“Die passenden Aktien finden” – Interview mit Torsten Tiedt vom Aktienfinder

Vor fast genau einem Jahr habe ich unterschiedliche Finanzsoftware vorgestellt. Dabei war auch der Aktienfinder, den ich seither für Aktienkennzahlen immer wieder nutze. Um Dir das Tool etwas näher zu bringen, habe ich den Entwickler Torsten Tiedt in meinen Podcast eingeladen und spreche mit ihm über Kennzahlen, sein Depot, Marktkapitalisierung und viel mehr .

Aktienfinder

Überblick Aktienfinder von Torsten Tiedt

Torsten sagte schon vor Monaten zu. In der Zwischenzeit entwickelte er den Aktienfinder noch ein ganzes Stück weiter. Mit dem Tool lassen sich mittlerweile wirklich wertvolle Einblicke auf die Kennzahlen von über 500 Unternehmen werfen.

Herausgekommen ist ein langes Interview über Aktienbewertungen, Dividenden, Optionen, Fair Value, Wachstumswerte, den Aktienfinder und eine ganze Menge mehr. Eine ausführliche Zusammenfassung des Gesprächs findest Du weiter unten.

Präsentiert wird Dir diese Folge von meiner Mehrwertseite. Falls Du Deine Verwandten, Freunde oder Kollegen mit einem Finanzbuch oder einem inspirierenden Buch zu Weihnachten überraschen möchtest, dann bist Du da richtig.

Shownotes

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Zusammenfassung Finanzrocker-Podcast mit Torsten Tiedt

Über Torsten:

  • Torsten ist der Entwickler des „Aktienfinders“ und auch Privatanleger. Er ist 44 Jahre alt, und betreibt mittlerweile hauptberuflich den Aktienfinder. Zuvor war er jahrelang in der Investmentbranche tätig.

Wann hast du dich das erste Mal mit Aktien konkret auseinandergesetzt?

  • Schon zu meiner Studentenzeit. Ich bin über meinen Vater zur Anlage in Aktien gekommen. Ich habe damals einen Teilzeitjob bei der DAB-Bank gehabt und über zwei Jahre im Kundenverkehr gearbeitet. Da hatte ich schon Aktien in bescheidenem Volumen. Habe auch den ein oder anderen Optionsschein gekauft, mir aber nie zu sehr die Finger verbrannt. Ich war immer langfristig orientierter Anleger.

Und hast dich dann auch zunehmend mit Kennzahlen beschäftigt?

  • Anfangs habe ich nicht viel mit Kennzahlen gemacht, sondern mich auf Börsendienste oder andere Informationen verlassen. Ich war dann aber zunehmend unzufrieden mit den Informationen, die ich bekommen habe und habe begonnen, mir selber Gedanken zu machen.

Wie bist du auf die Idee gekommen, den Blog „Wachstumswerte“ zu machen und das Tool „Aktienfinder“ zu entwickeln?

  • Ursprünglich war die Idee nur der Blog. Das Vorhaben, die guten Aktien selbst zu finden, war schon länger da. Ich habe das aber als eigenes Projekt gemacht und wollte das gar nicht ins Internet stellen.
  • Ich hatte Mitteilungsbedürfnis, deswegen der Blog. Da das Thema Aktienfinden aber doch viele interessiert, habe ich dann den Aktienfinder in seiner Urform live gestellt, damals noch unter dem Namen Wachstumsfinder.
  • Später wollte ich den Aktienfinder kommerzialisieren und habe ihn ausgelagert. Auf Wachstumswerte.net stelle ich eins meiner Portfolios und meine Options-Trades live und zeige auch ein paar besondere Dinge wie Wechselkurseinflüsse.

Was bekommt der Besucher beim Aktienfinder?

