Viainvest: Meine Erfahrungen beim Investieren in kurzlaufende P2P-Kredite

Ein halbes Jahr ist nun seit meinem letzten Überblick über meine P2P-Kredite vergangen. Damit wird es wieder Zeit für einen Überblick wie es bei Viainvest, Mintos, Auxmoney und anderen Plattformen läuft und alle neuen Infos. Im Fokus stehen diesmal meine positiven Erfahrungen mit der lettischen Plattform Viainvest und mein neues passives Einkommen darüber.

Viainvest Erfahrungen P2P-Kredite.jpg

Viainvest: Meine Erfahrungen in 4 Jahren

Die Rakete startete am 07. Dezember 2016. Am Gründungstag konnte noch keiner ahnen, was Viainvest für eine Erfolgsstory werden würde. Bei der P2P-Plattform aus Lettland kannst Du in kurzlaufende Kredite mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr investieren. Schon am 22. Februar 2017 wurde die erste große Schwelle erreicht: 1.000.000 Euro in investierte Kredite.

Zwei Wochen vorher stellte das lettische Unternehmen sogar einen deutschsprechenden Investment-Support ein. Im März folgte dann die deutsche Webseite. Die Vorteile der Plattform liegen auf der Hand: Buyback-Garantie, keine Gebühren, einfache Handhabung und auch kein Darlehensanbahner-Risiko wie mittlerweile bei Mintos.

Viainvest aus Lettland gehört seit 2016 zu den ältesten Plattformen auf dem P2P-Markt.

Zuverlässigste Plattform auf dem baltischen P2P-Markt

10 Millionen Euro in 9 Monaten

Aber damit nicht genug, denn das war erst der Anfang. Ein Meilenstein folgte dem nächsten. Anfang März 2017 wurden von den Anlegern schon 3 Millionen Euro in Kredite investiert und im April waren schon 750 deutsche Investoren an Bord. Das war dann der Startschuss, der dazu führte, dass die Plattform noch extremer wuchs. Anfang Juli betrug das in Kredite investierte Volumen über 10 Millionen Euro. In 9 Monaten wohlgemerkt! Pro Anleger wurden im Schnitt 4.096 Euro investiert. 2018 hatte die Plattform sogar schon 8.900 Investoren.

2019 gibt es mittlerweile schon über 10.500 Investoren mit einer durchschnittlichen Rendite von 10,5 Prozent. Jeden Monat werden durchschnittlich über 6 Millionen Euro neues Kreditvolumen finanziert. Im Gegensatz zu Mintos werden die Kredite jedoch nicht über Darlehensanbahner vermittelt, sondern das macht Viainvest selbst.

Ganz unvorbereitet kam der Erfolg jedoch nicht, denn Viainvest* gehört zur Via SMS Group, die schon Ende 2016 über eine Million Kunden und ein vergebenes Kreditvolumen in Höhe von 288 Millionen Euro vermittelt hat. Das Unternehmen ist in fünf Ländern aktiv: Schweden, Spanien, Polen, Lettland und Tschechien. In alle Länder außer Schweden kannst Du auch bei Viainvest in kurzlaufende P2P-Kredite investieren. Ein kleines Problem gibt es jedoch bei den polnischen Krediten. Dort musst Du immer Quellensteuer bezahlen – trotz der Bestätigung vom Finanzamt.  

Mittlerweile investiere ich seit knapp drei Jahren bei Viainvest. Die Rendite beträgt 11,02 Prozent und ich habe überhaupt keinen Aufwand beim Investieren. Noch wesentlich weniger als bei Mintos. Im Juni 2019 hat Viainvest die Zinsen angeglichen, so dass Kredite einen einheitlichen Zinssatz von bis zu 12 % haben.

So übersichtlich ist das Dashboard von Viainvest (Portfolio Stand November 2018)

Das liegt hauptsächlich auch daran, weil der Auto-Invest noch sehr überschaubar ist. Da lässt sich nicht viel falsch machen. Die Kredite aus Polen kannst ganz einfach ausklammern, um die Problematik mit der Quellensteuer zu umgehen.

