“Schönes neues Geld oder das Ende der Freiheit?” – Interview mit Dr. Norbert Häring

Das Bargeld muss weg! So lautet zumindest die Meinung der Bezahlindustrie. Immer öfter wird mit EC-Karten, Amazon-Guthaben, Paypal oder Kreditkarten bezahlt. Am Ende bezahlen wir damit mit der Freiheit des Individuums, weil jede Transaktion nachvollziehbar ist. Diese Meinung vertritt der Wirtschaftsjournalist Dr. Norbert Häring und hat über dieses Thema ein spannendes Buch namens “Schönes neues Geld?” geschrieben. Darüber und über viel mehr sprechen wir ausführlich in der neuen Podcast-Folge.

Norbert Häring im Interview

Überblick

Ich zahle sehr viel kontaktlos mit meinen Kreditkarten und auch mit Paypal. Ehrlich gesagt ist es mir auch ziemlich egal, ob jemand sehen kann, was ich mir in der Drogerie, der Bäckerei, bei Ebay oder bei der Bahn gekauft habe. Was sollen die Statistiksammler damit groß anfangen?

Als ich dann die Werbung für das Buch von Norbert Häring in meinem Postfach hatte, dachte ich mir, dass so ein kontroverses Thema mit Sicherheit interessant zu lesen wäre. Der Untertitel lautet nämlich: “Paypal, Wechat, Amazon Go – Uns droht eine totalitäre Weltwährung”. Klingt nach absoluter Verschwörungstheorie.

Als ich das Buch dann in den Händen hielt und anfing zu lesen, änderte sich mit jedem weiteren Kapitel meine Meinung jedes Mal ein Stückchen. Es entstanden zahlreiche Fragen, ob das denn nun alles so stimmt, wie es da steht. Norbert Häring macht aber nicht den Fehler, indem er spekuliert, sondern alles mit vielen belegbaren Quellen belegt. Je mehr ich las, um so fragwürdiger wurden die Machenschaften der zahlreichen genannten Unternehmen.

Es geht beispielsweise um Feldversuche in Indien und Afrika zum digitalen Bezahlen und Identitätsnachweise. Finanziert unter anderem von der Bill Gates-Stiftung. Es geht darum, das Bargeld abzuschaffen, um die Leute ins System zu holen. Und es geht auch um das sogenannte Social Scoring, das in China eingeführt wird. Darüber hatte Garvin ja schon im Hörerinterview berichtet. Am Ende war mir klar: Hier muss ich ein Interview mit dem Autor führen.

Herausgekommen ist ein völlig anderes Interview als sonst, bei dem ich gar nicht so viele Gegenargumente bringen konnte, weil ich mir die Buchquellen ja ebenfalls angeschaut hatte. Vielmehr sehe ich jetzt einige meiner Investments im Aktienportfolio mit etwas anderen Augen.

Wenn dir das Interview gefällt, kaufe auf jeden Fall auch das Buch, weil dort noch viel mehr Aspekte beleuchtet werden als im Interview selbst. Der Buchkauf lohnt sich auf jeden Fall.

Norbert Häring: Schönes neues Geld: PayPal, WeChat, Amazon Go – Uns droht eine totalitäre Weltwährung
37 Bewertungen
Norbert Häring: Schönes neues Geld: PayPal, WeChat, Amazon Go – Uns droht eine totalitäre Weltwährung
  • Häring, Norbert (Autor)
  • 256 Seiten - 16.08.2018 (Veröffentlichungsdatum) - Campus Verlag (Herausgeber)

Sollst du jetzt nicht mehr digital bezahlen? Nein! Darum geht es auch nicht, wie Norbert Häring am Ende selbst sagt. Es geht darum, die Menschen für die Themen Bargeld und digitales Bezahlen zu sensibilisieren. Und natürlich welches System und welche Ziele der Unternehmen dahinter stehen.

Das wird von den Medien selten aufgegriffen und interessiert einen persönlich auch nicht so sehr. Da nehme ich mich gar nicht aus. “Schönes neues Geld” hat tatsächlich auch bei mir ein Interesse daran geweckt. Beim Bäcker und in der Drogeriekette zahle ich aber weiterhin kontaktlos mit meiner Kreditkarte.

