderen Mobilitätstypen voranzugehen. 
  • Es geht um das Thema Vernetzung und dass wir die Organisation von Mobilität digitalisieren, weil wir da Nachhaltigkeitseffekte erzeugen können. Seit den 90er Jahren sparen wir in allen Bereichen schon CO2 ein, nur nicht in der Mobilität – das liegt vor allem an den Autos. Wir müssen die hochindividualisierte Gesellschaft davon überzeugen, dass sie den Privatbesitz an Automobilität aufgibt und als ein archetypisches Produkt des 20. Jahrhunderts ablehnt. Man muss ihnen mit Alternativen kommen. 
  • Die Alternative ist eine vernetzte Mobilität und da spielt das Buzzword des autonomen Fahrens eine Rolle. Das autonome Fahren muss in Zukunft Teil des öffentlichen Nahverkehrs sein. Wir fahren z. B. mit Robotaxis auch vom kleinen Dorf zu Bus-Hubs, wo man auch gleichzeitig einkaufen und Kaffee trinken kann und der Bus bringt mich dann zum Bahnhof usw. Das wäre extrem nachhaltig: Wir hätten nur noch 30 Prozent der Autos am Start, wie es heute der Fall ist. Wir hätten damit ein großes Infrastruktur- und Klimaproblem gelöst und die Menschen hätten mehr Geld zur Verfügung. Wir könnten unsere Städte umbauen – wir bräuchten keine Straßen und Parkhäuser mehr und könnten den wertvollen innerstädtischen Raum zum Wohnraum machen und an diesem auch anders und besser verdienen.

Besonders spannend fand ich das Kapitel über die Entwicklung unserer Zukunft in Städten und urbanen Räumen. Warum spielt der lokale Aspekt so eine wichtige Rolle?

  • Der lokale Aspekt spielt deswegen eine wichtige Rolle, weil der Green New Deal bedeutet, dass wir die Megatrends Digitalisierung, Energiewende und Klimawandel in den Griff bekommen müssen. Wir müssen sie als Instrument benutzen, um den 15. Megatrend Ungleichheit lösen zu können. Wir brauchen genau das: Menschen müssen vor Ort merken, dass es neue Technologien gibt und diese müssen vor Ort implementiert werden. Auch der Klimawandel macht sich in Städten bemerkbar – da müssen Lösungen gefunden werden. Wenn ich das vor Ort in den Städten mache, habe ich die Menschen gleich im Boot. Städte haben starke Kompetenzen und können in vielen Dingen schnell entscheiden und handeln.
  • Barcelona hat frühzeitig sehr klug reagiert und ist sehr nach an den Bedürfnissen der Bürger gegangen. Dadurch schaffen sie es aber auch, den Bürgern zuzumuten z. B. Stadtteile autofrei zu machen. Die Vernetzung von Mobilität und dass ich auch Anreizsysteme habe, vom Auto aufs Fahrrad umzusteigen – diese ganzen Sachen macht Barcelona. Auch Paris schafft es geschickt, die Autos draußen zu lassen. 

Wenn Berlin es aber noch nicht mal schafft, Wahlzettel auszudrucken, wie sollen dann so große Veränderungen geschaffen werden?

  • Ganz wichtig ist, dass wir die Teilhabechancen der Menschen stärken. Und da ist Digitalisierung gefragt. Ohne das Gefühl, dass Menschen etwas verändern können, wird es meines Erachtens nach nicht klappen. Das heißt aber auch konkret, dass die Stadt als Akteur selbst aktiv werden muss, Horizonte steckt und die Trends für die Stadt entwickelt. Wenn die Partizipation auch nur ansatzweise funktioniert, werden wir auch merken, dass es für Unternehmen interessant wird.
  • In Kopenhagen ist nicht nur spannend, dass es nicht nur eine Fahrradstadt geworden ist, sondern dass diese Private Public Partnership funktioniert hat. Also dass Kopenhagen gesagt hat, wir wollen 2020 die CO2-neutralste Stadt der Welt sein und dann haben die sich tatsächlich mit Unternehmen vor Ort und eigens gegründeten Unternehmen das Ziel gesetzt, dass man die Lebensqualität und Nachhaltigkeit dieser Stadt steigert. Das ist ein hochgradig kapitalistischer Prozess gewesen und der hat funktioniert.