Mein Auto Invest ohne polnische Kredite

Steuerbescheinigung für das Finanzamt

Den einzigen Aufwand hatte ich bei der Anmeldung zur Plattform. Hierfür musst Du nicht nur Deinen Ausweis einscannen und hochladen, sondern benötigst von Deinem Finanzamt noch eine Bestätigung, dass Du in Deutschland Deine Steuern zahlst. Lädst Du die Bescheinigung nicht hoch, wird Dir von Deinen Zinsen lettische Quellensteuer abgezogen. Du kannst sie auch nachträglich nicht zurückfordern. Und Du musst leider jedes Jahr diese Ansässigkeitsbescheinigung hochladen. Der Aufwand hält sich aber in Grenzen und da ich sie für meine Aktien-Quellensteuer-Rückforderung eh benötige, schlage ich zwei Fliegen mit einer Klappe.

Hier findest Du das Formular, das Du ausfüllen und an das Finanzamt schicken musst.

Häufig schreckt dieser Punkt viele Leute davon ab in Kredite bei Viainvest zu investieren. Mich hat dieser Prozess nur zwei Wochen gedauert. Dann hat mir das Finanzamt das Formular unterschrieben zurückgeschickt. 

Zu meinem Start bei Viainvest habe ich auch schon Video über die P2P-Plattform gemacht. Schau doch mal rein.

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Insgesamt gehört Viainvest zu den besten und zuverlässigsten Plattformen und besitzt leider nur den Makel mit der Ansässigkeitsbescheinigung. Hier ist es immer abhängig vom Finanzamt, wie schnell das bearbeitet wird. Bisher habe ich die Bescheinigung mal schnell bekommen, aber auch mal langsam.  Falls Dich Viainvest zum Testen auch mal interessieren sollte, kannst Du hier bei Viainvest investieren.*

Bis zu 12 % Rendite holen*

Und die anderen Plattformen?

Jetzt wirst Du Dich wahrscheinlich fragen, wie meine anderen Plattformen laufen. Parallel bin ich noch bei Lendico, Auxmoney, Mintos und neuerdings bei Estate Guru investiert. Auf Bondora und Twino habe ich verzichtet. Meine Erfahrungen und Infos in diesem Jahr kann ich ganz kurz zusammenfassen.

Bei Lendico hat sich mittlerweile ein dreistelliger Verlust angehäuft. Einen Kundenservice gibt es nicht mehr Nach dem Verkauf von Rocket Internet an den britischen Hedgefonds Arrowgrass habe ich die Sorge, dass da nicht mehr viel zurückgezahlt wird. Das würde mir durchaus weh tun.

Aber aus dieser Erfahrung habe ich viele Sachen gelernt, die ich bei den anderen Plattformen nicht mehr gemacht habe. Unter anderem Finger weg von nicht vertrauenswürdigen Unternehmen wie Rocket Internet, denen immer noch das Wasser bis zum Hals steht – trotz des erfolgreichen Börsengangs von Delivery Hero. Auch das Investment von lang laufenden Krediten steht bei mir nicht mehr auf der Agenda.

2 Kredite sind ausgefallen, 2 liegen im Inkasso und 2 sind über 30 Tage überfällig. Da ich nur in 22 Kredite investiert hatte, von denen 4 vorzeitig den Kredit getilgt haben, ist Quote wirklich schlecht. Und die meisten laufen noch mehrere Jahre. Über Wochen wurden falsche Daten im Dashboard angezeigt. Selbst jetzt, wo ich schon dreimal so viel Verlust wie Zinsen angehäuft habe, stehen noch über 5 Prozent Rendite. Manchmal habe ich das Gefühl, dass da nur Praktikanten sitzen.

Auxmoney ist nicht viel besser. Die 25-Euro-Minimalraten sind einfach viel zu hoch und eine wirkliche Risikoprüfung wird hier ebenfalls nicht durchgeführt. Anders kann ich mir das nicht erklären, dass Betrüger nach der Kreditauszahlung spurlos verschwinden können. Insgesamt sind hier von 40 Krediten 5 im Inkasso gelandet – und davon 2 unauffindbar. Der Status bei den drei anderen Inkasso-Krediten ist teilweise seit 2016 offen. 

