Vom Redner zum Macher: Leg’ los mit Deiner Geldanlage

Diese Woche habe ich wieder einen interessanten Gastbeitrag für Dich. Linda Benninghoff kennen einige von ihrem Blog MyMoneyMind, der sich in erster Linie an Frauen und Finanzen richtet. Auch dieser wirklich interessante Gastartikel von ihr sollte sich ursprünglich hauptsächlich nur an Frauen richten. Mittlerweile ist er aber eher allgemeingültig und spricht sowohl Frauen als auch Männer an. Ich habe mich auch darin wiedergefunden. Aber lest selbst.

Startup Stock Photos
Leg’ gleich los mit Deiner Geldanlage

Als ich angefangen habe mit dem Bloggen, ist mir häufiger der Satz begegnet, dass 95 Prozent der Menschen Redner und 5 % Macher sind. Was bedeutet das? Die Mehrheit aller Menschen träumt nur vor sich hin und bleibt in der Theorie stecken. Nur ein kleiner Teil wird tatsächlich aktiv.

Ich bin mir sicher, dass sich das auf fast alle Bereiche übertragen lässt – auch aufs Geld. Vor allem Frauen, die sich bisher nicht um ihre Finanzen gekümmert haben, warten oft, bis es knallt und müssen dann sehen, wie sie mit dem Schlamassel klar kommen.

Plötzlich ein riesiger Schuldenberg

Ich war selbst so eine Frau. Mein Leben ist lange vor sich hingeplätschert, es war irgendwie immer genug Geld da, meine Jobs waren okay. Gekümmert habe ich mich nicht um meine Finanzen, die Sache lief ja irgendwie.

Mit 32 hab ich geheiratet, viel arbeiten musste ich in den Jahren danach nicht.

Mein großer Knall kam mit 37. Ein Jahr vorher hatte ich bei der Immobilienfinanzierung unseres Hauses meine Unterschrift gegeben, obwohl ich im Prinzip Hausfrau war und kaum Einkommen hatte. Mein Mann ist gestorben und ich hatte einen Haufen Schulden am Arsch. Dumm gelaufen, ab in die Privatinsolvenz.

Inspiration für andere Frauen sein

Bis ich aufgewacht bin, hat es noch ein paar Jahre gedauert. Genaugenommen ist es erst im Laufe des vergangenen Jahres passiert, als ich angefangen habe zu bloggen.

Auf MyMoneyMind beschäftige ich mich heute mit meinem Geld, Selbstwert und meiner Entwicklung und lasse meine Leser daran teilhaben. Ich richte mich besonders an Frauen, die sich bisher finanziell auf andere verlassen und nun ihren eigenen Weg gehen wollen. Bei mir hat sich seitdem einiges geändert.

Glaubenssätze entdecken und dich befreien

Ich habe gemerkt, dass mich negative Glaubenssätze in meinem bisherigen Leben stark zurückgehalten haben. In Bezug auf mein Einkommen, Selbstwert, Darstellungen und andere Faktoren.

Für einen lächerlichen Lohn gearbeitet

Ich habe festgestellt, dass ich bisher eine bestimmte Summe in meinem Gehalt nicht überschritten habe. Weder als Angestellte noch als Selbstständige.

Das Geld hat zwar meistens gereicht, wenn aber die Waschmaschine ihren Geist aufgegeben hat, musste ich mir etwas leihen.

Unter anderem lag es daran, dass ich nie für ein gutes Gehalt eingetreten bin. In den ersten fünf Jahren meiner Selbstständigkeit habe ich für einen lächerlichen Lohn gearbeitet – weil das bei den meisten Online-Textern so üblich ist. Schön blöd.

Diesen Fehler mache ich jetzt nicht mehr, schließlich will ich nicht mehr so sparsam leben wie bisher, sondern ordentlich verdienen, Rücklagen bilden und finanziell unabhängig sein.

Das Selbstwertgefühl und die Preise

Jetzt wo ich anfange, eigene Produkte für meinen Blog zu entwickeln, mit denen ich anderen Frauen zu einem besseren Verhalten mit ihrem Geld helfen will, merke ich, wie viel Einfluss das Selbstwertgefühl auf die Preisgestaltung hat.

Um angemessene Preise zu verlangen, für meine Produkte und mich zu werben, muss ich nämlich nach außen treten und mich zeigen. Ich muss wissen, wie viel ich mir wert bin und dies den Kunden zeigen. Sonst läuft der Laden nicht.

