Sebastian Tonn von Anyonecan im Interview: “Jeder kann anlegen!”

In der ersten Folge nach der Sommerpause interviewe ich Sebastian Tonn von Anyonecan.de. Er möchte Menschen zeigen, dass jeder ohne Probleme Geld anlegen kann. Wir sprechen über Altersvorsorge, Geldanlage, Karrierenetzwerke und viel mehr. Reinhören lohnt sich. 

Jeder kann Geld anlegen - er muss nur wollen
Jeder kann Geld anlegen – er muss nur wollen

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Überblick

Sebastian Tonn kenne ich schon seit einigen Monaten, war mit ihm in Hamburg essen und bin ein echter Fan von seinen Videos und auch von seinem Buch. Mittlerweile hat er eine eigene Kolumne bei Bild.de, tritt im Fernsehen auf und vertreibt erfolgreich seinen eigenen Kurs. Gründe genug also, um ihm mal ein paar Fragen zu den unterschiedlichsten Themen zu stellen. Herausgekommen ist ein lockeres und unterhaltsames Gespräch über Geldanlage, Altersvorsorge und Argentinien.

Präsentiert wird Dir diese Folge von meiner Mehrwertseite. Du unterstützt mich, wenn du die Buchempfehlungen über meine Links kauft. Ich erhalte dann eine kleine Provision auf Deinen gesamten Einkaufskorb.

Linksammlung:

Sebastians Website Anyonecan 

Warum Riester & Co. für die Generation Y nichts taugen

Bild.de: Kaufen Sie Aktien für die Rente

Sat.1: Sebastian im Frühstücksfernsehen

Sebastians eigenes Buch „1x Rente bitte!“

Sebastians Lieblingsbuch „Das Gleichgewicht der Welt“ 

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Über Sebastian:

  • Sebastian ist Betreiber der Website anyonecan.de, die sich um finanzielle Bildung dreht und den Normalbürger ansprechen soll. Er hat aus Überzeugung BWL studiert, mit Schwerpunkt Steuern. Er hat sieben Jahre bei Xing gearbeitet ehe er gekündigt hat um sich anyonecan.de zu widmen.

Wir haben so einige Parallelen in unseren Lebensläufen – nicht nur was das Geldanlegen angeht. Du kommst auch aus der Lübecker Bucht, hast in Tübingen studiert und hattest ebenfalls einige schmerzhafte Erfahrungen mit Beratungsprodukten gesammelt. Bei Dir war es ein Riestervertrag. Warum hast Du ihn damals abgeschlossen?

  • Aus Unwissenheit. Am Ende des Studiums sind die Finanzdienstleister auf Kundenfang und ich dachte damals, besser als nichts, und habe eine Riesterrente abgeschlossen. Dann habe ich angefangen zu arbeiten und mich mit dem Thema Geldanlage intensiver beschäftigt, Aktien gehandelt, und irgendwann gemerkt, dass die Riesterrente doch nicht das Richtige ist. Die Rendite war schwach, den Todesstoß hat dann aber die Tatsache gegeben, dass man keine Zulagen mehr bekommt und nichts steuerlich absetzen kann wenn man aus einem Angestelltenverhältnis in die Selbstständigkeit geht. Ich dachte dann, lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende und hab das Ding gekündigt.

Kann man denn diese Riesterverträge ohne Probleme kündigen?

  • Ja, man muss den Steuervorteil und die Zulagen dann aber zurückzahlen. Anders sieht es beim Rürupvertrag aus, den kann man zwar ruhen lassen aber nie wieder kündigen.

Vor sieben Jahren hast Du angefangen beim Karrierenetzwerk XING zu arbeiten. Dort entstand dann auch die Idee für anyonecan.de, oder?

  • Genau. Xing war damals ein Startup, ich war ungefähr Mitarbeiter Nr. 100 als ich anfing. Es kamen laufend neue junge Mitarbeiter dazu und spätestens wenn der Vertreter der betrieblichen Altersvorsorge ins Haus kam, um Beratungsgespräche zu führen, kam die Diskussion auf, ob das was taugt und wie man eigentlich vorsorgen sollte. Dabei habe ich festgestellt, dass große Unwissenheit und Unsicherheit vorherrscht, aber auch ein tiefes Misstrauen gegenüber jeglicher Art von Finanzvertrieb. Bei Xing arbeiten sehr schlaue Leute mit sehr unterschiedlichen Hintergründen, die trotzdem nicht wissen, was sie da eigentlich machen sollen. Das liegt aus meiner Sicht daran, dass der Markt dermaßen intransparent ist, dass man gar nicht weiß, was man da abschließt. Dann ist es so gekommen, dass man beim Mittagessen mal gesagt ist, dass das Sparen in ETFs eigentlich das beste und flexibelste ist, was man machen kann. Dann gab es natürlich erstmal große Fragezeichen, Aktien, ETFs…und dann versucht man das in Kürze zu erklären, was natürlich nicht klappt. Daraus ist die Idee für mein Buch entstanden. Beim Schreiben sind mir noch so viele zusätzliche Ideen und Themen gekommen, dass daraus dann schlussendlich anyonecan.de entstanden ist.

