Wer mehrere Depots, ETF-Sparpläne und Einzelaktien parallel laufen hat, kennt das Problem: Die Übersicht über die einzelnen Broker-Apps reicht irgendwann nicht mehr aus. Was war meine Rendite über die letzten fünf Jahre? Wie hoch sind meine Klumpenrisiken? Wie viel Dividende habe ich 2025 wirklich kassiert?
Genau dafür brauchst du eine Depotverwaltungs-Software. Ich nutze solche Tools seit zwölf Jahren und habe in der Zeit fast alle relevanten Anbieter getestet. In diesem Artikel zeige ich dir die vier Tools, die heute wirklich was taugen: Portfolio Performance, Parqet, getquin und der ExtraETF Finanzmanager. Drei davon sind kostenlos nutzbar und jedes hat seine eigene Stärke.

Zuletzt aktualisiert: Mai 2026 – inklusive aktueller Preise und neuer Funktionen aus den jüngsten Tool-Updates.
Inhalt
Was eine gute Depotverwaltungs-Software können muss
Bevor wir in die einzelnen Tools einsteigen, kurz das Wichtigste vorweg. Eine ordentliche Depotverwaltung sollte folgende Dinge können:
- Mehrere Depots zentral abbilden: Trade Republic, Comdirect, Maxblue ING, Scalable Capital – alles an einem Ort.
- Performance korrekt berechnen: Sowohl als zeitgewichtete Rendite als auch als interner Zinsfuß (IZF). Das ist gerade bei Sparplänen entscheidend, da du sonst nie die richtige Rendite hast.
- Transaktionen einfach importieren: Per PDF-Upload aus deinen Bank-Abrechnungen oder über eine direkte Bankanbindung.
- Dividenden tracken: Vergangene Ausschüttungen und Prognosen für zukünftige Dividenden.
- Klumpenrisiken erkennen: Welche Aktie steckt eigentlich in mehreren ETFs? Welche Branche ist überrepräsentiert?
- Datensicherheit ernst nehmen: Persönliche Finanzdaten gehören nicht in die Cloud eines US-Anbieters.
Nicht jedes Tool kann alles davon gleich gut. Genau deshalb stelle ich dir vier sehr unterschiedliche Lösungen vor.
Depotverwaltung Software im Vergleich
Hier die vier Tools im direkten Vergleich:
| Tool | Preis | Plattform | Vermögen vs. Wertpapiere | Mobile App | Datenhosting |
|---|---|---|---|---|---|
| Portfolio Performance | kostenlos | Windows, Mac, Linux | komplettes Vermögen | ja | lokal auf dem Rechner |
| Parqet | kostenlos / ab 8,33 € im Monat bei jährlicher Zahlung | Web, iOS, Android | Wertpapiere + alternative Assets | ja | Server in Deutschland |
| getquin | kostenlos / ab 7,50 € im Monat bei jährlicher Zahlung | Web, iOS, Android | Wertpapiere + alternative Assets | ja | Server in Europa |
| ExtraETF Portfolio Tracker | kostenlos / ab 7,50 € im Monat bei jährlicher Zahlung | Web, iOS, Android | Wertpapiere + Krypto + Derivate | ja | Server in Deutschland |
Wenn du nur eine schnelle Empfehlung brauchst: Für die ganzheitliche Vermögensverwaltung ist Portfolio Performance weiterhin unschlagbar. Wer es schick und mobil mag, ist bei Parqet oder getquin richtig. Und für die ETF-Detailanalyse ist der ExtraETF Finanzmanager das beste Tool im Markt.
Jetzt zu den Details.
Portfolio Performance: Der kostenlose Klassiker
Was Portfolio Performance besonders macht
Im Gegensatz zu fast allen anderen Tools deckt Portfolio Performance dein komplettes Vermögen ab: Aktien, ETFs, Fonds, P2P-Kredite, Rohstoffe, Tages- und Festgeld, Kryptowährungen. Du bekommst eine wirklich ganzheitliche Sicht auf dein Geld.
