Noch nie war es so einfach, Geld auszugeben. Ein Klick bei Klarna, PayPal oder Amazon reicht oft aus und schon wird der Einkauf auf später verschoben. Das fühlt sich bequem an, macht es aber deutlich schwieriger, den Überblick über die eigenen Finanzen zu behalten.
Nach mehreren Jahren des Rückgangs ist die Zahl überschuldeter Menschen in Deutschland zuletzt wieder leicht gestiegen. Für die meisten geht es aber gar nicht darum, eine Überschuldung zu vermeiden. Sie möchten einfach wissen, wofür ihr Geld jeden Monat draufgeht und wo sich vielleicht noch Sparpotenzial versteckt.
Genau hier kommen Budget-Apps ins Spiel.

Inhalt
Überblick Finanz-Apps
Ich bekomme regelmäßig die Frage, welche App ich eigentlich nutze. Die ehrliche Antwort lautet: Seit Jahren Finanzguru. Trotzdem habe ich mir für diesen Artikel auch die Konkurrenz noch einmal genauer angeschaut. Denn nicht jeder sucht dieselben Funktionen.
Während manche einfach ihre Einnahmen und Ausgaben im Blick behalten möchten, wollen andere ihre Verträge verwalten oder ihr Girokonto mit einer Budgetfunktion ergänzen.
In diesem Artikel zeige ich Dir die Apps, die ich selbst nutze oder intensiv getestet habe – und für wen sich welche Lösung wirklich lohnt.
Welches Tool eignet sich für wen?
Bevor wir uns die einzelnen Apps genauer anschauen, hier die Kurzfassung.
Finanzguru ist für mich die beste Allround-Lösung. Die App verbindet Konten, erkennt Verträge automatisch und hilft dabei, Budgets einzuhalten.
Outbank richtet sich vor allem an Nutzer, die großen Wert auf Datenschutz legen und ihre Bankdaten möglichst lokal verwalten möchten.
MoneyControl ist die richtige Wahl, wenn Du lieber ein klassisches digitales Haushaltsbuch führen möchtest und Deine Einnahmen und Ausgaben manuell kategorisierst.
C24 Smartbudget lohnt sich vor allem dann, wenn Du ohnehin Kunde der C24 Bank bist. Die Budgetfunktion ist direkt ins Girokonto integriert und erspart Dir eine zusätzliche App.
Budgetplaner von Deutschland im Plus ist eine gute kostenlose Alternative für alle, die ohne großen Funktionsumfang einfach mit der Budgetplanung starten möchten.
So weit die Kurzfassung. Schauen wir uns jetzt die einzelnen Apps genauer an.
Was eine gute Budget-App heute können muss
Vor ein paar Jahren war ich schon zufrieden, wenn eine App meine Einnahmen und Ausgaben sauber kategorisiert hat.
Heute sind meine Ansprüche deutlich höher.
Eine gute Budget-App sollte nicht nur zeigen, wofür Du Dein Geld ausgibst. Sie sollte Dir auch helfen, bessere finanzielle Entscheidungen zu treffen.
Darauf achte ich mittlerweile besonders:
- automatische Kategorisierung der Umsätze
- einfache Budgetplanung
- Vertrags- und Aboübersicht
- Anbindung möglichst vieler Banken
- übersichtliche Auswertungen
- faire Preise
Denn mal ehrlich: Die wenigsten haben Lust, jeden Einkauf von Hand einzutragen.
Je weniger Arbeit mir eine App abnimmt, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich sie langfristig nutze.
Und genau deshalb haben es die folgenden Apps in diese Übersicht geschafft.
1. Finanzguru: Mein täglicher Begleiter für die Budgetplanung
Wenn mich heute jemand nach einer Budget-App fragt, fällt meine Antwort ziemlich eindeutig aus: Finanzguru.
Ich nutze die App mittlerweile seit der Ausstrahlung bei der “Höhle der Löwen” im Jahr 2018. Damals war ich neugierig, ob das Konzept wirklich funktioniert oder ob es nur eine gute Fernsehgeschichte war.
Heute gehört Finanzguru zu den Apps, die ich fast täglich öffne.
Der größte Vorteil ist für mich die Kombination aus Kontenübersicht, Budgetplanung und Vertragsverwaltung. Statt mehrere Apps zu öffnen, sehe ich auf einen Blick, welche Einnahmen und Ausgaben in den nächsten Tagen anstehen, wie viel Geld mir im aktuellen Monat noch zur Verfügung steht und welche Verträge demnächst wieder Geld abbuchen.