Aber viel Geld für schwachsinnige Werbespots ist bei dem Düsseldorfer Unternehmen scheinbar noch massenhaft vorhanden. Meine Rendite beträgt aber trotzdem noch ansehnliche 7,72 Prozent. Und auch die Quote liegt noch absolut im Rahmen, aber ich entspare schon seit 8 Monaten bei Auxmoney und investiere mein Geld lieber in andere Plattformen.

Erfahrungen bei Mintos

Ganz anders sind meine Erfahrungen bei Mintos. Auch drei Jahre nach dem ersten Investment habe ich bisher erst einen Ausfall zu vermelden. Bei einem Einsatz von knapp 1.000 Euro habe ich schon über 200 Euro an Zinsen erhalten. Meine Rendite beträgt 11,25 Prozent. Mintos ist aber auch ein ganz anderes Kaliber. Mittlerweile beträgt die Summe der vergebenen Darlehen ganze 260 Millionen Euro. Twino kommt ein ganzes Stück dahinter mit 160 Millionen Euro.

P2P-Kredite
P2P-Kredite: Bei Mintos läuft es bisher sehr gut.

Aber davon solltest Du nicht allein blenden lassen. Denn auch bei Mintos gibt immer mal wieder kleinere Probleme. Der Darlehensanbahner Eurocent hatte beispielsweise Zahlungsprobleme. Eurocent hat insgesamt noch Kredite in Höhe von 536.000 Euro zurückzuzahlen. Mehr zum Sachverhalt findest Du hier. Das kann ganz schnell zu einem Dominoeffekt kommen, wenn noch mehr solche Probleme auftauchen. Mintos hat seine Investoren per Mail jedoch schnell über die Probleme aufgeklärt.

Auch das enorm schnelle Wachstum tut der Plattform nicht immer gut. Mittlerweile kannst Du auch in chinesische und afrikanische P2P-Kredite investieren, deren Rendite deutlich unter der Durchschnittsrendite liegt. Nahezu jeden Monat gibt es einen neuen Darlehensanbahner aus einem neuen Land. Auch die unterschiedlichen Währungen sind in meinen Augen nicht sinnvoll und bringen mit dem Währungsrisiko ein weiteres Problem ins Investment dieser P2P-Kredite. Über den Auto-Invest kannst Du das jedoch ausschließen.

Solange ich keine Ausfälle zu verzeichnen habe, investiere ich weiterhin im kleinen Rahmen in Mintos. Hier bin ich bei meiner festgelegten Obergrenze von 1.000 Euro fast angekommen, so dass nur die Zinsen reinvestiert werden. Überweisen werde ich hier nichts mehr.

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P2P-Immobilienkredite bei Estateguru

So sehen meine Investments bei Estateguru aus.

Mittlerweile investiere ich auch in besicherte P2P-Immobilienkredite bei Estateguru. Während Du in Deutschland mindestens 500 Euro in ein Immobilien-Projekt á la Zinsland und Exporostecken musst, sind es bei dem Anbieter aus Estland nur 50 Euro. So lässt sich wesentlich einfacher ein diversifiziertes Portfolio aufbauen.

Die Rendite beträgt hier historisch 12,57 Prozent. Die Plattform gibt es mittlerweile auch auf deutsch und knapp 7.000 Anleger investieren hier.  In ein paar Monaten werde ich über Estate Guru auch noch einen ausführlichen Erfahrungsbericht schreiben. Momentan ist mein Portfolio mit drei Krediten noch etwas zu klein. 

Die Plattform bietet einige Besonderheiten. Zum einen musst Du eine Überweisung anfordern. Erst dann erhältst Du die Überweisungsdaten. Du kannst auch bei dieser Plattform einen Auto-Invest erstellen, aber sobald kein Geld mehr drauf ist, erhält Du eine E-Mail, dass das Auto-Invest ausgesetzt wird bis neues Geld da ist.

Ohne Auto-Invest kommst Du nur selten in die einzelnen Immobilienkredite rein, weil die meisten sehr schnell finanziert sind. Auch das Empfehlungsprogramm ist überaus interessant, weil Du pro vermittelten Neukunden 0,5 % der investierten Summe bei jedem Einzelprojekt erhältst. Und Dein Freund erhält nochmal genauso viel. Und zwar für drei Monate.