Welchen Einfluss hat die globale Lebensmittelindustrie auf den Klimawandel und was muss sich ändern?

  • Es hat sich in den letzten Jahren gezeigt: Wir hören seit 2015, dass das Big Food am abstürzen ist, dass die großen Nahrungsmittelketten und Unternehmen Umsatzeinbußen haben. Es gibt ein globales Food Movement, also Leute die ihren Lebensstil über nachhaltige Ernährung definieren.
  • Wir brauchen in Deutschland ein Ernährungsministerium, was der Lebensmittelindustrie genau sagt, was tatsächlich die Leitplanken sind und wie wir uns gesunde Ernährung vorstellen. Mein Eindruck ist, dass viele der Unternehmen durchaus wandlungsbereit sind, sie aber seit einigen Jahren in der Warteschleife waren, weil das Landwirtschaftsministerium sich eher als PR-Agentur für die Lebensmittelwirtschaft dargestellt hat. Die Unternehmen verlangen nach Nachhaltigkeitszielen, nach Leitplanken – erst dann kann ich als Nahrungsmittelkonzern aktiv werden, erst dann kann ich reagieren, innovativ werden und mein Geld ausgeben. Und da hat Politik eine große Chance.

Wordshuffle

Cleveland: Eine Stadt im Wandel von der klassischen Arbeiterstadt hat sie die Möglichkeit über kooperative Systeme und andere Art des Wirtschaftens nachhaltig zu werden. Ein schönes Signal für den Aufbruch.

Ampel: Ampel heißt, dass wir alle vom Ergebnis der Wahlen überrascht waren, ich dann im Gespräch mit Studenten dann aber doch den Beleg fand, dass Grün und Gelb tatsächlich zusammen geht. Wir brauchen intelligentes Marktdenken.

Rockmusik: Ich wollte eigentlich mit den Zitaten von Springsteen zu einer Stahlstadt im Buch anfangen, aber es gab Rechteprobleme. Rockmusik spiel eine absolut wichtige Rolle in meinem Leben.

Rente: Die Rente ist nicht sicher. In den nächsten Jahren wird das ein Problem werden, da muss die Ampel jetzt liefern und Ideen entwickeln. 

Aktien: Aktien sind in meiner Arbeitsrealität ein wichtiges Element und mit Aktien kann man sehr viel steuern. Wir sehen, dass die Aktienmärkte sich stark in die Richtung Nachhaltigkeit entwickeln.

CO2 Fußabdruck: Wir sollten anders konsumieren, aber wir müssen es vor allem mit der Politik schaffen, dass die 100 Unternehmen, die fast komplett den CO2-Ausstoß produzieren, der momentan stattfindet, auf den Pfad der sozialökologischen Transformation kommen.

Glück: Glücklich sein kann man nicht jeden Tag, aber Glücksansprüche werden uns permanent aufgedrängt und uns um die Ohren gehauen. Wir werden eine Gesellschaft von Leuten, die davon ausgeht, dass man jeden Tag das permanente Glück erleben würde.

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14 Antworten

  1. Wieso soviel Geschwurbel? Wieso sagt der Interviewgast nicht einfach ganz offen, dass er ein Kommunist ist, der möglichst alle Lebensbereiche planwirtschaftlich vom Staat regulieren lassen will? Das wäre ehrlicher und hätte in zwei Zeilen gepasst.

  2. @Daniel, wahrlich mal ein “diverser” Gast, zum Argumente schaerfen 😉

    Bin gespannt, wie das bei den anderen Hoerern ankommt: “… daß sie nicht im nächsten Monat, wenn sie lustig sind, den Mallorca-Urlaub buchen können …”
    Selbst, wenn man damit Recht haette und die Mallorca-Fluege nachweislich! erheblich! unsere klimatische Zukunft verschlechtern wuerden (tun sie nicht, oder?); ob es weise ist, das so zu formulieren? Klingt verdaechtig nach “Vegie-Day-Parolen”?

