„Über Skaleneffekte in der ETF- Branche, Dividenden-ETFs und Wandelanleihen“ – Interview mit Markus Weis (SPDR)

In den letzten Jahren hat sich die ETF-Branche gewaltig entwickelt. Das ist gut für die Privatanleger, denn die Skaleneffekte führen zu günstigeren Preisen bei den passiven Vehikeln. Bei den Anbietern führt es zu einem größeren Wettbewerb. Ein guter Zeitpunkt also für ein Gespräch mit Markus Weis, dem Head of SPDR ETFs Germany & Austria. Wir sprechen über die Änderungen auf dem europäischen ETF-Markt, vorteilhafte Skaleneffekte, einen preisgünstigen ETF mit 9.000 Unternehmen, Anleihen und erstaunlich gut performende Dividenden-ETFs.

Markus Weis SPDR Artikelbild

Überblick SPDR ETFs

Über ETFs habe ich im Finanzrocker-Podcast schon oft gesprochen. Nach einer längeren Pause gibt es mal wieder eine Folge, bei der ein ETF-Anbieter im Fokus steht. Die letzte ist genau genau zwei Jahre her. Damals hatte ich mit Sebastian Külps den Deutschland-Chef von Vanguard zu Gast. Heute geht es um einen Anbieter, der bisher in Deutschland noch nicht so bekannt ist, der jedoch über ein sehr interessantes und auch etwas anderes ETF-Portfolio als die anderen Anbieter im Angebot hat.

Markus Weis SPDR PortraitfotoIch habe heute Markus Weis zu Gast. Seit einem Jahr ist er für State Street Global Advisors als Chef der SPDR-ETFs für Deutschland und Österreich tätig. Vorher arbeitete Markus schon bei anderen großen Vermögensverwaltern wie Goldman Sachs, Vanguard und Fidelity tätig.

Was steckt hinter State Street Global Advisors?

Wem State Street Global Advisors nichts sagen sollte: State Street wurde schon 1792 gegründet und gehört zu den größten Vermögensverwaltern der Welt, ist in Deutschland aber eher im Hintergrund tätig. Letztes Jahr habe ich gemeinsam mit Clemens ein Video über die Aktien von Vermögensverwaltern gemacht, wo Clemens State Street auch nochmal ausführlicher vorstellt.

Als ETF-Anbieter hat State Street über die Marke SPDR 269 ETFs im Angebot und verwaltet darüber ein Vermögen von über einer Billion US-Dollar. Im Interview spreche ich mit Markus über State Street, die Herausforderungen als ETF-Anbieter in Deutschland, wie aktiv die Sampling-Methode bei großen ETFs ist und auch welche Rolle die künstliche Intelligenz bei ETFs künftig spielen könnte.

Darüber hinaus sprechen wir aber noch über die sehr gut laufenden Dividenden-ETFs von SPDR, das Thema Anleihen, das spezielle Wandelanleihen-ETF von SPDR und warum Themen-ETFs nicht im Angebot erscheinen. Ich selbst konnte aus dem Gespräch mit Markus noch einige Dinge mitnehmen und finde es beachtlich, wie mit so wenigen Portfolio Managern so ein großes Vermögen verwaltet werden kann.

Shownotes

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Zusammenfassung des Interviews

Die Entwicklung der Vermögensverwaltung hat sich in den letzten 20 Jahren stark verändert. Früher spielten Exchange Traded Funds (ETFs) keine große Rolle, während aktive Fonds die Norm waren. Doch heute sind ETFs nicht mehr wegzudenken. In den letzten Jahren haben immer mehr Investoren Geld aus aktiven Fonds abgezogen und in passive Fonds und ETFs investiert. Dieser Trend hat sich sowohl bei institutionellen Anlegern als auch bei Privatanlegern durchgesetzt.

Passives Investieren, insbesondere durch ETFs, hat sich als beliebte und kostengünstige Methode etabliert, da viele aktive Fonds nicht die erwartete Rendite liefern und hohe Kosten verursachen. Es ist daher erfreulich zu sehen, dass immer mehr Anleger den Weg zu passiven Produkten finden. ETFs ermöglichen es Privatanlegern nun auch, zu institutionellen Preisen und über einen ETF-Sparplan zu investieren.

Der auf passives Investieren spezialisierte Asset Manager State Street Global Advisors ist einer der führenden Anbieter von Exchange Traded Funds (ETFs) weltweit. Mit einem verwalteten Vermögen von über 4 Billionen US-Dollar, wovon mehr als 2,5 Billionen von institutionellen Kunden stammen, gehört State Street zu den größten Playern in der Branche. Darüber hinaus verwalten sie rund eine Billion US-Dollar in ETFs, was sie zum drittgrößten ETF-Anbieter der Welt macht. In Deutschland hat das Unternehmen in den letzten Jahren verstärkt den Fokus auf professionelle und institutionelle Investoren gelegt, möchte aber nun auch das Angebot für Privatanleger ausbauen.

SPDR als Erfinder des ersten ETFs

Die Geschichte der sogenannten Spider ETFs, die von State Street angeboten werden, ist besonders interessant. State Street gilt als Erfinder des ETFs, denn sie legten den ersten ETF der Welt auf. Der Ursprung dieses innovativen Finanzinstruments liegt im Black Monday im Oktober 1989, als der amerikanische Aktienmarkt einen massiven Kursverlust von über 20 Prozent an einem einzigen Tag verzeichnete. Die US-Wertpapieraufsichtsbehörde untersuchte

Der Exchange Traded Fund (ETF) Markt hat in den letzten Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen. Immer mehr Anleger entscheiden sich für diese innovative Anlageform, die viele Vorteile bietet. Ein spezieller ETF-Anbieter, der sich in diesem Markt besonders behauptet, ist SPDR (ausgesprochen Spider). In diesem Blogbeitrag werden wir genauer betrachten, warum Spider erfolgreich ist und wie sie es schaffen, ihre Preise so attraktiv zu halten.

Ein entscheidender Faktor für den Erfolg von Spider ist ihre Größe und Effizienz. Durch ihre Größe können sie Skaleneffekte nutzen und dadurch Kosten einsparen. Im Gegensatz zu aktiv gemanagten Fonds, die ein großes Team von Portfoliomanagern und Analysten benötigen, um eine hohe Anzahl von Assets zu verwalten, können ETFs mit weniger Personal auskommen. Spider hat beispielsweise nur 15 Portfoliomanager, obwohl sie ein Vermögen von 800 Milliarden Euro in Aktien-ETFs verwalten. Dies ermöglicht es ihnen, Kosten zu senken und diese Einsparungen an ihre Anleger weiterzugeben.

Die Welt der Exchange-Traded Funds (ETFs) hat in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Doch mit der wachsenden Beliebtheit dieses Anlageinstruments entsteht auch eine gewisse Überfülle an Produkten. Im Interview gehen wir genauer auf diese Übertreibung im ETF-Bereich eingehen und versuchen, ihre potenziellen Auswirkungen beleuchten.

Es ist unbestreitbar, dass ETFs eine attraktive Möglichkeit sind, um in verschiedene Anlageklassen zu investieren. Sie bieten eine breite Diversifikation, niedrige Kosten und eine einfache Handelbarkeit an der Börse. Allerdings hat die steigende Anzahl an ETFs auch zu einer Flut von spezialisierten und themenbasierten Produkten geführt.

Dividenden-ETFs sind bei vielen Anlegern beliebt, da sie die Möglichkeit bieten, von den regelmäßigen Ausschüttungen von Dividenden zu profitieren, ohne einzelne Aktien auswählen und über

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