Shownotes

Zur Webseite von Norbert Häring

Zum Buch “Schönes neues Geld”*

Zum Buch „Die Abschaffung des Bargelds und die Folgen“*

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Diese Folge wird Dir präsentiert von meinen Podcast- und Hörbuchempfehlungen. Seit vielen Monaten nutze ich Audible für meine Hörbücher und auch Podcasts. Seit November 2017 gibt es auch bei Audible Podcasts, die exklusiv und richtig gut produziert wurden. Thematisch ist von Wirtschaft über Nachrichten bis hin zu tollen Interviews alles dabei.

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Passend zum Thema dieser Podcastfolge empfehle ich folgende Hörbücher bei Audible:

Die Optimierer
194 Bewertungen
Die Optimierer
  • Theresa Hannig (Autor) - Richard Barenberg (Sprecher)
QualityLand: Dunkle Edition
1.148 Bewertungen
QualityLand: Dunkle Edition
  • Marc-Uwe Kling (Autor) - Marc-Uwe Kling (Sprecher)

In beiden geht es um Social Scoring, die Macht großer Konzerne, digitales Geld und noch viel mehr. Beide Hörbücher haben mir sehr gut gefallen. Während “Qualityland” extrem lustig und ironisch ist, ist “Die Optimierer” deutlich düsterer. Im Audible Probeabo* ist eins der beiden für dich kostenlos.

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Zusammenfassung des Gesprächs mit Norbert Häring

Norbert Häring im InterviewÜber Norbert Häring:

  • Nobert Häring ist Finanzjournalist, war schon bei verschiedenen Wirtschaftszeitungen, jetzt beim Handelsblatt und hat in VWL promoviert. Wirtschaft ist sein Leib- und Magen-Thema. In seinen Büchern „Die Abschaffung des Bargelds und die Folgen“ und „Schönes neues Geld“ hat er sich mit dem Thema Bargeld auseinandergesetzt.

Welche Rolle spielt Bargeld für Sie?

  • Als ich mein Buch “Die Abschaffung des Bargelds und die Folgen” geschrieben habe, hatte ich den Eindruck, dass da mehr passiert als man sieht. Dass da eine Kampagne dahintersteckt, und dafür habe ich Indizien zusammengetragen.
  • Jetzt habe ich die Kampagne zusammen und kann Ross und Reiter nennen und genau beschreiben, wie das funktioniert, dass man an den Parlamenten vorbei kommt und keiner was mitkriegt, wie die Akteure die Macht über das Finanzwesen ausbauen und verteidigen. Darum geht es in dem Buch “Schönes neues Geld”.

Was ist finanzielle Inklusion?

  • Finanzielle Inklusion ist das Tarnwort für Bargeldabschaffung. Bei uns in den Industrieländern wird es nicht benutzt, hier geht es angeblich um Terrorvermeidung, Geldwäschevermeidung und sowas, aber in den armen Ländern, die von Weltbank, Stiftungen und Regierungen dahingetrieben werden das Bargeld abzuschaffen, da ist finanzielle Inklusion das Tarnwort.
  • Finanzielle Inklusion ist ein Modewort, das bedeutet, die Leute ins System zu bringen. Inklusion kann man auch als “Einschließen” übersetzen. Man soll ins moderne digitale Bankensystem eingeschlossen werden und da nicht mehr raus können. Bargeld ist die Möglichkeit, auch außerhalb dieses Systems etwas zu machen. Und das soll unterbunden werden.

In Indien wurden von heute auf morgen die meisten Geldscheine verboten und man konnte nicht mehr damit bezahlen. Was war der Hintergrund dieser Aktion?

  • Angeblich ging es darum, Geldwäsche und Schwarzgeld aufzudecken. Das Geld musste man bei der Bank einzahlen und bei größeren Mengen nachweisen, woher man es hat. Die angebliche Idee war, dass die Schwarzgeldbesitzer das nicht können und das Geld dann lieber verfallen lassen. Das war von vornherein Quatsch, weil das meiste Schwarzgeld natürlich in Grundstücken und im Ausland angelegt ist und nicht in Banknoten. 99% des Geldes ist zurückgelaufen und wurde eingezahlt. Diejenigen, die Schwarzgeld hatten, haben andere Wege gefunden. Dann ist die Regierung auf das Argument gewechselt, es ginge um finanzielle Modernisierung und Inklusion. Die Aktion war fast autoritär. Man muss sich vorstellen, dass ca. 90 % der Bevölkerung keine Karten hat, es war kein Bargeld im Umlauf! Das hat ganz vielen Menschen extreme Not bereitet und zwar genau jenen, denen angeblich durch die finanzielle Inklusion geholfen werden sollte. Es war sehr deutlich, wie heuchlerisch das ist.