    So interessant einige Aspekte zur Mobilitaet u.an. sind, werden die wirklich wichtigen Fragen diskutiert?
    zB:
    1) was bedeutet Konsumverzicht in der BREITE fuer unsere Gesellschaft (Lebensstandardsabsenkung, Wohlstandsminderung, Reich-Arm-Spreizung)?
    2) was bedeutet es im GLOBALEN Wettbewerb? (jede t CO2 die wir hier einsparen verbrauchen dann andere gerne woanders?)
    3) Reich-Arm-Spreizung: WEITERHIN Konsum fuer, die, die es sich leisten koennen (Premium-Malle?) und WENIGER Konsum fuer alle anderen (Balkonien?).
    Sprich, die von Wenzel skizzierte Zukunft birgt ungewollt/undurchdacht? die Gefahr einer Abwaertsspirale aus Mangel, Verboten, Verzicht fuer den weniger reichen Teil der Gesellschaft. Ein Spaltpilz?
    4) das Problem ehrlich benennen: zu viele Menschen (nicht in D sondern insgesamt auf der Welt?!), die erstmal noch konsumieren werden (da ist unser Verzicht Tropfen auf den heissen Stein?).
    5) eine humane Loesung fuer viele kann nur aus Fortschritt/Wettbewerb/Innovation/Wissenschaft/Unternehmen entstehen. Nicht aus Restriktion, Mangel-/Planwirtschaft, Verteuerung, Kontrolle + Verbote?

    Am wahrscheinlichsten ist mE eine Anpassung in zwei Richtungen: ETWAS weniger CO2 / mehr klimafreundlicher Umbau UND Abmilderung von ggfs klimatischen Auswirkungen. Beides durch Innovation/Wettbewerb/Unternehmen und kaum durch dirigistische/interventionalistische Planwirtschaft?

    Insofern kann ich wenig “links-liberale” Einstellung des Autors erkennen.
    “Links” nicht, weil v.a. aus der Perspektive der Well-Off-Gruenen geguckt wird (vgl Sahra Wagenknecht). Die sozial Niedriger-Gestellten muessen aber die meisten Einschraenkungen im Umbau erleiden?
    “Liberal” nicht, wegen der vielen lauernden Ge- und Verbote in Richtung Konsumverzicht (Ueberregelungsspirale).

    Wie waere es mit der Haltungsbeschreibung: “gruen-gutmeinend” mit Tendenzen zu “feudal-gruen”? 😉

    LG Joerg

    1. Also Joerg, ich würde sagen, höre Dir doch erstmal das Interview an und kommentiere dann nochmal. Der Flug nach Malle bezog sich auf Corona und nicht auf weniger CO2. Es ging hier um die Impfskeptiker.

      Das Interview selbst ist deutlich weniger grün als gedacht. Bitte bedenke: Im Blog ist nur eine Zusammenfassung des Interviews.

      1. Moin @Daniel,

        du hattest Recht, bei den Mallorca-Fluegen bei 28min:58sec ging es darum, dass man aus Solidaritaet (Ansteckungsgefahr) auch mal auf Fluege verzichten soll.
        Ich habe das falsch zitiert!

        Allerdings der groessere Kontext (so zusagen das Kapitel) ging ueber “Freiheit unbegrenzt zu konsumieren muss sich aendern” siehe 28min:24sec.
        Corona war mE nur als Bruecken-Bsp verwendet worden um Situationen eines sinnvollen Konsumverzichtes zu begruenden (aber es ist ja kein Corona-Podcast sondern ein “wie koennte die schoene neue Welt aussehen”-Podcast).
        An der Stelle unausgesprochen – verstehen aber vermutlich viele (nicht nur ich?), dass es Herrn Wenzel tatsaechlich um die sanfte? Vorbereitung zu KONSUMVERZICHT WEGEN KLIMA-Zielen geht?!

        Also in der Sache hast du Recht (falsch zitiert) aber uebergeordnet war die Intention von Herrn Wenzel von mir korrekt wiedergegeben (Kontextanalyse)?

        LG Joerg

        1. Hey Jörg,

          vielen Dank für die Korrektur und ich gebe Dir ebenfalls Recht: Es geht im weiteren Sinne auch um sinnvollen Konsumverzicht. Und darüber lässt sich vortrefflich diskutieren.

