Bondora Go and Grow: Meine Erfahrungen mit der P2P-Plattform (2026)

Bondora Go & Grow ist seit Jahren in aller Munde. Häufig wird es als das neue P2P-Tagesgeld angepriesen – was es mit Sicherheit nicht ist. Dafür sind einige Faktoren einfach zu unklar und das Risiko deutlich höher. Trotzdem habe ich über die Jahre eine fünfstellige Summe in Bondora investiert. Was sich inzwischen geändert hat, ob Bondora Go & Grow seriös ist und wie mein aktueller Stand aussieht, erkläre ich Dir in diesem Artikel.

Bondora Go and Grow - Bild von Geldmünzen als Stapel mit Pflanzen und grünem Hintergrund

Was ist Bondora?

Bevor ich ausführlich auf meine Erfahrungen eingehe, kurz zur Plattform: Bondora ist eine P2P-Plattform aus Estland, die 2009 gegründet wurde. Damals begann Gründer Pärtel Tomberg in den Ausläufern der Finanzkrise ein Projekt zu planen, das es Privatpersonen ermöglicht, auch in der Krise Kredite zu erhalten.

Über die Plattform können Privatanleger in Kreditprojekte aus Finnland, Spanien und Estland investieren – mit Laufzeiten zwischen 3 und 60 Monaten. Investitionen sind dabei schon ab 1 Euro möglich. Bondora Go & Grow ist mittlerweile das Hauptprodukt, das vollautomatisch läuft und Renditen von bis zu 6% p.a. verspricht.

Die Namensänderung: Bondora wird zu Go & Grow

Wichtige Neuigkeit für alle Bestandsinvestoren: Am 20. April 2026 wurde die juristische Person hinter Go & Grow, die Bondora Capital OÜ, in Go&Grow OÜ umbenannt. Das Produkt tritt damit künftig als eigenständige Marke außerhalb der Bondora Group auf, mit neuer Domain (goandgrow.eu) und angepasstem Branding. An Deinem Investment und den Konditionen ändert sich dadurch nichts. Go & Grow ist als P2P-Kredit-Vermittler lizenziert, aber nicht als Bank

Ebenfalls in den letzten Jahren passiert: Im Februar 2023 wurden Portfolio Manager und Portfolio Pro eingestellt, und im September 2025 wurden auch der Sekundärmarkt und die API geschlossen. Bondora fokussiert sich damit vollständig auf das Produkt Go & Grow.

Meine Go & Grow Erfahrungen

Auf der INVEST 2018 hörte ich das erste Mal von Bondora Go & Grow. Seitdem bin ich dabei – und mein Konto hat sich kontinuierlich entwickelt. Aktuell sieht mein Stand so aus:

  • Kontowert: 10.301 €
  • Nettoertrag: 21.790 €
  • Nettorendite: 4,39% (historische Bandbreite: 9,05% – 17,05%)

Das sind nach mehreren Jahren Laufzeit solide Zahlen, auch wenn die Rendite mittlerweile durch die Zinssenkung etwas geringer ausfällt als früher. In der Rendite sind aber auch meine Investments bei Bondora selbst mit integriert. Die liefen aufgrund der zahlreichen Ausfälle deutlich schlechter als Go and Grow.

Bondora Go & Grow Erfahrungen Rendite 2026
Bondora Go & Grow Erfahrungen Rendite 2026

Bondora Go & Grow Zinsen 2026: Was hat sich geändert?

Das ist die wichtigste Änderung der letzten Zeit: Seit dem 1. April 2025 liegt der Zinssatz bei bis zu 6% p.a. statt der bisherigen 6,75%. Das frühere, umständliche Zwei-Tarif-System (6,75% bis zu einem monatlichen Limit, danach nur 4%) wurde vollständig abgeschafft. Jetzt gilt ein einheitlicher Zinssatz für das gesamte investierte Kapital – ohne Einzahlungslimit.

Das Chance-Risiko-Profil hat sich damit leicht verschlechtert. Wer aber über das alte Limit hinaus investiert hat, profitiert von der Vereinfachung. Für Neueinsteiger bleibt 6% p.a. im aktuellen Zinsumfeld dennoch ein interessanter Wert – bei voller Flexibilität.

Was macht Go & Grow attraktiv?

Go & Grow wirbt damit, dass…

  • …die Rendite bis zu 6% p.a. bei einem vollautomatisierten Service erreichbar ist

  • …Du Dir jederzeit Dein Geld auszahlen lassen kannst

  • …Du in ein sehr breit diversifiziertes Portfolio investierst

  • …Du nur Steuern zahlst, wenn Du Dir das Geld auszahlen lässt

  • …die einzige Gebühr 1 Euro bei einer Abhebung beträgt

Auf dem Papier klingt das attraktiv. Aber wo eine ansprechende Rendite und einfache Bedingungen locken, lauern auch Risiken – dazu komme ich gleich.

Ist Bondora Go & Grow seriös und sicher?

Eine der häufigsten Fragen, die ich bekomme: Ist Bondora seriös? Die kurze Antwort: Ja – aber es ist kein risikofreies Investment.

Bondora ist seit 2009 auf dem Markt, reguliert durch die Finanzaufsichtsbehörde Estonias (Finantsinspektsioon) und hat bislang über 800 Millionen Euro an Krediten vermittelt. 2025 wurden allein über 428 Mio. Euro neu investiert, das Gesamtvolumen stieg um 54% gegenüber dem Vorjahr.

Bondora Go & Grow und die Einlagensicherung

Hier ist Klarheit wichtig: Bondora Go & Grow unterliegt keiner klassischen Einlagensicherung wie bei einer Bank. Dein Geld ist kein Bankguthaben, sondern eine Investition in P2P-Kredite. Das bedeutet: Im Krisenfall – wenn viele Anleger gleichzeitig ihr Geld abziehen – können Auszahlungen verzögert werden. Das hat die Corona-Krise 2020 gezeigt, als Abhebungen über mehrere Wochen gestreckt wurden.

Bondora ist damit deutlich kein Tagesgeld-Ersatz, auch wenn es oft so vermarktet wird.

Wie funktioniert die Einzahlung?

