Zinsen durch P2P-Kredite: Über 1.000 Euro in 4 Jahren!

Mittlerweile investiere ich seit genau vier Jahren in P2P-Kredite über die unterschiedlichsten Plattformen. Ende April habe ich die Grenze von über 1.060 Euro Zinsen durch P2P-Kredite überschritten. Investiert habe ich über die ganze Zeit 10.084 Euro. Vor Steuern macht es knapp 10 Prozent Rendite. Zeit für einen Rückblick und einen Ausblick.

 

Zinsen durch P2P-Kredite - Bild von Sparschwein und Münzstapel

Überblick Zinsen durch P2P-Kredite

Als ich 2015 loslegte, wusste ich nicht so ganz, worauf ich mich bei den P2P-Krediten einliess. Ich hatte die Hoffnung, dass ein paar Euro Zinsen durch P2P-Kredite rüberkommen würden und die Erträge höher sind als bei den Tages- und Festgeldkonten. Natürlich ist das Risiko bei den P2P-Krediten deutlich höher, weshalb ich nur einen kleinen Teil meines Depots in diese Asset-Klasse steckte. Das war auch eine gute Entscheidung, denn die beiden deutschen Plattformen Auxmoney und Lendico, in die ich zuerst investierte, entwickelten sich zu den beiden schlechtesten Plattformen.

Mittlerweile habe ich eine fünfstellige Summe über die fünf Jahre investiert und konnte viele gute, aber auch einige schlechte Erfahrungen sammeln. 2019 habe ich angefangen in zwei neue Plattformen zu investieren, die komplett andere Ansätze haben als die anderen. Und da ich vom boomenden Crowdinvesting in Deutschland nach wie vor nichts halte, mache ich stattdessen P2P-Crowdinvesting im Baltikum.

Erst diese Woche ist bei zwei weiteren Projekten von Zinsland Insolvenz angemeldet worden. Insgesamt sind nun schon drei Projekte in wenigen Monaten ausgefallen. Dank der Nachrangdarlehen wird wahrscheinlich für die Investoren nichts übrig bleiben. Pro Projekt musst du mindestens 500 Euro investieren und bekommst verhältnismäßig geringe Zinsen.

Hätte ich bei Zinsland in diese Projekte investiert, wären auf einen Schlag mindestens 1.500 Euro futsch gewesen, weil aufgrund der hohen Grundinvestition für eine ordentliche Diversifikation deutlich mehr Vermögen nötig ist. Deshalb habe ich auch nie in eine deutschen Crowdfunding-Plattform investiert. Bei dieser Rendite und dem hohen Risiko stimmt am Ende das Rendite-Risiko-Verhältnis in meinen Augen überhaupt nicht.

Bei den P2P-Krediten kann ich durch die geringeren Anlagesummen deutlich besser streuen. Ob sich das am Ende bei den neuen baltischen Plattformen eher lohnt, weiß ich auch erst in einigen Jahren, aber ich möchte das monatliche passive Einkommen durch die Asset-Klasse P2P-Kredite nicht missen und werde sie sukzessive ausbauen. Auch hier gibt es Ausfälle wie beispielsweise Estateguru, aber mit geringerer Mindestinvestition auf anderer Basis als bei den deutschen Nachrangdarlehen.

1.000 Euro Zinsen in 4 Jahren durch P2P-Kredite

In genau vier Jahren habe ich Stand Anfang Mai 2019 1.060,99 Euro an Zinsen durch P2P-Kredite erhalten. Das klingt auf dem ersten Blick nicht nach viel, aber du darfst nicht vergessen, dass ich in Plattformen wie Bondora und Estateguru erst seit 8 bzw. 14 Monaten investiere. Immerhin sind es vor Steuern über 10 % Rendite. Der letzte P2P-Artikel ist jetzt schon wieder 7 Monate her, so dass es Zeit für ein Update wird. Aber der Reihe nach. Die Plattformen habe ich alphabetisch sortiert.

Auxmoney: 174 Euro Zinsen (seit Mai 2015 / wird seit 2017 nicht mehr investiert)

Auxmoney ist schon seit einem Jahr nicht mehr wirklich relevant. Monatlich erhalte ich nur noch 0,60 Euro Zinsen und etwas Tilgung. Mittlerweile bin ich auch knapp im Plus. Die 6,46 % trügen jedoch gewaltig, denn bisher habe ich erst 1.044 Euro von den investierten 1.050 Euro zurückerhalten. Nach vier Jahren ist die Rendite also faktisch noch im Minus.

Von den 41 P2P Krediten wurden 30 abgezahlt, 4 laufen noch und 7 sind im Inkasso. Prinzipiell ist die Quote in Ordnung, aber der Inkasso-Prozess zieht sich teilweise seit drei Jahren. Da passiert auf Seiten von Auxmoney rein gar nichts. Bei einigen Ausfällen wird das Inkasso-Verfahren erst nach über sechs Monaten eröffnet. Vorher wurde siebenmal versucht, den Kreditnehmer telefonisch/per E-Mail zu erreichen. Währenddessen hat die Schuldnerberatung schon ihr Mandat niedergelegt. Ein anderer Fall ist spurlos verschwunden und eine Vor-Ort-Recherche sowie die beauftragte Privatdetektei haben nichts ergeben. Da stelle ich mir schon die Frage, wie Auxmoney die Kreditnehmer überprüft.

Ausschnitt aus Ermittlungsverfahren
Zinsen durch P2P-Kredite – Ausschnitt aus Ermittlungsverfahren

Außerdem finde ich es wirklich erbärmlich, dass es Auxmoney in den ganzen Jahren nicht geschafft hat, ein vernünftiges Dashboard zu liefern. Der Rendite-Index stimmt auch nicht wirklich. Im Baltikum hat nahezu jede Plattform ein übersichtliches Dashboard.

Ende des Jahres sind alle laufenden Kredite abgeschlossen und ich kann endlich einen Haken hinter die Plattform machen. Wenn ich dann 2-3 % im Plus bin, ist das noch gut. Es zeigt andererseits aber auch, dass es nicht wirklich lohnt bei Auxmoney angesichts der langen Laufzeiten, des hohen Risikos und der mickrigen Rendite zu investieren.

