Metaverse-Special: Kurzfristiger Hype oder digitale Revolution? 7 Gäste erzählen mehr

In diesem speziellen Metaverse-Special habe ich 7 Gäste aus den Bereichen Wirtschaft, Fintech, Forschung, Musik und Kunst zu Gast, mit denen ich ausführlich über das Metaverse spreche. Dabei geht es in erster Linie um das bessere Verständnis der digitalen Welten und wem es wirklich etwas nutzt.

Metaverse Special

Überblick Metaverse-Special

Bei der Vorbereitung meines NFT-Specials im April habe ich schnell gemerkt, dass NFTs und das Metaverse eng miteinander verbunden sind. Leider war die Folge 208 schon 103 Minuten lang, so dass ich das Metaverse nicht mehr unterbringen konnte.

Stattdessen plante ich ein eigenes Special über das große Mysterium Metaverse. Da ich das aber bei den ursprünglichen Interviews gar nicht als eigene Episode eingeplant hatte, fehlte mir noch etwas Input. Deshalb gibt es in Folge 214 gleich 7 Gäste, die dazu beitragen das Metaverse besser zu verstehen.

Ich muss gestehen, dass ich weder NFTs noch das Metaverse im Vorfeld für besonders spannend gehalten habe. Erst mit der Recherche und Umsetzung hat es „Klick“ gemacht. Es ist eine Vermischung von echten Welten mit dem virtuellen Raum, in der Avatare miteinander interagieren.

Jetzt weiß ich, warum ich als Aktionär zumindest einen Blick auf die Geschehnisse im Metaverse werfen sollte. Ich zeige dir sogar zwei Metaverse-Beispiele aus meinem Depot. Warum setzen vor allem Fortnite-Entwickler Epic Games, Matthew Ball und Mark Zuckerberg verstärkt auf die Themen Web 3.0, Social Media und die Abkehr von der physischen Welt.

Wieso sich viele Länder in Asien mit dem Metaverse beschäftigen, was wir hier gar nicht mitbekommen. Ich habe gelernt, welche Möglichkeiten es für Musik und Kunst in der virtuellen Welt gibt. Und warum der Begriff schon 30 Jahre alt ist. 

7 Gäste in 90 Minuten

Es ist schon wieder ein langes Special geworden, das mir selbst viel Spaß bei der Erstellung gemacht hat. Dieses Mal wusste ich schon von Anfang an, wo ich mit der Geschichte hin will und es war nicht so ein Blindflug wie bei der Special-Premiere über NFTs.

Auch wenn ich in den kommenden 90 Minuten sehr viel über meine Kindheit, Shopping im Metaverse und rauschende Rapper-Partys erzähle, wäre dieses Special nichts ohne meine tollen Gäste, die sehr interessante Einblicke in das Metaverse, die Technik dahinter und auch die Entwicklung geben.

Ich habe heute folgende 7 Interviewpartner ins Special eingeladen:

  • Mark Wächter, den Initiator und kommissarischen Leiter des Ressorts Metaverse vom Bundesverband Digitale Wirtschaft  
  • den Zukunftsforscher Kai Gondlach, den du schon aus Finanzrocker-Folge 211 kennst.
  • die beiden Gründer der Kryptoplattform Coindex: Kai Kuljurgis und Sergio Martins Pereira
  • die Kunstberaterin Franziska Ida Neumann, die du schon aus Finanzrocker-Folge 170 kennst 
  • den Audioengineer Christoph Thiers
  • und Carmelo Lo Porto, den Mitgründer vom NFT Auktionshaus Niftee

Weitere Informationen über die Gäste findest du am Ende des Artikels.

Und wie bei dem NFT-Special erhebt diese Folge keinen Anspruch auf Vollständigkeit des Themas. Ich habe wieder einige Schwerpunkte auf Themen gelegt, die mich persönlich interessiert haben, aber ich kann unmöglich in einer Folge alles abdecken. Dafür ist das Thema auch zu groß und umfassend.

Deswegen sieh diese Episode einfach als eine Art Bestandsaufnahme mit interessanten Gästen und ganz vielen Beispielen. 

