Depotrückblick 2018 und Ziele 2019 (+ Podcast)

2018 war ein denkwürdiges Jahr für mich. Während Blog, Podcast und die persönliche Entwicklung nach oben schossen, gingen die Börsenkurse immer mehr nach unten. Zeit für die jährliche Bestandsaufnahme.

Überblick

Der DAX beendete eine sechs Jahre andauernde Gewinnserie mit einem fetten Minus von -17 Prozent. -6 Prozent waren es beim S&P 500. Genau in der Mitte lag der Euro Stoxx mit -12 Prozent. Nur die Wenigsten werden eine positive Performance in diesem Jahr erreicht haben. Auch meine Rendite war ordentlich im roten Bereich. Neben den schlecht laufenden Märkten waren bei mir aber auch Fehler bei der Aktienauswahl dabei.

In dem Artikel gebe ich dir einen Überblick über den Verlauf meines Jahres, meiner Fehler und auch meine Ziele. Wenn du keine Lust auf Lesen hast, kannst du dir die etwas längere Fassung auch im Podcast anhören. Mit 4.000 Wörtern gehört der Artikel zu den längsten Artikeln auf dem Blog.

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Ziele 2017

Im vergangenen Jahr hatte mir für 2018 einige Ziele gesetzt, die ich auch allesamt erfüllt habe.

  • Aufstockung des Depots von 29 auf 35 Werte (sind jetzt genau 35)
  • Erhöhung der Dividenden um 50 %
  • Fünfwöchige Auszeit im Ausland
  • Erstellung meines zweiten Buches

Rendite

Im Jahr 2018 lag meine Rendite bei -7,03 %. Der Dezember hat das eh schon schwache Jahr nochmal komplett runtergerissen. Auch der Vergleich mit dem MSCI World (hier der MSCI World ETF von db x-trackers als Vergleichsindex) ist nicht besonders erfolgreich.

Das reine Aktiendepot hat sogar -12 % gemacht. Deswegen ist es auch so wichtig sein Depot breit aufzustellen, um nicht komplett von den Aktienkursen abhängig zu sein. Nur der DAX lief noch deutlich schlechter.

Rendite meines Aktiendepots (rot), meine Gesamtrendite (schwarz), mein Anleihefonds (beige), DAX (blau) und meines MSCI World ETF (lila).

Sparquote

Für 2018 hatte ich befürchtet, dass ich mich wegen meiner fünfwöchigen Auszeit einschränken musste. Das war glücklicherweise nicht der Fall, weil ich auf meinem separaten Urlaubskonto von vornherein genug gespart hatte. Da ist mein Mehrkontenmodell tatsächlich ein Vorteil.

Die Buchungen mit CRV am Anfang sind Buchungen von Curve, die anderen Buchungen stammen direkt von N26. Die Gutschriften kommen aus dem Thailand-Space.

Für Thailand habe ich mir zusätzlich bei N26 einen eigenen (unverzinsten) Space* eingerichtet und habe ihn über mehrere Monate mit allem, was am Monatsende übrig blieb, bespart. Die Spaces sind kostenlose, unverzinste Unterkonten, von denen das Geld innerhalb weniger Sekunden wieder abgezogen werden kann. In Asien konnte ich mir das ersparte Geld anschließend mit einem Wisch auf mein Hauptkonto übertragen. Dafür sind die Spaces bei N26 wirklich viel wert.

Und wo ich gerade beim Thema Sparen bin: N26 habe ich mit meiner Curve-Kreditkarte gekoppelt. Curve ist ein englisches Unternehmen, das eine Master-Kreditkarte anbietet, in die ich alle anderen Kreditkarten von meiner Freundin und mir eingelesen habe. Bei Curve gibt es kein eigenes Kreditkartenkonto, sondern nur ein Prämienkonto zum Punkte sammeln bei Lidl, Amazon oder Deutsche Bahn. (mit dem Referral-Code TKXWI bekommst du 5 Pfund gutgeschrieben. Einfach in der App bei deinen Daten eingeben und du bekommst sie gutgeschrieben)

Der Vorteil liegt darin, dass ich ordentlich Bezahl- und Abhebegebühren gespart habe. Abhebungen mit Curve über N26 brachten im Schnitt 4 Euro mehr als über die N26-Karte selbst, da die 1,7 % Abhebegebühren nicht fällig wurden.

Das führte dazu, dass Curve im Ausland meine wichtigste Karte war – aber auch nicht überall funktionierte. In Thailand gibt es einen starken Wettbewerb zwischen Mastercard und Visa. Vor vielen Supermärkten, Restaurants oder Shoppingläden stand vorn dran, welcher Anbieter bevorzugt wird.

In einer Situation konnte ich im Supermarkt nicht mit Curve bezahlen, weil es sich dabei um eine Mastercard handelt. Zum Glück hatte ich meine DKB-Visa* auch am Start, das im Ausland viele weitere Vorteile bietet. Leider handelt es sich dabei um mein Finanzrocker-Konto, so dass ich es in der Regel von meinen Urlaubsausgaben trenne.

Eine Karte allein ist in jedem Fall suboptimal, zumal bei der Curve-Karte auch ein monatliches Abhebelimit angegeben ist. Mit meiner Premiumvariante waren das 400 Pfund im Monat.

Reisefieber

Meine Sparquote lag 2018 wieder ziemlich genau bei 35 % – ohne mich irgendwie einzuschränken. Ganz im Gegenteil: Letztes Jahr war ich sogar in sieben Ländern (Niederlande, Polen, Estland, Lettland, Portugal, Singapur und Thailand) unterwegs. Meinen Horizont haben diese Reisen auf jeden Fall erweitert, vor allem der Trip nach Asien hat seinen Teil dazu beigetragen. 2019 findet hingegen überwiegend in Deutschland statt, dafür aber mit mehr Festivalreisen. Bis Ende April geht es für 3 Festivals teilweise durch ganz Deutschland. Bis zur Workation im November lag die Sparquote sogar bei 50 %, aber dafür musste ich ja auch sparen, so dass die Gesamtsparquote zum Ende des Jahres um 15 % gesunken ist.

Genau wie im letzten Jahr muss ich feststellen, dass ich viel weniger konsumiert habe als in den Jahren zuvor. 2018 habe ich nur ein einzige physisches CD-/DVD-Package gekauft. Das musste aber auch sein, da ich auf diesem Once-in-a-liftime-Gig im holländischen Tilburg live dabei war. Ansonsten konnte ich die Anzahl der Konzerte 2018 fast an einer Hand abzählen. Seit 1998 habe ich nicht so wenige Konzerte besucht. Wie geschrieben wird sich das aber 2019 ändern.

