Depotrückblick 2025 und Ziele 2026 (+ Podcast)

Das Anlagejahr 2025 war anstrengend, volatil und voller Überraschungen – vor allem bei den Top- und Flop-Werten im Depot. Welche Aktien das konkret waren, wie ich mit den Rücksetzern umgehe und welche Lehren ich ziehe, erfährst du in diesem Depotrückblick. Wie gewohnt stelle ich alle meine Asset-Klassen vor, nenne meine Fehler offen und zeige die größten Gewinner und Verlierer des Jahres.

Ein Jahr im Eiltempo – persönlich und politisch

Gefühlt ist 2025 so schnell vorbeigerauscht wie kaum ein anderes Jahr. Kein Wunder: Ich war fast jeden Monat unterwegs – ob auf Dienstreisen, Konzerttrips oder im Urlaub. Wenn ständig etwas los ist, scheint die Zeit einfach zu fliegen. Diese hohe Reisetätigkeit hatte jedoch ihren Preis: Ich konnte mich weniger intensiv um Finanzrocker, mein Depot und auch die tägliche Flut an Finanz-News kümmern.

Dabei wurde mir einmal mehr bewusst: Automatisches Investieren über Sparpläne und breitgestreute Anlagen funktioniert besonders gut, wenn man nicht jede Marktbewegung verfolgen muss. Wer weniger auf die Kurse und die Unternehmens-News schaut, bleibt entspannter – verpasst im Gegenzug aber auch gelegentlich Chancen oder frühe Verkaufssignale. Bei der einen oder anderen Aktie wäre ich wahrscheinlich früher ausgestiegen, wenn ich mehr darauf geachtet hätte. Aber die Flut an Börsennachrichten war 2025 extrem hoch.

Politisch und medial war 2025 erneut fest in der Hand von Donald J. Trump. Sein Dauerfeuer an Schlagzeilen dominierte die US-Nachrichtenlandschaft und zog unzählige Blicke auf sich – oft zulasten fundierter Berichterstattung. Alles, was nicht seiner „königlichen Meinung“ entspricht, gilt als Fake News. Diese ständige Reizüberflutung prägte auch die Stimmung vieler Menschen. Gleichzeitig wuchs die Tendenz, Inhalte immer schneller, lauter und zugespitzter zu verbreiten. Falschinformationen und KI-generierte Beiträge breiteten sich rasanter denn je aus – und in meinen über 15 Jahren Social-Media-Nutzung habe ich noch nie so viel digitalen Schrott und Desinformation erlebt wie in diesem Jahr.

Ein besonders deutliches Beispiel war der Bruch zwischen Facebook (Meta) und den externen Faktencheckern in den USA. Dadurch entstand noch mehr Raum für irreführende Inhalte. Ich merkte selbst, dass die organische Reichweite deutlich zurückging – die Plattformen bevorzugen inzwischen kurze, emotional aufgeladene Posts. Selbst wenn diese komplett ausgedacht sind. Diese Entwicklung hat mich zunehmend frustriert und auch meinen eigenen Social-Media-Konsum spürbar reduziert.

Auch innenpolitisch blieb vieles in Bewegung: In Deutschland startete eine neue Bundesregierung, die bislang allerdings noch kaum etwas umsetzt hat. Ein kleiner Hoffnungsschimmer ist immerhin die vom Bundestag verabschiedete Rentenreform, deren Details ich in der kommenden Podcastfolge ausführlicher bespreche werde.

Das Finanzjahr im Rückblick

2025 war an den Finanzmärkten ein Jahr voller Widersprüche. Trotz geopolitischer Spannungen und wirtschaftlicher Schocks legten viele Börsen deutlich zu. Besonders Europa überraschte positiv: Europäische Aktien übertrafen die Wall Street, angeführt vom DAX mit rund 22 % Plus und besonders kräftigen Gewinnen in Griechenland und Spanien.

Der schwache US-Dollar drückte jedoch die Renditen für Euro-Anleger, sodass Investments in US-Werte trotz nomineller Kursgewinne deutlich schlechter abschnitten. Auch Japan überzeugte mit über 28 % Indexgewinn, wobei die Yen-Abwertung für Anleger aus dem Euroraum einen Teil der Erträge schmälerte.

Der KI-Boom setzte sich eindrucksvoll fort, jedoch längst nicht in allen Branchen gleichermaßen. Für breit diversifizierte Portfolios – wie meines – war es kein einfaches Jahr: Einige Sektoren liefen stark, andere enttäuschten.

Ein entscheidender Faktor waren die neuen US-Zölle, die ab März für deutliche Marktverwerfungen sorgten. Vor dieser Zollkorrektur entwickelten sich viele Bereiche besser als der MSCI World, danach verschob sich das Bild klar zugunsten der großen Tech-Konzerne.

Das verdeutlicht: Es gibt Phasen, in denen sich ein konzentrierter Sektor-Fokus lohnt und andere, in denen Diversifikation die bessere Strategie ist. Für Anleger ohne Tech-Schwerpunkt war 2025 eher ernüchternd. Das kann ich schon vorwegnehmen, denn der MSCI World (28 %) oder auch der FTSE All-World (27,5 %) haben beide einen Technologieschwerpunkt. Mein eigenes Depot hat einen Technologieanteil von 12 %.

Zu den heimlichen Gewinnern des Jahres zählten die Grundstoffbranchen, getrieben vom massiven Preisanstieg bei Gold und Silber, sowie die europäischen Banken und Finanzdienstleister. Das war eine Entwicklung, die mich selbst überrascht hat. Laut justETF erzielten der Stoxx Global Gold Miners Index mit beeindruckenden +148,30 % und der Euro Stoxx Banks Index mit +90,59 % die stärksten Branchenrenditen. Beide hatte ich zwar nicht im Depot, konnte aber auf andere Weise von der Stärke der europäischen Banken profitieren. Dazu später mehr.

Spannend bleibt der Blick nach vorn: Wie wird sich die US-Wirtschaft 2026 entwickeln? Zwei Risiken stechen heraus. Zum einen sind das die extrem hohen Erwartungen an Nvidia und andere KI-Schwergewichte und zum anderen der geplante Börsengang von OpenAI. Sollte einer dieser Wachstumstreiber ins Stocken geraten, könnten markante Korrekturen folgen. Bei solch konzentrierten Narrativen ist das Risiko enttäuschter Erwartungen erfahrungsgemäß besonders groß.

Und natürlich darf man das Dauerfeuer von Donald Trump nicht aus den Augen verlieren. Die Neubesetzung bei der Fed und das ständige Zündeln in allen Bereichen wird auch 2026 einen Einfluss auf die weltweiten Börsen und das eigene Depot haben.

Was wurde aus 100.000 Euro?

Das Handelsblatt hat zum Jahresende einen spannenden Artikel veröffentlicht. Darin geht es um die Frage, was aus 100.000 Euro geworden wäre, wenn man das Geld Anfang des Jahres in verschiedene Indizes oder Anlageklassen investiert hätte.

Am besten hätte sich im Jahr 2025 ein Investment in Silber entwickelt: Aus 100.000 Euro wären beeindruckende 228.000 Euro geworden. Ebenfalls stark zeigte sich der südkoreanische Kospi-Index mit 162.000 Euro am Jahresende. Auch der spanische Ibex 35 (154.110 Euro) und der griechische ASE (151.320 Euro) konnten Anleger voll überzeugen.

Etwas bescheidener fiel die Rendite beim DAX aus. Hier wären immerhin noch 122.190 Euro daraus geworden. Deutlich schwächer schnitt hingegen der amerikanische S&P 500 ab: Aus dem Startkapital wurden lediglich 104.860 Euro.

Am Tabellenende landeten Kakao mit 46.570 Euro, Öl mit 73.120 Euro und dänische Aktien mit 78.300 Euro. Der dramatische Kursverfall von Novo Nordisk zog den gesamten OMX Kopenhagen 20 kräftig nach unten. Das war ein Ereignis, das, wie du gleich noch sehen wirst, auch in meinem eigenen Depot spürbare Spuren hinterlassen hat.

Identitätsdiebstahl und Datenklau

Statt nur bunter Wrapped-Rückblicke bleiben mir von 2025 vor allem die kriminellen Auswüchse im Gedächtnis. Ich bin gleich mehrfach Opfer von Identitätsdiebstahl geworden – diesmal nicht nur über die unkontrollierten Plattformen von Meta mit Dutzenden Scam-Accounts, sondern mit meinen wirklich sensiblen Daten. Darüber habe ich auch schon in meinem Newsletter ausführlich berichtet.

Kriminelle versuchten mit meinen Daten unter anderem Buy-now-pay-later-Kredite über Klarna und PayPal abzuschließen. Im August lief es über Klarna, im Dezember gab es dann fünf Versuche über PayPal, die immerhin scheiterten. Möglich ist das nur, wenn die Täter Deine IBAN und persönlichen Daten kennen und diese in falsche Hände geraten sind.

