“So behalten wir unsere Familienfinanzen im Griff und legen für unsere Kinder an” – Interview mit Eva von “Kinderleichte Finanzen” und Nico von “Finanzglück”

In der heutigen Podcastfolge dreht sich alles um das Thema Familienfinanzen. Gemeinsam mit Eva von “Kinderleichte Finanzen” und Nico von “Finanzglück” spreche ich über Geldanlage für Kinder und wie man den Nachwuchs schon früh an das Thema Finanzen heranführen kann. Die beiden erzählen außerdem über ihren neuen Podcast “Meine Mäuse”.

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Überblick Familienfinanzen

Mit Eva von “Kinderleichte Finanzen” und Nico von “Finanzglück” habe ich in dieser Folge zwei Blogger zu Gast, die sich mit dem Thema Finanzen rund um die Familie beschäftigen. In diesem interessanten Interview sprechen wir unter anderem über die finanziellen Einbußen, die vor allem Mütter mit der Geburt ihres Kindes sehr häufig machen und welche Rolle das Thema Gleichberechtigung dabei spielt.

Außerdem erzählen die beiden, welche Kosten mit der Familiengründung einhergingen, aber auch, welche Unterstützung man durch den Staat erfährt. Auch über die Themen Sparen für Kinder und finanzielle Bildung im Kindesalter sprechen wir. Eva und Nico berichten außerdem über ihren neuen Podcast “Meine Mäuse”, den sie erst vor kurzem gegründet haben.

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Zusammenfassung des Interviews

Über Eva Eva von "Kinderleichte Finanzen"

  • Eva stammt ursprünglich aus Österreich, wohnt nun aber mit ihrer Familie in der Nähe von München. Sie arbeitet seit mehr als 12 Jahren als Managerin bei Google. Vor einigen Jahren hat sie den Blog “Kinderleichte Finanzen” gegründet und schreibt dort über alle finanziellen Themen rund um die Familie. Gemeinsam mit Nico hat sie 2020 den Podcast “Meine Mäuse” gestartet – ein Podcast über Finanzen für die ganze Familie.


Über Nico

  • Nico von "Finanzglück"Nico wohnt mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in der Nähe von Frankfurt und arbeitet in der Finanzbranche in Frankfurt. 2015 gründete er den Blog “Finanzglück”, bei dem sich thematisch alles um das Thema finanzielle Freiheit drehte. Mit der Zeit veränderte sich der Fokus des Blogs mehr hin zum Thema Familienfinanzen. In diesem Jahr startete er gemeinsam mit Eva den Podcast “Meine Mäuse”.


Eva, du betreibst den Blog „Kinderleichte Finanzen“ mit dem Blick auf Familien-Finanzen. Wann und warum hast du den Blog denn ins Leben gerufen?

Eva:

  • Im Jahr 2019 habe ich erste Artikel geschrieben, über das Thema Kinder finanziell bilden. Und später kam auch noch das Thema Familienfinanzen generell dazu. Ich wollte mir immer mein eigenes Business aufbauen und das ist ein Thema, was viele Menschen bewegt. Außerdem lässt sich das Bloggen gut mit meinem Familienalltag vereinbaren. Ich bin trotzdem auch noch Vollzeit im Berufsleben tätig und arbeite für Google.


Nico, du bist ja schon ein alter Hase und seit unserem letzten gemeinsamen Podcast hat sich ja bei dir einiges geändert. Aber bei Finanzglück bist du noch dabei, oder?

Nico:

  • Seit ich 2015 angefangen habe, hat sich viel getan. Der Blog ist auf jeden Fall gewachsen. Früher ging es ja vor allem um das Thema finanzielle Freiheit. Das Leben ist jetzt parallel mitgelaufen und jetzt habe ich eine Familie und Kinder. Das lässt sich schwer vergleichen mit dem, was damals war. So hat sich der Fokus einfach ein bisschen verändert und seit der Neuausrichtung geht es jetzt mehr um Familienfinanzen.
  • Jetzt schreibe ich viel darüber, wie wir z.B. Geld für die Kinder anlegen oder über Minimalismus in unserer Familie. Und solche Beitrage sind total durch die Decke gegangen, bestimmt auch, weil sie wirklich mit Herzblut geschrieben sind. Und in dieser Nische kann ich mich gut positionieren.