Das Geld überweise ich per Dauerauftrag direkt auf das Bondora-Konto bei der AS LHV Pank. Dafür erhältst Du die Kontodaten und eine Referenznummer – mehr musst Du nicht tun. Wenn du mehrere Konten bei Go and Grow hast, musst du oben rechts noch das Konto angeben, auf das das Geld überwiesen werden soll.

Kleiner Tipp: Immer per Überweisung vom Girokonto bezahlen, nicht per Kreditkarte. Wegen des Geldwäschegesetzes wird das Geld auf das Konto zurückgebucht, von dem es kam. Bei Kreditkartenzahlungen kann das unnötig kompliziert werden.

Wenn du länger auf Go and Grow investierst, solltest du bei Abbuchungen immer genau auf deine Bankdaten achten. In der Zwischenzeit hatte ich das ursprüngliche Referenz-Bankkonto gekündigt, kann die alten Daten aber nicht löschen. Das ist wirklich ein Problem.

Bondora Go & Grow Erfahrungen Kontodaten 2026

Wie versteuere ich die Steuern bei Go & Grow?

Du zahlst die Steuern erst, wenn du das Geld abhebst. Laut Bondora sind Steuern nur auf den Teil fällig, der den insgesamt eingezahlten Betrag übersteigt. Auf Knopfdruck bekommst Du einen Steuerbericht im PDF-Format – sehr praktisch. Ich empfehle trotzdem, diesen Bericht jährlich zu sichern und nicht bis zur Auszahlung zu warten. Im Zweifel lieber einen Steuerberater fragen.

Wie hebe ich Geld ab?

Das Abheben funktioniert einfach: Geld im Go & Grow-Portfolio auswählen, auf „Abheben” klicken, Betrag eingeben, per PIN auf dem Smartphone bestätigen – fertig. Bei mir war das Geld meist innerhalb weniger Stunden auf dem Girokonto. Die Abhebungsgebühr beträgt 1 Euro.

Das Risiko – bitte nie vergessen

Du weißt auch heute noch nicht im Detail, in welche Kredite Bondora Dein Geld investiert. Die Transparenz über die Kreditverteilung ist begrenzt. Das eigentliche Risiko bleibt: Was passiert, wenn in einer Krise alle Anleger gleichzeitig an ihr Geld wollen?

Die Corona-Krise hat genau das gezeigt: Auszahlungen wurden über mehrere Wochen gestreckt, weil Bondora die Liquidität nicht sofort zur Verfügung hatte. Das ist der entscheidende Unterschied zum echten Tagesgeld – und sollte Dir bei jeder Einzahlung bewusst sein.

Deshalb gilt für mich nach wie vor: Nur so viel investieren, wie ich im Notfall auch verschmerzen könnte.

Bondora Go & Grow Alternativen

Wer nach einer Alternative zu Bondora Go & Grow sucht, schaut häufig auf Mintos – ebenfalls eine P2P-Plattform, die aber ein breiteres Angebot mit mehr Kontrolle bietet, dafür aber auch deutlich komplexer ist. Wer wirklich nur ein einfaches, automatisiertes P2P-Produkt möchte, findet bei Go & Grow etwas kaum Vergleichbares in dieser Einfachheit.

Mein Fazit aus 8 Jahren Go & Grow

Bondora Go & Grow – jetzt unter dem neuen Namen Go&Grow OÜ – ist seit über 15 Jahren auf dem Markt. 2025 wurden über 428 Mio. Euro neu investiert, das Gesamtvolumen stieg um 54% gegenüber dem Vorjahr. Diese Beständigkeit gibt mir als Anleger ein gutes Gefühl – auch wenn 6% p.a. nicht mehr ganz so attraktiv sind wie früher.

Es bleibt aber dabei: Go & Grow ist kein Tagesgeld-Ersatz, sondern ein P2P-Investment mit entsprechendem Risiko. Wer das verstanden hat und nur einen überschaubaren Teil seines Vermögens dort anlegt, kann von der einfachen Handhabung und der soliden Rendite profitieren.

In acht Jahren habe ich eine fünfstellige Summe an Zinsen erhalten, die ich sonst nur am Aktienmarkt oder bei den Kryptos gehabt hätte. Was mich immer noch nervt, ist das ständige Nachfragen, wenn ich mal Geld abheben will. Dadurch versuchen sie die Gelder noch auf der Plattform zu behalten. Von meiner Depotbank werde ich auch nicht ständig gefragt, warum ich das Geld abheben will.

Hast Du Lust, Go & Grow selbst zu testen? Dann bekommst Du beim Abschluss über den unten stehenden Button eine 5 Euro Gutschrift für den Start.

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Anmerkung: Dieser Artikel stammt ursprünglich aus dem August 2018, wurde im August 2021 sowie im April 2026 überarbeitet.

Weiterführende Artikel

“Mein Ziel war immer, von meinen Ausschüttungen leben zu können” – Interview mit Lars Wrobbel

P2P-Kredite in der Krise? So ändert sich jetzt mein P2P-Portfolio!

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61 Kommentare

  1. Moin,
    Interessanter artikel.

    Hier fehlt mir der Hinweis (zumindestens bei dem affiliate link in der fusszeile) bei dem Affiliate link dass bondora sate 5% des anlagevolumens des neukundens an den werber zahlt – frage mich wie bondora das auf die dauer überlebt. Sprich ich investiere 1000 Euro innerhalb der ersten 30 tage und erhalte 5 Euro von Bondora wobei Bondora aufgrund des affiliate links 50euro ueberweist… auch die muessen erstmal von bondora verdient werden…

    1. Kleine Anmerkung dazu: Die 5 % bekommt jeder Anleger, der Bondora seinen Freunden empfiehlt. Damit werben sie ja auch ganz offen. Ich habe da keine Sonderkonditionen.

      Dass Bondora das erst einmal verdienen muss, ist richtig. Das steht aber auf einem anderen Blatt. Gilt übrigens auch für die anderen Plattformen.

      1. Interessanter Artikel. Finde es absolut legitim das hier mit Affiliate Link gearbeitet wird. Man könnte aber den Eindruck gewinnen das dies die Hauptrendite bringen wird und nicht die Investition von lediglich 2000 €. Für diese Summe wäre mir der Aufwand zu groß ein Account bei der Plattform zu erstellen. Das ist meines Erachtens Spielerei.

