Depotrückblick 2023 und Ziele 2024 (+ Podcast)

Das Jahr 2023 hatte einige Veränderungen in meinem Leben zu bieten. Das war einerseits sehr positiv, war aber auch mit einigen Umstellungen verbunden. An der Börse lief es hingegen fast vollständig wie geschmiert. Auf alle diese Punkte gehe ich im ausführlichen Depotrückblick 2023 ein. Wie gehabt stelle ich alle meine Assets vor, erläutere meine Fehler und hebe die Top- und Flop-Aktien des Jahres hervor.

Überblick Depotrückblick

Der neue Trend der 2020er Jahre sind die Rückblicke in den Lieblings-Apps. Am meisten freue ich mich auf den Jahresrückblick bei Spotify, um zu sehen welche Musik ich am häufigsten abgespielt habe. Ich habe 2.029 Songs von 711 Künstlern ganze 15571 Minuten gelauscht. Meine Nummer 1 bei den Künstlern waren Kamelot. Das ist übrigens die einzige Power Metal-Band, die ich schon Ende der 90er gehört habe und der ich immer noch etwas abgewinnen kann. Wenn ich so etwas schreibe, merke ich wie alt ich geworden bin.

Und in diesem Jahresrückblick gab es noch einen zweiten Hinweis, dass ich verdammt alt geworden bin. Mein Top-Genre war überraschenderweise Contemporary Country. Ich habe schon ein paarmal betont, dass ich seit meiner USA-Tour verstärkt diesen New Country höre, aber 2023 lief das sehr häufig – selbst an Weihnachten mit einer siebenstündigen Christmas Country Playlist.

An Weihnachten habe ich auch eine wirklich gute Dokumentation namens „I wanna rock“ über Hair Metal auf Paramount+. Als der Ex-Moderator von MTV Headbangers Ball darauf hinwies, dass viele Themen des Glam Metal – vor allem Frauen und Alkohol – heute im Contemporary Country auftauchen und diese Musikrichtung die 80er wieder aufleben lässt, musste ich laut lachen. Das habe ich beim Hören auch immer gedacht. Wer mir nicht glaubt, sollte sich mal Jon Pardi, Dustin Lynch oder den Megaerfolg „Tequila“ von Dan+Shay anhören. Achte mal auf die Klickzahlen von dem Lied, das in Deutschland keiner kennt!

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Doch zurück zu den Finanzen. Auch Parqet* bietet einen spannenden Jahresrückblick. Laut Parqet Wrapped war ich im Aktiensammelfieber und habe insgesamt 519,53 Aktien gekauft. Es waren sogar noch ein paar mehr, da der Dezember nicht mitgezählt wurde. Außerdem bin ich ein „Staatsdiener“, denn ich gehöre zu den 8% der User, die mehr als 300 Euro Steuern gezahlt haben. In meinem Fall waren es bis Ende des Jahres sogar über 1.400 Euro. Außerdem bin ich ein Early Adopter, weil ich seit Tresor One registriert bin und Parqet schon lange genutzt habe, bevor es cool war.

Noch cooler war nur der Jahresrückblick von Finanzguru*. Da stellte sich nämlich heraus, dass ich ein echter Sparfuchs bin und mehr von meinem Einkommen gespart habe als 98% aller Finanzguru-Nutzer. Insgesamt waren das 56% meines Einkommens als Angestellter. Außerdem habe ich durch den ÖPNV 396 kg CO2 eingespart. Das entspricht 25 Bäumen pro Jahr.

Und ich habe öfter Kleidung gekauft als 27% aller anderen. Im ganzen Jahr waren das aber nur 305 Euro, die ich mit meiner Karte bezahlt habe. Im Nachhinein kann ich sogar sehen, in welchen Geschäften ich das Geld ausgegeben habe.

Jetzt fragst du dich wahrscheinlich, wozu ich dieses unnütze Wissen brauche. Aber so kann ich das ganze Jahr noch einmal finanziell und musikalisch reflektieren und ich finde diese Rückblicke immer toll – vor allem, wenn sie so toll aufbereitet sind. So ganz abgeneigt scheinst du ja auch nicht zu sein, sonst würdest du meinen Rückblick ja auch nicht verfolgen. Und damit kommen wir gleich zur Sache.

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Rendite 2023

Die Rendite meines Gesamtvermögens lag im Jahr 2023 bei +13,38 %. Im Vorjahr waren es -11,67 %. Während es 2022 im ganzen Jahr nur vier Monate mit positiver Performance gab, waren es 2023 sieben positive Monate und nur vier negative Monate. Der April schloss mit einer Performance von 0,0 % ab.

Am besten schnitt der November mit +4,4% ab, während der September mit -1,8% das Schlusslicht bildete. Die Schwächephase im Spätsommer/Frühherbst dauerte drei Monate, ging dann aber in eine Jahresendrally über.

Der Zickzackkurs des Portfolios setzte sich also fort. Letztes Jahr habe ich ein Jahresgehalt durch Kursverluste an der Börse verloren. Dieses Jahr habe ich es wieder zurückgewonnen und die Performance liegt sogar deutlich über dem Minus vom letzten Jahr.

Dazu kommt noch meine sehr hohe Sparquote im letzten Jahr, da ich in meinem Angestelltenverhältnis wesentlich mehr sparen konnte als in meiner Selbständigkeit. Aber dazu später mehr.

Asset Allokation 2023

Die Asset Allokation war 2023 für mich sehr entspannt. Ich musste tatsächlich nicht viel ändern, sondern konnte darauf aufbauen. So habe ich einige neue Aktien in mein Portfolio aufgenommen und nur zwei verkauft. Mein P2P-Anteil ist ordentlich geschrumpft, dafür ist das Geld auf meinen Tagesgeldkonten ordentlich angewachsen. Ansonsten habe ich aber nicht viel geändert. Eigentlich richtig langweilig.

Im letzten Jahr habe ich schon erzählt, dass ich mit meiner Depot-Zusammenstellung zufrieden bin und daran hat sich auch nicht geändert. Einzig bei zwei Branchen musste ich sehr viel Geld nachlegen, damit das Verhältnis weiterhin passt.

Die Renditetabelle der Assets 2023

Platz 1 meiner Renditetabelle im Portfolio haben in diesem Jahr mal wieder die Kryptowährungen mit 111,48 % Rendite. Ich habe aber da nicht einmal nachgekauft, sondern habe es bei den Anteilen belassen. Das werde ich auch 2024 so beibehalten.

Den zweiten Platz in meiner Asset Allokation machen meine ETFs mit 19,18 % aus. Überraschenderweise lief mein Themen-ETF-Portfolio sehr gut. Mit über 30 % lief es über 10 % besser als der MSCI World (20,1 %). Auf die Schulter klopfen kann ich mir aber nicht, da die meisten meiner Themen-ETFs immer noch im Minus sind und der Semiconductors ETF mit +70 % für den größten Teil der Rendite gesorgt hat.

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An dritter Stelle liegt das Einzelaktien-Depot mit knapp +16,57 %. Damit liegt es wieder ein gutes Stück hinter dem MSCI World. Hier muss ich aber betonen, dass die sogenannten Magnificent 7 (Apple, Microsoft, Amazon, NVDIA, Alphabet, Meta und Tesla) für diese Outperformance gesorgt haben. Wenn es mit denen schlecht läuft wie im Oktober (-1,1% meine Aktien vs. -3,3% MSCI World), macht sich das stark bemerkbar.

Auf Platz 4 liegen meine Anleihen mit knapp +8,31%. Nach einer absolut grottenschlechten Performance von -36% im letzten Jahr haben sich meine beiden Vorsorgefonds der privaten Rentenversicherung ganz gut erholt.

