Von Werten und Weiterbildung – Willkommen zur Humankapital-Themenwoche

Pause? Die gibt es bald! Aber zunächst gibt es die zweite Themenwoche hintereinander. Und erneut ist es ein Thema, dass eigentlich alle interessieren sollte. Es geht um Humankapital und die Frage, wie Du Dich weiterbilden kannst, um der Generation Y nicht hinterherzuhinken. Was erwartet Dich?

Weiterbildungswoche
Lesen und Lernen kann viel Spaß machen – und Mehrwert bringen.

Das Thema Weiterbildung saust mir schon seit Monaten im Kopf herum. Als Ursache habe ich den grandiosen Artikel des Finanzwesirs über „Lohnarbeit: Klumpenrisiko und versiegende Quelle“ identifiziert. Der Artikel erschien im Januar und ich habe mir wirklich viele Gedanken darüber gemacht.

In der Konsequenz spukten mir die Themen Weiterbildung und Wissen anhäufen ständig durch den Kopf. Parallel widmete ich mich ja den ganzen Finanzthemen und balancierte mein Depot weiter aus. Und dann kam der Tag an dem ein kostenloser Podcast mein ganzes Leben veränderte. Das ist auf den Tag genau sechs Monate her.

Erwachen aus dem Dornröschen-Schlaf

Der März 2015 war meine Erweckung aus dem Dornröschenschlaf. Ich hatte mir jetzt in den Kopf gesetzt, einen Blog zu machen, in dem ich meine beiden größten Interessen miteinander verknüpfe. Zwar hatte ich von Bloggen oder Podcasten überhaupt keinen Plan, aber es war mir vollkommen egal. Denn Du findest mittlerweile so dermaßen viele Angebote im Netz, dass Du Dich kostengünstig oder gar kostenlos weiterbilden kannst.

Meine Weiterbildung war die Investition in Vladislav Melniks „Affenbuch“*, das nahezu alle Aspekte des Bloggens abdeckt. Seit Jahren ist die „Blogger-Bibel“ sehr gefragt, obwohl 47 Euro für ein einziges PDF mit 100 Seiten und ein paar Fragebögen nicht gerade wenig ist. Zumindest auf den ersten Blick. Auf den zweiten Blick war es die beste Investition, die ich jemals in meine Weiterbildung gesteckt habe. Es kamen noch weitere Online-Kurse, Bücher, Podcasts und Gespräche hinzu.

Rückblickend kann ich sagen, dass ich in den vergangenen Monaten viel mehr gelernt habe als während meines Volontariats. Mittlerweile versuche ich ja in meinen Artikeln Wissen zu vermitteln und Dir dabei zu helfen, ein Vermögen aufzubauen. Das ist kostenlos, aber nicht umsonst.

Das Bikini-Prinzip

Hunderte Stunden Arbeit stecken in meinem Blog und meinem Podcast und es hat sich jetzt für meine eigene Bildung schon ausgezahlt. Aber das Ziel sollte sein, dass sich diese ganze Arbeit irgendwann auch bezahlt macht. Beispielsweise über eigene Bücher, lehrreiche Webinare oder individuelle Coachings.

Vladi Melnik macht es über das sogenannte „Bikini-Prinzip“. Er liefert stetig hochwertigen, kostenlosen Content auf seinem Affenblog, aber für das Tüpfelchen auf dem i und das gewisse Etwas musst Du bezahlen.

Und das finde ich auch absolut richtig. Diese Kostenlos-bzw. Billig-Mentalität entwickelt sich immer mehr zu einem handfesten Problem, weil viele einfach gar nichts mehr bezahlen wollen. Stattdessen wird Geld in Fernseher, Klamotten, Disco oder anderes verkonsumiert. Die geistige Arbeit anderer wird nicht in dem Maße wertgeschätzt wie Sachen, die Du anfassen kannst.

Drei Beispiele:

  • Es werden keine CDs mehr gekauft, sondern vieles nur noch illegal oder über kostenlose Kanäle (YouTube, Spotify ohne Abo) abgerufen. Kein Künstler kann so davon leben. Dennoch ist die Szene (noch) bunt und lebendig, weil eine Menge Enthusiasmus dahintersteckt. Für mich gibt es nicht viele Sachen, die schöner sind als Musik. Trotz Spotify-Abos kaufe ich auch weiterhin (zu viele) CDs.
  • Mittlerweile ist es fast schon ein Hobby vieler Menschen geworden, Kindle- und Hörbücher zu kopieren. Was soll ich zahlen, wenn es die doch kostenlos gibt? Ich meine: Was gibt es bequemeres als einen Kindle? Und die digitalen Bücher sind auch noch günstiger im Kauf. Lässt sich das nicht einfach mit einem Kauf unterstützen – statt es raubzukopieren?
  • Kinofilme und auch aufwendig gedrehte Serien wie „Game of Thrones“ kosten in der Herstellung viele Millionen Dollar. Das Runterladen kostet nur einen Klick. Trotz hochwertiger und günstiger Angebote Netflix oder Amazon Vine tummeln sich noch viel mehr Leute auf den illegalen Streamingportalen.
    „Game of Thrones“-Folgen brechen einen illegalen Download-Rekord nach dem anderen. Verächtlich wird man angeschaut, wenn man erzählt, dass man sich jede Folge bei iTunes kauft und sich auf jeden Dienstag freut.

