“Im Family Office setzen wir nicht auf Indexfonds!” – Interview mit Catharina Weber vom Tresono Family Office

Family Offices verwalten das Großvermögen reicher Unternehmerfamilien strategisch. In Deutschland gibt es mittlerweile über 400 Single- und Multi-Family-Offices. Aber wie funktioniert die Zusammenarbeit mit den Familien? Auf welche Asset Allokation setzen die Superreichen und wie unterscheidet sie sich von Privatanlegern? Und was für Menschen arbeiten in Family Offices? Mit Catharina Weber vom Tresono Family Office blicke ich hinter die Kulissen.

Family Office Catharina Weber Tresono Artikelbild

Überblick Interview Catharina Weber

Catharina Weber ist seit einigen Jahren für unterschiedliche Family Offices in Deutschland tätig. Seit Mai arbeitet sie als Senior Beraterin beim Tresono Family Office in Köln.

Im Gespräch sprechen wir darüber, was Family Offices eigentlich sind, welche Aufgaben sie für Unternehmerfamilien und Stiftungen übernehmen und wie so ein Family Office aufgebaut ist.

Darüber hinaus geht es um die Asset Allokation der Familien. Diese unterscheidet sich nämlich grundlegend von Privatanlegern.

Und wir sprechen über die Learnings, die Catharina aus der Zusammenarbeit mit den reichen Familien mitnehmen konnte.

Dieses Thema ist komplett neu im Finanzrocker-Podcast und ist daher ein schöner Abschluss für diese Staffel.

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Zusammenfassung des Interviews

Family Office Catharina Weber PortraitÜber Catharina Weber

Catharina arbeitet schon seit über zwölf Jahren für unterschiedliche Family Offices. Darüber hinaus arbeitete sie für Ernst&Young und Edelman. Seit 2014 ist sie auch im Verband unabhängiger Family Offices tätig.

Erstmal vorab: Was steckt denn hinter der Bezeichnung Senior Beraterin. Was berätst Du denn konkret?

Als Senior Beraterin bin ich strategische Beraterin für die Familien und ihr Vermögen. Ich berate ganzheitlich über alle Anlageklassen hinweg, formuliere eine Vision für das Vermögen und mache die Nachfolgeplanung. Ein Punkt der mir besonders am Herzen liegt ist, das Thema Aus- und Weiterbildung der Next Gen. Das Thema Humankapital spielt beim Family Office eine große Rolle!

Konkret geht es beispielsweise um die Cashflow-Planung, ob die Gründung einer Familien-Holding-Struktur sinnvoll ist usw. Bei den einzelnen Anlageklassen gebe ich einen Überblick und die einzelnen Fachexperten kümmern sich um die Beratung und Umsetzung.

Was ist ein Family Office?

Was ist eigentlich ein Family Office? Wo liegen die Unterschiede zwischen Single- und Multi-Family-Offices?

Die Idee ist, das eigene Privatvermögen genauso professionell zu verwalten wie ein Unternehmen – mit Geschäftsführung, Controlling, Buchhaltung, Backoffice und Einkauf bzw. Investmentabteilung. 

Dieses Team ist nur den Interessen der Familie, die betreut wird, verpflichtet, erarbeitet und betreut eine Anlagestrategie und berät zu allen Finanzfragen z. B. auch zu Banken oder Unstimmigkeiten mit dem Finanzamt.

Der Begriff „Family Office“ ist weder einheitlich definiert noch geschützt. Man unterscheidet zwischen Single- und Multi-Family-Offices. Ein Single-Family-Office kümmert sich nur um eine Familie und ist sozusagen bei ihnen angestellt. Hier bestehen keine wirtschaftlichen Interessenskonflikte. Ein Single-Office ist ab einem dreistelligen Millionen-Vermögensbetrag sinnvoll.

Ein Multi-Family-Office ist hingegen ein Anbieter für mehrere Familien. Dadurch wird die personelle und technische Infrastruktur auf viele Köpfe bzw. Familien verteilt und die Kosten aufgeteilt.

Du bist ja schon sehr lange für unterschiedliche Family Offices tätig. Wie kam es eigentlich dazu, dass Du dort angefangen hast?

Mein Vater hat im Jahr 1999 ein Multi-Family-Office gegründet. Daher begleitet mich das Thema schon seit meiner Kindheit. 

Ich fand es immer spannend, mit welch unterschiedlichen Menschen man in Kontakt kommt und dass es neben den Finanzen sehr viel um persönliche und zwischenmenschliche Themen geht

Heute bin ich bei Tresono eher der Generalist und wie ein Projektmanager für die einzelnen Anlageklassen zuständig.

