“Embedded Finance wird massiv an Bedeutung gewinnen” – Interview mit Nils-Hendrik Höcker von Bux

In dieser Podcastfolge habe ich den Deutschlandchef des niederländischen Neobrokers Bux, Nils-Hendrik Höcker, zu Gast. Wir sprechen in knapp 60 Minuten über die FinTech-Branche, die Start-up-Szene in Deutschland, die Vor- und Nachteile von Neobrokern und Embedded Finance. Außerdem werfen wir einen genaueren Blick auf das Geschäftsmodell und die Vision vom niederländischen Neobroker Bux.

Nils-Hendrik Höcker Bux Embedded Finance

Überblick Interview mit Nils-Hendrik Höcker

In der zweiten Folge nach der Sommerpause spreche ich mit Nils-Hendrik Höcker. Der 33-Jährige ist seit 2020 Deutschlandchef des niederländischen Neobrokers Bux. Im Interview spricht Nils über seine Faszination für die Start-up-Szene und seine Learnings in verschiedenen jungen Unternehmen.

Außerdem sprechen wir über Bux, seine Konkurrenz in Deutschland und wie das Geschäftsmodell des Neobrokers es ermöglicht, günstige Gebühren anzubieten. Auch die schwierige Zukunft der traditionellen Banken, Embedded Finance und Nachhaltigkeit als Kernwert der Unternehmensphilosophie sind Themen, die ich mit Nils bespreche. Zum Schluss erzählt er, wie er selbst sein Geld anlegt und welche Zukunftspläne Bux hat.

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Zusammenfassung des Interviews

Über Nils-Hendrik Höcker

Portrait Nils-Hendrik Höcker Bux Embedded FinanceNils-Hendrik Höcker studierte im niederländischen Groningen Business Administration, International Business und Management und sammelte schon früh in seiner Karriere Erfahrungen in verschiedenen Start-ups wie Delivery Hero, Book a Tiger und seinem selbst gegründeten Unternehmen GetKiwi. Seit Oktober 2020 ist er Deutschlandchef beim niederländischen Neobroker Bux. Nils lebt in Berlin.

In den letzten Jahren hast Du für unterschiedliche Start-ups gearbeitet. Was fasziniert Dich daran?

  • Das sind viele Aspekte und bei den einzelnen Stationen waren das auch individuelle Momente und Einzelheiten, die da entscheidend waren. Aber grundsätzlich glaube ich sehr stark an Digitalisierung und technologische Lösungen. Das heißt eine technische Plattform, die dann im Hintergrund die Kundenerfahrung im jeweiligen Geschäftsmodell wesentlich besser macht.
  • Damals war bei „Delivery Hero“ eine echte Innovation, eine Mobile App zu haben, eine hohe Restaurantauswahl zu haben, die Delivery Time anzuzeigen oder eben Online Payment. Heute ist das natürlich absoluter Standard, aber damals ein gravierender Unterschied zu dem, was am Markt vorhanden war.
  • Ich finde Technologie einfach faszinierend und glaube einfach, dass Technologie, wenn man sie sinnvoll nutzt, uns in vielen Bereichen in der Zukunft sehr viel helfen wird.

Wie bist Du eigentlich in die Start-up-Szene reingerutscht?

  • Ich habe 2009 in Hamburg ein Praktikum gemacht und meine damalige Chefin ist heute eine sehr gute Freundin von mir. Und die war in Berlin in der Start-up-Szene sehr gut verknüpft, weil sie eben im Personalbereich tätig war.
  • Sie hat mich glücklicherweise den damaligen Gründern Markus Fuhrmann und Niklas Östberg vorgestellt und so bin ich direkt aus der Universität mit dem Zug nach Berlin gefahren und habe dort als Analyst angefangen. Das heißt ich habe die ganzen Märkte angeschaut, Marktgrößen berechnet und Konkurrenzanalysen gemacht und das war tatsächlich auch meine Bachelorarbeit. So bin ich in diese Szene gekommen. Das ist jetzt 10 Jahre her und ich bereue es nicht.