Ihr beide habt ja nun gemeinsam einen Podcast namens „Meine Mäuse“ gestartet. Wie kam es dazu?

Eva:

  • Ich habe viele Blogs gelesen, unter anderem auch Finanzglück von Nico. Und in einem Beitrag schrieb Nico, dass er einen Podcast gründen möchte und dafür noch einen Partner sucht. Dann habe ich ihm Anfang des Jahres einfach eine E-Mail geschrieben und mich vorgestellt. Dann kam die ganze Corona-Situation dazwischen, aber ich wollte die Situation nicht verstreichen lassen und habe Nico nochmal angeschrieben und dann haben wir gesagt, wir probieren es einfach mal.

Nico:

  • Das war ganz witzig. Ich habe gedacht ich schreibe einfach mal in meinem Blog über die Idee des Podcasts und dachte da melden sich so ein, zwei Leute. Und dann kamen tatsächlich 15 richtige Bewerbungen. Ich habe dann eine ganze Menge Interviews geführt und bei Eva habe ich direkt gesagt „Das isse!“.


Eva, du hast einen sehr interessanten Artikel geschrieben namens „Muttersein kostet ein Vermögen“. Warum ist das als Vater nicht so? Was kann man dagegen tun?

Eva:

  • Es wurde im Juni 2020 in einer Bertelsmann-Studie veröffentlicht, dass es noch immer so ist, dass Frauen über ihr Erwerbsleben hinweg über 700.000 € weniger verdienen als Männer, wenn sie Kinder haben. Mich hat es umgehauen, wie hoch die Zahl ist.
  • Das liegt einfach daran, dass Frauen sobald sie Kinder bekommen meist auch länger in Elternzeit gehen. Zwar nehmen auch immer mehr Männer Elternzeit, aber meist nur zwei Monate. Und danach ist es meistens die Frau, die dann in Teilzeit arbeiten geht. Und dadurch entsteht über ein Erwerbsleben hinweg ein Vermögen. Die Frage ist, ob man sich das nicht auch ein bisschen aufteilen könnte. 

Nico:

  • In Deutschland ist das echt schon krass. Ein bisschen über 60 Prozent der Frauen arbeiten Teilzeit, Männer hingegen kaum. Klar kann man sagen die Männer verdienen oft auch mehr Kohle, aber die Gender Pay Gap ist ja nicht die Erklärung. Das ist einfach noch so ein traditionelles Rollenbild. Meine Frau und ich teilen uns das tatsächlich alles auf, wir arbeiten beide in Teilzeit. 


Wie handhabt ihr generell eure Familienfinanzen?

Eva:

  • Seitdem wir verheiratet sind und Kinder haben, haben wir ein gemeinsames Konto und ein gemeinsames Depot. Für uns ist das einfacher, da ich auch noch ein Haushaltsbuch führe. Ich sage immer, ich bin der CFO der Familien-AG. Wenn mein Mann an ETFs und Aktien genau so ein Interesse hätte wie ich, würden wir wahrscheinlich ein Drei-Konten-Modell wählen.

Nico:

  • Bei uns ist das auch alles eine Suppe. Für uns war das auch nie eine Diskussion, trotz Einkommensunterschieden. Nur meine zwei Immobilien in Berlin, die ich vermiete, die laufen noch über ein privates Konto.


Nico, du sagtest ja schon, dass du zwei Immobilien hast und nebenbei setzt du noch auf ETFs. Gibt es noch mehr Assets in deiner Vermögensstruktur?