Für meine Asienreise habe ich mir jedoch nicht so günstige Multifunktions-Klamotten gekauft – hauptsächlich von Under Armour*. Da ich nur mit einem Rucksack gereist bin, musste alles hinein passen. Und es mussten Klamotten sein, die schnell trocknen, da die Luftfeuchtigkeit gerade auf den thailändischen Inseln enorm hoch war. Ich hatte zwei normale T-Shirts mit, die ich nach der Hälfte der Reise wegschmeißen musste, weil sie fürchterlich gestunken haben.

Der spezielle Stoff bei den Under Armour-Polo- und T-Shirts* hält hingegen die stinkenden Bakterien fern und trocknet deutlich schneller. Da war selbst die 9-Stunden Tour durch Bangkok bei über 30 Grad nicht so eklig wie gedacht. Ich hätte mir nie vorstellen können, dass der Unterschied so groß ist. Das war aber der Fall.

Gilt übrigens auch für meine beiden Trekking-Hosen mit Zip-off*. Meine Jeans hatte ich wirklich nur für den Flug mit. Da lässt sich wirklich sagen: Lieber etwas mehr ausgeben und lange was davon haben, als die Sachen gleich wieder wegzuschmeißen. Und gerade bei Reisen mit wenig Gepäck ist es sinnvoll, mit solchen Multifunktions-Klamotten zu reisen.

Tages- und Festgeld

Bei Tages- und Festgeld gab es ein klein wenig Bewegung bei mir. Zum einen musste ich mein Urlaubskonto für die Asien-Reise plündern. In dem Zusammenhang habe ich das gleich aufgelöst und lege mein Urlaubsgeld mittlerweile bei Bondora Go & Grow an. Das gibt auf jeden Fall mehr Rendite und ich kann es zum Preis von 1 Euro jederzeit auf mein Konto überweisen.

In wenigen Monaten schon 13 Euro Zinsen auf dem Reisekonto bei Bondora Go & Grow.

Wobei mir auch völlig bewusst ist, dass dort ein anderes Risiko vorhanden ist als beim Tagesgeld. Da es beim Urlaubsgeld aber in der Regel nur niedrige vierstellige Summen sind, gehe ich das bewusst ein Risiko ein. Zum anderen habe ich – wie schon geschrieben – auch mit N26 Spaces herumexperimentiert. Hier gibt es gar keine Zinsen, aber es ist einfach sehr praktikabel das Geld vor einer Reise dort anzusparen oder zu parken.

80 Prozent meines risikoarmen Anlageteils liegen aber nach wie vor als Tagesgeld bei moneyou* in den Niederlanden. Auch da sind die Zinsen mit 0,30 % nicht toll, aber besser als nichts. Festgeld lohnt sich bei 0,05 Prozent mehr Rendite auch nicht wirklich. Deswegen habe ich keins.

Am Ende kommt es auf die Mischung an. Da ich keine Lust habe, ständig mit meinem Tagesgeld umzuziehen, mache ich so das Beste aus meinen Möglichkeiten.

Aktien

Insgesamt sechs neue Aktienwerte habe ich mir 2018 neu ins Depot gelegt. Mit meinen 35 Aktien decke ich mittlerweile 15 Branchen und fünf Länder ab. Leider entpuppte sich ein Großteil meiner Neuinvestitionen als Rohrkrepierer. Nur Sixt ging anfangs wie eine Rakete nach oben, um dann ab Oktober wie ein Stein zu fallen.

Ich weiß auch nicht, was da mit mir los war, aber der Zockertrieb hat im vergangenen Jahr irgendwie die Oberhand gewonnen. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass das eine wahnsinnig dumme Entscheidung war. Wenn dann noch etablierte Werte wie General Mills, Covestro, Altria, BASF oder Fresenius nach unten rauschen, kommt ein Jahr wie 2018 zustande. Ohne die Zockerwerte wäre meine Rendite bei den Aktien deutlich besser gewesen.

So sieht meine prozentuale Branchenverteilung Ende 2018 aus.

Die 3 Top-Aktien aus meinem Depot

Microsoft

Mit Abstand die erfolgreichste Aktie in meinem Depot ist Microsoft. Seit der Umstellung auf Office in der Cloud sprudeln die Kassen beim Unternehmen aus Redmond und die Umsätze steigen immer mehr an. Vergessen ist die Milliardenversenkung von der Übernahme der Nokia-Handy-Sparte.

Ansicht der Gewinne, Cashflows und Dividenden aus dem Aktien-Finder

Wenn es eine Aktie in meinem Depot, die in nahezu allen Kategorien überzeugt, dann ist es Microsoft. Meinen Anteil werde ich bei günstigen Gelegenheiten weiter erhöhen.

Hormel Foods

Der amerikanische Nahrungsmittelhersteller Hormel Foods lief lange Zeit nicht so toll. Erst Anfang des Jahres ging es ordentlich nach oben – wobei die Korrektur auch vor Hormel nicht Halt gemacht hat. Verwunderlich ist nur, dass die Geschäfte bei Hormel laufen, während beispielsweise General Mills arge Probleme hat. Beide stellen cholesterinreiche und fetthaltige Lebensmittel her, die schon seit längerem nicht mehr sonderlich gefragt sind.

Mit Frühstücksspeck, Chili oder Roast Beef ist Hormel ganz vorn bei ungesunden Lebensmitteln mit dabei. Aber nach einem kleinen Zwischentief in 2017 zeigen die Zahlen wieder nach oben – genau wie die Ziele für 2020. Schaut doch mal in den Geschäftsbericht 2018 von Hormel. Da bekommt man ein gutes Gespür für die Produkte, die Ziele und das Unternehmen (und natürlich Hunger ;-)).


Grafik von finanzen.net

 

2018 war Hormel das erfolgreichste Unternehmen aus der Konsumgüterbranche in meinem Depot. Die Aktie ist Dividendenadel, Dividendenbunker, Dividendensprinter und Gewinnrakete in einem. Seit 52 Jahren werden jedes Jahr die Dividenden angehoben. Während der Schwächephase hatte ich hier zweimal nachgekauft und bereue es nicht.

PayPal

Die erfolgreichste Aktie in meinem Depot überhaupt ist nach Microsoft PayPal. Während ich mit Microsoft eine Gesamtrendite von 167 Prozent habe, liegt sie bei PayPal bei 138 Prozent seit dem Kauf. Auch in diesem Jahr entpuppte sich der Online-Bezahldienstleister mit 18,55 Prozent als Highflyer an der Börse.