Du hast in dem Zeitraum ganz unterschiedliche Branchen abgedeckt: Von der Reinigungsplattform Book a Tiger über die Online-Bestellplattform Delivery Hero bis hin zur eigenen Gründung mit Getkiwi. Wie lange braucht man um sich in den speziellen Themen zurecht zu finden? Oder sind die Plattformen im Kern sehr ähnlich?

  • Delivery Hero war am Anfang eine echte Herausforderung für mich, weil ich von Online Marketing und Development Springs einfach keine Ahnung hatte. Ich habe mich dann wirklich wie ein kleines Trüffelschwein in die Themen eingearbeitet und bin glaube ich auch autodidaktisch ganz gut veranlagt.
  • Das Meiste, was ich heute kann, das habe ich mir selber beigebracht. Weil mich das auch sehr interessiert, fällt es mir auch nicht so schwer mich in die Themen einzuarbeiten, die für das Geschäftsmodell spezifisch wichtig sind. Am Anfang war das eine Herausforderung, aber wann wächst ja bekanntlich mit seinen Aufgaben.

Hast du mit dem Thema Finanzen schon mal in irgendeiner Art und Weise zu tun gehabt?

  • Im privaten Kontext. Ich weiß gar nicht genau, wenn ich mir zum ersten Mal eine Aktie gekauft habe. Aber ich habe mir schon ab einem Punkt Gedanken gemacht, was ich mit dem Geld mache, was ich verdiene.
  • Gerade aus technologischer Sicht habe ich sehr früh gemerkt, wie wichtig es sein wird, wenn dann Apple Pay, Google Pay und auch die ganzen Embedded Finance Themen mal richtig abheben – wie entscheidend ein guter Bezahlprozess dann für dein Geschäftsmodell und deine Skalierung sein wird. Diese Touchpoints habe ich schon früh gehabt, auch weil ich mich als Produktchef mit verschiedenen Bezahlmöglichkeiten auseinandersetzen musste. 
  • Auch bei Delivery Hero hat man im Zuge der Internationalisierung gesehen, was da teilweise in einzelnen Ländern schon möglich ist und wie da die Verhaltensweisen sind.

Bezahlst du selbst nur noch kontaktlos oder auch mit Bargeld?

  • Ich habe tatsächlich fast gar kein Bargeld mehr. Das ist in den ein oder anderen Momenten auch nicht so cool, weil man ja auch gerne mal ein bisschen Trinkgeld geben möchte. Ich finde das persönliche in die Hand geben hat nochmal eine bessere Wertschätzung, als das über die App zu machen.

Seit Oktober 2020 bist Du Country Head Germany & Austria beim Neobroker Bux. Mit der ganzen Regulatorik im Finanzbereich ist das nochmal ein komplett neues Thema. Wie leicht ist der Einstieg hier gefallen?

  • Wir haben ein gutes Legal und Compliance Team und auch einen Chief Risk Officer, deswegen brauche ich jetzt kein Experte für alle regulatorischen Fragen zu sein. Aber ja, ich musste natürlich die ein oder anderen Memos wälzen und mich mit bestimmten Inhalten auseinandersetzen. Insbesondere, was man in der Öffentlichkeit sagen darf bzw. auch vermeiden sollte.
  • Ein Beispiel: Wir werden ja von den niederländischen Aufsichtsbehörden reguliert und der Risikohinweis bei Werbeanzeigen darf nicht im Kleingedruckten stehen. Der muss quasi genau groß sein wie die Headline. 

Bux kommt aus den Niederlanden und ist in Europa gut gewachsen. Wie wichtig waren hierfür die Kapitalerhöhungen von großen Unternehmen wie Prosus und Tencent und neue Gelder von beispielsweise ABN Amro? 

