Über Lebenszyklen, Entsparstrategien im Alter und die Risiken – Interview mit Prof. Dr. Philipp Schreiber

Entsparstrategien im Alter sollten auch schon beim Vermögensaufbau eine Rolle spielen. Doch was sollte man dabei beachten, wenn man früher in Rente gehen will? Welche Portfolioentnahmestrategien gibt es überhaupt? Und wo liegen die Fallstricke? Darüber spreche ich in der neuen Podcastfolge mit Professor Dr. Philipp Schreiber.

Überblick Interview Prof. Dr. Philipp Schreiber

Ich habe heute Professor Dr. Philipp Schreiber zu Gast. Er ist Professor für Investition und Finanzierung an der Hochschule Esslingen. Seine Forschungsschwerpunkte sind der Renteneintritt und Entsparstrategien im Alter. Gemeinsam mit Professor Dr. Martin Weber von der Universität Mannheim hat er einen Forschungsband darüber geschrieben.

Wir sprechen in der kommenden Stunde über die Fragen, die ich mir als Anleger stellen sollte, Lebenszyklusmodelle, welche Entsparstrategien es gibt und wo die Fallstricke liegen.

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Zusammenfassung des Interviews

Sie sind Professor für BWL mit dem Schwerpunkt das Investition und Finanzierung an der Hochschule Esslingen. Was kann ich mir den unter diesem Schwerpunkt vorstellen?

Es geht schon um Investieren an sich, allerdings mit Blick auf die Unternehmen. Im Englischen wird dieser Schwerpunkt „Corporate Finance“ genannt. Die Kernfragen sind dort: Was mache ich mit dem Kapital im Unternehmen, auch um es zu vermehren? Und bei der Finanzierung: Woher kommt mein Kapital eigentlich?

Beispiele für Investitionen eines Unternehmens sind eine neue Produktionsstätte, eine neue Software oder ein Produktionsroboter. Das wird dann wiederum finanziert über Kredite, Anleihen oder Aktien.

Sie waren vorher im Behavioral Finance Team an der Universität Mannheim – gemeinsam mit Professor Martin Weber und Professorin Christine Laudenbach, die ich ja ebenfalls schon zu Gast im Podcast hatte. Haben Sie auch heute noch mit Anlegerpsychologie zu tun?

Ja! Gemeinsam mit Christoph Merkel habe ich dieses Jahr ein Papier veröffentlicht über die psychologischen Aspekte der Renteneintritts-Entscheidung.

Ihre Forschungsthemen sind Renteneintritt und Entsparstrategien im Alter. Haben Sie sich privat verstärkt damit beschäftigt oder wie sind sie darauf gestoßen?

Das ich zu dieser Nischen gekommen bin und darüber promoviert habe, war reiner Zufall. Ursprünglich wollte ich mich mit Kreditderivaten beschäftigen. Dann gab mir mein Doktor-Vater Martin Weber ein Papier, in dem es darum ging, warum Menschen bei Rentenversicherungen die Kapitalvariante oder die Rente wählen. So fing das an.

Welche psychologischen Ankerpunkte gibt es denn in Bezug auf die Rente?

Vor allem die Zeitpräferenzen. Das klingt erstmal kompliziert, ist aber ganz einfach. Es geht darum, wie ich die Zeit einschätze und wie ich eine Zahlung heute, morgen oder in 10 Jahren bewerte. 

Wir haben erkannt, dass junge Menschen unterschätzen, wann sie in Rente gehen wollen. Also statistisch wollen die Menschen doch sehr oft vor dem gesetzlichen Renteneintrittsalter in Rente gehen. 

Außerdem überschätzen junge Menschen ihre Lebenserwartung statistisch um 7 Jahre. 

Diese beiden Aspekte zusammengenommen zeigen, dass man seine Rente besser frühzeitig plant. 