Gerade diese Vorschau nutze ich regelmäßig.
Wenn in den kommenden Wochen mehrere größere Abbuchungen anstehen – beispielsweise Versicherungen, Urlaubsbuchungen oder andere Fixkosten –, sehe ich das sofort und kann entsprechend planen. Das hilft mir deutlich mehr als ein klassisches Haushaltsbuch, das oft nur zeigt, was bereits passiert ist.
Verträge automatisch erkennen
Eine Funktion möchte ich mittlerweile nicht mehr missen: die automatische Vertragserkennung.
Finanzguru erkennt wiederkehrende Abbuchungen wie Streaming-Dienste, Versicherungen, Fitnessstudios oder Mobilfunkverträge automatisch und fasst sie übersichtlich zusammen.
Gerade bei kleineren Beträgen verliert man schnell den Überblick. Zehn Euro hier, zwölf Euro dort und plötzlich summieren sich mehrere Abos auf einen dreistelligen Betrag pro Monat.
Besonders praktisch finde ich, dass mich Finanzguru rechtzeitig an Kündigungsfristen erinnert. So sind in den vergangenen Jahren einige Verträge verschwunden, die ich vermutlich noch monatelang weiterbezahlt hätte.
Was mir außerdem gefällt
Neben der Budgetplanung liefert Finanzguru zahlreiche Auswertungen zu den eigenen Finanzen.
Ich sehe auf einen Blick, wie sich meine Ausgaben entwickeln, welche Kategorien zuletzt besonders teuer waren und ob ich mein Budget eingehalten habe.
Natürlich könnte ich das alles auch mit einer Excel-Tabelle machen.
Ganz ehrlich: Das würde ich wahrscheinlich zwei Monate durchhalten und anschließend wieder vergessen.
Genau deshalb funktioniert Finanzguru für mich so gut. Die App läuft weitgehend automatisch im Hintergrund und liefert trotzdem genau die Informationen, die ich regelmäßig brauche.
Was kostet Finanzguru?
Die Basisversion von Finanzguru ist kostenlos und bietet bereits alle wichtigen Funktionen für die Budgetplanung.
Wer zusätzliche Auswertungen, unbegrenzte Statistiken und weitere Analysen nutzen möchte, kann auf Finanzguru Plus upgraden.
Ich finde das Preismodell fair.
Die kostenlose Version reicht vielen Nutzern völlig aus. Erst wenn Du tiefer in Deine Auswertungen eintauchen möchtest, lohnt sich das kostenpflichtige Abo.
Wo liegen die Schwächen?
So begeistert ich von Finanzguru bin – perfekt ist die App natürlich nicht.
Die automatische Kategorisierung funktioniert in den allermeisten Fällen sehr zuverlässig. Trotzdem muss ich einzelne Buchungen gelegentlich nachbearbeiten oder einer anderen Kategorie zuordnen.
Außerdem setzt Finanzguru auf den Kontozugriff über die PSD2-Schnittstellen der Banken. Wer grundsätzlich keine Konten mit externen Apps verbinden möchte, wird sich mit diesem Konzept schwertun.
Für mich persönlich überwiegen die Vorteile aber ganz klar.
Wenn ich heute nur noch eine Budget-App nutzen dürfte, wäre Finanzguru wahrscheinlich die erste Wahl.
Finanzguru auf einen Blick
- Preis: Kostenlos oder Finanzguru Plus (Premium-Abo)
- Ideal für: Alle, die ihre Einnahmen und Ausgaben automatisch im Blick behalten möchten.
- App: Ja, für iOS und Android verfügbar
- Besonderheit: Automatische Vertragserkennung und Budgetplanung
🎯 Finanzguru kostenlos testen*
Mein Fazit: Finanzguru ist seit Jahren meine Budget-App Nummer eins. Die Kombination aus Kontenübersicht, Vertragsverwaltung und automatischer Budgetplanung spart mir im Alltag viel Zeit. Gerade wenn Du einen schnellen Überblick über Deine Finanzen bekommen möchtest, fällt mir aktuell keine bessere App ein.
Video: Welche Budgetapp ist die beste?
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2. Outbank: Die Budget-App für Datenschutz-Fans
Outbank begleitet mich schon deutlich länger als viele andere Finanz-Apps. In den vergangenen Jahren hat das Unternehmen einige Besitzerwechsel hinter sich, am eigentlichen Konzept hat sich aber wenig geändert.
