Steuertipps, Immobilien, ETFs im Crash – Jahresausblick mit Saidi von Finanztip

In der heutigen Podcast-Folge spreche ich mit Saidi, Head of YouTube & Social Media bei Finanztip, über fast alle heißen Themen, die er in seinen Videos behandelt, unter anderem Crash-Prognosen, Kryptowährungen, Immobilien und ein paar hilfreiche Spartipps.

Überblick Interview mit Saidi von Finanztip

Saidi Sulilatu ist Head of YouTube & Social Media bei Finanztip, und damit das Gesicht von Finanztip auf dem Youtube-Kanal und bei Instagram. Im Interview besprechen wir einen breiten Querschnitt durch viele aktuelle Finanzthemen, die er auch in seinen Videos behandelt: von Börsenprognosen und den häufigsten Denkfehlern beim Thema Mieten oder Kaufen, den besten Tipps für Angestellte, ob bei Gehaltsverhandlung oder der Steuererklärung, und dem Erfolgsgeheimnis der Superreichen.

Eine ausführliche Zusammenfassung des Interviews findest du weiter unten.

Shownotes Saidi Sulilatu

Präsentiert von den justETF-Weltportfolios

Diese Folge wird Dir präsentiert von den justETF Weltportfolios. Die justETF Weltportfolios sind die einfache und kostengünstige ETF-Lösung für alle, denen die Zeit und Muße fehlt ein ETF-Depot in Eigenregie zu bauen. Die justETF Weltportfolios gibt es als klassisches, supergünstiges ETF-Weltportfolio und für verschiedene Themenschwerpunkte wie Nachhaltigkeit, Dividenden oder Faktoren.

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Zusammenfassung des Interviews

Saidi Sulilatu von Finanztip

Über Saidi Sulilatu

  • Saidi ist Head of YouTube & Social Media beim Finanzportal “Finanztip”. Sein Gesicht kennen zahlreiche Youtube-Abonnenten aus dem Kanal von Finanztip und den sozialen Medien.

Was ist Finanztip?

  • Finanztip ist die Nummer 1 unter den Online-Verbrauchermagazinen in Deutschland. Wir haben eine ganz breite Palette, die sich nicht nur mit dem Thema Geldanlage beschäftigt, sondern beispielsweise auch Stromtarife, Versicherungen, Handytarife sowie rechtliche Informationen und Tipps zur Steuererklärung bereitstellt. Auf unserer Website sind mehr als tausend Ratgeber und auch unser Newsletter hat mittlerweile mehr als hunderttausend Abonnenten. Wir sind eine gemeinnützige GmbH, das heißt unsere Expertenredaktion erarbeitet die Empfehlungen unabhängig. Wir finanzieren uns erst im Nachgang über die Affiliate-Links.

Neben Hermann Tenhagen bist du das zweite Gesicht von Finanztip – um die Zielgruppe zu verjüngen?

  • Das ist der Effekt davon, war aber nicht unbedingt das Ziel. Im Wesentlichen war die Idee dabei, dass wir in unserem Kanal wie auf unserer Website mit konkreten Empfehlungen arbeiten, mit ganz praktischen Tipps.

Auch bei Instragram bist du das Gesicht von Finanztip…

  • Mittlerweile sind wir Gottseidank ein Team, alleine könnte ich das gar nicht mehr bedienen. In unserem Instagram Kanal präsentieren wir die besten Tipps von Finanztip sozusagen in kleinem “Snackball-Content-Format”.

Rezession, Crash, Prognosen – wie sind deine Aussichten für 2020?

  • Man muss zunächst mal grundsätzlich dazu sagen, dass wir nicht daran glauben, dass Market Timing wirklich funktioniert. Die diversen Propheten und Prognosen können schon Recht haben. Aber es haben auch sehr viele eben nicht Recht, das muss man ganz klar so sagen. Letztendlich empfehlen wir bei Finanztip, wenn es um Aktien- und ETF-Investments geht, einen ganz klaren Buy-and-Hold-Ansatz. Das gründet auf umfangreichen Berechnungen, die wir durchgeführt haben.
  • Natürlich gehören diese Crashs am Aktienmarkt immer dazu, und es wird sie auch immer geben, aber ich weiß einfach nicht wann – keine Chance. Wenn ich lange genug dabei bleibe, dann juckt mich das auch nicht groß, denn die Wahrscheinlichkeit, dass ich eine höhere Rendite erziele, als ich derzeit auf einem Tagesgeldkonto erzielen kann, ist enorm groß.
  • Kaufen wenn die Kanonen donnern, ist ja so ein berühmter Spruch. Aber die Investoren, die es wirklich schaffen, den richtigen Einstiegszeitpunkt zu treffen, die kann man an einer Hand abzählen.