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Neal Stephenson und Snow Crash

Kannst Du Dich noch an das Jahr 1992 erinnern? Im Februar 1992 wurde der Maastrichter Vertrag unterschrieben, der die Grundlage für die Europäische Union bildete. Der UN-Sicherheitsrat sah sich gezwungen in die Kämpfe im auseinander brechenden Jugoslawien einzugreifen. Und Bill Clinton wurden zum Präsidenten der USA gewählt.

Jetzt wirst du dich wahrscheinlich fragen, was die Geschichtsstunde mit dem Metaverse zu tun hat. Das kann ich ganz einfach beantworten, denn 1992 war auch die Geburtsstunde des Metaverse. Das war eine Zeit als ich noch einen Amiga 500 zuhause stehen hatte und Spiele wie Turrican 2, Another World oder meinen absoluten Liebling Sensible Soccer zockte.

Wer sich an die Grafik der Spiele erinnert, kommt heute aus dem Lachen nicht mehr heraus. Aber damals war das der Stand der Dinge. Kleiner Verweis am Rande: Microsoft brachte damals Windows 3.1 auf den Markt und ein richtiges World Wide Web gab es noch gar nicht. Die erste Textseite im Web 1.0 erschien erst im August 1991.

Wenn ich mir heute aber ein Metaverse mit der klobigen Grafik der damaligen Spiele vorstelle, muss ich wirklich herzhaft lachen. Ich bin aber auch kein Visionär wie Neal Stephenson, der 1992 seinen Science-Fiction Roman „Snow Crash“ rausbrachte.

Die Story spielt in einem nicht allzu fernen Los Angeles, wo Hyperinflation und extreme soziale Ungleichheit herrschen. Um aus dieser anarchokapitalistischen Dystopie zu entkommen, fliehen die Menschen in das Metaverse. Das ist eine Mischung aus dem Internet und einem Online-Rollenspiel, wo sich die Charaktere mit Avataren fortbewegen.

Was vor 30 Jahren Science Fiction war ist heute Wirklichkeit und auch Los Angeles ist heute geprägt von extrem starker sozialer Ungleichheit. Das habe ich erst vor 5 Monaten selbst in L.A. gesehen und in meiner USA-Roadtrip Folge 203 darüber berichtet.

1992 hätte ich wahrscheinlich gar nichts für voll genommen, aber heute ist man als Leser erstaunt wie viel Wahrheit in der Spinnerei von damals steckte.

Der Hype um Second Life

11 Jahre nach dem Erscheinen von „Snow Crash“ erblickte Linden World 2003 das Licht der Welt. Später wurde es in Second Life umbenannt. Das Ziel vom Entwicklerstudio Linden Lab war es nach dem Vorbild „Snow Crash“ eine Parallelwelt von allgemeinen Nutzen zu erschaffen, in der Menschen interagieren, Handel betreiben und anderweitig kommunizieren können.

Der Hype war gigantisch. Bis 2007 gab es allein Deutschland ganz viele Artikel über die virtuelle Welt und hierzulande hunderttausende Anmeldungen. Daimler, BMW, die Deutsche Post und Adidas eröffneten Geschäftsräume im Second Life. Politiker wie Nicolas Sarkozy machten dort Wahlkampf.

Doch relativ schnell folgte die Ernüchterung: Die Technik war einfach noch nicht so weit. Die Grafik war nicht gerade schön, das langsame Internet sorgte für Ruckler ohne Ende und der Kauf von Statussymbolen wie Kleidung, Grundstücke oder Häuser erfolgte innerhalb eines eigenen Programms.

Offene Schnittstellen für Programmierer gab es nicht. Alles war umständlich und langsam. Es erinnerte etwas an die langweilige Online-Version von der Lebenssimulation „Die Sims“.

In der Folge ebbte der Hype deutlich ab, die Unternehmen zogen sich zurück und übrig blieben virtuelle Ruinen. Trotzdem gab es 2013 weltweit 36 Millionen Nutzerkonten. Bis 2018 stieg die Zahl der Anmeldungen sogar auf 57 Millionen. Mitte 2017 soll die Zahl der aktiven Nutzer nur noch bei 800.000 gelegen haben.