Während Finanzguru möglichst viele Funktionen rund um Budgets, Verträge und Auswertungen unter einem Dach vereint, setzt Outbank einen anderen Schwerpunkt.
Hier geht es in erster Linie um Deine Bankkonten.
Du kannst Girokonten, Tagesgeldkonten, Kreditkarten, Depots und viele weitere Finanzkonten an einer zentralen Stelle zusammenführen. Dadurch bekommst Du einen guten Überblick über Deine Einnahmen und Ausgaben, ohne ständig zwischen verschiedenen Banking-Apps wechseln zu müssen.
Was Outbank für mich besonders macht, ist das Thema Datenschutz.
Die App verarbeitet viele Daten direkt auf Deinem Gerät und nicht dauerhaft auf externen Servern. Wer bei seinen Finanzdaten besonders sensibel ist, wird diesen Ansatz wahrscheinlich zu schätzen wissen.
Mehr als nur Online-Banking
Outbank ist längst nicht mehr nur eine klassische Banking-App.
Neben den Konten lassen sich mittlerweile auch PayPal, Trade Republic, Klarna oder Coinbase anbinden. Dadurch entsteht ein ziemlich vollständiger Überblick über die eigenen Finanzen.
Auch eine Budgetplanung und die Kategorisierung der Ausgaben gehören mittlerweile zum Funktionsumfang.
Für mich liegt der größte Mehrwert aber nach wie vor darin, alle Konten an einem Ort zu bündeln. Gerade wenn Du mehrere Banken nutzt, spart das im Alltag eine Menge Zeit.
Was kostet Outbank?
Outbank gibt es ausschließlich als kostenpflichtiges Abo.
Im Vergleich zu Finanzguru ist das zunächst ein Nachteil, weil Du die App nicht dauerhaft kostenlos nutzen kannst.
Auf der anderen Seite finanziert sich Outbank dadurch nicht über Vertragsvermittlungen oder ähnliche Zusatzangebote. Das passt gut zum datenschutzorientierten Ansatz der App.
Ob sich das lohnt, hängt stark von Deinen Prioritäten ab.
Wenn Dir maximale Datensparsamkeit wichtiger ist als automatische Vertragsverwaltung oder umfangreiche Finanzanalysen, kann Outbank genau die richtige Lösung sein.
Wo liegen die Schwächen?
Der größte Nachteil ist aus meiner Sicht ziemlich offensichtlich.
Finanzguru ist bei Budgetplanung, Vertragsmanagement und automatischen Auswertungen inzwischen deutlich weiter.
Deshalb nutze ich persönlich heute lieber Finanzguru.
Outbank hat seine Stärken an anderer Stelle: bei Datenschutz, klassischem Online-Banking und der zentralen Verwaltung vieler verschiedener Konten.
Wenn genau das für Dich im Vordergrund steht, solltest Du Dir Outbank auf jeden Fall genauer anschauen.
Outbank auf einen Blick
- Preis: Kostenpflichtiges Abo
- Ideal für: Nutzer mit mehreren Konten und hohem Datenschutzanspruch
- App: Ja, für iOS, Android, macOS und Windows verfügbar
- Besonderheit: Lokale Datenverarbeitung und Multi-Banking
Mein Fazit: Ich selbst nutze heute lieber Finanzguru. Wenn Dir Datenschutz und eine zentrale Verwaltung Deiner Bankkonten wichtiger sind als Vertragsmanagement oder umfangreiche Budgetauswertungen, ist Outbank aber nach wie vor eine sehr gute Alternative.
Das Einsteigerbuch für den Vermögensaufbau
3.MoneyControl: Das digitale Haushaltsbuch für Puristen
Nicht jeder möchte seine Bankkonten mit einer Budget-App verbinden. Genau hier kommt MoneyControl ins Spiel.
Während Finanzguru oder Outbank viele Informationen automatisch aus Deinen Kontoumsätzen auslesen, setzt MoneyControl auf einen klassischeren Ansatz. Du trägst Einnahmen und Ausgaben selbst ein und behältst dadurch die volle Kontrolle über Deine Budgetplanung.
Das klingt im ersten Moment nach mehr Arbeit.
Für viele Menschen ist genau das aber ein Vorteil.