Wenn ich noch nicht in ETFs investiert bin – macht es zum jetzigen Zeitpunkt Sinn, noch reinzugehen?

  • Ja, auf alle Fälle! Mit einer langfristigen Einstellung – wir sagen immer mindestens fünfzehn Jahre Anlagehorizont. Ich sehe ETFs als das Parademittel für die allermeisten Leute, mit günstigen Kosten langfristig eine flexible Altersvorsorge aufzubauen.
  • Wenn ich jetzt auf einmal einen relativ großen Batzen Geld habe, stecke ich den auf einmal rein oder gestreckt? Dann sage ich natürlich: Naja, wenn du damit rechnest, dass auf 15 Jahre gesehen der Aktienmarkt nach oben geht, dann macht’s natürlich auch Sinn, auf einmal rein reinzugehen, weil du es eh nicht vorhersehen kannst. Psychologisch gesehen – und das ist wahrscheinlich das wichtigere – ist für die allermeisten Leute aber sicherlich ein ETF-Sparplan die beste Empfehlung.
  • Aus dem laufenden Einkommen regelmäßig was zu investieren, nicht weil das jetzt zwingend die höhere Rendite bringt, sondern vielmehr deshalb, weil ich mich an diese ETF-Sparpläne schon gewöhnt habe. Da geht halt monatlich was vom Konto weg und selbst wenn dann die Kanonen donnern, wenn dann der große Crash kommt, bin ich psychologisch so sehr gewöhnt an diesen ETF-Sparplan, dass ich wahrscheinlich nicht so leicht in Panik gerate.

Sollte man jetzt nicht sicherheitshalber in Gold, Whiskey oder Land umschichten?

  • Wir haben eine langfristige Studie zu Gold, und zwar zu Gold versus Aktien gemacht. Da haben wir festgestellt, dass Gold langfristig deutlich niedrigere Rendite als Aktien gemacht hat, weil einfach die Komponente der regelmäßigen Erträge fehlt. Gold wirft langfristig nichts ab. Wenn jemand sich gegen eine richtig heftige Finanzkrise absichern will, dann ist es schon ok, das mit ins Portfolio zu nehmen, aber ganz wichtig: in physisches Gold investieren. Münzen und Barren.
    Ich glaube, wir müssen auch unterscheiden zwischen Börsencrash, schwerer Wirtschaftskrise und dem Ende des Rechtsstaats – davon sind wir dann doch noch ein Stück weit weg. Einen Börsencrash kann ich auch mit einem ETF breitgestreut überstehen.

Wie siehst Du Bitcoin und Kryptowährungen als Geldanlage?

  • Kritisch um es mal deutlich zu sagen. Natürlich ist das ganze Thema Krypto und Bitcoin eine total interessante Entwicklung. Hier etablieren sich Zahlungsmittel, die unabhängig von der Zentralbank funktionieren. Aber es kann dir kein Mensch sagen, ob in fünf oder zehn Jahren sich die ganze Geschichte nicht wieder erledigt hat oder noch viel wichtiger, ob sich nicht vielleicht eine andere Kryptowährung durchgesetzt hat. Als Geldanlage, als seriöse Empfehlung kann man dazu überhaupt nicht raten.

Kommen wir mal zur Geldanlage in Immobilien: Was sind häufige Denkfehler bei der Frage „Kaufen oder Mieten“?