Was ist das Metaverse?

Mittlerweile gibt es ganz viele solcher Anwendungen wie Second Life – vor allem im Gaming-Bereich. Genau genommen waren die beiden Bücher und natürlich auch Second Life die Wegbereiter für das heutige Metaverse. Aber was ist das Metaverse denn nun genau?

Nimmt man das bisher gesagte als Maßstab versteckt sich hinter dem Begriff Metaverse eine digitale Welt, die von echten Menschen kontrolliert und von uns geformt wird. Wie in Stephensons „Snow Crash“ „beamen“ oder „teleportieren“ wir uns quasi in eine digitale Welt.

Im Metaverse sollen digitale, dreidimensionale Erlebniswelten geschaffen werden, in der sich Menschen aus aller Welt virtuell begegnen und miteinander interagieren können. So wird den Nutzern ermöglicht, sich in einer völlig neuen virtuellen Realität zu bewegen.

Das eine Metaverse gibt es auch nicht, sondern viele komplett unterschiedliche Anwendungen oder Plattformen. Für einige benötigt man eine Virtual Reality (VR)—Brille, für andere wird bald eine Augmented Reality (AR)-Brille benötigt. So arbeiten beispielsweise Apple und Google gerade an solchen AR-Brille und Facebook hat mit Oculus schon seit längerer Zeit eine VR-Brille auf dem Markt.

Dazu kommen noch die Herausforderungen, dass die meisten Metaverses auf unterschiedlichen Blockchains beruhen und so unterschiedliche Tokens zur Bezahlung genutzt werden. Was sind weitere Herausforderungen, die angegangen werden müssen?

In dieser Podcast-Folge wird das Thema Metaverse deutlich mehr vertieft und von den sieben Gästen viele anschauliche Beispiele vorgestellt. Reinhören lohnt sich also. Was macht das Metaverse also so spannend, dass man aus der realen Welt in die virtuelle geht?

Shownotes

Links zu Teil 1 

Links zu Teil 2

Links zu Teil 3

Links zu Teil 4

Snow Crash: Roman
  • Stephenson, Neal (Autor)

Finanzrocker-Podcast auf allen Plattformen

Hier findest du den Finanzrocker-Podcast auf allen Plattformen

Metaverse-Special-Folge gleich anhören

Über die Gäste in dieser Folge

Über Mark Wächter

Metaverse Mark Wächter PortraitMark Wächter ist Mobile Aficionado der ersten Stunde. Als Marketer mit 13 Jahren Senior-Management-Erfahrung (Unilever, UUNET, WorldCom, T-Mobile) gründete er im Mai 2005 eine Mobile Strategy Beratung. In den letzten Jahren betreute er Klienten in über 30 Ländern auf allen Kontinenten.

Mark ist weltweit anerkannter Branchenexperte und Evangelist für das Thema Mobile und war Gründer und langjähriger Vorsitzender der Fokusgruppe Mobile des Bundesverbands Digitale Wirtschaft. Sein Spitzname ist daher auch Mr. Mobile. Anfang 2022 initiierte er das Ressort Metaverse im BVDW und leitet es seitdem kommissarisch

Mit ihm wollte ich vor allem über das Metaverse in Deutschland und Asien sprechen.

Mehr über Mark

Ready Player One: Roman
  • Cline, Ernest (Autor)

Über Kai Gondlach

Metaverse Kai Gondlach PortraitKai Gondlach ist in der norddeutschen Stadt Itzehoe geboren und aufgewachsen, lebt nun aber bereits seit sieben Jahren in seiner Wahlheimat Leipzig.

Er studierte Soziologie und Politik- und Verwaltungswissenschaften in Potsdam und machte dann seinen Master in Zukunftsforschung  an der FU Berlin.

Nach verschiedenen beruflichen Stationen u.a. bei der Deutschen Bahn und als Innovation und Marketing Manager bei einem kleinen Verlags-Startup, arbeitet erst seit über 6 Jahren als freiberuflicher Zukunftsforscher.