Im Februar 2016 hast Du dann Dein Buch „1x Rente bitte! – Die große Portion!“ über den Finanzbuchverlag veröffentlicht. Meiner Meinung nach sticht Dein Buch aus dem Wust an Veröffentlichungen heraus – vor allem durch die anschaulichen Erklärungen mit vielen Zeichnungen. Für absolute Börsenanfänger ist es die ideale Grundlage, die sie in einer Stunde durchgearbeitet haben.  Wie lautet denn das Feedback zu dem Buch von anderen Lesern?

  • Ich kriege durchweg gutes Feedback, manchmal schreiben mir wildfremde Leute und bedanken sich für das Buch. Hin und wieder gibt es auch mal negatives Feedback, ich google die Leute dann immer, und meistens sind die, die sich negativ äußern, aus der Finanzindustrie.

Parallel hast Du auch einen Kurs veröffentlicht, der den Teilnehmern die Börse und ETFs näherbringt. Gerade die Videos finde ich persönlich herausragend, weil sie das Thema ebenfalls sehr anschaulich erläutern. Wie bist Du auf das Medium Video gekommen?

  • Ich wollte einfach mal verschiedene Sachen ausprobieren. Das Schreiben macht mir mehr Spaß, aber Bewegtbild-Content lässt sich leichter anschauen.
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Auf Deinem YouTube-Kanal veröffentlichst Du regelmäßig sehenswerte Videos, in denen Du auch Begriffe wie Helikoptergeld anschaulich erläuterst. Wie viel Zeit kostet Dich denn so ein Video? Das ist ja nicht mal nebenbei erstellt.

  • Das ist ganz unterschiedlich. Ich schreibe für jedes Video eine Art Drehbuch. Es gibt Themen, wo ich selber erstmal recherchieren muss, damit ich auch nichts Falsches erzähle, das muss ja alles Hand und Fuß haben – dann brauche ich dafür länger.
  • Durchschnittlich sitze ich an der Vorbereitung für ein Video 3-5 Stunden, das Drehen geht dann relativ schnell, ich arbeite mit einer Agentur zusammen und wir machen alle paar Wochen einen Drehtag und drehen dann die Videos runter. Mittlerweile schaffen wir an einem Tag sechs oder sieben Videos.

Wie viele Leute schauen sich die Videos im Schnitt an?

  • Das ist ganz unterschiedlich. Ich habe Videos, die wurden schon über 2.000 Mal angeschaut, einige aber auch nur wenige hundert Mal. Finanzthemen gehen nicht unbedingt viral durchs Netz.

Der Erfolg kann sich wirklich sehen lassen. Du warst bei RTL Explosiv und im Sat.1-Frühstücksfernsehen, hast eine Online-Kolumne bei Bild.de und Dein Buch ist schon häufig vorgestellt worden. Wie kam es dazu?

  • Einige Sachen gingen über die Pressearbeit des Verlags, die Fernsehgeschichten kamen teilweise über private Connections, und ich habe mir vor ein paar Wochen auch PR-Unterstüzung von einem Freelancer geholt, der gute Kontakte hat und dafür gesorgt hat, dass ich hier und da platziert wurde.

Schaust du dir auch die Konkurrenz an? Andere Blogger und YouTuber?

  • Ja, ich schau mir schon immer so an, was die Anderen so machen. Generell bin ich aber nicht so der vergleichende Typ, deswegen tangiert mich das Thema Wettbewerb nicht so. Ich versuche, meine Sachen ordentlich zu machen und lasse mich von meinem Umfeld ein bisschen inspirieren.

Durch XING hast Du auch ein sehr großes Kontaktnetzwerk aufgebaut. Inwieweit war das hilfreich für den guten Start von Anyonecan?

  • Das hat mir schon sehr geholfen. Mittlerweile ist es eigentlich auch so, dass ich immer weiß wenn ich fragen kann wenn ich ein Problem habe. Das ist auch unheimlich viel wert.
  • Grade wenn man was Eigenes startet, braucht man ja auch ein privates Umfeld. Man arbeitet an seiner und Idee und braucht dann auch Leute, bei denen man sich mal auskotzen kann und mit denen man Freud und Leid teilt.