Überblick Rendite gesamt durch P2P Kredite

Bondora: 134,75 Euro Zinsen (seit September 2018)

Bondora war die bisher letzte Plattform in die ich im September 2018 investierte. Und mir war von vornherein klar, dass eine Rendite von 27 % wie im letzten Artikel geschrieben nicht lange Bestand haben wird. Im Gegensatz zu anderen Plattformen wie Mintos gibt es hier keine Buyback-Garantie.

Deshalb fallen viele Kredite bei der estnischen Plattform extrem schnell aus. Jeder Kreditnehmer, der von Anfang an nicht zahlt, wird auch nach 1-2 Monaten nicht zahlen. Die deutlich gesunkene Nettojahresrendite meiner 983 Kredite von 17,41 % zeigt wie schnell das geht. Innerhalb weniger Wochen ist sie 2019 von 22 % auf über 17 % gefallen. Eine Buyback-Garantie gibt es bei Bondora nicht, so dass ein Viertel aller Kredite mittlerweile ausgefallen ist. Einige Kredite wurden aber auch schon komplett zurückgezahlt.

Übersicht Durchschnittliche Darlehenswerte

Ein wirklicher Vorteil bei Bondora ist das Inkasso-Verfahren. Mittlerweile werden jeden Monat zwischen 1 und 12 Euro von ausgefallenen Krediten zurückgezahlt. Das läuft ganz anders ab als bei Auxmoney beispielsweise. Leider sinken über die Monate aber auch die Zinsen – sofern ich nicht ständig frisches Geld nachschieße. Das mache ich alle paar Monate, wobei das das Ergebnis verfälscht. Am Ende rechne ich auch mit einer realistischen Rendite von 10 %.

Zinsen durch P2P-Kredite - Statistik geplante Zinsen vs. erhaltene Zinsen
Zinsen durch P2P-Kredite: Geplante Zinsen vs. erhaltene Zinsen

Auch wenn ich Fälle von Leuten kenne, die eine Nettojahresrendite von deutlich unter 10 Prozent haben, bin ich nach wie vor zufrieden. Monatlich erhalte ich zwischen 28 und 40 Euro Zinsen durch P2P-Kredite, was ich wirklich gut finde. Aber wenn ich nicht weiter frisches Geld investiere, geht die Kurve sichtbar nach unten. Mal schauen, wie es im Herbst aussieht, wenn noch mehr Ausfälle dazu kommen.

Zinsen P2P Bondora Go and Grow Übersicht

Und wenn alle Stricke reißen, kann ich alle P2P-Kredite mit Abschlag auch in Bondora Go and Grow überführen. Selbst dann ist es noch lukrativ. Ende April wurden mir von Bondora noch 1.233 Euro für den Übertrag in Go and Grow geboten. Das ist zwar ein Abschlag von 167 Euro, aber dafür habe ich keine einzelnen Ausfälle mehr.

Ich halte weiterhin die Füße still und werde ab und an etwas Geld nachschießen. Für die kommenden Monate bleibt bei Bondora alles wie gehabt.

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Bondora Go and Grow: 135,32 Euro Zinsen (seit Juli 2018)

Zu Bondora Go and Grow muss ich gar nicht so viel schreiben, denn es läuft wie geschmiert: 135,32 Euro Zinsen innerhalb von nur 8 Monaten bei einem Zinssatz von 6,75 % und einer Anlage von knapp über 3.000 Euro.

Übersicht zusätzliches Einkommen durch P2P Kredite Bondora Go and Grow

Im Gegensatz zu Bondora sehe ich jetzt zwar nicht in welche Kredite ich genau investiert habe und verdiene deutlich weniger, aber ich habe auch keine sichtbaren Ausfälle. Das liegt aber in der Natur der Sache. Bondora kalkuliert die Ausfallrate und die Prämien mit ein – und verdient am Ende trotzdem noch Geld. Das heißt aber nicht, dass die Rendite nicht auch mal sinken kann, z. B. während einer neuen Finanzkrise, in der es zu deutlich mehr Ausfällen kommen könnte. Die 6,75 % sind also nicht in Stein gemeißelt.

Neben dem Portfolio “Zusätzliches Einkommen” habe ich noch ein Reisekonto für längere Urlaube, das ich von der Postbank rübergeholt habe und ein Weiteres, das ich vor kurzem gestoppt habe. Die Zinsen führe ich an dieser Stelle aber nicht aus. Es sind also durchaus mehr als nur die 135 Euro. Kurzum: Ich bin zufrieden und lasse es so weiter laufen.

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Estateguru: 100,62 Euro Zinsen (seit Februar 2018)

In meinem Artikel aus dem Februar letzten Jahres hatte ich Estateguru ordentlich gelobt. Mir gefiel die Plattform und auch der Ansatz vom Unternehmen aus Tallinn. In der Zwischenzeit ist ganz viel passiert. So wurde das Design im Rahmen der 5-Jahres-Feier komplett überarbeitet und kommt sehr frisch daher. Vorher waren vor allem das Dashboard und die Übersichten reichlich unübersichtlich. Das ist behoben worden und gefällt mir gut.

Darüber hinaus ist Estateguru extrem gewachsen, was zu eklatanten Wachstumsschmerzen geführt hat. Die sind eigentlich auch normal, aber wenn sich Projektausfälle in kurzer Zeit extrem häufen, dann hat Estateguru bei der Auswahl der Projekte einige Sachen falsch gemacht. Insgesamt kam es in den vergangenen Monaten zu 15 Projektausfällen. Ich persönlich bin von fünf betroffen gewesen. Eins wurde mittlerweile aber wieder mit Zinsen zurückgezahlt.

Glücklicherweise geht die Plattform sehr offen damit um und versucht alles, um wieder Vertrauen zu schaffen und die ausgefallenen Projekte zurückzuzahlen. Das gestaltet sich bei den Immobilienprojekten mitunter sehr zeitaufwändig, aber die Investoren werden stets über den aktuellen Stand informiert. Gerichtsverhandlungen und Zwangsversteigerungen brauchen immer einige Monate an Zeit.