Sie haben im Buch geschrieben, dass da große Firmen im Hintergrund die Fäden ziehen. Ganz häufig nennen Sie die Stiftung von Bill Gates. Hat die da auch eine Rolle gespielt?

  • Ja, die ist da aufs Engste involviert. Es gab 2015 in Washington ein Forum für finanzielle Inklusion. Es gibt einen Videomitschnitt, da redet Bill Gates als ob er der Vizekönig von Indien wäre. Er ist da auch extrem einflussreich. Wenn er kommt, sind der Regierungschef und die halbe Regierung da, um an seinen Lippen zu hängen.
  • Die Digitalisierung des Zahlungsverkehrs bedeutet, dass alles was gekauft wird, zentral nachverfolgt werden kann. Das ist natürlich schön und nützlich und wird deswegen aus politischen Gründen auch vorangetrieben.

Hatte die indische Landbevölkerung überhaupt eine Möglichkeit, an Geld zu kommen?

  • Ja, es war ganz schwierig. Die mussten ohne Übertreibung tagelang bei den Banken anstehen im totalen Chaos um ihr Geld einzuzahlen und konnten in der Zeit natürlich auch nicht arbeiten.
  • Viele kamen damit zurecht, wenn sie sozial eingebunden waren und irgendwo anschreiben lassen konnten oder so was. Schwierig war es vor allem für die am Rande der Gesellschaft. Für die vielen Wanderarbeiter, die kein Geld mehr gekriegt haben, weil der Arbeitgeber kein Geld mehr hatte.  Die waren ganz schlimm dran.

Darüber hinaus wurde ein neues Identifikationssystem namens Aadhaar entwickelt. Welche Vor- und Nachteile hat so ein digitales System?

  • Das ist ein System, in dem in einer zentralen Datenbank die biometrischen Daten von allen Bürgern hinterlegt sind  – nach Regierungsangaben über eine Milliarde, also fast alle Erwachsenen – mit Iris-Scan und Fingerabdruck von allen Fingern. Wenn man irgendein Bankgeschäft macht, kann die Bank anhand Aadhaar-Nummer und Iris-Scan die Identität des Kunden prüfen.
  • Datenschutzmäßig ist das eine totale Katastrophe, da ist alles schiefgegangen. Die Identifikation funktioniert auch oft nicht und dann bekommen die Leute ihr Geld nicht.
  • Es gibt ziemlich viele Indizien und auch kompetente Leute in Indien, die sagen, dass die Sicherheitsbehörden und Geheimdienste direkten Zugang zu diesen Datenbanken haben und das ist in anderen Ländern mit Sicherheit auch so.

Ein häufiges positives Beispiel ist M-Pesa, also das Bezahlen und Geld abheben über ein altes Mobiltelefon in Kenia. Wie funktioniert das eigentlich genau und wer hat es entwickelt?

  • Grob beschrieben läuft das über SMS-Nachrichten. Sicherheitsmäßig ist auch das eine ziemliche Katastrophe und es ist extrem teuer, zum Teil bis 30% des Betrages. Das wird immer als leuchtendes Beispiel rausgestellt, aber ich habe eine Analyse gelesen, in der ganz klar steht, dass der gleiche Anbieter das in Tansania für ein Zehntel der Kosten macht. Das System wird gern als afrikanische Errungenschaft dargestellt, die sich daraus entwickelt habe, dass Leute Telefonguthaben getauscht haben. Das ist falsch, der Anbieter heißt Safaricom, eine Tochter von Vodafone, und die haben mit Geld von der britischen Entwicklungsbehörde eine Marktstudie für Kenia gemacht. Da kam die Idee auf, man könnte die Mikrokredite übers Telefon vertreiben. Daraus ist das entstanden und da war auch wieder Bill Gates mit seiner Stiftung involviert.
  • In Nigeria kann man kein Geld mehr abheben ohne in einer biometrischen Datenbank zu sein, die Leute werden da rein gezwungen. 