Denn wer jede Ausgabe bewusst einträgt, setzt sich automatisch intensiver mit seinem Konsum auseinander. Gerade am Anfang einer Sparreise kann das enorm helfen.
Weniger Automatik, mehr Kontrolle
Ich habe MoneyControl vor einigen Jahren selbst ausprobiert und verstehe gut, warum die App so viele Fans hat.
Die Oberfläche ist aufgeräumt, die Kategorien lassen sich individuell anpassen und Budgets sind schnell eingerichtet.
Besonders praktisch finde ich, dass sich die Daten problemlos zwischen Smartphone und Computer synchronisieren lassen. So kannst Du unterwegs Ausgaben erfassen und später am großen Bildschirm in Ruhe auswerten.
Wenn Du gerne selbst die Kontrolle über Deine Zahlen behältst, ist das ein großer Pluspunkt.
Was kostet MoneyControl?
MoneyControl verfolgt ein anderes Preismodell als viele moderne Budget-Apps.
Du kannst die App zunächst kostenlos ausprobieren. Erst wenn Du mehr Funktionen oder eine größere Anzahl an Buchungen benötigst, wird eine einmalige Zahlung beziehungsweise ein Upgrade fällig.
Gerade wer keine Lust auf ein weiteres monatliches Abo hat, dürfte diesen Ansatz sympathisch finden.
Wo liegen die Schwächen?
Für mich persönlich wäre das manuelle Erfassen aller Einnahmen und Ausgaben heute nichts mehr.
Ich weiß einfach, dass ich das nach einigen Wochen nicht mehr konsequent durchziehen würde.
Deshalb nutze ich inzwischen lieber Finanzguru, weil dort vieles automatisch im Hintergrund passiert.
Wenn Du allerdings bewusst jede Ausgabe erfassen möchtest und ein klassisches digitales Haushaltsbuch suchst, gehört MoneyControl aus meiner Sicht nach wie vor zu den besten Lösungen.
MoneyControl auf einen Blick
- Preis: Kostenlos testbar, danach Einmalkauf bzw. Upgrade
- Ideal für: Alle, die ein klassisches digitales Haushaltsbuch suchen
- App: Ja, für iOS und Android verfügbar
- Besonderheit: Manuelle Budgetplanung mit Geräte-Synchronisation
🎯 MoneyControl kostenlos testen
Mein Fazit: Wenn Du bewusst jede Einnahme und Ausgabe selbst erfassen möchtest, ist MoneyControl eine der besten Haushaltsbuch-Apps auf dem Markt. Mir persönlich wäre das auf Dauer zu aufwendig – deshalb bevorzuge ich heute automatische Lösungen wie Finanzguru.
C24 Smartbudget: Die Budgetfunktion direkt im Girokonto
Eine App, die ich in den vergangenen Monaten immer häufiger empfohlen bekomme, ist C24 Smartbudget. Das gehört zum Girokonto der Check24-Bank C24.
Ich selbst nutze kein Girokonto bei der C24 Bank und kann deshalb nicht aus eigener Erfahrung berichten. Trotzdem lohnt sich ein Blick auf die integrierte Budgetfunktion, weil sie für viele Nutzer völlig ausreicht.
Der große Vorteil: Du brauchst keine zusätzliche App.
Die Budgetplanung ist direkt im Girokonto integriert. Einnahmen und Ausgaben werden automatisch kategorisiert, Budgets lassen sich mit wenigen Klicks festlegen und dank der sogenannten Pockets kannst Du Geld für bestimmte Sparziele oder regelmäßige Ausgaben zurücklegen.
Gerade wenn Du ohnehin über einen Kontowechsel nachdenkst, kann das ein interessantes Gesamtpaket sein.
Weniger Funktionen, dafür alles aus einer Hand
Natürlich bietet C24 Smartbudget nicht den Funktionsumfang einer spezialisierten Budget-App wie Finanzguru.
Dafür bekommst Du Banking, Budgetplanung und Kartenverwaltung aus einer Hand.
Das macht die App besonders für Einsteiger interessant. Du musst keine Konten verbinden oder zusätzliche Software einrichten – alles funktioniert direkt innerhalb der Banking-App.
Wenn Du hauptsächlich Deine Einnahmen und Ausgaben im Blick behalten möchtest, reicht das vielen Nutzern bereits vollkommen aus.
Was kostet C24 Smartbudget?
Die Budgetfunktion ist Bestandteil der Girokonten der C24 Bank und verursacht keine zusätzlichen Kosten.