Nico:

  • Nur das Eigenheim noch, aber sonst war es das. Wir leben ja den Traum mit zwei Kindern im Reihenmittelhaus im Vorort zu leben. Wir wohnen ja in der Nähe von Frankfurt, das haut halt rein. Viel Kapital ist in unserem Eigenheim gebunden. Alles, was nach unserem Notgroschen übrig ist, wird in die ETFs reingebuttert. 


Eva, wie sieht es bei euch aus?

Eva:

  • Wir haben hauptsächlich dieses Depot, wo wir auch ETFs besparen. Ich habe vor ein paar Jahren auch eine kleine Wohnung in Österreich in meiner Heimatstadt gekauft. Ich wollte prinzipiell vor ein paar Jahren schon mal ein Eigenheim kaufen und habe mich da auch sehr reingekniet in Finanzierungsfragen und die Frage, wie viel es kosten kann. Es war ein großer Traum, das zu erfüllen. 
  • Das war auch die Zeit, in der ich mich verstärkt mit Familienfinanzen beschäftigt habe, weil ich dachte, es kann ja nicht sein, dass das Eigenheim die einzige Altersvorsorge ist. Ich bin dann auch davon abgekommen und habe auch viel gelesen, z.B. Gerd Kommer und habe mich dann entschlossen, für unsere Familie einen ETF-Sparplan zu besparen und das Kapital, was wir gespart hatten, in ETFs umzuschichten. Jetzt bin ich super happy damit.

Die Ausgaben für Kinder sind doch bestimmt ein Posten, der in den ersten 18 Jahren ziemlich groß ist, oder?

Nico:

  • Ja, er ist groß, aber vieles liegt auch in deiner Hand. Also z.B. ob du dir einen Marken-Kinderwagen neu oder gebraucht kaufst, oder ob du dir die Grundausstattung auf Flohmärkten holst. Was halt reinhaut ist irgendwann die Kita, aber der richtige Kicker ist dann tatsächlich der Einkommensverlust, da spielt eigentlich die Musik.

Eva:

  • Ich habe immer die zusätzlichen Kosten für Kinder unterschätzt, die man jetzt nicht so im Blick hat. Das war bei uns damals vor allem das Auto. Wir hatten davor kein Auto und selbst wenn man das gebraucht kauft, kostet es einige 100 Euro im Monat.
  • Der zweite große Posten war ganz klar die Miete. Wir wollten mehr Platz und auch einen kleinen Garten haben. Das ist aber auch eine Lebensstilentscheidung. Bis zum 18. Geburtstag sind wir bestimmt bei 300.000 € Zusatzkosten, wenn man nur diese beiden Posten berücksichtigt. Da kommt dann noch der Einkommensverlust oben drauf. 

Nico:

  • Wobei du natürlich noch tatsächlich einen Schwung an staatlichen Zahlungen hast. Das Elterngeld, Kindergeld, Mutterschaftsgeld. In den ersten fünf, sechs Jahren sind für beide Kids da an die 20.000 € zusammen gekommen. Das ist in Deutschland fantastisch, man wird schon sehr unterstützt. 


Lasst uns mal über finanzielle Bildung bei Kindern sprechen. Nico, wie gibst du deinen Kindern finanzielles Wissen weiter?

Nico:

  • Unsere Kinder sind jetzt 4 und 6, wir kommen langsam in ein spannendes Alter. Der Große ist gerade in die Schule gekommen, da stehen jetzt solche Sachen wie Taschengeld an. Außerdem werden wir einen Betrag nehmen, wo die Kinder dann entscheiden können, wo das jetzt rein soll. Also ob in die Spardose, die Ausgeben-Dose oder die Spenden-Dose. Die Idee finde ich sehr charmant.
  • So mittel- und langfristig erhoffe ich mir ganz viel von deren ETF-Sparplan. Wir packen pro Monat pro Kind 50 € da rein und alle Geldgeschenke, die aus der Familie kommen. Da ist schon ein Batzen Kohle drin. Wenn sie älter werden und sich dafür interessieren, dann kann man da dann auch gemeinsam ein bisschen was machen. So lernen sie, was Dividenden sind, was Zinsen sind und so weiter. 