  • Das Immobilienthema ist im Moment eines der Themen, wo die meisten Leute sehr riskante Finanzentscheidungen treffen, ohne sie bewusst zu treffen, einfach deshalb weil aufgrund der niedrigen Zinsen natürlich alle Welt von Immobilien redet und weil die Preise in vielen Regionen sehr stark gestiegen sind.
  • Der gängigste Denkfehler ist natürlich „Miete ist rausgeschmissenes Geld“. Ja, die Miete ist weg, aber was ist eigentlich mit meiner Kreditrate beim Kauf? Da ist ein Teil auch weg, Thema Zinsen, einfach als Kosten für dieses Darlehen an die Bank. Das muss man auch einberechnen. Und dann sehen die Leute halt bei diesen stark verkürzen Berechnungen nicht, dass eine Immobilie natürlich auch jede Menge kostet. Hauptpunkt ist aus meiner Sicht natürlich Instandhaltung. Wir setzen typischerweise 1,50€ pro Quadratmeter an, und das musst du auch inflationieren. Das heißt, wenn ich alle Kosten, die mit der Immobilie verbunden sind zusammenrechne, dann komme ich typischerweise auf Beträge, die deutlich über dem liegen, was der jeweilige Mensch als Mieter gezahlt hätte.
  • Ein wesentliches Argument für mich ist beim Mieten die Flexibilität. Wenn ich mir was kaufen will, um darin zu leben, muss ich ein gewisses Eigenkapital mitbringen. Also ist doch die Frage, stelle ich jetzt diese Summe in ein Haus oder eine Wohnung oder lege ich die irgendwie an. Das Hauptproblem ist heutzutage bei vielen Leuten, die immer über Immobilien nachdenken, dass sie halt einfach keine Alternativen sehen für die Geldanlage, die sehen nur, es liegt auf einem Girokonto rum. Und dann sagen wir, es gibt natürlich eine Alternative und die lautet schwerpunktmäßig Aktien-ETFs. Wenn ich diese Alternative habe und wir vergleichen eine Wohnung, die ich mir kaufe, damit, dass ich mein Geld zu 5% Prozent langfristig anlege, dann bin ich schon bei Szenarien, wo ich oft relativ nah aneinander bin. Jetzt lass mit dem Haus irgendwas schiefgehen, dann sieht die Sache schon gleich ganz schnell anders aus.
  • Zugegeben, das Zwangssparen führt natürlich dazu, dass Immobilienbesitzer regelmäßig mehr Geld auf der hohen Kante haben, weil die typischerweise einfach viel disziplinierter sind und viel disziplinierter leben. Deswegen propagieren wir ja, gehe selbstverantwortlich mit deinen Finanzen um, richte dir Daueraufträge ein, spar regelmäßig weg, optimiere deine Haushaltsausgaben. Wenn ich von einem disziplinierten Anleger ausgehe, der regelmäßig spart und sich nicht vom nächsten Börsencrash verschrecken lässt, dann hat der sehr wohl auch sehr gute Chancen, ein ordentliches Vermögen aufzubauen.
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Warum sollten Sparer ihr Geld auf mehrere Konten bei unterschiedlichen Banken aufteilen?

  • Aus meiner Sicht brauchst du für eine optimale Grundaufstellung genau vier Sachen, und das ist ein Girokonto, eine Kreditkarte, ein Tagesgeldkonto und ein ETF-Depot. Und dann hast du zwei regelmäßige Zahlungsströme: Einmal das „normale“ Sparen vom Girokonto aufs Tagesgeldkonto und von deinem Girokonto in deinen ETF-Sparplan.
  • Dieses regelmäßige Sparen ist eine psychologische Geschichte. Ich sage ganz klar: Liebe Leute, macht einen Dauerauftrag auf euer Tagesgeldkonto am Monatsanfang, dann habt ihr das Sparen schon erledigt und könnt den Rest ausgeben. Am besten liegt das Tagesgeldkonto bei einer anderen Bank, ganz einfacher psychologischer Trick, dann schaue ich nicht so oft drauf und komme nicht in Versuchung. Die gleiche Argumentation gilt fürs Depot.

Welche Rolle spielt ein Festgeldkonto? Macht es Sinn, sich eins zu holen oder reicht das Tagesgeldkonto?

  • Festgeld ist was für Leute, die ziemlich systematisch ihre Ausgaben planen. Muss man nicht haben, aber ist für manche Leute eine sinnvolle Erweiterung. Festgeldplattformen im Ausland sehen wir total kritisch, weil die Leute sich nicht darüber im Klaren sind, wie viel Risiko sie eingehen für die paar Prozentnachkommastellen an zusätzlichen Zinsen. Wenn wir Festgeldkonten empfehlen, geht die Sicherheit der Bank total vor.

Welche Fallstricke gibt es bei Kreditkarten?