Gemeinsam mit Prof. Weber haben Sie den Forschungsbericht „Entsparen im Alter Portfolioentnahmestrategien in der Rentenphase“ herausgebracht und im Februar 2022 aktualisiert. Inwiefern war das Update nötig? Gab es neue Erkenntnisse?

Wir haben 2020 ein Buch veröffentlicht „Die genial-einfache Vermögensstrategie“. In diesem Buch haben wir noch ein paar Aspekte ergänzt, die im Forschungsbericht nicht drin waren, also wurde der Forschungsbericht um diese Aspekte aktualisiert.

Das Update umfasste ein neues Muster-Portfolio, historische Kapitalmarkt-Daten (5 Jahre mehr Daten als 2017) und kleinere Korrekturen.

Entsparstrategien spielen gerade angesichts der stetig sinkenden Rentenerträge eine entscheidende Rolle. Welche Fragen muss ich mir denn als Anleger im Vorfeld stellen und welche Kenngrößen spielen eine Rolle?

Diese Fragen betreffen die Ansparphase und die Entsparphase. Je früher ich entsparen möchte, desto größer sollte das Portfolio sein. 

Dann ist die Frage in welcher Höhe monatlich entspart werden soll. Wenn das Vermögen genau bis zum Lebensende reichen soll, ist die eigene Lebenserwartung zu schätzen. Eine andere Herangehensweise ist es, nur die Konsumlücke zu schließen, die durch Konsumausgaben  und Zahlungen durch die gesetzliche Rente bzw. der betrieblichen Altersvorsorge entsteht. 

Eher die Anspar-Phase betreffend, sind Fragen nach der Portfolio-Zusammensetzung und dem Anlagehorizont. Aber es betrifft auch direkt die Entnahmephase. Denn wenn das Portfolio mehr erwirtschaftet, kann ich auch mehr entnehmen.

Was steckt hinter dem Lebenszyklusmodell?

Beim Lebenszyklusmodell geht es um die Verteilung des gesamten Lebens-Einkommens über die Lebenszeit.

Hier liegt die Annahme zugrunde, dass die Menschen eher risikoavers sind, also mehr Geld ist besser als weniger Geld. Allerdings hat Geld auch einen Grenznutzen, also jeder weitere Euro bringt weniger als der vorherige.

Mit dieser Annahme zugrunde gelegt, kommt heraus, dass das Lebenseinkommen über die gesamte Lebenszeit möglichst geglättet wird.

Das ist ein theoretisches Modell und die Praxis zeigt, dass die Menschen nicht wirklich danach leben. Aber es kann helfen, das eigene Konsum- und Sparverhalten zu überdenken und bessere Entscheidungen zu treffen.

Warum ist es nicht sinnvoll, eins der vorgefertigten Versicherungsprodukte zu nehmen, die älteren Menschen häufig verkauft werden, sondern es selbst zu umzusetzen?

Grundsätzlich hat beides seine Vor- und Nachteile und jeder sollte das für sich selbst wissen. 

Ich sehe 3 wichtige Vorteile wenn man die Altersvorsorge selber macht: 

  • Geringe Kosten: Die Verwaltung der Anlagen durch die Versicherungen muss natürlich bezahlt werden. Beim selber machen, gibt es nahezu keine Kosten.
  • Flexibilität: Die Versicherungen haben Restriktionen was die Anlagen betrifft, beispielsweise um einen bestimmten Garantiezins zu erreichen. Sie können als nicht so risikoreich anlegen.
    Auch bei der Auszahlung ist es weniger flexibel. Beim eigenen Portfolio möchte ich vielleicht die ersten 10 Jahre der Rente mehr ausgeben, weil ich noch fit bin und viel in den Urlaub fahren möchte. Bei der Versicherung habe ich einen fixen Betrag pro Monat.
  • Kontrolle: Ich behalte selber den Überblick über meine Finanzen, ich weiß wo mein Geld hingeht, was ich mir leisten kann und ich beschäftige mich aktiv mit dem Thema.

Wie berechne ich denn jetzt meine Konsum- und Anlage-/Aufnahmeentscheidung?