Lassen sich bestimmte Punkte die in den Schwellenländern ausprobiert wurden, auch hierzulande umsetzen?

  • Das ist die Absicht. Das kann man auch in den Jahresberichten der Gates-Stiftung nachlesen. Die Datenbanken kommen bei uns ja auch. Die biometrische Identifizierung wird auch immer mehr zur Norm, wenn man z.B. sein Smartphone entsperren möchte. In China ist es schon Pflicht, da dürfen die Facebook- und Googleäquivalente einen nicht mehr reinlassen, wenn man sich nicht biometrisch bei seinem Gerät identifiziert hat.

Vor einiger Zeit hatte ich einen Hörer aus China im Interview, der von seinen Erlebnissen berichtet hat. Dazu gehörten auch das mobile Bezahlen und das Social Scoring. Beides greifen Sie in Ihrem Buch ebenfalls auf. Bedingt hier das eine das andere?

  • Bedingt wäre ein bisschen zu hart gesagt, aber es ist eng miteinander verbunden. Dieses Scoring ist in starkem Maße aus der Finanzszene entstanden, man kennt das hier von Kreditwürdigkeit-Scores. 
  • Letztlich geht es um die Digitalisierung, nicht nur aber vor allem auch des Zahlungsverkehrs, die es eben möglich macht, alles automatisiert zu überwachen und zu speichern. Das ist im Zahlungsverkehr besonders wichtig. Da gibt es noch das Bargeld als Bollwerk und Oase der Privatheit, weil das nicht digitalisiert überwachbar ist.

Jetzt stelle ich mir als jemand, der häufig kontaktlos bezahlt, die Frage warum ich das auch kritisch sehen sollte. Müsste ich jetzt auf alles was neu und bequem ist verzichten?

  • Das muss jeder für sich sehen. Ich bin da kein Extremist, ich nutze auch Überweisungen und EC-Karte. Ich versuche bar zu bezahlen, wenn es kein großer Aufwand für mich ist, aber ich bestelle auch schon mal bei Amazon und davon geht die Welt dann nicht unter. 
  • Das Perfide an dieser Entwicklung ist, dass das für die Nutzer keine direkten Nachteile hat. Die meisten Leute sagen sich zurecht, ich bin ja viel zu unwichtig und unauffällig als dass jemand diese Daten gegen mich nutzen würde. Aber auch unsere Gesellschaft kann sich zu einer Duckmäuser-Gesellschaft entwickeln, wo jeder weiß, dass alles überwacht und gespeichert wird. Jeder verhält sich so wie es erwartet wird und die wenigen, die es nicht tun, werden rausgepflückt. Dann lebt man in einer schönen neuen Welt, wo jeder eine Rolle kriegt und zurechtoptimiert wird und nicht aus der Reihe tanzen kann. Die meisten von uns wollen nicht in so einer Welt leben.

Würden Sie freiwillig in so einen Amazon-Go Laden gehen, wie es den jetzt in Seattle gibt?

  • Also reingehen würde ich, aber ich nutze keine Apps und kein Smartphone, ich würde da wahrscheinlich gar nicht reinkommen. Irgendwann wird auch die verrückteste Überwachungstechnologie normal. Dass man sich massivster technischer Überwachung aussetzt, um ein oder zwei Minuten Wartezeit an der Kasse zu sparen, ist ja an sich schon völlig verrückt.

Wo können die Hörerinnen und Hörer mehr über Sie und Ihr Buch erfahren?

  • Das Buch finden Sie beim Campus Verlag. Bei mir auf dem Blog finden Sie auch alle Infos und Buchbesprechungen.

Wordshuffle:

Rundfunkservice – Das sind meine Prozessgegner, weil die nicht wollen, dass ich meinen Rundfunkbeitrag bar bezahle.

Glücksspielgebühren – Die Kreditkartenbetreiber VISA und Mastercard nehmen jetzt Gebühren dafür, wenn man seine Kreditkarte für Glücksspiel einsetzt, also im Casino oder Internet. Darüber habe ich dann gelernt, was die alles erfahren, wenn man mit Karte bezahlt.

Blockchain – Da denke ich an Kryptowährung. Da hoffen viele, dass das der Bargeld-Ersatz sein kann. Ich bin da skeptisch, weil ich nicht an technische Lösungen für gesellschaftliche Fragen glaube.