        1. Zumindest bei Bondora ist es kein großer Aufwand einen Account zu erstellen, wie der Artikel zeigt. 😉

          Die Diskussion hatte ich auch schon öfters, ob sich so eine vergleichsweise geringe Investition überhaupt lohnt. Momentan erhalte ich jeden Monat über 40 Euro Zinsen durch meine P2P-Investments. In meinen Augen ist das mehr als nix. Langfristig soll das natürlich noch etwas ansteigen. Aber ich möchte ein organisches Wachstum in dieser Asset-Klasse erreichen und mein Portfolio nicht noch riskanter gestalten.

          Meine Erfahrungen mit den Plattformen schildere ich ja immer transparent und zeige auch meine Einsätze – und auch meine Verluste. Mit Lendico waren diese dreistellig, bei Auxmoney habe ich auch viele Ausfälle gehabt, aber da bin ich noch deutlich im Plus. Ansonsten habe ich bisher erst einen Ausfall bei Mintos bei den baltischen Plattformen. Aber das heißt ja nix, da können noch weitaus mehr Ausfälle kommen. Die hohe Rendite bei den P2P-Plattformen geht natürlich nicht ohne Risiko. Dann würden für meine “Spielerei” eben auch einige Tausend Euro Verlust entstehen.

  2. Hallo Daniel,

    vielen Dank für den sehr schöner Artikel und übersichtlichen Artikel.
    Was mir sehr gefällt ist, dass du dich klar kritisch dazu äußerst und die Risiken zeigst.
    Du bist glaub ich der einzige Finanzblogger der ganz klar schreibt, das es sich hier nicht im ein Tagesgeldkonto handelt sondern lediglich um eine Anlage in P2P-Kredite.

    Was mich nur wundert ist, warum du dein Geld dann dort anlegst.
    Du erwähnst deine Bedenken gegenüber Bondora aufgrund der hohen Ausfälle.
    Warum dann nicht eine adere P2P-Palttform?
    Du schreibst du möchtest dein Geld langfristig (über 10Jahre) Anlegen.
    Warum dann für “nur” 6,75%, andere P2P-Plattformern bieten doch deutlich höhere Langfristige Renditen an.

    Könntest du vielleicht noch mal etwas klarer stellen wo du den Vorteil von Go and grow siehst?

    Ich habe den Nutzen in dieser Unterart der P2P-Anlage nämlich noch nicht gesehen.

    Danke schon mal für deine mühen.

    Viele Grüße

    Daniel

    1. Hallo Daniel,

      eigentlich wollte ich keine weitere Plattform besparen. Mit Mintos, Viainvest und Estateguru bin ich schon gut aufgestellt und die weiteren Plattformen reizen mich bisher nicht wirklich. Aber irgendwie hat jeder nur noch von Go & Grow gesprochen und mir war nicht klar, wie die Prozesse dahinter funktionieren und ob es wirklich so einfach funktioniert.

      Und von allen P2P-Plattformen, die ich bisher kennengelernt habe, war der Boarding-Prozess von Bondora mit Abstand am Besten. Deswegen schildere ich ihn auch. Hier ging es mir also gar nicht um die Rendite, sondern um die Hintergründe und weil ich es unbedingt mal testen wollte. Dafür habe ich mein Geld von Auxmoney genommen, was ich dort rausgenommen habe. Und die Rendite ist dort nach drei Jahren nicht höher als bei Go and Grow.

      Viele Grüße
      Daniel

      1. Hallo Daniel,

        Danke für die Antwort. Das Boarding Verfahren von “Go & Grow” ist wirklich sehr einfach.

        Ich lege aktuell bei Bondora und Mintos direkt in P2P Kredite an.
        Habe mir vorgenommen jedes Jahr einen weitere Plattform aufzunehmen, um ein wenig besser zu streuen. Wobei es Mintos echt schwer macht, da vom Komfort da keine andere wirklich rankommt. Bei Bondora hab ich Monate gebraucht um den Autoinvestor einzurichten aber richtig laufen tut der immer noch nicht. Ausfälle hatte ich zum glück bis jetzt keine, lege aber auch nur in A-B Kredite an und nicht in Spanien ^^.

        Ich werde vermutlich um Go und Grow weiter einen Bogen machen, da es mir zu intransparent ist. Deine Blogberichte dazu werde ich natürlich weiterhin verfolgen.

        Viele Grüße
        Daniel

        PS: vielleicht sieht man sich ja auf einem Musikfestival {bin im August auf dem Summerbreeze in Dinkelsbühl}

  3. Hallo Daniel,

    interessanter Beitrag. Ich bin seit Jahren bei Auxmoney (ziehe da allerdings seit fast 2 Jahren nur noch mein Geld raus) und seit einem knappen Jahr bei Mintos (extrem zufrieden).

    Letzte Woche meldete ich mich auch bei Bondora und Twino an. Ich möchte einfach von allen großen Plattformen einen Eindruck gewinnen. Von daher passt der Artikel zu meinen bisherigen Erkenntnissen und stellt sehr schön auch die Risikoaspekte dar,

    Viele Grüße
    Marcel

    1. Hallo Marcel,
      ich bin neu in dem ganzen Thema und lese mich seit mehreren Tagen in dieses Thema ein. Da du scheinbar schon bei mehreren Plattformen Erfahrungen gesammelt hast, wollte ich dich fragen welche du für ein einmaliges Investment im 4 Stelligen bereich nun empfehlen würdest.
      Vielen Dank für deine Antwort,
      schöne Grüße
      Thomas

  4. Hallo Daniel,
    danke für deinen Bericht. Inspiriert durch deine Erfahrungen mit Mintos und EstateGuru bin ich seit Mai dort investiert, bislang läuft alles gut.
    Was mich bei go+grow stört, ist, dass absolut nicht klar ist, womit sie das Geld erwirtschaften: auch p2p, Devisengeschäfte, short auf Bitcoins oder Drogenhandel? Theoretisch alles möglich.
    Das hält mich davon ab, dass es Risikokapital ist, ist mir klar. Es als Alternative zu Tagesgeld zu verkaufen halte ich für Marketing-Verarsche.

