Direktbank und Depot: In 8 Schritten zur individuellen Finanzplanung (Teil 2)

In diesem Artikel geht es um Direktbanken und die Eröffnung eines Depots. Bist Du bereit? Bereit für den wirklichen Startschuss Deiner individuellen Finanzplanung? Danach gibt es kein Zurück mehr, denn mit jedem weiteren Schritt lernst Du dazu. Und profitierst für die Zukunft. Fertig? Dann lass’ uns gemeinsam losfahren.

Ich gebe es zu: Dieser Artikel ist noch umfassender geworden. Dabei werden hier nur zwei Schritte erwähnt. Ich setze jedoch relativ wenig Wissen voraus und erkläre die passive Finanzanlage in ETFs. Übersetzt heißt das: Füße hoch und Geld verdienen. Oder wie es Finanztest nennt: Das Pantoffel-Portfolio. Der Artikel lohnt sich übrigens zu kaufen. Aber weiter geht es mit den acht Schritten.

4. Schritt-> Eröffne ein Depot bei einer Direktbank

Jetzt kommt ein Thema, das gerade bei Bloggern genauso beliebt ist, wie irgendwelche Empfehlungen für Aktien, ETFs oder Fonds auszusprechen: die Empfehlung einer Direktbank. Letztendlich geht es ja darum für sich selbst ein Vermögen zu bilden, mit dem Du Dich dann auch identifizierst und wohlfühlst. Ein Girokonto oder ein Tagesgeldkonto ist eine Sache, aber bei einem Depot bei einer Direktbank entscheiden oft Nuancen. Hier lohnt sich ein Vergleich.

Hier hat jeder seine eigenen Präferenzen. Wie im richtigen Leben auch. Der eine mag blau, der andere grün. Die eine liebt Eis, die andere eher Chips.

Unterschiede zwischen Banken

Das ist mit einem Depot bei einer Direktbank nichts anderes. Fangen wir mal damit an, was eine Direktbank überhaupt ist.

Die Bank zu der Du immer gehst, ist eine Filialbank. Ein weit verzweigtes Netz mit Vertriebsmitarbeitern, hohen Kosten und vielen Beratern. Irgendwie muss das ja auch bezahlt werden. Deshalb zahlst Du Geld dafür. Geld für die Kontoführung, für die Kontoauszüge und neuerdings auch für Papierüberweisungen.

Hier gibt es viele Unterschiede. Sparkassen sind in der Regel wesentlich teurer als andere.

Indirekt bezahlst Du auch Deine Termine mit dem Berater. Das läuft über die Gebühr für den Ausgabeaufschlag, die jährlichen Kosten oder Abschlussgebühren bei Versicherungen. Du bezahlst also nicht direkt mit Papiergeld oder mit Deiner EC- oder Kreditkarte. Sondern versteckt. Und beschäftigst Dich nicht weiter damit. Im Kopf abgebucht unter “Ach, was solls. Brauche ich mich halt nicht darum kümmern”.

Gerade das macht es auch so schwer diese Kosten zu greifen. Sie sind da, werden in den Kaufpreis integriert und es wird nie wieder groß darüber gesprochen. Dass da hunderte, manchmal gar tausende von Euros flöten gehen, wird einem erst bewusst, wenn es zu spät ist.

Sparen ist das Ziel

Jetzt kommen die Direktbanken ins Spiel. Das sind Kreditinstitute, die ausschließlich online agieren. Das minimiert die Kosten massiv und wird auch direkt an den Kunden weitergegeben. Die Beratung findet ausschließlich über Telefon und E-Mail statt.

Wie sind meine Erfahrungen mit Direktbanken?

Bisher habe ich Erfahrungen mit der Postbank, comdirect und Maxblue, dem Online-Broker der Deutschen Bank, gemacht. Bei der Postbank* zahlst Du quartalsweise Gebühren und bist bei allem relativ unflexibel. Selbst Deinen Sparplan musst Du drei Monate im Voraus kündigen.