Rockmusik – Da denke ich an meine Jugend.

Reisen – Reisen tue ich sehr gerne. Momentan ringe ich mit mir, weil ich versuche meinen Fußabdruck zu reduzieren und deswegen seit einem Jahr nicht geflogen bin.

Glück – Das Glück liegt auf der Wiese, ich bin ein Landei.

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12 Antworten

  1. Ein sehr interessanter Podcast, in dem auch viele Zusammenhänge genannt wurden, die ich so auch noch nicht auf dem Schirm hatte. Und ich schwanke ja auch selbst zwischen der Bequemlichkeit und dem Schutz meiner Daten.
    Das Buch steht jetzt auf meiner Wunschliste. Vielleicht noch als Buchtipp zum Thema “Was wäre, wenn bereits die Nazis die Möglichkeiten von heute gehabt hätten?”
    Andreas Eschbach: NSA – Nationales Sicherheits-Amt

  2. Also ich “hasse” ja auch Bargeld. Seit einiger Zeit kann ich nun endlich bei Rewe an der Kasse mit dem Handy bezahlen. Bei Aldi soll es anscheinend auch schon mit Google Play gehen, nur anscheinend bei mir noch nicht
    Wobei hier das Personal wohl noch nie eine Schulung dazu bekommen hat, da ich immer nur in ratlose Gesichter kucke wenn ich Google Play oder NFC erwähne aber das wiederum ist ja eine andere Geschichte.

    Das Buch habe ich mir direkt bestellt, bin gespannt ob es mich umstimmt.

    1. Mir geht es ja nicht anders. Ständig schaut mich das Personal hinter der Kasse komisch an (außer bei Lidl und Rossmann mittlerweile), wenn ich kontaktlos bezahle. Teilweise wollen die sogar immer noch meine Karte nehmen. Aber es bessert sich so langsam.

      Durch das Buch ändere ich zumindest beim Bezahlen meine Meinung nicht. Aber ich sehe Sachen wie beispielsweise die Amazon-Kreditkarte sehr kritisch. Norbert Häring schreibt im Buch vom Amazon-Dollar und das wäre sehr gefährlich. Leider ist das nicht mal ein abwegiger Gedanke.

      Apropos Kreditkarten: Ich habe zum Interview noch eine Anmerkung. Hier in Thailand gibt es eine ganz starke Zweiteilung der Geschäfte/Restaurants bei der Kreditkartenzahlung. Während die meisten Mastercard bevorzugen, lässt sich in einigen Geschäften (wie 7Eleven auf Ko Samui) ausschließlich mit Visa bezahlen. Das steht schon oft am Eingang mit einem Schild á la “We prefer Mastervard”. In Deutschland bekommen wir diesen Zweikampf gar nicht so mit. Hätte ich nicht beide Anbieter hier gehabt, hätte ich mit Mastercard jedenfalls nicht bezahlen können.

      1. *ich meinte immer Google Pay (nicht Mal meine Autokorrektur akzeptiert dieses Bezahlsystem)

        Vom Amazon-Dollar habe ich auch schon Mal gelesen. Ich weiß aber leider nicht mehr wo und in welchem Zusammenhang. Ich hoffe das Buch kommt demnächst an. 🙂

        Ich bin gerade in Madrid und hier geht alles per Kreditkarte und immer Kontaktlos. Ich bin hiervon sehr begeistert aber eben auch wieder enttäuscht, dass es in Deutschland leider noch so als “Teufelszeug” gehalten wird.

        Ich muss Mal drauf achten, ob dass hier auch der Fall ist. Ich hatte aber bisher mit meiner Visa absolut kein Problem.