Das ist aus mehreren Gründen ein Desaster. Erstens werden die Lastschriften zeitverzögert abgebucht, sodass man nicht sofort eingreifen kann. Zweitens können diese Kleinkredite Einfluss auf den Schufa-Score haben und müssen bei nachgewiesenem Betrug explizit gemeldet werden, sonst drohen Nachteile bei künftigen Finanzierungen wie Auto- oder Immobilienkrediten.

Am nervigsten ist aber: Eine IBAN lässt sich nicht so einfach austauschen wie eine Kreditkarte. Bei der comdirect muss ein komplett neues Konto eröffnet werden, und bestehende Depots, Kreditkarten oder Tagesgeldkonten lassen sich nicht mal eben umhängen. Der Aufwand ist enorm, was das Ganze um so ärgerlicher macht.

Passt einfach auf Eure Daten auf und verwendet statt einer IBAN eher PayPal oder eine Kreditkarte, die schnell erneuert werden kann. Ich habe einen Verdacht, wo die Daten abgefischt wurden, aber den werde ich natürlich nicht im Podcast äußern.

Daten-Scraping und Werbepartner

Ein weiterer unschöner Trend ist das massenhafte Daten-Scraping über LinkedIn und andere Seiten. Inzwischen bekomme ich so viele B2B-Anfragen per Mail und teilweise sogar auf meinem privaten Smartphone, dass es einfach nur noch nervt. Umso wichtiger ist es, regelmäßig zu prüfen, welche Daten von Dir im Netz kursieren.

Genau hier setzt mein heutiger Werbepartner Incogni an, der diesen Depotrückblick präsentiert. Incogni ist ein Datenlöschdienst von Surfshark, der automatisiert Kontakt zu Datenmaklern aufnimmt und sich darum kümmert, Deine persönlichen Daten aus deren Datenbanken entfernen zu lassen – inklusive Nachverfolgung, wenn Anfragen ignoriert oder verzögert werden.

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Wusstest du, dass deine persönlichen Daten – wie Name, Adresse oder Telefonnummer – im Internet massenhaft verteilt sind? Vor allem bei sogenannten Datenbrokern, die sie oft ohne dein Wissen handeln oder veröffentlichen. Die Folgen können gravierend sein: Identitätsdiebstahl, Spam, Phishing, sogar Kreditbetrug. Und die Zahl der Datenlecks steigt jedes Jahr weiter an.

Incogni schickt automatisiert Löschanfragen an hunderte Datenbroker und Webseiten und deine Daten entfernen lässt. So senkt Incogni durch Datenlöschung das Risiko für Scam und Identitätsdiebstahl. Und es ist schnell, unkompliziert und risikofrei: Du kannst 30 Tage testen und bekommst eine Geld-zurück-Garantie. Als Podcast-Hörer erhältst du mit dem Code FINANZROCKER satte 60 % Rabatt auf den Jahresplan.

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Depotrückblick 2025 und Ziele 2026 gleich anhören

Rendite 2025

Die Rendite meines Gesamtvermögens lag 2025 bei nur +1,97% – deutlich unter den +15,32% des Vorjahrs. Während 2024 neun Monate mit positiver Performance zu verzeichnen waren, gab es 2025 acht positive und vier negative Monate, wobei die Renditen in den Plusmonaten niedriger und die Verluste in den Minusmonaten stärker ausfielen. Allein März (-5,5%) und April (-4,2%) liefen sehr schlecht durch Trumps Zollkapriolen.

Am besten schnitt der Januar mit +4,6 % ab, während März mit -5,5% das Schlusslicht bildete. Die Besonderheit: Anders als in Vorjahren dauerte die Erholung dieses Mal mehrere Monate und durch den geringen Big Tech-Anteil konnte sich das Depot nicht wirklich wieder erholen.

Quelle: Portfolio Performance

Der absolute Zuwachs aus Kurserfolgen blieb dadurch auf sehr niedrigem Niveau, dafür lagen die realisierten Kursgewinne in einem hohen vierstelligen Bereich durch Teilverkäufe bei überhitzten Aktien (dazu später mehr).

Dazu kam eine deutlich höhere Sparquote als 2024, da letztes Jahr keine teure Fernreise anstand. Diese kommt erst 2026 wieder, weshalb die Sparquote dann sinken wird

Asset Allokation 2025

Die Asset Allokation 2025 lief nicht so gut, denn die meisten Assets landeten im niedrigen Plusbereich oder tief im Minus. Ohne Gold im Portfolio habe ich davon nichts von der Rally mitgenommen. Aber glücklicherweise hatte ich mich im November 2024 von 90% meines Krypto-Anteils getrennt, sodass das dicke Minus fast keinen Impact hatte.

An der generellen Depot-Zusammensetzung hat sich wenig geändert, nur bei zwei Branchen musste ich umschichten, weil Novo Nordisks Kurssturz alles durcheinanderwirbelte.

Renditetabelle Assets 2025

Platz 1: ETFs mit +12,09% – vor allem dank des starken Themen-ETF-Depots (+13,44%), während der MSCI World bei +7,77% lag.

Platz 2: P2P-Kredite mit +5,64% – ein echter Stabilisator, trotz Bondora Go&Grows Renditesenkung von 6,75% auf 6%.

Platz 3: Tagesgeld mit +1,60 % – überschaubare Rendite, aber grün.

Platz 4: Einzelaktien mit +0,62 % – deutlich unter MSCI World, Gründe folgen später.

Platz 5: Closed-end Funds mit -6,99 % – Dividenden laufen noch, aber keine Nachkäufe aus rechtlichen Gründen.

Platz 6: Anleihen mit -9,65 % – Minus ausgebaut wie schon 2024.

Letzter Platz: Krypto mit -19,22 % – verschmerzbar, da Anteil unter 1%.

Ich habe die Asset Allokation mal von Google Notebook LLM bei der Grafikerstellung analysieren lassen. Die kurzgefasste Analyse fand ich sehr auf den Punkt formuliert:

Man kann sich dieses Portfolio wie ein gut geführtes Restaurant vorstellen: Die Aktien und ETFs sind die Hauptspeisen, die den Großteil der Karte ausmachen und die Gäste satt machen. Die P2P-Investments sind wie eine spezialisierte Beilage, die eine andere Geschmacksrichtung einbringt und das Menü abrundet, während Krypto und CEFs lediglich die Gewürze sind, die in sehr kleinen Mengen für eine besondere Note sorgen.

Die Rendite meines Aktiendepots in blau, meine Gesamtrendite in schwarz, meine Aktien in blau, meine Anleihefonds in orange und meine ETFs in gelb. Die P2P-Kredite werden in grau mit einer Gesamtrendite über 5,64 % vor Steuern angezeigt. Die Kryptowährungen in pink(hier mit der zeitgewichteten Rendite von 19,22 %), Tagesgeld in lila und Interactive Brokers in rosa.

Sparquote

Die Sparquote 2025 war vergleichsweise hoch – dank der konnte ich bei den Rücksetzern im März/April ordentlich nachkaufen. 2026 sinkt sie etwas, weil die Finanzrocker-Einnahmen nachlassen werden und wieder eine längere Fernreise ansteht.

Die sogenannten performanceneutralen Bewegungen haben am meisten zum Anstieg des Portfolios in 2025 beigetragen.

Tages- und Festgeld

Nach wie vor habe ich drei Tagesgeldkonten: eins bei Raisin* mit Zinsen in Höhe von 1,83 %, eins bei Trade Republic mit 2 % Zinsen und eins bei der comdirect* mit einem Sonderzinssatz von 2 %.

Zum 30-jährigen comdirect Jubiläum gab es im ersten Halbjahr noch ganze 3 % auf die Zinsen. Für das zweite Halbjahr haben sie ab einer gewissen Höhe des Tagesgelds nochmal 2 % gegeben. Das hat sich sehr positiv ausgewirkt auf die Zinsen.

Festgeld habe ich nach wie vor nicht, aber mit Tagesgeld kann ich einfach flexibler handeln.

Aktien

Ich habe mich aus meinem Einzelaktien-Depot 2025 von ein paar Aktien im ersten Quartal 2025 aus unterschiedlichen Gründen getrennt. Dafür habe ich dann andere, besser in die Gesamtstruktur passende Aktien dazugekauft.

Mittlerweile habe ich ganze 56 Einzelaktien im Portfolio. Die kleinste Position ist dabei die Unilever-Abspaltung The Magnum Ice Company, die ich im Dezember ins Portfolio gebucht bekommen habe. Diese 5,3 Aktien bringen mir aber rein gar nichts, weshalb ich sie 2026 verkaufen werde.

Die größte Aktienposition ist erstmals British American Tobacco, weil die Aktie im Wert mit am höchsten gestiegen ist. Microsoft und Apple sind auf die Plätze dahinter gefallen. Das liegt aber auch an meinen größeren Teilverkäufen im Mai und Juni.