Nachdem ich sechs Monate lang nicht mehr investiert hatte, habe ich im April doch wieder manuell in einzelne Kredite investiert. Ich habe mich auf der INVEST 2019 mit der deutschsprachigen Estateguru-Mitarbeiterin Kadri Akk unterhalten, die von den ganzen Maßnahmen erzählte, die Estateguru umsetzt. Das hat mein Vertrauen doch wieder ein ganzes Stück gesteigert. Sie ist für alle Fragen von deutschsprachigen Investoren zuständig und schreibt nun auch diverse Erklärungsartikel auf dem Estateguru-Blog. Da die Anzahl deutscher Investoren immer weiter ansteigt, war dieser Schritt sehr wichtig zur Vertrauensbildung.

Trotzdem sind in meinem Portfolio immer noch vier Projekte arg verspätet oder im Ausfallverfahren. Da bin ich mittlerweile aber doch zuversichtlich, dass das Geld zurückgezahlt wird. Ich hoffe nur, dass Estateguru die Kreditnehmer künftig besser prüft – Wachstum hin oder her. Ich bleibe weiterhin investiert und werde in den kommenden Monaten auch noch etwas mehr investieren.

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Zinsen durch P2P Kredite Übersicht Estateguru

Lendico: 65,97 Euro Zinsen (seit Mai 2015 / wird nicht mehr investiert)

Die mit Abstand schlechteste P2P-Plattform ist bei mir Lendico, wo ich nach wie vor dreistellig im Minus bin. Zum Glück ist die Plattform, die mittlerweile von der ING übernommen wurde, für Privatanleger nicht mehr investierbar.

Das Schlimmste ist aber, dass mir nirgendwo eine Rendite angezeigt wird. Das war in der Vergangenheit mal der Fall, aber die war eigentlich immer falsch. Letztes Jahr hat sich auch das Bankkonto geändert, wobei ich mich geweigert habe umzuziehen.

Einmal im Monat erhalte ich daher meine Zinsen und Tilgungszahlungen nach wie vor von der Wirecard Bank. Wenigstens das funktioniert noch. Sollten die noch offenen 48,65 Euro ausbezahlt werden, habe ich auch nur noch ein zweistelliges Minus. Von der internen “Beitreibung” und dem Inkasso erwarte ich keine Rückzahlungen mehr.

Zinsen durch P2P Kredite Übersicht Lendico

Mintos: 289,26 Euro Zinsen (seit Mai 2016)

Die am schnellsten wachsende Plattform ist immer noch Mintos. Und auch Mintos hat immer mal wieder mit Wachstumsschmerzen zu kämpfen. Mal hat die IT Macken, mal fallen reihenweise Kredite mit Buyback-Garantie aus und dann zogen sich 2018 auch noch zwei Darlehensanbahner von der Plattform zurück.

Wenn man sich mal anschaut, was da monatlich an Krediten mit Buyback-Garantie ausfällt und wie viele Kredite verzögert sind, kommt man etwas ins Grübeln. Das wird vermutlich auch nur solange reibungslos funktionieren, bis eine neue Finanzkrise kommt. Auf der anderen Seite bin ich auf keiner Plattform so breit diversifiziert wie hier. Und es gab erst einen Ausfall in meinem Portfolio.

Ungeachtet dessen kommen ständig neue Währungen und Darlehensanbahner aus den unterschiedlichsten Ländern dazu. Ab Ende 2019 soll es sogar richtige Girokonten von Mintos geben. Das finde ich außerordentlich spannend, weil du dann wirklich von den Zinsen “leben” könntest. Insgesamt wurden bei Mintos nun schon 2 Milliarden Euro Darlehensvolumen vergeben. Mittlerweile gibt es sogar 100.000 Investoren auf der Plattform, von denen sehr viele aus Deutschland kommen. Die Plattform wächst extrem und ich bin gespannt, was da noch alles kommt.

Eine weitere interessante Neuerung: Mintos hat sein Guthabenkonto, auf das ich als Investor mein Geld überweise, nun bei der Deutschen Handelsbank. Eine Überweisung dauert nun deutlich länger (warum auch immer), aber das soll wohl auch das Vertrauen erhöhen. Auch der Legitimierungsprozess mit einem Ausweis-Foto ist komplett neu, aber deutlich schneller und besser als das Video- oder Postidentverfahren. Ohne den Prozess kannst du kein Geld mehr auf dein Mintos-Investoren-Konto überweisen.

Zinsen durch P2P Kredite Übersicht Mintos

In genau drei Jahren habe ich 1.188,68 Euro in 181 Kredite investiert, 289,26 Euro Zinsen erhalten und eine Rendite von 10,77 % erzielt. Und es ist tatsächlich nur ein einziger Kredit ausgefallen. Die fast 12 % Rendite, mit denen ich 2016 angefangen habe, sind ein gutes Stück gesunken. Trotzdem ist die Rendite mit den Zinsen durch P2P-Kredite nach wie vor attraktiv.

Bei mir wird Mintos langfristig die Nummer 2 hinter Bondora bleiben. Ich plane mein Investment in diesem Jahr auf 2.000 Euro aufzustocken.

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Viainvest: 161,07 Euro (seit Mai 2016)

Auch Viainvest läuft wie geschmiert – wenn nicht diese nervige Ansässigkeitsbescheinigung wäre. 2019 hat sich mein Finanzamt nicht gerührt als ich ihnen meine ausgefüllte Bescheinigung zugeschickt habe. Die Konsequenz: Ich kann momentan nur in lettische Kredite investieren, weil die von der Ansässigkeitsbescheinigung nicht betroffen sind.Zinsen durch P2P Kredite Übersicht Viainvest

Eine Rendite von 11,51 % nach drei Jahren ist aber außerordentlich gut. Momentan sind 1.006 Euro investiert (davon 161 Euro Zinsen) und ich werde das Investment dieses Jahr noch etwas aufstocken. Von allen Plattformen empfinde ich Viainvest auf jeden Fall als die einfachste. Man kann nichts falsch machen und es läuft, ohne dass man sich darum kümmern muss. Abgesehen von der Ansässigkeitsbescheinigung, die mich mittlerweile extrem nervt.