Beim Onlineshopping führt kein Weg an PayPal vorbei. In Deutschland bezahlten 69 Prozent ihre Ware online über das Portal des US-Unternehmens. Das wurde im April 2017 bei einer Umfrage von Statista festgestellt. Im Ausland ist die Zahl noch höher. Diese Zahl deckt sich auch mit den Erfahrungen, die ich beruflich mit Paypal gemacht habe. Und das Beste: Die Umsätze steigen immer noch deutlich an.

Infografik: So bezahlen die Deutschen beim Onlineshopping | Statista Mehr Infografiken findest du bei Statista

Aber allein mit dem Geschäft ist PayPal für die Zukunft nur bedingt gut aufgestellt. Gerade Amazon holt mit AmazonPay ordentlich auf. Ein richtiger Burggraben ist es nicht, auch wenn hierzulande Paydirekt in die Schranken gewiesen wurde.

Das Schöne an PayPal ist jedoch, dass es sich immer breiter aufstellt. Neben einer Beteiligung an Raisin, der Mutter von Weltsparen, Ende 2017 sind Aktionen wie die Zusammenarbeit mit Google für GooglePay ein großer Fortschritt.

Während mit Raisin auch in das Geschäft mit Tages- und Festgeld sowie ETFs eingegriffen wird, holt sich PayPal mit der Aktion mit Google ein Stück vom Mobile-Payment-Kuchen ab. Ich bin gespannt, was künftig noch für spannende Entwicklung bei PayPal kommen. Der Umsatz geht auch künftig weiter nach oben.

Umsatz und Margen steigen bei Paypal auch in Zukunft. (Quelle: Aktienfinder)

Das KGV ist zwar mit 40 auch sehr hoch, bei einem Wachstumswert wie PayPal ist das eher Normalität. Diese Aktie behalte ich weiterhin in meinem Depot.

Knapp hinter PayPal liegt mit Starbucks übrigens ein Wert, der jahrelang seitwärts lief und nun endlich in die Pötte kommt. Neben CVS Health gehört Starbucks zu den größten Positionen in meinem Depot.

Die 3 Flop-Aktien aus meinem Depot

KPS AG

Ich habe Monate mit dem Kauf von KPS gezögert. Der Kurs ging dann auf einmal ein Stück zurück und die Aktie wurde für einen Kauf attraktiver. Irgendwie ging es mir aber wie den Kindern beim Marshmallow-Experiment: Ich konnte nicht mehr still halten, habe mich gewunden, ob ich es jetzt kaufen soll, und schlug schließlich zu. Immerhin war die Münchener Unternehmensberatung Dividendenadel, der Kurs stieg über Jahre an und das Unternehmen verfügt über ein zukunftsfähiges Geschäftsmodell.

KPS ist spezialisiert auf die Beratung und Verbesserung von Strategien, Transformationen und Technologien in Handels- und Konsumgüterunternehmen. Also genau genommen etwas von dem ich keine Ahnung habe. Und ich habe auch keine Ahnung, was intern in dem Unternehmen so alles passiert.

2017 verlor das Unternehmen mit LIDL einen Großkunden und einen größeren Teil seines Umsatzes. Das war einigen Insidern schon vor der Veröffentlichung des Geschäftsberichts bekannt. Die schmissen ihre Aktien zuhauf auf den Markt und als der Geschäftsbericht im Februar rauskam, war das Unternehmen an der Börse deutlich weniger wert als vorher. Das Momentum des Werts ging immer weiter nach unten. So fiel KPS von über 16 Euro auf 5,50 Euro. Aua!


-Kurs von finanzen.net

 

Nun ist es aber nicht so, dass ich mir das Unternehmen auf blauen Dunst gekauft habe, sondern ich habe mir die letzten drei Geschäftsberichte durchgelesen, Kennzahlen angeschaut und versucht zu verstehen, warum die KPS AG für mich investierbar ist. Und gerade die Strategie- und Prozessoptimierung im Handel wird in den nächsten Jahren eine wichtige Rolle spielen. Der Verlust eines wichtigen Kunden und die Einnahmedelle waren für mich eine vorübergehende Schwäche. Deswegen habe ich keine Aktie meiner ersten Tranche verkauft – investierte aber auch nicht weiter.

Im Dezember 2018 gab die KPS bekannt, dass die prognostizierten Zahlen sogar leicht übertroffen wurden. Auch wenn die Unternehmensberatung wegen sinnvollen Übernahmen weniger verdient hat, wurde das prognostizierte EBIT erreicht. Daraufhin sprang der Kurs um 10 % nach oben. Ich bleibe weiterhin investiert, werde hier aber nicht nachkaufen. Und ich bin gespannt, was vor der Veröffentlichung des nächsten Geschäftsberichts wieder mit der Aktie passiert.

ElringKlinger

Der schwäbische Automobilzulieferer ElringKlinger war die negative schwarze Kirsche meiner Verlustwerte. 2017 war es noch ein guter Wert mit 30 % Plus. 2018 hat die Aktie in meinem Depot ganze -62 % eingefahren. ElringKlinger hat ein eklatantes Margenproblem. Während der Auftragseingang und Umsatz kontinuierlich ansteigen, sinken das EBIT und damit der Gewinn seit 2014 nach unten. Wie sich das auf absehbare Zeit in der problembehafteten Automobilbranche ändern soll, ist eine Frage, die keiner beantworten kann. Am wenigsten ElringKlinger selbst. Und genau deshalb ist der Aktienkurs ins Bodenlose gefallen. Zu allem Überfluss wurde gemunkelt, dass es der Dividende an den Kragen geht und sie ausgesetzt wird.

Quelle: Aktienfinder.net

An der Grafik aus dem Aktienfinder siehst du aber genau, dass ElringKlinger mit einem derzeitigen KGV von 7,31 sehr günstig bewertet ist. Im 10-Jahres-Vergleich liegt das KGV bei über 15. Die Dividendenrendite mit über 7 Prozent sagt hingegen nicht viel aus, wenn das Unternehmen diese streichen sollte.

Im Gegensatz zu KPS habe ich hier nach dem ersten Absturz nachgekauft und stellte mir hinterher die Frage, warum ich das gemacht habe. Ehrlich gesagt ist mir das auch ein Rätsel, denn wenn ein Unternehmen solche Probleme hat, sollte man lieber die Notbremse ziehen statt nachzukaufen. Dumme Entscheidung, aber damit muss ich jetzt leben. Verkaufen werde ich die Aktien nicht, aber ich verharre künftig hier an der Seitenlinie.

