Budgetplan: 5 Finanz-Apps zur Ausgaben-Optimierung

In Deutschland gibt es fast 7 Millionen überschuldete Menschen. Während die einen unverschuldet in Not geraten sind, gibt ein stark wachsender Teil der Deutschen das nicht vorhandene Geld mit beiden Händen aus. Knapp 7,6 Prozent der Deutschen überschulden sich wegen eines falschen Konsumverhaltens. 0-Prozent-Finanzierung, billige Kredite und hemmungsloser Konsum verführen immer mehr zum Shopping – auch wenn das Geld dafür gar nicht da ist. Zeit zum Umdenken: Mit diesen 5 Finanz-Apps behältst Du Deinen Budgetplan genau im Auge.

Budgetplan durch Finanz-Apps - Bild von Wecker und Glas mit Münzen auf Holz Untergrund

Die besten Finanz-Apps für Android, iOS und Windows

Was ist die Basis für ein gutes Leben? Der bedachte Umgang mit Geld ist mit Sicherheit ein elementarer Baustein dafür. Im Schulden-Podcast bei “Der Finanzwesir rockt” haben Albert und ich schon über alle Arten von Schulden gesprochen. Und auch darüber, dass man nicht nur mit dem Finger auf die Schuldner zeigen kann, sondern eben auch auf Banken, Elektronikmärkte und andere, die dazu ermutigen, sich zu verschulden. Auch das Thema “Verschuldung und Privatinsolvenz” haben wir mit zwei Gästen ausführlich erläutert.

0-Prozent-Finanzierung, günstige Kredite oder auch vermeintlich günstige Kreditkarten führen viel in Versuchung. Ich bekomme von einigen Banken ständig Briefe mit ganz tollen günstigen Krediten, obwohl ich nie mein Konto überziehe oder ausschweifend shoppen gehe. Wer anfällig für so etwas ist und mit seinem Geld nicht so gut haushalten kann, tappt schnell in eine Falle und überschuldet sich schnell. Die Tendenz? Seit der Finanzkrise wieder steigend!

Auf Dauer ist dieser Trend natürlich katastrophal. Dabei ist das Führen eines Budgetplans und das Einhalten von Budgets heute so einfach wie noch nie. Es gibt so viele Möglichkeiten, wie du dabei vorgehen kannst und deine Einnahmen und Ausgaben tracken kannst. In diesem Artikel stelle ich dir fünf Finanz-Apps vor, mit denen du deine Finanzen im Griff behalten kannst – plus den obligatorischen Bonus-Tipp.

Hier geht es zu den besten 8 Finanztools für deine Finanzen

1. Finanz-App: Finanzguru

Finanzguru hat eine einzigartige Erfolgsstory geschrieben. Im Herbst 2018 haben sie bei “Der Höhle der Löwen” mitgemacht und für viel Geld einen Teil der Firmenanteile an Carsten Maschmeyer abgegeben. Auch die Deutsche Bank hat von Anfang in das Start-up investiert. In der Folge gehörte die App zu den am meisten downgeloadeten Finanz-Apps in Deutschland. Aber sind wir mal ehrlich: Das alles macht natürlich noch kein tolles Tool daraus.

Die besten Finanz-Apps: Finanzguru Logo

Die besten Finanz-Apps: Finanzguru Logo

Ich nutze Finanzguru nun seit dem Tag der Sendung und bin wirklich begeistert. Neben einer einfachen Budgetierungs-Funktion liest die App anhand der Kontoumsätze alle laufenden Verträge aus. Egal ob Versicherungen, Streaming-Dienste oder die Bahncard, Finanzguru liest die Abbuchungen aus und plant anhand dieser deine Finanzen im Voraus. Bucht der Vertrag monatlich, quartalsweise oder nur jährlich ab, wann im Monat wird abgebucht und welchen Einfluss hat das auf meine finanzielle Situation im Monat. Ich bekomme alle paar Wochen eine Push-Nachricht wie viel Geld ich noch zur Verfügung habe. Auf diese Weise lässt sich das Geld sehr einfach planen.

Bei mir auf dem Smartphone ist es eine der besten Apps, die ich regelmäßig benutze. Nicht nur, weil es mir anzeigt, wie viel Geld ich diesen Monat noch zur Verfügung habe, sondern weil alle vorhandenen Verträge angezeigt werden und sie sich innerhalb von wenigen Sekunden kündigen lassen. Einfach auf den Vertrag klicken, kündigen drücken und dann öffnet sich das E-Mail-Postfach mit einem vorformulierten Text inklusiv der Vertragsnummer. Dann musst du es nur noch abschicken und auf die Bestätigung warten.