Falls Dich Viainvest zum Testen auch mal interessieren sollte, kannst Du hier bei Viainvest investieren.*

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Neue Plattformen mit Crowdestor und Reinvest24

Zu den sieben Plattformen sind 2019 jetzt zwei neue hinzugekommen, die Auxmoney und Lendico künftig ersetzen: Crowdestor und Reinvest24. Beide verfolgen einen komplett anderen Ansatz als die bisherigen. Während Crowdestor auf sehr spannende P2P-Crowdinvesting-Projekte ab 50 Euro setzt, ist Reinvest24 ein kleines Start-up mit interessanten Immobilienprojekten, die neben einer monatlichen Dividende auch auf die Beteiligung des Investors bei der Wertentwicklung setzt. Als Investor profitiere ich so doppelt.

In beide Plattformen bin ich mit einer kleineren Summe reingegangen und schaue mir zunächst die Entwicklung an. Über beide Plattformen wird es auch noch jeweils einen einzelnen Artikel geben, da es hier doch einige Besonderheiten gibt.

Was ist Crowdestor?

Crowdestor habe ich tatsächlich erst durch Lars Wrobbel kennengelernt. Er hat dort eine Woche in Riga bei dem kleinen Team gearbeitet und einen schönen Artikel sowie ein cooles Video über seinen Trip veröffentlicht. Auf der INVEST 2019 hatte Crowdestor als einziger P2P-Anbieter einen eigenen, großen Stand, obwohl nahezu alle anderen Plattformen auch anwesend war. So tauschte ich mich am Ende der Messe mit Gunars, einem der Gründer, bei einem Black Balsam (lettischer Beerenschnaps) aus.

Gleichzeitig war ich auch sehr neugierig, was hinter der Plattform steckt, die so vollkommen anders ist als alle anderen. Crowdestor setzt auf unterschiedliche Crowdfunding-Projekte in vielen unterschiedlichen Ländern mit sehr hohen Zinsen von bis zu 19,5 %. Von der Luxus-Yacht in Kambodscha über Konzertticketanbieter bis hin zu Immobilienprojekten ist ein extrem breites Spektrum dabei. Ab 50 Euro kannst du anfangen zu investieren. Der Renditeschnitt liegt bei 12 %.

Eine weitere Besonderheit ist der Buyback-Fonds. Ja, richtig gelesen. Es ist ein Fonds, der für die Investoren angelegt wird, und zum Einsatz kommt falls Projekte ausfallen. Bis Ende 2019 soll dieser bei 100.000 Euro liegen. Das ist bei den hohen Funding-Summen zwar für den Anfang ziemlich wenig, aber ich finde den Ansatz persönlich besser als die im Krisenfall wahrscheinlich kaum haltbaren Buyback-Garantien anderer Anbieter.

Weiterer Vorteil: Die Plattform ist extrem einfach zu bedienen. Es gibt keine Auto-Invests oder einen Zweitmarkt, sondern nur zeitlich begrenzte Crowdfunding-Projekte, die mitunter sehr schnell komplett gefunded wurden. Das letzte Projekt war nach 20 Minuten dicht. Bisher wurden von den 28 Projekten (von denen 3 erst diese Woche veröffentlicht wurden) schon vier komplett zurückgezahlt. Investoren, die schon am Anfang in das jeweilige Projekt investieren, erhalten einen Sonderbonus.

Zinsen durch P2P Kredite Übersicht Crowdestor

Mein Ziel bei Crowdestor sind bis Ende 2019 1.000 Euro Einlage zum Start. Das reicht für 20 Projekte und bietet eine halbwegs vernünftige Diversifikation. Danach schaue ich weiter. In den letzten vier Wochen habe ich immerhin meine ersten Zinsen durch P2P-Kredite erhalten. Diese sind mit 0,23 Euro noch etwas mickrig, aber in der kommenden Woche liegen sie immerhin bei ein paar Euro, da die Zinsen monatlich ausgeschüttet werden. Im Spätsommer werde ich einen einzelnen Artikel über Crowdestor veröffentlichen.

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Zinsen durch P2p-Kredite – Was ist Reinvest24?

Reinvest24 gibt es jetzt ein Jahr, aber auch hier hatte ich vor der INVEST noch nie etwas gehört. Beim P2P-Dinner nach dem ersten Abend saß ich jedoch neben dem CEO Tanel Orro, der mir die Immobilen-P2P-Plattform etwas genauer erklärte.

Reinvest24 ist ähnlich wie die deutschen Plattformen Exporo oder Zinsland, aber mit einigen entscheidenden Unterschieden. Das amüsante Video zeigt schonmal den anderen Ansatz der Plattform aus Tallinn und beweist, dass die Firma nicht nur aus dem CEO besteht, sondern viele helfende Hände dabei sind.

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Du investierst in unterschiedliche Wohn- und Gewerbeimmobilienprojekte in Estland oder Lettland und profitierst auf mehreren Wegen. Es gibt komplett unterschiedliche Zinsmodelle. Du bekommst als Anteilseigner einen festen monatlichen Zinssatz für das Projekt, profitierst aber zusätzlich bei Verkäufen auch anteilig von den Erlösen.

Statt der obligatorischen 500 Euro pro Projekt bei deutschen Anbietern zahlst du nur 100 Euro. Davon gehen erstmal 2 Euro pro Projekt als Gebühren an Reinvest24. Das ist auch ein Unterschied zu anderen baltischen Plattformen. Ich persönlich finde es wichtig, dass die Plattform auch Geld verdient.

Auch das Geschäftsmodell ist anders als bei anderen Plattformen. Jedes Projekt ist eine SPV (Special Vehicle Purpose), die die Immobilie verwaltet, und fungiert eigenständig von Reinvest24. Im Pleitefall des Projektes betrifft es dann nur die SPV und nicht die Plattform selbst. So soll eine größere Sicherheit des investierten Geldes ermöglicht werden. Näheres erklärt Tanel Orro in diesem Webcast.