Dann habe ich im vergangenen Jahr das erste Mal Mitarbeiteraktien eingebucht bekommen, wodurch noch ein weiterer Wert ins Depot hinzu kam. Die habe ich dann auch nochmal aufgestockt, damit ich nicht so eine kleine Position im Portfolio habe.

Die Rendite ist mehr als überschaubar mit 0,62 % in 2025 gewesen. Spannenderweise gibt es bei meinen beiden Depots bei Maxblue und Trade Republic stark unterschiedliche Renditen. Mein Standarddepot bei Maxblue hat fast nur Einzelaktien, während ich bei Trade Republic meine Einzelaktien- und ETF-Sparpläne laufen lassen. Bei TR sind dann Aktien wie Pepsico, Home Depot oder auch Paychex vertreten, die allesamt sehr schlecht liefen.

Deshalb liegt die Rendite bei Maxblue bei 1,83 % und bei TR nur bei -1,79 %. Das ist ein Renditeunterschied von über 3 % und macht über einen längeren Zeitraum schon viel aus. Glücklicherweise beträgt die Rendite des TR-Depots über die letzten drei Jahre dann doch 55,29 %.

Branchenverteilung

Meine Branchenverteilung hatte 2025 leider Änderungen nötig, weil durch die Kursverluste ein ziemliches Durcheinander herrschte. Aus diesem Grund musste ich „Chemie / Pharma / Gesundheit“ reduzieren und beim Finanzsektor aufstocken. Durch die Kursstürze bei Novo Nordisk und Pfizer muss ich in dem Bereich aber 2026 wieder rebalancen. Da fehlt mir immer noch über ein Prozent.

Auch beim Handel musste ich aufstocken, weil es da Umstrukturierungen gab. Dafür habe ich dann bei „Medien / Entertainment / Freizeit“ runtergegangen, weil es durch den Verkauf von Warner Bros. und die Kursverluste bei Netflix da ein größeres Minus gab.

So sieht meine prozentuale Branchenverteilung aus Portfolio Performance Ende 2025 aus:

Ich habe nur die Einzelaktien und ETFs nach Branchen sortiert, nicht die anderen Assets. Deswegen liegt die IST-Aufteilung bei 81,46 %. Quelle: Portfolio Performance.

Mittlere Haltedauer und Trades

Nach 16 Trades 2024 blieb die Zahl 2025 gleich – neun Gewinner, sieben Verlierer. An einem der letzten Handelstage habe ich noch mit Lululemon meinen absoluten Lowperfomer 2025 verkauft, um die Verluste mit meinen Gewinnen zu verrechnen und so zumindest noch etwas Steuern wiederzubekommen.

Nach dem starken Kursanstieg habe ich mich im September von meiner alten AT&T-Abspaltung Warner Bros. Discovery getrennt. Das war eine der kleinsten Positionen in meinem Portfolio, weshalb der Verkaufszeitpunkt nicht so stark ins Gewicht fiel. Hätte ich vorher gewusst, dass Netflix und Paramount dann so einen Bieterwettstreit veranstalten, hätte ich noch abgewartet. So sind mir dann einige Hundert Euro verloren gegangen, aber damit kann ich leben. Schlimmer wäre es gewesen, wenn ich Warner Bros Discovery schon 2024 verkauft hätte. Dann wäre es ein bißchen mehr Verlust geworden.

Ansonsten sind zwei neue Aktien in meinem Portfolio gelandet. Beide Werte hatte ich schon ausführlich im Summer Special mit Clemens vorgestellt. Es waren Applied Materials und Carlisle, die beide nicht unterschiedlicher hätten laufen können.

Applied Materials ist ein führendes US-amerikanisches Unternehmen, das hochpräzise Maschinen, Software und Dienstleistungen für die Halbleiterindustrie liefert – quasi der „Schaufelverkauf“ für den Chip-Boom. Seine Lösungen sind essenziell für die Produktion moderner Halbleiterchips von Nvidia & Co. sowie fortschrittlicher Displays, ohne die neueste Technologien unmöglich wären. Ich bin genau während der Zolldelle eingestiegen und konnte so stark von dem Kauf profitieren.

Bei Carlisle ist das Bild leider komplett anders. Carlisle Companies Incorporated ist ein US-amerikanischer Mischkonzern, der besonders stark im Bereich der Gebäudehülle vertreten ist. Zu seinen Produkten zählen Dachabdichtungen, Dämmstoffe, Abdichtungssysteme, Luft- und Dampfsperren sowie Beschichtungen und Dichtstoffe, die Energieeffizienz, Schutz und Langlebigkeit von Gewerbe- und Wohngebäuden fördern.

Es handelt sich um einen engen Markt mit wenig Konkurrenz, guten Zahlen und einer spannenden Entwicklung von ursprünglich Bremssystemen, Beschichtungstechnik und Fahrzeugteilen hin zu Dachabdichtung handelt – ein wichtiges Unternehmen mit Zukunftspotenzial. Leider war auch Carlisle massiv von den Zollherausforderungen betroffen und konnte sich dann nicht mehr berappeln

Außerdem habe ich mich von einigen Underperformern getrennt, darunter Danaher und Shimano. Teilverkäufe gab es 2025 bei Titeln wie Apple, Fastenal, Microsoft, IBM und Costco, bei denen ich Gewinne realisieren konnte. Besonders bei Fastenal und Costco waren die Verkaufspunkte optimal, da ich auf dem Jahreshoch verkaufte.

Die durchschnittliche Haltedauer meiner Positionen lag 2025 bei 1.310 Tagen. Gleichzeitig sank die Portfolio-Umschlagshäufigkeit von 7,20 auf 4,96 %.

Auf dem Prüfstand für nächstes Jahr stehen eigentlich nur „Meta Platforms“ und „The Magnum Ice Company“, weil ich das Unternehmen nicht in meinem Portfolio behalten möchte und die kleine Position vollkommen nutzlos ist.

An dieser Stelle kommt der Hinweis auf den Disclaimer. Bei den jetzt vorgestellten Aktien, ETFs und P2P-Krediten handelt es sich weder um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen noch Beratungen, sondern ausschließlich um meine persönliche Meinung. Welche Rückschlüsse du daraus schließt, bleibt Dir überlassen.

Und noch eine kleine Anmerkung zu den Kursverläufen aus dem Aktien.Guide und meiner Performance. Die Kursverläufe sind in US-Dollar und die Rendite ist die zeitgewichtete Rendite aus Portfolio Performance.

Glücksgriff des Jahres

Einer der Glücksgriffe in diesem Jahr waren die eben schon vorgestellten Applied Materials mit einer Rendite von 60,43 %. Ein zweiter Glücksgriff war der Defense ETF von VanEck, über den ich ausführlich in der Podcastfolge mit Moritz Henkel gesprochen habe. Seit meinem Kauf hat dieser eine Rendite von 51 % erreicht.

Wer die Folge gehört hat, weiß dass es an der speziellen Zusammenstellung liegt. Einer der Top-Werte in dem ETF ist Palantir. Mit einer Performance von 135 % ist das Unternehmen ganz stark dafür verantwortlich für diese Rendite. Denn Rheinmetall ist gar nicht vertreten unter den Top-10-Werten.

Diese Abhängigkeit ist aber auch ein Fluch, denn das KGV von Palantir beträgt schlappe 461 Ende des letzten Jahres. So eine Aktie würde ich mir selbst nie ins Portfolio legen, aber über Themen-ETFs kann es sinnvoll sein, um vom Kursanstieg zu partizipieren.

Die 3 Top-Aktien aus meinem Depot 2025

Im Jahr 2024 zählten Netflix, Meta und Fortinet zu den Top-Performern in meinem Depot. 2025 sah das Bild deutlich anders aus: Netflix schloss mit –7,12 %, Meta mit –1,58 % und Fortinet sogar mit –25,44 % ab. Alle drei Titel halte ich zwar weiterhin, aber insbesondere bei Meta habe ich mittlerweile starke Bauchschmerzen.

Zum einen liegt das an meiner persönlichen Erfahrung als zahlender Creator. Trotz der monatlichen 34 Euro, die ich für den blauen Haken auf Instagram und Facebook investiere, sehe ich keinerlei echten Mehrwert – im Gegenteil. Die Zahl der Scam-Accounts ist weiterhin erschreckend hoch, und von zusätzlichem Schutz oder besserem Support ist nichts zu spüren. Das fühlt sich zunehmend wie ein leeres Versprechen an.

Noch schwerer wiegt für mich jedoch die jüngste Finanzstrategie von Meta Platforms. Das Unternehmen hat rund 30 Milliarden US-Dollar an externen Finanzierungen aufgenommen, um seine KI-Infrastruktur massiv auszubauen – vor allem durch das Hyperion-Rechenzentrum in Louisiana. Dazu gehören ein Joint Venture mit Blue Owl Capital sowie eine große Anleiheemission.