Auch Alarmfunktionen lassen sich einrichten, falls sich das Kündigungsdatum eines Vertrags wie beispielsweise der Bahncard wieder nähert. Per Mail und Push-Nachricht wirst du informiert, sobald die Kündigungsfrist näher kommt. Auf diese Weise lässt sich wirklich viel Geld sparen. Alte Vertragsleichen lassen sich so schnell identifizieren und im Handumdrehen kündigen.

Darüber hinaus ist die App auch sehr übersichtlich, einfach gehalten und benutzerfreundlich. Sie ist auch kostenlos, wobei Finanzguru über die Vermittlung von günstigeren Verträgen Geld verdient. Das muss man aber nicht nutzen. Datenschutz wird groß geschrieben und nach deutschen Bankensicherheitsstandards gearbeitet. Hier macht sich die Einbindung der Deutschen Bank bemerkbar. Innerhalb von 3 Minuten ist alles eingerichtet und du kannst mit dem Sparen beginnen.

Zu Finanzguru

2. Finanz-App: Treefin – die Finanzguru-Alternative?

Treefin ist so etwas wie die All-in-One-Lösung für die Hosentasche. Mit der vom TÜV Saarland geprüften App kannst du alle Geldanlagen, Bankkonten, Versicherungen, Wertpapierdepots und sogar andere Assets wie Immobilien, Schmuck, Gold oder Autos einfügen. Über 3.000 Institute sind angebunden und Treefin ist als Zahlungsauslösedienst der Bafin reguliert.

Die besten Finanz-Apps: Treefin Logo

Die besten Finanz-Apps: Treefin Logo

In der Form ist es eine der wenigen Apps, die tatsächlich das gesamte Vermögen anzeigt. Ich persönlich nutze hierfür Portfolio Performance, aber das ist deutlich komplizierter als Treefin. Die App ist sehr übersichtlich und gut strukturiert. Mittlerweile kannst du auch deinen Haushaltsplan und deine Budgets darüber führen.

Besonderer Vorteil sind die ganzen Statistiken und Auswertungen, die die App anbietet. Alle Daten werden ausschließlich DSGVO- und PSD2-konform verarbeitet. Das Hosting erfolgt komplett in Deutschland und nicht im Ausland. Das Unternehmen finanziert sich in erster Linie über die Entwicklung von abgeänderten Finanz-Applikationen für große Finanzdienstleister und auch Maklerprovision.

Zum Download von Treefin

3. Finanz-App: You need a budget

Im Sparen-Podcast mit dem Finanzwesir habe ich ja von meinen Spartöpfen gesprochen. Daraufhin habe ich von einem Hörer den Hinweis bekommen, dass es dafür auch eine Software gibt, mit der sich diese Töpfe wunderbar verwalten lassen. Vielen Dank nochmal an dieser Stelle für den Tipp!

Die besten Finanz-Apps: You need a budget Logo

Die besten Finanz-Apps: You need a budget Logo

Die Software ist aus den USA und nennt sich “You need a budget”. Auf den ersten Blick ist der Preis mit 60 Dollar relativ hoch, aber hier gibt es oft Sonderangebote in verschiedenen Stores. 34 Tage lässt sich das Programm kostenlos testen, um nicht die Katze im Sack zu kaufen.

Der Käufer erhält dann eine ziemlich übersichtliche Lösung für sein Budget. Auf Basis von vier Regeln lassen sich dann unterschiedliche Töpfe füllen, um mit seinem Budget klarzukommen. Und wie der Amerikaner so ist, ist es “really big stuff, man”.

Rule 1: Give every Dollar a job and learn to budget right.

Rule 2: Save for a rainy day

Rule 3: Roll with the punches

Rule 4: Live on last month’s income

Das wäre ja langweilig, wenn es nur die Software und den Text für die vier Regeln geben würde. No, it´s bigger, man! Kundengeschichten, kostenlose Webinare und kostenlose E-Mail-Kurse für ein besseres Regelverständnis gibt es auch noch. Ok, Du solltest etwas englisch verstehen, aber ich finde es großartig, wie die Macher das umgesetzt haben. THIS is the real deal!