Zinsen durch P2P Kredite Übersicht Reinvest24

Auch diese Plattform ist komplett anders als die “normalen” P2P-Plattformen. Ich werde Reinvest24 in den kommenden Monaten genau testen und ausprobieren. In Kürze gibt es die Webseite auch auf deutsch. Zur Zeit gibt es nur wenige Projekte und es bleibt abzuwarten, wie sich Reinvest24 entwickelt. Aber einen Versuch ist es in meinen Augen auf jeden Fall wert. Einen ausführlichen Artikel zu dieser Plattform gibt es im Sommer.

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Zinsen durch P2P-Kredite – Fazit

Insgesamt sind über die vier Jahre 1.060,99 Euro an Zinsen durch P2P-Kredite bei den sechs Plattformen zusammengekommen. Das ist eine Menge Geld, wenn ich bedenke, dass ich mit einer genauso hohen Tagesgeldrücklage in den vergangenen Jahren nur ein paar Dutzend Euro an Zinsen erhalten habe. Natürlich hinkt der Vergleich, da es sich beim Tages- oder Festgeld um den sicheren Anteil im Depot handelt. Als Renditekicker im kleinen Heavy-Metal-Anteil meines Portfolio erfüllen die P2P-Kredite aber ihren Zweck.

Anstelle der beiden deutschen Plattformen treten 2019 dann Crowdestor und Reinvest24, die sich beide aber erstmal über die Jahre entwickeln müssen. Das Wagnis gehe ich aber ein und bin auf die Ergebnisse gespannt. Die anderen vier Plattformen lasse ich genauso weiterlaufen wie bisher. Mintos und Viainvest bekommen nun noch etwas Geld zum arbeiten. Dennoch versuche ich darauf zu achten, dass der prozentuale Anteil der P2P-Kredite nicht größer als 10 Prozent wird. Bis dahin ist aber noch Platz.

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33 Antworten

  1. Hallo!

    Interessant wie gut die meisten P2P Plattformen für Dich funktionieren, trotz einigen Ausfällen.
    Ich hätte da noch eine Frage: sind die 10% Zinsen auch für “nicht-blogger” realistisch? Also sind das reine Zinsen oder sind darin auch Bonus-Zahlungen von Affiliate Links enthalten?

    bg
    stefan

    1. Hallo Stefan,

      natürlich sind die 10 % Zinsen für alle möglich. Die Frage ist aber tatsächlich, ob die über die Jahre Bestand haben. Es kann durchaus sein, dass die Rendite auch weiter nach unten geht – so wie bei Bondora und Mintos. Deswegen ist es wichtig, nichtlaufende Plattformen wie bei mir Auxmoney oder Lendico zu liquidieren.

      In den Screenshots sind ausschließlich die Zinsen bzw. Strafzinsen enthalten. Auch wenn auf dem Estateguru-Screenshot die 132 Euro für Empfehlungen abgebildet sind, sind diese nicht in die Rendite eingeflossen (nur die Zinsen wurden berechnet).

      Viele Grüße
      Daniel

    1. Hi Felix,

      vielen Dank, das freut mich zu hören. Bei Reinvest24 gibt es kein Auto-Invest. Leider gibt es da auch nur wenige Projekte. Auf der anderen Seite finde ich das aber auch gut, denn bei Estateguru sieht man, was passiert, wenn eine Plattform zu viele Projekte launcht.

      Bei Crowdestor wäre ein Auto-Invest nicht schlecht, da viele Projekte innerhalb weniger Minuten komplett gefundet wurden. Diese Woche war das zweimal der Fall. Wer da nicht um 8 Uhr morgens investiert geht öfter leer aus – gerade bei hohen Renditen.

      Viele Grüße
      Daniel

  2. Hi,

    danke für deinen Beitrag, ich habe eine Verständnisfrage, du schreibst bei Mintos:

    “In genau drei Jahren habe ich 1.481,34 Euro in 181 Kredite investiert, 289,26 Euro Zinsen erhalten”.

    Hast du nicht eigentlich 1.192,08 (1.481,34-289,26) Euro investiert und 289,26 Euro Zinsen erhalten, sodass dein Kontostand jetzt 1.481,34 Euro beträgt?

    VG

    Benny

    1. Hi Benni,

      Du hast völlig Recht, vielen Dank für die Anmerkung. Anfang der Woche hatte ich bei Mintos tatsächlich nochmal 200 Euro überwiesen, so dass ich tatsächlich mittlerweile über 1.400 Euro eingezahlt habe, aber die sieht auf dem Screenshot noch nicht drauf. Beim Schreiben habe ich an die neue Summe gedacht. Ich ändere es im Artikel.

      Viele Grüße
      Daniel

  3. Danke dir für deinen Update-Bericht Daniel! Auf Crowdestor und Reinvest24 bin ich dieses Jahr wirklich außerordentlich gespannt. Und auch wie sich dein Bondora Portfolio weiter entwickelt 🙂

    Ach, bei Crowdestor und Reinvest24 sind übrigens auch Auto Invests geplant. Bei Crowdestor soll er angeblich schon im Sommer kommen.

  4. Moin Finanzrocker,

    das bedeutet dann eine jährliche Rendite von ca. 2,5%, korrekt? Hast du eine Indikation wieviel Aufwand du dafür benötigt hast? Ich denke das sind zwei relevante Größen, um die Investition zu bewerten.

    Gruß
    FinWohl

    1. Hi FinWohl,

      nein, die Rendite ist bei den Plattformen unterschiedlich und du kannst es nicht so pauschalisieren, weil ich 2018 viel Geld angelegt habe. Das verzerrt natürlich die Rendite. Im Grunde genommen müsstest Du bei allen jetzt die XIRR/Internen Zinsfuß hinschreiben, damit es besser funktioniert. Denn letztes Jahr habe ich allein bei Bondora über 4.500 Euro angelegt. Die haben sich natürlich in den wenigen Monaten anders verzinst als die 5.500 Euro davor.