Mittlerweile bist Du ja selbst selbstständig und arbeitest auf Projektbasis für XING und an freien Tagen für Anyonecan. Wie schwer ist Dir dieser Schritt in die Selbstständigkeit gefallen?

  • Ich bin jetzt schon seit zwei Jahren selbstständig. Die Entscheidung, eine Festanstellung aufzugeben, flält natürlich schwer. Aber wenn ich es nicht gemacht hätte, hätte ich mit 45 gedacht: „Ach hättste mal!“. Ich hab’s bis heute nicht bereut.
  • Ich habe Gründungszuschuss beantragt und bekommen, das hat sehr geholfen, so konnte ich mich die ersten Monate ausschließlich um Anyonecan kümmern.
  • Mittlerweile fahre ich zweigleisig und bin als Freelancer in meiner alten Branche unterwegs. So hat man immer auch Horizonterweiterung, andere Denkanstöße, das befruchtet sich gegenseitig.

Würdest du denn sagen, Anyonecan wird irgendwann künftig die Haupteinnahmequelle?

  • Klar, das wäre natürlich mein Traum! Ich glaube aber, dass es noch eine ganze Weile dauern wird. Durch mein zweites Standbein hab ich glücklicherweise nicht den Druck, Anyonecan auf Teufel komm raus zu monetarisieren. Da steht die Bildung im Vordergrund.

Hast du denn die Erfahrung gemacht, dass die Leute bereit sind, 30€ für deinen Onlinekurs zu zahlen?

  • Ich bin im Großen und Ganzen zufrieden mit meinen Zahlen. Es ist kein Big Business, dafür fehlt die Masse. Aber eine gewisse Zahlungsbereitschaft ist schon da und ich hatte auch noch nie den Fall, dass jemand sein Geld zurück wollte.

Bild.de, RTL, Sat1 – hast du da negative Reaktionen auf deine Texte oder Börsen-Bashing bekommen?

  • Ja, hab ich. Bei meinem ersten Bild-Artikel hatte ich das ganz extrem. Ich würde aber behaupten, das waren alles Leute, die sich noch nicht näher mit meiner Website beschäftigt haben, die pöbeln dann einfach. Ich kriege aber auch manchmal Mails, in denen ich um Hilfe gefragt werde, und bin dann immer wieder überrascht, wie persönlich die Leute werden – im positiven Sinne.

Letzte Frage: Was hältst Du von Fintech-Unternehmen und legst Du dort auch Geld an, beispielsweise in P2P-Kredite?

  • Ich finde viele Angebote natürlich ganz gut, weil sie versuchen, Anlageformen transparenter zu gestalten und zugänglicher und einfacher zu machen. Für Leute, die ihre Finanzen nicht komplett selbst in die Hand nehmen wollen, gibt’s da einige gute Angebote.
  • Ich selbst mache alles selbst, ich habe noch nie in P2P-Kredite investiert, ich nutze keinen Roboadvisor.
  • Die Banken haben jahrelang in ihren dicken Sesseln gesessen und sonst was verkauft und das Ganze wird jetzt Stück für Stück ein bisschen aufgebrochen, das finde ich gut.

Wordshuffle:

Argentinien – Da hab ich eine ganz besondre Verbindung zu, weil ich da ein Jahr studiert habe. Tolles Land!

Beweglichkeit – Da gibt es ja zwei, die körperliche Beweglichkeit und die Beweglichkeit im Kopf! Ich glaube, letztere ist fast noch wichtiger, dass man nicht immer nur geradeaus geht, sondern relativ flexibel auf neue Gegebenheiten reagieren kann.

Gute Bücher – lese ich viel zu wenig! Ich hab mir für den Urlaub zwei Bücher zur Seite gelegt, die nichts mit Finanzen zu tun haben. Im Alltag lese ich eigentlich nur Online-Presse und den Spiegel im Print-Abo.

Lieblingsessen – Ich esse eigentlich alles sehr gerne. Gutes und vielfältiges Essen! Alles außer Koriander und Blauschimmel.

Ostsee – Meine Heimat, nicht gebürtig, aber da habe ich von 12 bis 19 gewohnt, meine Eltern wohnen da noch und deswegen fahre ich immer wieder gerne hin.

Reisen – Was wäre das Leben ohne Reisen? Urlaub macht jeder gerne, das ist zum Einen Entspannung, aber das ist auch Horizonterweiterung und das ist mit das Wichtigste, was man im Leben machen kann.

Rockmusik – Musik ist irgendwie gar nicht so mein Beritt. Ich weiß es schon zu genießen und ich höre auch gerne Musik, aber irgendwie ist dafür kein Platz in meinem Kopf.