Du bist auch in einem Verband tätig, oder? Was machst Du dort?

2014 haben wir den „Verband unabhängiger Family Offices“ gegründet. Wie gesagt, ist der Begriff „Family Office“ nicht geschützt, so dass sich jeder so nennen kann und es zu Missbrauch und mangelnder Transparenz kommen kann.

Zusammen mit sieben Vertretern von Family Offices haben wir einen Verein gegründet, um eine Plattform für Erfahrungsaustausch zu schaffen. Wir zählen aktuell 50 Mitglieder, darunter mehrere Single- und Multi-Family-Offices als auch Wissenschaftler, die sich mit dem Thema Family Offices an Universitäten beschäftigen.

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Wie viel Vermögen für Family Office?

Über wie viel Vermögen muss ich verfügen, um zu einem Family Office zu gehen?

Bei vielen Familien ist es so, dass sie ein hohes Vermögen in einer Unternehmensstruktur haben, aber weniger privates Vermögen.

Ein Single-Family-Office ist ab einem privaten freien Vermögensbetrag ab 100 Millionen sinnvoll.

In einem Multi-Family-Office teilt man sich die kostenintensive Infrastruktur mit mehreren Familien, so dass es sich ab einem freien Vermögensbetrag von 25 Millionen lohnt.

Die Kosten reduzieren ja die Renditen, daher dürfen diese nicht unangemessen hoch sein.

In der Öffentlichkeit wird Reichtum skeptisch gesehen. Gerade in diesem Jahr habe ich diesen Spruch „Die Reichen werden immer reicher, die Armen immer ärmer“ schon wieder so oft gelesen. Family Offices sorgen dafür, dass die Reichen ihr Geld weiter vermehren. Wie siehst Du diesen Ausspruch?

Zunächst einmal ist es richtig, dass vermögende Anleger mehr Risiko verkraften können. Auch haben Risikoanlagen in den letzten Jahren profitiert, leiden aber derzeit auch unter dem Abschwung.

Vor allem in den USA zeigt sich, dass nur mit einem beträchtlichen Risikokapital von Privatpersonen, Innovationen, Techniken und Entwicklungen vorangetrieben werden können. Family Offices leisten hier also einen wichtigen Beitrag.

Es stimmt jedoch, dass seit der Globalisierung die Unterschiede innerhalb der Volkswirtschaften größer werden. Interessanterweise werden die Unterschiede der einzelnen Volkswirtschaften untereinander jedoch geringer.

Bei dem Großteil der Familien, die wir beraten, sind die Anlagen mit einem engen moralischen Kompass verknüpft. Die Familien wollen aktiv einen Beitrag für die soziale und ökologische Entwicklung leisten und spenden auch viel.

Liegt der Fokus bei den Familien auf dem Kapitalerhalt oder dem Kapitalwachstum?

Das ist von Familie zu Familie unterschiedlich. Grundsätzlich ist das Ziel, das Vermögen generationsübergreifend langfristig anzulegen, einen Kaufkraftverlust von 3% auszugleichen und einen Vermögensverlust auszuschließen.

In Hochinflationszeiten wie diesen, ist es kurzfristig kaum möglich das Vermögen vollständig zu schützen. Auf eine lange Sicht über viele Jahre und einen langen Anlagehorizont gibt es aber auch viele gute Phasen am Markt und damit ist ein Vermögenserhalt historisch betrachtet realistisch.

Wie verdient das Family Office Geld?

Das Family Office Tresono wird rein beratend vergütet, also auf Honorarbasis. Dieses Honorar wird prozentual berechnet vom Vermögen, das verwaltet wird. 

Hinzu kommen Kosten für die strategische Beratung in einzelnen Anlageklassen. Hier kommt es darauf an, wie stark man von der Familie in Anspruch genommen wird und von der Komplexität der Anlageklasse, beispielsweise einer Immobilie.

Du arbeitest für ein Multi Family Office namens Tresono. Wo liegt bei Tresono der Schwerpunkt?

Unser Fokus liegt auf Sachwert-Investitionen, vor allem auf Immobilien und Beteiligungen.

Was arbeiten denn für MitarbeiterInnen in einem Family Office? Welche Fähigkeiten werden benötigt?

Ein Single Office muss entsprechend zu der Anlage- und Vermögensstruktur der Familie passen, die betreut wird. Also wenn eine Familie viele Immobilien hat, besteht das Single Office meist aus Immobilien-Spezialisten.