Auch wenn künftig noch Zylinderkopf- oder Spezialdichtungen, Kunstofftechnik, Abschirmtechnik oder Geräte zur Abgasnachbehandlung in der Automobilindustrie benötigt werden, gehört die Zukunft der E-Mobility. Mit nur 1% des Produktportfolios ist der Bereich bei Elringklinger quasi nicht existent. Hier kommt es darauf an, wie die Schwaben den Wandel hinbekommen. Und dementsprechend wird sich auch der Kurs entwickeln.

Ich hatte gehofft, dass sich die Abwärtsspirale der Aktie ändert und deswegen auf das Unternehmen gesetzt. Jetzt ist es tatsächlich ein Wertvernichter, der innerhalb von fünf Jahren ganze 70 Prozent verloren hat.

General Electric

Zu den beiden Verlustmusketieren gesellt sich ein amerikanisches Börsen-Urgestein. General Electric hat die Ergebnisse in fast allen Sparten an die Wand gefahren. Deshalb befindet der Börsenkurs schon seit einigen Monaten im gewaltigen Absturz.

Um nicht direkt ins fallende Messer zu greifen, hatte ich einen Sparplan eingerichtet. Das ging auch eine zeitlang gut – bis die Horror-Ergebnisse einzelner Sparten wie den Kraftwerken bekannt wurden. Jetzt wird das Unternehmen komplett umgekrempelt und ähnlich wie bei Siemens soll die Medizintechniksparte nächstes Jahr ausgegliedert werden. Neben dem Luftfahrtgeschäft ist die Sparte noch die, die Erträge bringt. Das ist schon bitter für das Traditionsunternehmen.

GE war natürlich auch wieder ein Zockerwert mit einer ordentlichen Dividende in meinem Portfolio. Diese wurde aber im Herbst auf 0,01 $ pro Quartal zusammengestrichen. Auf längere Sicht wird auch keine signifikante Dividende zu erwarten sein. Für mich bedeutet das: Klarer Fall von verzockt. Ich bleibe auch hier langfristig investiert und schaue mir an, wie es sich entwickelt.

Dazu kamen mit Fresenius, BASF, Covestro, Bet-at-home und meinen drei China-Werten weitere Aktien unter die Räder. Bis auf Bet-at-home sehe ich aber auch hier keine Veranlassung aktiv zu werden. Und selbst der deutsche Wettanbieter wird sich wieder erholen.

Hier sorgen aber die Regularien unterschiedlicher Länder für extreme Schwankungen, weshalb solche Aktien Gift für das Depot sind. Trotz sprudelnder Gewinne und guter Ergebnisse stürzte der Kurs ab, weil an den Märkten Angst vor deutlich weniger Gewinnen in der Zukunft hat. Immerhin konnte sich die extrem hohe Dividende als Trostpflaster sehen lassen. Künftig kommen mir solche Unternehmen nicht mehr ins Depot. Auch hier bleibt das Fazit: Teures Learning!

ETFs/Fonds

Mein MSCI World-ETF entwickelte sich über die ersten 10 Monate des Jahres ziemlich gut, während sich mein Emerging Markets ETF schon früh nach unten ging. Es war einfach nicht das Jahr der Schwellenländer.

Mein ETF-Sparplan auf den MSCI World und den MSCI Emerging Markets läuft jetzt seit vier Jahren munter vor sich hin und da gibt es für mich keinen Grund etwas daran zu ändern.

Anleihen

Das Thema Anleihen bilde ich nach wie vor über meine private Rentenversicherung und einen aktiv gemanageten Vorsorgefonds ab. Und genau der war mit Abstand das erfolgreichste Asset in meinem Portfolio. Über 9 % im Plus ist schon eine Ansage.

Während der Fonds im letzten Jahr mit -4,5 % ziemlich dürftig lief, spielt er bei nach unten gehenden Märkten seine Stärke aus. Neben dem Tagesgeld und den P2P-Krediten das einzige Asset in meinem Portfolio, was nicht im Minus war.

P2P-Kredite

Die P2P-Kredite machen was sie sollen und das ist auch gut so. Mit einer durchschnittlichen Gesamt-Rendite von 8 % vor Steuern läuft es wirklich ordentlich. Dennoch: Zwischen den Zeilen sinkt die Rendite und die Ausfälle häufen sich.

Estateguru: 4 Inkassoausfälle und einer, der fast so weit ist.

Estateguru

Meine momentane Inkassorate bei Estateguru liegt bei 4 von 22 Projekten. Nun werden die Sicherheiten verkauft und davon die Anleger bezahlt. Die Ausfallrate ist mir aber deutlich zu hoch, weshalb ich Estateguru erstmal auf Eis gelegt habe und nicht weiter investiere. Ich bin gespannt, ob ich das Geld von den Ausfällen wieder erhalte. Die Rendite liegt bei 8,04 Prozent – bei endfälligen Krediten. Das bedeutet, dass das investierte Geld erst am Ende der Laufzeit ausbezahlt wird, aber die Zinszahlungen monatlich fließen.

Mintos

Bei Mintos habe ich 2018 fast ein Prozent Rendite verloren. Auch die Tatsache, dass sich zwei Darlehensanbahner vom Marktplatz zurückgezogen haben, macht mich etwas stutzig. Auf der anderen Seite expandieren die Letten immer noch enorm. Meine Rendite lag 2018 bei 10,95 % vor Steuern.

Bondora

Bondora läuft bisher sehr gut mit 24,63 %. Einen komplett ausgefallenen Kredit habe ich nun auch schon. Da hat auch das Inkasso nicht mehr funktioniert. Dafür aber bei drei anderen, wo ich das Geld wiederbekommen habe. Mit Abstand die höchste Rendite – aber auch die höchste Nichtzahlerrate. Eine Buyback-Garantie gibt es hier nicht. Meinen Hauptteil habe ich hier bei Bondora Go & Grow angelegt.

Viainvest

Bei Viainvest liegt meine Rendite bei 11,09 %. Dank der kurzlaufenden Kredite mit Buyback-Garantie ist Viainvest tatsächlich die Plattform, die am zuverlässigsten läuft. Was nach wie vor nervt, ist die Ansässigkeitsbescheinigung vom Finanzamt. Auch das Thema Quellensteuer in bestimmten Ländern wird häufig mißverständlich wieder gegeben. Der aktuelle Status sieht so aus. 