  • Der Aktienfinder ist ein Aktienscreener für Wachstumswerte. Es geht darum, Aktien zu finden, die ihren Gewinn möglichst konstant steigern.
  • Wenn ein Unternehmen es schafft, seinen Gewinn über einen langen Zeitraum konstant zu steigern, stehen die Chancen gut, dass dies auch weiterhin der Fall sein wird. Denn hinter jahrelang steigenden Unternehmensgewinnen verbergen sich strukturelle Unternehmensmerkmale wie eine konstante Nachfrage, funktionierende Geschäftsprozesse, fähiges Management, etc. So etwas wird weder von heute auf morgen geschaffen und hat in der Regel Bestand
  • Das Problem, das ich bei anderen Aktienscreenern sehe, ist dass diese Wachstumsqualität da nicht greifbar ist. Die arbeiten mit statischen Kennzahlen wie KGV, Dividendenrendite etc, aber daran lässt sich keine Wachstumsqualität ablesen.
  • Es gibt keine wirklich sehr gute Wachstumsaktie, die sehr ertrag- und aussichtsreich ist, den Gewinn sehr stark steigert und zugleich eine sehr hohe Dividendenrendite hat. Das wäre die Quadratur des Kreises. Da muss man sich entscheiden, was man haben möchte.
  • Der Aktienfinder dient dazu, diese Wachstumswerte zu finden. Das funktioniert auch ganz gut – es vergeht fast kein Tag, an dem ich keine Sympathiebekundungen bekomme.
  • Es gibt einen Filter, um die Wachstumswerte zu finden. Anhand der gewissen Kennzahlen kann man auch Präferenzen entsprechend der persönlichen Strategie einstellen, je nachdem ob man eher auf eine hohe Dividendensteigerung abfährt oder ob eher die Sicherheit der Dividende im Vordergrund steht.
  • Wenn man eine Aktie auswählt, kriegt man diverse Charts dargestellt.Man sieht die Aktie bis 30 Jahre zurück inklusive der Prognose für das laufende Geschäftsjahr und bekommt einen sehr guten visuellen Eindruck über die Qualität der Aktie selbst.
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Wie viele Werte hast du da drin?

  • Momentan werden 590 Aktien abgebildet. Mein Anspruch ist, genug hochklassige Aktien abzubilden, dass ein Privataktionär ein gut diversifiziertes internationales Portfolio daraus zusammenstellen kann. Da ich das Projekt alleine stemme, ist die Datenpflege sehr aufwändig.
  • Obwohl ich die Daten von einem kommerziellen Datenlieferanten erhalte, sind die Zahlen außerhalb der USA fehleranfälliger, so dass es einer ständigen Kontrolle bedarf. Für das Qualitätsmanagment habe extra ein eigenes Ticketsystem implementiert
  • Nicht alle Aktien sind für eine langfristige Anlage geeignet. Ich werde zunächst die 600 voll machen, und dann anfangen, schlechtere Aktien auszusortieren und durch bessere zu ersetzen.

Welche Mitgliedschaften stehen zur Auswahl?

  • Es gibt drei unterschiedliche Mitgliedschaften.
  • Selbst wenn man sich nicht anmeldet, kriegt man schon einen recht guten Eindruck vom Aktienfinder. Man sieht als „Gast“ 40 Aktien, und zwar diejenigen, die am längsten konstant die Dividende gesteigert haben.
  • Wenn man sich als „Mitglied“ anmeldet, sieht man doppelt so viele, also 80 Aktien.
  • Die Vollmitgliedschaft gibt es variabel, für einen Monat (zu 12€) bis ein Jahr (zu 85€).
  • Seit dem dritten Monat wirtschafte ich übrigens profitabel.

Du unterteilst in „Dividendenbunker“, „Dividendensprinter“ und „Gewinnraketen“ – wo liegen da die Unterschiede?

  • Alle drei sind Wachstumsstrategien, aber mit unterschiedlichen Akzenten. Die „Gewinnraketen“ sind für die Anleger gedacht, denen die Dividende nicht so wichtig ist, sondern die in Unternehmen investieren wollen, die ihre Gewinne konstant steigern.
  • Bei den „Dividendensprintern“ soll die Dividende mit einer gewissen Dynamik gesteigert werden, der jährliche Zuwachs soll mindestens 10% betragen auf fünf Jahre bezogen.
  • Beim „Dividendenbunker“ bin ich mit 5% Steigerung zufrieden, will aber keine Dividendenkürzung für mindestens 10 Jahre haben. Allen Wachstumsstrategien gemein ist, dass nur Werte in Frage kommen, die ihre Gewinne gleichmäßig steigern.