Geile Erfahrungen außerhalb der Komfortzone

Unter anderem ist mein Selbstwertgefühl dadurch gestiegen, dass ich im vergangenen Jahr immer wieder meine Komfortzone verlassen musste. Der erste Blogpost, anschreiben von erfolgreichen Bloggern, das erste Skype-Interview mit einem Influencer, demnächst der erste Podcast.

Es gab mehrere Situationen, in denen mein Herz erstmal heftig geklopft hat. Als ich mich dann überwunden hatte, war das Gefühl hinterher, es geschafft zu haben, ziemlich geil.

Frau, fang endlich an!

Ich will, dass es mehr Frauen gibt, die sich endlich mit ihrem Geld beschäftigen und dadurch ein tolleres Leben bekommen!

Auch wenn du dir das vielleicht nicht vorstellen kannst: Es gibt genug Frauen, die eine bequeme Situation bevorzugen. Entweder weil der Mann der Hauptverdiener ist oder weil sie zwar verdienen, aber keine Lust haben, sich mit ihren Finanzen zu beschäftigen.

Von Daniel weiß ich, dass ungefähr jeder dritte Leser hier weiblich ist. Grund genug, dich direkt anzusprechen!

Wenn du bisher zu den Frauen gehörst, die sich lieber zurücklehnen, ihre Geldangelegenheiten anderen übertragen, in Finanzblogs und Büchern zwar viel lesen, aber trotzdem nicht in den Quark kommen, ist es jetzt Zeit aufzuwachen.

Fang endlich an, dein Geld in deine Hand zu nehmen!

• Bist du mit deinem Einkommen unzufrieden, willst mehr verdienen, traust dich aber nicht, höhere Preise oder ein besseres Gehalt zu verlangen? Dann arbeite an deinem Selbstwertgefühl.
• Glaubst du, dass du nicht viel Geld verdienen solltest oder kommt es dir schlecht vor, für deine Produkte zu werben? Dann nimm dir deine negativen Glaubenssätze vor.
• Oder hast du Angst davor, es nicht zu schaffen, dich um deine Finanzen zu kümmern? Glaub mir, du kannst viel mehr, als zu dir zutraust. Der erste Schritt ist der wichtigste, danach wird es leichter.

Ich verspreche dir hoch und heilig: Wenn du dich selbst um dein Geld kümmerst, Ordnung bekommst und dein Selbstwertgefühl steigerst, fühlt sich dein Leben wesentlich besser an.

Außerdem entlastest du deinen Partner. Ich habe schon von mehreren Seiten gehört, dass es für den starken Mann nicht immer toll ist, sich um die hilflose Frau kümmern zu müssen. Du nimmst ihm jetzt ein bisschen Verantwortung ab, was sich positiv auf eure Beziehung auswirken kann.

Mann, hab keine Angst!

Ja, es ist sicherlich komisch, wenn sich deine Frau bisher auf dich verlassen hat und nun anfängt, selbstständig zu denken. Kann ich verstehen und meine ich vollkommen ernst.

Da könnte man auf den Gedanken kommen, dass die Frau etwas im Schilde führt und sich vom Acker machen will.

Wenn ihr aber eigentlich eine glückliche Beziehung führt, aber das Geld gelegentlich zum Streit führt, freu dich, dass eine Änderung ansteht.

Deine Frau rennt nicht weg, sondern sucht sich ihren Weg, um ein bisschen unabhängiger zu werden. Letztendlich profitierst du auch davon: Wenn sie anfängt, an ihrem Selbstwert zu arbeiten und es ihr dadurch allgemein besser geht, sie öfter gute Laune hat oder sogar eigenes Geld in die Haushaltskasse legt, ist doch alles tutti, oder nicht?

Du kannst Verantwortung an sie abgeben und musst nicht für jede Entscheidung grade stehen. Ab sofort seid ihr gleichberechtigte Partner, die sich auf Augenhöhe begegnen.

Fazit

Für mich hat es sich schon jetzt wahnsinnig gelohnt, mich mit meinem Geld auseinanderzusetzen und mich aktiv zu ändern. Der positive Effekt wirkt sich auf mein ganzes Leben aus.