Kürzlich veröffentliche er den Wissenschaftsband “Arbeitswelt und KI 2030”. Seit Oktober 2020 hat Kai außerdem seinen eigenen Podcast namens “Im Hier und Morgen”.

Als Zukunftsforscher wollte ich ihn unbedingt auch zum Metaverse befragen. Er ist auch der einzige, der sich wirklich kritisch zum Metaverse äußert.

Mehr über Kai

Metaverse-Special Kai Kuljurgis PortraitÜber Kai Kuljurgis

Kai kommt ursprünglich aus der Unternehmensberatung. Er startete seine Karriere nach seinem dualen BWL-Studium bei pwc. Im Anschluss gründete er die Strategieberatung e&Co. AG mit.

2017 lernte er Sergio Martins Pereira kennen. Aus ihrer Vorliebe für Kryptowährungen und die Blockchain gründeten die Beiden 2018 das Krypto-Fintech coindex. coindex ist eine Plattform für indexbasierte Kryptowerte-Sparpläne.

Ich habe Kai eingeladen, weil er sich täglich mit der Blockchain, Kryptowährungen und auch NFTs auseinander setzt. Auch mit dem Metaverse beschäftigt sich Kai immer wieder. In dieser Folge erklärt er wieder sehr anschaulich die Zusammenhänge.

Mehr über Kai

Metaverse-Special Sergio Martins PereiraÜber Sergio Martins Pereira

Sergio ist Softwareentwickler und Gründer. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Serverless Microservices, Blockchain, Deep Learning, Dev-Ops and Finanzen.

2017 lernte er Kai Kuljurgis kennen. Aus ihrer Vorliebe für Kryptowährungen und die Blockchain gründeten die Beiden 2018 das Krypto-Fintech coindex. coindex ist eine Plattform für indexbasierte Kryptowerte-Sparpläne.

Sergio ist in dieser Podcastfolge für den technischen Part zuständig und sieht vieles aus der Sicht eines Entwicklers. Auch zum Metaverse äußert er sich aus technischer Sicht.

Mehr über Sergio Martins Pereira

Metaverse-Special Dr. Franziska Ida Neumann PortraitÜber Dr. Franziska Ida Neumann

Dr. Franziska Neumann ist eine Kunstexpertin. Sie hat ihre Expertise zum einen durch ein Studium der Kunstgeschichte und anschließender Promotion in diesem Feld erlangt, aber auch durch ihre Arbeit im Kunstbereich.

Hier hat sie durch den Kontakt mit Kunden, aber auch durch großes Interesse viel Wissen über das Feld der Kunst erlangen können. Sie hat ihr Jurastudium abgebrochen und stattdessen das Fach Kunstgeschichte studiert. Einen weiteren akademischen Abschluss hat sie in Betriebswirtschaft.

Franziska habe ich in diese Folge eingeladen, weil sie einige Erfahrungen im Bereich “Kunst und NFTs” mitbringt. Sie berichtet über die ersten NFT-Projekte von Museen und Künstlern und wie Künstler damit Geld verdienen. Das Metaverse hängt eng mit diesen NFT-Projekten zusammen.

Mehr über Franziska

Metaverse Christoph ThiersÜber Christoph Thiers

Christoph arbeitet als Audio Engineer und Studio Manager und ist in der Musikszene gut vernetzt. Er hat sich in der Vergangenheit verstärkt mit dem Thema NFTs in der Musikszene beschäftigt und auch darüber mehrere Artikel geschrieben.

Durch ein Interview im Metal Hammer bin ich auf ihn aufmerksam geworden und dieser Artikel war auch der Hauptgrund, warum ich dieses NFT-Special machen wollte. Darin ging es um die Frage, welchen Einfluss NFTs auf die Musikszene haben können.

Auch zum Thema Metaverse hat sich Christoph geäußert und bringt anschauliche Beispiele warum die virtuelle Welt auch für Musiker von Bedeutung ist.

Mehr über Christoph

Metaverse Carmelo Lo PortoÜber Carmelo Lo Porto

Carmelo kommt ursprünglich aus der Musikindustrie. Nach einer Ausbildung zum Industriekaufmann gründete er 2005 seine eigenes Label Antstreet Records.