    Viele Grüße
    Daniela

    1. Hi Daniela,

      vielen Dank für Dein Feedback. Ich halte es auch für falsch, es als Tagesgeld-Alternative zu vermarkten. Das ist es ganz und gar nicht. Und womit das Geld erwirtschaftet wird, weiß tatsächlich nur Bondora selbst. Immerhin haben sie die Rendite nach unten angepasst, so dass im Krisenfall, wenn die Zinsen nach unten gehen, noch ein höherer Puffer da ist.

      Absolut transparent ist da Estateguru, wo Du über alle News, Probleme und verzögerte Zahlungen zu den einzelnen Projekten auf dem Laufenden gehalten wirst. Deswegen mag ich die Plattform auch am liebsten.

      Viele Grüße
      Daniel

  5. Hallo Daniel,

    danke für Deinen Bericht.
    Wieso muss man in diesem Fall nur Steuern zahlen, wenn man es abruft? Dies ist ja z.B. bei ETF Sparplänen oder bei Zinsen, die ich auf Konten im Ausland bekomme, auch nicht der Fall.

    Grüße
    Frank

    1. Hallo Frank,

      die Besteuerung wird nach estnischem Recht analysiert: https://www.bondora.com/de/gogrow-riskstatement

      Du zahlst bei den anderen baltischen Plattformen ja auch keine direkten Steuern an den deutschen Staat, sondern musst es dann in Deiner Steuererklärung angeben. Darauf bezieht sich Bondora scheinbar. Dafür ist dann auch der Steuerbericht. Ich bin aber auch kein Steuerberater. Für genauere Angaben frage am besten Deinen Steuerberater.

      Einzige Besonderheit sind die polnischen Kredite bei Viainvest, wo automatisch die 5 % Quellensteuer abgezogen werden. Die bekommst Du auch nicht wieder.

      Viele Grüße
      Daniel

        1. Habe gestern bei unser FinCamp-Session nochmal mit Lars darüber gesprochen und die Quellensteuern werden in Polen tatsächlich nur bei Viainvest eingezogen. Habe es im Kommentar ebenfalls angepasst.

  6. Hi Daniel,

    ein sehr guter Artikel! Ich glaube, das mit dem Tagesgeld bezieht sich bei den meisten Bloggern auf die Verfügbarkeit (zumindest hoffe ich das). Ich nutze es tatsächlich auch genau dafür und parke einen Teil meines Cashbestandes dort, wobei mir das Risiko bewusst ist und ich habe in meinem Artikel auch klargemacht, dass man in ein gestreutes Kreditportfolio investiert und das nicht viel mit Tagesgeld im eigentlichen Sinne zu tun hat.

    Eine Alternative ist es aber durchaus wie ich finde. Vielleicht interpretieren viele das Wort etwas missverständlich. Es sagt ja nicht “Gleichwertigkeit” aus, sondern eine weitere Möglichkeit … in diesem Fall sein Geld kurzfristig zu parken. So war mein Gedanke.

    Viele Grüße aus Indonesien

    Lars

  7. Vielleicht noch der Hinweis, dass man für Auszahlungen einen Identitätsnachweis hinterlegen muss (Kopie Perso etc.).

    Viele Grüße,
    Mike

      1. Das ist auf jeden Fall ein Sicherheitsmerkmal, ich wollte nur noch einmal darauf hinweisen, weil das aus Deinem Artikel so – für mich – nicht hervorging.

        Noch einmal eine Frage zu den Steuern:
        Ich lege wie Du für 10 Jahre an, lasse mir im 10. Jahr dann das Geld auszahlen. Dann wird ja die Steuer fällig, Muss ich mir in den 10 Jahren vor der Auszahlung sinnvollerweise jährlich eine Übersicht der Steuern/Zinsen sichern wie Du es beschrieben hast, oder reicht es, am Ende der 10 Jahre einen Export für die gesamte Laufzeit zu machen?

        1. Was die Steuern angeht, kann ich natürlich nicht mehr sagen, da ich kein Steuerberater bin. Ich mache es aber bei allen Plattformen so, dass ich alle erhaltenen Zinsen von den Plattformen in meine Steuererklärung einfüge – egal ob ich Steuern zahlen müsste oder nicht. So bin ich auf der sicheren Seite. Das heißt, ich würde eine Übersicht auf jeden Fall jährlich generieren und nicht zehn Jahre warten, bis du es auszahlen lässt.

        2. Hallo, wer sagt denn , das dieses Unternehmen noch in 10 jahren gibt oder ob es nicht auch wie alle andere Chare geht und das Geld weg ist ?!

          1. Hallo Michael,

            das kann Dir keiner sagen. P2P-Kredite sind und bleiben ein riskantes Investment mit einigen Risiken. Das Plattformrisiko ist eins davon. Deswegen sollte man auch nur einen kleinen Teil seines Geldes in diese Asset-Klasse investieren. Auch wenn Bondora seit über zehn Jahren am Markt agiert, muss es nicht heißen, dass es in zehn Jahren noch existiert.

            Viele Grüße
            Daniel

  8. Hallo Daniel,

    vielen Dank für den schönen Artikel, wodurch ich erst auf P2P und auf das Go&Grow-Angebot von Bondora gekommen bin.

    Jetzt bin ich allerdings doch schon neugierig. Die 5% der Investitionssumme, gilt das nur für die ersten 30 Tage oder über den gesamten Zeitraum (bis Bondora beschließt die Aktion zu beenden) Ich habe selbstverständlich auch deinen Empfehlungslink verwendet.

  9. Hallo,

    nach deinem letzten Newsletter, schreibe ich mal hier, denn inhaltlich passt das am besten.

    Ich bin etwas überrascht, dass du beim normalen Bondora so stark investiert bist und davon so schwärmst. Ich habe mein (bescheidenes) P2P-Investment auf Mintos konzentriert, nachdem ich es ein halbes Jahr auf Bondora, Mintos und Twino verteilt hatte. So viel höher erschienen mir die erreichbaren Renditen bei Bondora nicht, als dass ich davon ausgegangen wäre, dass sie die Ausfälle ausgleichen könnten.
    Schon bei Mintos bereiten mir die Ausfälle Sorgen, ich warte darauf, dass mein eingezahltes Kapital vollständig in Krediten ohne Zahlungsverzug investiert ist und nur die Zinsen in verzögerten… aber das ist nur eine private Wohlfühlgrenze, ohne jegliche wissenschaftliche Grundlage.