  • Erster Fallstrick: Wann ist eigentlich Abheben bzw Bezahlen mit meiner Kreditkarte kostenlos und wann kostet es was? Sobald ich die deutschen Landesgrenzen überschreite, geht’s schon los.
  • Nächstes Thema: Fremdwährungen. Wieviel Gebühren bezahle ich? Wenn ich eine Kreditkarte habe, bei der Abheben kostenlos ist, aber Bezahlen was kostet, dann macht’s natürlich Sinn, im Urlaub sehr viel mehr auf Bargeld zu setzen.
  • Thema Abheben außerhalb der EU: Immer in lokaler Währung abheben, weil ich dann einen Wechselkurs bekomme, den mir die Kreditkartenfirma bietet und dieser Kurs ist in aller Regel sehr viel besser als der Wechselkurs, den die lokale Bank berechnet.
  • Ich muss mir die Kreditkarte zulegen, die zu meiner Verwendung passt. Es gibt grundsätzlich drei Arten von Kreditkarten: Es gibt Charge Karten, Debitkarten und „echte“ Kreditkarten, auch Revolving Cards genannt.
    • Charge Karten buchen einmal im Monat ab. Dagegen ist nichts zu sagen, außer dass ich aufpassen muss, dass die Deckung auf dem Konto ausreicht, wenn die Abbuchung auf einen Schlag erfolgt.
    • Debit-Karten buchen zeitnah vom Konto ab, wie eine normale EC-Karte, wo ich mehr oder weniger sofort auf dem Konto sehe, wenn ich was mit der Kreditkarte bezahlt habe. Hat aber den großen Nachteil, dass manche Anbieter, insbesondere typischerweise Hotels und Mietwagenanbieter im Ausland diese Karten nicht anerkennen, das sind für die nämlich eigentlich keine Kreditkarten.
    • Die klassischen Kreditkarten geben einen echten Kredit. Dann muss ich das Konto aktiv ausgleichen, oder ich muss zumindest aktiv einstellen, dass die dann regelmäßig abbuchen. Aber das Geschäftsmodell von diesen Firmen und diesen Karten ist natürlich, dass ich das nicht kann oder es vergesse, dann hagelt es ordentliche Zinsen da drauf. Also nur was für Leute, die echt gut auf ihre Finanzen aufpassen.

Wenn die Hörerinnen und Hörer jetzt im Jahr 2020 ein bißchen mehr brutto vom netto haben möchten, welche Tipps hast Du für sie?

  • Der Klassiker jetzt gerade nach dem Jahreswechsel ist Krankenkasse wechseln, grade wenn ihr bei einer teuren Krankenkasse seid. Den Vergleich anzustellen, macht oft Sinn. Billigere Kasse muss nicht schlechtere Kasse heißen. Immer auf die Leistungen schauen, um beim Wechsel das zu bekommen, was mich interessiert, sei es Zahnversorgung, Naturheilkunde, oder Bonusprogramme.
  • Meine Lieblingstipps hängen mit dem Thema Gehaltserhöhung zusammen. Wir wissen ja alle, dass von 100 Euro brutto oft nur die Hälfte netto übrigbleibt. Es ist also total geschickt, wenn ich mit meinem Arbeitgeber verhandeln kann, dass ich dieses Mehr an Brutto für Kosten einsetze, die ich sowieso habe. Beispiel Fahrtkosten und Jobticket: Es ist seit diesem Jahr endgültig so, dass der Fahrtkostenzuschuss, den ich zusätzlich zum Lohn bekomme, komplett steuer- und sozialabgabenfrei ist. Für Leute, die mit dem Auto zur Arbeit fahren, gehen zum Beispiel 44 Euro Tankgutschein. Im Rahmen dieser sogenannten Warengutscheine kann dein Arbeitgeber auch das Fitnessstudio bezuschussen.
  • Die 44€ gibt es aber nur einmal pro Monat, und es darf auch nicht ein Cent mehr sein, sonst muss nämlich der gesamte Betrag versteuert werden. Auch das Thema Dienstfahrrad ist seit 2019 super geregelt, dass ich nämlich so ein Dienstfahrrad – wenn es zusätzlich zum Lohn ist – nicht mehr als geldwerten Vorteil versteuern muss, es ist also auch steuer- und sozialabgabenfrei.

Wie kann ich mir über die Steuererklärung mehr Geld zurückholen?

  • Zum Thema Steuern 2020 zunächst mal der beste Tipp: Mach deine Steuererklärung. Wir wissen, dass Millionen Deutsche jedes Jahr einfach dem Staat Steuern schenken, weil sie keine Steuererklärung machen. Erst recht, wenn du keine Steuererklärung machen musst, dann solltest du eine machen! Die durchschnittliche Steuererstattung beträgt um die 1.000 Euro.
  • Die Tipps für die Steuererklärung ändern sich natürlich jedes Jahr ein bisschen, aber die Grundsachen bleiben immer gleich. Angeben kann ich z.B. Arbeitsmittel wie Laptop oder Handy, die ich zumindest teilweise beruflich nutze. Ich kann als Mieter meine Nebenkostenabrechnung da angeben und diverse Ausgaben für Schornsteinfeger, Heizungswartung und so weiter ansetzen. Umzugskosten oder Kinderbetreuungskosten kann ich ansetzen, meinen Riester, Kirchensteuer…und natürlich Fahrtkosten. Daumenregel: Wenn mein einfacher Fahrtweg 15 km oder mehr beträgt, alleine dafür lohnt sich schon die Steuererklärung.
  • Ich glaube, dass viele Leute keine Lust auf diese Formulare haben oder sich selbst unter Druck setzen. Aber wenn ich eine freiwillige Steuererklärung mache, dann zwingt mich niemand, alle Kosten anzugeben – ich gebe halt mal die dicken Sachen an, also mindestens Fahrtkosten und vielleicht Kinderbetreuung, das ist in der Regel auch relativ teuer. Also: Nicht unter Druck setzen, am besten eine vernünftige Steuersoftware benutzen, und dann geht das ruckzuck.