2011 wechselte er dann mit Ever Ever Music auf die Seite des Musikmanagements und führte junge Künstler in den Markt.

Im September 2021 gründete Carmelo gemeinsam mit Andreas Braun mit Niftee das erste deutsche NFT-Auktionshaus.

Carmelo ist Fan von Ready Player One und ist überzeugt, dass NFTs und das Metaverse auch später ein großes Thema sein werden.

Mehr über Carmelo

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15 Antworten

  1. Ich höre den Podcast immer gerne und bin sehr dankbar für die Arbeit die in dieses kostenlose Angebot geht. Auch deswegen möchte ich gerne konstruktive Kritik anbringen:

    Dieser Folge fehlt eine differenziere Sicht auf das Thema. Alle Gäste haben ein Eigeninteresse am Erfolg des “Metaverse” und kritische Stimmen kommen nicht zu Wort. Gerade weil es hier ja um das Thema Geldanlage geht, sollte man nüchtern auf die Chancen und Risiken schauen und sich nicht vom Hype (oder auch unberechtigter Kritik) blenden lassen.

    Ich kann diesen Beitrag empfehlen, der sowohl Chancen als auch Risiken gut herausarbeitet:
    https://www.deutschlandfunkkultur.de/debatte-um-zukunft-von-kryptotechnologie-100.html

    1. Hi Thomas,

      vielen Dank für Dein Feedback und Deine konstruktive Kritik. Aber gerade Kai Gondlach hat doch eine sehr kritische Position zum Metaverse bezogen. Deswegen stimmt es nicht, dass keine kritischen Stimmen zu Wort kamen.

      Ich selbst sehe das Metaverse in der jetzigen Form ebenfalls kritisch. Aus meiner Sicht ist das momentan einfach nur teurer Spielkram ohne konkreten Mehrwert. Da braucht man einfach nur mal durch Decentraland laufen. Aber das wird sich ändern, wenn Facebook/Meta, Alphabet, Microsoft und Apple mitspielen.

      Mit der Special-Folge wollte ich einfach einen Überblick über den Status quo geben und unterhalten. Wenn ich Themen wie Energie, Kryptos, Inflation oder andere Dinge mit reingenommen hätte, wäre es einfach viel länger geworden und man kann der Folge dann auch nicht mehr gut folgen. Ich werde es aber künftig nochmal deutlich kritischer in Interviews besprechen. Da passt es dann eher rein.

      Viele Grüße
      Daniel

      1. Hallo Daniel,

        Danke für die Rückmeldung.

        Das kann ich schon nachvollziehen und es soll ja auch ein unterhaltsamer Podcast sein und kein 2 Stunden Streitgespräch. Aber trotzdem halt wie überall: Geldanlage + Hype + Eigeninteresse = Aufpassen. 😉

        Viele Grüße,
        Thomas

  2. Es scheint mir wahrscheinlich, dass es eine Korrelation zwischen Energie-Preisen generell (Gas, Oel, Kohle, Strom) und Metaverse, Bitcoin & Co gibt:
    1) direkt: weil deren Unterhalt/Betrieb energie-intensiv (ggfs teuer) ist, wird bei hoeheren Energie-Preisen weniger davon moeglich/realisiert
    2) indirekt: unser ganzer Wohlstand (weltweit) beruht letztlich auf der Verfuegbarkeit von guenstiger (allzuoft fossiler) Energie. Teure Energie wirkt wie eine bleierne Steuer auf alles (Rezession). Wohlstand verschwindet und damit Geld, was in (energieintensive?) Kryptos oder (unproduktive?) virtuelle Welten fliessen kann?!

    These: Teurere Energie -> weniger Fortschrittspotential -> insgesamt weniger von Kryptos und Metaverse (“Eiszeit”).
    (vgl: jede stimmige ScienceFiction-Geschichte funktioniert NUR mit stabil verfuegbarer, guenstiger Energiequelle)

    Kurz- bis mittelfristig, kenne ich keine (einfache) Loesung fuer guenstige(re) Energie bei uns, wer kennt eine?