Auf dem Dashboard findest du alle wichtigen Kennzahlen zu Gewinnen, Verlusten, Vermögensentwicklung und Schwankungen. Das Beste: Du kannst dein Dashboard mit Widgets selbst gestalten und genau auf deine Bedürfnisse anpassen. Wie das geht, zeige ich in einem ausführlichen Video auf meinem YouTube-Kanal.
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Ein großer Faktor ist die Datensicherheit: Bei Portfolio Performance liegen alle Daten auf deiner Festplatte und nicht im Netz. Die einzelnen Portfolios kannst du zusätzlich mit einem Passwort schützen.
Mit dem Entwickler Andreas Buchen hatte ich erst 2024 auch eine sehr interessante, neue Podcastaufnahme. Obwohl das Tool schon etwas älter ist, gibt es durch das Open-Source-Konzept noch immer Entwickler, die das Projekt regelmäßig vorantreiben und verbessern. Herzlichen Dank an dieser Stelle für die wirklich tolle Arbeit.
Dank dieser anhaltenden Weiterentwicklung gibt es mittlerweile sehr viele Möglichkeiten, Sprachen und Funktionen, was gerade für Anfänger überfordernd wirken kann. Hast du dich erstmal reingefuchst, bietet dir die Software jedoch viele Vorteile, die du nicht missen möchtest. Deshalb empfehle ich Portfolio Performance trotz dieser Komplexität immer wieder.
Mithilfe der großen Community und einer Anleitung, um sich zurechtzufinden, kommt jeder Anleger dort doch gut zurecht. Wenn man sich erst einmal reingefunden hat, ist es auch nicht mehr so komplex wie es auf den ersten Blick erscheint. Seit 2024 gibt es auch eine App-Variante mit den wichtigsten Kennzahlen.
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Vorteile
- komplettes Vermögen abbildbar (alle Assetklassen)
- zeitgewichtete Rendite und interner Zinsfuß
- Aktien, ETFs, Krypto und Gold mit aktuellen Kursdaten
- unterschiedliche Depots und Sparpläne genau abbildbar
- zahlreiche Tutorials und große Community
- komplett kostenlos
- Daten liegen lokal auf dem eigenen Rechner
Nachteile
- komplexes Tool, das einige Einarbeitungszeit braucht
- Nachpflege über Jahre kostet etwas Zeit
- die App kann nicht mit Parqet mithalten
Mein Fazit: Wer sein komplettes Vermögen mit allen Assetklassen anschaulich und nachvollziehbar abbilden will, kommt um Portfolio Performance nicht herum. Die Einarbeitung lohnt sich.
Parqet: Die schicke Online-Alternative
Wenn dir Portfolio Performance zu komplex ist und du es lieber bunter und mobiler magst, ist Parqet (ehemals Tresor One) deine erste Anlaufstelle. Den Entwickler Sumit Kumar habe ich im Mai 2023 für den Finanzrocker-Podcast interviewt. In nur drei Jahren hat er es geschafft, mit Parqet eine Million Euro Umsatz zu erwirtschaften.
Parqet ist deutlich aufgeräumter und einfacher zu pflegen als Portfolio Performance. Mittlerweile haben sich die Funktionen stark erweitert und decken die Bedürfnisse der meisten Anleger ab.
Was Parqet richtig gut kann
Parqet konzentriert sich auf eine klare Portfolio-Übersicht: aktuelle Performance, Zusammensetzung nach Asset-Klassen, Ländern oder Branchen, Vergleich mit Benchmarks. Seit September 2024 ist neben dem internen Zinsfuß auch die zeitgewichtete Rendite abbildbar – das hat lange gefehlt.
Besonders stark ist das Dividenden-Tracking mit Prognosen für zukünftige Ausschüttungen und einer Gesamtübersicht über alle Dividenden, die du mit einer Aktie kassiert hast. Das Steuer-Dashboard seit Anfang 2024 hilft enorm bei der Steuererklärung.
Die Daten kannst du über PDFs aus deinem Online-Banking importieren. Noch einfacher geht es, wenn du schon Portfolio Performance nutzt – die Buchungen lassen sich exportieren und in Parqet hochladen. Comdirect, Trade Republic, DB, ING, DKB, Onvista, Scalable, Consorsbank und Flatex werden direkt unterstützt.