Auf Platz 5 steht in diesem Jahr mein Bestand an Closed-end Funds mit 8,04 %, den ich leider nicht weiter ausbauen konnte, da ich diese Fonds in Deutschland seit Anfang 2023 aufgrund eines neuen Gesetzes nicht mehr über Interactive Brokers kaufen kann. Ich bekomme zwar noch jeden Monat meine Dividenden und kann sie auch noch verkaufen, aber sonst ist hier nichts Spannendes passiert.

Auf Platz 6 sind die P2P-Kredite, die 2023 genau das gemacht haben, wofür ich sie im Portfolio hatte. Sie haben 5,39 % Zinsen gebracht. Natürlich ist das jetzt nahezu komplett Bondora Go and Grow, weil ich alle anderen Plattformen im vergangenen Jahr abgestoßen habe. Bei einer gab es dann zum Jahresende noch ein Minus, was zu dieser schlechteren Rendite 2023 geführt hat. Mehr dazu später.

Und auf Platz 7 liegt mein Tagesgeld mit einer Rendite von 1,62 %, was angesichts der defensiven Positionierung des Assets ein gutes Ergebnis ist. In den vergangenen Jahren hatte ich das meiste Geld noch zinslos auf meinem Girokonto für die Selbstständigkeit geparkt. Da es seit Anfang 2023 wieder Zinsen gibt, macht sich das zum ersten Mal seit Jahren auch in der Renditetabelle bemerkbar.

 

Die Rendite meines Aktiendepots in blau, meine Gesamtrendite in schwarz, meine Aktien in blau, meine Anleihefonds in orange und meine ETFs in gelb. Die P2P-Kredite werden in grau mit einer Gesamtrendite über 6,85 % vor Steuern angezeigt. Die Kryptowährungen in pink, Tagesgeld in lila und Interactive Brokers in rosa.

Quelle: Portfolio Performance

Sparquote

Die Sparquote war 2023 sehr hoch, weil ich durch mein Angestelltenverhältnis keine großen Rücklagen mehr für die Selbstständigkeit brauchte und so deutlich mehr investieren und zurücklegen konnte. Auch die Rücklagen konnte ich zum Teil investieren, wovon ich auch gleich Gebrauch gemacht habe.

Zum Ende des Jahres stellte sich dann aber heraus, dass die nebenberufliche Selbstständigkeit doch besser lief als geplant und sich meine Vorauszahlungen für das kommende Jahr doch wieder signifikant erhöhen. Das bedeutet, dass ich meine Sparquote im nächsten Jahr doch deutlich reduzieren muss – zumal wieder ein größerer Urlaub ansteht, der auch finanziert werden muss.

Tages- und Festgeld

Insgesamt habe ich mittlerweile drei Tagesgeldkonten: eins bei Weltsparen* mit Zinsen in Höhe von 3,1 %, eins bei Trade Republic mit 4 % Zinsen und eins bei der comdirect mit einer fast schon frechen Rendite von nur 0,75 %. Während Neukunden für 6 Monate immerhin 3,75 % erhalten, schauen Bestandskunden in die Röhre. Die DKB hat es viel besser gemacht. Dort gab es für alle 3 % Zinsen.

Ich habe einen Großteil des Geldes einfach zu Trade Republic im Herbst überwiesen. So habe ich dann Ende des Jahres auch von den hohen Zinsen profitiert. Mal schauen, wie lange diese 4%-Aktion bei Trade Republic anhält. Die Gesamtperformance von 1,62 % kam aber vor allem durch die schlechten Zinsen der comdirect zustande.

Festgeld habe ich nach wie vor nicht, aber mit Tagesgeld kann ich einfach flexibler handeln.

Aktien

Ich habe mein Einzelaktien-Depot 2023 mit ein paar Sparplänen aufgestockt, die genau in meine Branchenaufteilung passen. Mittlerweile habe ich 54 Einzelaktien im Portfolio. Die kleinste Position ist dabei die Danaher-Abspaltung Veralto, von denen ich nur 3 Aktien habe. Die größte Position ist trotz eines Teilverkaufs immer noch Novo Nordisk.

Mit 16,57 Prozent ist die Performance sehr gut gewesen – auch wenn der MSCI World besser lief. Trotzdem bin ich vollends damit zufrieden und plane für 2024 keine großen Änderungen. Ich bin am überlegen, was ich mit meinen drei Veralto-Aktien. Hier könnte im nächsten Jahr etwas passieren.

Branchenverteilung

Im Depotrückblick habe ich oft darüber gesprochen, dass ich mein Rebalancing im Depot nach Branchen mache. Daran hat sich auch 2023 nichts geändert. Aber auch im vergangenen Jahr gab es hier stärkere Verwerfungen, auf die ich reagieren musste.

Deswegen hat sich auch die Aufteilung mal wieder etwas geändert, weil ich sonst größere Umschichtungen hätte machen müssen. Da ich nur zwei Werte verkauft habe, war es deutlich einfacher die Branchenaufteilung etwas anzupassen.

Insgesamt gab es drei Branchen, die in diesem Jahr gewaltig auf und ab gingen. Ganz vorn dabei waren die Konsumgüter, die ich von 18 auf 17 Prozent reduzierte, weil es da immer wieder zu starken Kursverlusten kam. Gerade die beiden Tabakwerte im Depot und auch General Mills zogen die Branche immer wieder nach unten. Trotz der Nachkäufe in den vergangenen zwei Monaten liegt diese Branche am Jahresende immer noch ordentlich im Minus.

Die zweite Branche, wo 2023 viel Bewegung war, ist die drittgrößte im Depot. Chemie / Pharma / Gesundheit hat 2023 ordentlich geschwankt, weil meine Flop-Aktien aus dem Bereich kommen und weil ich mich von einer Aktie getrennt habe. Deshalb habe ich die Branche von 11 auf 10 % gesenkt.

Und die dritte Branche, die mir einige graue Resthaare gebracht hat, war die Branche „Diverses“. Dazu gehören die Immobilienkonzerne bzw. REITs und die Holdings. Vor allem American Tower hatte im vergangenen Jahr eine regelrechte Achterbahnfahrt. Mittlerweile ist es wieder im positiven Bereich, aber der Weg dahin war schon etwas hakelig.

So sieht meine prozentuale Branchenverteilung aus Portfolio Performance Ende 2023 aus:

So sieht die gewünschte und tatsächliche Branchenaufteilung Ende 2023 aus. Ich habe nur die Einzelaktien und ETFs nach Branchen sortiert, nicht die anderen Assets. Deswegen liegt die IST-Aufteilung bei 76,08 %. Quelle: Portfolio Performance.

Mittlere Haltedauer und Trades

Auf die Anzahl der Trades und die mittlere Haltedauer bin ich 2023 besonders stolz, weil da keine kurzfristigen Handlungen dabei waren. Von den sieben Trades sind eigentlich nur vier echte Trades. Es gab drei Verkäufe mit Gewinn und vier mit Verlust.

So habe ich mich von McCormick & Company und Covestro getrennt. Covestro war über fünf Jahre einer der größten Verlustbringer und nach dem Streichen der Dividende sowie den mauen Aussichten,  gab es für mich keinen Grund mehr, die Aktie im Depot zu behalten. Zum Glück gab es das Angebot von Adnoc, der Abu Dhabi National Oil Company, das die Aktie wieder halbwegs auf Kurs brachte.

Das Potenzial von McCormick war aufgrund der Inflation und einigen Problemen aus meiner Sicht ausgereizt, weshalb ich mich hier für einen Verkauf entschieden habe. Außerdem habe ich noch zwei Teilverkäufe von Novo Nordisk und Shell gemacht. Novo Nordisk ist einfach so gut gelaufen über die vergangenen Jahre, dass ich meinen Einsatz rausgenommen habe und nur noch die Gewinne weiterlaufen lasse. Die sind immerhin fünfstellig. Das gleiche Vorgehen habe ich bei Shell auch gemacht, da sich die Aktien seit 2020 verdreifacht haben, und die Branche Energie/Rohstoffe sehr stark im Plus war. Das war also beides auch ein Rebalancing.