Diese Konstruktion ist so angelegt, dass die Schulden weitgehend außerhalb der Bilanz geführt werden. Die Mittel fließen in Server, Netzwerke und den gesamten Ausbau der KI-Kapazitäten. Meta rechnet 2025 mit Investitionen (Capex) von bis zu 70–72 Milliarden US-Dollar. Diese „Off-Balance“-Struktur soll die Bilanz schonen und Spielraum für weiteres Wachstum schaffen – stellt aber gleichzeitig die größte Private-Credit-Transaktion eines Nicht-Finanzunternehmens aller Zeiten dar.

Gerade vor dem Hintergrund des teuren Metaverse-Fehlgriffs halte ich diesen Schritt für riskant und wenig vertrauenswürdig. Für mich ist das ein klares No-Go, weshalb ich mich voraussichtlich bald von der Meta-Aktie trennen werde.

CVS Health (+ 60,31 %)

Nach einem schwachen Vorjahr war CVS Health 2025 die große Überraschung in meinem Depot – und eine der besten Aktien im gesamten Gesundheitssektor. Während viele Konkurrenten mit steigenden Kosten kämpften, drehte CVS den Spieß um: Der Kurs legte um rund 60 % zu. Grund dafür waren besseres Kostenmanagement, überzeugende Quartalsergebnisse und eine klare strategische Ausrichtung.

Quelle: Aktien.Guide

2024 war das noch ganz anders. Die Aktie war damals mein größter Verlierer – doch der CEO-Wechsel im Oktober 2024, als David Joyner die Führung von Karen Lynch übernahm, brachte frischen Wind. Kosten wurden konsequent gesenkt, die Apotheken und MinuteClinics liefen deutlich besser, und das Versicherungsgeschäft über CVS‑Aetna wuchs stärker als erwartet. Diese Kombination hat das Vertrauen der Anleger spürbar zurückgebracht.

Das Erfolgsgeheimnis von CVS liegt in der Breite des Geschäftsmodells: Versicherung, Apotheken und Gesundheitsdienstleistungen greifen perfekt ineinander. Millionen Kunden nutzen regelmäßig die Filialen oder Telemedizin-Angebote, was Planbarkeit und Skalenvorteile schafft. Natürlich gibt es auch Schattenseiten – hohe Schulden aus alten Übernahmen und zunehmender Online-Druck bei Apotheken bleiben Themen. Doch diese Risiken hat das Unternehmen 2025 gut im Griff gehabt.

Quelle: Aktien.Guide

Langfristig sehe ich CVS als klaren Gewinner des sich wandelnden US-Gesundheitsmarkts. Die alternde Bevölkerung, digitale Arztangebote und die Kombination aus Versicherung und Versorgung sind starke Wachstumstreiber. Ich habe die Aktie seit 2017 im Depot – es war wirklich eine Achterbahnfahrt. Aber 2025 hat gezeigt: Geduld zahlt sich manchmal doch aus. Neben den beiden Tabakwerten zählt CVS mittlerweile zu meinen zuverlässigsten Dividendenzahlern. Und ich bleibe investiert, hoffentlich ohne den nächsten Absturz.

VanEck Defense (+50,76 %)

Mein zweiter Top‑Wert 2025 war der VanEck Defense ETF (IE000YYE6WK5) – mit einem Plus von rund 51 % einer der stärksten Performer in meinem Portfolio. Das Thema Verteidigung und Sicherheit hat im letzten Jahr enorm an Bedeutung gewonnen. Weltweit stiegen die Militärausgaben auf Rekordniveau – von den USA über Europa bis nach Asien. Davon profitierte auch dieser ETF deutlich.

Besonders spannend: Im Mai habe ich mit Moritz Henkel von VanEck genau über diesen ETF gesprochen. In der Podcast‑Folge erklärte er, dass der ETF nicht nur klassische Rüstungsfirmen abbildet, sondern auch moderne Verteidigungs‑ und Cybersecurity‑Unternehmen wie Palantir oder Leidos. Das macht ihn zu einer zeitgemäßen Mischung aus Hard‑ und Soft‑Defense. Henkel betonte zudem, dass alle enthaltenen Unternehmen mindestens 50 % ihres Umsatzes mit Verteidigung oder Sicherheit erzielen – ein klarer Fokus auf echte Pure Plays.

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Die Performance 2025 war entsprechend stark: hohe Auftragsbestände, steigende Verteidigungsbudgets und der technologische Wandel hin zu vernetzter Verteidigung ließen Kurse steigen. Der ETF bildet den MarketVector Global Defense Industry Index ab, umfasst 28 Unternehmen und verzichtet auf China‑Exposure – bei einer moderaten TER von 0,55 %.

Natürlich ist das Thema nicht unumstritten, auch ethisch. Und der ETF bleibt volatil – nach einer so starken Rally sind Korrekturen immer möglich. Trotzdem überzeugt mich die klare Struktur und die thematische Fokussierung. Gerade in einer Welt, in der Sicherheit, Technologie und Souveränität zunehmend verschmelzen, ist das ein Bereich mit Substanz und Zukunft.

Ich halte den ETF auch 2026 weiter im Portfolio. Wer das Interview mit Moritz Henkel hören möchte, findet es in der Folge vom Mai 2025, in der wir genau über Chancen, Risiken und die ethische Dimension des Defense‑Investings gesprochen haben.

Alphabet (+46,01 %)

Alphabet, die Muttergesellschaft von Google, war 2025 einer meiner größten Lichtblicke. Nach einem schwachen Jahresstart drehte die Aktie ab dem Frühjahr deutlich auf und legte bis Jahresende rund 46 % zu – die beste Performance unter den großen Tech-Werten. Alphabet zeigte eindrucksvoll, dass das Unternehmen in Sachen KI nicht nur mitspielt, sondern den Ton angibt.

Im dritten Quartal knackte Alphabet erstmals die Marke von 100 Milliarden US‑Dollar Umsatz – ein Plus von 16 % gegenüber dem Vorjahr. Treiber waren starke Werbeeinnahmen bei Google Search und YouTube sowie Wachstum von 28 bis 35 % in der Cloud-Sparte. Neue KI‑Modelle wie Gemini 3 überholten ChatGPT in mehreren Benchmarks und sorgten für Begeisterung an der Börse. Positive Gerichtsentscheidungen in Kartellfragen und Investitionen in eigene KI‑Chips rundeten das starke Gesamtbild ab.

Für uns Nutzer ist dieser Erfolg allerdings spürbar: Die Werbeflut auf YouTube ist mittlerweile grenzwertig – ohne Premium macht das kaum noch Spaß. Ich selbst habe mir YouTube Premium Lite gegönnt, einfach weil die Werbung unerträglich geworden ist. Als Creator sehe ich die Entwicklung zwiespältig: KI‑basierte Google‑Antworten verdrängen organische Klicks, und Monetarisierung läuft längst nicht mehr so rund wie früher.

Quelle: Aktien.Guide

Als Anleger hingegen freue ich mich: Die Aktie hat sich von einem Mittelfeldwert 2024 auf Platz 4 in meinem Depot vorgearbeitet. Alphabet bleibt mit seinen Plattformen – Google, YouTube und Cloud – ein dominanter Player. Zwar kosten die KI‑Investitionen kurzfristig Milliarden, doch sie schaffen langfristig Wettbewerbsvorteile.

Ich bleibe investiert und bin gespannt, wie sich Alphabet weiter entwickelt. Für mich ist das Unternehmen ein Paradebeispiel dafür, wie stark Innovation und Marktbeherrschung auch nach über zwei Jahrzehnten noch Hand in Hand gehen können.

Fazit Top-Aktien

Nach einem turbulenten Börsenjahr war es vor allem die Mischung aus Beständigkeit, Innovation und klarer Strategie, die meine Top-Werte ausgezeichnet hat.

CVS Health hat bewiesen, dass man auch mit einem klassischen Geschäftsmodell im schwierigen Gesundheitssektor wieder durchstarten kann. Alphabet hat gezeigt, wie dynamisch sich selbst ein Tech‑Gigant neu erfinden kann, wenn er künstliche Intelligenz nicht als Risiko, sondern als Chance begreift.

Und der VanEck Defense ETF hat eindrucksvoll bestätigt, dass Themen‑Investments funktionieren, wenn das Timing und die Makrotrends stimmen. In die einzelnen Werte aus diesem ETF hätte ich nicht investiert. Diese breitere Aufstellung funktioniert für mich hingegen.

Alle drei Werte stehen exemplarisch für unterschiedliche Facetten erfolgreichen Investierens: Geduld, technologische Weitsicht und den Mut, auch in kontroverse, aber wachstumsstarke Sektoren zu investieren. Ich bleibe bei allen drei Positionen investiert.

Die 3 Flop-Aktien aus meinem Depot 2024

Die Liste an Flop-Aktien ist 2025 ist im Vergleich zu 2024 ordentlich angestiegen. Fast die Hälfte meiner Werte im Depot sind im Minus, davon sogar 27 Werte im zweistelligen Minusbereich. Da ist es klar, dass die Performance nicht mit dem MSCI World mithalten kann.