Auf welche Zahlen muss ich beim Aktienfinder achten als Anleger?

  • Das Wichtigste ist die Qualität. Wenn langfristig orientierte Aktienanleger Geld verlieren, liegt das in der Regel daran, dass sie in Unternehmen investieren, die qualitativ nicht gut genug sind.
  • Danach kommt dann der Preis der Aktie. Es gibt Aktien, die kriegt man einfach nicht billig. Ich habe vor Kurzem Tencent gekauft, die waren anhand des Aktienfinders überwertet, aber die gibt es einfach nicht billig. Meine Erfahrung hat gezeigt, dass es Aktien gibt, wo das Warten keinen Sinn macht. Wenn man an eine Aktie glaubt, kann  man die dann trotzdem kaufen, auch wenn sie „teuer“ erscheint.

Erläutere das doch mal an deinem Beispiel IBM.

  • IBM hat aktuell eine sehr hohe Dividendenrendite, momentan 3,93%, das liegt deutlich über dem historischen Schnitt. Der lag im Jahr 2000 bei ungefähr 0,5% – das sieht man alles auf einen Blick. Bei der Finanzkrise, also auf dem Nullpunkt, hat man 1,97% bekommen. Wenn man jetzt IBM kauft, kriegt man sage und schreibe fast vier Prozent. Ist das jetzt ein Schnäppchen oder nicht?
  • Die Dividendenrendite ist so hoch, weil der Kurs so runtergeprügelt wurde. Der Kurs lag 2013 bei 216 $, aktuell sind wir bei 147 $. Anleger, die die Aktie seit Jahren haben, sind wahrscheinlich damit im Minus. Die Kurse sind runtergeprügelt worden, weil die Gewinne seit 2015 rückläufig sind. Die Dividenden sind aber weiterhin gestiegen. Das ist ein ganz typisches Beispiel für das, was ich „die Trägheit der Dividendenentwicklung“ nenne. Die Dividende steigt, obwohl die Gewinne stagnieren. Das hat damit zu tun, dass eine Dividendenkürzung immer eine Art Offenbarungseid ist.Das macht insbesondere in den USA keiner gern, vor allem nicht dann wenn die Dividende aus der Substanz noch bezahlt werden kann.
Gewinne, Cash-Flows und Dividenden von IBM
  • Die Gesamtrendite setzt sich zusammen aus Kursgewinn und Dividenden. Erfahrungsgemäß machen die Kursgewinne mehr aus als die Dividende. Wenn ich also ein Unternehmen kaufe, dem es gut geht und das seine Gewinne steigert, fahre ich damit langfristig besser, als wenn ich Unternehmen kaufe, die sich im Krisenmodus befinden, weil ich denke, ich mache aufgrund der Dividendenrendite einen Abstauber.
  • Aber der Markt schenkt nichts. Der weiß schon, warum er die IBM grade so bewertet. Deswegen ist es für den typischen Anleger sehr gefährlich, wenn er nur auf die Dividendenrendite anspringt.

Viele Supermarktwerte werden momentan abgestraft, weil Amazon in die Märkte drängt. Wie würdest du da bei der Bewertung vorgehen?

  • Das Bewusstsein dafür ist wichtig. Ich würde mir die Gewinnentwicklung anschauen, und die langfristigen Cashflows. Dann auch das Kurzfristige und die Prognose, um zu sehen ob da schon irgendwo fundamental ein Haken ist.
  • Wenn ich keinen Haken sehe und die Kennzahlen für mich soweit attraktiv sind, würde ich noch Detailrecherche machen. Wenn ich dann zu dem Ergebnis komme, dass die Einschätzung übertrieben ist, kann man das Investment eingehen. Ich würde natürlich nicht alles auf die Branche setzen, die grade runtergeprügelt wird, Stichwort Diversifizierung.

Warum ist der Fair Value mittlerweile im Aktienfinder enthalten?

  • Auf Wunsch der Nutzer habe ich drei Arten von Fair Value-Werten eingefügt, die in Relation zum Aktienkurs gesetzt werden: Operativer Cashflow, Gewinn pro Aktie und den wachstumsbasierten Fair Value.
Entwicklung des fairen Werts von IBM

Wie viele unterschiedliche Einzelaktien besitzt du in deinem Portfolio?