Die anderen drei Trades waren der Verkauf der Bruchstücke von der Danaher-Abspaltung Veralto, der jährliche Verkauf meiner Anleihefonds (jedes Jahr werden alle Anteile verkauft, die Gebühren entnommen und dann wieder Anteile gekauft) und die Ausbuchung meines Lyxor-Emerging-Markets-ETFs. Dafür wurden dann ein Amundi-Emerging-Markets-ETF eingebucht.

Die mittlere Haltedauer liegt 2023 bei 1063 Tagen. Die Portfolio Turnover Rate konnte ich von 5 % auf 3 % senken.

Wenn ich mir die letzten Jahre so anschaue, dann ist es offensichtlich, dass ich jetzt genau die richtige Mischung im Portfolio habe. 2020 hatte ich wegen der Depotumstellung noch 26 Trades, und 2021 waren es sogar 45 Verkäufe. 2022 hatte ich nur 6 Trades. In diesem Jahr war es nur ein Trade mehr, wobei drei davon keine richtigen Verkäufe waren.

An dieser Stelle kommt der Hinweis auf den Disclaimer. Bei den jetzt vorgestellten Aktien, ETFs und P2P-Krediten handelt es sich weder um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen noch Beratungen, sondern ausschließlich um meine persönliche Meinung. Welche Rückschlüsse du daraus schließt, bleibt Dir überlassen.

Glücksgriff des Jahres

Am 20. Januar habe ich mir einige Aktien von Arista Networks ins Portfolio gelegt. Im Nachhinein ärgere ich mich etwas darüber, dass ich ausgerechnet hier nicht nochmal nachgelegt habe. Denn während ich viele meiner eher schlecht laufenden Aktien im vergangenen Jahr nachgekauft habe, habe ich bei Arista nicht nachgelegt. Die Performance war 2023 so gut, dass ich Arista gleich nochmal genauer vorstellen werde, da die Aktie in meinen Top 3 auch auftaucht.

Ansonsten liefen die Neuerwerbungen 2023 eher durchschnittlich. Die Highperformer waren eher Unternehmen mit einer hohen zwei- oder dreistelligen Rendite, die ich schon seit Jahren im Depot habe. Nur Netflix stach da nochmal heraus. Die hatte ich mir nach dem massiven Kurssturz 2022 ins Depot gelegt. Die Rendite liegt beim Streaming-Riesen bei 72 %.

Die 3 Top-Aktien aus meinem Depot 2023

2022 waren die Top-Werte in meinem Portfolio Shell (2023 lag die Rendite bei +12 %), General Mills (2023 mit -26 % bei den Flop-Aktien dabei) und Deere & Co. (2023 mit -10 %). Alle drei Werte befinden sich auch weiterhin in meinem Portfolio. Alle Screenshots stammen von Donnerstag, den 29.12.2023.

Meta (+ 192 %)

Zum vierten Mal in Folge kann ich meinen Spruch für das Phrasenschwein bringen: Die großen Verlierer aus den letzten Jahren werden irgendwann auch wieder Gewinner sein. 2020 galt das für BYD, 2021 für Simon Property, 2022 für Shell und 2023 steht Meta ganz oben auf dem Treppchen. Wenn das so weitergeht, müsste ich meine Flop-Aktie 2023 im Januar gewaltig aufstocken. Leider fehlt mir da zum einen der Mut und zum anderen ist das Spekulieren. Deshalb werde ich das auch 2024 sein lassen.

Denn hätte ich Meta Anfang 2023 verdoppelt, wäre das ein krasser Geldsegen geworden. Aber ich stehe zu meiner Meinung, dass ich dem Unternehmen mittlerweile sehr skeptisch gegenüberstehe. Diese Meinung habe ich im vergangenen Jahr oft auch in den Interviews rübergebracht. Aber der Reihe nach.

Meta Platforms, früher bekannt als Facebook Inc., ist ein US-amerikanisches Technologieunternehmen, das vor allem für seine Social-Media-Produkte bekannt ist. Das Unternehmen wurde von Mark Zuckerberg und anderen Mitbegründern gegründet und hat seinen Hauptsitz in Menlo Park, Kalifornien.

2022 war ich im Hacker Way und konnte mir einen ganz kleinen Teil des Geländes anschauen.

 

Die Hauptprodukte von Meta Platforms sind Facebook, Instagram, der Messenger und WhatsApp. Dazu kam 2023 der Twitter-Klon Threads und seit 2022 gibt es noch Oculus, ein Unternehmen für virtuelle Realität, das Headsets und Plattformen für VR-Erlebnisse entwickelt. Das von Mark Zuckerberg immer wieder heraufbeschworene Metaverse verschlingt immer noch sehr viel Geld und ist wieder in der Bedeutungslosigkeit verschwunden.

Trotzdem hat Zuckerberg an den richtigen Hebeln gezogen, das Unternehmen auf Produktivität getrimmt und das operative Ergebnis ordentlich gesteigert. Während 2022 ein Minus von 28 % stand, liegt das EBIT 2023 TTM bei + 29 %. Der Nettogewinn wurde von -41 % auf immerhin 3 % gesteigert.

Quelle: Aktien.Guide

Womit verdient Meta das Geld? Das Geschäftsmodell von Meta Platforms basiert hauptsächlich auf Werbeeinnahmen. Unternehmen und Werbetreibende zahlen dafür, dass ihre Produkte und Dienstleistungen den Nutzern der verschiedenen Plattformen von Meta gezielt angezeigt werden. 2023 lief das wieder deutlich besser als 2022. Neben der Werbung generiert Meta auch Einnahmen durch den Verkauf von VR-Hardware und -Software sowie durch Bezahldienste und andere Geschäftsbereiche.

Das Unternehmen investiert außerdem stark in die Entwicklung neuer Technologien und Plattformen, insbesondere in den Bereichen Augmented Reality (AR) und Virtual Reality (VR). Damit verdient Meta aber noch nicht wirklich Geld.

Damit sind wir dann auch bei dem Teil, der mich wahnsinnig ärgert. Mittlerweile verdient Meta auch Geld mit der Verifizierung von Accounts – und das jeden Monat. Ich zahle allein für Instagram (und Threads) 16,99 Euro im Monat für einen blauen Verifizierungshaken. Davon habe ich überhaupt keinen Mehrwert. Warum brauche ich ihn also?

Ich benötige ihn nur dafür, dass keine Kriminellen meinen Account kopieren und meine Follower mit obskuren Angeboten über den Tisch ziehen können. Als Meta noch eine Abteilung hatte, die sich darum gekümmert hat, hielt sich das in Grenzen. Aber die wurden fast alle im Oktober 2022 entlassen, um produktiver zu werden. Danach herrschte wilder Westen bei Instagram. Für Meta lohnt sich das doppelt, für mich ist das ein Minusgeschäft. Aber was ist die Alternative? Den Account löschen, damit jemand anders mit meiner Marke Leute abzockt? Die Kröte habe ich aber mittlerweile geschluckt.

Dass ich für Facebook aber nochmal so viel zahlen soll, war mir dann doch zu viel. Da habe ich drauf verzichtet, weil Facebook von mir kaum noch genutzt wird. Die Betrüger sind dort aber immer noch zugange. Bei jedem Post, den ich dort mache, kommt gleich ein Fake-Finanzrocker, der den Post kommentiert, und ein supertolles Kryptoangebot macht. Den konnte ich zwar ausblenden, aber auch hier kommen immer neue Kanäle. Genau wie bei Twitter aka X, wohin viele Betrüger abgewandert sind.