Welche Funktionen Dir zur Verfügung stehen, hängt allerdings vom gewählten Kontomodell ab.
Wenn Du bereits Kunde bei C24 bist, solltest Du Dir Smartbudget auf jeden Fall einmal anschauen. Es kostet Dich schließlich nichts extra.
Wo liegen die Schwächen?
Der größte Nachteil liegt gleichzeitig auf der Hand. Smartbudget funktioniert nur innerhalb des Check24-Ökosystems.
Wenn Du Konten bei mehreren Banken nutzt oder später den Anbieter wechselst, bist Du mit einer unabhängigen Budget-App wie Finanzguru oder Outbank deutlich flexibler.
Für reine C24-Kunden ist Smartbudget dagegen eine wirklich praktische Lösung, weil viele Funktionen bereits im Girokonto integriert sind.
C24 Smartbudget auf einen Blick
- Preis: Bestandteil der C24-Girokonten
- Ideal für: C24-Kunden, die keine zusätzliche Budget-App nutzen möchten
- App: Ja, für iOS und Android verfügbar
- Besonderheit: Budgetplanung direkt im Girokonto inklusive Pockets
🎯 Mehr über C24 Smartbudget erfahren
Mein Fazit: Ich selbst nutze C24 Smartbudget nicht, weil ich kein Kunde der C24 Bank bin. Wenn Du Dein Girokonto ohnehin bei C24 führst, bekommst Du mit Smartbudget aber eine solide Budgetfunktion direkt integriert – ganz ohne zusätzliche App.
Weitere kostenlose Alternative: Budgetplaner von Deutschland im Plus
Wenn Du einfach nur ein digitales Haushaltsbuch suchst und kein Geld für eine Budget-App ausgeben möchtest, lohnt sich auch ein Blick auf den Budgetplaner von Deutschland im Plus.
Die App konzentriert sich auf das Wesentliche: Einnahmen und Ausgaben erfassen, Budgets festlegen und den Überblick über die eigenen Finanzen behalten.
Natürlich musst Du im Vergleich zu den größeren Apps auf einige Komfortfunktionen verzichten. Eine automatische Vertragserkennung oder umfangreiche Auswertungen wie bei Finanzguru gibt es beispielsweise nicht.
Für Einsteiger ist das aber gar kein Nachteil.
Im Gegenteil: Wer gerade erst anfängt, sich intensiver mit seinen Finanzen auseinanderzusetzen, wird von der übersichtlichen Oberfläche wahrscheinlich sogar profitieren.
Wenn Du später mehr Funktionen benötigst, kannst Du jederzeit auf eine umfangreichere Budget-App wechseln.
Budgetplaner von Deutschland im Plus auf einen Blick
- Preis: Kostenlos
- Ideal für: Einsteiger und alle, die ein einfaches digitales Haushaltsbuch suchen
- App: Ja, für iOS und Android verfügbar
- Besonderheit: Kostenloser Einstieg in die Budgetplanung
🎯 Budgetplaner kostenlos testen
Mein Fazit: Wenn Du ohne Kosten mit einer Budget-App starten möchtest, ist der Budgetplaner von Deutschland im Plus eine solide Wahl. Mir persönlich fehlen inzwischen einige Komfortfunktionen, für den Einstieg reicht die App aber völlig aus.
Brauchst Du überhaupt eine Budget-App?
Diese Frage bekomme ich tatsächlich immer häufiger gestellt. Meine Antwort darauf hat sich in den vergangenen Jahren verändert.
Früher hätte ich ganz klar gesagt: Ja.
Heute sehe ich das etwas differenzierter.
Viele Banking-Apps bringen inzwischen eigene Budgetfunktionen mit. Dazu kommen spezialisierte Tools für die Depotverwaltung oder Vermögensübersicht. Deshalb brauchst Du heute längst nicht mehr für alles eine eigene App.
Entscheidend ist aus meiner Sicht etwas anderes:
Nutzt Du die App auch nach sechs Monaten noch?
Denn die beste Budget-App bringt Dir nichts, wenn Du sie nach zwei Wochen wieder vom Smartphone löschst.
Ich selbst habe in den vergangenen Jahren einige Apps ausprobiert und bin schließlich bei einer Kombination gelandet, die für mich im Alltag hervorragend funktioniert.