  • Die Höhe der Finanzierungssumme ist kein alleiniger Gradmesser für Erfolg, die ist eher das Mittel zum Zweck. Entscheidend ist ja, welches Produkt am Ende die Kundenwünsche am besten abdeckt. Und die Firma, die das kann, wird halt langfristig Erfolg haben. Einige Produkte, die wir anbieten, sind bereits schon profitabel, und dadurch können wir diese Finanzierung wirklich für Wachstum und zum Ausbau des Angebots nutzen. Zum Wachstum gehört, noch weitere Länder in Europa zu erschließen und dabei hilft diese Finanzierungsrunde.
  • Und dass es dann ein Unternehmen wie bspw. Tencent ist, ist natürlich eine schöne Bestätigung, weil Tencent natürlich ein absoluter Vorreiter in digitalisierten Geschäftsmodellen ist und auch enorme Erfahrung hat. 

Der Schritt nach Deutschland war aber etwas schwerer, denn da ist die Neobroker-Konkurrenz sehr stark. Warum braucht es noch einen Neobroker hierzulande?

  • Jeder der Anbieter, die es in Deutschland gibt, bedient mit seinem Produkt eine bestimmte Zielgruppe. Ich muss zugeben, ich beschäftige mich relativ wenig mit möglichen Konkurrenten, sondern konzentriere mich darauf, was unsere Nutzerinnen und Nutzer für ein Produkt haben möchten. 
  • Wir haben beispielsweise mehrheitlich jüngere Anlegerinnen und Anleger, also Millenials und Generation Z, und durch die wissen wir, dass bspw. der Bereich Information und Wissen sehr, sehr wichtig ist und da legen wir einen starken Fokus drauf. Wir haben ein Wissenszentrum auf unserer Homepage eingerichtet und bauen massiv die Inhalte in diesem Bereich aus. Weil es nicht nur darum geht, die technische Lösung zu haben, die einfach und simpel ist, sondern auch die Informationen in einer guten Art und Weise bereitzustellen.
  • Wir sind außerdem ein europäischer Anbieter, und wenn du europäisch denkst, dann gehört der deutsche Markt einfach dazu. Und ob es dann dort Konkurrenten gibt, die vielleicht ein vergleichbares Produkt haben oder auch schon eine gewisse Marktgröße erreicht haben, das nehmen wir sehr sportlich und ist für uns kein Grund, nicht in Deutschland aktiv zu werden.

Wie verdient Bux denn sein Geld bei den günstigen Gebühren?

  • Wir haben verschiedene Funktionen, die nicht kostenfrei sind. Zum Beispiel für eine Marktorder oder eine Limit-Order berechnen wir einen Euro. Mit dem Geschäftsmodell fahren wir ganz gut, weil wir unsere Kostenstruktur durch unser technologisches Setup sehr gut gestalten können. Wenn du bei uns bei uns z. B. US-Aktien kaufst, verdienen wir einen FX-Aufschlag von 0,25 %, das ist quasi der Betrag für die Umrechnung von Euro in Dollar oder umgekehrt.
  • Wir planen, in den kommenden Monaten bestimmte Mehrwertdienste auszurollen, die dann auch gebührenpflichtig sind. Die werden aber keinen Einfluss auf die etablierten Funktionen haben.

Gibt es bei Euch nur die App oder kann ich auch über den Browser auf dem Computer meine Trades machen? 

  • Aktuell gibt es nur die Mobile App. Das ist auch, was unsere Nutzerinnen und Nutzer am meisten möchten. Es gibt schon die Überlegung, dass man mittelfristig auch eine Weblösung zur Verfügung stellt, aber das ist definitiv keine Priorisierung, weil die App für die meisten absolut ausreichend ist. 
  • Wenn man jetzt auch mal unabhängig von Bux und dem FinTech-Bereich schaut, geht der Trend ja dahin, dass du auf noch kleineren Devices deine digitalen Applikationen nutzt. Und auch der Bereich Voice wächst ja kräftig.