Außerdem sind die Performance-Auswertungen ziemlich rudimentär, wobei das kein Ausschlusskriterium ist. Denn gerade für die Gewinn- und Verlust-Rechnung gibt es viele Tools, die ich bald vorstellen werden. Schließlich willst Du ja wissen, wie viel Geld Du am Ende gewonnen oder verloren hast.

Aber sind wir ehrlich: die Postbank ist eben keine Direktbank. Und hat die Vorteile beispielsweise in einem kostenlosen und umfassenden Girokonto*. Ich bin dort seit 14 Jahren mit meinem Girokonto und immer noch zufrieden.

Mit dem maxblue Depot* bin ich eigentlich  auch ganz zufrieden:

  • Keine Gebühren für das Depot,
  • kostenloser Sparplan auf ETFs der Deutschen Bank (db-x-trackers) und Commerzbank (Comstage)
  • der außerbörsliche Handel ist mit 8,90 € verhältnismäßig günstig
  • Zehn mitunter wirklich gute Aktienfonds ohne Ausgabeaufschlag
  • Über 6.300 Fonds mit reduziertem Ausgabeaufschlag.

Hier merkst Du, dass der Berater der Filialbank nicht bezahlt werden muss. Das kommt Dir zugute.

Noch besser läuft es bei mir bei der comdirect*(Commerzbank). Übersichtliches Depot, viele Sparplanmöglichkeiten (Einzelaktien- und ETFs) und interessante Bonus-Features wie das Bonus-Sparen.

Mit Hilfe dieses Kostenrechners kannst Du Dir einen ersten Überblick verschaffen, ab welchen Anlagesummen, welche Ordergebühren anfallen – und wie viele Gesamtkosten im Jahr für Orders anfallen können. Spiel einfach ein wenig mit den Zahlen herum und schaue Dir die Anbieter genauer an.

Ansonsten werden immer wieder Consorsbank* (BNP Paribas/Frankreich), DAB Bank (ebenfalls BNP Paribas/Frankreich), ING-DiBa* (niederländische ING-Groep) oder Onvista* empfohlen. Hier wäre ich über Kommentare dankbar, wie Deine Erfahrungen mit einer dieser Banken sind. Mach’ Dir doch einfach mal einen Überblick und schau Dir die Kosten sowie Vorteile der Banken an. Manche bieten Dir außerdem attraktive Angebote für einen Wechsel. Gerade die Tradekosten sind teilweise sehr unterschiedlich, da hier ab einer bestimmten Summe höhere Gebühren verlangt werden. Anhand einer Checkliste kannst Du Dir gut ein eigenes Bild machen und Dich dann für eine entscheiden.

Wenn Du Dein Depot eröffnet hast, bist Du startklar. Dann können wir mit der Strategie loslegen. Wichtig ist: Mache Dir eine Liste mit allen Vor- und Nachteilen Deiner favorisierten Direktbanken. Auf der Basis kannst Du Dich leichter für eine entscheiden – und starten.

5. Schritt -> Wie möchtest Du anlegen?

Endlich. Jetzt geben wir “Butter bei die Fische”, wie wir im Norden so schön sagen. Vorbei die Theorie, das Zettelgewälze. Und das nach über 2.000 Wörtern. Nun darfst Du Dir auch nicht in die Tasche lügen! Versprochen? Wie viel Geld hast Du auf Deinen Tages- und Festgeldkonten? Hast Du Dir – wie in Teil 1 beschrieben – Deine Rücklage errechnet? Ja? Fein!

Lass’ uns Geld verteilen

Dann verteilen wir das Geld jetzt auf mehrere Anlagen. Du kannst nun eine gewisse Summe ausgeben oder jeden Monat einen Teil Deines Ersparten in einen Sparplan investieren. Oder es aufteilen. Vielleicht hast Du ja den Rat in meinem Artikel “So entspannt vermehrst Du Dein Geld” befolgt und ein wenig auf JustETF rumprobiert. Darauf kommen wir nämlich jetzt und im nächsten Teil drauf zu sprechen.