Am besten funktioniert aber die Sync-Funktion beispielsweise über Trade Republic. In Sekundenschnelle sind die Daten aus mehreren Jahren übertragen und das ohne Fehler! Bei comdirect hat das (noch) nicht so gut funktioniert. Jedenfalls erleichtert das den genauen Vermögensaufbau extrem und ist wirklich toll umgesetzt.
Die Daten werden in Deutschland gehostet, der PDF-Import erfolgt ohne persönliche Daten aus den Dokumenten. Portfolio-, Login- und Zahlungsdaten werden voneinander getrennt gehalten.
Was Parqet (noch) nicht kann
Lange Zeit war Parqets große Schwäche der enge Fokus auf Wertpapiere. Das hat sich inzwischen geändert: Du kannst neben Aktien, ETFs, Fonds, Kryptos und Edelmetallen mittlerweile auch Immobilien, Startup-Beteiligungen, Uhren, Autos und andere Vermögenswerte tracken. Damit ist Parqet zum echten Vermögens-Tracker geworden – nicht mehr nur zum Wertpapier-Tool.
Trotzdem gibt es weiterhin Lücken. Was Parqet aktuell noch nicht kann:
- P2P-Kredite (z. B. Mintos oder Bondora)
- Closed-end Funds
- Aktien und Fonds, die nicht in Deutschland handelbar sind
Wer hier viel investiert hat, braucht weiterhin Portfolio Performance als Ergänzung oder Hauptlösung.
Vorteile
- übersichtliches und einfaches Tool mit ansprechendem Design
- umfassende Analyse des eigenen Wertpapier-Portfolios
- mittlerweile auch Immobilien, Startup-Beteiligungen, Uhren und andere Sachwerte tracker
- App für iOS und Android verfügbar
- direkte Bankanbindung für die wichtigsten deutschen Broker
- Steuer-Dashboard seit 2024
- ein Portfolio ist kostenlos nutzbar
Nachteile
- keine P2P-Kredite, Closed-end Funds oder Aktien/Fonds außerhalb Deutschlands abbildbar
- Premium-Features kostenpflichtig
- Abhängigkeit von Datenquellen
Ich selbst nutze Parqet mittlerweile seit drei Jahren persönlich und finde es mittlerweile besser als Portfolio Performance. Ein Depot ist kostenlos. Mit der kostenpflichtigen Variante gibt es nochmal einige Features mehr. Besonders hilfreich ist der Konnektor für Claude, damit du dein Depot genau analysieren kannst. Funktioniert wirklich erstaunlich gut.
Portfolio Performance Alternative: Wann lohnt der Wechsel zu Parqet?
Wenn du seit Jahren Portfolio Performance nutzt, fragst du dich vielleicht: Lohnt sich der Wechsel zu Parqet wirklich? Meine Erfahrung nach drei Jahren parallel: Ja, für die meisten Anleger inzwischen schon.
Der größte Schmerzpunkt bei Portfolio Performance war immer die Datenpflege. Bei Parqet erledigt die Sync-Funktion mit Trade Republic oder Scalable das in Sekunden – das spart über Jahre hinweg richtig viel Zeit. Auch das Steuer-Dashboard und der Dividendenkalender sind in Parqet deutlich besser umgesetzt.
Halten würde ich Portfolio Performance nur in zwei Fällen: Wenn du P2P-Kredite, Closed-end Funds oder ausländische Wertpapiere im Depot hast – die kann Parqet nach wie vor nicht. Oder wenn du prinzipiell keine Cloud-Tools nutzen willst und deine Daten nur lokal speichern möchtest.
Mein Fazit: Parqet hat sich in den letzten Monaten klar weiterentwickelt – vom reinen Wertpapier-Tracker zum echten Vermögens-Tool. Für die meisten Anleger ist es heute die ideale Portfolio-Performance-Alternative mit deutlich schickerer Oberfläche. Für mich persönlich ist Parqet mittlerweile das beste Tool zur Verwaltung seines Vermögens.