Für meine Einnahmen, Ausgaben und Verträge nutze ich Finanzguru. Mein Depot verwalte ich mit Portfolio Performance und Parqet. Für die Aktienanalyse kommen wiederum ganz andere Werkzeuge zum Einsatz.
Genau deshalb würde ich Dir auch nicht empfehlen, möglichst viele Finanz-Apps gleichzeitig zu installieren.
Starte lieber mit einer App, die zu Deinen Bedürfnissen passt. Wenn Du nach ein paar Monaten merkst, dass Dir bestimmte Funktionen fehlen, kannst Du Dein persönliches Finanzsystem immer noch erweitern.
So bin ich übrigens auch vorgegangen.
Welche Budget-App ist die richtige für Dich?
Wenn ich heute nur noch eine einzige Budget-App nutzen dürfte, würde ich mich wieder für Finanzguru entscheiden.
Nicht weil die anderen Apps schlecht sind. Sondern weil sie meinen Alltag am besten abbildet. Die Kombination aus Budgetplanung, Kontenübersicht und Vertragsverwaltung spart mir jeden Monat Zeit und hilft mir dabei, meine Finanzen im Blick zu behalten.
Das bedeutet aber nicht, dass Finanzguru automatisch für jeden die beste Wahl ist.
Wenn Dir Datenschutz besonders wichtig ist, solltest Du Dir Outbank anschauen. Möchtest Du ein klassisches digitales Haushaltsbuch führen, ist MoneyControl eine sehr gute Alternative. Und wenn Du ohnehin Kunde der C24 Bank bist, reicht Dir die integrierte Budgetfunktion wahrscheinlich völlig aus.
Mein Tipp lautet deshalb derselbe wie bei meinen Artikeln zu Depotverwaltung und Aktienanalyse:
Suche Dir nicht die App mit den meisten Funktionen.
Suche Dir die App, die Du auch in einem halben Jahr noch regelmäßig nutzt.
Denn genau dann bringt sie Dir den größten Mehrwert.
Welche Budget-App nutzt Du aktuell? Schreib es gerne in die Kommentare – vielleicht ist ja noch ein spannender Tipp für mich und die anderen Leser dabei.
Anmerkung: Bei diesem Artikel handelt es sich um einen der ältesten Artikel im Blog, den ich im Juli 2026 komplett überarbeitet habe.

2. Outbank: Die Budget-App für Datenschutz-Fans





20 Kommentare
Cool, danke für den Tipp mit Appsumo. Das hilft super die ganzen Angebote bei den unzähligen Tools zu überblicken.
Gruß
Alex
Hi Daniel!
Freu mich auf den Themenschwerpunkt. Das erwähnte Programm „Money Control” kann ich sehr empfehlen. Erfasse damit seit ca. einem Jahr meine Einnahmen und Ausgaben. So habe ich immer einen schnellen Überblick über meinen Finanzstand.
Die Initiative von „Deutschland im Plus” finde ich sehr lobenswert. Nur schade, dass eine ordentliche Finanzbildung nicht ein fester Bestandteil der Schulbildung ist. Wir lernen so vieles, aber solch elementare Sachen werden außen vor gelassen.
So keep on rockin’ debtfree 🙂
lg
Mark
Muss ja zugeben ich bin eher Faul gestrickt bei dem Thema. Daher ist meine Wahl bei den Apps auf Finanzblick gefallen. Dort kann man so schön viel automatisieren. Budgets, Daueraufträge,…
Hi Daniel!
Danke für die tolle Übersicht. Erstaunlich finde ich, dass auf den ganzen Finanzblogs bisher nie das OpenSource Programm “GnuCash” vorgestellt wurde. Damit verwalte ich mein Haushaltsbuch bzw. meine Finanzen seit Jahren. Sämtliche Ein- und Ausgabenkategorien stellen sich als “Konten” dar. Man hat auf diese Art und Weise immer eine doppelte Buchführung, und kann hervorragend auswerten wohin das Geld fließt. Wenn man den Dreh erstmal heraus hat, ist das Programm total einfach zu bedienen. Am Anfang allerdings erschlägt es einen ein wenig. Übrigens gibt es auch eine Onlineanbindung zu den meisten Banken um Kontoumsätze abzuholen, und sogar eine Android App für die Erfassung der Ausgaben unterwegs. Laufen tut das Programm auf Windows, Linux und OSX.
