Altersvorsorge ist eines der Themen, bei denen Privatanleger besonders leicht den Überblick verlieren – zwischen politischen Reformversprechen, Versicherungsprodukten und immer lauteren Stimmen auf Social Media. In der ersten Interviewfolge des Finanzrocker-Podcasts 2026 spreche ich mit Professor Dr. Hartmut Walz über genau diese Gemengelage – und darüber, was für die eigene finanzielle Zukunft wirklich relevant ist.

Inhalt
Überblick Rente selbst gemacht
Hartmut Walz ist Finanzprofessor, Verhaltensökonom und seit vielen Jahren eine der klarsten kritischen Stimmen in Deutschland, wenn es um Rentenversicherungen, Altersvorsorge und fragwürdige Finanzanreize geht. Zum mittlerweile dritten Mal ist er im Podcast zu Gast und es ist ein ehrliches, kritisches Gespräch voller praktischer Impulse geworden. Perfekt für alle, die ihre Rente selbst in die Hand nehmen wollen

Die neue Rentenreform
Natürlich geht es auch um die neue Rentenreform – und was das Altersvorsorgedepot wirklich taugt. Hartmut Walz erklärt, warum kapitalgedeckte Elemente grundsätzlich richtig sind, warum sie aber zu spät kommen und in der aktuellen Ausgestaltung viele Schwächen haben.
Auch die Geldanlage selbst wird kritisch beleuchtet. Welche Rolle spielen Aktien über das gesamte Leben hinweg? Wie gefährlich sind Börseneinbrüche kurz vor oder nach dem Renteneintritt? Und wofür taugen Anleihen heute noch – insbesondere in einer Welt mit immer höherer Staatsverschuldung?
Abschließend geht es um den Einfluss von Finfluencern. Hartmut Walz zeigt, warum viele Inhalte nicht zufällig vereinfachen oder dramatisieren, sondern aus falschen Anreizsystemen entstehen – und warum Aufklärung und Produktverkauf oft vermischt werden.
Wer sich schon einmal gefragt hat, ob die eigene Altersvorsorge wirklich reicht, sollte sich dieses Gespräch nicht entgehen lassen.
Weitere Informationen
- Zum Blog von Prof. Dr. Hartmut Walz
- Zur ausführlichen Rentenserie auf dem Blog
- Zum ersten Interview mit Prof. Dr. Walz
- Zum 2. Interview mit Prof. Dr. Walz
- Zu den Videos mit Prof. Dr. Walz
- Zur 4. Auflage von „Einfach genial entscheiden“*
- Zur 2. Auflage von „Einfach genial entscheiden im Falle einer Finanzkrise“*
- Zum Factsheet „Finfluencer“ der BaFin
- Zum neuen Buch „Beraten statt Verraten“*
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Eine Antwort
Ich gehe in vielen Punkten bei Herrn Walz mit, allerdings im letzten Drittel des Podcasts muss ich ganz ehrlich sagen, kann ich seine Meinung bzw. seinen Standpunkt nicht mitunterstützen. Und ich glaube auch, Daniel, dass du da ähnlich unterwegs bist.
Die Bevormundung der Bafin bzw. die Aussage, was angeblich alles schon „Beratung“ ist, geht zu weit.
Wir haben grade in Deutschland ein riesiges Problem, und das ist nicht „der böse Influenzer“, sondern Überregulierung und vor allem Bevormundung. Alles soll vorgeschrieben werden, den Menschen wird seit Jahren das Denken aberzogen und hier im Bereich Finanzen geht es genauso weiter.
Wenn Daniel einen Depot-Rückblick Podcast macht, und irgendwelche, sry für die Worte, dummen Menschen, das 1:1 nachmachen und auf die Nase fallen… ja, dann ist das ihr Pech. Niemanden wird irgendwo aufgezwungen wie er sein Geld anzulegen hat.
Verfolgen sollte man Diejenigen, die z.B. irgendwelche Gebührenklauseln in 10 Seiten AGB Verstecken oder ähnliches. Aber nicht diejenigen die Finanzblogs betreiben. Ich würde sogar soweit gehen und sagen, selbst wenn ein Podcaster dazu aufruft „ich finde Coca Cola“ toll, ist das immer noch seine persönliche Meinung.
Die Menschen MÜSSEN meines Erachtens endlich wieder erzogen werden selbst zu denken und zu akzeptieren dass ihr eigenes Handeln Konsequenzen hat. Mal sind sie gut, mal sind sie schlecht. Wenn ich mir heute aufgrund eines Videos eine Aktie X hole und diese stürzt ab, verbuche ich das als Lehrgeld und fertig. Dafür braucht es keine Regulierung.