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getquin: Portfolio-Tracker mit Community
getquin ist der Newcomer in dieser Liste. Dahinter verbirgt sich ein Berliner Startup, das ursprünglich als Robo-Advisor gestartet ist und sich heute komplett zum Portfolio-Tracker mit sozialer Komponente gewandelt hat. Wer noch alte Erfahrungsberichte aus der Robo-Advisor-Zeit liest, sollte die getrost ignorieren. Heute ist getquin ein reines Tracking-Tool – und zwar ein ziemlich gutes.
Was getquin besonders macht
Drei Dinge machen getquin spannend:
1. Breite Asset-Unterstützung. Neben Aktien, ETFs und Fonds lassen sich auch Kryptowährungen, Immobilien, Edelmetalle und sogar Kunstwerke tracken. Damit liegt getquin zwischen Parqet (vieles) und Portfolio Performance (alles, aber komplex).
2. Soziale Community. Du kannst dein Portfolio veröffentlichen, dich mit anderen Anlegern vergleichen und Diskussionen über einzelne Aktien führen. Das ist Geschmackssache – ich persönlich nutze diese Funktion eher selten, viele Anwender lieben sie aber genau dafür.
3. Detaillierte Aktien-Deepdives. Für einzelne Werte bekommst du Fundamentaldaten, Analystenmeinungen und Charts in einer wirklich guten Aufbereitung.
Die Daten werden auf Servern in Europa gehostet. Eine direkte Bankanbindung gibt es für die üblichen Verdächtigen wie Trade Republic, Scalable Capital und Comdirect.
Wo getquin schwächelt
Die Premium-Preise sind in den letzten Jahren ordentlich gestiegen – mittlerweile liegen sie bei 8,99 € pro Monat oder 89,99 € pro Jahr. Bei Trustpilot finden sich auch immer wieder Beschwerden, dass der Mehrwert der Premium-Funktionen den Preis nicht rechtfertigt. Das musst du selbst beurteilen – die kostenlose Version reicht für die meisten Anleger ohnehin völlig aus.
Was getquin im Vergleich zu Portfolio Performance fehlt: eine echte ganzheitliche Vermögensverwaltung mit lokaler Datenhaltung. Wer bei Cloud-Tools zögert, sollte bei Portfolio Performance bleiben.
Vorteile
- moderne, mobile-first Oberfläche
- breite Asset-Unterstützung inkl. Krypto, Immobilien, Sammlerstücke
- aktive Community zum Austausch
- starke Aktien-Deepdives
- kostenlose Version mit ordentlichem Funktionsumfang
Nachteile
- Premium-Version verhältnismäßig teuer
- Daten in der Cloud (kein lokales Hosting möglich)
- Community-Aspekt ist nicht jedermanns Sache
Mein Fazit: getquin ist eine gute Parqet-Alternative für alle, die Wert auf Community und breite Asset-Klassen legen. Für reine Portfolio-Pragmatiker ist Parqet aber meist die bessere Wahl.
ExtraETF Portfoliotracker: Der Allrounder mit X-Ray-Funktion
Der ExtraETF Portfolio Tracker (auch als „Finanzmanager” bekannt) hat sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt. Was als spezialisiertes ETF-Tool angefangen hat, ist heute eine vollwertige Depotverwaltungs-Plattform mit über 200.000 Nutzern – und zwar eine, die in der Basisversion komplett kostenlos ist.
Was den ExtraETF Portfolio Tracker für mich von Parqet und getquin abhebt, ist die Tiefe der Analyse-Funktionen. Hier wird nicht nur visualisiert, hier wird durchleuchtet.
Schneller Einstieg, drei Import-Wege
Die Einrichtung dauert laut ExtraETF unter fünf Minuten – und das deckt sich mit meiner Erfahrung. Du musst nichts installieren, alles läuft im Browser. Transaktionen kannst du auf drei Wegen erfassen:
- manuell für einzelne Käufe
- per direkter Bankanbindung für die meisten deutschen Broker
- per PDF-Import per Drag-and-Drop, wenn deine Bank nicht angebunden ist
Das Herzstück: Die X-Ray-Funktion
Der wichtigste Grund, warum ich das Tool seit Jahren nutze, ist die X-Ray-Funktion. Sie schlüsselt dein gesamtes Portfolio bis auf Einzelwerteebene auf – inklusive der Full-Holdings deiner ETFs und Fonds. Du siehst also nicht nur, dass du einen MSCI World besitzt, sondern auch, wie viel Apple, Microsoft oder Nvidia tatsächlich in deinem Gesamtdepot stecken.