Ein Multi Office ist eher so die eierlegende Wollmilchsau. Das ist vergleichsweise der „Generalist“ (bestehend aus mehreren Köpfen) mit überdurchschnittlichen Kenntnissen auf allen finanz-fachlichen Ebenen, der global und strategisch denken kann. Mit einer gesunden Risikoeinschätzung und gutem Gefühl für taktische Entscheidungen.

Wie würdest Du den Umgang mit den reichen Familien beschreiben?

Nicht anders als mit anderen Familien auch.

Damit die Zusammenarbeit mit den Familien gelingt, braucht es ein hohes Maß an Vertrauen in unsere fachliche Kompetenz und unsere Infrastruktur. Von unserer Seite braucht es Loyalität, Integrität und Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit solchen hohen Vermögenswerten.

Außerdem braucht es eine Kommunikation, die transparent und auf Augenhöhe ist. Die Chemie muss einfach stimmen!

Das spannende an den Family Offices ist die Asset Allokation, die sich gravierend von Privatanlegern unterscheidet. Wie verteilen reiche Familien Ihr Vermögen und warum brauchen sie dafür ein Family Office?

Wir helfen den Familien ihr Vermögen und ihre Asset Allokation besser zu strukturieren. Bei uns gibt es keine Standard-Allokation, sondern diese wird immer anhand der individuellen Bedürfnisse gebildet. 

Wenn beispielsweise eine Familie im operativen Geschäft den Fokus auf Immobilien legt, werden im Privaten andere Vermögensklassen stärker gewichtet. Wie bereits erwähnt liegt unser Fokus auf Sachwerten.

Welche Assets sind besonders beliebt? Wird auch in Einzelaktien oder klassische Indexfonds investiert?

Einzelaktien spielen eine große Rolle, ETFs und Indexfonds kommen gar nicht zum Einsatz.

Wir setzen auf ein aktives Management von Einzelaktien, dass in Summe kaum teurer ist als marktübliche ETFs. Das ist gerade in Krisenzeiten wichtig und um wirklich gute Unternehmen auszuwählen, beispielsweise mit soliden Bilanzen, positivem Cashflow, hohen Bruttomargen und einer hohen Preissetzungsmacht.

Ich habe mir Eure Case Studies mal angeschaut. Ihr erstellt u.a. aus einem unausgeglichenem Portfolio ein wesentlich breiter aufgestelltes. Da tauchen dann Land- und Forstwirtschaft, Private Equity und Real Estate auf. Das sind alles Dinge an die ich als Privatanleger nicht so leicht rankomme. Wo liegt der Vorteil von solchen Assets?

Wir suchen immer auch Anlageklassen, die sich in Krisenzeiten konträr zu allen anderen Bereichen entwickeln, da spielt Infrastruktur sowie Land- und Forstwirtschaft eine wichtige Rolle. Bei der Land- und Forstwirtschaft gibt es auch laufende Einnahmen über Pachtverträge.

Private Equity umfasst beispielsweise Start-ups, die schon einen positiven Cashflow nachgewiesen haben. Das läuft dann über Venture Fonds. Direkte Unternehmensbeteiligungen machen wir nicht, weil das in der Betreuung zu aufwendig ist.

Bei den Immobilien kaufen wir wiederum einzelne Immobilien und Großobjekte auf. Diese werden dann von den Hausverwaltungen der Familien verwaltet, die wir wiederum kontrollieren, also das sind wieder externe Dienstleister.

Wie hoch sind die Summen für solche Investments? Eher 6-, 7- oder 8-stellig?

Das muss immer zur Vermögensstruktur der Familie passen. 

Generell gilt: Eine zu kleinteilige Diversifikation ist zu aufwendig und teuer. Eine zu geringe Diversifikation birgt ein Klumpenrisiko.

Bei Private-Equity-Fonds ist die Mindestinvestitionssumme meist 7-stellig. Hier können wir aber auch die Vermögen einzelner Familien bündeln, so dass auch Familien mit kleineren Summen investieren können.

Was sind denn Club Deals?

Das sind Großinvestitionen, bei denen Gelder von verschiedenen Anlegern gebündelt werden. Alle Details werden unter den Beteiligten ausgemacht und das Risiko auf mehrere Schultern verteilt.

Der Vorteil von Club Deals sind die hohe Flexibilität und große Einflussmöglichkeit. Es gibt keinen „Arrangeur“ wie beispielsweise bei einem Immobilienfond, wo die Anleger eine passive Rolle einnehmen. 

Welche Rolle spielen denn Stiftungen beim Family Office?

Wir haben sowohl Familienstiftungen als auch gemeinnützige Stiftungen dabei.

Die Familienstiftungen sind primär zum Vermögensschutz und um Zersplitterung der Familie oder Erbstreitigkeiten vorzubeugen.  