      Der Aufwand ist ehrlich gesagt sehr gering. Das funktioniert bei fast allen Plattformen automatisch – außer bei den beiden neuen.

      Viele Grüße
      Daniel

  5. Moin Daniel,
    danke für den schönen Überblick über die von dir genutzten P2P-Plattformen.
    Ich habe vor 10 Jahren mit P2P angefangen. Bei den deutschen Plattformen Smava und Auxmoney. Ich teile deine Ansicht, dass die Balten es wesentlich besser machen!

    Ich bin auch auf den von dir beschriebenen Plattformen aktiv (außer Reinvest24, was wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit ist). Insgesamt habe ich inzwischen Erfahrungen auf 20 Plattformen gemacht. Die etwas kleineren aus der zweiten Reihe habe ich kürzlich in einem Artikel beleuchtet. Darin berichte ich von meinen Erfahrungen mit 11 kleineren P2P-Plattformen, die ich selber nutze. Ich gehe auf jeden der Anbieter mit einigen Sätzen ein und verrate meine investierten Beträge, Renditen und erhaltenen Zinsen für jede der Plattformen:

    https://www.freakyfinance.net/p2p-kredite-update-2019-kleinere-p2p-plattformen-erfahrungen-mit-peerberry-grupeer-lenndy-robocash-viventor-dofinance-fastinvest-iuvo-flender-swaper-lendico/

    Vielleicht ein ergänzender Überblick für deine Leser.

    Insgesamt laufen bei mir jeden Monat ca. 600 € P2P-Zinsen auf. Diese und alle anderen Einnahmen, die nichts mit meinem Gehalt aus meinem Angestelltenverhältniszu tun haben, lege ich jeden Monat transparent in meinen Monatsabschlüssen transparent offen:

    https://www.freakyfinance.net/monatsabschluss-april-2019/

    Cool, dass du neue Plattformen ausprobierst und deine P2P-Investments weiter aufstockst.
    Viel Erfolg dabei!

    Ich bin übrigens eines der “Zinslandopfer” – 1.500 € versenkt. Schöner Mist – aber du weißt ja, dass ich schon den Verlust weitaus größerer Summen hinnehmen musste und trotzdem noch munter überall mitmische 😛

    Rückschläge gehören zum Investorenleben aber Unkraut vergeht nicht!

    Beste Grüße
    Vincent

  6. Ein schöner Artikel!

    Ich investiere aus 3 Gründen nicht in P2P:

    1.) Weil ich Aufwand zu Ertrag deutlich zu hoch finde. Ich möchte nicht wissen, wieviele Arbeitsstunden hinter Deinen 1000 Euro Zinsen stecken. Anmeldungen bei den Plattformen, Auto-Invest anpassen, EMails lesen, Steuererklärung machen etc. Wenn ich das vergleiche mit dem Aufwand/Ertrag für einen ETF-Sparplan, ist das dort deutlich besser.

    2.) Die fehlende Skalierbarkeit. Ich kann 1000 Euro, 10000 Euro, 100000 Euro in einen ETF stecken, aber bei P2P-Krediten geht das nicht so einfach.

    3.) Das Risiko einer Plattform-Pleite wird denke ich unterschätzt.

    Grüße, HSV

    1. Deine Gründe finde ich nachvollziehbar, sehe es aber teilweise etwas anders. Der Aufwand hält sich arg in Grenzen. Natürlich ist er höher als bei einem ETF-Sparplan, aber beispielsweise nicht so hoch wie beispielsweise Tagesgeldhopping.

      Skalieren kannst Du mit P2P-Krediten durchaus, aber dabei steigt natürlich auch der riskante Anteil Deines Depots.

      Und mit der Plattform-Pleite hast Du natürlich Recht. Früher oder später kommt es zu einer. Deswegen ist es wichtig, auch über die Plattformen zu diversifizieren.

      Viele Grüße
      Daniel

    2. Hallo HSV,

      kurz meine Hinweise zu deinen Punkten:

      1) Der Umfang des Aufwands hängt letztlich wesentlich von der Anzahl der Plattformen ab.
      Wenn du nur bei wenigen Plattformen bist, ist der Aufwand sehr gering.
      Eine Registrierung ist in wenigen Minuten gemacht. Ebenso schnell ist der Auto-Invest eingerichtet. Man muss ihn nicht täglich kontrollieren, sondern kann z.B. nur wöchentlich oder monatlich reinschauen, ob er angepasst werden muss (Frag mal Lars Wrobbel, der macht das alles sehr passiv und mit wenig Zeitaufwand).
      Für die Steuererklärung trägst du die jährlichen Zinsen in die Zeile 15 der Anlage KAP ein. Das wars auch schon. Den Betrag dafür bekommst du von der jährlichen Steuerinfo von der Plattform.

      2) Bei der richtigen Plattform ist die Liquidität ebenso gegeben, wie beim richtigen Wertpapier bzw. Handelsplatz. Letztens hatte jemand getestet, wie schnell er aus seinen 1 Mio EUR an p2p wieder rauskommt:
      https://p2p-millionaire.com/how-liquid-is-the-mintos-secondary-market-our-e1m-p2p-lending-early-exit-test/

      3) Richtig. Da es bisher kaum Pleiten gibt, ist das Risiko schwer einschätzbar, und die Rendite dementsprechend hoch.

      Aber natürlich ist jeder frei in seiner Entscheidung, wie, wo und wieviel er/sie investiert. 🙂

  7. Hi Daniel, toller Bericht. Ich bin seit 2 Jahren noch in Twino investiert, habe aber viel negatives aufgrund der letzten schlechten Geschäftsberichte gelesen und überlege dort abzuziehen. Darf ich dich nach deiner Meinung zu Twino bitten?

    LG, BjouInvest

    1. Hi BjouInvest,

      vielen Dank. Freut mich, dass Dir der Artikel gefällt. Das Thema Geschäftsbericht von P2P-Firmen hatte ich auch in meiner Estland-Podcast-Folge. Wobei der Bericht von Mintos letzten Monat doch sehr gut war.