  3. Hallo Daniel,
    Vorab: ich bin ein großer Fan Deiner Podcasts und freue mich immer schon, wenn der neue erscheint. Gestern mußte ich jedoch zum ersten Mal beim Joggen den Podcast stoppen und auf den nächsten springen. Ehrlich, so viel Quatsch auf einen Haufen habe ich schon lange nicht mehr gehört, es war nicht mehr zu ertragen. Bill Gates, der Mann, der 60 Milliarden seines Vermögens ausgegliedert hat und mit seiner Stiftung z.B. Die Malaria-Impfung finanziert (was alle Staaten zusammen nicht wollten oder konnten) soll im Namen der amerikanischen Geheimdienste die Welt finanziell ausspionieren… warum zum Teufel sollte er das tun? Was hätte er davon, wenn er weiß, daß Bauer X seinem Zulieferer Y 50 Rupien überweist?
    Ja, die Umstellung der Banknoten in Indien auf neue! Banknoten, nicht auf ein digitales Verfahren war schlecht. Schlecht, weil dumme Politiker, die wie immer keine Ahnung haben, was sie treiben, irgendetwas beschließen, das sie selbst nicht betrifft (Thaleb: Skin in the game). Dazu kommt eine brutale Bestechungs-Kultur in diesen Ländern, die dazu führt, daß der, der es möchte, gegen Geld alles bekommt. Aber ist das die Schuld von Bill Gates? Mal ehrlich!
    Ja sogar mit Apple hat sich der gute Bill verschworen, damit wir jetzt alle Touch-ID oder Face-ID nutzen und die CIA (wahlweise NSA) unsere Daten bekommt. Komisch, bleiben doch die biometrischen Daten bei Apple auf dem Gerät und gehen gar nicht zu Apple. Aber vermutlich hat Bill schon vor langem Angela Merkel bestochen, da wir ja alle bei Ausstellung eines Personalausweises unseren Fingerabdruck abgeben müssen… wurde gar nicht erwähnt.
    Und dann, oh Graus soll man sich im Internet als der erkennen zu geben, der man tatsächlich ist! Mann, dann könnte man ja nicht mehr unter einem Pseudonym irgendwelchen Schrott über Ausländer oder Rechte oder den Nachbarn von sich geben. Furchtbar! Vielleicht hat ja Bill sogar in seinem ersten Leben die Welt bestochen, so etwas wie Nummernschilder für Autos einzuführen, bei der man sehen kann, wer einem mal wieder die Vorfahrt genommen hat… wäre wahrscheinlich viel friedlicher auf den Straßen, wenn alle anonym fahren würden…

    Noch zuletzt ein Satz zur Abschaffung von Bargeld (was ich für falsch halte). Warum wollen das denn die Politiker und vor allem die linken (wahrscheinlich auch Opfer von Bill Gates): Damit die bösen Reichen nämlich keine Steuern mehr hinterziehen können! Das ist doch der primäre Antrieb in diesem Land und in Europa allgemein dazu… kein Wort dazu von dem Autor.

    Statt dessen hätte er sich mal lieber mit so obskuren Geschichten wie der Einführung der Telematik-Infrastruktur in der Medizin beschäftigen sollen. Da werden nämlich in absehbarer Zeit auf Wunsch der KK und der Poilitik riesige Datenbanken mit Gesundheitsdaten entstehen, die mit Sicherheit gehackt werden… aber kommt hier Gegenwehr von der Gesellschaft?? Nicht erkennbar…

    Von Dir hätte ich mir (in dem Teil, den ich gehört habe) ein paar kritische Fragen zu diesen doch sehr abstrusen Ideen gewünscht. Bleibe trotzdem ein treuer Hörer, Du machst sonst einen sehr guten Job…

    Grüße,

    Peter

    1. Hallo Peter,

      vielen Dank für Dein Feedback. Es ist tatsächlich so, dass die Meinungen bei der Folge sehr stark auseinander gehen. Es gibt viel Lob, aber auch viel Kritik.

      Damit habe ich auch gerechnet.

      Die Aussagen über Bill Gates hat Norbert Häring ja im Buch mit diversen Links und Quellen untermauert – gerade zur Allianz gegen das Bargeld. Vor dem Hintergrund des Buches musste ich mich auf einige wenige Themen aus dem Buch konzentrieren, sonst wäre es ausgeartet. Vieles habe ich gar nicht angesprochen. Deswegen habe ich mich bewusst zurückgehalten und empfehle daher das Buch. Jeder kann sich – wenn er mag – mit dem Buch beschäftigen oder wenn nicht, den Podcast ausmachen. So wie Du. Finde ich völlig legitim.

      Würde ich das Buch nicht für absolut lesenswert halten, hätte ich das im Podcast nicht gefeatured. Ich bin derselben Meinung wie die anderen 5-Sterne-Rezensenten bei Amazon – siehe auch meine Anmerkungen in diesem Artikel.

      Aber keine Angst: Das war es erstmal für das nächste halbe Jahr mit Verschwörungstheorien.