Genau das ist Gold wert, wenn du mit Themen- oder Faktor-ETFs arbeitest. Tesla, Plug Power oder Nel ASA tauchen in mehreren ETFs gleichzeitig auf. Wer nicht aufpasst, hält am Ende viel mehr von einer einzelnen Aktie als geplant. Mit dem X-Ray erkennst du:
- Verteilung nach Anlageklassen
- Verteilung nach Ländern und Regionen
- Verteilung nach Branchen
- Klumpenrisiken und Überschneidungen quer über alle Depots
Bei meinem eigenen Themen-ETF-Portfolio aus neun ETFs habe ich auf diese Weise herausgefunden, dass es nur mit drei Aktien aus meinem Einzelaktien-Depot Überschneidungen gibt – Qualcomm, Intel und Tencent. Diese 3 % sind nicht entscheidend. Ohne den X-Ray hätte ich das nie so klar gesehen.
Ein Musterportfolio ist kostenlos. Für weitere Portfolios fallen ein paar Euro im Monat an.
App und Ausblick
Der Tracker läuft browserbasiert und ist zusätzlich als iOS- und Android-App verfügbar. Für 2026 ist laut ExtraETF eine neue App-Generation mit stärkerer Daten-Interpretation und weiteren Anlageklassen angekündigt – das beobachte ich mit Spannung.
Vorteile
- in der Basisversion komplett kostenlos
- X-Ray-Funktion mit Full-Holdings für ETFs und Fonds
- automatische Kennzahlen-Berechnung auf Portfolio-Ebene
- starkes Dividenden-Tool mit Kalender und Matrix
- Rebalancing-Rechner mit konkreten Handlungsempfehlungen
- direkte Bankanbindung, PDF-Import und manuelle Eingabe
- App für iOS und Android verfügbar
- Daten werden in Deutschland gehostet
Nachteile
- Einarbeitungszeit aufgrund der vielen Funktionen
- für Premium-Features fallen Kosten an
- keine alternativen Assets wie Immobilien oder Kunst (anders als getquin)
Mein Fazit: Der ExtraETF Portfolio Tracker ist die kostenlose Allround-Lösung mit der größten Analyse-Tiefe im deutschen Markt. Wer regelmäßig in ETFs investiert und dabei seine Klumpenrisiken im Griff haben will, kommt an diesem Tool kaum vorbei. Für mich persönlich ist es das Tool für die ETF-Tiefenanalyse – komplementär zu Portfolio Performance.
Welche Depotverwaltung Software ist die richtige für dich?
Schwer zu sagen, es kommt immer aufs Setup an. Hier mein Schnellcheck:
- Du willst dein komplettes Vermögen abbilden, scheust keine Einarbeitung und legst Wert auf lokale Daten? → Portfolio Performance
- Du willst eine schicke, mobile Lösung mit minimalem Aufwand – inklusive Sachwerten wie Immobilien oder Uhren? → Parqet
- Du willst Tracking, Community und auch alternative Assets wie Krypto oder Kunst? → getquin
- Du willst kostenlose Allround-Analyse mit X-Ray-Durchleuchtung deiner ETFs? → ExtraETF Portfolio Tracker
Mein persönliches Setup besteht aus Portfolio Performance als Hauptwerkzeug für die ganzheitliche Vermögensübersicht und dem ExtraETF Portfoliotracker für die ETF-Tiefenanalyse mit X-Ray. Parqet nutze ich mittlerweile häufiger als Portfolio Performance, weil ich die App einfach überragend finde. getquin teste ich aktuell – die Community-Komponente ist spannend, ersetzt für mich aber nicht die anderen Tools. Außerdem haben sowohl Portfolio Performance als auch Parqet eigene Communities mit viel Mehrwert.
Mein Tipp: Fang mit einem Tool an und schiebe es nicht vor dir her. Die meisten der vorgestellten Lösungen sind kostenlos oder bieten eine kostenlose Variante – du kannst also einfach loslegen und schauen, was zu dir passt.