Ansonsten entwickelt sich Viainvest aber zu meiner Lieblingsplattform, weil ich innerhalb von 30 Tagen komplett entsparen kann, wenn ich keine Lust mehr habe. Dank der Buyback-Garantie ist die Ausfallrate auch gleich 0. Ob das auch im Falle einer Wirtschaftskrise der Fall sein wird, wage ich stark zu bezweifeln.

Auxmoney und Lendico

Auxmoney und Lendico sind nahezu komplett abgewickelt. Bei Auxmoney laufen nur noch vier Kredite und ich habe jetzt meinen Invest nach drei Jahren so gut wie wieder raus. Von meinen ursprünglich investierten 1.050 Euro habe ich 1.034 Euro bis Ende 2018 (inkl. Zinsen) wieder zurückerhalten. 30 Kredite wurden abbezahlt. 80 Euro laufen noch planmäßig in den vier Krediten. 7 Projekte sind im Inkasso-Verfahren. Keine Ahnung, ob ich davon noch etwas wiedererhalte. Insgesamt lässt sich sagen, dass sich das Auxmoney-Experiment nicht wirklich gelohnt hat.

Lendico hat sich definitiv nicht gelohnt. Eine Geldvernichtungsmaschine par excellence! Von meinen investierten 575 Euro habe ich bisher 439 Euro wieder zurückerhalten. 78 Euro laufen noch planmäßig in den Krediten. Mittlerweile wurde Lendico von der ING Bank übernommen und bietet nur noch selbst Kredite an. Das Investieren überlassen sie zum Glück anderen.

Dividenden

Mein Ziel bei den Dividenden war es, sie um mindestens 50 % zu steigern. Es sind nun knapp 60 % geworden und somit habe ich mein Ziel erfüllt. Der einzige schwächere Monat im Vergleich zum Vorjahr war der November. Das lag aber daran, dass ich 2017 noch die Erträge von meinem letzten aktiven Aktienfonds erhalten habe, den ich im Dezember 2017 verkaufte.

Den großen wegfallenden Batzen konnte ich – zumindest 2018 – nicht gleich wieder auffangen. Ansonsten sind die Dividendenerträge in jedem Monat mehr geworden als 2017. Alle Dividendeneinnahmen wurden auch im Folgemonat wieder reinvestiert, so dass kein Geld auf dem Verrechnungskonto rumliegt.

Steuern

Meine gezahlten Steuern waren 2018 etwas höher als 2017. Das lag natürlich an der ordentlichen Dividendensteigerung.

Spannend war für mich zu sehen, wie das Anfang Januar mit der Vorabpauschale bei den thesaurierenden ETFs läuft. Am Ende war das völlig unspektakulär. Mir wurden von meinem Freistellungsauftrag einfach die Steuern abgezogen. Geld wird erst vom Konto abgezogen, wenn der Freistellungsauftrag gleich schon Anfang Januar überschritten wird. Bei justETF kannst du dir übrigens selbst errechnen, wie hoch die Steuer bei dir ist.

Interessant ist auch die neue Handhabung der US-Quellensteuer bei ETFs. Hier lohnen sich beispielsweise ETFs aus Irland, weil sie die US-Quellensteuer zur Hälfte zurückfordern können. Das verbessert die Performance von ETFs mit US-Aktien. Auch hier gibt es einen ausführlichen Artikel bei justETF zu dem Thema.

Mich betreffen die neuen Steuerregeln für ETFs nur am Rande, weil nur zehn Prozent meines Portfolios aus ETFs besteht. Sollten dich die Punkte stärker betreffen, empfehle ich dir mal einen Blick auf die justETF-Artikel zu werfen, um ein besseres Verständnis zu bekommen.

Kryptowährungen

Ketzerisch könnte ich fragen, ob die nicht schon tot sind? Die Märkte sind jedenfalls ordentlich nach unten gerauscht. Dagegen war der Kursrutsch an der Börse gar nichts. Ich war nicht investiert und kann nichts weiter dazu sagen. Zu Testzwecken würde ich gern mal ein bißchen Geld investieren. Momentan gehe ich da aber nicht rein. Ende Januar sind Kryptowährungen aber ein kleines Gesprächsthema in einem sehr abwechslungsreichen Podcast-Interview.

Ziele 2018

Der Teil mit den Zielen ändert sich zumindest für Finanzrocker deutlich im Vergleich zu vorher. Erstmals habe ich mir monatliche und jährliche Ziele überlegt und eine Zieltabelle erstellt. So lässt sich die Entwicklung besser überblicken. Bisher hatte ich mir ungefähre Jahresziele gesetzt, die zwar ganz hilfreich waren, aber gerade für die Planung über das kommende Jahr hinaus nicht sonderlich genau waren.

Meine Ziele für 2019 sind dieses Mal wieder relativ einfach:

  • Erhöhung der Einzelwerte auf 40 – davon mindestens 2 REITs
  • Erhöhung der Dividenden um 70 %
  • Veröffentlichung von Soundtrack für Vermögenswerte als Hardcover-Buch, Taschenbuch, E-Book und Hörbuch
  • Veröffentlichung Online-Kurs
  • Podcast-Downloads von 1,1 Millionen auf 2 Millionen hoch
  • Blogbesucherzahlen auf 50.000 pro Monat hoch

Fazit

2018 war ein tolles Jahr für mich, wo ich viele Ziele erreichen konnte und noch mehr gelernt habe. Außerdem habe ich viele spannende Menschen kennengelernt, mit denen mich der Austausch auch ein ganzes Stückchen vorangebracht haben. Dass das Jahr an der Börse nicht so toll lief, gehört einfach dazu. Auch in den nächsten Jahren wird das eine oder andere Jahr dabei sein, was nicht so gut lief.

Der Hebel für den Vermögensaufbau ist aber gar nicht die Anlage an der Börse, sondern tatsächlich das Investieren in sich selbst. In diesem Jahr habe ich es besonders gemerkt. Während mein Depot ordentlich ins Minus rutschte, konnte ich durch neue Fähigkeiten Geld verdienen und es anlegen. Bestes Beispiel: 2018 habe ich ganz viele Vorträge gehalten, die deutlich besser liefen als 2017 – einfach weil es mir einfacher fiel vor bis zu 250 Menschen zu sprechen. Hier konnte ich die Einnahmen verdoppeln.

Auch wenn ich 2019 nur noch vereinzelte Vorträge halte, wird die Veröffentlichung von “Soundtrack für Vermögenswerte” neue Learnings schaffen.