Gern mal reinschauen oder vielleicht hier auch vorstellen. Vielleicht kann ich sogar ein wenig mitwirken.
http://www.gnucash.org/
Hi Stefano,
ich habe davon noch nie gehört, aber vielen Dank für den Hinweis. Ich werde mir das mal genauer anschauen und im Artikel noch einen Hinweis setzen. Klingt jedenfalls echt klasse.
Viele Grüße
Daniel
Ich finde es auch erstaunlich, dass freie Programme kaum erwähnt werden. GnuCash habe ich mal ausprobiert, aber ich habe das mit dem Kontensystem nicht so richtig verstanden. -.-
Ich selbst nutze deshalb HomeBank (http://homebank.free.fr/index.php – Ich hoffe, der Link ist ok?!). Es ist kostenlos, für Windows und Linux vorhanden, man kann Daueraufträge und Budgets einrichten. Es arbeitet mit Kategorien und ist deshalb für Leute wie mich einfacher verständlich. Und man kann seine Kfz-Kosten extra auswerten lassen. Dann kann man auf einen Blick sehen, wie viel 100 km unter Berücksichtigung aller für das Kfz anfallenden Kosten kosten. Auswertefunktionen gibt es auch als Liste, Graph oder Kreisdiagramm. 🙂
Viele Grüße
Markus
Hallo Daniel!
Interessanter Artikel! Meiner Meinung nach sind die Ausgaben sogar noch wichtiger als die Einnahmen. Denn wer mehr ausgibt als einnimmt, baut kein Vermögen auf. Egal wieviel er verdient.
MFG Philipp
Ich kann YNAB (You need a budget) ebenfalls nur wärmstens empfehlen. Ich nutze es jetzt seit dem 01.01.14 (Neujahres-Vorsatz und so), also fast 2 Jahre. Meine Sicht auf und mein Umgang mit meinem Geld haben sich komplett verändert. Das entspannte Gefühl, dass sich damit einstellt, jederzeit zu wissen, was man ausgeben kann und was bereits verplant ist, ist dermaßen beruhigend, dass ich nicht mehr weiß, wie ich ohne auskommen sollte.
Inzwischen ist das Programm für mich schon fast zur Sucht geworden und ich verbringe jede Woche eine gewisse Zeit damit, meine Auswertungen anzugucken und meine Budgets zu pflegen.
Dank der mobilen App ist es auch super bequem, unterwegs seine Ausgaben einzutragen.
Aber Achtung: YNAB wird irgendwann demnächst (Q1 2016) auf eine neue, webbasierte Version umsteigen. Diese kann dann nicht mehr einmalig für 60$ gekauft werden, sondern muss mit monatlich 5$ abonniert werden. Ich kann nur empfehlen, jetzt direkt zu kaufen. Ich könnte hier jetzt meinen Referal-Code verlinken, mit dem das Ganze 6$ billiger wird, aber ich möchte nicht, dass diese Empfehlung am Ende nur wie billige Werbung daherkommt und verzichte daher darauf.
Ich antworte eigentlich nur um das von Phoenix gesagte nochmal zu unterstreichen.
Ich selber nutze YNAB seit Februar 2015 – und das auch mit sehr großer Begeisterung.
Meine Frau habe ich mittlerweile auch an Board.
YNAB hat in der Tat die Sicht und die Art und Weise wie das Geld gehandelt wird bei uns stark verändert.
Ich habe vorher auch eher den “Anti-Budget” Ansatz versucht – also alle wiederkehrenden Kosten usw. direkt bei Gehaltseingang abziehen und aufs Tagesgeld um dort zu “puffern”. Das Problem – und das bekomme ich mit YNAB 1a in den Griff – sind die verschiedenen Geldströme innerhalb unseres Haushalts. Da gibt es die Haushaltskasse, den Notgroschen, das Spaßgeld für Sie und für Ihn (separat), dann sie da noch die Kinder. Ich hab das ehrlich gesagt mit zwei Konten nicht voreinander bekommen. Ich war immer wieder unsicher ob das Geld was da auf meinem Giro liegt “meins” ist, oder ob es nicht zumindest anteilig doch in den Haushalt gehört. Bei meiner Frau war es noch “schlimmer”, da sie eigentlich immer die Haushaltskasse und Ihr Spaßgeld in einem Konto vermengt hatte.