Welches Tool nutzt du? Schreib es gerne in die Kommentare – ich bin gespannt auf deine Erfahrungen.
Anmerkung: Dieser Artikel ist eine komplette Neufassung des ursprünglich 2021 erschienenen Beitrags „Die 8 besten Finanztools” und konzentriert sich jetzt vollständig auf Depotverwaltungs-Software. Tools für Kontenmanagement (MoneyMoney, Starmoney) und Aktienscreener (Aktien.Guide, Aktienfinder, Investolio) findest du bald in eigenen Artikeln.
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22 Kommentare
Zu Starmoney gibt es eine sehr gute kostenlose Alternative:
Kmymoney
Hinsichtlich der Auswertungen gefällt mir diese Software deutlich besser als starmoney. Mit Starmoney und WISO Mein Geld habe ich auch mehrere Jahre gearbeitet.
Kmymoney ist etwas schwieriger in der Einarbeitung, bietet jedoch wesentlich bessere Auswertungen.
Wenn man es bequemer haben möchte und rund 30 Euro im Jahr investieren mag, dann würde ich eher WISO Mein Geld nehmen als Starmoney. Am besten spielt man einfach mal mit den Testversionen und sucht sich ein passendes Produkt aus
Gruß Burggraben
Danke. Genau so etwas fehlte mir, ein Tool, was native unter Linux läuft. Portfolioperformance nutze ich schon seit Jahren, früher unter Windows, seit drei Jahren unter Linux. Nun werde ich mir also auch mal KMyMoney anschauen.
Hallo Daniel,
cooler Beitrag, der einen weiterhilft. Ich persönlich nutze Aktienfinder und Yahoo Finance, um eine Vorauswahl von Unternehmen treffen. Aber um genauere Analysen über ein Unternehmen durchzuführen, habe ich mein eigenes Tool mit der Zeit entwickelt. Meine persönliche Investment Plattform hat alle Tools und Integrationen, die ich für das Screening, die Analyse, die Recherche und die Verwaltung meines Portfolios benötige. Gerne würde ich dir in naher Zukunft meine Beta-Version vorstellen und falls du für deine Leser einen Mehrwert feststellen solltest, dann darfst du auch darüber berichten.
Generiere weiterhin guten und wertvollen Content für uns . Danke dafür.
Schöne Grüße
Mato
Noch ein Hinweis zu Börsenkursen in kmymoney:
Diese lassen sich über verschiedene Quellen online aktualisieren. Das ist aber nicht ganz einfach und wird in der Dokumentation auch nur unzureichend beschrieben (meiner Meinung nach).
Sehr einfach ist es jedoch, wenn man die Kurse aus Portfolio Performance je Wertpapier als CSV Datei exportiert und dann in kmymoney importiert.
Gruß Burggraben
Sehr sehr hilfreich und interessant – Vielen Dank!
Hallo Daniel,
seit einiger Zeit lese ich Deine Beiträge mit Interesse, danke dafür.
Nach einigen Jahren bin ich von den Sparkassen und Consors als Broker zu Trade Republic gewechselt. Gründe dafür waren, bei der Sparkasse hatte ich so gut wie keinen Support bzw. keinen Guten. Bei Consors hat sich im Laufe der Zeit der Service permanent reduziert, sodas ich heute auch keinen Support wie früher mehr hatte.
Für meine Aktien, ETS´s und Fonds habe ich mal mit Yahoo-Finance angefangen und bin dann zu extraETF gewechselt. Die habe ich auch schon gekündigt. Bei Yahoo hat mich immer gestört, dass es doch stark auf den amerikanischen Markt aufgebaut ist. Allerdings ist das auch schon einige Jahre her und ich kann nicht sagen, ob und wie sich das verändert hat. Auch gab es für meine Bedürfnisse zu wenig Handelsplätze in Deutschland. Mit extraETF war ich nie zufrieden, z.B. die Abweichungen in den Handelsplätzen zu TR haben mich von Anfang an gestört.