          Mir wird ja wegen des Interviews schon vorgeworfen, ich wäre jetzt zum linken Politik-Podcaster geworden und es lohnt nicht mehr den Finanzrocker-Podcast zu hören. Das ist natürlich völliger Quatsch, denn es geht hier um eine konkrete Meinung von Eike Wenzel und um ein wichtiges Zukunftsthema. Machen wir uns nichts vor: Über kurz oder lang werden wir uns etwas einschränken müssen.

          Aber die Meinung von meinem Interviewgast geht ja viel weiter, was dann im Buch deutlicher wird. Hier werden funktionierende Wege auf lokaler Ebene gezeigt, wie man Konsum und Nachhaltigkeit besser miteinander verbinden kann. Da geht es dann beispielsweise um Vertical Farming oder neue Wege in der Lebensmittelindustrie. Die Skandale in den weltweiten Fleischfabriken zeigen ja, dass da dringend neue Wege nötig sind.

          Das heißt aber nicht, dass wir auf alles verzichten müssen, sondern dass wir an bestimmten Stellen auch neue Wege gehen sollten. Ich finde es wichtig auch solche Meinungen zumindest mal anzuhören und dann darüber nachzudenken. Natürlich muss man das nicht alles gut finden (tue ich auch nicht), aber man sollte sich damit beschäftigen. Du hast das gemacht, andere hingegen nicht.

          Am Montag wird das Geschrei noch viel größer, aber da war ich am Ende dann auch ziemlich verzweifelt wegen der Aussagen im Interview.

          Viele Grüße
          Daniel

          1. Danke, alles gut, Daniel.

            Wir brauchen stets die Argumente von beiden Seiten einer Verteilung.
            Nur so kann man versuchen nicht allzuviele blinde Flecken oder Balken im eigenen Auge anzuhaeufen.

            Das wir beide Seiten brauchen, stellt sich meist erst mit gewisser Lebenserfahrung ein (Enttaeuschungen/Skandale aus der eigenen Filterblase ;-)?)

            Von mir aus gerne weitere Interview-Partner mit Ansichten aus den Verteilungs-Extrema. Oft lernt man da mehr ueber sich und andere als durch konforme Wiederholungsschleifen.

            LG Joerg

  3. Moin Daniel,

    ich hatte das Interview VOR dem Kommentarschreiben komplett gehoert.
    Aber vielleicht mit halbem Ohr oder immer staerker emotional aufgeladen – mag sein ;-).
    Die Stelle mit den Malle-Fluegen muss ich nochmal checken …

    Vielleicht kann ja Herr Wenzel die 5 Fragen noch kurz in einem Kommentar streifen?

    LG Joerg

  4. Moin Daniel,

    ich ahne ja was du mit der Einladung dieser Gesprächspartner beabsichtigt, aber das Interwiew war mir persönlich to much.
    Nachdem ich mich schon bis zur Schmerzgrenze durch die Folge mit Herrn Schick gekämpft habe wurde sie hier bei mir nun überschritten. Nach ca. der Hälfte drückte ich auf Aus. Ich mir gut vorstellen, daß das Buch des Herrn Dr. Wenzel bei mir auch zur normalen Tageszeit erheblich Blutdruck verursacht hätte. Nur allein die Aussage, wir müssen uns erstmal gesellschaftlich Konsens finden wo wir die Digitalisierung brauchen….wer ist dann die Gesellschaft?
    Ich fürchte mal nicht die breite Masse sondern ein bestimmter Teil einer politisch intellektuellen Elite die da was denkt und dann es als breiten Konsens “verkauft “. Aber das ist nur ein Bespiel.

    Ich bin der Ansicht, dieser ganze ” Green Deal” ist ein guter Transporter um den großen Traum des sozialistischen Hochadels einen Systemwechsels gesellschaftsfähig zu machen und dann letztlich möglichst breit auf der Welt, umzusetzen.
    Als bekennender und überzeugter Kapitalist, der aus bitterarmen Verhältnissen stammt und sich alles alleine aufgebaut hat und der den Sozialismus aus ewigen Besuchen der Verwandtschaft erlebt hab( inkl einem Cousin der als Mauertoter in die Geschichte einging) habe ich eine ganz tiefe Abneigung gegenüber diese Gesellschaftsentwürfe.
    Nicht das wir uns falsch verstehen, ich habe mein ganzes Leben nachhaltig gelebt weil ich so erzogen wurde.
    Bei uns wurde alles verwertet und möglichst wenig weggeschmissen.
    Meine Sachen hab ich immer gepflegt und ewig benutzt, Nahrungsmittel sind mir heute noch heilig, weil ich weiss wie es ist nix zu haben.

