Was Du von der Piratenstrategie für das Leben lernen kannst

Der Alltag ist dir zu langweilig? Du bist in zahlreichen Routinen gefangen? Dann solltest du vielleicht mit der Piratenstrategie einen Hauch von Abenteuer und Wagemut in dein Leben lassen. Wie das funktioniert, erklärt die Business-Piratin Stefanie Voss in ihrem Buch „Die Piratenstrategie – Leben ohne Wenn und Aber“. Ich habe es gelesen und schildere in diesem Artikel meine Meinung zum Buch.

Überblick Die Piratenstrategie von Stefanie Voss

Jahrelang habe ich mein Leben gelebt ohne nach links und rechts zu schauen. Die Folge war eine dauerhafte Unzufriedenheit und auch keine erfolgreiche Karriere. Ich habe mir immer wieder die Frage gestellt, warum ich studiert habe, für Jobs durch ganz Deutschland gezogen bin und auch noch einiges in Weiterbildungen gesteckt habe. Von einem wachsenden Vermögen ganz zu schweigen. Es hat alles irgendwie nicht so richtig funktioniert.

Dann gab es diesen Sonntagmorgen vor acht Jahren, als ich nach dem Hören eines Podcasts aus dem Bett sprang und mich ganz stolz vor meiner Freundin aufbaute, um zu verkünden, dass ich ab sofort Finanzblogger werden möchte. Den erstaunten Blick kannst du dir wahrscheinlich vorstellen.

Für mich hat dieser Schritt mein ganzes Leben verändert. Und zwar nicht nur, weil ich daraus zeitweise meinen Hauptberuf gemacht habe, sondern in erster Linie weil ich viele Menschen kennenlernen durfte, die etwas in ihrem Leben oder ihrer Karriere anders gemacht haben als die breite Masse. Aus den Gesprächen mit ihnen habe ich wahnsinnig viel mitnehmen dürfen. Teilweise waren sie zu Gast in meinen Podcasts, aber es gibt auch viele, mit denen ich mich außerhalb ausgetauscht habe.

Mehr Wagemut im Leben

Aber was hat das jetzt mit der Piratenstrategie zu tun? Alles! Denn bei der Piratenstrategie geht es darum, einfach mal andere Wege im Leben zu gehen, seine persönliche Einstellung zu hinterfragen und so mehr aus seinem Leben zu machen. Das dazugehörige Buch von Stefanie Voss ist außerdem weit entfernt von den völlig realitätsfremden “Tschakka”-Methoden einiger anderer Buchautoren.

Stefanie Voss hatte ich vor zwei Jahren bei “Mehr Mut zum Glück” zu Gast. Sie ist Seminarleiterin und Keynote-Speakerin, Weltumseglerin, startete ihre Karriere in einem großen Unternehmen und wurde dort zur Führungskraft. Ihre Themen sind u.a. Leadership, Motivation und auch Diversität in Unternehmen.

In dem Gespräch ging es um ihre etwas andere Karriere, ihre Weltumsegelung und auch schon um die Frage, was wir von Piraten lernen können. Ihre Antwort: Wagemut. Von Piraten können wir Wagemut lernen, um dann den im Kopf eingebrannten Status Quo hinter sich zu lassen.

Piratenstrategie Stefanie Voss

So wie bei mir die Entscheidung einen Blog und Podcast zu machen, obwohl ich überhaupt keine Ahnung hatte, wie das geht. Oder sich auf eine Bühne vor Hunderte von Menschen zu stellen, obwohl ich davor immer richtige Angst hatte. Oder auch allein zu Konferenzen in Europa zu fliegen, um sich mit völlig fremden Menschen zu treffen und auszutauschen.

Das sind jetzt Beispiele von mir. Die Beispiele für Stefanies Wagemut sind wieder komplett anders, aber auch sie zeigen, was passieren kann, wenn man die Komfortzone hinter sich lässt. Über ihren Weg hat sie jetzt das Buch “Die Piratenstrategie: Leben ohne Wenn und Aber” über den Campus-Verlag veröffentlicht.

Worum geht es bei der Piratenstrategie?

Nach dem Lesen muss ich sagen, dass es nach langer Zeit mal wieder ein Sachbuch ist, das ich von vorn bis hinten gern gelesen habe. Das liegt zum einen am persönlichen Schreibstil von Stefanie, aber auch am etwas anderen Aufbau.

Die zwölf Kapitel haben alle eine Piratengeschichte als Einleitung. Aus der Quintessenz dieser Story erzählt Stefanie dann persönliche Erlebnisse, die dazu passen, und gibt Anregungen und Tipps, was wir für unser eigenes Leben und die Karriere mitnehmen können.

Dabei geht es nicht darum, jetzt wagemutig alles über den Haufen zu werfen, sondern das Leben langsam neu zu gestalten. Teilweise sind es nur ganz einfache Tipps, die aber eine große Wirkung haben können. Bestes Beispiel: der Umgang mit Neid.