Habt ihr da gesonderte Kinderdepots?

Eva:

  • Ich habe je ein Depot für unsere Kinder und das hat dann auch ein eigenes Girokonto, das damit verknüpft ist. Da geht der Sparplan der Großeltern der Kinder großteils rein. Wenn sie 18 sind, bekommen sie das natürlich auf ihren Namen überschrieben. 

Nico:

  • Bei uns ist genauso. Das soll schon ihr eigenes Geld sein. Klar könnte es auch über uns laufen, dann hast du halt einen steuerlichen Nachteil. Aber Steuern waren noch nie das, wonach ich Investmententscheidungen getroffen habe. Es geht eher darum zu sagen „Hey, das ist jetzt wirklich deins“.
  • Die große Aufgabe ist es hinzukriegen, dass sie dann nicht das ganze Geld nur für Scheiß ausgeben. Und wenn es wirklich so sein sollte, muss man das nochmal in irgendein Versicherungsprodukt umschichten – das wäre die Reißleine. Aber es interessiert sie halt auch nur dann, wenn es wirklich ihr Geld ist. 


Eva, wie lehrst du deinen Kindern finanzielle Bildung?

Eva:

  • Meine Kinder sind ja noch recht klein, die sind 2 und fast 5. Trotzdem fange ich schon ein bisschen damit an. Besonders bei dem Fünfjährigen ist es so, dass er lernt, seine Impulse zu bändigen. Zum Beispiel, wenn wir gemeinsam einkaufen gehen, machen wir vorher eine gemeinsame Einkaufsliste und halten uns auch daran. Wenn er etwas sieht, was er total gerne haben möchte, machen wir ein Foto. So kann er zumindest das Foto mit nach Hause nehmen und dann überlegen wir uns, ob es vielleicht das nächste Mal auf die Einkaufsliste kommen soll. Bis jetzt hat das ganz gut geklappt. Ich möchte ihm nur vermitteln, dass er nicht alles immer sofort bekommen kann. 
  • Was auch ganz wichtig ist, dass man nicht immer so Rollenbilder aufzeigt. Von wegen Finanzen macht der Papa, oder Geld verdient der Papa. Ich möchte vermitteln, dass es nicht irgendeinem Geschlecht zugeordnet ist, ob man Mathematik oder Finanzen mag.


Sind Bücher ein guter Weg, Kinder an das Thema Finanzen heranzuführen?

Nico:

  • Auf jeden Fall! An „Ein Hund namens Money“ von Bodo Schäfer finde ich das unternehmerische Denken so toll – dass Kinder sehen, dass sie was selber machen können. Das ging mir früher völlig ab. Ich bin wie die meisten in einem typischen Angestelltenhaushalt groß geworden und dass man auch selbst unternehmerisch tätig werden kann, auch neben dem Job, habe ich erst in den letzten zehn Jahren entdeckt. 

Eva:

  • Das unternehmerische Denken zu fördern finde ich auch sehr wichtig, weil es viel mit Selbstbewusstsein zu tun hat. Man kann sich gemeinsam überlegen, was das Kind besonders gut kann und auch, wie könnte man etwas damit verdienen. Das finde ich einen guten Ansatz, mit etwas Geld zu verdienen, was man gut kann und gern macht. 


Eva du hast zum Thema bewusste Finanzen einen Artikel geschrieben, dass die Kinder in Sachen Geld ausgeben nicht immer mit Freunden mithalten sollten. Warum siehst du das so?