ABN Amro verwaltet eure Anlegergelder bei Bux. Wie wichtig ist es denn, so einen großen Player im Hintergrund zu haben?

  • Das hat verschiedene Vorteile. Das hat mit dem berühmten Trust zu tun. Ein etablierter Partner ist natürlich auch immer ein klares Signal, dass man eben gut aufgestellt ist. Wir sind aber nicht abhängig davon. Wir sind ja ein voll lizensierter Broker und sind eher mittelfristig darauf eingestellt, dass wir eigentlich unabhängig sein und wirklich eine komplett eigenständige Lösung anbieten wollen.
  • Aber für den Start macht das auf jeden Fall total Sinn und man hat sich für die ABN Amro aus verschiedenen Gründen entschieden. Sehr wahrscheinlich auch, weil es eine große niederländische Bank und auch ein niederländisches Team ist und man natürlich erst den niederländischen Markt bedient hat.

Wie hat sich Euer Geschäft denn während der Corona-Pandemie entwickelt?

  • Die letzten Monate haben wir uns sehr gut entwickelt und ich möchte auch nicht leugnen, dass die Umstände der Pandemie uns auch etwas Rückenwind gegeben haben. Ich hätte, wie alle anderen auch, gerne auf eine Pandemie verzichtet und ich möchte auch nicht von Corona-Gewinnern sprechen, weil es aus meiner Sicht in so einer Zeit keine Gewinner gibt.

Vor kurzem habe ich in einem Interview mit Business Insider gesagt, dass ich die Neobroker für junge Anleger beim langfristigen Vermögensaufbau sehr kritisch sehe, weil die geringen Gebühren zum Handeln verleiten und so am Ende auf viel Rendite verzichtet wird. Siehst Du das anders?

  • Ich kann den Gedanken komplett nachvollziehen, aber man darf junge Anlegerinnen und Anleger auch nicht unterschätzen. Ich kann mich natürlich nur auf unsere Daten beziehen und die zeigen, dass unsere Nutzerinnen und Nutzer nicht überdurchschnittlich aktiv handeln. Wir machen auch nichts, was dazu verleiten soll, dass häufig getradet wird.

Meinst Du denn, dass die günstigen Preise dauerhaft gehalten werden können oder wird es da sukzessive zu Preiserhöhungen in den nächsten Jahren kommen?

  • Das wird sich noch zeigen, wie sich das entwickelt. Ich bin mir in einer Sache sehr sicher und zwar welches Preismodell sich mittelfristig nicht halten wird: Und das ist das der traditionellen Banken und Broker. Denn die sind schlichtweg zu teuer. Ob sich jetzt die ein oder andere Preisgestaltung nach oben korrigieren wird, das kann ich nicht sagen. 

Was bedeuten diese günstigen Preise für die großen Banken, die ja auch schwer am kämpfen sind wegen der Billig-Konkurrenz?

  • Für Einzelinstitute wird’s schwierig, schwieriger nochmal, wenn man in digitalen Prozessen noch nicht so gut aufgestellt ist. 
  • Ich glaube, dass der Bereich Embedded Finance massiv an Bedeutung gewinnen wird. Embedded Finance bedeutet, dass im Prinzip fast jedes Unternehmen aufgrund von Drittlösungen und Integrationen zu einem Finanzanbieter wird. Das sind dann Ratenzahlungsmodelle oder eben schon teilweise halbe Konten, die du direkt anlegen kannst. Amazon macht das ja schon vor. Wo du quasi die Kombination aus einem Geld-Tool und Konsum hast. Das wird wachsen und macht es für etablierte Spieler noch schwerer.
  • Das Hauptproblem, was viele Banken haben, ist schlichtweg deren Kosten- und Organisationsstruktur. Sie ist nicht skalierungsfähig und schwierig umzugestalten. Ich habe auch einen riesigen Respekt davor, so ein Unternehmen zu transformieren und das bedarf auch seiner Zeit.

