Diversifikation Definition im Portfolio – Der Finanzwesir rockt 51

Wann bist Du richtig diversifizierst? Wir klären zunächst über die Diversifikation-Definition auf und wenden sie in der neuesten Podcast-Episode von “Der Finanzwesir rockt” an – und versucht eine passende Antwort zu finden. Jeder kann aus dieser Folge etwas mitnehmen, egal ob er gar nicht, aktiv oder passiv anlegt.

Überblick Diversifikation

Diversifikation, das absolute Must-have für den modernen Anleger. Schon im Talmud gelobt (1/3 in Geschäften, 1/3 in Immobilien, 1/3 im Säckel), dann von Markowitz als moderne Portfoliotheorie zur Nobelpreisreife weiterentwickelt und in der Praxis von vielen Anlegern als Stalinorgel eingesetzt: “Ich pulverisiere das Risiko mit meinen Produktsalven. 10 Finanzprodukte im Depot sind gut, 20 sind besser, 30 sind am besten.”

Dieses Mal: Diversifikation

Diese Sichtweise gefällt uns nicht. Die Überrendite im Depot ist nur ein kleiner Baustein. Wir wollen die Überrendite im Leben. Deshalb betrachten wir die Diversifikation aus der Adlerperspektive. Diversifikation, das ist für uns

  • Die eigene Arbeitskraft
    • abhängig beschäftigt
    • selbständig
  • Heirat => gute Partie
  • Börse
  • Immobilien
  • Der moderne Kram (P2P, Crowdfunding)

Abgerechnet wird mit 80. Für eine Überrendite im Leben ist die Assetklasse Börse nur ein kleiner Baustein. Unsere Empfehlung: Mit dem maximalen Klumpenrisiko (bestmögliche Ausbildung) ins Leben starten und dann langsam diversifizieren (kommt Zeit, kommt Wertpapierdepot).

Also nur so Philosophiegeschwafel?

Nein, wir liefern auch sehr konkrete und praxisnahe Tipps. Der Finanzwesir erklärt, wie man ein ETF-Depot richtig diversifiziert und warum das stalinorgelmäßge Viel-hilft-viel nicht zielführend ist.
Der Finanzrocker erläutert sein System mit dem er entscheidet welche Aktie ins Depot kommen darf und welche draußen bleiben muss.

Fazit Diversifikation Definition im Portfolio

  1. Diversifiziere Dein Leben und nicht Dein Depot.
  2. Diversifikation schützt Vermögen, Konzentration schafft Vermögen.
  3. Diversifikation ist auch mit Einzelaktien machbar.

Du findest den Podcast hier:

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Finanzbegriff der Woche

Diversifikation: Ausweitung des Leistungsprogramms auf neue Produkte und neue Märkte. So definiert ein Wirtschaftslexikon den Begriff.
Beim Geldanlegen als Risikodiversifizierung verstanden: Verringern des Risikos durch Streuung über verschiedene Anlageklassen. Der Anleger will das s Gesamtrisiko Kapitalmarkt in mehrere, möglichst nicht positiv miteinander korrelierende Einzelrisiken aufgespalten. Die Hoffnung: Eine breite Streuung der Einzelrisiken dämpft die Schwankungen des Depots und erhält einem die Nachtruhe.
Leider ist diese Hoffnung trügerisch. In der Krise stürzt alles ab, nur nicht deutsche Staatsanleihen und US-Treasuries.

BucheZero to One: Wie Innovation unsere Gesellschaft rettetmpfehlung des Finanzwesirs

Zero to One: Wie Innovation unsere Gesellschaft rettet* von Peter Thiel und Blake Masters

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8 Antworten

  1. Moin Daniel,

    deinen Ansatz 30 Aktien, aufgeteilt nach Branchen mit festem Schlüssel finde ich interessant. Das hat bei mir folgende Fragen aufgeworfen, vielleicht willst du dazu noch was schreiben?

    Nach welchen Kriterien legst du die Branchenaufteilung fest? Hast du diese schon einmal aus deinen Einschätzungen heraus geändert (aktiv)?

    Machst du das ReBalancing ausschließlich nach Branchen und die Aufteilung über die Regionen ist dann ein abfallender Bonus? Oder schaust du dir das auch an und bringst es in deine Aktienauswahl mit ein?

    Ich habe gemerkt (allein schon bei Dämmerlicht und Excel), dass Aufteilung und ReBalancing nach mehr als einem Kriterium (z. B. hatte ich mit Regionen UND Größe (Small, Mid, Large gespielt), unhandlich kompliziert wird.

    Du fühlst dich mit den Einzelwerten wohl, das ist ja die Hauptsache und eine gute Chance, dass man die Strategie auch länger durchzieht. Was ist die Grundüberzeugung das so zu machen? Mehr Rendite als All-World-ETF?

    Viele Grüße
    Torben, Reflect-Ion.de

    1. Hallo Torben,

      eigentlich erkläre ich das ja in der Podcast-Episode. Ich filtere in erster Linie nach Branchen und habe sie jetzt über Jahre so angepasst, dass ich auch von der Volatilität ein gutes Gefühl habe. Die Regionen sind da eher zweitrangig, wobei ich den US-Anteil auf 50 % heruntergeschraubt habe.

      Wenn ich nach Größe und Region und womöglich noch Unterkategorie aufteilen würde, wäre ich ständig nur am Handeln und Überlegen. Deswegen halte ich die Branchen-Allokation für das Wichtigste in meinem Portfolio.

      Und die Rendite liegt 10 % über dem MSCI World in den vergangenen 3,5 Jahren. Aber ob es langfristig so outperformt, kann ich natürlich nicht sagen. Ich werde auf jeden Fall merklich ruhiger.

      Viele Grüße
      Daniel

  2. Moin Daniel,

    die sprichst im Podcast davon, dass du dein Depot in 16 Branchen aufgeteilt hast mit unterschiedlicher Gewichtung.

    Könntest du diese Aufteilung und deren Gewichtung ggf. vorstellen.

    Grüße aus Hamburg,
    Robin

  3. Hallo Daniel,
    hallo Albert,

    um auf euer Warren Buffett Zitat im Podcast zurückzukommen und die Diversifikation noch besser auf den Punkt zu bringen, hier ein weiteres vom Großmeister, welches mir sehr viel gegeben hat.

    „Diversifizieren ist ein Schutz gegen Unwissen. Es macht wenig Sinn für diejenigen, die Bescheid wissen.“

    Liebe Grüße aus NRW

    Sven

  4. Hallo Daniel,
    ich habe auch auf Grund Deines podcasts darüber nachgedacht, wie mein wild zusammengewürfeltes Aktiendepots sich wohl bezüglich Deiner gewählten Branchenaufteilung schlägt.
    Wo bin ich ggf. nach Deiner Strategie über- oder unterrepräsentiert.
    Bin dann auf den Kommentar von Robin gestoßen….
    => d.h. ich würde mich auch freuen, wenn Du Dir dazu mal etwas überlegen würdest
    Gruß
    Christian

    1. Moin Christian,

      ich hatte meine Branchenaufteilung im Newsletter im November vorgestellt. Nächste Woche stelle ich sie in meinem Depotrückblick nochmal mit Screenshot vor.

      Viele Grüße
      Daniel

  5. Hallo Daniel,
    ich bin seit 25 Jahren in wenigen Aktien investiert, die ich genauestens kenne … und fahre damit sehr gut … aber jeder hat seine ganz eigene Strategie und muss sich damit wohlfühlen.
    30 Aktien kann ich nicht überblicken ….
    Schöne Grüße
    Uwe

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