Über diesen Link Anleger bei Estateguru werden und 0,5 % Deines investierten Geldes als Prämie erhalten.*

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Fazit

Wie in meinen vorherigen Artikel auch, verweise ich auch wieder darauf, dass die P2P-Kredite zum risikoreichen Teil der Asset Allocation gehören. Je höher die Rendite, um so höher das Risiko. Das ist Slayer und nicht Bon Jovi, um mal im Finanzrocker-Sprech zu bleiben! Deswegen lege dort nur Geld dort an, auf das Du im Notfall verzichten kannst und keine fünfstelligen Summen!

Auch die Rückkauf-Garantie wird im Ernstfall nicht viel wert sein, wenn den Plattformen das Geld fehlt. In einem starken Wirtschaftsumfeld mag das alles funktionieren, aber nicht zwangsläufig in einem schlechten. Vor allem wenn die Kreditnehmer keinen Job mehr haben sollten und nicht mehr zurückzahlen können, könnte es einen Dominoeffekt. Für das hohe Risiko wirst Du aber mit hohen Renditen jenseits der 10 Prozent belohnt. Und Du generierst ähnlich wie bei Dividenden auch, ein monatliches passives Einkommen.

Ich persönlich habe das Gefühl, dass den meisten baltischen Plattformen eher zu trauen ist als den deutschen. Das fängt mit der Technik an geht über den Support und endet bei den Ausfallraten. Trotzdem gibt es in Estland und Lettland auch Plattformen, wo langfristig die Rendite nicht stimmt. Es hat auch einen Grund, warum ich nicht bei Bondora investiere. Denn dort ist die langfristige Rendite dank hoher Ausfallraten eher mau. Und ständig wird dort an der Technik rumgeschraubt.

Twino wäre noch eine gute Alternative zu Bondora, aber die waren mir zu ähnlich zu Mintos, weshalb ich darauf verzichtet habe.

Viainvest selbst hat mich von Anfang an überzeugt. Hier lohnt sich für Dich ein zweiter Blick auf den lettischen Anbieter. Vor allem die kurze Laufzeit hat mich angesprochen. Nur die Steuergeschichten wirken anfangs etwas abschreckend. Bei den polnischen Krediten habe ich es erst über eine Frage in einer Facebook-Gruppe erfahren. Hier hat die junge Plattform definitiv noch Luft nach oben.

Ansonsten erhalte ich jeden Montag meinen Wochenrückblick und bleibe auf dem neuesten Stand. Nur einmal im Monat logge ich mich ein. Mitte des Monats trage ich meine monatlichen Zinsen von allen Plattformen in Portfolio Performance. ein. Fertig.

Ich bin mit meinen drei Plattformen Mintos, Viainvest und jetzt Estateguru breit aufgestellt und werde über den weiteren Verlauf meiner Investments weiterhin berichten. Vielleicht sind diese Plattformen für Dich auch einen zweiten Blick wert.

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24 Antworten

  1. Hi,
    Danke für diese Übersicht, ich finde solche Posts immer interessant und nützlich.
    Zwei Fragen / Anmerkungen hätte ich aber:
    1) Mintos
    Wenn ich 900€ bei 11% für 18 Monate überschlage, wundere ich mich über deine 80€ Zinsen. Ich vermute du hast dein Investment nach und nach aufgebaut?

    2) Estate Guru
    Die Übersicht lässt vermuten, dass du da in keinen Immobilien Kredit sondern nur in Business Development Kredite investiert hast. Ist das nur unglückliches Wording?
    Ich vermute nein, denn 12+% bei soliden Immobilien Krediten klingt komisch.

    MfG,
    Ludger

    1. Hallo Ludger,

      vielen Dank für Deinen Kommentar. Du hast recht: Ich habe mein Investment bei Mintos in 14 Monaten nach und nach aufgebaut. Es sind keine 18 Monate.Im Mai 2016 habe ich das erste Geld in Mintos investiert.

      Estate Guru bezeichnet es ja selbst als Immobilien-Kredite. Genau genommen ist es eine Überbrückungsfinanzierung von Immobilien oder Bauvorhaben, die mit der Immobilie oder dem Land besichert sind. Es ist also vom Ansatz ähnlich den Projekten bei Zinsland oder Exporo – nur, dass Du nicht mit 500 Euro Einsatz reingehen musst. Das hat mich davon immer abgehalten.