    Ich kann mich noch sehr gut an wirklich verdreckte Flüsse erinnern und andere übelste Verschmutzungen. Da hat sich meines Erachtens schon ganz viel getan. Aber durch Ingenieurskunst und nicht durch einen ewig restriktiven Staat , sondern durch Rahmenbedingungen wo Firmen frei Gewinne machen können und das der Antrieb ist Innovationen freizusetzen.
    Aber ich mag jetzt nicht zu sehr ins Detail gehen.

    Um vielleicht mal sich zu vergegenwärtigen was Sozialismus heißt, empfehle ich eine Folge der Mission Money wo der Autor Kristian Niemitz zu Gast war und sein Buch “Sozialismus, eine gescheiterte Idee die niemals stirbt” Sehr Erhellend.
    Ich habe zusammenfassend die grosse Befürchtung, das wenn diese Ideen sich durchsetzen wir in 10 Jahren in Deutschland in einem ” Ökozuela” leben.

    Und dann wird auch wieder gefragt, wie konnte das passieren und warum habt ihr das zugelassen. Aktuell passt ja auch sehr gut in diesen Kontext das Interview was der Aktivist Tadzio Müller gegeben hat wo er über brennende Autos, Sabotage und eine grüne RAF referiert und das mit Notwehr nachvollzieht.

    Da radikalisiert sich ein Teil einer Protestbewegung und begeht dem Gesetz nach schwere Straftaten, Klimapolitik mit der Brechstange und dem Hinweis wenn ihr das nicht mitmacht dann müsst ihr eben die Konsequenzen tragen.

    Ist das nicht auch toxisch, wie es Dr Wenzel im Kontext mit den Corona-Leugner meinte?.
    “Für mich ist ein freiheitlicher Staat in erster Linie ein Dienstleister und keine Umerziehungsmaschine”
    Diesen Satz habe ich von einem Bildkommentator zu dem ganzen Chaos mit den Boosterimpfungen und wenig koordinierten Eindämmungsmassnahmen gehört.

    Ich persönlich kann diesen Satz aus meiner inzwischen recht langen Lebenserfahrung voll und ganz unterschreiben!
    In diesem Sinne, einen schöne Restwoche

    1. Moin Carsten,

      vielen Dank für Deinen langen Kommentar. Ich respektiere diese Argumente, habe aber – ähnlich wie bei Eike Wenzel auch – aber auch ganz andere Gedanken dazu. War bei Gerhard Schick übrigens auch so. Aber so eine Diskussion würde im Podcast ausarten und ich konzentriere mich da auf die Meinungen der Interviewgäste und stelle da konkrete Nachfragen. Das heißt aber nicht, dass ich derselben Meinung bin.

      Warum ich solche Folgen veröffentliche, ist eigentlich klar. Ich habe keine Lust ausschließlich Meinungen aus der Kapitalisten-Bubble zu veröffentlichen. Das ist aus meiner Sicht auf Dauer langweilig und passt auch nicht zu der Vielfalt im Finanzrocker-Podcast.

      Aber die kommenden Folgen sind alle wieder komplett im Sinne von Börse und Kapitalismus – keine Sorge. Auch in Zukunft wird es Folgen geben, die nicht jedem gefallen werden. Mit dem Sturm der Entrüstung muss ich umgehen und solange klare Argumente wie bei Dir oder Jörg vorhanden sind, antworte ich gern darauf.

      Viele Grüße
      Daniel

    2. Hallo Carsten,

      Ich finde es ehrlich gesagt bezeichnend, dass ein Interviewgast, der real existierende Probleme anspricht und auch in seiner Argumentation ziemlich stringent und intelligent ist auf so ein echo hier stößt (dein Beitrag exemplarisch).
      Ist es da nicht ein bisschen zu wenig, wenn man vor allem mit allgemeinen Ressentiment und einem Mauervergleich (die Nazi-keule des Neoliberalismus 😉 um die Ecke kommt?