Wie legst Du denn selbst Dein Geld an?

Ich selbst investiere nur am Kapitalmarkt, passiv und aktiv. Vor allem passive ETFs aber auch ausgewählte aktive Aktienfonds. Ich achte darauf, dass ich breit investiert bin und den Zinseszinseffekt nutze. Einzelne Brancheninvestments  mache ich nur mit Spielgeld oder wenn ich genügend Zeit habe mich mit dem Unternehmen auseinanderzusetzen, was aber selten der Fall ist.

Welche Learnings hast Du denn aus der Arbeit mit Deinen Klienten mitgenommen?

  • Man denkt selten rational beim Investieren. Es ist wichtig, sich nicht von seinen Emotionen steuern zu lassen, sondern sich immer wieder auf seine Werte und Anlagestrategie zu besinnen.
  • Heutzutage ist „Verlernen“ mindestens so wichtig wie „Neues Lernen“. Es ändert sich makroökonomisch so viel und dadurch ändern sich auch Fakten. Was gestern noch galt, muss heute nicht mehr gelten.
  • Vermögensnachfolge: Es ist einfacher die Familiennachfolger ans Vermögen heranzuführen als die Älteren aus dem Vermögen raus.

Hast Du Dir Ziele für die kommenden Jahre gesetzt?

Mir liegt das Heranführen der nächsten Generationen an das Vermögen sehr am Herzen. Selbstvertrauen aufzubauen, die Angst zu nehmen. 

Ich freue mich, wenn ich auch mehr Frauen für das Thema Investieren begeistern kann. Überwiegend sprechen die Männer der Familien mit uns. Ich weiß nicht woran das liegt und bin noch auf der Suche nach einer Antwort und Lösung.

Privat möchte ich mehr präsent im Hier und Jetzt sein, anstatt im Gestern oder Morgen.

Zum Abschluss mache ich noch das obligatorische Wordshuffle mit Dir. Ich nenne Dir Begriffe und Du sagst, was Dir dazu einfällt.

Geld

Geld beruhigt. Für mich ist es aber auch nicht mehr als Beruhigung.

Hamburg

Hamburg ist eine total bunte und spannende Stadt. Ich bin dort aber nie heimisch geworden und bin jetzt froh wieder im Rheinland zu leben. Es war mir zu groß und es fiel mir schwer mit den „Norddeutschen“ ins Gespräch zu kommen.

Ehrenamt

Das mache ich ja über den Verband. Ich würde mich freuen, wenn es eine 4-Tage-Woche gäbe, so dass ich mich noch mehr engagieren kann. Mir gibt es total viel, was mir der Beruf nur in Teilen gibt.

Kochen

Kochen ist für mich wie Meditation, deswegen gibt es bei mir auch keinen Thermomix.

Rockmusik

Zum Runterkommen höre ich eher Jazz. Ich hab nichts gegen Rock, aber es steht nicht ganz oben auf der Liste.

Reichtum

Auf der einen Seite wünsche ich mir dass die Schere zwischen Arm und Reich weniger auseinandergeht. Auf der anderen Seite bedeutet Reichtum für mich viel mehr als nur Geld – beispielsweise Lebensqualität, die richtige geistige Einstellung und Zufriedenheit.

Golf

Golf ist ein altes Hobby, das ich jetzt wieder entdecke. 

Glück

Sobald ich anfange mich nicht mehr mit meinen Gedanken zu identifizieren, merke ich, dass für mich alles gut ist. Glück beginnt im Kopf.

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8 Antworten

  1. Echt spannend. Vielen Dank. Was sich hinter dem Thema verbirgt, habe ich erst jetzt verstanden. Wissen ist Macht – das wurde mal wieder deutlich…. Daher top, dass das Thema Education im FamilyOffice eine zentrale Rolle spielt

  2. Die Argumentation zu aktiven Fonds erinnert mich leider etwas an meinen Sparkassenberater. Daher hier mal ein paar Fragen:

    – Sind das trotzdem “normale” Publikumsfonds?
    – “In diesen schwierigen Zeiten ist aktives Management ja so wichtig” : Gibt es jemals nicht-schwierige Zeiten, in denen Catharina guten Gewissens auf ETF setzen würde?
    – Anhand welcher Metrik funktionieren die aktiven ETF denn besser, als korrekt gewählte passive Pendants? Mehr langfristige Rendite? Weniger Schwankung auf Kosten von mehr Rendite?
    – Was passiert mit Bestandsvergütungen?
    – Was sind die Auswahlkriterien für aktive Manager
    – Was sind die Auswahlkriterien für Fonds? Ist das immer der positive Cashflow und die soliden Bilanzen oder ist das nur in der aktuellen (besonders unsicheren) Martklage so?