      Ich muss gestehen, dass mich Twino nie angefixt hat. Häufig gab es laut einiger Aussagen in den einschlägigen Foren keine neuen Kredite und viele Nutzer waren nicht zufrieden. Deswegen habe ich dort nie angelegt und kann leider auch nicht mehr dazu sagen. Sorry!

      Viele Grüße
      Daniel

  8. Hallo Finanzrocker,

    Danke für das Update. Mich wundert, dass noch keiner das Go&Grow Model kopiert hat, sollte es doch ordentliche Einnahmen generieren.
    Gibt es dazu Meinungen?
    Grüße
    Frank

    1. Hi Frank,

      sehr gute Frage. Ich denke mal, dass es nicht mehr lange dauern wird, bis andere nachziehen werden. Momentan ist auf dem P2P-Markt unheimlich viel in Bewegung und ich kann mir vorstellen, dass da noch einiges in der Richtung kommen wird. Dafür ist Go and Grow einfach viel zu erfolgreich. Der nächste Schritt ist aber erstmal das Bankkonto und die Kreditkarte von Mintos.

      Viele Grüße
      Daniel

  9. Hi,
    vielen Dank für deinen Erfahrungsbericht! Ich spiele auch gerade mit dem Gedanken in P2P zu investieren, da kommt dein Beitrag wie gerufen und hilft mir wirklich weiter.
    Alles Liebe

  10. Was Viainvest angeht, haben sie jetzt einen “flat interest” für alle neuen Kredite von 11 Prozent eingeführt. Ich bin durchaus ein Fan dieser Plattform, weil ich gute Erfahrungen mit dem Support gemacht habe und viaSMS scheinbar seriös wirtschaftet, gesund wächst und transparent ist. Unternehmen am P2P-Markt halte, Angenehme Nebenerscheinung ist, dass schwedische Kredite, die bisher bei 9 Prozent lagen, nun auch eine gute Option sind, für die man die nervige Steuerbescheinigung nicht mehr braucht. Schweden, Lettland und Polen sind Diversifikation genug, denke ich. Tschechien und Spanien lasse ich dann links liegen. Mal sehen, wie das auf Dauer klappt.

    Mein Finanzamt hat mir die Bescheinigung aus deinem Link von damals übrigens im letzten Jahr schon nicht mehr ausfüllen wollen und mich auf eine Ansässigkeitsbescheinigung zur Vermeidung von Doppelbesteuerung verwiesen (gibt es online in der Formularsuche der Finanzverwaltung), die man für jedes Land, wo man investiert, jedes Jahr neu braucht. Viainvest spricht in seinen FAQ mittlerweile ebenfalls von einer solchen Bescheinigung. Aber wie gesagt, für Lettland, Polen, Schweden braucht man die nicht.

  11. Interessante Aufstellung. Was mir nicht klar ist: Inwiefern sind (zu erwartende) Ausfälle in der Rendite schon berücksichtigt? Vollständig und auf jeder Plattform? Bei Realestateguru z. B. sehe ich eine 0 bei Kapitalverluste?

    Und welche Gründe gibt es dafür, dass ausgerechnet das Baltikum ein p2p-Mekka ist? Innovation und Regulierung, okay, aber in Sachen Qualität des Marktes? Siehst Du da eine Blasengefahr?

    Meine eigenen p2p-Lending-Experimente liegen lange zurück, bewegten sich im Bereich Micro Finance/Entwicklungshilfe und waren spektakulär erfolglos. Damals häuften sich aber Ausfälle extrem zum Ende der Laufzeiten hin. Ich nehme allerdings stark an, dass die Plattformen heute etwas seriöser und die Geschäftsmodelle etwas robuster sind. 😉

    1. Hallo Holger,

      die Ausfälle sind in der Rendite noch nicht berücksichtigt. Die einzige Plattform bei der ich Verluste eingefahren habe, ist Lendico. Die 100 Euro werden aller Voraussicht nach weg sein. Bei Estateguru läuft bei den “in Ausfall befindlichen” Projekten die Zwangsversteigerung. Da bin ich ganz zuversichtlich, dass das Geld zurückfließt. Bei Bondora sind die Ausfälle schon mit einberechnet. Da gibt es aber auch die meisten Ausfälle. Mintos und Viainvest haben die Buyback-Garantie und da habe ich auch erst einen wirklichen Ausfall (ohne Buyback).

      Und natürlich ist der P2P-Hype ein Stück weit eine Blase. Deswegen schaue ich genau, in welche Plattformen ich investiere. Deswegen ist es auch so wichtig über einige Plattformen zu streuen, um nicht das komplette zu verlieren.

      Viele Grüße
      Daniel

  12. Hi,

    ich wollte mir das jetzt auch mal anschauen mit den P2P Krediten. Also Konto bei Bondora aufgemacht, 200 EUR eingezahlt und via Portfolio Pro in 111 Krediten investiert.

    Ich frage mich allerdings wie das ganze gut ausgehen soll. Von 14 Krediten habe ich bisher Zinsen/Tilgung erhalten (0,97EUR), 8 Tilgungen/Zinsen sind Überfällig (0,46EUR). Ist so ein Start normal?

    Was mich auch wunder ist das Rating, klar über die wenigen Daten die man vom Kreditnehmer hat kann man nicht viel Beurteilen. Aber ich habe z.B. einen Fall mit A Rating. Hat einen Kredit mit 850 EUR aufgenommen. Hat ungeprüfte monatliche Nettoeinnahmen von 3033EUR. Muß für das neue Darlehn 31 EUR im Monat Zahlen und hat bereits andere Verpflichtungen in Höhe von 2036,39 EUR. Also mehr als zwei drittel des Gehaltes gehen für Schuldtilgungen rauf, und so einer soll Rating A habe?

    1. Moin Dirk,

      auf Bondora ist das tatsächlich normal. Ich bin in über Portfolio Pro in 961 Kredite investiert und davon sind 197 bisher im Inkasso oder ausgefallen. Nach knapp einem Jahr macht macht sich das dann auch bei der Rendite bemerkbar, wobei die Rendite bei Fälligkeit immer noch bei über 15 % ist. Und ich habe auch einige A-Rating-Ausfälle. Da Bondora kein Buyback-Verfahren hat, drückt das auf die Rendite (die hier aber auch höher ist als bei anderen).