Doch zurück zu Meta: Dieser stetige Bezahlstrom wird künftig für gute Ergebnisse sorgen und schwächere Werbequartale abfedern. Das Alltime-High aus dem September 2021 wird in Kürze geknackt und wird es spannend zu sehen sein, wie es bei Meta weitergeht.

Quelle: Aktien.Guide

Wenn Zuckerbergs Wette mit dem Metaverse bzw. der Augmented Reality doch noch aufgehen sollte, wird Meta eine absolute Cashcow. Apple kommt nun auch mit einer deutlich teureren AR-Brille. Ich schaue mir das gespannt von der Seitenlinie an, bleibe erstmal investiert und warte ab. Das Unternehmen ist aber eine der Aktien im Portfolio, die ich nicht langfristig halten will. Auf Sicht werde ich mich von den Anteilen trennen und Gewinne mitnehmen. Jetzt gibt es auch wieder Gewinne. Letztes Jahr lag ich fast 2.000 Euro im Minus.

Arista (+89 %)

Auf dem zweiten Platz steht mit Arista ein Unternehmen, das vielen nichts sagen wird. Arista Networks ist ein US-amerikanisches Unternehmen, das sich auf Hochleistungsnetzwerklösungen für große Rechenzentren, Cloud Computing-Umgebungen und High Performance Computing (HPC) spezialisiert hat.

Das Geschäftsmodell von Arista basiert auf dem Verkauf von Netzwerkhardware und -software an Unternehmen und Organisationen. Dabei konzentriert sich das Unternehmen aus Santa Clara, Kalifornien, auf die Bereitstellung skalierbarer und effizienter Netzwerklösungen, die einfach zu verwalten sind und eine hohe Leistung bieten. Die Kunden von Arista sind typischerweise große Unternehmen, Internet Service Provider, Cloud Service Provider und verschiedene Organisationen im Finanzsektor, die auf eine leistungsfähige Netzwerkinfrastruktur angewiesen sind. Zusammengefasst: Das Geschäftsmodell wird auch in Zukunft noch sehr wichtig sein.

Das Unternehmen erzielt seine Einnahmen hauptsächlich durch den Verkauf dieser Produkte sowie durch Support- und Wartungsdienstleistungen. Arista konkurriert auf dem Markt mit anderen großen Anbietern von Netzwerktechnologie wie Cisco, Juniper Networks und Hewlett Packard Enterprise.

Schaut man sich den Kurs von Arista Networks an, dann fällt auf, dass der seit der Corona-Pandemie nur den Weg nach oben kennt – natürlich mit einigen größeren Rücksetzern.

Ich habe mir Arista ins Depot gelegt, um in der Branche noch einen Gegenentwurf zu Cisco zu haben. Bei denen läuft es nämlich deutlich schlechter. Im Februar dachte ich mir, dass ich nicht Cisco aufstocke, sondern in Arista investiere. Auch wenn sie keine Dividende zahlen, überzeugen sie mit tollen Zahlen und auch mit einem sehr guten Wachstum. Das macht sich im Kurs bemerkbar, während Cisco schlechte Zahlen und 2023 mit einer zeitgewichteten Rendite von nur 2,4 % aufwarten kann.

Das operative Ergebnis (TTM) von Arista Networks liegt bei +58 %, während der Nettogewinn sogar bei +63 % liegt. Fast genau dasselbe Ergebnis gab es schon im letzten Jahr, was das starke Wachstum eindrucksvoll untermauert. Bei Cisco lag das EBIT übrigens bei +18 %, aber die Zukunftsaussichten sind nicht so rosig.

Quelle: Aktien.Guide

Jetzt kann man sich die Frage stellen, ob es nicht sinnvoll sein kann, den Branchenriesen im Depot noch ein Schnellboot beizumischen. So verzichtet man nicht auf die regelmäßigen Erträge, profitiert aber auch vom Wachstum des kleineren Wettbewerbers. Bei der Subbranche Netwerktechnik und -systeme habe ich mir dieses Prinzip zunutze gemacht und davon profitiert.

Auch hier könnte ich mich ärgern, warum ich nicht mehr Aktien gekauft habe, aber ich freue mich über den Buchgewinn und bin überzeugt, dass ich an Arista noch viel Freude haben werde. Natürlich auch mit einigen Rücksetzern, aber das gehört bei Wachstumsunternehmen einfach dazu.

Amazon (+77 %)

Kommen wir mal zu Platz 3. Den hält mit Amazon eins der größten Unternehmen weltweit. Amazon ist ein multinationales Technologieunternehmen, das sich auf E-Commerce, Cloud Computing, digitale Streaming-Dienste, Lebensmittel und künstliche Intelligenz konzentriert. Diese breite Aufstellung ist Fluch und Segen zugleich.

Bisher war das Unternehmen aus Seattle sehr stark abhängig von AWS, also aus dem Umsatz aus der Bereitstellung von Cloud-Diensten an Unternehmen und Entwickler. Eine zeitlang lief es dort nicht so gut und das wirkte sich bis Anfang 2023 stark auf den Kurs aus. Auch andere Sparten hatten mächtig zu kämpfen. So fiel der Kurs in der Folge von 183 Dollar (Achtung es gab einen Aktiensplit) auf 84 Dollar im Januar.

Quelle: Aktien.Guide

Seitdem ist wieder eine Menge passiert und die Zahlen stimmen mittlerweile wieder. Nachdem 2022 ein ordentlicher Verlust und Rückgang des Nettogewinns um 108 % in den Büchern stand, ist das operative Ergebnis (TTM) um 106 % angestiegen und der Nettogewinn um 77 %. Diese Ergebnisse führten dann zu dem Kursgewinn von 77 % im Jahr 2023

Wenn es ein Unternehmen gibt, das noch ganz viel Potenzial hat, dann ist es Amazon. Hier schlummert auch noch viel Mehrwert für Investoren, denn diese breite Diversifikation von Einkommensströmen hat kaum ein anderes Unternehmen. Von Supermärkten (Wholefoods) über Abonnementdienste (Prime, Music, Kindle) oder Marktplatzgebühren bis hin zu AWS.

Ich werde hier aber nicht mehr nachkaufen, weil diese mittlere Positionsgröße für mein Depot ausreicht. Schließlich ist Amazon auch noch zu 2,4 % im MSCI World enthalten. Zwei Jahre hatte ich Amazon im Sparplan und hatte auch eine Tranche 2021 gekauft. Das reicht für mich

Die 3 Flop-Aktien aus meinem Depot

Die Liste an Flop-Aktien ist 2023 nicht so lang wie 2022. Ein Drittel meiner Werte im Depot sind im Minus, aber nur wenige davon im wirklich schmerzhaften Bereich.

Im vergangenen Jahr waren Meta (2023 mit +188 %), PayPal (2023 mit -12,47 %) und Warner Bros. Discovery (2023 mit +10,8 %) die absoluten Loser-Aktien. Das war 2023 längst nicht so schlimm.

Pfizer (-45 %)

Die goldene Himbeere hat sich in diesem Jahr Pfizer geholt. Pfizer ist ein globales Pharmaunternehmen, das Forschung, Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von Medikamenten und Impfstoffen für die Human- und Tiermedizin betreibt.

Groß in den Medien war Pfizer vor allem durch den Corona-Impfstoff Comirnaty, den das Unternehmen gemeinsam mit Biontech entwickelt und vertrieben hat. Und natürlich ist Pfizer auch für Viagra bekannt.

Ich habe mir die Anteile des Unternehmens Anfang 2022 ins Depot geholt als die Aktie das erste Mal einen größeren Rücksetzer hatte. Dann legte ich Ende 2022 noch einmal nach und dann begann das Elend. 2023 liegt der Kursverlust der Aktie bei -45 %.