      Viele Grüße
      Daniel

  2. Danke für deinen Erfahrungsbericht! Ich spiele auch schon lange mit dem Gedanken P2P-Kredite in mein Portfolio aufzunehmen. Ich weiß allerdings nicht, was mich dabei aufhält. Werd mir deinen Beitrag noch einmal durch den Kopf gehen lassen. Eine zweistellige Rendite ist ja schon verlockend…

  3. Hi Daniel,

    ich bin auch in einigen der osteuropäischen P2P Plattformen unterwegs und blogge auch darüber.
    Deine Erfahrungen kann ich alle bestätigen. Auch mir gefallen Mintos und Viainvest am Besten.
    Ich habe Ende Mai ebenfalls Estateguru den Vorzug vor Zinsland gegeben. Warum soll ich 500 Euro in ein Projekt stecken, wenn auch 50 Euro reichen. Ausserdem ist bei ähnlichem Risiko einfach die Rendite deutlich interessanter.

    Schöne Grüße
    Sebastian

    https://hobbyinvestor.de/

  4. Sehr interessant, nur weiß ich nicht, ob ich da noch eine Baustelle aufmachen soll. Ich habe schon einige am Laufen und irgendwann wird mir das zu viel. Wobei viainvest hört sich gut an, vor allem wegen der Autoinvest-Funktion. Da scheint man nicht viel machen zu müssen.
    Klasse Beitrag.

    Grüße Alexander

  5. Moin Daniel,

    ein toller Bericht. Gerade Estateguru gefällt mir auch sehr gut und ich habe dort in den letzten Wochen verstärkt nachgelegt. Es dauert zwar ein wenig, aber dafür hat man nicht so viele Mini-Kredite im Portfolio… ist mal was anderes 😉 Abgesehen davon ist das Team von denen wirklich kompetent und nett, was man nicht von allen sagen kann. Auf der INVEST 2018 können deine Leser sie sogar persönlich mit Fragen löchern.

    Wer mehr über die Funktionsweise von Estateguru wissen möchte, kann in Luis Gastartikel auf meinem Blog etwas dazu nachlesen:
    https://passives-einkommen-mit-p2p.de/estateguru-besichertes-person-to-business-lending/

    Viele Grüße aus Kenia

    Lars

  6. Hallo,

    toller Artikel der mich nun auch endgültig davon überzeugt hat etwas überschüssiges Kapital in P2P Kredite zu investieren.

    Muss man bei ViaInvest die Steuerbescheinigung jedes Jahr neu hochladen? Wenn ich mir das PDF ansehe dann steht dort das Jahr in dem man in D steuerlich ansässig ist. Muss ich also jedes jahr ein neues Dokument ans Finanzamt schicken und dann hochladen oder geht ViaInvest davon aus das wenn man 2017 in D steuerlich ansässig ist man dies auch in 2018, 2019, usw. ist?

    Danke und beste Grüße
    Karsten

      1. Hallo,

        vielen Dank für die Info.

        Da ich aktuell noch auf die Steuerbescheinigung warte habe ich mich noch mal etwas bei Viainvest umgesehen und mir ist aufgefallen, das es aktuell zwar 1236 Seiten mit Krediten gibt, aber davon nur 1 Kredit aus Spanien, 0 Kredite aus Tchechien und 2 Kreidte aus Litauen sind. Alle anderen sind ausschließlich aus Polen. Ist das normal? Mir kommt es irgendwie komisch vor. Vor allem da ich ausgerechnet Polen wegen der Quellensteuer eigentlich aus dem AutoInvest raus lassen wollte. Ist ViaInvest somit evtl. doch der falsche Markt für mich?

        Beste Grüße
        Karsten

        1. Hallo Karsten,

          das hängt damit zusammen, dass durch den Auto-Invest automatisch in alle Kredite aus den Ländern investiert wird. Da diese nicht sonderlich hoch sind, sind die schnell finanziert. Bei mir hat es aber trotzdem reibungslos funktioniert mit den Investments in alle Länder außer Polen.