Ein Beispiel: 10.000 € stehen Dir zur Verfügung. Du zahlst einmal 5.000 € ein und danach fünf Monate jeweils 1.000 €. Vielleicht auch alle zwei Monate. Du entscheidest selbst.

Ich habe mich für einen Mix entschieden: jeden Monat eine festen Beitrag und intial eine größere Summe. Andere haben mit 500 € angefangen und danach monatlich 100 €. So gewinnst Du ein erstes Gefühl dafür.

In einen Sparplan zahlst Du jeden Monat Geld ein oder lässt es abbuchen. Du kannst dann den Tag festlegen, an dem von dem Geld die von Dir gewählten ETFs gekauft werden sollen. Bis auf das Rebalancing (folgt in Teil 3) musst Du dann auch nichts mehr machen. Und nicht mehr drüber nachdenken.

Und immer dran denken: Wenn Du monatlich Geld einzahlst, kann Dir ein Crash ziemlich egal sein, weil Du dann ja mehr Anteile für das gleiche Geld bekommst. Und der Einstiegskurs sinkt auch. Aber nicht verkaufen! Die Psyche ist der schlimmste Feind des Anlegers – gerade wenn es mal nicht läuft.

Was ist ein ETF?

Doch nun kommt die große Frage: In was investieren? Wir wollen ja zunächst ein Vermögen aufbauen und ein Gefühl für die Börse entwickeln.

Wiederholt habe ich die Frage erhalten, was es eigentlich mit diesen ETFs auf sich hat. Das will ich in diesem Schritt auflösen.

Exchange Traded Funds, sogenannte ETFs, sind börsennotierte Fonds, die einen bestimmten Index abbilden. So ist gewährleistet, dass sich die Performance des Fonds immer parallel zum Index entwickelt.

Zwar entwickeln sich diese Indexfonds immer im Durchschnitt um die 5-6 %, aber das über einen sehr langen Zeitraum. Eine Outperformance von 20 % ist nicht möglich, da – logischerweise -stets der Mittelwert des jeweiligen Index als Ergebnis herauskommt.

Das bedeutet, dass ich zum Beispiel ein ETF auf den deutschen Index Dax kaufen kann. Darin enthalten wären dann 30 Einzelaktien zu unterschiedlichen Anteilen. Im Gegensatz zu einer einzelnen Aktie verteile ich das Risiko eines Einzelwerts auf 30 unterschiedliche Werte aus unterschiedlichen Branchen. Zu einem Preis von ca. 120 Euro pro Anteil.

So weit, so gut. Doch wenn der Dax in die Tiefe rauscht, rauscht Dein Dax-ETF auch massiv nach unten. Zu gefährlich. Gehen wir eine Stufe höher, auf die europäische Ebene. Dort können wir in ein ETF des Euro Stoxx 50, dem europäischen Index, investieren. Jetzt haben wir 50 Werte. Aber das Risiko ist immer noch so hoch.

Wie wäre es denn mit dem Stoxx Europe 600? Darin enthalten sind kleine, mittlere und große Unternehmen aus ganz Europa. Aus Deutschland, aus Frankreich, aus England, der Schweiz und so weiter. Das klingt nicht schlecht, oder? Ich verteile mein Risiko auf 600 einzelne Werte. Selbst wenn 200 Unternehmen schlecht performen, holen die anderen 400 das auf. Aber geht es nicht noch besser?