2024 waren CVS Health (2025 mit +60 %), iShares Global Clean Energy (2025 mit +28 %) und Thor Industries (2025 mit -7,60 %) die absoluten Loser-Aktien. Auch 2025 gehörte der Flop-Wert Nummer 2 noch 2024 zu meinen größten Positionen. Die absolute Flop-Aktie war aber eine Aktie zur Beimischung, die ein völliger Reinfall war.

Lululemon Athletica (-50,60 %)

Seit meinem ersten Aktienkauf 2013 habe ich einige Fehlentscheidungen getroffen – Lululemon Athletica gehört zu den bittersten. Das kanadische Sportbekleidungsunternehmen ist bekannt für hochwertige Produkte mit innovativen Designs – von Jogginghosen und Shirts bis hin zu Yoga-Matten, Taschen oder Trinkflaschen. Die Marke hat sich dank Premium-Positionierung, Nachhaltigkeitsinitiativen und starkem Community-Marketing lange erfolgreich behauptet.

Doch der Inflationsschub in den USA hat Lululemon hart getroffen. Viele Verbraucher haben schlicht weniger Geld für Luxus-Sportkleidung übrig. In den USA wirken die Stores mit ihren Yoga-Kursen und Lifestyle-Konzepten zwar beeindruckend, die Preise sind aber jenseits von Gut und Böse. Das führte zu stagnierenden Umsätzen in Nordamerika, was den Aktienkurs massiv unter Druck setzte.

Quelle: Aktien.Guide

Lululemon hat weiter strukturelle Schwächen: hohe Preise, starke Abhängigkeit vom US-Markt (rund 80 % Umsatzanteil) und einen zu großen Fokus auf Damenbekleidung. Das Männersegment und internationale Expansion bieten zwar Wachstumspotenzial, doch der Weg dorthin ist steinig.

Die Konkurrenz von Nike, Adidas oder günstigen Anbietern wie TJ Maxx nimmt zu – genau dort zieht heute ein großer Teil der US-Kunden hin. Ein Abschwung in der Konsumstimmung, Lieferkettenrisiken und Preisdruck setzen Lululemon zusätzlich zu.

Ich habe die Chancen und Risiken vor Weihnachten abgewogen und mich schließlich von der Aktie getrennt. Den steuerlichen Verlustausgleich nehme ich mit, aber ich rechne frühestens in zwei bis drei Jahren wieder mit einem nachhaltigen Aufschwung, selbst mit neuem CEO und aktivistischem Druck im Hintergrund.

Novo Nordisk (-47,40 %)

Novo Nordisk war für mich seit dem Kauf 2016 eigentlich eine Erfolgsgeschichte. Nach dem damaligen Kursrutsch entwickelte sich die Aktie über Jahre hinweg zu einem echten Depot-Star – vor allem durch den Boom rund um die Abnehmspritzen Ozempic und Wegovy. Umso überraschender war der Absturz 2025: zeitweise lag die Aktie fast 50 % im Minus und fiel auf ein Vierjahrestief.

Die Gründe sind vielfältig. Das Wachstum bei den GLP‑1‑Medikamenten hat sich in den USA spürbar abgeschwächt, vor allem wegen der starken Konkurrenz von Eli Lilly (Zepbound) und billigen Nachahmerprodukten. Novo musste kräftig an der Preisschraube drehen, um Marktanteile zu halten – das drückte die Margen. Hinzu kamen Lieferengpässe, schwache Studienergebnisse, unter anderem bei Alzheimer‑Tests, und gleich mehrere negative Überraschungen: ein CEO‑Wechsel, Restrukturierungen sowie gesenkte Prognosen. Das alles hat das Vertrauen der Anleger deutlich erschüttert.

Quelle: Aktien.Guide

Trotzdem bleibt Novo Nordisk einer der mächtigsten Player im globalen Gesundheitsmarkt. Mit über 60 % Marktanteil bei GLP‑1‑Medikamenten, beeindruckender Cash‑Generierung und jahrzehntelanger Dividendenhistorie steht das Unternehmen auf einem starken Fundament. Die Expansion in Asien und neue Therapieansätze – etwa in Herz‑Kreislauf‑Erkrankungen – könnten neue Wachstumsfelder eröffnen, auch wenn kurzfristige Rückschläge bleiben.

Ich selbst bin trotz des Kurssturzes weiterhin deutlich im Gewinn. Nach einem Teilverkauf auf dem Hoch 2024 habe ich Ende des Jahres wieder nachgelegt – nicht aus Trotz, sondern aus Überzeugung. Mit der kürzlich erfolgten Zulassung der Wegovy‑Abnehmpille könnte 2026 zum Comeback‑Jahr werden. Und ganz nebenbei feiert Novo Nordisk dann sein zehnjähriges Jubiläum in meinem Depot – mit einigen Narben, aber auch vielen Erfolgen.

UnitedHealth (-42,21 %)

Die Aktie von UnitedHealth Group (UNH) war 2025 eine echte Enttäuschung. Der Kurs brach im Frühjahr nach mehreren Hiobsbotschaften stark ein. Zum einen musste das Unternehmen deutlich mehr Geld für medizinische Leistungen ausgeben als erwartet – vor allem im Medicare-Programm für ältere Patienten. Zum anderen legte ein Cyberangriff auf die IT-Tochter Change Healthcare wichtige Prozesse lahm. Diese Kombination aus steigenden Kosten und technischen Problemen löste eine Welle an Panikverkäufen aus – zeitweise verlor die Aktie über 40 %.

Im weiteren Jahresverlauf kam noch mehr Druck hinzu. Das US-Justizministerium leitete Ermittlungen wegen angeblich überhöhter Abrechnungen im Medicare-Bereich ein, was das Vertrauen zusätzlich belastete. Gleichzeitig gab es einen Wechsel an der Unternehmensspitze – für viele ein weiteres Warnsignal. Die gestiegenen Gesundheitskosten, teure Spezialmedikamente und die alternde Bevölkerung drückten zusätzlich auf die Marge, sodass UnitedHealth seine Gewinnprognosen mehrfach senken musste.

Quelle: Aktien.Guide

Trotz dieser Turbulenzen sehe ich UnitedHealth langfristig weiter stark aufgestellt. Ich habe im Jahresverlauf sogar leicht nachgekauft. Der Konzern bleibt Marktführer im US-Gesundheitswesen und hebt sich durch seine vertikale Integration von klassischen Versicherern wie Humana oder CVS Health ab.

Besonders die Sparte Optum – mit Bereichen für Patientenversorgung (Optum Health), Datenanalyse (Optum Insight) und Arzneimittelmanagement (Optum Rx) – ist ein echter Wachstumstreiber. Sie trägt inzwischen überproportional zum Konzerngewinn bei und macht UnitedHealth widerstandsfähiger gegen Schwankungen im Versicherungsgeschäft.

Quelle: Aktien.Guide

Natürlich bleibt das Umfeld schwierig: steigende Gesundheitsausgaben, behördlicher Druck und ein angespanntes Kostenklima. Aber dank der Datenpower von Optum, hoher Effizienz und starker Marktposition sehe ich UnitedHealth als strukturellen Gewinner des US-Gesundheitssystems. Am Beispiel von CVS Health kann man gut erkennen, wie schnell sich das Blatt wieder wenden kann. Nach diesem Jahr ist mein Vertrauen zwar etwas gedämpft, aber ich bleibe investiert.

Fazit Flop-Aktien

Auch wenn Lululemon, UnitedHealth und Novo Nordisk klar zu meinen Flop-Aktien des Jahres zählen, waren sie wertvolle Lehrstücke. 2025 hat gezeigt, dass selbst starke Marken und Marktführer nicht immun gegen Zinsdruck, Kostenexplosionen oder operative Stolpersteine sind. Rücksetzer gehören nun einmal dazu – entscheidend ist, ob man das Geschäftsmodell weiterhin versteht und ihm langfristig vertraut.

Ich sehe alle drei Unternehmen fundamental solide, auch wenn die Kursentwicklung kurzfristig wehgetan hat. Für mich bleibt wichtig: nicht jeder Minuswert ist automatisch ein Fehler. Manchmal ist es einfach ein Zwischenschritt in einem langfristigen Investmentprozess. 2025 war ein anspruchsvolles Börsenjahr, aber auch eines, das mich wieder ein Stück ruhiger und gelassener gemacht hat, wenn es um vorübergehende Rückschläge geht.

ETFs

Die Rendite meines gesamten ETF-Depots liegt bei +12,19 %. Das ist ein sehr gutes Ergebnis und schlägt mein Einzelaktien-Depot um über 11 %. Und das liegt nicht allein an den Themen-ETFs, sondern auch an anderen speziellen ETFs.

Neben dem VanEck Defense war der zweiterfolgreichste ETF der iShares STOXX Europe Select Dividend 30. Mit 0,31 % TER ist der vergleichsweise teuer, mit 30 Werten kaum diversifiziert und die Top-10 Werte wurden seit 2024 fast komplett ausgetauscht.