  • Ich hab mehrere Depots und mehrere Broker. Wenn ich alles zusammennehme, werden es zwischen 35 und 40 sein.
  • Zuletzt habe ich L-Brands gekauft, die wurde mir über Optionen angedient. Ich habe erst dieses Jahr angefangen, in Aktien-Optionen zu investieren und sammle noch Erfahrung damit.
  • Optionsscheine kennen wahrscheinlich viele Leute, Optionen haben damit eine gewisse Ähnlichkeit. Man verkauft Rechte an Andere, entweder Aktien mir zu verkaufen für einen bestimmten Preis, oder Aktien mir abzukaufen für einen bestimmten Preis. Für dieses Recht kassiere ich eine Prämie. Der Sinn von dem Ganzen ist normalerweise, dass die Option wertlos verfällt.
  • Es gibt da verschiedene Strategien. Beispielsweise könnte ich nur Optionen auf Aktien verkaufen, die ich auch kaufen würde. Bei L-Brands war es so, dass ich eine Option verkauft habe, die „aus dem Geld“ war und der Kurs danach so stark gefallen ist, dass die Option ins Geld kam und ich die Aktien kaufen musste, weil sie an der Börse schon weniger wert waren. Ich hätte die Option vorher mit Verlust schließen können, aber ich habe die Aktie in mein Depot genommen, weil L-Brands aus meiner Sicht zwar Probleme hat, aber unterbewertet ist.
  • Mittlerweile bin ich auch schon wieder im Plus. Jetzt verkauf ich die Option auf der Gegenseite, sage also ich verkaufe meine L-Brands für mehr als sie an der Börse wert sind, und kassiere auch da die Prämie. Deswegen ist es für mich risikolos.
  • Man braucht Risiko- und Moneymanagement dafür, aber man kann das Risiko sehr gut steuern. Bei Optionen ist es so, dass du der Emittent bist, du kassierst die Prämie. Wenn eine Option aus dem Ruder läuft, kann man die Option zurückkaufen und einzelne Verluste durch Gewinne aus anderen Optionen kompensieren.
  • Optionen sind wirklich nicht für jeden geeignet, die muss man managen, man muss ständig neue Optionskontrakte verkaufen, sonst kriegt man keine Prämie. Und man muss sich einarbeiten in die ganze Thematik, das sollte man nicht unterschätzen.
  • Buchtipps: Optionsstrategien für Stillhalter

Warum machst du das Ganze öffentlich?

  • Das ist wichtig, um den Leuten zu helfen. Beim Aktiendepot ist natürlich auch eine gewisse Plausibilität dahinter, dass das Ganze funktioniert, was ich mir da ausdenke.
  • Es gibt noch zwei weitere Depots: Das von Aktien mit Dividende – Alex benutzt ja auch den Aktienfinder – und ein Wikifolio mit den Dividendensprintern.
  • Das mit den Options-Trades ist wirklich nur reine Info. Meines Wissens gibt es das sonst nirgends, dass jemand seine Options-Trades in dieser Komplexität live stellt.

Prüfst du denn eigentlich die ganzen Kennzahlen von den einigen Dutzend Aktien, die du hast?

  • Ja, vor dem Kauf natürlich ganz extrem. Und dann zwischendrin, aber nicht täglich oder wöchentlich, weil Wachstumswerte ja eine gewisse Stabilität bezüglich der Gewinnentwicklung haben. Da muss man nicht wöchentlich reingucken. Ich kriege natürlich trotzdem mit, was so passiert, aber ich schiele nicht ständig auf die Kennzahlen.
  • Was ich ganz wichtig finde, ist eine Informationsquelle, die der eigenen Strategie entspricht. Dann sollte man mit dieser Informationsquelle arbeiten. Was ich immer wieder sehe, ist dass die Leute extrem beeinflussbar sind gegenüber allen möglichen Aussagen, z.B. auf Facebook.  Da ist dann irgendeine Analyse, dann wird irgendwas gehyped und im schlimmsten Fall wird dann die Aktie gekauft, einfach so aus einer Laune heraus. So kriegt man keine Strategie zusammen.