          Viele Grüße
          Daniel

          1. Hallo zusammen,
            dann fasse ich mal kurz meine ersten Erfahrungen mit ViaInvest zusammen.
            Kontoeinrichtung war super einfach und schnell erledigt. Der Steuerbescheid hat genau 1,5 Wochen gebraucht und war auch super unkompliziert. Geld war schon innerhalb eines Tages bei ViaInvest eingegangen was ich auch sehr schnell fand. Der Support ist super. Extrem schnelle Antworten, sehr hilfreich und in perfektem Deutsch. Hier wurde mir übrigens auch mitgeteilt das die Steuerbescheinigung jedes Jahr bis Ende März erneuert werden muss!!
            Der AutoInvest ist auch super easy einzurichten. Hier komme ich jetzt aber an mein eigentliches Problem das ich oben ja auch schon beschrieben hatte. Wegen der Quellensteuer will ich Polen aus den Invests herauslassen. Aktuell gibt es aber nur zwei Kredite aus Lettland und die sind voll. Der Rest kommt aus Polen. Mein AutoInvest investiert somit nicht. Ich werde dem Ganzen jetzt noch mal ein paar Tage Zeit geben, allerdings aktuell erst mal nicht weiter kapitalisieren. Parallel werde ichmir noch ein Mintos Konto einrichten.

          2. Hi Karsten,

            vielen Dank für Dein Feedback. Mit der Steuerbescheinigung bin ich mal gespannt, ob die das tatsächlich so ist, aber so viel Aufwand wäre es nicht.

            Was die Kredite angeht: Am 10.08. hat der Autoinvest in 5 neue lettische Kredite investiert. Schau mal auf den Screenshot. Die BEgründung habe ich in meinem vorherigen Kommentar geliefert. Kann sein, dass es etwas länger dauert. Hatte ich bei Mintos am Anfang auch. Liegt am Algorithmus.

            Screenshot Viainvest Kredite

            Viele Grüße
            Daniel

  7. Hey,

    ich selbst habe bis jetzt nur eine kleine Summe in Mintos investiert. Meine Rendite liegt derzeit bei 11,66% und ich habe ebenfalls noch keine Verluste gehabt. In den ersten Monaten kamen auch wirklich alle Zahlungen pünktlich, aber in letzter Zeit lässt das extrem nach. Derzeit sind fast 60% der Kredite in Verzug. Deswegen bin ich auch am überlegen, ob ich mein Geld aus dem Investment ziehe… aber wahrscheinlich werde ich bis zu einer endgültigen Entscheidung noch ein paar Monate warten.

    Beste Grüße
    Laura

    1. Moin,
      ich habe auch im März angefangen bei Mintos zu investieren. Im € Bereich habe ich allerdings nicht mit einer hohen Verzugsquote zu kämpfen. Von 104 Krediten sind 13 in Verzug, dank Rückkaufgarantie aber kein Problem. Hat bis jetzt immer geklappt ich hoffe das bleibt so. Wahrscheinlich war es bei dir einfach nur Pech, je weniger Kredite, desto höher die prozentualen “Verluste”. Bei den polnischen und dänischen Krediten waren die Ausfallraten bei mir auch höher, wobei ich da auch weniger Kredite hatte. Die werden jetzt gerade entspart und auf GEL umgeschichtet. Dort habe ich bei 49 Investitionen momentan 3 im Verzug. Hier kommen zwar zum Kreditrisiko noch Währungsrisiko und Kosten für den Geldtausch, aber bei 17% kann man das ja mal probieren.
      Bei Bondora habe ich mich jetzt auch gerade angemeldet. Die fehlende Rückkaufgarantie hat mich erst abgehalten, aber nachdem ich gesehen habe, das sich der Auto Invest bei Portfolio Pro auf 1€ pro Kredit einstellen lässt, hab ich es dann doch gewagt, so lässt sich ja einfach breit streuen. Mal schauen was dabei rauskommt. Die angezeigten 53,34% werden sie wahrscheinlich nicht halten können, aber wenn 10-15% überbleiben reicht das auch.
      Gruß Peer