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34 Antworten

  1. Moin Daniel,

    vielen Dank fuer deinen ausfuehrl. Beitrag.

    “Spannend war für mich zu sehen, wie das Anfang Januar mit der Vorabpauschale bei den thesaurierenden ETFs läuft … Mir wurden von meinem Freistellungsauftrag einfach die Steuern abgezogen.”

    Mich wuerde interessieren, bei welcher Bank und fuer welchen thes. ETF du Vorabpauschale vom Sparerfreibetrag abgezogen bekommen hast?

    Wir halten div. Thesaurierer bei DKB, Onvista, Comdirect mit und ohne Freibetrag und hatten nirgends Vorabpauschale berechnet/abgezogen bekommen!
    Es waren wohl alle ETFs (auch besparplante Anteile aus 2018) am Jahresende im Minus. Deshalb auch keine Vorabpauschale.

    Kannst du das bitte bei dir nochmal checken?
    Community: hat sonst jemand Vorabpauschale zahlen muessen?

    Die Erwartungshaltung ist, dass nur in 6-7 Jahren von 10 Vorabpauschale zu zahlen ist. 2018 war ein Jahr ohne (Steuerstundung hat geklappt!).
    Bei Dividenden-Ausschuettungen (falls ueber Sparerfreibetrag) zahlt man aber immer (auch in Minus-Jahren).

    Viel Erfolg allen in 2019.

    1. Ich bin bei der Deutschen Bank und da wurde mir Geld abgezogen. Von den Dividenden kann es nicht sein, da ich erst eine Dividende erhalten habe ,auf die ich nur Quellensteuer gezahlt habe.
      Freistellungsauftrag Anfang Januar

      1. Ah so, Deutsche Bank, da wundert uns nix, 😉

        Spass, Hast du evtl. ETFs/Fonds im Depot, die seit Anschaffung in 2018 oder davor bis 31.12. gestiegen waren, und nix oder wenig ausgeschuettet hatten?
        Nasdaq100 oder so?
        Anders kann ich es mir nicht vorstellen …
        26,38 € Vorabpauschale würde für thes. Fonds im Wert von ca. 20k € ausreichen (geschätzt). Passt da einer/aufsummiert?

        Vielleicht war ja DB auch besonders schnell und die Rechnung für uns von den Direktbanken kommt erst noch …? Mal sehen, was andere dazu schreiben …

        1. Eine Abrechnung habe ich noch nicht dafür erhalten. Wie im Podcast erwähnt, ist das einzig positive Fonds-Asset der Anleihefonds aus der privaten Rentenversicherung. Der liegt aber nicht in meinem Depot, sondern bei der Versicherung. Sonst habe ich in dem Depot nur zwei ETFs, von denen einer ausschüttet.

          Meine Freundin ist bei der comdirect und hat ebenfalls eine Abbuchung beim Freistellungsauftrag gehabt. Neben unterschiedlichen Einzelaktien hat sie drei ETFs, von denen einer ausschüttet. Liegt also nicht nur an der Deutschen Bank.

        2. Aloha, kleiner Nachtrag: Comdirect hat uns am 23.01. eine Vorabpauschale fuer eine kleine Position NordInternet abgezogen! DtschBa war also tatsaechlich schneller bei Daniel!
          Gerechnet wurde so: Wert vom 31.12.17 BETRAG x 0,87% (Basiszins in 2018) x 0,7 (Minderungsfaktor) x 0,7 (Teilfreistellung)
          Ergibt einen Multiplikator von 0,004263, falls jemand seine Bankmitteilung nachvollziehen will.
          Also Bsp: Wert zum 31.12.17 war zB 1000 EUR.
          Die Position ist in 2018 gestiegen zB auf 1050 EUR.
          Dividende wurde keine bezahlt in 2018 (thes. Fonds).
          Dann betraegt der Anteil, der vom Sparerfreibetrag abgezogen wird:
          1000 EUR x 0,004263 = 4,26 EUR.
          LG Joerg

      2. Moinsen! Was hast du denn in Deutschland auf ein deutsches Depot für Dividenden bekommen, welche nicht der Abgeltungssteuer unterlagen? Das kommt mir komisch vor…

  2. Lieber Daniel,
    vielen Dank für deine schonungslose Zusammenfassung…2018 war börsentechnisch wirklich grausig, da stehst du nicht alleine da. Ich bin zwar mit ner schwarzen 0 rausgekommen, allerdings hatte ich 2017 ne deutliche Underperformance gegen den MSCI World. Wie ist eigentlich dein Einzelaktien/ETF Anteil? Ich versuche so bei 50/50 zu landen.

    Immerhin, 2019 beginnt ja stark und ich bin da guter Dinge, dass es so weiter geht.
    Gruss und gutes gelingen
    Christoph

    1. Hi Christoph,

      vielen Dank! Ich war am überlegen, ob ich noch ein Foto meiner Asset Allokation einfüge. Ich mache es jetzt mal hier in den Kommentaren.

      Asset Allokation

      10 % des Portfolios sind ETFs, 53 % Einzelaktien.

      Wünsche Dir auch gutes Gelingen. 🙂

      Viele Grüße
      Daniel

  3. Moin Daniel,

    danke für den Artikel. Ist immer interessant, wie es anderen Investoren so erging.
    Welche Projekte sind bei dir bei Estateguru ausgefallen? “Tiskre” und “Pringi ” dabei?

    Schöne Grüße
    Sebastian

  4. Hey Daniel,
    danke für den ausführlichen und schonungslos ehrlichen Rückblick.

    Auch bei mir steht ja noch die Position KPS quasi als Mahnmal im Depot, die hatten wir glaube ich halbwegs zeitgleich gekauft. Irgendwie gut zu hören, dass Du sie auch behältst. Ich finde das Geschäftsmodell nach wie vor spannend, aber irgendwie saß der Schock dann doch tief. Bei anderen Positionen habe ich nachgekauft, als es runterging, hier lasse ich es einfach mal so stehen und schieße nicht mehr nach.

    Für 2019 konzentriere ich mich dann wieder mehr auf die “Größeren” und zusätzlich auf den Ausbau der weiteren Asset-Klassen.

    Rock on! 😉

    1. Hey Michaela,

      vielen Dank für den Kommentar. Wenn es um ein Mahnmal im Depot geht, habe ich 2018 ja einige im Depot angesammelt. Für mich ist es viel zu früh, da die Flinte ins Korn zu schmeißen. Aber weiter nachkaufen werde ich eben auch nicht. Wie Du konzentriere ich mich da auch mehr auf die Etablierten mit guten Zahlen.