Diese können mithilfe des Lebenszyklusmodells und einem Tabellenkalkulationsprogramm (z.B. Excel oder Google Sheets) berechnet werden.

Die Eingabewerte sind: 

  • Heutiges Einkommen, 
  • Entwicklung des Einkommens (Schätzung), 
  • Wert für die Inflation, 
  • Wert für die Rendite, die über die Kapitalanlage erwirtschaftet wird.

Beispiel:

Jemand fängt mit 25 Jahren an zu arbeiten, arbeitet 40 Jahre, geht mit 65 in Rente und lebt danach noch bis er 95 Jahre ist.

Das durchschnittliche Netto-Einkommen in Deutschland ist ungefähr 2.000 Euro (Quelle: Statista). 2.000 Euro sind also der Startwert bzw. 24.000 Euro im ersten Jahr. Wir gehen davon aus, dass das eigene Einkommen so wächst, wie auch das Durchschnitts-Einkommen in der Vergangenheit gewachsen ist: 2% pro Jahr.

Bei der Inflation nehme ich auch den Wert der letzten Jahre, nämlich 1,8%. 

Wir nehmen an, dass wir es schaffen 5% Rendite aus dem Portfolio nach Kosten und Steuern zu erwirtschaften. Das ist nicht super aggressiv, aber auch nicht ganz einfach.

Wie viel müsste ich dann monatlich sparen, wenn ich meinen realen Konsum nach Inflation über mein gesamtes Leben konstant halten möchte?

Das Ergebnis: Eine Sparrate von 20% des Einkommens. Also im ersten Jahr 400 Euro monatlich, mit steigendem Einkommen wächst auch der monatliche Betrag. Damit wäre ich bis zu einem Alter von 95 Jahren abgesichert ohne zusätzliche Rentenzahlung. Insofern sind diese 20% eine Art Obergrenze, weil die meisten in der Praxis doch gewisse Rentenzahlungen aus der gesetzlichen oder betrieblichen Rente bekommen.

Selber nachrechnen? Hier geht’s zum Entspar-Rechner aus dem Behavioural-Finance-Portal der Universität Mannheim.

Ein Faktor, den ich nicht beeinflussen kann, ist die Lebenserwartung. Wie haben Sie diese Variable berechnet?

30 Jahre nach dem Renteneintritt ist natürlich ein stark vereinfachtes Modell. Ich könnte auch den stochastischen Ansatz wählen und die Lebenserwartungstabellen ansehen. Das genau zu berechnen ist aber sehr komplex und würde für das Verständnis wahrscheinlich gar nicht so viel bringen.

30 Jahre nach Renteneintritt sind optimistisch und daher konservativ. Nach den aktuellen Sterbetafeln werden die Meisten das leider nicht erreichen.

Es gibt einen Online-Rechner zur Berechnung der Lebenserwartung. Dort kann man seinen Lebensstil und Vorerkrankungen aus der Familie eingeben und seine statistische Lebenserwartung berechnen. Da erkennt man welchen Einfluss beispielsweise Rauchen und Sport haben und dann kann man das optimieren, wenn man möchte.

Welche Entnahmestrategien gibt es?

Hier gibt es im Wesentlichen zwei Kategorien:

  • Konstante Entnahme – die 4% Regel: Diese Strategie steht für konstanten, inflationsbereinigten Konsum. Ich kann ab dem ersten Jahr 4% aus dem Portfolio rausnehmen und dann sollte das Ganze 30 Jahre lang halten. 4% ist ja mehr als 1/30. Also funktioniert das nur, wenn sich das Geld, das im Portfolio verbleibt über die Jahre auch vermehrt. Außerdem liegt diesem Modell zugrunde, dass sich die Märkte so entwickeln wie in der Vergangenheit.
    Eine Alternative zu der 4%-Regel wäre, dass man sein Vermögen relativ risikofrei verwahrt (Bankkonto, Anleihen) und jedes Jahr 1/30stel ausbezahlt.
  • Dynamische Entnahme: Bei dieser Strategie bleibt der Konsum nicht gleich, sondern ist dynamisch. Ich schaue also, wie sich das Portfolio entwickelt hat und passe die Entnahme an. Wenn es gut läuft, kann ich mir mehr leisten. Wenn es weniger gut läuft, konsumiere ich auch weniger.