Quelle: Aktien.Guide

Über zehn Jahre gesehen liegt die Performance der Aktie bei -1 % und ist somit ein Wertvernichter. Damit teilt Pfizer das Schicksal von vielen anderen Corona-Profiteuren wie Zoom, Peloton oder anderen. Diese Sondereinnahmen beim Impfstoff sind komplett eingebrochen. Mit einem Nettogewinn von -65 % sieht das schon sehr schlimm aus. Aber im Vorjahr kamen die exorbitanten Gewinne von +42 % ausschließlich durch den Impfstoff.

Pfizer hat jedoch eine ganz andere Basis, denn das Unternehmen ist in zwei Hauptbereichen tätig, die auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen werden. Zum einen liegt der Schwerpunkt auf dem Bereich Innovative Healthcare, in dem die Entwicklung und der Vertrieb von Medikamenten und Therapien in verschiedenen medizinischen Bereichen wie Innere Medizin, Onkologie sowie Impfstoffe und die Behandlung von entzündlichen und immunologischen Erkrankungen vorangetrieben werden.

Zum anderen ist Pfizer im Bereich der etablierten Gesundheitspflege tätig, in dem Generika und Markenmedikamente, deren Patentschutz abgelaufen ist, hergestellt und vertrieben werden. Diese beiden Säulen bilden die Grundlage für Pfizers Engagement, innovative Behandlungsmöglichkeiten zu schaffen und gleichzeitig bewährte Medikamente breit zugänglich zu machen.

Zuletzt war Pfizer Anfang Dezember in den Medien, als das Unternehmen einen Rückschlag bei seinem Schlankheitsmittel Danuglipron hinnehmen musste. Es sollte die Tablettenvariante zu den Schlankheitsspritzen Wegovy und Ozempic von Novo Nordisk und Eli Lilly werden. Leider traten bei den Testpatienten einige Nebenwirkungen auf. So wurde die Studie abgebrochen, der Aktienkurs fiel wieder und das sieht auf dem Papier wirklich schlecht aus.

Aber das Medikament selbst tat, was es sollte. Die Testpatienten haben abgenommen und jetzt muss es weiterentwickelt werden. Es gibt also wieder etwas in diesem Boombereich. Viele Menschen nehmen lieber Tabletten als sich zu spritzen. Deshalb sehe ich Pfizer nicht so kritisch wie viele andere Firmen. Außerdem gibt es noch viele andere Medikamente.

British American Tobacco (-29 %)

Auf Platz 2 der Flop-Aktien findet sich British American Tobacco (BAT) wieder. Das ist wahrscheinlich die Aktie, die am häufigsten in den vergangenen Monaten analysiert wurde. Deswegen erspare ich mir das und verlinke stattdessen auf den sehr lesenswerten Artikel von Jonathan Neuscheler auf dem Abilitato-Blog und das sehenswerte Video von Echtgeld.TV zu den Tabakwerten.

Stattdessen widme ich mich der Frage, was der starke Kursrückgang für mein Depot bedeutet. Denn gegen BAT mit einem Kursminus von -46 % in zehn Jahren wirkt Pfizer mit -1 % fast schon wie eine Gewinnrakete.

Quelle: Aktien.Guide

 

Aber gerade bei solchen Dividendenaktien zählt eben immer der Total Return (Kursgewinne und Dividende) und nicht der reine Kursverlauf. Über zehn Jahre liegt dieser nämlich bei + 31,7 %. Das ist zwar immer noch nicht toll, aber besser als -45 %. Bei Pfizer liegt der Total Return übrigens bei +46,4 %. Die Dividendenrendite von BAT liegt momentan bei 10,05 %. Alle drei Monate bekomme ich netto fast 160 Euro auf mein Verrechnungskonto. Von dem Geld kaufe ich dann auch wieder andere Werte, so dass sich gar nicht so genau ermessen lässt, wie hoch die Rendite tatsächlich ist. Es existiert selbst bei so einem Wert ein Zinseszinseffekt über Jahre.

Momentan ist BAT einfach stark unterbewertet und steht vom Kursverlauf einfach viel zu schlecht da. Diese milliardenschwere Abschreibung von Reynolds in den USA hat im Dezember nochmal für einen Kursrutsch gesorgt. Dadurch habe ich Anfang Dezember nochmal nachgelegt, aber mittlerweile ist die Position zu groß. Ich werde da künftig nicht weiter aufstocken.

General Mills (-26 %)

Das dritte Unternehmen auf meiner Flop-Liste stand im vergangenen Jahr noch auf dem Gewinner-Treppchen. Da kann man sich die Frage stellen, was da so schief gelaufen ist. Um es gleich vorweg zu nehmen: Eine ganze Reihe Dinge spielen hier mit rein. Zum einen hat die hohe Inflation in den USA dazu geführt, dass die Verbraucher zurückhaltender geworden sind.

Wenn die Firmen dann auch noch massiv die Preise erhöhen, dann funktioniert das nicht bei jedem Unternehmen, dass die Gewinne trotzdem steigen. Bei PepsiCo hat es funktioniert, bei General Mills nicht. Zu dem Thema habe ich mit Clemens von The Dividend Post nach Weihnachten noch ein Video aufgenommen, wo wir über das Thema sprechen.

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General Mills ist ein Hersteller und Anbieter von Lebensmitteln, der ein breites Spektrum an essfertigen Zerealien, Backprodukten, Fertigmahlzeiten, Snacks und Milcherzeugnissen anbietet. Die Produktpalette umfasst einige der populärsten und angesehensten Marken auf dem Markt, darunter Cheerios im Bereich der Frühstückszerealien, Häagen-Dazs als Synonym für hochwertiges Speiseeis, Pillsbury mit einer Auswahl an Teigwaren und Backmischungen, Annie’s, bekannt für Bio-Lebensmittel, Old El Paso, das für mexikanische Gerichte steht, sowie Betty Crocker, ein Name, der mit Backwaren und Fertigbackmischungen verbunden wird.

Mittlerweile hat man sein Produktportfolio durch die Übernahme von Blue Buffalo und ganz frisch im November mit Fera Pets Inc. mit Tierfutter erweitert. Das ist eine sinnvolle Ergänzung des Portfolios, aber die Übernahmen waren nicht billig und benötigen immer noch einige Zeit, bis sie sich wirklich auszahlen.

Der Nettogewinn lag 2023 TTM bei -16 %, das operative Ergebnis bei +26 %. Im Vergleich zum Vorjahr lief es sogar besser – mal abgesehen vom Nettogewinn. Ich halte das Unternehmen für gut aufgestellt und habe nach dem großen Kursrutsch nachgelegt.

Quelle: Aktien.Guide

Momentan ist General Mills günstig zu haben und ich persönlich sehe hier ein größeres Wachstumspotenzial als beispielsweise bei meinem anderen Lebensmittelhersteller im Depot, Unilever. Mit einer Dividendenrendite von 3,32 % kann das Unternehmen auch überzeugen.

Ich habe General Mills nun seit fast genau neun Jahren in meinem Depot und werde weiterhin investiert bleiben. Wenn sich der Kurs weiterhin verschlechtern sollte, lege ich auch nochmal nach.

ETFs

Die Rendite meines gesamten ETF-Depots liegt bei +19,18 %. Das ist ein sehr gutes Ergebnis und schlägt mein Einzelaktien-Depot um 2,5 %. Für mich gab es auch 2023 keinen Grund etwas an der ETF-Aufstellung zu ändern.

Dennoch muss ich betonen, dass ich einen ganz schönen Wildwuchs an ETFs im Portfolio habe. Das ist wahrlich nicht zur Nachahmung empfohlen. Mit einem reinen MSCI World ETF hätte ich eine Rendite von 20,1 % eingefahren.