Eins meiner Lieblingsvideos von Euch ist „Was wir von den Superreichen lernen können“. Was sind denn die wichtigsten Erkenntnisse, die du auch umsetzt? Was machen die Deutschen hier falsch?

  • Der Punkt ist, dass die Superreichen auch nur mit Wasser kochen. Es gibt keine Geheimformel zum Reichwerden. Wir haben uns die Statistiken von Family Offices angeschaut, also den Vermögensverwaltungen von wirklich reichen Leuten, und da ist es ganz frappierend, dass die durchschnittlich zu 50% auf Unternehmensbeteiligungen setzen. Wenn ich dann noch den Rest der Property, Immobilien und irgendwelche Liegenschaften dazunehme, komme ich auf 77% Realwerte. Heißt: 23% des Geldes liegt in irgendwelchen Geldwerten bei den Superreichen, ob Cash oder Anleihen, aber 77% sind Realwerte und 50% davon in Unternehmen.
  • Wenn ich das mit dem Privatvermögen der Deutschen vergleiche, da sind’s 84% Nominalwerte. Es ist ganz klar, dass die Deutschen auf – ich will jetzt nicht Bargeld sagen, aber auf – Euros stehen, die irgendwo liegen. Die Diskrepanz ist also ganz klar. Die Superreichen haben halt verstanden, dass das Geld nur da mehr wird, wo auch wirklich wertgeschöpft wird – und das ist halt zu großen Teilen in Aktivposten und damit in der Wirtschaft.
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Wie legst Du selbst Dein Geld an?

  • Ich mache natürlich genau das, was ich auch immer empfehle! Ich habe ein Tagesgeldkonto, ich habe neuerdings tatsächlich auch ein Festgeldkonto und ich habe einen ETF auf den MSCI World. Meine Frau und ich haben noch alte Lebensversicherungen, wo man natürlich im Nachhinein denkt, hätte man die damals abschließen sollen – aber das war noch vor 2005 und die sind steuerfrei, also schon ganz okay. Meine Frau hat einen Riester wegen unserer Kinder. Und das war’s. Mehr braucht’s auch nicht.

Wordshuffle:

Wachstum – ist prinzipiell nicht endlich.

Kritiker – sind unbedingt notwendig. Du bist nie fehlerfrei und für sachliche Argumente bin ich immer aufgeschlossen.

Rockmusik – Da komm ich her als Kind der 80er Jahre.

P2P Kredite – Auch so ‘ne Sache, wo die Leute leider unbedarft reinstolpern. Kann man schon machen, ist aber definitiv kein Ersatz für Tagesgeld oder Festgeld.

Ziele – Beruflich geht noch ganz viel mehr, wir machen uns viele Gedanken darum, wie wir noch mehr Leute erreichen können, vor allem auch das jüngere Publikum.

Check24 – Eine total interessante und spannende Firma und nicht so schlimm, wie viele immer denken, wenn man einfach mit einem kritischen Auge hingeht.

Glück – Wahrscheinlich letzendlich doch das ultimative Ziel im Leben. Hängt zu großen Teilen daran, womit ich meine Zeit verbringe. Ich sehe viele Leute, die den Spagat zwischen Privatleben und Beruf nicht schaffen, und das wirkt sich auf die Zufriedenheit aus. Ich halte es für wichtig, dass ich die 40 Jahre Arbeit in meinem Leben mit etwas verbringe, das mich erfüllt und sinnstiftend ist.

Bilder: Saidi Solilatu

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14 Antworten

  1. Was ich als Tipp bei der freiwilligen Steuererklärung selten lese, man aber auch nicht unterschätzen sollte, ist die Verzinsung der zu erstattenden Lohnsteuer. Diese wird aktuell mit mindestens 16,5 % bei der Auszahlung nach vier Jahren verzinst. Wer also so lange auf die Erstattung warten kann, sollte seine Steuererklärung erst nach der Maximalzeit von vier Jahren abgeben und sich über die nette Verzinsung freuen (die natürlich im Folgejahr noch versteuert werden muss).