Was sind die Risiken?

Bei der 4%-Regel gibt es auf der einen Seite das Risiko „pleite“ zu gehen, also dass man vor Ablauf der 30 Jahre nichts mehr hat. Als auch das Risiko eines ungeplanten Erbes, wenn sich das Portfolio besser entwickelt als erwartet.

Das Risiko der dynamischen Entwicklung ist, dass man nicht bereit ist, seinen Lebensstandard wieder zu reduzieren, wenn es wieder schlechter am Aktienmarkt läuft.

Die Inflation ist derzeit so hoch wie seit 30 Jahren nicht mehr. Wie kann ich solche Risiken einplanen?

Die Inflation muss natürlich eingepreist werden. Nehmen wir an, die Inflation liegt bei 1,8% und der Lebensstandard liegt derzeit bei 2000 Euro im Monat. Dann brauche ich in 30 Jahren etwa das Doppelte, um meinen Lebensstandard zu halten. Diese Einberechnung geht relativ einfach, weil die Inflationszahlen jährliche berechnet und herausgegeben werden. Zu diesem Anteil muss ich die Entnahme erhöhen.

Welche Rolle spielt die Asset-Allokation, damit das Portfolio über 40 Jahre Bestand hat?

Unser Muster-Portfolio besteht zu 60% aus Aktien und 40% aus Anleihen. Das hat über die letzten 50-60 Jahre gut funktioniert und bietet eine Mischung, die eine gute Diversifikation bietet bei gleichzeitig attraktiver Rendite.

Wenn ich nun am Beginn des Renteneintritts stehe, dann kann ich das, was ich erst in 20-30 Jahren brauche, riskanter anlegen als das, was ich in den nächsten Jahren verkonsumieren möchte. 

Man könnte auch so vorgehen, dass man den Anleihen-Anteil zuerst verkonsumiert und anschließend den Aktien-Anteil. Der Aktien-Anteil hat ein höheres Risiko. Wenn man den länger laufen lässt, besteht eine realistische Chance auf eine hohe Rendite. Der weniger volatile Anteil (Anleihen) wird am Anfang verkonsumiert.

Sie haben eine Monte-Carlo-Simulation durchgeführt und Entnahmestrategien bewertet. Wie sind Sie vorgegangen und was waren die konkreten Ergebnisse?

Monte Carlo ist ein Verfahren aus der Wahrscheinlichkeits-Theorie. Dabei werden Zufallsstichproben aus einer Verteilung gezogen, um dann zu schauen, welche Verteilung herauskommt.

Das Verfahren misst die Wahrscheinlichkeit bestimmter Ereignisse, die numerisch zu komplex zu berechnen wären. Wahrscheinlichkeiten bei Würfeln lassen sich numerisch berechnen. Bei Fragestellungen zum Portfolio ist eine Simulation der bessere Weg, um Wahrscheinlichkeiten zu berechnen.

Beispiel – Erfolgswahrscheinlichkeit der 4%-Regel

Fragestellung: Wie wahrscheinlich ist es, dass die 4%-Regel über 30 Jahre Rente funktioniert (=keine Pleite entsteht)?

Herangehensweise: Es werden mehrere MSCI-World-Monatsrenditen in einen Topf geworfen. Aus diesen Monatsrenditen wird modellhaft eine Portfolio-Entwicklung über 30 Jahre simuliert. Es kann berechnet werden, ob in diesem Einzelfall die 4%-Regel über 30 Jahren einen Gewinn oder Verlust bringt. Anschließend wird die Simulation z.B. 1000 mal durchgeführt und dann gemessen, in wie vielen Fällen die 4%-Regel funktioniert hat und in wie vielen nicht. Das ist dann die Wahrscheinlichkeit. 