      Viele Grüße
      Daniel

      1. Ich würde Dr. Häring nicht vorschnell als Verschwörungstheoretiker abtun. Vieles von dem, was er sagt, ist schon irgendwie nachvollziehbar. Wie Peter habe ich mich aber auch die ganze Zeit gefragt, warum sollten sie. Der Mann ist m.E. nicht überzeugend, weil die ganzen einzelnen Anekdoten in der Gesamtschau schon eher etwas zusammengesponnen wirken.

        Das Gefühl hat sich für mich dann handfest bestätigt, wenn er über PayPal (an alle Deutschen, das wird PayPäl ausgesprochen, nicht PayPowl) und Datenschutz spricht. An der Stelle werden zwei Punkte deutlich:

        1. Er hat keine Ahnung von Datenschutz und
        2. versteht deshalb den entsprechenden Datenschuzthinweis falsch und zwar so falsch, dass er zu seinem Narrativ passt.

        Das weckt in mir natürlich den Verdacht, dass er auch andere “Beweise” (vllt. sogar willentlich) falsch versteht. Mit anderen Worten, er sieht hinter jedem Busch einen Teufel… oder so.

        Und bitte, Daniel! Dieses unsägliche Qualityland sollte nicht noch mehr Werbung bekommen. Das ist sowas von flach, sowohl vom Inhalt als auch vom Humor. Bei den Känguru-Geschichten dachte ich bisher: “Die sind einfach nichts für mich, das liegt nicht am Autor.” Aber Quality-Land müsste eigentlich genau für mich sein und ich finde es trotzdem ziemlich schlecht. Ich würde sagen das Potenzial des Buches wurde durch den falschen Autor ruiniert. Ich glaube das ist eher was für Leute, die ihr Geld bei der Stadtsparkasse haben, sich am Wochenende auf ne Bierbank setzen und auf zwei und vier klatschen.

        1. Also zu Qualityland kann ich nur sagen: Mir hat es sehr gut gefallen, obwohl ich mit den Känguru-Stories überhaupt nix anfangen kann. Und ich glaube, dass die 73% an 5-Sterne-Bewertungen bei Amazon eine ziemlich deutliche Sprache sprechen. Am Ende spielt hier der persönliche Geschmack aber auch eine große Rolle.

          Bei Norbert Häring ist es so, dass ich dem ganzen anfangs auch ziemlich kritisch gegenüberstand. Aber hier hilft das Lesen des Buchs tatsächlich, um das Ganze besser zu verstehen. Dass Herr Häring selbst vieles etwas anders sieht als die Allgemeinheit zeigt natürlich die Aussage, warum er selbst keine Smartphones nutzt. Das sagt viel über ihn aus.

    2. Mir geht es ähnlichere Peter. Vieles in der Folge wirkt etwas einseitig und wenig kritisch hinterfragt. Bargeld ist ja an sich ein schönes Thema für den Podcast. Aber in dieser Form doch sehr fragwürdig. Ansonsten bin und bleibe ich ein großer Fan. Vg Max

      1. Hallo Daniel,

        also mir gehts leider auch so: Hier hätte man mehr nachhaken müssen. Dein Gast erklärt leider viel zu wenig, was eigentlich sein Problem mit Bill Gates und Weltbank ist.

        Ich finde es nur nur nachvollziehbar, dass Geldgeber in Regionen, in denen unsere Standards nur ansatzweise etabliert sind, gern wüssten was mit ihrem Geld passiert. Und bargeldlos heißt halt auch Schwarzgeldströme auszutrocknen oder zumindest nachvollziehbar zu machen.

        Die Register, die dort aufgebaut werden, finde ich auch alles andere als obskur: Unser Einwohnermeldewesen macht nämlich nichts anderes. Eine funktionierende öffentliche Verwaltung aufzubauen kann nur sinnvoll sein.

        Auch sein Beispiel, dass die Bank sich meldet, wenn ein Versuch des Missbrauchs seiner Kreditkarte erkannt wird anhand seiner Zahlungsströme, finde ich schräg. Ich finde es ungemein beruhigend, dass die Bank für die Sicherheit meiner Karte und damit auch meines Vermögens Sorge trägt.

        … von daher: Hrmpf. In gewissen Wählerschichten wird man die verschwörerischen Andeutungen aber sicher gern lesen.

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