    1. Was man dabei beachten muss, dass die entsprechenden Steuerbescheide vorläufig ausgestellt werden. Das BVerfG entscheidet derzeit über die Rechtmäßigkeit dieser Zinsen, und wenn es blöd läuft, musst Du Zinsen nach dem Urteil zurückzahlen.

  2. Obwohl jetzt für den langjährigen Podcast Hörer nichts wirklich Neues oder Sensationelles zu hören war:

    Saidi ist ein netter Typ und hat noch einmal alles Wesentlich komprimiert auf einen Punkt gebracht. Besonders der Part zu den Immobilien hat mir gefallen. Ich dachte bisher auch immer Hermann Tenhagen ist der Gründer von Finanztip.

    Mit nur einer Kreditkarte würde ich mittlerweile niemals mehr verreisen wenn ich darauf irgendwie angewiesen bin.
    Meine Erfahrungen:
    1)Ausgangssituation: ca. 6000 EUR Guthaben (!!!) + 500 EUR Kreditlinie auf der DKB KK.
    Plan: Kurzurlaub eine Woche später und Buchung eines Fluges für den übernächsten Urlaub für ca. 3200 EUR (4 Personen).
    Nach der Flugbuchung waren 3200 EUR blockiert UND 4 x 800 EUR abgebucht. Damit war ich voll am und im Limit und hätte mit dieser Karte den nächsten Urlaub (Mietwagenkaution) nicht wahrnehmen können. Ich habe sehr intensiv mit DKB, Fluggesellschaft + Buchungsportal telefoniert und gemailt bis nach über einer Woche die Blockierung endlich draußen war.
    Ich glaube das las daran, dass ein Gesamtbetrag blockiert und danach in 4 Einzelbeträgen abgebucht wurde.

    2)Mietwagenkaution: Klar, dass man dafür eine KK braucht. Es gibt (zumindest einen) Vermieter, der hat in seinen AGBs stehen, dass man, wenn man keine KK hat, den Wagen nur mir der hauseigenen teuren Versicherung erhält. Soweit ist alles i.O.
    Das verleitet dann aber die Angestellten am Flughafen dazu, die Transaktion der Blockierung der Kaution “nicht funktionieren” zu lassen, so dass dann die Versicherung fällig wird,
    Die Kreditkarte des Partners hilft da nicht, da diese auf den Fahrer persönlich ausgestellt sein muss.
    Was hilft ist nur ein Stapel Karten, den man aus der Tasche zieht und von dem mindestens eine weitere KK eine KK des Fahrers ist.

    In einigen Ländern würde ich auch nicht mehr unbedingt auf die Kosten (Barabhebung oder Kartenzahlung) achten sondern nur noch bar zahlen. Die im Interview angesprochene teure Umrechnung von Auslandswährung in Heimatwährung gibt es vermehrt auch im Einzelhandel. Oft ist die Heimatwährung eingestellt. In dem Fall ist man in permanenten Diskussionen mit den Angestellten. Da zahle ich lieber einmal eine ehrliche Gebühr am Automaten an meinen KK Herausgeber.

    Sorry, ich musste das mal loswerden.

    Gruß
    Gordon

  3. Hi Daniel,

    Ich finde einige der Ansichten von Herrn Solilatu erfrischend ehrlich, wenn man bedenkt, dass er in der Finanzbranche tätig ist (wenn auch hauptsächlich in Social Media, aber dass er trotzdem weiß wovon er redet hat er im Podcast mehrfach bewiesen).
    Besonders die kurze aber vollkommen ausreichende Aussage „Wachstum – ist nicht unendlich“ hat mich positiv überrascht, da ich finde, dass im aktuellen Finanzmarkt zu viel Wert auf das Wachstum gelegt wird, ohne auf andere Variablen zu achten.

    Super Gespräch, super Moderation! Weiter so!

    Gruß
    Piet

    1. Hallo Piet,

      seine Aussage war: “…ist im prinzip nicht endlich.”

      Meine Meinung:
      Wachstum ist der Motor des Kapitalismus und ohne geht es nicht.