Warum gibt es bei Bux keine Aktien-Sparpläne?

  • Der Grund ist schlichtweg, dass wir das mit den Aktien-Sparplänen noch entwickeln müssen. Wir stehen ja noch am Anfang mit unserem Produkt und müssen gerade sehr viele Sprints in einem sehr langen Marathon laufen. Wenn wir in einem halben oder einem Jahr nochmal sprechen würden, hätten wir genau diese Funktionen schon integriert. 

Wenn ich mir Eure Webseite anschaue, fällt mir sofort das Thema Nachhaltigkeit ins Auge. Was hat es denn mit der Gratis-Aktie und dem Bäume pflanzen auf sich?

  • Es gibt zwei große Themenblöcke, die uns als Unternehmen bewegen. „Make it work for all people“ und „don’t just take, give something back“. Das ist ein bisschen das, was uns auch leitet. Wir wollen wirklich einen Anbieter etablieren, der es einer ganz großen Anzahl in Europa ermöglicht, an der wirtschaftlichen Entwicklung durch den Kauf von ETFs, Aktien und vergleichbaren Produkten teilzuhaben .
  • Wir sind in einer privilegierten Situation und in so einer Situation empfinden wir als Unternehmen es als selbstverständlich, dass wir uns für Nachhaltigkeit einsetzen. Jetzt geht es nicht nur darum, aus Marketing-Gründen mal einen Baum zu pflanzen. Es geht darum zu sagen, dass wir als Unternehmen eine Struktur geschaffen haben, dass wir auch wirklich Produkte haben, wo wir dann in der Lage sein werden, aktiv einen Teil zurückzugeben.
  • Mein persönlicher Wunsch ist es, dass wir irgendwann einen Ordertypus haben, wenn man den als Anleger nutzt, dass man dann einen Betrag x aktiv an die Gesellschaft oder für ökologische Projekte zurückgeben. Das ist ein sehr langfristiges Ziel.
  • Das aktuelle Setup ist, dass wenn du einen Account bei uns eröffnest, dass wir einen Betrag x einer Organisation zur Verfügung stellen, die unter anderem damit Bäume pflanzt, aber auch lokale Landwirte schult, nachhaltig zu wirtschaften.

Wie legst Du denn selbst Dein Geld an?

  • Ich mache monatlich ein Investment in den S&P 500. Dann investiere ich in Einzelunternehmen, von denen ich glaube, dass ich sie verstehe. Da sind logischerweise viele Tech-Companies dabei.
  • Fernab von Aktien mache ich auch Investments in Start-ups und schaue mir gerade noch zwei andere Bereiche an, z. B. überlege ich mir tatsächlich, ob ich mich an einem Windkraftrad beteilige. Ich bin da also sehr breit aufgestellt.

Welche persönlichen Ziele hast Du für die kommenden Jahre?

  • Ich möchte es persönlich in den nächsten Jahren mal schaffen, nach Kanada und Island zu reisen. Das ist schon immer auf meiner persönlichen Bucket Liste gewesen.
  • Für Bux gilt ganz klar, dass wir eine tolle Firma auf- und ausbauen wollen. Ich freue mich sehr auf diese Jahre. Wir haben viel vor, wir sind sehr ambitioniert und wir haben ein tolles Team. Wir sind motiviert, richtig viel zu machen. Es wird nie langweilig und wir wollen erfolgreich sein.  

Wordshuffle

Berlin: Die Stadt in der ich lebe und mich wohl fühle. 

Scheitern: Gehört im Leben dazu, kann schmerzhaft sein. Man muss immer wieder aufstehen und hoffentlich aus dem, was man falsch gemacht hat, lernen. Niemals den Mut verlieren, immer weiter zu machen.

Aktienrente: Dringend notwendig, der Staat alleine kann es nicht für uns alle sichern. 

Work Life Balance: Sehr wichtig, idealerweise ist das, was man beruflich macht, auch sehr gut mit den persönlichen Interessen verknüpfbar. 