Eva:

  • Das ist ja bei Erwachsenen auch so ein Thema – mit irgendwem möchte man ja immer mithalten. Als Eltern muss man immer Vorbild sein und wir können den Kindern schon vorleben, dass sie nicht immer mithalten müssen oder sollen, wenn ihre Freunde die neusten Markenklamotten haben. Es hilft nichts so sehr beim Sparen wie Freunde, die nicht auf Finanzen schauen. 


Eva ich habe bei dir gelesen, dass es sogar schon bei Kindern beim Taschengeld einen Gender Pay Gap gibt! Ist das wirklich so?

Eva:

  • Ja, vor allem bei Kindern von 4 bis 5 Jahren so. Da bekommen Jungs 16 Prozent mehr Taschengeld und Geldgeschenke als Mädchen. Und das im Jahr 2020 in Deutschland. Das wollen wir auf jeden Fall vermeiden. Da muss man auch bei den Verwandten drauf achten, ob sie den Jungs vielleicht mehr zustecken. 


Was lehren euch denn eure Kinder beim Thema Finanzen?

Eva:

  • Wenn ich meine Kinder mit der Finanzbrille beobachten, dann sehe ich, dass sie von Anfang an schon Unternehmer und richtig gute Investoren sind, weil sie einfach wahnsinnig optimistisch sind. Und auch wenn sie wissen, dass Fehler unvermeidbar sind, zum Beispiel wenn sie lernen zu gehen, dann machen sie es trotzdem, auch wenn sie sich oft verletzen. Und es ist auch im Unternehmertum so, dass es nun mal auch Rückschläge gibt. 

Nico:

  • Die haben ja keinen Plan, was was kostet. Völlig unabhängig davon, ob etwas teuer ist oder nicht, gucken die da ganz unabhängig drauf und sagen das interessiert mich oder nicht. Was haben wir denen als Kinder Spielzeug hingelegt und das haben sie links liegen gelassen und sich stattdessen drei Stunden mit einem Süßstoff-Spender beschäftigt. Die meisten Dinge, die glücksstiftend sind, kosten ja eigentlich nichts oder wenig.


Nico, dein ursprüngliches Ziel war ja, mit 45 finanziell unabhängig zu sein. Kannst du das jetzt noch einhalten, oder hast du dir andere Ziele gesetzt?

Nico:

  • Meine langfristigen Ziele haben sich über die letzten Jahre ein bisschen gewandelt. Ich habe gemerkt, dass ich jetzt mehr Zeit haben möchte und nicht irgendwann. Jetzt möchte ich die Zeit mit meinen Kindern verbringen. Meine großen Ziele sind jetzt tatsächlich schuldenfrei sein, da sind wir auf einem guten Weg. Das andere große Ziel wäre, dass ich ohne Einnahmen aus meinem Angestelltenjob leben könnte. Also durch Mieteinnahmen, durch die Dividendeneinnahmen und die Einnahmen aus Blog und Podcast und das Teilzeit-Einkommen meiner Frau, Kindergeld… Das dritte große Ziel ist einen Ironman zu machen.


Wordshuffle

Österreich:  Eva: Meine Heimat, ich liebe die Berge und meine Familie, die dort ist.

1979: Nico: Ein gutes Jahr! Mein Geburtsjahr, da ging alles los.

Finanzielle Vorbilder: Eva: Mir fallen da sofort Blogger ein. Aber auch meine Mutter, die war auch Unternehmerin.

Stress in der Coronazeit: Nico: Hatten wir eigentlich recht wenig, weil meine Frau da genau zwischen zwei Jobs war und zu Hause war. Wir haben die Familienzeit sehr genossen.

Pareto-Prinzip: Eva: Dass man 80 Prozent des Ergebnisses mit 20 Prozent Aufwand erledigen kann, ist vor allem wichtig, wenn man eine Familie hat, berufstätig ist und vielleicht noch ein Nebenprojekt hat. Es ist gut zu wissen, wo 100 Prozent notwendig sind und wo nicht.