    Auch ethisch habe meine Zweifel, Privatkredite jenseits der 12% zu vergeben…

    Bald ist ja Jahresrückblick-Zeit, dann erfahre ich vielleicht mehr 😉

    1. Hi Ludger,

      ich arbeite gerade an einem Artikel, wo ich auch auf mein Investment beim “normalen” Bondora eingehe. So viel höher als bei Mintos ist das Investment jetzt nicht, aber ich wollte es einfach mal testen. Von der Rendite ist es wirklich gut, aber die wird über die Jahre dann ordentlich zurückgehen, wenn die ganzen Ausfälle eingepreist sind. Da mache ich mir nichts vor. Hier ist Bondora Go & Grow einfach viel angenehmer und auch noch täglich verfügbar. Die Ausfälle haben hier zunächst keinen Einfluss auf die Rendite.

      Was die Ethik angeht: Du darfst nicht vergessen, dass Kredite in anderen Ländern ganz andere Umstände haben und sich nicht mit Krediten/Kreditzinsen in Deutschland vergleichen lassen. Auch das Verhältnis dazu ist dort komplett anders. Darüber hatte ich auf dem Fincamp mit Lars Wrobbel auch eine angeregte Diskussion auf der Bühne, weil die Frage auch aus dem Publikum kam.

      Viele Grüße
      Daniel

      1. Ja klar, ich bin auch der letzte der das anderen verbieten würde.

        Ich hatte eine durchschnittliche Rendite von 32,3% und habe nach nur 6 Monaten die Plattform verlassen. Meine Nettorendite lag damit bei -2,84%.
        Bondora war damit völlig unkalkulierbar für mich und damit nicht weiter interessant.

        Go and grow hingegen… mal sehen, ob ich da ein paar hundert € reinstecke.

  10. Interessantes Konzept mit Bondora Go and Grow. Funktioniert es denn gut mit den Abhebungen oder hattest du damit schon Probleme?

    1. Hi Tom,

      bisher hatte ich mit Abhebungen auf mein Girokonto noch keine Probleme. Aber wie im Artikel geschrieben, gibt es Probleme, wenn Du Geld von der Kreditkarte überweist. Dann kannst du es nur auf die Kreditkarte überweisen, von der du das Geld überwiesen hast. Ich vermute, dass damit das Geldwäsche und Schindluder verhindert werden sollen. Deswegen empfehle ich immer, das Geld vom Girokonto zu überweisen.

      Viele Grüße
      Daniel

  11. Hi,
    hätte mal noch eine Frage:
    ich habe ein paar Freunden Bondora empfohlen und finde nun in meinem Steuerbericht unter “Bonuseinkommen auf Bondora Konto erhalten*” ein paar Euro.
    Muss ich die in Deutschland mit der Kapitalertragssteuer versteuern?

    Danke für die Info!
    Andi

    1. Hi Andi,

      ich bin jetzt kein Steuerberater, aber da es sich um generiertes Einkommen handelt, musst Du es nach Auszahlung in Deutschland auch versteuern – genau wie die Zinsen von Bondora.

      Viele Grüße
      Daniel

  12. Interessanter Artikel. Was ich an G&G nicht verstehe ist damit zerstört Bondora doch ihre klassische P2P Plattform. Als Marktplatz Anbieter verfügt Bondora über die besten Daten zu den Krediten und kann sich für G&G die besten raussuche bevor die übrigen Investoren überhaupt eine Chance haben. Der Interessenkonflikt ist da doch vorprogrammiert.

    1. Ich glaube nicht, dass Bondora die eigene Plattform zerstört, denn sie verdienen an Bondora G&G eine ganze Menge mehr als an den normalen Krediten. Das sieht man vor allem am Einnahmen-Plus 2018(Start von G&G war im Juni 2018). Der Inkasso-Prozess ist auch derselbe. Sie müssen nur dafür sorgen, dass die durchschnittliche Rendite bei den avisierten 9 % bleibt.

      Abzüglich der 6,75 % und des Empfehlungsbonus ist alles darüber ein Plus für Bondora. Und die Qualität der Kredite für G&G hat sich leider im letzten Jahr deutlich verschlechtert. Sie picken sich dafür also nicht die Rosinen raus, sondern die höchste Rendite (und das damit einher gehende höhere Risiko). Im Schnitt haben die F-Kredite eine durchschnittliche Rendite von über 17 %(siehe Video).

      Angenommen der Inkasso-Prozess läuft gut, hat Bondora eine wirklich gute Rendite mit G&G. Wie lange das haltbar ist, weiß aber keiner. Das wird die nächste Krise zeigen. Deswegen ist auch Bondora G&G ein riskantes Investment und definitiv kein Tagesgeldersatz!

  13. Hallo Daniel,
    nach Lesen deines Bondora G&G Artikels überlege ich, hier ein paar tausend meines Cash-Bestandes zu investieren.
    Wie sieht die aktuelle Verteilung aus?
    Wie viel in F-Kredite und wie hoch ist der Anteil der Spanien-Kredite?
    Hat sich an deiner Einschätzung jetzt im Sept. 2019 etwas geändert?
    Investierst du immer noch darin?
    Viele Grüße
    Dietmar

    1. Hallo Dietmar,

      im Blogartikel sind schon die aktuellen Zahlen für die Kreditverteilung enthalten. Der Löwenanteil sind F-Kredite mit 45 %. Spanische Kredite sind aber nur mit 7 % enthalten. Alle Zahlen findest Du übrigens hier. In meinem normalen Bondora-Account habe ich auch einige gut laufende F-Kredite und schlecht laufende A-Kredite. Es lässt sich nur sehr schwer pauschalisieren. Im Januar gibt es wieder neue Zahlen und da bin ich gespannt, wie sie dann ausfallen.