Ergänzend lässt sich eine kostenlose App für iPhone, iPad oder Android herunterladen, die unterstützend für die Ausgaben genutzt werden kann. Hierfür ist aber die lizensierte Software nötig. Leider hat YNAB ein neues Preismodell. Mit 7 $ im Monat oder 84 $ im Jahr ist es ziemlich teuer. Hier muss jede/r selbst entscheiden, ob ihm/ihr das wert ist.

An dieser Stelle habe ich mal einen echt tollen Tipp für Sparfüchse und Leute, die dazu werden wollen. Bei AppSumo* gibt es haufenweise grandiose Deals für Softwareprogramme wie You need a budget oder andere. Ich habe mir dort beispielsweise mein Autorenprogramm Scrivener zum halben Preis gekauft und diese Woche das Videoschnittprogramm Camtasia ebenfalls zum halben Preis.

Hier geht es zum Download You need a Budget

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4. App: Zuper

Zuper ist eine App zum Verwalten deiner Finanzen mit direkter Anbindung zu allen deinen Konten. Die App des jungen Start-ups lohnt sich für alle, die die volle Kontrolle über ihre Einnahmen und Ausgaben haben wollen.

Die besten Finanz-Apps: Zuper Logo

Die besten Finanz-Apps: Zuper Logo

Mit Zuper lassen sich die eigenen Konten einfach einbinden und verschiedene Budgets kategorisieren. Ob nun Haushalt, Reisen, Sparen oder die monatlichen Fahrtkosten: dank der Vorlagen lässt sich alles genau tracken und die Buchungen nachvollziehen. Du legst Kategorien fest und kannst alles zuordnen.

Und damit das ganze auch noch Spaß macht, wartet Zuper mit Gamification-Elementen auf und erreicht so, dass das Banking darüber hinaus eine neue Rolle im Leben der Userinnen und User bekommen. Jeden Monat werden dir deine Budgets über oder unter deinem Budget-Limit angezeigt. Dank der Kategorien lassen sich die Budgets leicht zuordnen.

Die App gibt es für iPhone & Android und ist kostenlos. In Zukunft sollen weitere Funktionen wie beispielsweise intelligente Sparziele hinzukommen. Zuper will sich hier nicht auf Drittanbieter verlassen und ist deswegen gerade dabei, eine eigene Banklizenz zu erwerben. Deswegen bleiben deine Daten bei Zuper, werden verschlüsselt und auf deutschen Servern gespeichert. Mit Robert Blessing von Zuper habe ich auch schon ein Interview für den Blog geführt.

Mehr über Zuper

Das Einsteigerbuch für den Vermögensaufbau

5. App: Money Control

Für 4,99 Euro gibt es ein umfassendes Haushaltsplan-Paket mit ganz vielen Möglichkeiten. Im Leserpodcast hat Tobias das Tool schon hervorgehoben. Aber was macht Money Control so cool?

Die besten Finanz-Apps: Money Control Logo

Die besten Finanz-Apps: Money Control Logo

Ich denke, dass es die wirklich gute Übersicht ist und auch die Kopplung der unterschiedlichen Geräte. Wenn Du Ausgaben über Dein Smartphone trackst und die App via Dropbox gekoppelt hast, kannst Du Dir auf dem heimischen PC alle Ausgaben genau anschauen. Und auch als PDF rauslassen.

Die Lösung lässt sich kinderleicht bedienen und sieht dazu auch noch gut aus. Money Control ist für alle Devices (iOS, Windows, Android) erhältlich und somit gibt es hier keine Ausreden, dass es auf Deinem Device nicht funktioniert.

Alles weitere erfährst Du auf der Homepage. Bei iTunes hat die App 2.650 viereinhalb-Sterne Bewertungen. Das sollte eigentlich für sich sprechen. Probiere es doch mal kostenlos aus. Erst ab einer bestimmten Anzahl an Buchungen musst du einmalig Geld zahlen.

Bei iTunes herunterladen: Haushaltsbuch MoneyControl – Einnahmen und Ausgaben*

Download im Google Play Store

Bonus-Finanz-App: Budgetplaner-App von Deutschland im Plus

Budgetplaner App LogoAls Finanz-App des Jahres 2019 wurde die Budgetplaner-App von Deutschland im Plus ausgezeichnet. Die Stiftung hat sich auf die Fahnen geschrieben, Jugendliche bei der finanziellen Bildung zu unterstützen.