Die ganze Welt in Deinem Depot

Klar, sonst wäre es ja langweilig. Wie wäre es mit einem weltweiten ETF? Mit Unternehmen aus Japan, den USA, Großbritannien, Deutschland und der Schweiz. Aus vielen unterschiedlichen Branchen.Insgesamt sind im MSCI World ganze 1.600 Unternehmen enthalten. Für momentan knapp 50 Euro bekommst Du kleine Teile von Apple, Bayer, Daimler, Nestle, Sony und China Mobile (Hong Kong). Und 1.594 anderen.

Das Schönste: Diese ETFs sind Sondervermögen und geschützt gegen eine Pleite der Bank.

Emerging Markets als Renditekicker

Dieses weltweite ETF ist super. Aber dabei handelt es sich ausschließlich um entwickelte Industrienationen. Die aufstrebenden Entwicklungsländer wie Südkorea, Brasilien, Russland, Taiwan, Indien oder China fehlen jedoch. Diese solltest Du zu einem kleineren Teil als MSCI Emerging Markets ETF kaufen. So diversifizierst Du Dein Portfolio mit Samsung, Hyundai, Bank of China, Infosys oder Gazprom nochmals. Insgesamt sind hier 837 weitere Werte enthalten.

Viel breiter – und besser – kannst Du nicht aufgestellt sein. Es gibt sogar noch eine Stufe höher. Dann brauchst Du nur ein einziges ETF mit dem Namen ACWI (All Country World Index). Diese sind aber auf lange Sicht nicht besonders gut gelaufen (siehe auch Link zum Finanzwesir weiter unten).

Glückwunsch! Der erste Schritt zum Investor ist gemacht.

Für den Anfang eignet sich eine Mischung aus 70 % World-ETF und 30 % Emerging Markets sehr gut. So deckst Du alle Länder und Branchen wirklich gut ab. Später – bei wachsendem Vermögen – kannst Du noch mehr diversifizieren. Dann kannst speziell kleine Unternehmen, Europa oder Asien gesondert mit dazu nehmen. Generell macht es aber nicht wirklich einen Unterschied, wie Du aufteilst. Der einfachste Mix aus Welt- und EM-ETF lief in den vergangenen Jahren am Besten. Ich übergebe das Wort dazu an den Finanzwesir.

Du fragst Dich nun bestimmt, warum ich an dieser Stelle keine Fonds, Anleihen oder Aktien empfehle. Das hat einen Grund: Einfachheit. Und natürlich auch die Gebühren, die gerade bei den Aktienfonds einen guten Teil des Startkapitals auffressen. Du willst ja langfristig anlegen. Die Füße hochlegen und Geld verdienen.

Kosten bei Aktienfonds

Ich besitze selbst Aktienfonds in meinem Portfolio und bin mit denen auch ganz zufrieden. Nur für die langfristige Vermögensanlage sind sie meistens einfach viel zu teuer. Ein ETF kostet im Jahr zwischen 0,2 % und 1 % (manchmal auch ein wenig mehr). Ein Aktienfonds zwischen 0,8 % und 2,5 % – plus die eventuelle Performance Fee. Und um dem Ganzen die Krone aufzusetzen: Bei manchen Fonds musst Du zusätzlich noch eine Depotgebühr von 1-2 Prozent im Jahr bezahlen. Auch hier kassiert die Bank ordentlich mit.

Bei 1-2 Jahren macht das nicht viel aus, aber bei 10-20 Jahren kommt da ordentlich was an Gebühren zusammen. Ein weiterer Punkt: Fondsmanager schlagen nur in seltenen Fällen den Markt. Oft liegen daher die Fondsrenditen hinter denen der Indexfonds.

Mit Anleihen sicherst Du Dein Vermögen gegen Inflation und senkst das Risiko Deines Portfolios. Die würde ich erst zu einem späteren Zeitpunkt zur Diversifikation nutzen. Hier gibt es auch wirklich gute Anleihe-ETFs.

Tja, und das Thema Aktien ist so dermaßen umfassend, speziell und verwirrend, dass ich es in mehreren Artikeln zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlichen werde. Außerdem ist es eine aktive Anlagestrategie, die viel Eigeninitiative verlangt.