    Alle scheinen eklig/unausgegoren:
    – mehr Atomkraft?
    – mehr Kohle-Verstromung?
    – Einstieg in eigene Gas-Foerderung (Fracking)?
    – Import von (guenstigem) russischem Gas/Oel via Iran/Indien/China/etc?
    – fehlende wirtschaftliche Speichermoeglichkeiten von Wind-/Sonnen-Energie (muss erst noch erfunden werden)?
    – Wasserstoff-Wirtschaft (Wirkungsgradproblem u.an.)?

    Also weiter fossile Energie verwenden und auf einen Transitions-Fortschritt mit weniger Fossil hoffen …

    LG Joerg

    PS: Podcasts ueber den Tellerrand hinaus finde ich pers. anregend/wichtig. In unserer komplexen Welt sind “Experten” und fachl. Recherchen wertvoll. Allerdings wird das kaum “Mainstream” werden, ob Aufrufe/Klickzahlen damit gesteigert werden, bzw die “Muehe” wert sind?

    1. Ja, das Thema Energie spielt da auch eine zentrale Rolle. Aber wenn ich das Fass aufgemacht hätte, würde die Folge nochmal locker eine Stunde länger gehen – und am Ende zu nichts außer Diskussionen führen. Denn China wird das Thema bestimmt nicht daran hindern, beim Metaverse eine Hauptrolle zu spielen.

      In der kommenden Folge spielt Energie eine wichtige Rolle. Die ist auch völlig anders als die Metaverse-Folge.

      Mir ist dieser Weg über den Tellerrand sehr wichtig und ich habe an der Metaverse-Folge viel Spaß gehabt. Deswegen ist es mir auch egal, ob das Thema Mainstream ist oder nicht. Bei der NFT-Folge waren die Downloadzahlen jedenfalls gut. Schauen wir mal.

      Viele Grüße
      Daniel

  3. Auch diese Folge hat mir sehr gut gefallen, allerdings fand ich Teil 1 *noch* interessanter, da die erste Folge mehr die Grundlagen behandelte. Bei dieser Folge hatte ich das Gefühl, dass gewisse Dinge einige Male wiederholt wurden, und ich sie – obschon schon 58 Jahre alt, und somit ja schon viel zu alt gemäss Stimmen im Podcast – eigentlich auch anderswo gehört bzw. gelesen habe. Die Folge war für mich deswegen vielleicht mehr unterhaltsam als informativ, da die Gäste durchaus engagiert berichteten. Auf jeden Fall nehme ich die Lesetipps mit. “Ready player one” hat mir ein Freund schon einmal empfohlen, ist aber dann auf meiner langen Liste wieder runtergerutscht, und von Snow Crash hatte ich zuvor noch nie gehört.

    1. Das freut mich zu hören, Thomas! Diese Folge sollte auch unterhaltsamer werden und nicht ganz so viel erklären. Deswegen habe ich immer wieder meine Geschichte da eingebaut und versucht, Zusammenhänge zu finden. 5 der 7 Gäste waren ja auch für die NFTs im Interview und haben im Kontext über das Metaverse berichtet. Deshalb gibt es an der ein oder anderen Stelle kleine Wiederholungen. Die fand ich aber nicht schlimm. Durch die Hinzunahme von Mark Wächter und Kai Gondlach sind aber durchaus noch neue Einblicke entstanden.

      Ich wünsche Dir jedenfalls viel Spaß beim Lesen der Bücher und herzlichen Dank für Dein Feedback.

  4. Hi Daniel,

    Ich fand die Folge eher nicht so gut. Für meinen Geschmack wurde da zu wenig kritisch nachgefragt warum der Zusammenhang zwischen Metaverse & Blockchain+NFT so zwingend sein soll. Im Gegenteil alle Gesprächspartner haben nur Beispiele von existierenden Lösungen gebracht. Niemand hatte eine Vision davon was mit M.&B+NFT gemacht werden soll, was noch nicht geht.