Die ziemlich umfangreiche App liefert Einnahmen, Ausgaben, Limits, eine umfangreiche Suche, Statistiken und Vorlagen. Die App ist kostenlos und liefert viel Mehrwert. Schau doch mal vorbei.

Download im Google Play Store: Budgetplaner-App

Zur Landingpage auf der Webseite

Budgetplan Office-Bonus: Privates Budget erstellen ohne Finanz-Apps

Ok, darauf hätte man auch selbst kommen können. Aber Tabellenkalkulationen schrecken viele Menschen von vornherein ab. Das muss aber gar nicht sein, denn gerade für Haushaltspläne gibt es unzählige Vorlagen im Netz.

Ich nutze selbst eine Excel-Vorlage, die bei Office 2013 dabei war. Damit lässt sich alles wunderbar tracken und die Formeln sind alle schon integriert. Andere Vorlagen findest Du beispielsweise bei der Bundesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung (einige Vorlagen als Download) oder auf einer Seite wie Beobachter.ch mit einem ausführlichen Artikel über das Budget (aber mit Franken als Währung) und einer Tabelle. Auch Michael Katzmann hat auf seinem Blog einen tollen Artikel zum Haushaltsplan mit vielen Vorlagen erstellt.

Wenn du mit einem Mac arbeitest, gibt es bei Numbers auch eine kostenlose Vorlage. Du kannst aber auch die Wordvorlagen problemlos nutzen.

Fazit zum Budgetplanung im Privathaushalt durch Finanz-Apps

Vielleicht hast du ja schon ein Tool oder eine Finanz-App gefunden, das dir weiterhilft. Natürlich gibt es unzählige Möglichkeiten, wie du dein Budget einfach in den Griff bekommen kannst. Die meisten kommen wahrscheinlich auch ohne Hilfsmittel damit klar oder nutzen ein richtiges Haushaltsbuch zum reinschreiben. Trotzdem gibt es einige, die damit nicht so einfach klarkommen. Und denen möchte ich mit diesem Artikel etwas helfen.

Da war noch nicht das Richtige für dich dabei? Dann check’ doch mal diesen Artikel. Die Welt hat dort die 25 besten Finanz-Apps im Überblick gelistet. Da sind mit Sicherheit noch ein paar Tipps für dich dabei. In den Kommentaren gab es noch einen tollen Hinweis von Stefano zum kostenlosen Open Source-Programm “GnuCash”, das sich auch über eine Android-App verbinden lässt, um seine Ausgaben zu tracken.

Damit solltest du deine Ausgaben auf jeden Fall in den Griff bekommen. Und wenn dir der Artikel gefallen hat, dann teile ihn doch in den sozialen Netzwerken. Vielleicht hilft er ja noch weiteren Menschen dabei, sein Budget in den Griff zu bekommen.

Anmerkung: Bei diesem Artikel handelt es sich um einen der ältesten Artikel im Blog, den ich 2019 komplett überarbeitet habe.

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19 Antworten

  1. Hi Daniel!

    Freu mich auf den Themenschwerpunkt. Das erwähnte Programm „Money Control” kann ich sehr empfehlen. Erfasse damit seit ca. einem Jahr meine Einnahmen und Ausgaben. So habe ich immer einen schnellen Überblick über meinen Finanzstand.

    Die Initiative von „Deutschland im Plus” finde ich sehr lobenswert. Nur schade, dass eine ordentliche Finanzbildung nicht ein fester Bestandteil der Schulbildung ist. Wir lernen so vieles, aber solch elementare Sachen werden außen vor gelassen.

    So keep on rockin’ debtfree 🙂

    lg

    Mark

  2. Hi Daniel!

    Danke für die tolle Übersicht. Erstaunlich finde ich, dass auf den ganzen Finanzblogs bisher nie das OpenSource Programm “GnuCash” vorgestellt wurde. Damit verwalte ich mein Haushaltsbuch bzw. meine Finanzen seit Jahren. Sämtliche Ein- und Ausgabenkategorien stellen sich als “Konten” dar. Man hat auf diese Art und Weise immer eine doppelte Buchführung, und kann hervorragend auswerten wohin das Geld fließt. Wenn man den Dreh erstmal heraus hat, ist das Programm total einfach zu bedienen. Am Anfang allerdings erschlägt es einen ein wenig. Übrigens gibt es auch eine Onlineanbindung zu den meisten Banken um Kontoumsätze abzuholen, und sogar eine Android App für die Erfassung der Ausgaben unterwegs. Laufen tut das Programm auf Windows, Linux und OSX.