Nachdem ich nun alle Deine Berichte zu den Analysen gelesen habe, glaube ich mit Parqet besser bedient werde. Das einzigste Manko, was sie haben, ist das sie noch kein OpenBanking haben. Auf Ihrer Homepage habe ich die Begründung gelesen, habe sie verstanden und kann sie akzeptieren.
Danke nochmals,
Gruß Josef
Hi,
kann eines dieser Programme auch historische Käufe (vor allem aus Sparplänen) importieren?
Hi Michael,
Portfolio Performance und Parqet können das, aber Du musst zumindest bei PP die Kaufbelege hochladen. Bei Parqet kommt es auf die Bank an. Da gibt es mittlerweile auch Schnittstellen zu Trade Republic und comdirect. Da wird es automatisch hinzugefügt nach der Verbindung.
Viele Grüße
Daniel
Wenn man die Kurse findet und bei PortfolioPerformance rein bekommt, kann man auch Sparpläne anlegen und die Buchungen über den Betrag generieren lassen. Weil das natürlich nie so 100%ig passt, habe ich dann jeweils für einen Monat pro Jahr die Nachkommastellen korrigiert um auf den richtigen Bestand zum Jahresende zu kommen. Dadurch hat man – aus meiner Sicht – mit relativ wenig Aufwand eine ausreichend gute Buchungsqualität.
Vielen Dank für Deine Anmerkung, Chris! Eine zeitlang habe ich das auch so gemacht, aber das kann bei mehreren Aktiensparplänen schnell mühsam werden. Deswegen lade ich immer die Auszüge hoch. Das geht deutlich schneller.
Bei einem oder zwei Sparplänen ist das aber eine gute Methode.
Hi Daniel,
ich bin ein langjähriger treuer Podcast-Hörer und danke dir vielen Podcast-Stunden mit interessanten Gästen.
Kleiner Hinweis:
Der Aktienfinder bietet inzwischen knapp 4.500 Einzelaktien an. Im Artikel sind noch von 1.400 bzw. 1.500 die Rede. Also wir vom Aktienfinder-Team haben fleißig aufgestockt 🙂
Viele Grüße
David vom Aktienfinder-Team
Hi David,
Herzlichen Dank für die Anmerkung. Habe es im Text angepasst.
Viele Grüße,
Daniel
Ich kann mit Aktien.Guide leider nicht wirklich viel anfangen. Aus meiner Sicht muss man bei einer Investition in Einzelaktien immer tief in das jeweilige Unternehmen einsteigen, eine Investition auf Basis vorgefertigter “Strategien” und “Scores” erscheint mir da nicht sinnvoll, auch weil diese je nach Marktphase eine deutliche Underperformance abliefern. Das taugt mir nicht, aber hier muss jeder für sich selbst entscheiden was er mit seinem Geld anstellt.
Hi Markus,
der Aktien.Guide bietet deutlich mehr als nur die Strategien. Damit lassen sich Aktienkennzahlen vergleichen, mehrere Unternehmen gegenüberstellen und noch viel mehr. Ich persönlich finde das sehr hilfreich. Und er kostet auch nur ein Drittel vom Aktienfinder. Man kann sich aber auch die Mühe machen, alle Kennzahlen dann direkt beim Unternehmen nachzuschauen. Bei über 50 Aktien ist das ganz schön viel Arbeit.
Viele Grüße,
Daniel
Hallo Daniel,
ein wirklich sehr interessanter Artikel!
Ich habe ein ganz spezielles Problem. Ich möchte mein Depot in einzelne Teildepots aufteilen, mit den einzelnen Teildepots unterschiedliche Anlagestrategien umsetzen und die Performance der Teildepots auch einzeln tracken.
Am besten wäre es, wenn ich mein Depot (ganz bekannter Anbieter) auch gleich online importieren könnte.
Geht das mit den Teildepots mit einem der von Dir vorgestellen Tools? Kennst Du eine Software, mit der das geht?