Word Shuffle

Kostenlos-Mentalität: Da denke ich erstmal ans Internet, da bin ich tätig und da versuche ich mein Geld zu verdienen. Ich hab da aber eigentlich ganz gute Erfahrungen gemacht.

Familie: Wichtig! Ich bin verheiratet und habe eine kleine Tochter. Ich mache Home Office und habe viel Zeit für die Familie, das ist sehr schön.

Finanzielle Freiheit: Ein Nebenprodukt. Kann man erstreben, aber das ist ja nur was Materielles. Viele Leute, die reich geworden sind, haben was gemacht, von dem sie überzeugt sind und das hat auch bei anderen Leuten gefangen und dann kam das Geld „nebenbei“. Für mich ist wichtig, dass ich was Sinnstiftendes mache.

Heimat: Ich fühle mich in meiner alten Heimat nach wie vor am Wohlsten, und das ist der Schwarzwald. Da sah es auf dem Arbeitsmarkt aber nicht so gut aus, deswegen hat es mich dann nach Frankfurt verschlagen. Aber ich bin eigentlich ein Naturbursche.

Rockmusik: Popmusik wäre mein Standardbegriff. Ich bin 80er-Jahre-Musikfan, auch bisschen Elektro-Pop und solche Geschichten. Für mich muss eine Melodie erkennbar sein.

Digitalisierung: Das ist halt ein Trend. Alles wird digitalisiert im Leben, das fängt bei gewöhnlichen Arbeitsplätzen an und geht dann ins tägliche Leben über.

Reisen: Ich reise im Prinzip zu wenig. Wir haben es im Juli aber hingekriegt, da sind wir nach Mallorca. Da hab ich mir extra einen Laptop gekauft, damit ich jeden Tag schauen kann, ob auch alles richtig läuft.

Zukunft: Zukunft ist wichtiger als die Vergangenheit. Viele Leute leben in der Vergangenheit, trauern irgendwelchen Chancen nach oder sage „Hätte ich doch mal“… Ich versuche meine Zukunft aktiv zu gestalten.

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10 Antworten

  1. Danke fuer den Artikel. Natuerlich ist mit Einzelaktien-Anlagen viel mehr Stoff gegeben als “Kauf 2-3 ETFs, spare 30-40 Jahre und gut ist”.
    Aber ist es nicht eine Illusion zu glauben, mit ein paar Kennzahlen und Internetrecherchen koennte man mittel-langfristig eine Perfomance eines Welt-Portfolios nur annaehernd erreichen?
    Man kann es Hobby nennen – aber Investment-STRATEGIE?
    Was fuer Argumente habt Ihr gegen diese Erkenntnisse von Mr.Market?:
    https://www.mr-market.de/investieren-ist-so-einfach-aber/
    Liebe Gruesse

    1. Hallo Jörg,

      diese Frage stellen sich sehr viele Investoren. Eine Illusion ist es nicht, zumindest eine ähnliche Performance wie ein Weltportfolio zu erreichen. Die Frage ist aber, ob sich der ganze Aufwand ohne Outperformance dann lohnt. Am Ende kommt es auf den Ansatz an, den man verfolgt. Bequemer ist das passive Investieren auf jeden Fall.

      Über dieses Thema diskutiere ich auch immer mit dem Finanzwesir beim Podcast “Der Finanzwesir rockt”. Hör’ doch dort mal rein.

      Viele Grüße
      Daniel

    2. Aber natürlich ist das Investieren in Unternehmen, die ihren Gewinn langfristig steigern, eine Investment-Strategie. Und nicht die schlechteste. Bei Mr. Market verfolgen die Mitglieder u.a. auch eine solche Wachstumsstrategie. Z.B. gab es dort ein Teamprojekt “Champions”:

      https://www.mr-market.de/teamprojekt-champions-ein-jahr-danach-2/

      Aus Interesse habe ich eben von den 28 dort vorgestellten “Champions”-Aktien die 20 im Aktienfinder enthaltenen Aktien analysiert. Und wenig überraschend wurden dort jene Unternehmen ausgewählt, die über eine sehr hohe Gewinnstabilität (=Korrelation des Gewinns) verfügen und den Gewinn überdurchschnittlich gesteigert haben. In den Kennzahlen des Aktienfinders ausgedrückt: Korrelation des Gewinns der 20 Unternehmen beträgt im Schnitt 0.9 (von -1 bis +1) und die jährliche durchschnittliche Gewinnsteigerung über die letzten 5 Jahre satte 15 Prozent.