Schwaben – Ich hab genauso wie du in Tübingen studiert und es gibt natürlich die Vorurteile, die jeder kennt, in gewissen Bereichen stimmt das auch, also dieses Sparen und Geldzusammenhalten, aber das ist ja auch eine gute Eigenschaft. Letztendlich steht Baden-Württemberg nicht umsonst so gut da, wirtschaftlich betrachtet, das muss auch an irgendwas liegen!

Startups – Interessantes  Feld. In meinem Kosmos relativ präsent, also ich kann subjektiv nicht sagen, dass die Gründerkultur in Deutschland nicht ausgeprägt wäre. Der Staat könnte natürlich schon ein bisschen mehr Unterstützung leisten.

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5 Antworten

  1. Mal wieder ein sehr interessanter Interviewpartner, den ich vorher nicht kannte. Das Einzige, was ich als Tipp zum Nachahmen nicht übernehmen würde, ist nur Blogposts zu schreiben, wenn man wirklich was zu sagen hat. Ich denke, gerade wenn man kein riesiges Netzwerk hat, ist die einzige Chance überhaupt gefunden zu werden und Aufmerksamkeit zu erregen, Beständigkeit. Gerade wenn man mit einem Blog anfängt und nicht gleich etliche Seiten hat, die auf einen linken ist der größte Indikator für Suchmaschinen, um eine Seite vorne mit einzusortieren wie häufig sie aktualisiert wird.

    Ansonsten fand ich es sehr interessant und werde mich mal ein wenig durch das Blog und den YouTube-Kanal klicken.

  2. Schön, dass es wieder weitergeht! Ich kannte den Interviewpartner auch noch nicht und habe mich gut unterhalten gefühlt.

    Es ist schon sehr interessant, wie unterschiedlich die Sicht auf neue Blogposts ist. Ich als vornehmlicher Konsument bin voll auf der Seite von Sebastian Tonn: Bitte, liebe Blogger, schreibt nur, wenn ihr auch was zu sagen habt. Das mach für SEO oder so nicht so toll sein, als Leser fühle ich mich aber um meine Lesezeit betrogen, wenn ich merke, dass der Autor eigentlich nur um den Artikels willen etwas geschrieben hat. Eine Häufung von Heiße-Luft-Artikeln führt bei mir dazu, dass ich Blogs komplett zu ignorieren beginne.

    Aber da hat natürlich jeder Blogger seine persönliche Strategie – was schert mich ein Dummerchen, das nicht mehr liest, wenn dafür 20 andere meinen Blog dank eines besseren Suchmaschinen-Rankings überhaupt finden. Alles sicher ein Trade-Off. Ich weiß schon, warum ich nicht blogge.

    Liebe Grüße in den Norden
    Dummerchen

  3. Gutes Interview. Ich kenne seine Videos, habe auch schon einige kommentiert. Dass er eine Riesterrente abschloss und er die Förderung in dem Moment zurückzahlen musste, als er selbständig wurde, ist ein bekanntes Problem. Ab dem Moment kann man sich jegliche Rechnerei sparen und sagen: Riester ist genauso Schrott wie Rürup. Da haben Leute mit einem Gesellschaftsmodell aus dem 19. Jahrhundert Rentenkonzepte entworfen: Einmal selbständig, immer selbständig. Einmal abhängig beschäftigt, immer abhängig beschäftigt. Ich bin mir sicher, Frau Riester und Frau Rürup haben sich während der gesamten Ehe nur um Haushalt und Kinder gekümmert. Diese zwei Köpfe sind so weit von der Lebenswirklichkeit des ausgehenden 20. Jahrhunderts und des 21. Jahrhunderts entfernt, dass sich das im Rentenkonzept widerspiegelt. Die hatten auch ganze Stäbe von Berater. Ich schätze, das waren alles Verwaltungsbeamte und Verwaltungsbeamte leben auch unter eine Käseglocke und wissen nicht, wie sich das Arbeitsleben abspielt.

  4. Sehr schönes Interview! Ich schätze sehr, dass du eine persönliche Atmosphäre schaffst, weil es das ganze einfach tiefgründiger macht. Ich würde mir in Zukunft auch ein bisschen mehr Volkswirtschaftliche Themen wünschen und mehr über Einzelaktien abseits der typischen Blue-Chips. Was sicher auch super ankommen würde: Interviews mit anderen Anlegern über deren Depots! Einfach um zu schauen, welche Unternehmen andere Menschen aus welchen Gründen wie bewerten. Nennen wir es finanziellen Voyeurismus 😀
    Weiter so!

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