Ich weiß aber auch, dass man schnell in die Falle des Aufschiebens tappen kann. Du liest und liest und liest, besuchst sogar Fortbildungen oder Workshops, schmiedest einen Plan nach dem anderen, wann und wie du endlich anfängst, deine Geldangelegenheiten in den Griff zu nehmen. Letztendlich passiert aber nix.

Kommt dir das bekannt vor? Dann mach heute den ersten Schritt und kümmere dich um dein Geld. Dir fällt garantiert etwas ein, was du noch heute erledigen könntest.

Innerhalb von Minuten bist du damit von der großen Mehrheit der Träumer in die Randgruppe der Macher gewechselt. Ich bin stolz auf dich.

Über die Autorin

Linda-Benninghoff_optLinda zeigt auf ihrem Blog www.mymoneymind.de ihren Weg zu einem besseren Geldbewusstsein, Selbstwertgefühl und einem höheren Einkommen. Sie will andere Frauen inspirieren, sich ebenfalls mit ihrem Geld zu beschäftigen und dadurch finanzielle Unabhängigkeit zu erlangen.

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11 Antworten

  1. Toller Artikel auch wenn ich ein Mann bin 😉 und Glückwunsch zum schon jetzt erreichten

    Finde es auch immer gruselig,wenn ich Paare sehe, wo das ganze Finanzkram bei einer Person liegt. Fällt die Person aus irgendwelchen Gründen weg, dann gibt es riesige Probleme. Bei so essentiellen Dinge sollten doch immer beide einen Anteil haben.

    Und das Thema mit dem eigenen Preis finde ich auch echt gut. Viel zu viele verkaufen sich doch deutlich unter Preis. Aber das ist glaube, wie du schreibst, sehr stark eine Selbstwertgefühl Sache. Den dort muss man mal egoistisch sein.

    1. Hallo 🙂
      danke für deinen Kommentar!
      Ja, das Selbstwertgefühl ist echt wichtig, da hast du recht. Wenn es niedrig ist, traue ich mich zum einen nicht, mich gegenüber meinen Konkurrenten mit höheren Preisen zu behaupten, sehe den Wert meiner Arbeit nicht und ziehe keine passenden Kunden an. Das hängt ja alles irgendwie zusammen.
      Zum Glück gibt`s genug Wege, das Selbstwertgefühl zu erhöhen. Dauert zwar eine Weile, aber es funktioniert 🙂

      Lieben Gruß
      Linda

  2. D’accord! Meine bessere Hälfte und ich teilen uns bei der Geldanlage in zwei Lager auf: Ich darf mich um den operativen Krams kümmern und mich überall für alles interessieren. (Was ich ja zugegebenermaßen auch gerne tue.)
    Aber tatsächliche finanzielle Schritte (und sei es die Eröffnung eines Festgeldkontos) werden zusammen besprochen. So wissen beide, was geplant ist und ein zentrales Excel-Sheet listet alle Konten und Vermögensstände auf. Das schafft die nötige Transparenz. Außerdem merke ich beim Erklären, ob ich wirklich verstanden habe, wie das Produkt tatsächlich funktioniert.

    1. Hallo Dummerchen,
      so ist das bei uns auch. 😉
      Anders fände ich das auch nervig. Warum soll ich die ganze Verantwortung tragen? Frau kann auch mal nachdenken und sich was zur Strategie überlegen.
      Ist natürlich einfacher, solche Sachen zu delegieren, aber meinen Töchtern habe ich das auch schon beigebracht: “Kümmer’ Dich selbst um Dein Geld, sonst tut’s ein anderer”.
      Das machen sie auch sehr gut.

      Gruß
      Finanzwesir

  3. Hallo Dummerchen,
    klingt cool, wie das bei euch funktioniert.
    Die Transparenz ist echt wichtig. Ich glaube, Uta Nimsgarn hat das in einem meiner Interviews gesagt, dass sie es gar nicht schlimm findet, wenn nur einer die Finanzen macht.
    Hauptsache, der andere weiß Bescheid, was läuft und kann dem Partner vertrauen. So wie bei euch anscheinend 🙂
    Dass du dadurch noch mal dein Verständnis checkst, ist ja umso besser 😉

    Lieben Gruß
    Linda

  4. Hallo Linda,
    ich denke, das trifft nicht nur auf Frauen zu, auch viele Männer reden nur und MACHEN nicht.

    Ich arbeite nebenbei selbständig und musste auch erst lernen, mich nicht unter Wert zu verkaufen. Das Selbstbewusstsein zu erlangen “Hey, ich kann was und bin mein Geld auch wert” war ein langer Prozess. Auch da unterscheiden sich Männer nicht von Frauen.