Infografik: Netflix ist weiter auf Wachstumskurs | Statista

Mehr Statistiken findest Du bei Statista

Aber positiv ist der allgemeine Trend zumindest bei Netflix. Statt der Seriendownloads investieren die Leute das Geld dann doch dort. Bei Spotify geht der Trend ganz langsam auch dorthin, wobei die Musiker davon rein gar nix haben.

Zum Abschluss meines kleinen Exkurses noch ein Beispiel wie ich es handhabe: Heute habe ich von meinem geschätzten Bloggerkollegen Tim Chimoy von Earthcity den Newsletter erhalten. Dort bietet er allen Abonnenten eines seiner Bücher kostenlos als PDF an. Für die Kindle-Version musst Du aber bei Amazon 4,90 € zahlen. Statt des PDF-Downloads habe ich sofort die Kindle-Version bestellt – auch als Wertschätzung seiner Arbeit. Ist halt einmal weniger zu Starbucks gehen.

Warum jetzt dieser Exkurs?

Viele der Angebote, die ich diese Woche vorstelle, sind kostenlos oder kostengünstig. Genau wie mein erfolgreichster Blogartikel über fünf Werkzeuge, mit denen Du kostenlos Deine Geldanlage vereinfachst. Das ist in der Sache natürlich klasse, aber es muss auch als wertvolles Gut geschätzt werden. Und für etwas für das Du vielleicht beim nächsten Mal dann (mehr) Geld ausgibst.

Du investiert damit schließlich in Dich selbst und profitierst nachhaltig davon. Andererseits steckt da auch sehr viel Arbeit in der Erstellung und Verbreitung des Angebots. Darum möchte ich Dich auch darum bitten, das einfach mal im Hinterkopf zu behalten, wenn Du diese Angebote wahrnimmst.

Erweitere Dein Wissen

Nun möchte ich Dir in den kommenden Artikeln ein paar Tipps und Tricks mitgeben, damit auch Du in Dich selbst investiert – ohne Tausende von Euro in einen womöglich schlechten Weiterbildungskurs zu investieren.

In diesem Jahr habe ich eine Weiterbildung absolviert, die mehrere Tausend Euro gekostet hat. Ich fand diesen Kurs für Marketingleiter auch wirklich gut und konnte hochrangige Kontakte knüpfen, aber ehrlich gesagt habe ich mir das richtige Wissen zum gleichen Thema danach über meinen Blog und das Affenbuch geholt.  Denn auch das, was viel Geld kostet, ist es nicht immer wert.

Bevor ich auf die einzelnen Themen diese Woche eingehe, kommt noch ein gutes Video der Bundesregierung. Hier geht es darum, was Du mit (teilweise geförderter) Weiterbildung erreichen kannst.

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Für die kommende Woche habe ich mir folgende Themen überlegt:

Montag: Podcast mit dem Sidepreneur Michael Dohlen

Dienstag: E-Learning: Was sagen die Zahlen und Fakten

Mittwoch: 4 Wege, wie Du Dich günstig und effektiv weiterbilden kannst

Mittwoch: Interview mit Andreas Wittke von Oncampus zur Online-Weiterbildung

Donnerstag: Podcast mit dem Polypreneur Sebastian Thalhammer

Freitag: Humankapital – Investiere doch in Dich selbst

Gerade die beiden Podcasts haben es wirklich in sich, weil es hier um die Themen Weiterbildung, finanzielle Freiheit und Humankapital geht. Bei den Artikeln habe ich versucht, das Ganze thematisch ein wenig breiter aufzustellen. Über ein Feedback von Dir freue ich mich sehr. Letzte Woche waren die ganzen Kommentare wirklich überragend. An dieser stelle dafür noch einmal ein herzliches Dankeschön.

Bevor ich den Artikel beende, noch ein kurzes Video zu einer Studie, wie die Weiterbildung 2030 aussehen könnte.

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4 Antworten

  1. Hi Finanzrocker,

    Ich freue mich schon auf die neue Woche. Deine letzte Themenwoche war wirklich klasse und ich hoffe die jetzige wird es ebenso. Mach weiter so!

  2. Schöne Themenwoche.!

    Es geht doch nichts übers Lernen 🙂

    Auch wenn Geld anlegen ein wichtiges Thema für junge Leute ist, sollten viele nicht vergessen, dass ihr Humankapital am Anfang das größte Einkommen generiert.

    Mehr lernen zahlt sich deswegen auf Dauer aus. 😉

    Gruß
    Thomas

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