    Gern mal reinschauen oder vielleicht hier auch vorstellen. Vielleicht kann ich sogar ein wenig mitwirken.

    http://www.gnucash.org/

    1. Hi Stefano,

      ich habe davon noch nie gehört, aber vielen Dank für den Hinweis. Ich werde mir das mal genauer anschauen und im Artikel noch einen Hinweis setzen. Klingt jedenfalls echt klasse.

      Viele Grüße
      Daniel

    2. Ich finde es auch erstaunlich, dass freie Programme kaum erwähnt werden. GnuCash habe ich mal ausprobiert, aber ich habe das mit dem Kontensystem nicht so richtig verstanden. -.-

      Ich selbst nutze deshalb HomeBank (http://homebank.free.fr/index.php – Ich hoffe, der Link ist ok?!). Es ist kostenlos, für Windows und Linux vorhanden, man kann Daueraufträge und Budgets einrichten. Es arbeitet mit Kategorien und ist deshalb für Leute wie mich einfacher verständlich. Und man kann seine Kfz-Kosten extra auswerten lassen. Dann kann man auf einen Blick sehen, wie viel 100 km unter Berücksichtigung aller für das Kfz anfallenden Kosten kosten. Auswertefunktionen gibt es auch als Liste, Graph oder Kreisdiagramm. 🙂

      Viele Grüße

      Markus

  3. Ich kann YNAB (You need a budget) ebenfalls nur wärmstens empfehlen. Ich nutze es jetzt seit dem 01.01.14 (Neujahres-Vorsatz und so), also fast 2 Jahre. Meine Sicht auf und mein Umgang mit meinem Geld haben sich komplett verändert. Das entspannte Gefühl, dass sich damit einstellt, jederzeit zu wissen, was man ausgeben kann und was bereits verplant ist, ist dermaßen beruhigend, dass ich nicht mehr weiß, wie ich ohne auskommen sollte.
    Inzwischen ist das Programm für mich schon fast zur Sucht geworden und ich verbringe jede Woche eine gewisse Zeit damit, meine Auswertungen anzugucken und meine Budgets zu pflegen.
    Dank der mobilen App ist es auch super bequem, unterwegs seine Ausgaben einzutragen.

    Aber Achtung: YNAB wird irgendwann demnächst (Q1 2016) auf eine neue, webbasierte Version umsteigen. Diese kann dann nicht mehr einmalig für 60$ gekauft werden, sondern muss mit monatlich 5$ abonniert werden. Ich kann nur empfehlen, jetzt direkt zu kaufen. Ich könnte hier jetzt meinen Referal-Code verlinken, mit dem das Ganze 6$ billiger wird, aber ich möchte nicht, dass diese Empfehlung am Ende nur wie billige Werbung daherkommt und verzichte daher darauf.

    1. Ich antworte eigentlich nur um das von Phoenix gesagte nochmal zu unterstreichen.
      Ich selber nutze YNAB seit Februar 2015 – und das auch mit sehr großer Begeisterung.
      Meine Frau habe ich mittlerweile auch an Board.

      YNAB hat in der Tat die Sicht und die Art und Weise wie das Geld gehandelt wird bei uns stark verändert.
      Ich habe vorher auch eher den “Anti-Budget” Ansatz versucht – also alle wiederkehrenden Kosten usw. direkt bei Gehaltseingang abziehen und aufs Tagesgeld um dort zu “puffern”. Das Problem – und das bekomme ich mit YNAB 1a in den Griff – sind die verschiedenen Geldströme innerhalb unseres Haushalts. Da gibt es die Haushaltskasse, den Notgroschen, das Spaßgeld für Sie und für Ihn (separat), dann sie da noch die Kinder. Ich hab das ehrlich gesagt mit zwei Konten nicht voreinander bekommen. Ich war immer wieder unsicher ob das Geld was da auf meinem Giro liegt “meins” ist, oder ob es nicht zumindest anteilig doch in den Haushalt gehört. Bei meiner Frau war es noch “schlimmer”, da sie eigentlich immer die Haushaltskasse und Ihr Spaßgeld in einem Konto vermengt hatte.