Mittlerweile ist er nicht mehr so industrielastig mit vielen Autowerten mit guter Dividende, sondern sehr finanzlastig. Fünf Werte aus den Top-10 kommen aus dem Finanzbereich. Auch die Ausschüttungsrendite ist etwas gesunken und liegt bei 5,24 % (2024 5,86 %). Dafür hat der ETF mit +36,65 % eine richtig gute Rendite hingelegt – knapp 20 % mehr als der MSCI World.

Laut einem interessanten Whitepaper von VanEck haben gerade Banken höhere Ausschüttungsquoten, weil die Basel‑III‑Kapitalanforderungen die Eigenkapitalrendite drücken, die Bewertungen niedrig halten und dadurch die Dividendenrenditen erhöhen. Bankdividenden können in Rezessionen stark gekürzt werden. Deshalb bedeutet eine hohe Branchenallokation auch ein entsprechend hohes Klumpenrisiko.

Ein zweiter Top-ETF neben den Themen-ETFs war in diesem Jahr der Faktor-ETF iShares Edge MSCI Europe Momentum Factor mit über 27 %. Mit 123 Werten ist der ETF deutlich breiter aufgestellt als die anderen Top-ETFs. In erster Linie lag diese Outperformance an einer komplett anderen Zusammensetzung der Top-10. Mein Vanguard FTSE Developed Europe hatte eine Rendite von 17 %, während der MSCI Europe Momentum über 26 % verzeichnete.

Von den breitgestreuten ETFs in meinem Portfolio war der Vanguard FTSE Developed Asia Pacific ex Japan der ETF mit der besten Rendite von +20,89 %. Mit einer TER von 0,15 % und 374 Positionen ist dieser ETF günstig und breit gestreut.

Das größte Asset in meinem Depot bleibt mein MSCI World ETF, den ich von 2014 bis 2020 monatlich in einem 150 Euro Sparplan bespart habe. Letztes Jahr waren sowohl Novo Nordisk als auch Apple und Microsoft noch davor.

Spannendes Detail am Rande: Der MSCI World ETF (7,77 %) liegt renditemäßig fast gleichauf mit dem MSCI World Momentum (8,09 %). Der Faktor Momentum hat auf weltweiter Ebene also kaum einen Ausschlag gehabt, weil die Top-Momentum-Werte denen im MSCI World stark ähnelten. Mit Broadcom, NVIDIA, Alphabet und JP Morgan Chase waren vier Werte ebenfalls in den Top-10 vertreten.

Ich habe mich auch 2025 von keinem meiner breit aufgestellten ETFs getrennt – nur von einigen Themen-ETFs. Um die Verluste zu kompensieren habe ich im Dezember auch noch einige Anteile von meinem Semiconductor ETF verkauft, um die Verluste mit dem Clean Energy und anderen zu kompensieren.

Themen-ETFs

 

Mit 13,44% schnitten die Themen-ETFs dieses Jahr sehr gut ab. Das lag dieses Mal aber gleich an mehreren ETFs. Auf Platz 1 bei den Themen-ETFs liegt der schon erwähnte VanEck Defense mit 50,76 % Wertzuwachs. Auf Platz 2 liegt der VanEck Semiconductor ETF mit 33,22 % und auf Platz 3 der Invesco Elwood Blockchain mit 30,08 %.

Im vergangenen Jahr habe ich mich von einigen Underperformer-Themen-ETF getrennt. Und wie es immer so ist, sind genau diese Themen-ETFs dann sehr gut gelaufen. Selbst mein absoluter Underperformer der iShares Global Clean Energy lief nach dem Verkauf mit über 27 % sehr gut. Da ich mir aber statt der Underperformer u.a. den Defense-ETF ins Depot gelegt habe, hatte es nicht so negative Auswirkungen.

Insgesamt gab es 2025 ganze sechs schlecht laufende Monate. Trotzdem kam am Ende so eine gute Rendite bei raus. Hier lohnt sich aber wie immer der Blick aufs große Ganze. Mein Themen-ETF-Selbstversuch hat mir in den letzten fünf Jahren eine Rendite von knapp 50 % eingebracht, während der MSCI World ganze 87 % Rendite gemacht hat. Zu meiner Einschätzung aus dem Mai bei der Themen-ETF-Folge gibt es nicht viel hinzuzufügen, auch wenn die Themen-ETFs jetzt mal deutlich besser liefen als der MSCI World.

Anleihen

Für die Anleihen-Fonds aus meiner privaten Rentenversicherung war es wieder einmal ein sehr schlechtes Jahr. -9,65 % sind für defensive Vorsorgefonds eine wirklich schlechte Rendite. Seit dem Start 2011 liegt die Rendite bei den beiden Rentenfonds bei sehr mageren 8,89 %.

Und wenn man sich vor Augen führt, dass mich der Abschluss damals schlappe 5.000 Euro gekostet hat, sind es schon ordentliche Schmerzen, die ich beim Blick auf diese Anlageklasse habe. Wie dem auch sei: Es war ein sehr teurer Fehler, der mir immer wieder vor Augen führt, dass man nie blind etwas abschließen sollte.

P2P-Kredite

Der Anteil von P2P-Krediten in meinem Portfolio liegt inzwischen bei knapp 3 % – der Großteil weiterhin bei Bondora Go & Grow. Nur kleine Restbeträge sind noch auf Plattformen wie Mintos, Reinvest24, Crowdestor und EstateGuru investiert. Die Rendite ist im Vergleich zu 2024 von 6,24 % auf 5,64 % gefallen – ein Rückgang um mehr als einen halben Prozentpunkt. Hauptursachen waren die Zinssenkung bei Bondora und einige realisierte Verluste auf anderen Plattformen.

Bondora Go & Grow

Bei Bondora Go & Grow wurden die Zinsen 2025 von 6,75 % auf 6 % reduziert. Das ist zwar immer noch attraktiv, doch das Risiko von P2P-Krediten bleibt hoch. Deshalb habe ich in den vergangenen Monaten schrittweise begonnen, Kapital umzuschichten. Dennoch liegt mein Investment bei Bondora weiterhin im knapp fünfstelligen Bereich. Immerhin trugen die Bondora-Kredite am Ende des Jahres dazu bei, die Gesamtperformance meines Portfolios spürbar zu stützen.

Kryptowährungen

Nach dem Rekordjahr 2024 mit einer Rendite von über +89 % folgte 2025 die Ernüchterung: –19,22 % im Krypto-Bereich sind ein deutlicher Rückschlag. In dieser Assetklasse steckte Ende 2024 enorm viel Trump-Hype, doch im Laufe des Jahres kühlte die Stimmung spürbar ab – die Rücksetzer waren also keine große Überraschung.

Besonders die beiden Trump-Memecoins verloren massiv an Wert, und selbst der Bitcoin konnte sein hohes Niveau nicht halten. Für mich bleibt der Kryptomarkt in erster Linie reine Spekulation – ein spannendes, aber riskantes Spielfeld, das aus meiner Sicht höchstens in kleinen Dosen ins Portfolio gehört.

Natürlich gibt es auch andere Sichtweisen. Eine davon wird in einem kommenden Interview Thema sein. Darauf bin ich selbst schon sehr gespannt, ebenso wie auf euer Feedback dazu. Das Interview ist für März eingeplant.

Alternative Investments

Bei den alternativen Investments gibt es eigentlich nur zwei kleine Neuigkeiten. Bei Timeless konnte ich auf dem Zweitmarkt eine „Yu-Gi-Oh!“-Sammelkarte verkaufen und habe so meinen Kaufpreis abzüglich von 2 Euro Gebühren wieder erhalten. Es hat sich also nach wie vor nicht für mich gelohnt, hier zu investieren.

Denn von den drei investierten Uhren, die vor drei Jahren bei dem Clan-Raub auf den Tresorraum geklaut wurden, fehlt nach wie vor jede Spur. Die Versicherung weigert sich bisher noch immer zu zahlen, obwohl die Täter nun zu langen Haftstrafen verurteilt wurden. Von den investierten 150 Euro habe ich mich geistig schon verabschiedet. Insgesamt war es jedoch ein ziemliches Minusgeschäft.

Für mich persönlich ist das ein typisches Warnbeispiel, in das kein Geld investiert werden sollte – auch wenn das natürlich Pech war mit dem Raub. Vielleicht zahlt die Versicherung wider Erwarten doch noch, aber für mich ist das nichts, in das ich noch mehr Geld stecken würde. Denn solche Clan-Raubzüge sind immer wieder möglich.

Dann hatte ich mich im Rahmen meiner Recherche für NFTs bei biddz angemeldet, um von Streamingrechten zu partizipieren. Das war bisher auch ein reines Minusgeschäft und biddz hat das Geschäftsmodell geändert. Da ich dort nur 25 Euro investiert habe und bisher 3,50 Euro verdient habe, ist der Verlust aber überschaubar. NFTs generell sind hingegen einer der Flops des Jahrzehnts geworden mit hohen Verlusten. Da habe ich mich glücklicherweise nicht weiter mit beschäftigt – außer in Form des Specials.