Lieblingsbuch: Nico: „Antifragilität“ von Nassim Nicholas Taleb – Der Typ ist einfach Wahnsinn, was der auf dem Kasten hat!

Rockmusik: Eva: Ich bin bin halt mehr auf Alternative, ich bin großer Radiohead-Fan.

Zukunft: Nico: Ich mache mir immer meine schönen Pläne, aber dann kommt es ja doch immer irgendwie anders. Die Zukunft für mich wird weniger fremdbestimmt sein und mehr eigenbestimmt.

Glück: Eva: Glück ist im Jetzt, das musste ich auch erst lernen. Ich versuche es auch im Jetzt immer mehr zu genießen.

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16 Antworten

  1. Hallo vielen Dank für das tolle Interview. Mich würde interessieren wie Eva das mit Vollzeitjob und 2 Kindern schafft noch den Blog zu pflegen. Hast du irgendwelche tollen Life Hacks ? 😉 VG Tim

    1. Hi Tim, danke für deinen Kommentar! Darüber kann ich gerne in Zukunft mehr schreiben. Ein Beitrag handelt ja schon vom Pareto-Prinzip. Dann priorisiere ich stark und mache die wichtigsten Dinge immer zuerst, auch wenn sie mir nicht viel Freude bereiten. Habe ich die mal erledigt, habe ich mehr Energie für den Tag. Und das Wichtigste: mein Partner macht ja auch sehr viel. Alleine ginge es nicht. Viele Grüße, Eva

  2. Die Tirade wegen einer schlechten Bewertung finde ich daneben. Betrifft doch 99,9% der Hörer nicht.

    Da bekommt man den Eindruck, Daniel muss mal genauso Druck ablassen wie der Autor der Bewertung…

    1. Ja, Du hast völlig Recht: Ich musste auch mal Dampf ablassen. Auf der anderen Seite will ich auch die negativen Bewertungen zeigen, die es ja auch gibt. Und das Gesagte in der Bewertung konnte ich nicht einfach so stehen lassen.

      Aber es hat auch eine positive Auswirkung gehabt: Du hast jetzt gleich zwei Kommentare auf dem Blog abgegeben, die viel mehr bringen als so eine Bewertung. Vielen Dank!

      1. Hallo Daniel,

        ich war bisher zu faul überhaupt mal einen Podcast zu bewerten.
        Manchmal dachte ich schon; Wäre ja nett, wenn meine Bewertung mal vorgelesen würde, Bei einer stark negativen Bewertung eines gut bewerteten Blogs wäre die Chance statistisch gesehen sehr hoch. Bei einer guten Bewertung oder fairen mittelmäßigen Bewertung scheint es nicht so zu sein. Da gibt es zu viele und ich würde durch das Raster fallen.
        Keine Angst: Ich werde es nie tun!
        Aber hast du schon mal daran gedacht, dass du durch das Vorlesen dieses negativen Bewertungen die eine oder andere Bewertung quasi selbst aus dem Boden stampfst?
        Ich würde nur die wirklich konstruktiven oder gerechtfertigten negativen Bewertungen vorlesen.
        Die Kollegen mit wirklich (aus meiner Sicht) grotten schlechten Podcasts (mir fällt da spontan der Panzerknacker ein) oder die Podcasts, die stärker polarisieren (Aktien mit Kopf) haben auch nicht viel mehr unterirdische Bewertungen.
        Die positiven Bewertungen klingen manchmal auch so, als würden die Bewerter darum buhlen, vorgelesen werden zu dürfen.
        Von mir gäbe es bei voller Sternezahl ein trockenes ehrliches
        “Guter Podcast mit angenehmen Interviewer, weiter so und nicht so oft für die Tonqualität entschuldigen”.
        oder
        “Der Podcast zeigt ihnen nicht wie sie das Optimale aus wissenschaftlicher Sicht aus ihrem Geld herausholen sondern stellt die finanziellen Ansichten/Lebensläufe sehr interessanter Interviewpartner mit all ihren Fehlern vor und lässt Raum zum selber Denken”
        Mit so einer Bewertung würde ich es wahrscheinlich nie in den Podcast schaffen.