      Viele Grüße
      Daniel

  5. Hallo Daniel,
    danke für Deinen Podcast. Ich habe nun schon einige andere gehört, aber Deiner ist der Beste!
    Vor allem stimmt bei Dir auch die Tonqualität. Und dass Du Dich rhetorisch weitergebildet hast ist auch unüberhörbar. Ich habe Deinen Podcast nun schon seit 2016 abonniert. Weiter so!

    Wie wäre es, wenn Du mal den Dirk Müller oder Prof. Otte zum Podcast einlädst? Wäre bestimmt interessant!

    Danke auch für Deinen ehrlichen Jahresrückblick. Einige Deiner Rohrkrepierer befinden sich auch in meinem Depot. Leider!

    Gruß Anna

    PS: Dieses Jahr wird es besser!

    1. Liebe Anna,

      herzlichen Dank für das tolle Feedback. Das freut mich sehr zu hören und motiviert enorm.

      Dirk Müller und Max Otte sind mit Sicherheit unterhaltsame Gäste. Vielleicht ergibt sich da künftig mal eine Möglichkeit. Dann kann ich die beiden auf ihre teuren Underperformer-Fonds ansprechen. 😉

      Dirk Müller ist auf jeden Fall bei meinem nächste Woche kommenden Podcast-Gast im Januar im Interview. Das dürfte auch sehr interessant werden.

      Viele Grüße
      Daniel

  6. Hallo Daniel,

    vielen Dank für die Einblicke in dein Investitionsjahr, ich hätte nur zwei Anmerkungen dazu. Zum einen zu Microsoft, kommt die große Steigerung nicht eher aus dem gut laufenden Azure Geschäft als aus dem Office365 Bereich? Hier wächst MS (wie alle großen Cloud Anbieter) ja wie nichts gutes und pusht Azure auch ordentlich an allen Ecken (der GitHub Kauf dürfte ja auch mit dieser Strategie zu tun haben).
    Der zweite Punkt bezieht sich auf PayPal, da Du gerade hier hervorgehoben hast das man ja bei ebay fast automatisch Paypal nimmt sollte man bei der Prognose zu PayPal vielleicht beachten das ebay sich von PayPal trennt und dies als Zahlungsmöglichkeit von der Plattform verschwinden wird https://www.chip.de/news/PayPal-fliegt-bei-Ebay-raus-Was-Kunden-jetzt-wissen-muessen_133055492.html . Auch wird die Frage sein ob nicht andere Bezahldienste wie ApplePay, die auch online verwendbar sind, PayPal mittelfristig das Leben schwer machen werden.

    1. Hi Sebastian,

      super Anmerkungen. Microsoft macht den Hauptgewinn mit Azure, Office 365 und Dynamics: https://winfuture.de/news,103050.html

      Laut Microsofts Jahresbericht hat man mit Azure aber ein Plus von 76 % erreicht. Das ist schon enorm. Bei Office 365 wächst es aber auch ordentlich – sowohl bei den Firmen als auch bei Privatkunden.

      Das mit Paypal und Ebay wusste ich bisher nicht. Ich glaube aber nicht, dass es ab 20121 so einen extremen Effekt auf die Paypal-Zahlen haben wird, weil sie sich mit Zukäufen wie Hyperwallet oder iZettle auch breiter aufstellen.

      Und was Applepay angeht: PayPal kooperiert doch mit GooglePay. Schau Dir mal allein die Verbreitung von Android-Smartphones in Deutschland an: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/256790/umfrage/marktanteile-von-android-und-ios-am-smartphone-absatz-in-deutschland/

      In vielen anderen Ländern sieht das nicht anders aus. Da bewerte ich die GooglePay-Kooperation deutlich höher. Ich denke viel eher, dass sich AmazonPay durchsetzt. Das wird die Hauptkonkurrenz in ein paar Jahren.

      Viele Grüße
      Daniel

  7. Lieber Daniel,

    Vielen Dank für Deinen schonungslosen, authentischen und umfassenden Rück- und Überblick vo. 2018. Neben Einzelaktien meiner ehemaligen (BASF) und aktuellen Arbeitgeber (Roche) bin ich ausschließlich mit ETFs im Aktienmarkt investiert. Ich bin sicher: mal liegt die Einzelaktien-, mal die ETF-Portfolio-Strategie vorne. Regression zum Mittelwert…

    Daneben habe auch ich noch warnende Finanzsünden bei meinen Assets: 2 fondsgebundene private Rentenversicherungen. Bei Condor-Versicherung mit passiven Fonds von Dimensional abgebildet, bei CosmosDirekt mit den üblichen Verdächtigen aktiven Aktienfonds v.a. von DWS wegen der im Vgl. niedrigsten TER. Die werden ohne Dynamik weiterbespart.

    Hierzu meine Frage: in welchen aktiven Rentenfonds bist Du bei der PRV investiert, der 9% Rendite in 2018 erwirtschaftet hat? Kannst Du uns/mir das verraten?

    Viele Grüße, Pete

    1. Hallo Pete,

      freut mich sehr, dass er Dir der Depotrückblick gefallen hat.

      In einer ersten Version des Artikels hatte ich den Namen des Fonds drin und habe ihn dann rausgenommen. Ich will nicht unbedingt Werbung für meine private Rentenversicherung machen, die mich sehr viel Geld gekostet hat. Trotzdem lasse ich sie ohne Dynamik weiterlaufen, weil die Performance gut ist. Das ist der Fonds: https://www.dws.de/fonds-fuer-die-altersvorsorge/lu0414505502-dws-vorsorge-rentenfonds-xl-duration/

      Nicht irritieren lassen: Meine Rendite liegt sogar etwas unter der des DWS Vorsorge XL. Das liegt daran, weil die Versicherung einmal im Jahr alle Anteile verkauft, die hohen jährlichen Kosten der Versicherung rauszieht und wieder neu angelegt. Am Ende führt das zu einer Minderperformance.

      Viele Grüße
      Daniel

      1. Hallo Daniel,

        mit Begeisterung habe ich deine Zusammenfassung gelesen. Ich bin durch Immocations auf die aufmerksam geworden und hängen geblieben. Ich bin neu auf diesem Gebiet und lese deine Artikel mit “Suchtfaktor”. Im besonderen bin ich über deine Rentenversicherung bei der DWS gestolpert. Genau diesen Fonds habe ich auch in meiner Riesterversicherung bei der DWS mit drin. Ich dachte immer das diese Vorauswahl von der DWS nicht gut wäre, weil man sie ja nicht austauschen kann.
        Aber wenn du ihn gesparst, dann sollte er wohl doch eine gute Wahl seitens der DWS sein.