  8. Ich habe Bondora, Viainvest und Mintos, wobei ich erst letzten Monat mit Viainvest angefangen habe. Bisher sind meine Erfahrungen mit Mintos und Viainvest durchweg positiv, einzig die fehlende Aufstellung für die Steuererklärung fehlt mir.
    Bondora liefert zwar eine solche Aufstellung, dafür ist dort bei mir sehr viel im Verzug und die Einstellungen für den Autoinvest sind im Vergleich zu den anderen Plattformen ein Witz (wobei hier kürzlich schon nachgebessert wurde).
    Ich habe alle drei Plattformen auf Auto-Invest und bespare pro Monat jeweils 50€. Bondora werde ich weiterhin beobachten und ggf. entsparen. Blöderweise habe ich zum Teil hier mehrjährige Darlehen laufen, da mein bis vor kurzem keine Laufzeit einstellen konnte :-/

  9. Ist zwar schon etwas älter, aber nach rund einem Jahr will ich zu AUXMONEY auch mal mein Fazit mitteilen.

    Meine Zweifel die letzten Monate haben sich bestätigt:

    1.) Kredite werden überdurchschnittlich schnell komplett getilgt. Gut für Auxmoney, die ihre Gebühr immer sicher haben, schlecht für mich. Von 10 Krediten sind nach 11 Monaten 6 vollständig getilgt. 5 davon binnen des ersten Quartals.

    2.) Das Mahnwesen mutet bei AM etwas seltsam an. Jeder Investor kennt wahrscheinlich die Verläufe. Da werden Mahnstufen zuückgesetzt, obwohl keine Zahlung da ist, auf Grund von Versprechung des Schuldners. Nur um dann von der ehemaligen M2, einen Monat später wieder mit M1 zu beginnen, weil natürlich nichts passiert ist.
    Ich habe Kredite, die sind kaum getilgt worden, aber sind immer wieder frisch M1 oder M2, ohne das wirklich etwas passiert.

    3.) Was passiert mit dem Mahngebühren? Bei mir landen sie nicht. Und ich denke Auxmoney wird sich die nicht entgehen lassen. Dann macht Punkt 2, aus Plattformsicht natürlich mehr Sinn, als den Kredit zu kündigen und ggf, abzutreten.
    Immerhin hat das Risiko der Investor (ich) und die Plattform hat mit der ersten Zahlung ihre Gebühren sicher und kann sich eine kleine Zusatzrendite über das Mahnwesen holen.
    Ist aber nur eine Vermutung, keine Tatsache.

    4.) Die Scores oder Bewertungen sind nicht nachvollziehbar. Lustigerweise sind all die Kredite vorzeitig und im exakten Plan, die ein X haben. Und, aus damaliger Sicht um das Risiko zu senken, die A Kredite, fallen durch besonders viele Mahnungen auf.
    Im aktuellen Fall wird seit Monaten gemahnt und zurückgesetzt, um jetzt doch im vorgerichtlichen Verfahren zu hängen.
    Das alles bei einer guten Bewertung, die sicher keine Garantie ist, aber eine Orientierung sein sollte, und “nur” 1000€ auf 24 Monate bei 7,60%.

    Da das kein Einzelfall ist ziehe ich nun weiter das Geld aus der Plattform ab.
    Für mich war das ein Testballon mit 10 Krediten zu Beginn des Jahres und während ich mit Mintos relativ zufrieden bin, bin ich es mit Auxmoney nicht.

    Genug Frust geschrieben, wünsche allen viel Erfolg und eine schöne Woche!

    Gruß,
    Marcel

  10. Hallo zusammen,

    Danke Daniel, für den ausführlichen Bericht.
    Ich bin auch bei auxmoney, Mintos und viainvest instestiert.

    Auxmoney läuft bei mir eigentlich ganz gut. Bin seit gut einem Jahr dabei und hab bisher noch keinen ausgefallenen Kredit. Rendite liegt um die 8%. Das ist natürlich niedriger als bei den lettischen Plattformen, aber immer noch besser als viele alternative Geldanlagen…. Aber die von anderen beschriebenen Probleme deuten darauf hin, dass die Entwicklung der Plattform nicht so positiv ist. Daher werd ich auch langsam mit dem Entsparen anfangen, auch um meinen Cash-Bestand aufzubessern.

    Bei viainvest bin ich erst seit kurzem. Rendite ist gut, aber was mich stört ist die lange Wartezeit bis verfügbares Geld investiert wird (bei Auto-Invest). Ich hatte jetzt einen Zeitraum von einem Monat, in dem keine Investition getätigt wurde, obwohl ich über 100 Euro verfügbar hatte. Ich werd’s weiter beobachten, aber wahrscheinlich auch wieder einiges von der Plattform abziehen.