      Damit hat die Community bei Mister Market eben jene Aktien ausgesucht, die auch im Aktienfinder überdurchschnittlich gut abschneiden und eben nicht die Nestles, General Electrics und AT&Ts dieser Welt. Die 28 ausgesuchten Werte haben lt. Mr. Market übrigens die Vergleichsindizes geschlagen.

      Darüber hinaus kann ich in dem von dem von dir verlinkten Artikel keinen Widerspruch erkennen. Dort geht es um Anleger, die aufgrund von mir kritisierter statischer Kennzahlen wie KGV oder KGB glauben, Unterbewertung zu erkennen und dies dann für Value Investing halten mit dem Ziel, den Markt zu schlagen.

      Im Gegenteil wird in dem von dir zitierten Artikel ebenfalls von einem ruhigen Basisdepot gesprochen. Und genau das bekommt man, wenn man in Aktien investiert, die in der Vergangenheit bereits bewiesen haben, das “sie es können”.

      Darüber hinaus bleibt es natürlich jedem selbst überlassen, ob er direkt in Aktien investieren möchte, auf das sogenannte passive Investieren setzt oder beides ausprobieren möchte.

  2. Moin Moin,

    sehr cooles Interview mit kleiner schwäche bei den Optionen, ich wüsste da noch eine Seite die unmittelbar jeden Trade öffentlich stellt und täglich aktualisiert..komplett for free 🙂

    Beste Grüße
    Axe

    1. Mea Culpa. Ich bekenne mich hiermit öffentlich für schuldig und kann nur jedem an Optionen interessierten deine Seite empfehlen. Auch wenn mir bei den Tagesschwankungen manchmal schwindlig wird 😉

      Besten Gruß zurück!

      Torsten

  3. Sehr gutes Interview! Ich nutze bisher eigentlich hauptsächlich Fastgraphs und Gurufocus. War mir aber bisher immer etwas zu sehr auf den US-Markt beschränkt. Werde den Aktienfinder demnächst mal testen, vielen Dank!

    Grüße aus den Staaten
    Michael

  4. Neben dem Aktienfinder, den ich mir bald mal genauer anschauen möchte, hat mich das Thema Stillhaltergeschäft sehr fasziniert. Direkt einmal “Optionsstrategien für die Praxis” als Kindle geklickt. Leider fehlen mir Tools um das mal testen zu können. Gibt es da irgendwelche Tipps? Online oder Mac. Ich wäre auch an Community Projekten interessiert.

    Danke nochmal für das sehr kompetente Interview.

    Gruss

    Daniel

  5. Hm hm, viel richtiges wurde gesagt, bei manchen Aussagen bekam ich aber auch meine Zweifel. Z.B. wurde recht früh im Interview gesagt, dass hohe Dividenden eher ein Mittel der Unternehmen ist, um die Aktie attraktiv zu machen. Das zeugt meiner Meinung nach von einem falschen Grundverständnis:
    1. Unternehmen haben von hohen Kursen nur sehr indirekt etwas, immerhin verdienen sie erst bei Neuemissionen wieder Geld
    2. Die Anteilseigner der Unternehmen haben natürlich ein Interesse daran etwas von den Gewinnen mitzunehmen und werden sich entsprechend dafür einsetzen, wenn die Gewinne sich immer weiter anhäufen trotz laufender Investitionen

    Das Resultat sind natürlich oft dann attraktive Aktien, aber das ist nicht der Grund der Dividende und somit auch kein Warnsignal.

    Und anders gesagt: Bring dem Anleger bei Buy & Hold auch nichts, wenn die Wachstumsunternehmen niemals Dividenden zahlen werden oder erhöhen. Schließlich will man ja irgendwann mal einen ordentlichen Cashflow erzeugen…

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