Nun gibt es aber bei den großen Indizes das starke Übergewicht der schon erwähnten Magnificent 7. Allein die Top-10 Positionen machen über 20 % aus. Der Oktober hat gezeigt, was passiert, wenn diese Werte schlecht laufen. Ich bin mal gespannt, wie der World-ETF läuft, wenn die Top-Werte nicht so performen wie in diesem Jahr.

Auf der anderen Seite bin ich experimentiermüde geworden. Diese ganzen Experimente habe ich in erster Linie für Finanzrocker gemacht, um darüber berichten zu können. Seit einem Jahr steht Finanzrocker nicht mehr im Fokus und da fängt der Wildwuchs an mich zu nerven. Ich habe mich aber 2023 von keinem meiner ETFs getrennt – auch nicht von den Themen-ETFs.

Themen-ETFs

Mit 30,52% schnitten die Themen-ETFs sogar sehr gut ab. Das lag aber vor allem am Semiconductor ETF. Aber auch mein Blockchain ETF konnte fast 62% Rendite einfahren. Mein Artificial Intelligence ETF konnte ebenfalls über 52 Prozent verbuchen. Trotzdem ist dieser ETF immer noch knapp im Minus.

Insgesamt gab es 2023 sogar drei Monate mit einer zweistelligen Rendite, was weder der MSCI World noch meine Einzelaktien geschafft haben. Ich plane auch 2024 mit den Themen-ETFs, weiß aber, dass die Rendite bei einem schlechten Börsenverlauf wieder ins Minus rutschen kann.

Anleihen


Es geschehen noch Zeichen und Wunder: Nachdem meine beiden Vorsorgefonds bis Oktober ziemlich schlecht vor sich hin plätscherten, gab es im November und Dezember noch zwei absolut herausragende Monate mit einer Rendite von 14,4 %. Zum Abschluss des Jahres liegt die Rendite dadurch nicht im Minus, sondern bei 8,31 %.

Damit bin ich zufrieden, zumal ich aus dieser privaten Rentenversicherung mit der gekoppelten Berufsunfähigkeitsversicherung eh nicht mehr vernünftig rauskomme. Eine normale BU-Versicherung wäre jetzt für mich mit 44 fast unbezahlbar. Deshalb geht es hier weiter wie bisher – auch wenn das Produkt wirklich teuer ist.

P2P-Kredite

Quelle: Portfolio Performance

Der Anteil von P2P-Krediten am Portfolio beträgt weiterhin 3%. Bis auf 800 Euro ist das Geld aber komplett bei Bondora Go & Grow. Auch wenn die meisten Plattformen mittlerweile reguliert sind, bin ich mit dem Thema durch. Das hat dann auch zu der Minderrendite von 5,39 % geführt.

Zum Jahresende habe ich mich mit ReInvest24 von der letzten Plattform abseits von Bondora Go and Grow getrennt und meine laufenden Investments auf dem Sekundärmarkt verkauft. Dabei habe ich im Dezember sogar ein kleines Minus gemacht, da ich die Projekte nicht zum normalen Preis verkaufen konnte.

ReInvest24 konnte mich 2023 nicht mehr überzeugen und auch die Kommunikation hat stark nachgelassen. Für einige Projekte wurden keine Zinsen mehr gezahlt und es wurde auch nicht mehr darüber berichtet. Auch die 2022 angedachte Regulierung war 2023 kein Thema mehr. Das ist für mich immer ein Alarmsignal. Deshalb habe ich Tabula rasa gemacht und habe jetzt nur noch ein überfälliges Projekt im Portfolio, das mir niemand abkaufen wollte. Fünf andere Projekte konnte ich relativ schnell verkaufen.

Bondora Go and Grow

Bondora Go and Grow hat sich 2023 auch nicht mit Ruhm bekleckert und dieses Hin und Her mit 4 % und 6,75 % für Neu- und Bestandskunden hat gewaltig genervt. Auf der anderen Seite feierte das Unternehmen aus Tallinn 15-jähriges Jubiläum und ist die dienstälteste P2P-Plattform.

Die große Herausforderung war die Zinswende. Denn wenn ich bei Trade Republic 4 % bekomme, warum sollte ich das Geld für etwas mehr und einem viel größeren Risiko bei einer P2P-Plattform anlegen. Ich gehe aber davon aus, dass die 4 % nicht allzu lange Bestand haben werden. Dann sind die 6,75 % doch wieder lukrativ. Ich bleibe hier weiterhin investiert.

Kryptowährungen

111,48 % Rendite mit Kryptowährungen! Das kann sich wirklich sehen lassen. Aber letzten Endes ist das reine Spekulation, die auch wie 2022 gewaltig in die Hose gehen kann.

Alternative Investments

Zu den alternativen Investments habe ich erst in meiner 10-Jahre Vermögensaufbau-Folge ausführlich drüber gesprochen. Da gibt es nichts Neues zu erzählen.

Dividenden

Meine Dividendenzahlungen haben auch 2023 einen ordentlichen Satz nach vorn gemacht. Ganze 20,37 % betrug das Plus im letzten Jahr – und das trotz der gestrichenen Dividende von Covestro. Der Grund ist einfach: Ich habe vor allem einen Großteil meines Barvermögens aus der Selbstständigkeit investiert. So kamen dann auch die höheren Dividendenzahlungen zustande.

Aber auch auf Monatssicht macht sich das stark bemerkbar. In jedem Monat konnte ich 2023 die Dividenden gegenüber 2022 steigern. Nur im April war die Summe deutlich kleiner, weil Covestro die üppige Dividende gestrichen hat. Das konnte ich nicht mehr auffangen.

Das Gleiche blüht mir auch 2024, weil dann Fresenius im Mai keine Dividende zahlen wird. Mal schauen, ob ich den Wert von 2023 trotzdem schlagen kann.

Die Anzahl meiner Zahltage habe ich von 166 auf 210 erhöhen können. Diese Erhöhung liegt zum einen an den zwei Closed-end Funds, die monatlich ausschütten. Außerdem haben die neuen Aktien mit ihren Dividenden dazu beigetragen.

An dieser Stelle aber noch eine Anekdote aus Dänemark. Anfang des Jahres wollte ich einen Teil der Quellensteuer von mehreren Jahren zurückfordern. Es hat dann bis September gedauert, bis ich einen Brief der dänischen Behörde erhielt. Aber statt mir das dann zu gewähren, wurde in dem Schreiben darauf verwiesen, dass wegen Betrugsversuchen bei der Quellensteuer-Rückforderung ein neues System eingeführt wird und es noch weitere 18 Monate dauern könne, bis der Anteil der Quellensteuer bezahlt werden kann. Mal schauen, was daraus wird.

Steuern und Gebühren

Die Höhe der Steuern hat sich ich 2023 etwas erhöht, ist aber trotzdem im Rahmen, da ich nicht so viele Gewinne realisiert habe wie beispielsweise 2020.

Meine Gebühren sind im Vergleich zu 2022 sogar nochmal gesunken – um 50 Euro. In erster Linie liegt das daran, dass ich sehr viel über kostenlose Sparpläne investiert habe. Das hat sich 2023 wirklich ausgezahlt.

Erfüllte und unerfüllte Ziele 2023 

Ich hatte mir für das Jahr keine großen Ziele gesetzt. Ich bin einfach genau so weiter vorgegangen wie im Vorjahr und habe mich nicht verunsichern lassen. Genau so werde ich es 2024 auch halten.

Schöne Momente 2023

Auch wenn das Jahr 2023 sehr schnell gerast ist, gab es auch in diesem Jahr viele Highlights, die mir in Erinnerung geblieben sind. Die wenigsten hatten aber direkt mit Finanzrocker zu tun. Ich hatte dieses Jahr keine einzige Finanz-Veranstaltung an der ich teilgenommen habe und Vorträge habe ich als Finanzrocker auch nicht gehalten – nur beruflich.