      Viele Grüße
      Daniel

  14. Hallo zusammen,
    ich beschäftige mich seit einigen Tagen mit dem Thema P2P Krediten un möchte darin Investieren.
    Ich bin mir aufgrund des doch relativ großen Angebotes nicht Sicher welchen Anbieter ich jetzt Auswählen soll (Bondora, Estateguru, Mintos,…).
    Kann mir bitte jemand helfen eine endgültige Entscheidung zu treffen?
    Vielen Dank für eure Hilfe,
    schöne Grüße,
    Jakob

  15. Hallo Daniel!

    Leider hab ich deinen Artikel erst etwas zu spät gesehen. Ich hab mein Geld bereits bei Bondora liegen und leider meine erste Einzahlung per Kreditkarte gemacht. Alle weiteren Zahlungen wurden als Überweisung eingezahlt, trotzdem kann ich beim Abheben nun nur Kreditkarte auswählen.

    Du schreibst, dass das problematisch werden kann. Was genau für Probleme können denn nun auftauchen? Muss ich auf etwas achten?

    1. Hallo Julia,

      Du beschreibst das Problem schon in Deinem Kommentar. Wenn Du mit Kreditkarte das Geld überwiesen hast, kannst Du es auch nur darüber wieder abheben. Viele haben sich darüber schon beschwert. Unter Umständen dauert das länger als bei Überweisungen auf das Girokonto. Die sind nämlich innerhalb weniger Stunden gutgeschrieben. Erst wenn Du Geld von einem Girokonto überweist, kannst Du es auch auswählen beim Abheben. Eine Cent-Überweisung reicht da aus. Gleiches gilt übrigens auch beim Kontowechsel.

      Bondora macht es um der Geldwäsche vorzubeugen.

      Viele Grüße
      Daniel

      1. Okay, aber abgesehen von der Warterei, gibt es keine Nachteile?

        Das ist etwas seltsam, da nur meine allererste Überweisung per Kreditkarte durchgeführt wurde. Seitdem bestimmt über 10 weitere Überweisungen vom Girokonto.. Naja, warten wir mal ab.

        Vielen Dank!

  16. Hallo Daniel,
    ich bin absolute Anfängerin auf dem Gebiet in P2P zu investieren, nach einiger Recherche und Überlegung habe ich mich für die Plattform Bondora entschieden. Für den Anfang habe ich 50€ zum testen eingezahlt und im Portfolio Pro einen Investplan angelegt. Mir wird angezeigt das ich monatlich um die 400€ investieren sollte. Frage: Bin ich nun verpflichtet regelmäßig einen bestimmten Betrag einzuzahlen? Oder kann ich meine Zahlungen beliebig vornehmen und auch mal ein paar Monate nichts einzahlen wenn ich möchte?
    Kann ich mir mein Geld beliebig wieder auszahlen lassen oder muss ich bestimmte Laufzeiten einhalten?
    Mein Geburtsdatum lässt sich in den Einstellungen nicht überschreiben und steht auf dem 01.01.1900, wird dies erst bei einer Auszahlung änderbar?
    Über eine Beantwortung meiner Fragen würde ich mich sehr freuen.
    Lg Jessica

    1. Hallo Jessica,

      nein, Du bist natürlich nicht verpflichtet das monatlich einzuzahlen. Das richtet sich nach der Gesamtsumme, die Du als Sparziel eingegeben hast. Du kannst die Einzahlungen so handhaben wie Du möchtest und bist da zu nichts verpflichtet. Auch das Geld kannst Du Dir beliebig wieder auszahlen lassen – aber nur bei Bondora Go & Grow. Und da dauert es momentan etwas länger.

      Bei Portfolio Pro wird das Geld ja in fest laufende Kredite investiert. Da kommst Du erst wieder ran, wenn der Kredit abbezahlt wurde – oder Du Dein Portfolio zu Go & Grow übertragen hast.

      Wegen des Geburtsdatums solltest Du Dich am besten an den Support wenden.

      Viele Grüße
      Daniel

  17. Hallo Jessica,
    das Geburtsdatum wird korrigiert, wenn deine Identität verifiziert worden ist. D.h. wenn du ein Foto eines Auweisdokuments von dir an Go & Grow geschickt hast.
    Grüße Johann

  18. Hallo Jessica,
    das Geburtsdatum wird korrigiert, wenn deine Identität verifiziert worden ist. D.h. wenn du ein Foto eines Auweisdokuments von dir an Bondora geschickt hast.
    Grüße Johann

  19. Hallo Daniel,

    vielen Dank für diesen sehr informativen Bericht über Bondora. Ich habe bisher 2.300,00 € als Startbetrag unter “Go & Grow” investiert. Wie in deinem Bericht erwähnt, kann ich diesen Betrag jederzeit auf mein Bankkonto überweisen. Gibt es pro Tag ein Überweisungslimit, welches ich einhalten muss, wenn ich von Bondora Geld auf mein Konto überweisen möchte? In meiner “Brieftasche” wird mir Liquidität von 500,00 € angezeigt. Ist dies der Betrag den ich maximal auf mein Konto überweisen kann? Über eine Antwort freue ich mich sehr.

    Mit besten Grüßen

    Hellfried

    1. Hallo Hellfried,

      die maximale Einzahlungssumme liegt mittlerweile bei 400 Euro pro Monat. Wenn Du mehr auf das Bondora-Konto überweist, bleibt alles darüber unverzinst in der Brieftasche.

      Bei Abhebungen musst Du immer erst das Geld von Deinem “Go & Grow”-Portfolio in die Brieftasche übertragen. Danach kannst Du es erst auf Dein verifiziertes Konto überweisen.

      Einen Maximalbetrag, den Du abheben kannst, gibt es laut FAQ nicht. Zumindest steht da nichts davon. Aber das heißt ja nichts, wie wir im März und April 2020 gesehen habe. Da wurden nur Teilbeträge überwiesen, weil alle Anleger an ihr Geld wollten, was Bondora nicht zur Verfügung hatte. Kommt so etwas nochmal, kannst Du auch nur Teilbeträge abheben. Momentan geht aber alles.

      Ich konnte auch schon problemlos einige Tausend Euro abheben. Ich hoffe, dass ich Dir helfen konnte.