Rockmusik: Ist nicht so meins. Ich war mal auf einem Rolling Stones Konzert und habe es sehr genossen. Meine Musikrichtung ist ein bisschen mehr der Hip Hop, House und Soul-Musik.

Disruption: Notwendig, man muss den Status quo immer wieder hinterfragen.

Glück: Wünsche ich jedem Menschen. Ich glaube, man kann sich Glück ein Stück weit erarbeiten. Es ist notwendig, manchmal Glück zu haben, man sollte sich aber nicht drauf verlassen.

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8 Antworten

  1. Guten Morgen Daniel,

    das ist erst das zweite Mal, dass ich eine Folge von dir abgebrochen habe.
    Aber dieses permanente Gegendere des Kollegen hat mich dermaßen im Hörflow gestört, dass ich nach dem 30sten “Nutzerinnen und Nutzer” oder “Anlegerinnen und Anleger” einfach nicht mehr zuhören konnte und wollte.
    Wirklich schade.

    VG Marc

    1. Das ist schade, Marc, denn den Content finde ich persönlich sehr interessant. Mir ist das Gendern beim Schneiden gar nicht so stark aufgefallen. Ich lese gerade ein Buch, wo in jeder zweiten Zeile gegendert wird. Das ist schlimm und quasi unlesbar. Das ist mir beim Podcastinterview wirklich nicht so aufgefallen.

      Viele Grüße
      Daniel

  2. Hallo Daniel,

    absolut schade. Ich will aber nicht ausschließen, dass ich da ggf. empfindlicher reagiere als der Rest 😉 Aber ich kann mich dann gar nicht mehr auf den Content konzentrieren, wenn es mir erst einmal aufgefallen ist.

    Ein besonders schreckliches Buch in Bezug auf Gendern ist übrigens “Streamland: Wie Netflix, Amazon Prime & Co. unsere Demokratie bedrohen”, dort wird zwischen Gendersternchen, Binnen-I und -innen munter gewechselt, dass einem schwindelig wird.

    VG Marc

  3. Wie immer ein sehr interessantes Interview, auch wenn dein Gesprächspartner naturgemäß einige Infos über seine Firma nicht allzu offen legen wollte und sich leider auch wenig Meinung zur Konkurrenz erlauben wollte.

    Nicht ganz nachvollziehbar ist die Fokussierung auf “mobile only” oder “mobile und alles was danach kommt”, dazu dieses absurde Beispiel mit der Smartwatch und dem Beamer. Mag ja sein, dass das irgendwann in der Zukunft mal so sein wird, aber wir leben ja im Hier und Jetzt. Und da ist die Bedienbarkeit über den Browser bedienen für mich ganz klar ein Entscheidungskriterium, in diesem Fall dann gegen Bux. Ich würde keinen Wertpapierhandel über einen größeren Betrag (> 1000 EUR) auf einem kleinen Display durchführen wollen. Das fängt schon beim Sichten der notwendigen Unterlagen (Factsheet, Verkaufsprospekt etc.) an.

    Etwas entlarvend hat er dann am Schluss, als es um den Standort der Firma ging, gesagt, momentan würden alle remote arbeiten. Da frage ich mich, ob seine Entwickler denn auch die Software auf dem Handy oder Tablet oder Smartwatch selbst entwickeln oder mit SDK und IDE auf einem Laptop/Desktop. Jeder sollte nutzen was er will, aber “mobile only” ist für mich eher kein Argument, mich mit dieser Plattform auseinander zu setzen. Das machen die anderen Neobroker ja leider auch schon so.

    Dennoch – vielen Dank für die immer wieder neuen Gesprächspartner und ich muss ja nicht jede Meinung gut finden.