Der wichtigste Punkt für Neuanleger: Du trägst das volle Ausfallrisiko. Wenn ein Unternehmen Pleite geht, verlierst Du das investierte Geld komplett. Fällt ein Unternehmen hingegen aufgrund einer Pleite aus einem ETF, merkst Du es kaum.

Ich konzentriere mich daher in dieser Artikelserie für Neuanleger auf die passive Strategie. Wenn Du ein wenig mehr in der Materie drinsteckst, kannst Du auch ein wenig breiter investieren. Gerade bei Aktien gibt es auch viele interessante Aspekte, die Du ausprobieren kannst.

Bei dem Thema Aktienfonds gibt es jedoch auch viel Schindluder. Häufig wird dann damit geworben, wie schnell Du mit den Fonds Geld verdienen kannst.

Ein Beispiel für Beschiss bei Fonds

Wer jetzt denkt, dass ein bitterböser Marketinggag wie der Fonds “Reich mit Geiss” (aka Patriarch Classic Dividende 4 Plus) einem sofort zum großen Vermögen verhilft, der irrt gewaltig. Wobei diese Kampagne aus Marketingsicht grandios ist: Passendes, schwerreiches Testimonial, dass mehrere Schichten anspricht, ein zweites Einkommen in Form von Dividenden und das Wort “Reich” sind es, die die Massen ködern.

Der Hammer an diesem frei gewählten Beispiel: Du zahlst einen Ausgabeaufschlag in Höhe von 2 %. Jedes Jahr kommen 2,15 Prozent Gebühren dazu. Und schließlich werden Dir 10 % abgezogen bei einer Performance von 5 %. Der Fonds sollte “Arm wie Middelhoff” heißen. Da hilft die regelmäßige Dividende dann auch nichts mehr.

Das schlimmste sind aber die Medien, die diesen Rotz auch noch empfehlen. Ich hänge hier keins an den Pranger, aber da bekommt der geflügelte Begriff “Investmentpornographie” eine ganz neue Bedeutung. Und es war ein renommiertes Magazin.

Wichtig ist: Konzentriere Dich zunächst auf einen passiven Vermögensaufbau über ETFs. Danach kannst mit mehr Erfahrung auch anders anlegen. Aber um ein Gefühl zu bekommen und um nicht gleich hohes Risiko zu gehen, sind die Indexfonds wirklich sinnvoll.

Um die Lesbarkeit etwas zu erhöhen, habe ich mich dazu entschieden diesen Artikel dreizuteilen. Nächste Woche folgen die letzten drei Schritte.

Bis dahin wünsche ich Euch eine schöne Zeit!

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Gleich weiter zu Teil 3 der Finanzplanung

Gleich weiter zu Teil 4 der Finanzplanung – Wie kaufe ich Aktien an der Börse und lege einen Sparplan an

Gleich weiter zu Teil 5 der Finanzplanung – Rebalancing ETF

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15 Antworten

  1. Zum Thema Direktbank & Etfs:
    Bei der Comdirect Bank kann man kostenlose Sparverträge auf ETF-Basis abschließen. Comdirect bietet ein breites Feld an ETFs an und ich kann das jedem nur empfehlen, der sich nicht im ganz großen Stil mit seiner Geldanlage beschäftigen möchte!

    Grüße

  2. Hallo Finanzrocker,

    tolle Serie, freue mich schon auf den 3. Teil. In Sachen Direktbank möchte ich noch hinzufügen, dass es die perfekte Direktbank aus meiner Sicht (momentan) nicht gibt. Daher habe ich zur Zeit Konten / Depots bei 4 Banken 😉 … jede hat so seine Vor- und Nachteile. Der geneigte ETF-Investor sollte sich die ING-DiBa mal anschauen. ETF gibts hier ab 500 Euro ohne Kaufgebühren im Direkthandel (via Tradegate). Allerdings funktioniert ein Sparplan nur manuell – sprich z.B. jedes Quartal eine Kaufoder einstellen.