Ich bin der ganzen Versuche überdrüssig geworden und nutze meine Freizeit viel lieber für andere Dinge.

Dividenden

Meine Dividendenzahlungen sind 2025 nur um 7,4 % angestiegen. Das war der niedrigste Anstieg seit 2021. Das verwundert aber nur auf den ersten Blick, denn die Schwäche des US-Dollars hat sich natürlich auch auf die Höhe der Dividenden ausgewirkt. Allein im Dezember waren das bei jeder Dividendenauszahlung mehrere Euro pro Wert.

Und mein Emerging-Markets-ETF hat im Dezember 2025 ganze 50 Euro weniger ausgeschüttet als 2024. Das lag an der Kürzung der Ausschüttung von 1,59 US-Dollar 2024 auf 1,31 US-Dollar im vergangenen Jahr.

 

Dividenden pro Jahr; Quelle: Portfolio Performance

Aber auch auf Monatssicht macht sich das geringere Wachstum bemerkbar. Drei Monate in 2025 blieben unter den Ergebnissen des Vorjahres. Das lag aber auch daran, dass die ETFs von Vanguard andere Ausschüttungstermine hatten. So schütteten die ETFs im April und nicht mehr im März aus, was die gesunkene Dividende im März und auch im Juni erklärt. Dadurch waren die Dividendenzahlungen im April und Juli dann deutlich höher als in den Vorjahresmonaten.

Dividenden pro Monat; Quelle: Portfolio Performance

Für 2026 wird sich das ausgeglichener entwickeln, weil ich plane mehr in die ETFs zu investieren und ich vermute, dass die Auszahlungsdaten dann wieder Ende des Monats sein werden.

Steuern und Gebühren

2025 sind meine Steuern erneut leicht gestiegen – vor allem, weil ich viele Gewinne und Teilgewinne realisiert habe. Zwar konnte ich einige Verluste etwa aus Lululemon oder Shimano dagegen verrechnen, unterm Strich war das Jahr steuerlich aber dennoch etwas teurer.

Auch die Gebühren lagen höher als 2024 – insgesamt um rund 100 Euro. Das hing vor allem mit den zahlreichen Aktien-Splits und dem Spin-off im Jahr 2025 zusammen. Bei meinem Depotanbieter Maxblue kostet jede dieser Transaktionen 19,90 Euro, während sie etwa bei comdirect oder Trade Republic kostenlos sind. So summieren sich die Kosten nach und nach.

Im vergangenen Jahr fanden unter anderem Aktien-Splits bei Netflix und Fastenal statt, dazu ein Reverse-Split bei Unilever sowie der Spin-off der Magnum Ice Company. Außerdem habe ich fünf schwach performende Themen-ETFs verkauft und durch neue ersetzt – was ebenfalls zusätzliche Gebühren verursachte.

Insgesamt blieben die Mehrkosten aber überschaubar und bewegen sich noch im Rahmen.

Erfüllte und unerfüllte Ziele 2025

Auch 2025 habe ich mir keine großen privaten Ziele gesetzt. Nur beruflich gab es klare Vorgaben – und die konnte ich alle erfolgreich umsetzen. Mit Finanzrocker hatte das allerdings wenig zu tun. Hier wollte ich bewusst einen Gang zurückschalten und kein festes Pensum einhalten.

Tatsächlich kam es dann aber anders: Zum einen boten sich wieder spannende Interviewmöglichkeiten, zum anderen stieg die Zahl der Werbekooperationen spürbar an. Also habe ich die Chancen einfach genutzt – wohl wissend, dass ich das Pensum 2026 wieder reduzieren möchte.

Es ist für mich an der Zeit, klare Prioritäten zu setzen – und die liegen künftig stärker auf Freizeit und Erholung. So viel Content nebenbei zu produzieren, kann und soll nicht dauerhaft mein Fokus bleiben. Vor allem, wenn ich beruflich schon so viele Inhalte erstelle.

Schöne Momente 2025

Wie schon eingangs erwähnt, raste das Jahr 2025 nur so an mir vorbei. Lange Erholungsphasen gab es kaum, was sich gegen Jahresende deutlich bemerkbar machte. Umso wichtiger war der zweiwöchige Weihnachtsurlaub – mein einziger richtiger Erholungsurlaub des Jahres.

Die vier Bilder aus drei Ländern fassen 2025 perfekt zusammen. Oben rechts ist einer von meinen vier Bühnenvorträgen zu sehen, die ich gemeinsam mit einer geschätzten Kollegin zum Thema Neukundengewinnung hielt – im März in Hamburg und bei Stuttgart, im November in Leipzig und Frankfurt. Das waren nach fünf Jahren meine ersten Bühnenauftritte seit der Finanzwesir-Veranstaltung 2020.

Musikalisch stand das Jahr ganz im Zeichen der Konzerte. Zweimal zog es mich zu Festivals bzw. Konzerten in die Niederlande – beide Male absolute Highlights. Das Foto oben rechts stammt vom Into the Grave Festival in Leeuwarden, wo ich nach über 22 Jahren endlich wieder Savatage live sehen konnte. Weitere Highlights waren Ayreon in Tilburg, der starke Iced-Earth-Revival-Auftritt von Ashes of Ares in Würzburg und das finale Konzert von Year of the Goat kurz vor Weihnachten. Deren Album Trivia Goddess war für mich gleichzeitig das Album des Jahres und mit Alucarda kam gleich noch der Ohrwurm des Jahres dazu.

Unten links ist ein Bild aus Alcudia auf Mallorca zu sehen – meinem einzigen richtigen Urlaub in der Sonne. Nach 27 Jahren war ich endlich wieder in Canyamel, wo ich viele Jugenderinnerungen habe. Trotz mancher Veränderungen war der Ort sofort wieder vertraut.

Und auch persönliche Begegnungen kamen nicht zu kurz: Gleich zweimal traf ich mich 2025 mit dem Finanzwesir – im Sommer in Lübeck und im Dezember in Hamburg (Bild unten rechts). In diesem Jahr wird es dann die finale Folge unseres Podcasts Der Finanzwesir rockt geben – ein würdiger Abschluss nach all den Jahren.

Ergebnisse Finanzrocker 2025

Auch 2025 stand Finanzrocker nicht ganz oben auf meiner Prioritätenliste – und trotzdem erschien jeden Monat eine neue Podcast-Folge, im Januar sogar zwei.

Wie schon 2024 setzten sich die rückläufigen Hörerzahlen fort, allerdings auf stabilem Niveau. Der Markt ist schlicht überfüllt, und viele Hörerinnen und Hörer wenden sich neuen Themen zu, sobald ihre Geldanlage einmal steht. Trotzdem gab es einige spannende Erkenntnisse: Die erfolgreichste Episode war das Interview mit Beamteninvestor Ben, während die Folge zu den Themen-ETFs deutlich weniger gehört wurde. Dabei zählt sie für mich inhaltlich zu den besten des Jahres. Ironischerweise entwickelten sich die Themen-ETFs kurz nach der Veröffentlichung dann auch sehr gut.

Besonders erfreulich war mein YouTube-Jahr: Der Kanal Wohnen und Finanzieren konnte seine Zuschauerzahlen mehr als verdoppeln – von 101.000 auf 203.000 Views. Diese beruflichen Learnings haben auch positiv auf den Finanzrocker-Kanal abgefärbt. Im Oktober und November veröffentlichte ich zwei Video-Interviews, die sofort zu den erfolgreichsten Videos seit Langem wurden – vor allem, weil Videoinhalte bei YouTube deutlich länger angesehen und damit stärker ausgespielt werden.

Zusätzlich habe ich 2025 erstmals auch für starpool einen eigenen B2B-Kanal gelauncht. Dort läuft vieles anders, aber gerade diese Perspektive als Produzent statt Moderator war eine spannende Erfahrung.

Beim Finanzrocker-Podcast bleibt es künftig dabei: Ich werde nicht jede Episode als Video umsetzen. Das wäre neben dem Job einfach zu aufwendig. Aber hin und wieder soll es Videoversionen geben, wenn es thematisch passt. Das Februar-Interview erscheint beispielsweise wieder parallel als Video und Podcast.

Ziele 2026

Mein wichtigstes Ziel für 2025 war, gesund zu bleiben – und das hat grundsätzlich gut funktioniert. Erkältungen hielten sich in Grenzen, allerdings kam der Sport zu kurz. Das soll sich 2026 ändern: Fitness steht wieder ganz oben auf meiner Liste. Je weniger ich sportlich gemacht habe, um so schwerer fiel es mir, dann wieder hochzufahren.