    1.Spielefirmen haben ihre Metaverse mit viel Geld aufgebaut und jetzt ein riesige Nutzerschaft. Warum sollten die jetzt eine Blockchain anbinden und damit anderen Marken kostenlos einen Werbeplatz geben, wenn sie doch selber alles kontrollieren? Ich könnte mir eher vorstellen das Spielehersteller direkt Deals mit Bekleidungsmarken machen.

    2. FAANG haben ohne Ende Nutzerkonten, aber keine Interesse an offene Schnittstellen, weil sie harte Konkurrenten sind. Ein Oligopol wird die Kartellbehörde verhindern. Für diese großen Player ist das Metaverse nur eine weitere Spielart die Kunden zu binden, das sie auch ohne Blockchain+NFT auch bespielen können?

    Mach doch gern eine Folge zu Ecommerce im Spielesektor. Oder mit jemanden von FAANG, wie die sich Metaverse vorstellen.

    1. Hallo Helmut,

      vielen Dank für Dein Feedback und Deine interessanten Anmerkungen.

      Die Herausforderung dieser Folge war ja für mich, einerseits die Grundlagen des Metaverse vorzustellen und andererseits die schon vorhandenen Aussagen aus den Interviews der NFT-Folge einzubinden. Ich hätte natürlich auch komplett neue Interviewpartner aus dem Gaming-Bereich oder E-Commerce-Bereich suchen können, aber das war einfach nicht möglich. Mein Aufwand bei dieser Folge lag schon jenseits der 20 Stunden. Bei der NFT-Folge war der Aufwand sogar noch höher.

      Für eine Grundlagen-Folge über das Metaverse hat es alles sehr gut gepasst, aber nicht für Komplettabhandlung des Themas. Aber die beiden Vorschläge von Dir nehme ich mal auf. Finde ich selbst spannend. Dank Dir! 🙂

      Viele Grüße
      Daniel

  5. Hallo Finanzrocker
    Sehr, sehr geil die Folge rund um das Thema Megaverse.
    Ich möchte dir meine Anerkennung aussprechen für die Menge an Informationen und der vielen Zeit die du für dieses Projekt geopfert hast. Du hast was Tolles geschaffen.
    Ich kann normalerweise Podcast ganz gut beim Joggen hören…aber diese Folge nicht, da ging nur Walking da höhere Konzentration erforderlich war.
    Tolle Schnitte mit den vielen Profis, gute Stimme. Professionelle Umsetzung im Ganzen.
    Inhaltlich will ich mich gar nicht auslassen da ich zu wenig bislang zu dem Thema weiß. Aber Dank deiner Arbeit habe ich jetzt eine Grundlage.
    Vielen lieben Dank, Ralf

    1. Hey Ralf,

      herzlichen Dank für Dein Feedback. Es freut mich, wenn Du die 90 Minuten gern und konzentriert gehört hast. Es ging hier in erster Linie um die Grundlagen und Möglichkeiten des Metaverse. Fortgeschrittene konnten hier nicht so viel mitnehmen, aber meine Zielgruppe waren Hörer, die noch nicht so viel mit dem Metaverse zu tun hatten. Du warst genau diese Zielgruppe und es freut mich, dass Du so viel mitnehmen konntest.

      Viele Grüße
      Daniel

  6. Konzeptionell ist die Episode zusammen mit der NFT Episode eine der besten die Du gemacht hast.

    Andersherum zeigen die beiden Episoden natürlich auch wo das Problem ist. Du hast Leute aus dem Finanzbereich eingeladen, die schauen sich das Thema natürlich primär aus Finanzsicht an. Gerade auf diese Folge hatte ich mich bei lesen des Titels gefreut, denn ich wollte schon immer mal verstehen was das oder die Metaversen sind. Das interessante ist, ich habe das Gefühl das deine Gesprächspartner sich da alle auch alle etwas anderes drunter vorstellen. Vor allem habe ich nicht das Gefühl das sie alle verstehen was z.B. ein NFT technisch ist. Dadurch erträumen sie sich etwas was man schon seit 25 Jahren diverse male erfolglos im Internet probiert hat. Ältester Ansatz den ich kenne ist GeoCities, da waren die Webseiten ursprünglich nach Nachbarschaften sortiert. Nachbarschaften ergeben aber im Digitalen keinen Sinn, denn mit einem Klick ist man an jedem beliebigen “Ort”. Warum sollte man durch eine VR-Mall laufen, ein normaler Webshop zeigt die Produkte viel besser. Warum sollen die Metaversen sich gegenseitig öffnen? Einerseits technisch, andererseits aber auch Finanziell. Jede Firma will doch an Ihrem Metaversum verdienen, die andere sollen verdrängt werden….