    1. Diese Fokussierung auf “mobile only” kann ich ehrlich gesagt auch nicht nachvollziehen, aber wir sind wahrscheinlich auch nicht die Zielgruppe. Und die Programmierer werden da auch mit Computern arbeiten. 😉

      Wenn man Gründer oder Chefs interviewt liegt es in der Natur der Sache, dass sie nicht alles offenlegen und auch nichts zur Konkurrenz sagen werden. Das fällt denen nur auf die Füße. Ich finde es auch schade, aber ich habe es auch erwartet. Das ist bei allen diesen Interviews so. Im Falle von Bux kommt noch hinzu, dass die Gründer in den Niederlanden sitzen. Aber ich fand das Interview trotzdem interessant.

  4. Natürlich möchte der Gast sein Unternehmen und Produkt vorstellen. Das ist ja auch legitim. Aber es wäre schön, wenn dann 1. das Produkt auch ausreichend beleuchtet wird und mal kritisch nachgefragt wird und 2. es nicht nur um das Produkt geht. Diese Folge kann ich (im Gegesatz zu vielen anderen) nicht weiterempfehlen.

    Zu 1.:
    – Welche fünf Gratisaktien kann man denn bekommen? Nur der Hinweis, dass man eine bekommt, ist doch irgendwie eher Werbung als Information.
    – Die Idee mit dem grünen oder sozialen Ordertypus ist ja nun nicht besonders innovativ. Dann kostet die Order einfach einen Euro mehr und der Euro geht halt an Organisation X. Sollte nicht schwer umzusetzen sein (und ist auch nicht besonders innovativ). Warum ist das ein sehr langfristiges Ziel für BUX?
    – Wie sieht es aus mit der Steuer als niederländisches Unternehmen? Führt BUX Abgeltungssteuer ab? Oder hat der Kunde den Spaß an der Backe? In wie weit unterstützt BUX beim Ausfüllen der Steuererklärung? Werden die entsprechenden Übersichten generiert, Summen berechnet, etc. die das deutsche Finanzamt sehen möchte?
    – Verdient BUX vielleicht auch mit Wertpapierleihe Geld (Anhang 1 der Kundenvereinbarung)? Warum verschweigt Herr Höcker das bei der Frage, wie Geld verdient wird? Warum wird nicht über die damit verbundenen Risiken gesprochen?
    – usw.

    Zu 2.:
    Die Fragen zur privaten Geldanlage hätte man ruhig vertiefen können. In welche Einzelaktien investiert der Gast denn und warum? Wie investiert er in Startups? … Oder ist am am Schluss die Zeit ausgegangen? So klingt die Frage und die Antwort etwas lustlos und nach “Standardprogramm abspulen”.

    PS: Gendern ist mir nicht negativ aufgefallen beim Hören.

  5. Hallo,

    ich bin eher der stille Mitleser bzw. Mithörer. Ich konnte es mir nicht verkneifen ein Kommentar zu dieser Folge zu verfassen. Das mit dem Gendern ist mir in kleinster Weise aufgefallen, obwohl ich darauf eher kritisch reagiere.

    Das Interview allgemein fand ich sehr interessant, insbesondere da es ein „europäischer“ Neo-Broker ist. Ich wohne nicht in Deutschland und deswegen sind viele der Alternativen wie bspw. Smartbroker, Trade-Republic, etc. für mich persönlich wenig bis gar nicht benutzbar. Bux hingegen schon. Jetzt überlege ich ernsthaft zu investierten. Das möchte ich schon lange, jedoch mangels Broker war dies nicht wirklich umsetzbar.

    Wie mein Vorredner sagte hätte ich mir in manchen Sachen sicherlich etwas mehr Tiefe gewünscht, ABER ich muss dazu sagen, dass es kein spezielles Problem dieser Folge ist. Der kritische Umgang fehlt meistens, aber gut, ändert man dies, dann wird es auch schwer interessante neue Interviewpartner für den Podcast zu gewinnen. Zumindest Vertreter von Banken, Start-Ups, etc. De facto ist der Podcast nur teilweise informativ, oft dient er auch überwiegend als Werbeplattform. Schade! Ich höre ihn trotzdem ab und zu gerne!