Die vier Bilder aus vier Ländern fassen das Jahr aber gut zusammen. Unten links bin ich an meinem neuen Schreibtisch zu sehen. Im ersten Monat im Angestelltenverhältnis bin ich mit der Firma umgezogen und habe jetzt einen schönen Arbeitsplatz über den Dächern von Lübeck. Gleichzeitig war es der erfolgreichste Post, den ich 2023 über die sozialen Medien abgesetzt habe. Allein auf LinkedIn gab es für das Bild fast 15.000 Impressionen.

Unten rechts habe ich mich während meines Mallorca-Urlaubs mit Stefan Waldhauser getroffen und es waren zwei tolle Nachmittage, die wir auf der Balearen-Insel verbracht haben. Ich finde es immer klasse, wenn man sich abseits der Video- oder Podcastaufnahmen austauscht.

Oben rechts war mal wieder eine „Once in a Lifetime“-Erfahrung angesagt. Im niederländischen Tilburg war ich zum dritten Mal nach 2017 und 2019 bei einem sehr speziellen Ayreon-Konzert. Am letzten Abend lernten wir in unserem Hotel ein junges Pärchen kennen, das extra für 3 Tage aus Australien anreiste. Aus der Nähe von Sydney über Amsterdam und mit Bus, Bahn und Taxi zum Landhotel im Nirgendwo bei Tilburg. Und die beiden waren so glücklich über dieses Erlebnis. Diese ganzen Strapazen und Kosten waren einfach scheißegal. Einfach mal den Moment genießen, aufsaugen und etwas für das Leben mitnehmen. Solche Sachen machen wir in unserem Alltag einfach viel zu wenig. Deswegen war das für mich ein absolutes Highlight mit ganz vielen Erinnerungen.

Und oben links war ich mit meinem anderen Video-Kollegen Clemens in Wien auf Stadttour in einer Heurigen. Das war auch ein wunderbarer Tag bei bestem Wetter und ist auch hängengeblieben. Drei Tage vorher haben wir uns schon in Budapest auf ein Bier getroffen. Das war das erste Mal, das wir uns persönlich kennengelernt haben. Vorher war das nur virtuell.

Ergebnisse Finanzrocker 2023

Insgesamt habe ich 16 Finanzrocker-Podcast-Folgen, 12 Newsletter, 11 „Mehr Mut zum Glück„-Episoden, 5 YouTube-Videos, 2 Blogartikel und eine Folge von „Der Finanzwesir rockt“ veröffentlicht. Ich habe festgestellt, dass das doch etwas zu viel war.

Insgesamt konnte auch in diesem Jahr wieder die Grenze von einer Million Downloads mit den Podcasts erreicht werden – auch wenn die Zahlen ein gutes Stück runtergegangen sind. Es gab ja wesentlich weniger Podcast-Folgen. In 2022 gab es noch 52 Podcast-Episoden, in 2023 nur 28.

Spitzenreiter ist die Folge 231 mit Dr. Gerd Kommer. Obwohl Gerd ein beliebter Gesprächspartner ist und bereits zum dritten Mal im Podcast zu Gast war, hat die Folge die 50.000er Marke geknackt. Die zweitbeliebteste Folge war mein Depot-Rückblick 2022 mit über 40.000 Downloads. Und auf Platz 3 liegt die Folge 230 mit Sventja Franzen, die 36.000 Downloads hatte.

Die beste Durchhörquote hatte jedoch die Folge 239 mit Noah Leidinger. Von der Downloadquote lief die Folge nicht so gut, aber die Durchhörquote lag bei über 90 %. Auch dieFolge mit Laura Schick über Immobilien lief wirklich gut.

Ziele 2024

Meine Ziele für das kommende Jahr sehen tatsächlich komplett anders aus als in den letzten Jahren. Im Fokus steht neben dem Job meine Fernreise 2024. Deswegen werde ich auch nicht mehr so viel sparen können im kommenden Jahr. Und mein oberstes Ziel ist, dass ich endlich mal wieder Bücher ohne Zeitdruck lesen kann. Das kam 2023 wirklich zu kurz.

Finanzielle Ziele habe ich keine, da das Depot so weit steht und ich endlich meine Marke geknackt habe, wo ich schon 2021 kurz davor gestanden habe. Die Sparpläne laufen weiter und ich muss mich nicht unter Druck setzen, mich weiterhin stark mit neuen Unternehmen und deren Kennzahlen auseinander zu setzen. Das ist doch auch etwas, oder? Viel mehr Unternehmen möchte ich auch nicht in mein Portfolio kaufen.

Das erste Jahr im neuen Job

Bei mir hat sich durch meinen neuen Vollzeit-Job seit Januar eine ganze Menge geändert. Im Nachhinein bin ich sehr froh, dass ich diesen Schritt gegangen bin – vor allem auch rechtzeitig. Aber mein wichtigstes Ziel war es, wieder mit echten Menschen in einem Büro zu arbeiten. Das entpuppte sich als etwas schwierig, weil die meisten meiner neuen Kolleginnen und Kollegen aus dem Home Office arbeiten. Im Büro sind eher wenige anzutreffen. Aber für meinen Gemütszustand war das enorm wichtig, jeden Tag wieder in ein Büro zu gehen und mit anderen Menschen direkt zu sprechen.
Das hatte ich über drei Jahre nicht mehr, sondern (fast) nur noch Gespräche über Online-Tools. Für mich war das am Ende nur noch nervig. Außerdem hat mich die Finfluencer-Szene schon Ende letzten Jahres ziemlich angenervt. Über das Jahr 2023 hat sich das nochmal verstärkt. Denn die Szene ist regelrecht aufgeschwemmt worden mit Schaumschlägern, Abzockern und auch noch Schwurblern.
Ehrlich gesagt habe ich völlig den Überblick verloren, was da bei TikTok, Instagram oder YouTube im Finanzbereich abgeht. Es lässt sich schlichtweg nicht mehr überblicken. Einige alteingesessene Finfluencer sind in die Schwurbel-Ecke abgedriftet, was ich mehr als kritisch sehe. Die Zeiten, in denen man sich regelmäßig ausgetauscht hat und auch Kontakt gesucht hat, sind vorbei. Ehrlich gesagt sehe ich mich auch nicht mehr in diesem Bereich.
Auch die Podcast-Welt ist noch überfüllter geworden. Es hat sich nahezu alles geändert im Vergleich zu 2022. Durch den Wechsel meines Podcasthosting-Anbieters sind zusätzlich noch die Hörerzahlen ordentlich nach unten gegangen. Das Überangebot im Finanzbereich spielt hier auch noch mit rein.
Jedenfalls war der Schritt ins Hobby genau der Richtige, weil es den Druck genommen hat, unbedingt Geld damit verdienen zu müssen. Und bevor ich irgendwelche halbgaren Sachen verkaufen muss oder meinen Ruf aufs Spiel setze, mache ich lieber etwas sinnvolles. Auch wenn dieser Schritt zurück nicht wirklich leicht war, hat er am Ende enorm viel bewirkt.

Neuer Podcast

Ich habe im Podcast schon vom Informationsportal „Wohnen und Finanzieren“ berichtet, was ich seit März mit aufgebaut habe. Das lief in den ersten Monaten wirklich überragend. Dabei konnte ich selbst noch einiges lernen, was für mich an erster Stelle steht. Bei Finanzrocker war das ehrlich gesagt nicht mehr so.
Ab nächster Woche werden wir das Angebot noch etwas erweitern und ergänzend Podcast- und Videoinhalte veröffentlichen. Das ist zwar ausschließlich Immobiliencontent, hat aber trotzdem auch etwas mit Finanzen zu tun. Vielleicht ist das für den einen oder die andere auch interessant. Die ersten Interviews habe ich schon aufgezeichnet und es war wirklich eine Umstellung für mich, Interviews mit einer deutlich kürzeren Länge als in meinen anderen Podcasts aufzunehmen. Hier geht es zum Podcast.