    Bei meiner Frau und mir ist leider die klassische Rollenverteilung gegeben, ich kümmere mich um unsere Finanzen und sie vertraut mir. Aber alle Konten laufen auf unser beider Namen, wir sprechen größere Investitionen ab und ich erzähle auch immer warum ich das eine oder andere mache. Ich habe sogar genaue Anweisungen aufgeschrieben, was zu tun wäre, wenn es mich mal erwischt. Naja, vielleicht doch nicht ganz klassisch. Sie weiß zumindest über alles Bescheid. Im Notfall steht sie zumindest nicht da und weiß gar nicht, wo und wie wir investiert sind.

    Viele Grüße
    Alexander

  5. An sich finde ich es schade, wenn sich jemand mit wichtigen Themen wie “Worauf achte ich bei einer Versicherung?” oder “Wie läuft eine Steuererklärung ab?” nicht auseinander setzen will und man sich ggf. für Geld Hilfe holen muss, die einen dann oft noch falsch berät. Ich bin bei uns die in der Familie, die sich mit sowas am meisten auseinandersetzt. An sich habe ich schon seit meiner Kindheit einen sorgsamen Umgang mit Geld geachtet. Als ich mit 19/20 rum dem Steuerberater meiner Eltern alles vorkauen musste und er dennoch Fehler in der Steuererklärung machte, bestätigte mich das nur in meiner Meinung, die Zügel da nicht aus der Hand zu geben. Aber manchen Leuten liegt der Umgang mit Zahlen, Rechtsgrundlagen und Co. nicht, weswegen es immer gut ist, jemanden zu kennen, der es kann. Sei es nun der Partner oder ein Finanzblogger wie du.

  6. Hallo Linda, deine Geschichte kam mir doch gleich bekannt vor! Habe die damals bei dir auf dem Blog gelesen und danach warst du irgendwie wieder von meinem Radar verschwunden.

    Meine Frau hat sich früher auch nicht so richtig für Finanzen interessiert. Seitdem sie gemerkt hat, wie toll es ist, wenn man ein kleines Polster im Rücken hat, ist sie auch viel stärker beim Thema dran und hat nun sogar ihr eigenes kleines Dividenden-Depot! Das macht mich richtig stolz *lach*

    Es freut mich, dass du noch dabei bist und ich wünsche dir viel Erfolg auf deinem Weg!

  7. Hallo Linda,

    erst mal möchte ich Dir zu deinem Weg gratulieren. Ich wünsche Dir das dein Weg weiter so erfolgreich ist.
    Bei uns in der Familie kümmere ich mich erst mal um die Finanzen. Aber bei allen wichtigen Entscheidungen sprechen meine Frau und ich uns immer ab. Auch hat sie immer einen Überblick was ich da so treibe 🙂
    Ich kenne aber auch sehr viele Beispiele wo das nicht so ist. Dort kümmert sich (wenn überhaupt) immer nur eine Person um die Finanzen. Was im laufe der Zeit sehr oft Probleme bereitet.

    Gruß Klaus-Dieter.

  8. Hey Linda,

    cooler Artikel, ich bin immer wieder von deiner Geschichte und deinem Weg begeistert.

    Das Thema das du hier ansprichst kenne ich persönlich gut und ich weiß das viele Leute daran “leiden”. Die meisten wollen etwas zu 100% verstehen und perfekt beherrschen und genau das hält sie davon ab zu handeln.

    Ich lebe mittlerweile voll nach dem Pareto Prinzip, 20% Einsatz bringen 80% Erfolg! Diese 80% reichen mir vollkommen, denn sie sind viel besser als die 0% Erfolg die ich hätte wenn ich erst alles zu 100% verstehen möchte.

    Perfekt ist der Feind von Gut!

    Gruß
    Salva

  9. Da ich täglich ein Buch lese, kommt mir das mit der “Komfortzone” ziemlich bekannt vor. Das Buch “feal the fear and do it anyway” beschäftigt sich eigentlich ausschließlich nur mit diesem Thema. Vielleicht ist da wirklich was passendes für dich dabei!?
    Ansonsten muss ich sagen: Hut ab!
    Die Botschaft ist klar: trauen & machen!

    Gruß
    Alex

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