      Grüße

  4. Wieder ein sehr guter Podcast, vielen Dank dafür. Saidi finde ich klasse.
    Wie auch schon bei dem Podcast mit seiner Kollegin Sarah waren es wieder so viele interessante Themen in kurzer Zeit, da hätte man sogar zwei Folgen füllen können um mehr in Details zu gehen.
    Gerne in Zukunft wieder einmal einen Podcast mit einem Experten/Freiwilligen vom Finanztip Team.
    Beste Grüße und weiter so

  5. Für mich war das eine Top-Folge über viele relevante Standardthemen gerade für jüngere Menschen. Der Gast war sehr sympathisch & kompetent und die Moderation fand ich sehr routiniert. Danke! Ich kenne Saidis YT-Kanal nicht. Das mit der 1,5x Geschwindigkeit kann ich nicht verstehen. Für mich persönlich sprach der Gast bereits recht schnell, auch weil es im Galopp durch viele Themen ging. Neulinge müssten besser den Podcast 2x hören oder dann doch auf 0,75x stellen 😉

  6. Moin,
    Im Italienurlaub konnte ich am Airport nicht meine DKB als Karte für den Mietwagen hinterlegen. Stand da wie ein Schluck Wasser in der Kurve mit meiner Family.;)
    Lg

    1. Vielen Dank für Dein Feedback. Diese Problematik habe ich jetzt schon häufiger gehört, weshalb ich sie auch angesprochen habe. Deswegen gehe ich auch nicht nur mit meiner DKB-Karte auf Reisen.

      Viele Grüße
      Daniel

  7. Hallo,

    ich höre nun schon seit einiger Zeit den Podcast. Ich selbst bin noch nicht in ETFs investiert, spiele jedoch mit dem Gedanken. Ich investiere viel Zeit in die Recherche (unter anderem in diesen Podcast) und leider muss ich sagen, dass beim Thema ETF die Wahrheit (insbesondere was die Performance angeht) schön-geredet wird. Nicht nur hier sondern auch in anderen einschlägigen Medien.

    Beispiel 1 – aus dieser Podcast folge:
    Vom Gast wird sinngemäß behauptet, dass man beliebige 15 Jahre des MSCI World heranziehen kann und die jährliche Performance immer um die 7% liegt.
    Na gut, sehen wir uns das mal anhand der jeweiligen Schlusskurse an …

    2004 (1169,34) – 2019 (2358,47) -> Performance: 4,79%
    2003 (1036,32) – 2018 (1883,9) -> Performance: 4,06%
    2002 (792,22) – 2017 (2103,45) -> Performance: 6,73%
    2001 (1003,52) – 2016 (1751,22) -> Performance: 3,78%
    2000 (1221,25) – 2015 (1662,79) -> Performance: 2,08%
    1999 (1420,89) – 2014 (1709,67) -> Performance: 1,24%
    1998 (1149,95) – 2013 (1661,07) -> Performance: 2,48%
    1997 (936,59) – 2012 (1338,5) -> Performance: 2,41%
    1996 (820,36) – 2011 (1182,59) -> Performance: 2,47%
    1995 (734,28) – 2010 (1280,07) -> Performance: 3,77%
    1994 (618,58) – 2009 (1168,47) -> Performance: 4,33%
    1993 (598,5) – 2008 (920,23) -> Performance: 2,91%
    1992 (497,13) – 2007 (1588,8) -> Performance: 8,05%
    1991 (535,36) – 2006 (1483,58) -> Performance: 7,03%
    1990 (461,53) – 2005 (1257,78) -> Performance: 6,91%
    1989 (567,34) – 2004 (1169,34) -> Performance: 4,94%
    1988 (494,43) – 2003 (1036,32) -> Performance: 5,06%
    1987 (407,99) – 2002 (792,22) -> Performance: 4,52%
    1986 (356,83) – 2001 (1003,52) -> Performance: 7,14%
    1985 (256,51) – 2000 (1221,25) -> Performance: 10,96%

    Quelle Kurse: https://www.boerse.de/historische-kurse/MSCI-World/XC0009692739

    Hier hat es also von 20 Perioden 4 gegeben in denen die behauptete Performance von 7% erreicht wurde. Durchschnittlich liegt die Performance hier bei 4,78% – auch ganz schön weit weg von den propagierten 7%.

    Beispiel 2 – JustETF 20 Jahre Rückblick
    Hier geht es darum sich anzusehen, wie viel Gewinn man gemacht hätte, wenn man 1996 10.000 EUR in den MSCI World investiert hätte. Zitat dazu:

    “In der Simulation werden Anfang Januar 1996 10.000 € investiert (bzw. dementsprechend 19.558 DM) […] Aktien vervierfachen sich trotz starker temporärer Rücksetzer […] Unter dem Strich hat sich das Investment ausgezahlt: Der Portfoliowert vervierfachte sich bis Ende 2015 auf 43.875 €. Die Rendite pro Jahr liegt bei 7,7%.”