    1. Hallo Martin,

      ich glaube, dass Du da etwas falsch verstanden hast. Es geht doch gar nicht um aktive Fonds, sondern um Vermögensverwaltungen. Und selbst wenn darüber in Fonds investiert wird, wären das keine Publikumsfonds, sondern institutionelle Anlagen. Die haben eine ganz andere Kostenstruktur.

      Catharina selbst legt ja privat in ETFs an. Das erzählt sie im Interview. Die Aussage ist doch, dass im Family Office nicht darauf gesetzt wird.

      Viele Grüße
      Daniel

      1. Hi Daniel,

        ich hab das denke ich schon richtig verstanden. Ich beziehe mich auf den Part, wo sie begründet, warum sie in FO keine ETF nutzen.

        Da sagt sie, dass stattdessen die besten aktiven Manager (mutmaßlich über deren Fonds) ausgewählt werden.

        Dazu würde ich gerne mehr wissen. Selbst mit ner angenommenen ETF gleichen Kostenstruktur (glaube ich nicht) hole ich mir damit ja trotzdem Management Risk für zweifelhaften Mehrwert ins Portfolio.

        Daher die Frage: was macht diese aktiven Fonds besser als andere aktive Fonds? Wie wählt das Familiyoffice die richtigen aktiven Manager aus?

        Gruß,

        Martin

  3. Extrem guter Podcast! Vielen Dank für die Offenheit und das Thema. Hervorragend erklärt, gute Folgefragen – ein spannender Einblick!

  4. Getriggert von Christinas positiver Bewertung schreibe ich doch noch etwas zum Ausgleich:

    Vermoegensverwaltungen sind gut und wichtig und nehmen Leuten, die keine Zeit haben, zu bequem oder zu unwissend/unspezialisiert sind wichtige Aufgaben gegen Honorar ab und das ist auch gut so!

    Ein Podcast darueber betrifft natuerlich nur wenige Leser/Hoerer (Kosten/Erreichbarkeitsbarriere), aber gibt einen kleinen Einblick in diese “schillernde?” Welt. Also danke Euch beiden dafuer!

    Mir fehlte – gemaess der Direktive: “Entscheidend ist was hinten rauskommt”, die Frage nach der Rendite eines Referenzanlegers (zB xy Aktienquote/Asset-Allocation).
    Die groesseren, serioesen Vermoegens-Verwaltung fuehren das fuer ihre Kunden (m.unter wirtschaftspruefertestiert), damit kein Kunde die Katze im Sack kaufen muss (nur Versprechungen, “aehm, Vertrauen only” mag es auch geben, aber da ist jeder selber Schuld, wenn er sich einlullen laesst).
    Da wurde mE nicht geliefert sondern vage Andeutungen von “aktive Experten mit Ueberrenditen”, “Insti-Tranchen mit Kostenvorteilen” gegeben. Damit wurde der Nimbus gepfegt, die Reichen wuerden besser informiert und haetten Moeglichkeiten zur besseren Vermoegensbewirtschaftung als Lieschen Mueller. Das ist mE bei steuerlichen und rechtlichen Aspekten durchaus der Fall (wegen der gewollten?/nicht verhinderten?/staeflich zugelassenen? hohen Komplexitaet in diesen beiden Bereichen) aber bei vermoegenstechnischen Moeglichkeiten mE die Unwahrheit!

    Vielleicht liest ja Catharina mit und kann noch belastbare Daten fuer Referenz-Depots nennen (zB echte 10jahres Renditen: A:100% Aktien, B:70Aktien/30Bonds, C: whatever she likes)?
    Dann sind wir Fuechslein bezueglich der Sauerheit der Trauben nicht mehr verunsichert 😉

    LG Joerg

  5. Nachdem ich jetzt einige Folgen gelobt habe, muss ich auch wieder einmal ein bisschen kritisieren. Neben einigen interessanten Informationen gab es auch viele Plattitüden, aber definitiv problematisch wurde es bei mir mit den Überrenditen der besten Manager. Das muss ich jetzt gar nicht gross ausführen, denn Joerg hat es oben bereits sehr gut geschrieben, was ich auch denke. Da hättest Du Daniel durchaus ein bisschen aggressiver nachfragen dürfen.
    Ich freue mich auf die neuen Folgen, und finde es schade, dass das Publikum nicht voll mitzieht. Gerade Dein Mut, Dich nicht nur auf den ausgelatschten Pfaden zu bewegen, müsste belohnt werden. Ich bleibe auf jeden Fall dabei.

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