        Gruß Gordon

        1. Hi Gordon,

          ja, das mag sein, dass ich durch das Vorlesen der ein oder anderen negativen Bewertung selber negative Bewertungen heraufbeschwöre. Ist jetzt auch wieder so gewesen. Aber ich kann ja nicht nur positive Vorlesen. Und ich habe tatsächlich alle Bewertungen seit Folge 24 vorgelesen – egal ob positiv oder negativ. Vielleicht habe ich ein paar vergessen, aber das sind nur ganz wenige. Deine Bewertung hätte ich also auch vorgelesen. Ich bewerte da nicht nach Kriterien, wann ich vorlese.

          Generell will ich vom Vorlesen der Bewertungen eh wegkommen, weil es heutzutage nicht mehr viel Einfluss hat. Es gibt einfach zu viele Podcasts. Bis Ende des Jahres habe ich wahrscheinlich alle durch und dann bin ich am Ende der Bewertungen angekommen.

          Viele Grüße
          Daniel

  3. Lieben Dank für den sehr interessanten Artikel. Es hat mir großen Spaß gemacht zuzuhören: Interessante Gäste.

    Ich war tatsächlich zum ersten Mal da. Obwohl ich aus dem Augenwinkel deinen Podcast schon öfter mal gesehen habe. 🙂 Das Thema Familien Finanzen hat mich hier gepackt.

    P.s. Ich fand den Buch Tipp toll: „ein Hund namens Money.“

    Viele Grüße Theresa

    1. Hallo Theresa,

      klasse, das freut mich, dass Du den Weg zum Finanzrocker-Podcast gefunden hast. Auch wenn mein Maskottchen etwas arg männlich aussieht, habe ich auch einige Frauen- und Familienthemen abgedeckt. 🙂 Vielleicht findest Du ja noch die eine oder andere Folge, die Dir gefällt.

      Viele Grüße
      Daniel

  4. Hallo,

    ich finde eure beiden Blogs wirklich sehr lesenswert und finde es klasse das ihr den Podcast “meine Mäuse” zum Leben erweckt habt. Viele Familien leben im hier und jetzt und machen sich meist nicht viel Gedanken um ihr Geld. Deswegen ist es um so wichtiger ihnen zu helfen. Ich finde euer Interview sehr interessant und wünsche euch weiterhin viel Erfolg.

    Gruß Stefan

  5. Hallo! Ein tolles Podcast-Thema, das genau meinen Nerv und meinen aktuellen Fokus trifft.
    Auch wir leben kein klassisches Rollenmodell, die Hauptteil der Elternzeit hat mein Mann bestritten, ich allerdings arbeite nur auf 70%.
    Ich habe für uns als Familie das Ziel gesteckt, in 10 Jahren finanziell frei zu sein, allerdings nicht um den Preis im hier und jetzt auch nur irgendetwas mit unserem Sohn (2) zu verpassen.
    Von mir auch Chapeau an Eva.
    Pareto hin oder her – das muss man trotzdem erstmal so hin”rocken”.
    Viele Grüße

  6. Hallo Daniel,

    im Interview fragst Du Eva nach einer 173 er Regel, sie antwortet mit 172 er Regel (ca. Minute 25). Könntest Ihr mir bitte diese Regel anhand eines Beispiels vorrechnen. Gerne mit 100 Euro um es einfach zu halten. Gerne auch für die 752 er Regel. Das hab ich im Podcast beides nicht ganz verstanden. Ich kenne bisher nur die 72 er Regel, vielleicht ist es eine Abwandlung davon, In den Podcast der beiden höre ich auf jeden Fall rein.

    Danke.

    Viele Grüße Matthias

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