Finanzielle Ziele setze ich mir weiterhin keine konkreten. Allerdings möchte ich meinen hohen USA-Anteil im Depot deutlich reduzieren. Die entsprechenden Assets sind bereits vorhanden. Ich werde sie nach und nach aufstocken und im Gegenzug weniger in Einzelaktien investieren.

Wie geht es mit Finanzrocker weiter?

Bis April stehen die kommenden Podcast-Folgen bereits fest und die Termine sind vereinbart. Der Betrieb läuft also zunächst ganz normal weiter. Bei Mehr Mut zum Glück werde ich dagegen 2026 deutlich weniger veröffentlichen – nur noch einzelne, ausgewählte Episoden.

Eine wichtige Änderung gibt es jedoch: Dieser zehnte Depotrückblick wird der vorerst letzte sein. Die Produktion ist extrem aufwendig, und diesen Aufwand möchte ich im kommenden Jahr nicht mehr betreiben.

Fazit

2025 war in vielerlei Hinsicht ein Jahr der Gegensätze – an den Märkten wie auch persönlich. Auf der einen Seite gab es starke Phasen mit unerwartet guten Renditen in einzelnen Bereichen und wertvollen beruflichen Erfahrungen. Auf der anderen Seite war es ein Jahr, das mir deutlich gemacht hat, wie wichtig Erholung, Fokus und Prioritäten sind.

Trotz aller Schwankungen bin ich mit der Entwicklung meines Depots zufrieden. Die Diversifikation hat sich erneut bewährt, selbst wenn nicht jede Anlageklasse überzeugen konnte. Besonders lehrreich waren wieder einmal die emotionalen Aspekte des Investierens – Geduld, Gelassenheit und das Wissen, wann man besser nichts tut.

Auch abseits der Finanzen war 2025 ein intensives, manchmal anstrengendes, aber insgesamt erfüllendes Jahr. Viele schöne Begegnungen, spannende Projekte und unvergessliche Konzerterlebnisse haben genauso dazugehört wie der bewusste Entschluss, künftig mehr Balance zu schaffen.

Für 2026 nehme ich mir daher vor, mit etwas weniger Druck, aber mit umso mehr Klarheit und Freude weiterzumachen – beruflich, inhaltlich und persönlich. Finanzrocker bleibt bestehen, aber in einem Tempo, das Raum lässt fürs Leben außerhalb des Mikrofons.

Damit bin ich am Ende des Depotrückblicks angekommen. Ich wünsche dir für 2026 und die Erfüllung deiner finanziellen und persönlichen Ziele alles Gute. Außerdem möchte ich mich nochmal für Deine Treue und das Feedback in den vergangenen 12 Monaten bedanken! Wenn Du Anmerkungen und Wünsche hast, dann zögere nicht mir zu schreiben.

Zum letzten Depotrückblick 2024

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6 Antworten

  1. Hallo Daniel,
    schade dass Du Deinen Jahresrückblick zukünftig nicht mehr bringen wirst. Bei dem beschriebenen Aufwand ist das aber nachvollziehbar.
    Hast Du Informationen, ob die Ausschüttungstermine bei Vanguard in 2025 ein Ausreißer waren oder ob es länger bei diesen Terminen bleibt?
    FG
    Happy

    1. Hallo Happy,

      vielen Dank für Deinen Kommentar. Der Aufwand ist leider zu hoch, um ihn künftig weiterzuführen. Aber ich setze ihn erstmal für nächstes Jahr aus. Ich habe bewusst „vorerst“ gesagt.

      Ich habe noch keine genauen Ausschüttungstermine gefunden. Es kann aber sein, dass Vanguard wieder erst Anfang April ausschüttet.

      Viele Grüße
      Daniel

      1. Danke, mir geht es genauso.
        – Ausschuettungen/Wertentwicklung tracken ist eine muessige Last geworden und ich lasse es immer mehr weg.
        – bin dazu uebergegangen nur noch die Jahreswerte (ggfs Halbjahres) von allen Depots und Konten aufzuschreiben (getrennt nach Aktien-ETFs, Renten-ETFs, Tagesgeld, u.an.). So habe ich Gesamtentwicklung und Aktienmarktentwicklung ausreichend im Blick und bin nach 1/4 h fertig.
        – frueher war ich da akribischer…
        Warum jetzt anders? Evtl. weil genug/Ziele erreicht (Interesse sinkt); evtl weil von Spar- zur Entsparphase gewechselt?
        LG Joerg

  2. Moin, ich hatte dieses Jahr auch 2 Mal den Fall, dass ich eine „Spam-Bombe“ im E-Mail-Postfach hatte.

    Beim ersten Mal hat sich dort eine Bestellung bei einem kleinen deutschen Weinfachhandel mittels PayPal-Gast-Konto versteckt. Fast alle Daten waren korrekt (E-Mail, Name, IBAN, PLZ, Ort, Straße). Lediglich die Hausnummer war falsch. Die Bestellung wäre also niemals angekommen, da diese Hausnummer nicht existiert. In PayPal selbst sieht man die Bestellung natürlich nicht, weil die PayPal-Gast-Konto-Funktion verwendet wurde, obwohl genau diese Mail-Adresse und IBAN in PayPal hinterlegt ist. Ich konnte zum Glück für mich und dem Händler alles rechtzeitig stornieren und die Abbuchung von meinem Konto verhindern. Nerven und einige Telefonanrufe hat mich das aber gekostet.

    Beim zweiten Mal hat sich innerhalb der Spam-Bombe eine Klarna-Kontoregistrierung versteckt. Diese ist scheinbar nicht durchgegangen, da sie nicht an den Einmal-Code gekommen sind, der an meine Mail-Adresse geschickt wurde. Um sicher zu gehen, hatte ich hier aber auch einige Telefonate und Mails mit Klarna.

    Wo die meine Daten her haben, ist für mich auch nicht nachvollziehbar. Eine Vermutung habe ich hier aber auch.

    Ich habe auch geprüft, ob meine Mail-Adresse irgendwo in den Datenlecks zu finden ist. Aber kein Dienst (Have I been pawnd, Mozilla Scan-Dings und ein Dienst von einer Uni hier in Deutschland) hat die Mailadressen dort finden können.

    Viele Grüße
    Pekka

    1. Hallo,
      ich hatte vor eineinhalb Jahren haargenau denselben Vorgang mit einer nicht von mir gemachten Bestellung und Bezahlung über Paypal-Gastzugang. Zusätzlich habe ich dann noch die Zahlmethode bei Paypal auf die Kreditkarte geändert und bei meiner Hausbank eine Lastschriftsperre für Paypal verfügt (Zahlungen über die Kreditkarte derselben Bank bleiben so möglich).
      Die zweite Mailbombe war bei mir in diesem Jahr und ebenfalls eine Klarna-Zahlung. Davon erfuhr ich aber erst, als ich per Briefpost die Letzte Mahnung erhielt. In der Bestellbestätigung eines ausländischen Onlineshop stand keine Zahlmethode. Die Website bot keine Möglichkeit zur Stornierung und die Mailadresse aus dem Impressum war nicht zustellfähig.
      In beiden Fällen habe ich online Anzeige erstattet und in beiden Fällen wurde das Verfahren schnell und ergebnislos eingestellt.
      Mailbombe heißt in dem Fall übrigens ca. 100 bis 200 Mails für Passwortzurücksetzungen und Bestätigungen von Newsletteranmeldung aus aller Welt.

      (Mein langweiliges AllWorld-ETF-und-zehn-Prozent-Gold-Depot ist im letzten Jahr um 11,3% gewachsen, meine Dividenden sind minimal gesunken. Die Schwankungen übers Jahr erreichten bis zu -65.000€ vom Höchststand und machten zeitweise nicht soviel Spaß. Am Jahresende sah aber alles wieder gut aus.)

      Gruß, Tino

  3. Danke, Daniel

    Besonders freut mich fuer Dich, dass du zukuenftig vermehrt auf ETFs setzen willst: Macht weniger Arbeit und ist im Durchschnitt zu 90% anderen, aktiven Strategien ueberlegen.

    Bei uns lief letztes Jahr super, Gott-Sei-Dank!

    Vermoegen trotz 3,5% Entnahme (ein Kind Hauskauf, eines Hochzeit) 2025 um 8% gewachsen bei ca. 14% Zunahme im Aktien-ETF-Anteil.
    Endlich mal Glueck gehabt (das Pendel schwingt zurueck?) mit Uebergewichtung gegenueber MSCI World (8% Rendite) von EM-ETFs (16% R), Stoxx600-ETFs (20% R), Goldminen-ETFs (125% R), dagegen SmCap-ETFs nur 7% R.
    Im April’25 habe ich mutig 3% vom Gesamt-Vermoegen aus unserem Cash-Tent (vgl Entnahmestrategien) in Vang All World ETF umgeschichtet (29% R 08.04.-30.12.) und so einen Extra-Boost im Aktien-ETF-Anteil on Top erfahren.
    Blindes Huhn findet auch mal ein Korn!

    LG Joerg

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