      Ich glaube, dass sehr viel schief läuft lässt sich nicht bestreiten. Konsumverzicht wird uns das Kilmaproblem früher oder später aufzwingen, und Eike Wenzel spricht durchaus das Problem an, dass damit durch Corona aufgezeigt wird.
      Und sorry, Bild und dieser Mission money Gast (ich habs Interview auch gesehen..) sind jetzt nicht die geistigen Größen unserer Zeit..

      @daniel
      Ich fands mal einen interessanten interviewgast, der aus der (doch eher wohlhabenden) Finanzbubble hinaus denkt und intellektuell gut zum Nachdenken anregt, ohne dass ich mit allem übereinstimmen muss. Manchmal ist die Finanzszene ein bisschen seicht, dieser Interviewgast hingegen erfordert mitdenken! Bitte lass dich nicht von einigen Kommentaren abschrecken, weiterhin mal die bubble zu öffnen!
      Grüße
      Felix

  5. Hallo Daniel,
    das war eine interessante Folge. Ich bin über das Thema Ungleichheit als Megatrend zu bezeichnen gestolpert. In den Börsenforen wird ja viel über Megatrends diskutiert, darüber aber kaum.

    Wahrscheinlich könnte allein dieses Thema eine ganze Folge füllen. Ungleichheit der Vermögen. Ungleichheit ab Geburt. Ungleichheit Home Office oder nicht. Usw.

    Mich hätte interessiert welche 15 Megatrends der Gast sieht.

    Ich fand auch seine Sichtweise zu Mobilität und Individualismus spannend.

    Vielleicht ist die Ampelkoalition eine Chance, die Spaltung in Deutschland zu verringern. Verschiedene Sichtweisen unter einen Hut bringen. Grüne, rote und gelbe (schwarze will Lindner auch vertreten wissen) Politik.

    Danke für das Interview und die vielen Denkanstöße.

    Viele Grüße
    Matthias

  6. Lieber Carsten,

    Als Spiegel und Denkanstoss: Ich spüre sehr viel Emotion und Übertreibung in die Richtung deiner Meinung in deinem Kommentar und viel selektive Wahrnehmung für die Gegenrichtung. Der Rückgang der Verschmutzung der Gewässer in Deutschland hat sicher auch mit Ingenieurskunst zu tun, ist in erster Linie aber auf Leitplanken der Gesetzgebung zurückzuführen. Erst dadurch wurden die notwendigen Kläranlagen gebaut und weniger Schmutz eingeleitet.

    “Seit 1976 werden bundesweit geltende Mindestanforderungen an das Einleiten von Abwasser in Gewässer und somit an Abwasseranfall, -vermeidung und -behandlung gestellt.”
    Quelle:
    https://www.umweltbundesamt.de/themen/wasser/wasserrecht#warum-muss-wasser-rechtlich-geschutzt-werden

    Der Markt regelt Dinge nicht, die ihm akut keine Vorteile bringen, genauso wenig wie Menschen Freiheiten aufgeben wenn sie davon nicht unmittelbar profitieren. Plastisches Beispiel: Es gibt keine Raubritter mehr weil der Staat das verboten hat, nicht weil Ingenieure attraktivere Geschäftsmodelle erfunden haben.

  7. Moin Daniel,

    Diese Interviewgäste mit weit über den finanziellen Tellerrand hinaus blickenden Themen machen den Blog für mich langfristig lesenswert. Du stichst damit angenehm aus der Menge der Finanzblogs hervor.

    Ich möchte dir Mut machen mehr davon zu produzieren, zumal ich das Interviewen einer Person nicht mit einer politischen Meinungsäußerung deinerseits verbinde.

    Viele Grüße
    Ruben

    1. Moin Ruben,

      herzlichen Dank für Dein Feedback. Das freut mich natürlich sehr zu hören. Aber Eike Wenzel hat enorm viele Menschen persönlich negativ getriggert. Man muss es aber auch so sehen: Auch solches Feedback ist gut, weil generell viel zu wenige Rückmeldungen auf die Podcast-Folgen kommen.

      Ausschließlich auf Filterblasen-Interviews habe ich gar keine Lust, also wird es auch nächstes Jahr wieder solche Interviews geben.

      Viele Grüße
      Daniel

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