Wie geht es mit Finanzrocker weiter?

Mit Finanzrocker wird es genauso weitergehen wie im Jahr 2023, aber mit etwas weniger Folgen. Gerade so arbeitsintensive Folgen wie der Depotrückblick oder „10 Jahre eigenständiger Vermögensaufbau“ dauern in der Erstellung mehrere Wochen. Ich habe gemerkt, dass das neben dem Job nicht so gut funktioniert.

Deswegen mache ich jetzt wirklich nur noch ausgewählte Interviews, wo ich auch wirklich Lust darauf habe. Natürlich mache ich auch im nächsten Jahr den Depotrückblick, aber das geht dank Weihnachten auch etwas entspannter als nach Feierabend.

Ansonsten wird es noch vereinzelte Artikel, meinen Newsletter, ein paar „Mehr Mut zum Glück“-Folgen geben und ab und an mal ein Video. Mehr ist einfach nicht drin.

Fazit

Aus dem Dauer-Home-Office ging es 2023 wieder ins Büro. Das war für mich eine wirklich Wohltat. Finanzrocker und „Mehr Mut zum Glück“ konnte ich trotzdem noch regelmäßig umsetzen.

Um meine Finanzen habe ich mich gar nicht so ausführlich gekümmert. Sparpläne aufgesetzt, Dividenden eingetragen und Nachkäufe nach Branchenverteilung umgesetzt. Fertig! Natürlich musste ich gerade bei den neuen Unternehmen im Depot Recherche betreiben. Ein neues Unternehmen war beispielsweise Caterpillar, über das ich kurz vorher mit Clemens drüber gesprochen habe.

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So habe ich mich zwangsläufig mit dem Unternehmen auseinander gesetzt. Im nächsten Jahr werde ich es genauso handhaben, wobei ich mir vorgenommen habe, nicht mehr ganz so viel an der Börse zu kaufen wie 2023. Mal schauen, ob mir das gelingt.

Damit bin ich am Ende des Depotrückblicks angekommen. Ich wünsche dir für 2024 und die Erfüllung deiner finanziellen und persönlichen Ziele alles Gute.

Zum letzten Depotrückblick 2022

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9 Antworten

  1. Ich finde deine Podcasts super! Aber kann es sein, das ich sie nicht mehr downloaden kann? Das wäre schade, weil ich sonst immer im WLAN sein muss und ich die gerne auf dem Rad anhöre.

    1. Freut mich sehr, dass sie Dir gefallen. Die Folgen sind downloadbar. Entweder über Apps wie Apple Podcasts, Spotify, Overcast etc., den Link im Artikel oder den Podcastplayer. Klicke dafür oben rechts im Player auf den Pfeil und dann ist ganz rechts der Download-Button.

      Viele Grüße
      Daniel

  2. Hallo Daniel
    Vielen Dank für deinen zahlreichen Content in deinen Podcasts. Wenngleich nicht aller Inhalt meinen Geschmack trifft, so sind deine Podcasts trotzdem fix abonniert, da du in meiner Wahrnehmung bei den seriösen und nicht marktschreierischen Finfluencern bist.
    Weiter so.
    Liebe Grüße aus Wien, Michael

  3. Hallo Daniel,

    unter dein letztes Youtube-Video habe ich dir schon geschrieben, dass ich mich sehr auf deinen Rückblick freue. Und die Vorfreude hat sich heute beim Hören während zweier Morgenkaffees voll bestätigt. Ich freue mich, dass du anscheinend finanziell und beruflich angekommen bist. Zumindest ist das mein Eindruck beim Zuhören. Den Schritt, die Folgen zu machen, die dir am Herzen liegen finde ich gut, ich werde diese auch gerne hören, da in den Interviews oft ein besonderer Tiefgang durch biografische Begebenheiten oder gewisse Entscheidungsprozesse von dir herausgearbeitet wird. Sowas finde ich trotz hunderter Content-Alternativen nicht wirklich nochmal. Deine Gedanken zu Meta finde ich genau richtig: Warum bei all den Möglichkeiten dauerhaft in etwas investieren, hinter dem man nicht voll steht.
    Allerdings spielen Einzelaktien bei mir eine andere Rolle als bei dir. Ich kaufe einige wenige Aktien zwar auch langfristig, allerdings sollen diese nur mein ETF-Portfolio mit bis zu einem Drittel ergänzen, sind also langfristige Satelliten. Daher habe ich auch bei solchen Themen leicht reden.
    Jetzt wünsche ich dir alles Gute für 2024, Gesundheit und das deine Ziele (vor allem die Reise) in Erfüllung gehen und freue mich von dir im Blog und im Podcast zu hören und zu lesen.

    Gruß Matthias

  4. Wenn du nach Stuttgart kommst für ein Bier hab ich Abends immer Zeit !
    Mein Depot war 2023 bei Grüner Fischer
    Die Magnificent 7 Apple, Microsoft, Amazon, NVDIA, Alphabet, Meta und andere Ki Aktien … haben mir viel eigebracht
    mehr als mein Job. Deshalb ist für 2024 auch die 4 Tage Woche und Reisen das wichtigste.

  5. Hallo Daniel,

    wieder ein super aufgeschlüsselter Depotrückblick wie in den Vorjahren auch. Du stellts es sehr strukturiert da.
    Obwohl ich ja schon 20 Jahre Älter bin, ist es für mich immer wieder interessant, die einzelnen Aufteilungen von Dir zu sehen, die ja schon auch bei Deinem 10 Jahresrückblick Dein Erfolg rechtfertigen. Weiter so.

    Liebe Grüsse aus Mainz

    Thomas

  6. Der Depotrückblick ist neben der 10 Jahre Folge eine der Besten in letzter Zeit. Du bist einer der Gründe warum ich vor rund 5 Jahren mit dem Investieren angefangen habe. Vieles ist bei mir anders aber trotzdem ist das ganze durchaus vergleichbar und zeigt mir das ich auf den richtigen Weg bin. Wenn die paar schlechten Monate letztes Jahr nicht gewesen wäre hätte ich es letztes Jahr zu meinen ersten 100000 EUR in ETF+Aktien geschafft, dieses Jahr wird es dann auf jeden fall was wenn es nicht ganz steil Bergab geht… Mal schauen ob es stimmt das die ersten 100000 die schwersten sind, meine Sparrate wird leider tendenziell sinken, nachdem ich letztes Jahr auf für mich eigentlich Irrwitzig hohe fast 50% gekommen bin.

  7. Hallo Daniel,
    es ist schön zu hören, dass du beruflich und finanziell für dich die richtigen Entscheidungen getroffen hast und so mit dir im Reinen bist! Dass der Podcast auch in der reduzierten Form 2023 immer noch sehr viel Arbeit nebenher war, kann ich mir gut vorstellen und es darum auch absolut nachvollziehen, wenn du das weiter runterschrauben wirst. Ich freue mich auf jede neue Folge und warte darauf auch gern etwas länger.
    Über die Jahre habe ich wahnsinnig viel von dir gelernt – vielen Dank dafür! Ich glaube, mein All-time-Favorit war die Folge mit dem Arzt, weil da noch ein zweites Lieblingsthema (Gesundheit und Ernährung) von mir dazukam. Immer, wenn ich im Käseregal diesen ekeligen Harzer Roller sehe, muss ich daran denken :).
    Liebe Grüße und alles Gute für 2024!
    Nina

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