    Viele Grüße
    Anton

    1. Hallo Anton,

      vielen Dank, das freut mich zu hören. Der dritte Teil wird aber etwas warten müssen, da ich vorher noch einige andere Artikel geplant habe. Das ist gut für die Abwechslung und erhöht die Spannung 😉

      Und dank Dir für den Hinweis mit Ing-Diba. Auch das habe ich schon gehört und gelesen, weil die Bank gerade auch eine ETF-Offensive gestartet hat.

      Was die perfekte Direktbank angeht: Die gibt es tatsächlich nicht. Ich habe aber festgestellt, dass sehr viele nicht von ihrem vertrauten Banking wegmöchten. Und einige möchten partout kein Online-Banking. Der kleinste Kompromiss ist da ein Depot bei der Bank, wo das Girokonto liegt – häufig zu hohen Preisen.

      Ich denke eher wie Du und habe auch mehrere Konten bei unterschiedlichen Banken, kenne aber auch die andere Sichtweise. Wenn man da einen Mittelweg findet, ist das Gold wert.

      Viele Grüße
      Daniel

    2. Hallo Anton, Hallo Finanzrocker,

      Inspiriert durch den Finanzrocker will ich nun auch meine Finanzen in die eigene Hand nehmen. Auch ich habe mir überlegt eventuell mehrere Direktbanken zu testen. Habe ich damit aber nicht ein Problem mit der Schufa, bzw. mein Score wird negativer für eventuelle Zukünftige Kredite zur Hausrenovierung zum Beispiel? Was sind deine Erfahrungen mit mehreren Konten (Töpfen) ich wollte eventuell eins nutzen für Sparen auf Urlaub, eins zum Investieren, usw.? Aktuell habe ich ein Konto bei der VRBank als Gehalts Giro Konto und ein Konto mit Tagesgeld und Depot bei der Comdirect Bank auf dem ich alles was ich aktuell sparen kann drauf tue und mit den ersten 2 ETF begonnen habe. Für beide zahle ich Gebühren, bei der Comdirect zumindest für das Konto, bei der VR Bank eher jeden Monat erheblich und eigentlich habe ich das Gefühl ich brauche keine Filialbank. Einziges Problem ist Bareinzahlung, da ich einen Nebenjob habe (den ich ganz offiziell angebe und versteuere) bei dem ich meine Einnahmen allerdings Bar bekomme…. Für Tipps und Austausch wäre ich sehr dankbar.

  3. ” ETF mit dem Namen ACWI (All Country World Index). Diese sind aber auf lange Sicht nicht besonders gut gelaufen (siehe auch Link zum Finanzwesir weiter unten).”
    http://www.finanzwesir.com/blog/msci-acwi-imi-fm in diesem Artikel verweist der Finanzwesir jedoch auf den ACWI als gute Ein-Fond-Lösung. Oder meinen Sie nur, dass der ACWI nicht so gut wie ein Mix gelaufen ist aber dennoch ganz ok ist für die einfachste Art langfristig Geld anzulegen?

    1. Hallo JS,

      genau das meine ich damit. Es ist eine wirklich gute Ein-Fonds-Lösung, die zwar hinter den Kombinationen ein wenig zurückbleibt, aber nur marginal. Es ist am einfachsten nur auf einen ETF zu setzen und der ACWI ist da die beste Möglichkeit.

      Viele Grüße
      Daniel

  4. Hi Daniel, super Serie. Ich glaube, MaxBlue werde ich mir mal genauer ansehen.

    Ich habe gute Erfahrungen mit der Consorsbank gemacht. Habe derzeit dort mein Tagesgeldkonto und mein Depot + Verrechnungskonto. Über Tradegate kann man Orders für 9,95€ absetzen. Das ist noch okay, finde ich.