      Auf der anderen Seite kommt aber mittlerweile auch aus den Inkasso-Verfahren Geld zurück.

      Viele Grüße
      Daniel

  13. Hallo Daniel,
    hast du inzwischen Erfahrung mit Mintos “Invest & Access”? Das Angebot ist relativ neu und scheint attraktiv für Buy & Hold Investoren. Bin gespannt auf deine Bewertung!
    Grüße

    1. Hi Cinmod,

      nein, im Gegensatz zu den vielen anderen Bloggern, die sich gleich auf das Thema gestürzt haben, ist es für mich noch kein Thema. Im Gegensatz zu Bondora Go and Grow sind da ja doch einige Fallstricke zum Thema Verfügbarkeit. Wenn ich es getestet habe, werde ich auch darüber berichten. Das wird aber noch dauern. 😉

      Viele Grüße
      Daniel

  14. Vielen Dank für den interessanten Artikel über die P2P Plattformen. Ich habe bisher nur Erfahrungen bei Auxmoney vorzuweisen. Hier habe ich in den letzten 5 Jahren aber in mehr als 1000 Projekte investiert. Die Erfahrung hat gezeigt, dass vor allem die Auswahl der Projekte wichtig ist, um eine gute Rendite zu erzielen. Ich wähle also alle meine Projekte persönlich aus und verlasse mich nicht auf den Portfolio Builder. Die Projekte wähle ich nach 7 Kriterien aus. So konnte ich einen Renditeindex von etwas mehr als 10 % erreichen. In einem verlinkten Artikel beschreibe ich meinen Ansatz. Vielleicht ist der Ansatz auch für den einen oder anderen Leser interessant.

  15. Ich weiß nicht, ob es der gesunde Menschenverstand ist oder nur mangelnde Innovationsfreude meinerseits – aber ich frage mich, wie die zu solchen Zinssätzen bei Konsumentenkrediten kommen? Bei uns in Deutschland werden dir Autokredite für 2,99 % hinterhergeworfen. Das heißt doch im Umkehrschluss, dass alle, die sich über diese p2p-Plattformen Geld besorgen, eine dermaßen schlechte Bonität haben, dass sie bei normalen Kreditgebern in Deutschland keinen Kredit mehr bekommen. Nur deshalb sind sie bereit, 15 % Zinsen für einen Kredit an eine der p2p-Plattformen zu bezahlen. Oder hab ich da was falsch verstanden?
    Für mich klingt das Ganze nach dem Nachfolgemodell für die Subprime-Kredite. Wer anfangs dabei war, hat noch Geld verdient, der Rest hat sein Erspartes verloren.

    1. Sehr gute und berechtigte Frage, Christine. Die hohen Kreditzinsen sind überwiegend bei sogenannten Payday-Loans oder Kurzfrist-Konsumkrediten. Das Verhalten zu Krediten ist in Osteuropa ganz anders als hierzulande. Im Oktober gibt es dazu eine ausführliche Podcastepisode, wo das erklärt wird.

  16. Hallo Daniel,

    Respekt und toller Artikel!
    Ich werde mich in Zukunft auch mal versuchen und schauen was passiert.

    Einfach mal machen mit kleinem Einsatz, weil sonst bekommt man ja kein Gespür davon. Mit 50 ist das alles nicht mehr ganz so easy aber wenn man zuvor immer gehört hat, alles Teufefszeug, hilft die finanzielle Bildung enorm. Große Träume haben und mit kleinen Schritten beginnen.

    Was aber sicher auch mal interessant wäre, zu erfahren, wie man selbst Projekte anbieten kann in den Plattformen? Es gibt sicher genug tolle Ideen in Deutschland in die es sich auch lohnen würde zu investieren.

    Was müssten Interessenten, Unternehmen oder Start-Ups tun um in den P2P Plattformen Investments zu bekommen.

    Viele Grüße vom Bodensee
    Dein begeisterter Leser und Hörer

    1. Ich habe da mal was gefunden, was sich interresant anhört aber so ganz steige ich da noch nicht durch.

      Es geht um: http://www.crowddesk.de

      Vielleicht mal die Betreiber in den Podcast einladen. Smile. Und eine weitere Frage wäre ja, kann man als Kleinanleger auch investieren.

  17. Hallo Daniel,

    ich bedanke mich bei dir für den ausführlichen und tollen Artikel über P2P. Da ich noch recht neu im Bereich Investment, Vermögensaufbau und Anlage bin, helfen solche Artikel, Blogs und Podcasts ganz gut ein Gefühl dafür zu bekommen.

    Selber versuche mich auf der Plattform “PeerBerry”, hier bin ich mit einem kleinen Betrag zum herantesten investiert.
    Die Plattform macht grundlegend einen guten Eindruck und bietet viele Kredite bis 1 oder 2 Monate an. Hast du hier auch bereits Erfahrungen sammeln können?

    Danke auch für deinen Podcast, sowie den mit dem Finanzwesir.

    Beste Grüße aus Berlin
    Ronny

    1. Hallo Ronny,

      ich habe mit Peerberry eigentlich ganz gute Erfahrungen gemacht bisher. Die Rückzahlung der 1-2 Monatskredite verzögert sich aber gerne mal um 1-2 Wochen. Hier also nicht wundern lassen, wenn deine Performance stark schwankt. Insbesondere bei kleinen Beträgen (in meiner Definition alles unter 1000€).

      Wenn dich die komplexität nicht stört, würde ich dir für kleines Geld eher den Mintos Zweitmarkt empfehlen (oder Bondora, wenn du “echtes” P2P ohne Netz und doppelten Boden möchtest). Das schöne an beiden Varianten ist, dass du bereits mit 1€ pro Kredit starten kannst. Damit erreichst du schon mit 200€ eine akzeptable Streuung über die Kredite, was sich positiv auf die langfristige Rendite und die stabilität des Cash-Flow auswirken sollte.

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