Dieses Problem haben wir dank des Umschlagprinzips (YNAB ist ja auch nur eine digitale Version) nicht mehr. Es ist jetzt egal wo das Geld ist (welches Konto, oder Cash? Egal!) – ich weiß an Hand der YNAB Zahlen exakt ob ich “mein” Geld ausgebe, oder in die Ersparnisse des Haushalts greife.
Klar – das alles kann man vermutlich auch ohne YNAB hinbekommen. Für mich war mit YNAB aber auch nochmal ein Lernprozess verbunden – ich habe jetzt einfach eine bessere Übersicht über unsere Finanzen. Innerer Seelefrieden für 60$ … ein besseres Angebot gibt’s nicht.
Hallo Michael,
vielen Dank für Deinen Kommentar. Gerade wenn Du eine Familie hast und noch enger budgetieren musst, eignet sich so ein Programm wirklich gut. Von Deinen Erfahrungen können andere wirklich profitieren. Deshalb danke für das Teilen.
Und vielen Dank, Phoenix, für den Hinweis mit der Umstellung des Preises. Das ist leider bald das Standardprinzip mit den monatlichen Kosten.
Viele Grüße
Daniel
Nachdem die neue Version von YNAB ja nun draußen ist würde ich das so ohne weiteres nicht mehr empfehlen. Die Variante das nichts mehr lokal, sondern nur noch auf YNAB Servern gespeichert wird würde mir bei einem solch sensiblem Thema Unbehagen bereiten. Mit dem kompletten Finanzstatus einer Person lassen sich sicher tolle Profile bilden und ggf. auch verkaufen, aber selbst wenn YNAB keine solchen Absichten verfolgen würde wäre ich skeptisch darauf zu vertrauen das meine Daten so gut geschützt sind das es da keinen Leak geben wird.
Money Control finde ich ganz interessant, aber hier würde mich ja mal interessieren wie da die Daten, die auf der Dropbox ausgetauscht werden, verschlüsselt sind bzw. ob überhaupt. Auf der Website findet sich nur die Information das man ein Passwort vergeben kann und auf Nachfrage per Mail oder Twitter meldet sich leider niemand zurück.
Hallo, danke für den informativen Beitrag. Leider funktionieren viele Links nicht mehr. Wäre toll, wenn du diees updaten könntest. Lg
Hallo Nici,
ich habe nur einen Link gefunden, der nicht mehr funktioniert. Alle anderen gingen bei mir. Habe aber noch 2 neue Links hinzugefügt.
Viele Grüße
Daniel
Ich kannte noch nicht alle Apps. Vielen Dank für die ausführliche Auflistung.
Vor ein paar Wochen habe ich diesen Artikel zum ersten Mal gelesen und bei mir gedacht, dass ich mir davon eine etwas aktuellere Version wünschen würde – und schon ist sie da. Danke erstmal dafür.
Vielleicht ist die Frage etwas laienhaft, aber wenn ich mir ein “Gesamtpaket” wie Finanzguru oder Treefin anschaffe, kann ich damit auch meine Kryptos nach dem aktuellen Kurs tracken? Mit so einer Möglichkeit wäre eine App für mich vollständig und interessant.
Dieser Artikel musste tatsächlich auf den neuesten Stand gebracht werden. Fast kein Programm hat mehr funktioniert. Deshalb habe ich ihn fast komplett neu erstellt.
Zu Kryptos kann ich Dir leider nichts sagen. Am ehesten könntest du es mit Treefin abbilden. Finanzguru ist dafür komplett ungeeignet und lohnt sich nur für die Analyse der Konten.
Super geschriebener und informativer Artikel. Eine sehr gute Aufstellung. Da kann sicherlich der ein oder andere was mit anfangen. Ich finde es wichtig, sich immer mit den unterschiedlichsten Möglichkeiten auseinander zu setzen. So findet jeder etwas passendes. 🙂
Eine sehr gute Aufstellung. Da kann sicherlich der ein oder andere was mit anfangen. Ich finde es wichtig, sich immer mit den unterschiedlichsten Möglichkeiten auseinander zu setzen. So findet jeder etwas passendes 🙂
Mein Girokonto bietet die Möglichkeit direkt in der Onlinebanking App eine Auswertung anzuschauen (N26). Ist für mich die einfachste und praktischste Lösung. Ich muss halt wenn möglich immer mit Karte bezahlen, damit man die Umsätze einteilen kann. Bargeldzahlungen lassen sich in der App leider nicht differenzieren.
Ich finde Monkee auch noch echt super. Hilft mir extrem mehr zu sparen.