        Viele Grüße Daniel

        1. Moin Daniel,

          klasse, dass Du Dich jetzt verstärkt mit dem Thema Finanzen beschäftigst.

          Genau aus dem von Dir genannten Grund wollte ich eigentlich den Namen des Fonds nicht nennen. Dieser Fonds ist wahrscheinlich in den meisten DWS-Rentenprodukten drin.

          Auch bei mir war es eine Vorauswahl seitens der DWS. Das heißt aber noch lange nicht, dass er auch gut ist. Ich habe mich damals gegen eine aktive Auswahl eines Fonds entschieden, weil alle anderen Fonds, die zur Auswahl standen, deutlich teurer waren. Mit meiner privaten Rentenversicherung kann ich aus 10 Fonds auswählen. Nach 9 Jahren bin ich persönlich mit der Rendite zufrieden, wobei ich noch lange nicht die über 2.500 Euro gezillmerten Anfangskosten und Jahresgebühren von dem Ding drin habe. Denn wenn die Märkte gut laufen, läuft der Fonds schlecht. (siehe Depotrückblick 2017).

          Diese private Rentenversicherung ist und bleibt letzten Endes eine dumme und teure Fehlentscheidung.

          Viele Grüße
          Daniel

  8. Moin moin Daniel,

    bin sehr verwundert über 24% bei Bondora. Kann es sein dass du im Gegensatz zu den anderen Plattformen nicht die jährliche Rendite sondern die Gesamtrendite nach Laufzeitende angegeben hast?

    1. Hallo Stefan,

      nein, es ist die tatsächliche Rendite bei Bondora. Siehe auch Screenshot im letzten P2P-Artikel. Laut Portfolio Performance beträgt der XIRR 22,65 %. Aber wie geschrieben: Die Rendite schwankt enorm. Kurzfristig ist sie auf 28 % hochgegangen und sinkt jetzt rapide ab, weil die Kredite ausfallen wie die Fliegen. Ich denke, dass die Rendite ziemlich bald bei unter 20 % liegen wird.

      Viele Grüße
      Daniel

  9. Hallo Daniel,

    danke für die Podcastfolge und den dazugehörigen Artikel. Super, dass du andere an deiner Erfahrung teilhaben lässt.

    Ist es blauäugig, wenn wir die Aktienentwicklung an Umsatz und Gewinn ausmachen? Es gibt Unternehmen die steigende Umsätze, Gewinne und eine höhere Marge verzeichnen, Schulden abbauen und an der Börse dennoch abgestraft werden. Kennst du Untersuchungen, die Gewinn und Umsatzentwicklung eines Unternehmens mit der Entwicklung des Aktienkurses vergleichen?

    Übrigens, eine neue Studie widerlegt das Marshmallow-Experiment: https://www.spektrum.de/news/wurde-das-beruehmte-psychologische-experiment-falsch-interpretiert/1568452

  10. Inhaltlich werde ich mir den Rückblick später zu Gemüte führen und kommentieren.

    Was mir am Herzen liegt: Bitte angepasste Kleidung in Südostasien. Statt Funtionsshirt, Trecking Hose und Truckercap wieso nicht eine Leinenhose, ein Leinen oder Baumwollhemd lässig hochgekrempelt und einen Strohhut?
    Würde man nicht aus 100m Entfernung als Tourist und Deutscher identifiziert werden 😉

  11. Hi,
    kannst du bitte erklären wie du die Dividenden um 70% steigern möchtest?
    Ich denke, dass Steigerungen von Dividenden im Bereich von 10% schon super-toll sind. Außerdem kann man diese ja nicht selbst beeinflussen. Hängt alles vom Wachstum der Unternehmen ab.

    1. Hallo Jonnes,

      im Verlauf eines Jahres kaufe ich ja einige Werte nach. Dadurch erhöht sich im Folgejahr auch die Dividende. Wenn ich das jedes Jahr mache, erhöhen sich die Dividenden dann auch ordentlich. Rein über die Dividendensteigerung von Unternehmen funktioniert das natürlich nicht.

      Viele Grüße
      Daniel

  12. Danke auch für diesen ausführlichen Bericht. Man lernt doch so einiges, wenn man sich austauscht und solche Blogs liest.

    Ich hatte die Idee dieses Jahr auf langlaufende Anleihen in türkischer Lira zu setzen. Der Leitzins ist hoch gegangen, dennoch ist der Kurs der Lira schwach. Das ist normalerweise untypisch für diese Konstellation. Wenn sich die Währung erholt und die Wirtschaft mal stabilisiert, dann würde der Zins vermutlich wieder sinken. Das Resultat wäre doch:
    1. Währungsgewinne, weil die Lira besser wird
    2. Kursgewinne bei den Anleihen

    Durch die lange Frist kann man Verlustphasen zumindest aussitzen.
    Übersehe ich hier etwas? Oder macht meine Planung Sinn?
    Ich wäre für eine Meinung dazu sehr dankbar.

  13. Hi Daniel, Du hast mich im Text auf Moneyou fürs Tagesgeld gebracht. Hierzu ein / zwei Fragen:
    Nutzt Du moneyou Go oder nur ein Tagesgeldkonto? Und welche App ist für das Tagesgeld die bessere? Die Bewertung im AppStore ist ja nicht so berauschend.
    Dank und Gruß
    Carsten

  14. Vielen Dank für den Tipp mit der Curve Karte.

    Wir haben die Karte auf der letzten Reise in Afrika getestet und sind begeistert – das hat alles einwandfrei funktioniert.
    – Cash Abhebungen haben wir mit Curve und der hinterlegten Comdirect VISA Karte gemacht und teilweise gar keine Bar-Abhebe-Gebühren an ATMs bezahlt.
    – Für Umsätze die wir über Curve und der auch hinterlegten Lufthansa Miles&More Mastercard gemacht haben, wurden trotzdem Meilen gutgeschrieben.
    – Die “Go Back in Time” Funktion, also das nachträgliche umswitchen eines Umsatzes auf eine andere Karte hat auch problemlos funktioniert.
    – Nur das Einlösen dieser Curve-Bonus-Punkte haben wir noch nicht getestet.

    Top Tipp & Travel-Hack des Jahres für uns.

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