    Quelle: https://www.justetf.com/de/news/geldanlage/zwanzig-jahre-rueckblick-was-waere-mein-portfolio-heute-wert.html

    Hier wird also behauptet, dass aus 10.000 EUR im Jahr 1996, 43.875 EUR im Jahr 2015 werden.
    Um das zu verifizieren, vergleichen wir den MSCI World Anfangswert des Jahres 1996 mit dem Schlusskurs des Jahres 2015.

    Anfangskurs 1996: 734,28
    Schlusskurs 2015: 1662,79

    Das entspricht einer Performance von 126,45 %. Somit werden aus 10.000 nach 20 Jahren 22.645 EUR. In ihrer Kalkulation erhöht JustETF diesen Wert locker mal um über 90%. Schon etwas schamlos würde ich meinen.

    Meine finale Frage wäre daher -> Wieso wird derart geschummelt wenn es um ETFs geht? Wenn es so eine gute Investition wäre, dann müsste man ja die Performance nicht schönreden.

    1. Moin Rigobert,

      gut, dass du dich so umfassend informierst. Leider wohl noch nicht auf den richtigen Seiten?
      Empfehlen kann ich dir den Finanzwesir.com (da, wo immer steht: “FANG ENDLICH AN”)

      Die Rendite fuer MSCI-World Sparplaene (das ist m.E. das einzig sinnvolle, da niemand/kaum jemand nur 1x Anlage praktiziert) muss definiert werden:
      Entscheidend sind v.a.,
      – ob Rendite mit oder ohne netto Dividende (Net oder Kurs=Preis) ausgewiessen wurde und etwas
      – die Waehrung (es gibt Daten in EUR erst ab 1999/2000 bei msci.com).

      Viele Anfaenger sind sich dessen nicht bewusst und nehmen “irgendwelche” Vergangenheits-Kursreihen von Webseiten wie boerse.de, ariva oder auch bei Online-Banken. Man findet dort selten konkrete Angaben – was man da vergleicht/sieht.

      Bei dem von dir gewaehlten Index handelt es sich um den KURS-Index, in USD (google: xmarkets Basiswert isin=XC0009692739). Also nicht das, was fuer einen dtsch Anleger wichtig ist! Da fehlen die netto Dividenden (= Dividenden minus Quellensteuer, also dass, was bei deinem Broker ankommt, bevor er dir ggfls noch die Abgeltungssteuer abzieht)!
      In der Vergangenheit schwankte die Ausschuettung im MSCI World zwischen 1,7 (jetzt) und irgendwas Richtung 3,0% p.a. (in Baissen mehr, in Hochs weniger).
      Die Netto-Dividenden musst du also bei deiner Aufstellung p.a. oben noch dazurechnen.
      Der Waehrungseinfluss ist auch nicht voellig unbedeutend, weil du ja mit deinen Euronen auslaendische Aktien kaufst (Dollar-EUR-Schwankungen zwischen 80USDcent=1EUR (da bekommst du wenig Aktien) und 160USDcent=1EUR (viele Aktien) frueher noch hoeher).
      Andererseits ist der Kurs-Index (ohne Dividenden) gut geeignet, die REAL-Rendite abzuschaetzen. Weil Inflation und Ausschuettungsrendite p.a. oefters zieml. aehnlich verlaufen.
      Bei Realrenditen (ohne Inflation, streng genommen auch ohne Steuer) in EUR kann man gaanz langfristig mit 4,5-5,5% p.a. rechnen (und das ist prima/ausreichend, wenn man lange/viel genug spart).

      Christian Roehl hat ein “korrektes” schoenes Sparplan-Dreieck veroeffentlicht (google: dividendenadel msci-world-renditedreieck 2019). Es ist das unterste Schaubild.

      LG & nur Mut, fange an, Joerg
      (der Finanzwesir und Finanzrocker haben auch gute Buecher geschrieben, wenn du kein Blog-Leser bist)

      1. Hallo Joerg,

        danke für deine Antwort. Das klärt für mich schon einiges auf und meine anfängliche Kritik muss da natürlich relativieren 🙂 Durch die Dividende (die ich nicht berücksichtigt habe) wird die Performance natürlich ordentlich aufgefettet.

        Danke für die Tipps bzw. die Links. Ist alles sehr informativ und lesenswert.

        LG

  8. Hallo Daniel,

    eine ganz starke Folge. Dein Gast sprudelte nur so vor Finanzwissen. Manchmal tut es auch gut, bereits gelerntes nochmal und nochmal zu hören. Bisher meine Lieblingsfolge 2020. Ich danke Euch dafür.

    Viele Grüße aus Hamburg, Matthias

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