    Achja, es heist mehrfach NFT’s wären einmalig. Nein sind sie nicht. Ich kann mir meine Wohnung mit Affenköpfen voll hängen wie ich will. Sind alles Originale. Maximal bekomme ich Probleme wegen Urheberrecht da ich nicht als Besitzer in der Blockchain eingetragen bin.

    Kennst du eigentlich schon diesen Vortrag zu Kryptowährungen/Blockchain aus technischer Sicht?
    https://www.youtube.com/watch?v=45D7n8tvMho

    Gruß
    Dirk

    1. Hey Dirk,

      herzlichen Dank für Deinen Kommentar.

      Was die Gäste angeht, gebe ich Dir zum Teil Recht: Sergio und Kai kommen aus dem Finanzbereich und haben die Sicht einer Kryptowährungsplattform. Aber alle anderen Gäste kommen nicht aus der Finanzszene. Und ich hatte jetzt auch keinen Metaverse- oder NFT-Influencer zu Gast, die das alles nur abfeiern. Ich finde, dass gerade diese unterschiedlichen Ansichten auf das Thema den Reiz des Themas ausmachen.

      Vielen Dank für den Link. Schaue ich mir nochmal genauer an.

      Viele Grüße
      Daniel

  7. Hallo Daniel,

    vielen Dank für die beiden Specials zum Thema Metaverse und NFTs. Erstmal vorweg: Ich würde mich sehr über weitere Specials freuen. Ich habe sehr viel mitgenommen aus den beiden Podcasts. Wo der Sinn eines oder mehreren Metaverses sein oder warum man sich einen digtalen Turnschuh kaufen soll, weiß ich zwar immer noch nicht, aber das ist auch Ergebnis deiner Podcasts, die mich in meiner Meinung am Ende noch bestärkt haben.

    Vieles war vorher für mich eher nebulös und merkwürdig, jetzt ist es viel weniger nebulös, aber immer noch merkwürdig. Gerade die Corona-Zeit hat doch gezeigt, wie wichtig persönliches Zusammentreffen ist. Ist zwar schön, wenn man sich in immer tolleren virtuellen Welten treffen kann, aber das ist doch allenfalls eine Ergänzung des echten Lebens und niemals eine wirkliche Alternative.

    Ich finde es aber super, wie du versuchst, diese vielen Aspekte zu beleuchten und es ist dir sehr gut gelungen. Einem der Vorredner hier möchte ich mich aber anschließen: In der zweiten Folge kam die Kritik zu kurz. Nur einer deiner Interviewpartner hatte eine eher kritische Einstellung, die anderen waren eher voll davon überzeugt. Das fand ich etwas unausgewogen.

    Aber ingesamt zwei tolle Folgen und wenn es geht, gerne mehr solcher Specials.
    Vielen Dank.

    1. Hallo Jörg,

      das freut mich, dass Du einiges mitnehmen konntest aus den beiden Folgen. Es sollte auch nur eine unterhaltsame Grundlage werden, die dafür sorgt, dass es alles weniger nebulös ist. Für mich war es ja genauso nebulös und ich musste mich da auch erstmal rein arbeiten.

      Meine Einstellung zu NFTs und Metaverse ist aber auch nach wie vor kritisch. Trotzdem haben die Konzepte eine Zukunft. Und das Thema mit den virtuellen Turnschuhen greife ich aber nochmal auf.

      Wenn ich mal wieder ein spannendes Thema habe, mache ich mit Sicherheit wieder ein Special.

      Viele Grüße
      Daniel

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