      Dieses Problem haben wir dank des Umschlagprinzips (YNAB ist ja auch nur eine digitale Version) nicht mehr. Es ist jetzt egal wo das Geld ist (welches Konto, oder Cash? Egal!) – ich weiß an Hand der YNAB Zahlen exakt ob ich “mein” Geld ausgebe, oder in die Ersparnisse des Haushalts greife.

      Klar – das alles kann man vermutlich auch ohne YNAB hinbekommen. Für mich war mit YNAB aber auch nochmal ein Lernprozess verbunden – ich habe jetzt einfach eine bessere Übersicht über unsere Finanzen. Innerer Seelefrieden für 60$ … ein besseres Angebot gibt’s nicht.

      1. Hallo Michael,

        vielen Dank für Deinen Kommentar. Gerade wenn Du eine Familie hast und noch enger budgetieren musst, eignet sich so ein Programm wirklich gut. Von Deinen Erfahrungen können andere wirklich profitieren. Deshalb danke für das Teilen.

        Und vielen Dank, Phoenix, für den Hinweis mit der Umstellung des Preises. Das ist leider bald das Standardprinzip mit den monatlichen Kosten.

        Viele Grüße
        Daniel

  4. Nachdem die neue Version von YNAB ja nun draußen ist würde ich das so ohne weiteres nicht mehr empfehlen. Die Variante das nichts mehr lokal, sondern nur noch auf YNAB Servern gespeichert wird würde mir bei einem solch sensiblem Thema Unbehagen bereiten. Mit dem kompletten Finanzstatus einer Person lassen sich sicher tolle Profile bilden und ggf. auch verkaufen, aber selbst wenn YNAB keine solchen Absichten verfolgen würde wäre ich skeptisch darauf zu vertrauen das meine Daten so gut geschützt sind das es da keinen Leak geben wird.

    Money Control finde ich ganz interessant, aber hier würde mich ja mal interessieren wie da die Daten, die auf der Dropbox ausgetauscht werden, verschlüsselt sind bzw. ob überhaupt. Auf der Website findet sich nur die Information das man ein Passwort vergeben kann und auf Nachfrage per Mail oder Twitter meldet sich leider niemand zurück.

  5. Hallo, danke für den informativen Beitrag. Leider funktionieren viele Links nicht mehr. Wäre toll, wenn du diees updaten könntest. Lg

  6. Vor ein paar Wochen habe ich diesen Artikel zum ersten Mal gelesen und bei mir gedacht, dass ich mir davon eine etwas aktuellere Version wünschen würde – und schon ist sie da. Danke erstmal dafür.

    Vielleicht ist die Frage etwas laienhaft, aber wenn ich mir ein “Gesamtpaket” wie Finanzguru oder Treefin anschaffe, kann ich damit auch meine Kryptos nach dem aktuellen Kurs tracken? Mit so einer Möglichkeit wäre eine App für mich vollständig und interessant.

    1. Dieser Artikel musste tatsächlich auf den neuesten Stand gebracht werden. Fast kein Programm hat mehr funktioniert. Deshalb habe ich ihn fast komplett neu erstellt.

      Zu Kryptos kann ich Dir leider nichts sagen. Am ehesten könntest du es mit Treefin abbilden. Finanzguru ist dafür komplett ungeeignet und lohnt sich nur für die Analyse der Konten.

  7. Super geschriebener und informativer Artikel. Eine sehr gute Aufstellung. Da kann sicherlich der ein oder andere was mit anfangen. Ich finde es wichtig, sich immer mit den unterschiedlichsten Möglichkeiten auseinander zu setzen. So findet jeder etwas passendes. 🙂

  8. Eine sehr gute Aufstellung. Da kann sicherlich der ein oder andere was mit anfangen. Ich finde es wichtig, sich immer mit den unterschiedlichsten Möglichkeiten auseinander zu setzen. So findet jeder etwas passendes 🙂

  9. Mein Girokonto bietet die Möglichkeit direkt in der Onlinebanking App eine Auswertung anzuschauen (N26). Ist für mich die einfachste und praktischste Lösung. Ich muss halt wenn möglich immer mit Karte bezahlen, damit man die Umsätze einteilen kann. Bargeldzahlungen lassen sich in der App leider nicht differenzieren.

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