    Bux haben auf ihrer Website sehr viele Informationen und Hilfeseiten zur Verfügung gestellt. Sehr übersichtlich und bezüglich Steuern (in meinem Fall müsste ich sie selbst deklarieren) sehr genau (welches Formular ausgefüllt werden muss, wo man das downloaden kann (inkl. Link), wo das Geld hin überwiesen muss, etc.). Ehrlich gesagt habe ich das bisher, in der Form, bei noch keinem Broker so detailreich und gut umgesetzt gesehen. Degiro ist vermutlich die einzige wirkliche Alternative als Broker für nicht Deutsche in Europa. Degiro ist bezüglich Steuern sogar besser, sie führen sie automatisch ab. Wie die Situation in Deutschland aussieht kann ich jedoch nicht sagen.

    Und da kann man eigentlich auch schon zum nächsten Punkt kommen. Weshalb Bux anstelle von bspw. Degiro?

    Die App! Die finde ich sehr intuitiv und gut. Vergleichbar mit der von TR. Aber ja, ich bin auch nicht so das Handy Kind. Ich hätte lieber eine Webseite oder auch gerne beides. Vielleicht kommt das ja noch.

    Für mich persönlich ist es das bessere Trade-Republic. Im Gegensatz zu Trade-Republic gibt es Bux sogar in meinem Land!

    Das mit der Gratisaktie finde ich nicht schlimm. Ist für mich und sollte für keinen ein Anreiz sein.

    Den Punkt mit der Ausleihe der Wertpapiere wäre hingegen schon wichtig gewesen. Aber gut, soweit ich das richtig in Erinnerung habe, machen das die meisten Broker und versuchen es zu meiden explizit zu sagen. Ist ja nicht gerade Werbung. Deswegen denke ich dass Bux dort keine große Ausnahme ist. Das macht das ganze natürlich nicht besser. Wäre toll gewesen wenn er dass auch genannt hätte.

    Insgesamt dennoch ein Danke. Für mich persönlich war es bisher die wichtigste Folge von dir!

    1. Hallo Sven,

      freut mich, dass Dir die Folge gefallen hat und Dir auch Bux als Broker zusagt. Ich habe damit noch keine Erfahrungen gesammelt und bin dankbar über Schilderungen von Usern, die das Gesagte bestätigen.

      Aber die Behauptung, mein Podcast wäre nur “Werbeplattform” ist völlig falsch. Da platzt mir immer die Hutschnur, wenn ich so etwas lese oder höre. Genau deswegen mache ich nur 2-3 Folgen mit Start-ups oder Banken etc. im Jahr. Wenn man über ein Produkt, ein Buch oder eine Dienstleistung spricht, kommt man gar nicht umhin darüber zu sprechen.

      Klar, das kann man auch alles sehr kritisch betrachten, aber dann wäre die Interviewführung und der Output ein ganz anderer. Außerdem würden die Interviewgäste dann auch nicht von sich aus über Vieles sprechen. Die Wohlfühl-Atmosphäre im Interview führt bei 90 % der Gäste zu einem guten Gespräch. Geht man zu kritisch ran, fällt das oft weg. Mittlerweile habe ich Hunderte Interviews in 4 Podcasts gemacht. Wenn das alles Werbung wäre, wären die Erfolge ausgeblieben. Ich bleibe bei meiner Art der Interviewführung, vertiefe sie an der einen oder anderen Stelle und wenn Dir das nicht gefällt, ist das absolut legitim. Deshalb ist es aber noch lange keine “Werbeplattform”.

      Bei dem Bux-Interview hat man auch gemerkt, dass Nils nicht zu viel erzählen konnte und etwas über Konkurrenten oder Kundenzahlen erzählt. Ist schade, aber verständlich. Deswegen können diese Interviews auch nur zu einem Teil tiefer gehen.

      Viele Grüße
      Daniel

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