    Mit Mintos bin ich dagegen sehr zufrieden. Ich seh das eher positiv, dass ständig neue Darlehensanbahner dazukommen. Das zeigt, dass die Plattform wächst und neue Märkte erschließt. Wenn ich einen Betrag auf die Plattform überweise ist der dann auch immer ruckzuck investiert (per Auto-Invest) – im Gegensatz zu viainvest, z.B.

    Hab auch über meine Erfahrung mit Mintos auf meinem Blog geschrieben: http://finanziellfit.de/meine-mintos-erfahrung-teil-2/
    Ist aber eher für Anfänger gedacht, die sich noch nicht so viel mit P2P-Krediten beschäftigt haben 😉

    Bleibt finanziell fit,
    Carsten

  11. Hallo ihr alle,

    ich verstehe die Zinsen bei Viainvest nicht. Erhalte ich wirklich 10-12% Zinsen auf meine investierte Summe oder ist es ein Jahreszinssatz? Ich bin mir ehrlich gesagt auch nicht sicher, ob ich die richtigen Begriffe verwende.

    Sine

    1. Hallo Sine,
      Zinssätze sind grundsätzlich immer aufs Jahr gerechnet. Dafür steht dann die Abkürzung p. a., die du vielleicht schon mal gesehen hast (per annum = pro Jahr).

      Wenn du jetzt also z.B. 1.000 Euro auf der Plattform investierst und und bis nächsten Dezember wartest, darfst du mit einer Rendite (Zinsen) von ca. 100 Euro (10%) rechnen.

      Komplizierter (aber für dich besser) wird es, wenn du noch Zinseszinsen bekommst, weil die Kredite eine kurze Laufzeit haben und die Zinsen daraus wieder neu investiert werden.

      Hoffe, es ist jetzt ein bisschen klarer für dich 😉

      Carsten

  12. Moin Daniel,

    Vielen Dank für deine Erfahrungsberichte. Ich unternehme meine ersten P2P Erfahrungen gerade bei Mintos. Das ist schon ein spannendes Feld.

    Sehr gut finde ich auch deine sich wiederholenden Gefahren Hinweise und das die Dinge auch mal gerne anders kommen. Der böse schwarze Schwan 🙂

  13. Hallo Daniel,

    hast Du auch einen aktuellen Artikel oder Stand der Dinge (für Sommer 2019)? Würde sehr gerne etwas testweise investieren, aber es gibt inzwischen sehr viele P2P Angebote. Wo könnte man denn die aktuellen Kreditsummen der Anbieter vergleichen, bzw. die größten Player finden?

    Danke im voraus

  14. Hallo, ich bin bei einer Google-Suche zu P2P-Steuerfragen bei diesem Artikel gelandet. Da er schon ein bisschen älter ist, funktioniert der Link zum BZStWeb nicht mehr: https://www.bzst.de/DE/Steuern_International/EU_Zinsrichtlinie/Formulare/Bescheinigung_SteuerIdNr_Wohnsitz.html?nn=38210

    Meine Frage ist aber noch aktuell: welches Formular oder welche Informationen muss ich hier an an meinen Steuerberater oder direkt das Finanzamt weitergeben? Vielen Dank für die Hilfe und die ganze Arbeit, die hier drinsteckt – wahnsinnig hilfreich!

    1. Hallo Dieter,

      der aktuelle Link zur Ansässigkeitsbescheinigung lautet: https://www.formulare-bfinv.de/ffw/form/display.do?%24context=B20F7B07D1128B6F60D2

      Mittlerweile benötigst Du diese Bescheinigung nur noch für ganz wenige Länder. Ich fülle sie beispielsweise nichts mehr aus, weil mir das Finanzamt die Bescheinigung schon 2x nicht zurückgeschickt hat. Ich verzichte einfach auf die betroffenen Länder.

      Bei Viainvest (und den anderen Anbietern) gibt es eine Jahresübersicht über die Zinsen. Die musst Du an Deinen Steuerberater/Finanzamt weiterleiten. Hat bei mir bisher immer funktioniert.

      Viele Grüße
      Daniel

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