      Viele Grüße
      Daniel

  20. Hallo,
    vielen Dank für den Artikel. Ich hatte mich vorher nicht mit p2p beschäftigt. Allerdings bin ich nach der Lektüre eher skeptisch geworden.
    Zum einen finde ich den Artikel unausgewogen, denn die wichtigste Frage ist doch nicht wie einfach ich mein Geld auf die Plattform überweisen kann, sondern wer und warum Geld ausgezahlt bekommt. Was führt zu einem F Rating und warum sollte ich diesem Rating trauen? Das scheint mir in etwa so problematisch wie damals “Subprime” zu sein. Zuviel Marketing, zuwenig Risiko-Transparenz. Das ist eigentlich schade, denn hier sollten doch die Kredite schneller beim Interessenten landen als über die Banken? Wie funktioniert denn die Risikobewertung jenseits des Bankschalters und wie werden hochwertige A-F-Ratings erstellt? Und ist F nicht hoch problematisch da es die Risiken nicht weiter differenziert?
    Zum anderen hat es ein Geschmäckle wenn am Ende des Artikels ein Werbelink steht, der dem Artikel-Autor Geld in die Taschen spielt. Das ist Werbung und sollte ganz klar als möglicher Interessenkonflikt gekennzeichnet werden. Andernfalls ist es keine Deut besser als die Versicherungsberater die an Provisionen verdienen. Sorry, das Vertrauen in Dein Blog und Deine Tipps hat hier gerade bei mir gelitten. Schaue mich aber gern noch ein bisschen weiter um.
    lg
    Michael

    1. Hallo Michael,

      das ist schade, dass Du es so siehst. Ich arbeite seit Gründung des Blogs 2015 mit klar gekennzeichneten Affiliate-Links und auch mit selbst investiertem Geld. Das ist hier bei Bondora Go and Grow nicht anders. Ohne das würde ich auch keinen Artikel darüber schreiben. Ich investiere seit 2015 in P2P-Kredite und dokumentiere genau meine Erfahrungen mit 9 Plattformen. Manche waren positiv (wie Bondora Go and Grow oder Estateguru), andere sehr negativ (wie Crowdestor, Auxmoney oder Mintos). Wenn Du mir schon länger gefolgt wärst, hättest Du das mitbekommen. P2P-Kredite ist aber eine riskante Anlageklasse. Das steht auch im Artikel.

      Was die Bewertungen der Kredite angeht: Da führt Bondora genaue Übersichten und erklärt alles auch genau. In einem einzelnen Artikel kann ich darüber nicht berichten. Ich habe aber in diversen anderen darüber berichtet. Bondora gehört jedoch zu den Marktführern und hat auch bei Trustpilot wirklich gute Bewertungen.

      Ist das jetzt alles toll? Nein, mit Sicherheit nicht, denn P2P-Kredite sind eine Hochrisikoklasse. Schau Dir einfach mal meine aktuelleren Artikel zu P2P-Krediten an, dann siehst Du auch, dass ich mich durchaus sehr kritisch damit auseinander setze – trotz der Affiliate-Links. Und auch Bondora Go and Grow hat so seine Tücken wie die Corona-Krise gezeigt hat.

      Ich bin aber nach wie vor investiert und halte Bondora neben Estateguru für den besten P2P-Anbieter. Beim Platzhirsch Mintos hat sich meine Meinung komplett geändert. Da bin ich jetzt komplett mit meinem Geld rausgegangen.

      Beste Grüße
      Daniel

  21. Vielen Dank für deinen Artikel. Ich selbst bin bei Bondora und nutze seit neuesten G&G. Hatte vorher Portfolio Manager Pro automatisch laufen lassen.

    Ich habe derzeit mit G&G die Frage, ob mein Gewinn durch G&G auch verzinst wird oder wird ausschließlich mein eingezahlter Betrag verzinst?

  22. Zum Thema Geld auszahlen habe ich eben mal schnell getestet und mir von meinem bisherigen Invest mal rasch 2000€ ausbezahlen lassen.

    Das hat perfekt mit PIN via sms geklappt. War sogar ne Sofortüberweisung und sofort in meinem normalen Postbankgirokonto als Eingangsüberweisung sichtbar.

    Für alle die sich nicht so sicher sind, ob das Auszahlen auch klappt.
    VG
    Manfred

    1. Hallo Manfred,

      vielen Dank für Deine Antwort. Ich habe mir auch schon öfter etwas auszahlen lassen und es hat bisher immer gut funktioniert. Nur während der ersten Corona-Phase wurde es auf mehrere Auszahlungen ausgeweitet/gestückelt.

      Viele Grüße
      Daniel

    2. Auf Trustpilot wird immer wieder bemängelt, dass die Art und Weise wie man die Mittelherkunft zu beweisen und zu übermitteln hat zu Schwierigkeiten führen kann und das Konto lange Zeit eingefroren sein kann . Wenn man das so liest macht das schon skeptisch. Hast Du da Erfahrungen?
      Und nutzt du die “alternative Besteuerung” (Besteuerung erst bei Auszahlung auf s Girokonto), bzw. erkennt Dein Finanzamt das an?
      Viele Grüße
      Michael

      1. Ich habe da keine Erfahrung, weil ich schon lange kein Geld mehr überwiesen habe. Das wächst seit Jahren vor sich hin. Damals musste ich da nichts angeben.

        Das Thema Steuer macht mein Steuerberater. Bisher gab es da noch keine Probleme.

  23. Guter Erfahrungsbericht und der Punkt mit Corona trifft genau das was viele Anleger unterschätzen. Ich nutze Go & Grow seit ein paar Jahren und die tägliche Liquidität funktioniert gut in normalen Zeiten, aber in der Krise hat man eben gesehen dass es kein Tagesgeld ist. Das muss man wirklich im Kopf behalten bevor man größere Summen reinpackt. Zum Ausgleich halte ich einen Teil bei PeerBerry für kürzere Laufzeiten mit Buyback, da rotiert das Kapital schneller. Und einen kleineren Teil bei Maclear, Schweizer Plattform die ausschliesslich Unternehmenskredite mit echten Sicherheiten auf Vermögenswerte macht, ganz andere Logik aber das Risikoprofil dahinter ist klarer strukturiert. Jede Plattform hat ihre Rolle im Portfolio, keine davon ist Ersatz für Tagesgeld.