“Neid ist nicht dazu da, deinen realistischen Blick zu schärfen, im Gegenteil. Er polarisiert deine Gedanken – und genau das ist ziemlich wertvoll.” Zitat, Seite 134.

Übersetzt heißt das, dass konstruktiver Neid dir genau zeigen kann, wo du eigentlich hinwillst. Damit du dir das genau vorstellen kannst, erzählt Stefanie eine persönliche Geschichte, wie sie aus dem Neid über den tollen Job eines Seminarleiters ihren Weg aus dem Angestelltenverhältnis gefunden hat. Mittlerweile ist sie selbst erfolgreiche Keynote-Speakerin und Seminarleiterin.

Genau solche anschaulichen Schilderungen machen das Buch so wertvoll und unterhaltsam. Nebenbei lernst du auch noch einige wirklich interessante Piratengeschichten kennen, von denen ich vorher noch nie gehört hatte.

Mehr Pippi, weniger Annika

Das Bild, was ich nach dem Lesen des Buches nicht mehr aus dem Kopf bekommen habe, war das von Piratentochter Pippi Langstrumpf. Sie hat schon immer das gemacht, was sie wollte, während ihre beste Freundin Annika das genaue Gegenteil war. Durch die Abenteuer mit Pippi wurde aber auch sie offener.

Nun ist diese Geschichte von Astrid Lindgren in erster Linie für Kinder, aber da steckt so viel Wahres drin. In einem Kapitel geht es dann um diese Geschichte und was du daraus mitnehmen kannst.

“Wenn Du Dein Denken über deine Möglichkeiten veränderst, veränderst du deine  Möglichkeiten” Zitat, Seite 136

Dieses Zitat zeigt es auch wieder sehr anschaulich. Wenn ich immer nur denken würde “Das geht nicht. Das schaffe ich nicht. Wie soll ich das denn überhaupt machen” wird sich auch nichts ändern.

Oft lohnt es sich, einfach mal etwas zu machen ohne es vorher komplett zu durchdenken und Bedenken zu äußern. Bei mir war es dieser Sonntagmorgen im März 2015, der alles geändert hat. Ohne diese Situation würde ich wahrscheinlich immer noch unzufrieden durch meine Karriere stolpern und hätte auch kein Rückhalt gebendes Vermögen aufgebaut.

Bei dir wird es eine komplett andere Situation sein, aber es lohnt sich wirklich, bei interessanten Ideen für das eigene Leben mehr an Pippi zu denken als an Annika.

Fazit

Das Buch “Die Piratenstrategie” ermutigt dich auf unterhaltsame und authentische Weise dazu, dem Leben deinen eigenen Stempel aufzudrücken. Darüber hinaus liefert es noch praktische Übungen und Tipps nach jedem Kapitel.

Wenn du Lust auf ein wirklich tolles Buch mit einem anderen Ansatz hast, das sich auch noch sehr flüssig lesen lässt, dann empfehle ich dir “Die Piratenstrategie – Leben ohne Wenn und Aber” von Stefanie Voss. Meiner Meinung nach ist so ein Buch viel wertvoller als das fünfte über ETFs, bei dem du rein gar nichts Neues lernst.

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3 Antworten

  1. Lieber Daniel,

    ich freue mich sehr über Deine wertschätzenden Worte und die Gedanken, die das Buch bei Dir ausgelöst hat. Es ist tatsächlich viel Piratinnen-Herzblut in diese Zeilen geflossen, kein einziger Buchstabe stammt aus Chat GPT oder einer anderen KI, sondern alles habe ich mir selbst überlegt, selbst geschrieben, und mit jedem Kapitel und jedem Zitat gerungen. Und wenn die Menschen jetzt mehr Pippi- und weniger Annika-Momente erleben, dann hat sich diese ganze Mühe auf jeden Fall gelohnt! ‍☠️

    Ein herzlicher Piratinnengruß von Stefanie

  2. Hi Daniel,
    das klingt in der Tat nach einem schönen Mindset-Buch, das ich mal lesen würde! Ich denke immer gern an unsere Tallinn-Reise und das Citizen Circle Meetup zurück. Überzeugt hast Du mich glaube ich damals mit den Worten “ Michaela, die einen Leute reden immer nur, und die anderen fahren nach Tallinn!“ 😉 Ich zehre bis heute davon und würde unheimlich gern mal wieder derart die ausgetretenen Pfade verlassen … der entsprechende A…tritt fehlt noch …. wie gesagt, vielleicht einfach mal dieses Buch lesen, oder? 🙂
    Liebe Grüße, Michaela

  3. Hey Daniel,

    vielen Dank für diese Buch-Review. Klingt nach einem interessanten Ratgeber zur Persönlichkeitsentwicklung, wenn man das so nennen kann. Den Blickwinkel auf Neid als Motivationsfaktor fand ich besonders anregend, weil ich so noch nie über diese (eigentlich negative) Eigenschaft nachgedacht habe. Da ich bald Geburtstag habe, werde ich mir das Buch vielleicht wünschen.

    Viele Grüße,
    Florian

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