    ETF-Sparpläne auf einige Comstage-ETFs kann man noch bis 2019 ohne Ausgabeaufschlag besparen. Man kann die Pläne jederzeit kostenfrei aussetzen oder ändern. Das ist alles sehr flexibel und transparent. Gefällt mir sehr gut.

    Für Anfänger finde ich auch das Risiko-Analysetool der Consorsbank ganz gut. Das Risiko des Depots wird automatisch bewertet und man kann eine Simulation durchspielen, die dabei helfen kann/ soll, die eigene Risiko-Bereitschaft festzustellen.

    Ich bespare im Wesentlichen MSCI World und Emerging Markets ETFs von Comstage. Zu meiner aktuellen Aufteilung habe ich auch einen Beitrag verfasst:
    http://von-finanzfisch.de/etfs-teil-2-jetzt-aber-richtig/

    Ich habe mir auch mal das Depot bei der DKB angesehen. Davon bin ich aber nicht so überzeugt. Man kann Sparpläne ohne Ausgabeaufschläge eigentlich nur auf DKB-Produkte eröffnen. Das Depot nutze ich also nicht.

    Bei der Ing-Diba habe ich bereits seit Ewigkeiten ein Depot, das damals noch durch meine Eltern eingerichtet wurde. Allerdings zahlt man auf viele Sparpläne 1,75% Ausgabeaufschlag. Deshalb nutze ich es aktuell nicht.

    Viele Grüße
    der Finanzfisch

  5. Hallo Finanzrocker,

    sehr interessante Übersicht. Ich habe einen Kurs bei Birger Schäfermeier besucht, den mir ein Freund zum Geburtstag geschenkt hat und beginne nun mit meiner Finanzbildung. Ich hätte aber eine Frage zu ETF´s. In einigen Foren wird immer wieder davon abgeraten in ETF´s in investieren, da diese nur den Index abbilden. Das wird dann damit erklärt, dass man das “volle” Risiko auf sich nimmt, aber nur zu einem sehr kleinen Teil was vom Gewinn mit nimmt, da die Schwankungen nach oben nicht gro genug sind. Wie siehst du das?

    Lg Thomas

    1. Hallo Thomas,

      freut mich, dass Dir die Übersicht gefällt. Deine Frage finde ich sehr interessant, denn diese Aussage zu ETFs kann nur von Tradern kommen.

      Das volle Risiko gehst Du nur bei Einzelwerten ein, denn hier verlierst/gewinnst Du ja mit dem Einzelwertrisiko. Hier kannst Du natürlich mehr Gewinn machen, aber auch höhere Verluste als bei einem allgemeinen Index. Setzt Du beispielsweise auf VW als Einzelaktie im Vergleich zum DAX ist hier ein wesentlich höheres Risiko, weil sich jede schlechte Pressemeldung sofort auf Deine Geldanlage auswirkt. Beim DAX-ETF ist VW nur einer von 30 Werten und Du hast ein geringeres Verlustrisiko. Außerdem musst Du Dich auch noch aktiv um die Einzelwerte kümmern.

      Wichtig ist, dass Du Dir die langfristigen Ergebnisse anschaust. Und da ist das Risiko bei breit diversifizierten Anlagen wie ETFs wesentlich kleiner.

      Viele Grüße
      Daniel

      PS: Birger Schäfermeier ist Trader. Der muss behaupten, dass passive Geldanlage nichts bringt, weil man nicht exhorbitante Gewinne erreicht. 😉

  6. Hallo,

    investierst du dein Geld ausschließlich in Form von Sparplänen und lediglich in ETFs?

    Ich verstehe noch nicht ganz, ob Sparpläne eher etwas für die langfristige Altersvorsorge sind oder auch eine gute Option für den mittelfristigen Vermögensaufbau darstellen.

    LG

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