  24. Auch wenn ich äußert selten Zeit verschwende, Vorgänge solch Art öffentlich zu kommentieren, sehe ich hier auch den Bedarf darauf hinzuweisen, dass man solchen “Institutionen” wie Bondora hilflos ausgeliefert ist und sein Geld lieber anderswo anlegt.

    Nach Abschluss aller erforderlichen Aktionen zur Anmeldung und nachdem ich am 01.03.2026 die Mitteilung erhielt:
    “Ihr Bankkonto wurde verifiziert. Sie haben die Einrichtung Ihres Kontos erfolgreich abgeschlossen und können jetzt alle Vorteile als Bondora-Investor nutzen.”, war ich frohen Mutes und wollte diese “Vorteile” auch sofort nutzen.

    Am 02.03.2026 dann noch diese Mitteilung:
    “Wir freuen uns, Ihnen mitzuteilen, dass Ihr Identifikationsprozess nun abgeschlossen ist und dass Ihr Investo-Konto komplett eingerichtet ist.”

    Also wurden drei 5-stellige Beträge überwiesen, am 01.03 und 02.03.

    Erste Überraschung – nur der erste und dritte Betrag wurde von Bondora ab 03.03 und 04.03 “investiert”.
    Unklar blieb, wohin der zweite Betrag verschwunden war.
    Eine Nachfrage bei meiner Bank ergab, dass der Betrag ordnungsgemäß an Bondora gezahlt wurde.

    Am 03.03. dann die Aufforderung von Bondora “Handlung erforderlich: Bitte bestätigen Sie die Herkunft des Geldes”!
    Unklar bleibt generell welcher der Beträge oder ob die Gesamtsumme gemeint war?
    Was sollte ich da noch bestätigen, dass Geld kommt von meinem Konto aus Deutschland,
    wurde in 50 Jahren schon mehrfach versteuert und Überweisungen zwischen meinen Tagesgeldkonten,
    Depotkonten und anderen Konten wohl von deutschen Ämtern und Behörden geprüft, wenn es erforderlich gewesen wäre.

    Am 04.03. dann: “Wir haben das von Ihnen eingezahlte Geld reserviert, das heißt, zum Investieren vorgemerkt. Bevor Sie investieren können, müssen Sie aber noch Ihr Konto bei Bondora verifizieren.”

    Also am 05.03. Kontoauszüge zu Buchungen von meinem Konto an Bondora, und Auszug zum regelmäßigen Renteneinkommen gesendet.
    Das reichte diesen Spezialisten nicht.

    Am Freitag 06.03. nochmal kompletten Kontoauszug mit wesentlichen Buchungen gesendet.
    Nun Stille im Wald – Wochenende!

    Am Montag 09.03. dann weiter: “Verifizierung Einzahlungen” und “Leider ist das angehängte Dokument nicht ausreichend, da es nicht vorweist, woher die Geldmittel stammen.”
    Woher war doch klar – von meinem Konto, mühsam erspart!

    Am Dienstag 10.03. mein letzter Versuch.
    Gesendet hatte ich als “Gehaltsabrechnung” meinen vier Jahre alten Rentenbescheid und Bondora vorgerechnet welcher Betrag in vier Jahren gezahlt wurde.
    Dieser Betrag war nur etwa in der Höhe welcher nicht “investiert” und “reserviert” wurde.

    Am Mittwoch 11.03.2026 dann “Sie haben gerade xx,xxx€ auf Ihr Konto eingezahlt.”
    Eingezahlt hatte ich diesen Betrag allerdings bereits am 02.03.2026, 10 Tage vorher.
    Was fehlt sind die Zinsen vom 02.03 bis 11.03.2026.

    Auf die Forderung zur Zahlung der Zinsen in Höhe von ca. 80,00 EUR dann diese Mitteilung.
    “In diesem konkreten Fall haben wir dies jedoch noch einmal geprüft und konnten leider keine Grundlage für eine Entschädigung finden.”

    Zusammenfassend folgendes:
    Ein “Investor” bei Bondora hat kein eigenständiges Konto.
    Alle eingezahlten Beträge gehen auf ein Bondora Konto.
    Bondora hat also volle Verfügbarkeit über die eingezahlten Beträge – auch über meinen “vorgemerkten” Betrag.
    Das der von mir am 10.03. vorgerechnete Betrag unwesentlich über den “reservierten oder vorgemerkten” Betrag lag, hat Bondora nicht mehr interessiert.
    Wovon ich jahrelang allerdings meinen Lebensunterhalt gezahlt hatte, war uninteressant.
    Um auf den nachzuweisenden Betrag zu kommen, wäre dann noch “Schwarzgeld” erforderlich gewesen.

    Also kann ich diese willkürliche Vorgehensweise, mit der Begründung einer Prüfung, und 10 Tage keine Zinszahlung nur als Betrug bezeichnen.
    Bei Bondora wird man offensichtlich betrogen und eingezahlte Gelder willkürlich “Reserviert”, und dann keine “Zinsen” gezahlt.

    Alle Angaben sind Fakten und jederzeit belegbar. Bei Google wurde diese Bewertung schon mal gelöscht. Bondora möchte nur positive Bewertungen!

    Wie schon von verschiedenen “Investoren” beurteilt wurde, zahlt eure Beträge nicht an Bondora – es gibt andere wo es anständiger zugeht

    1. Hallo Robert,

      solche Probleme hatte ich selbst nie, daher kann ich das weder bestätigen noch dementieren. Was ich aber sagen kann: Bondora ist als regulierter Finanzdienstleister verpflichtet, die Herkunft des Geldes zu prüfen. Das ist keine Schikane, sondern gesetzlich vorgeschrieben.

      Konkret geht es um die EU-Geldwäscherichtlinien (AML) und die KYC-Prüfungen (Know Your Customer). Ab bestimmten Einzahlungsbeträgen muss die Plattform nachweisen, dass das Geld aus legalen Quellen stammt. Da Bondora in Estland lizenziert ist, gilt das EU-Recht – und das greift für alle Nutzer gleichermaßen.

      Dass Du solche Probleme hattest, ist sehr ärgerlich. Ich hatte sie wie gesagt nicht.

      Viele Grüße
      Daniel

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