Viele Grüße
Hans
Hallo Hans,
das ist kein spezielles Problem, denn ich habe auch unterschiedliche Depots mit unterschiedlichen Anlagestrategien. Die kannst Du sowohl mit Portfolio Performance als auch mit Parqet (in der kostenpflichtigen Version) tracken. Bei Parqet geht es ziemlich einfach, bei Portfolio Performance ist es etwas umständlicher. Schau gern mal hier zu PP: https://forum.portfolio-performance.info/t/gesamtperformance-mehrerer-depots/1304
Viele Grüße,
Daniel
Hallo,
Ich suche ein Tool, das mir die genaue Zusammensetzung meiner Fonds und ETFs liefert. Hintergrund: alle Aktien mit Tesla usw. schnellstens verkaufen.
Wer hilft da weiter?
Moin Gregor,
kennst du schon Morningstar X-ray?
https://tools.morningstar.de/de/xray/editholdings.aspx?LanguageId=de-DE&values=
Swap-basierte ETF enthalten ja die Indexkomponenten nicht physisch, hier hilft es, anstatt einen replizierenden ETF vom selben Index in wertmaessig gleicher Hoehe einzupflegen.
Viel Spass mit dem Rumanalysieren
LG Joerg
Hallo Daniel,
danke für den hilfreichen Beitrag! Die Übersicht der Finanztools ist wirklich gelungen und zeigt gut, welche Funktionen für unterschiedliche Anlegertypen wichtig sind. Besonders die Hinweise zu den Auswertungsmöglichkeiten fand ich sehr wertvoll. Ich werde mir ein paar der genannten Tools definitiv genauer anschauen.
Viele Grüße Jonas
Ich habe bisher finanzblick von buhl verwendet. Allerdings geraten die jetzt an ihre Grenzen mit reCaptcha. American Express und Raisin (Weltsparen) können nicht mehr synchronisiert werden. Der Grund weshalb ich finanzblick schätzen gelernt habe ist, die Integration von finanzblick in die WISO-Steuererklärung.
So konnte ich bequem erkennen was steuerrelevante Umsätze waren.
Weiß jemand, ob ich in einer der vorgestellten Apps Umsätze als steuerrelevant markieren kann oder kennt eine alternative App die das kann und auch Amex sowie Weltsparen weiterhin synchronisieren kann?
Grüße Justin
Hallo Daniel,
zunächst auch von mir als langjährigem Hörer/Leser erstmal ein herzliches Dankeschön für diesen spannenden und wertvollen Artikel.
Mir fehlt in Deiner Übersicht noch divvydiary.com, was für mich – gerade in Verbindung mit PP – ein Super-Tool ist, was sich in den letzten Jahren sehr stark weiterentwickelt hat.
Auch bei divvydiary kann man per Knopfdruck sämtliche PP-Daten inklsuive exakter Transaktionshistorie hochladen und das auch für mehrere Depots.
Das Dividenden-Tracking mit Prognosen für zukünftige Ausschüttungen ist auch bei divvydiary richtig stark. Insbesondere auch die Möglichkeit zur Hinterlegung individueller Steuersätze pro Wertpapier UND Depot bietet eine sehr transparente Sicht auf die Netto-Dividenden (für mich eine sehr wichtige Kennzahl).
Ebenso wird inzwischen auch ein “Durchleuchten” / X-Ray von ETFs (und selbst einigen CEFs) geboten. Auch in Deutschland nicht handelbare ETFs sind dabei kein Problem.
Einzig bei Kennzahlen wie IZF und zeitgewichtete Rendite muss divvydiary derzeit noch passen, aber die habe ich ja ohenhin schon in PP, von wo aus ich die Daten nach divvydiary snychronisiere.
Und für alles rund um Dividenden, X-Ray etc. ist dann divvydiary die perfekte Ergänzung zu PP.
Viele Grüße,
Martin
Hallo Martin,
vielen Dank für deinen Kommentar und Deinen Hinweis. Ich nutze divvydiary auch ergänzend, sehe das aber (noch) nicht wirklich als übergreifende Depotverwaltungs-Software wie die hier vorgestellten. Aber ich habe das Tool für den Aktienscreener-Artikel auf dem Schirm. Für die Dividendenentwicklung ist divvyydiary unschlagbar und – wie du schreibst – die perfekte Ergänzung für PP. Bei Parqet ist das alles aber schon enthalten.
Viele Grüße
Daniel