Ergebnis: Bei der 4%-Regel kommt heraus, dass in 90% der Fälle nach 30 Jahren noch Vermögen im Portfolio verbleibt. 

Interpretation: Das Risiko einer Pleite kann mit einer 3,5%-Regel weiter reduziert werden. Bei etwas höherer Risiko-Freudigkeit und dem Wunsch nach mehr Konsum könnte bspw. eine 6%-Regel der Weg sein, entsprechend mit höherem Risiko einer Pleite vor Ablauf der 30 Jahre.

Wie legen Sie eigentlich selbst an? Auf Basis ihrer eigenen Berechnungen?

Meine Anlage-Strategie ist relativ langweilig. Ich mache das, wovon ich auch in meinen Vorlesungen spreche: Breit diversifiziert anlegen zu geringen Kosten. Ich bespare 3 verschiedene ETFs mit einem monatlichen Sparplan und hab zusätzlich 1 einzelne Aktie, weil ein guter Freund dort im Vorstand ist und ich so an der Hauptversammlung teilnehmen kann.

Anleihen sind beispielsweise zu 25% im ARERO Fonds drin, den ich bespare. Dort fließt ein Großteil meines Sparplans rein.

Einen kleinen Puffer habe ich auch auf dem Tagesgeldkonto.

Zum Abschluss mache ich nochmal das obligatorische Wordshuffle mit Ihnen. Ich nenne Ihnen Begriffe und Sie sagen, was Ihnen einfällt. Die Begriffe nenne ich aber erst im Interview.

Finanzielle Freiheit

Finanzielle Freiheit bedeutet für mich, dass ich mir nicht täglich Gedanken über meine finanzielle Situation machen muss. Als Hochschulprofessor bin ich da in einer guten Situation.

Mannheim

Ich wohne aktuell noch in Mannheim. Hier weint man zweimal, wenn man kommt und wenn man geht. Uns fällt die Entscheidung, ob wir als Familie hier wegziehen, sehr schwer.

Corona

Corona hat einen starken Einfluss auf die Arbeitswelt. In meiner Situation mit einem kleinen Kind und einem sicheren Job, habe ich keine großen Auswirkungen gespürt.

Mir tun aber beispielsweise die Studenten leid, die nicht feiern gehen konnten und diesen wichtigen Teil des Studentenlebens nicht erleben konnten.

ARERO

ARERO ist der Fonds den Martin Weber zusammen mit drei Kollegen der Universität Mannheim gegründet hat. Er basiert auf eines ihrer Forschungspapiere und ist der Fond, in den ich am meisten investiert bin. Ich finde das Konzept gut, sowas wie Rebalancing wird dort automatisch gemacht, Rohstoffe sind mit drin. Es ist eine gute Einsteigerlösung zu dennoch günstige Kosten mit 0,5%.

Rockmusik

Damit kenne ich mich nicht so aus, ich höre eher Rap-Musik. Ich habe mal eine Studie gelesen, dass man seinen Musik-Geschmack bis 26 Jahre noch ändert und dann nicht mehr. Bei mir scheint das zuzutreffen.

Kryptowährungen

Damit kenne ich mich nicht so gut aus. Ich habe aber angefangen ein bisschen zu investieren, weil mich viele Studierende dazu befragen. Ich bin aber noch unsicher wie langfristig das tatsächlich ist.

Ampel

Die Ampel-Regierung steht für mich für Veränderung. Gerade mit dem grünen Anteil in der Regierung bin ich gespannt, wie sich das entwickelt.

Glück

Als frisch gebackener Vater war der Moment der Geburt ein besonderer Glücksmoment. Auch wenn ich über meinen Beruf als Hochschulprofessor nachdenke, verspüre ich Glück.

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3 Antworten

  1. Ich tue mir mit diesem Fortschreiben der Vergangenheit so schwer – die Zukunft kann und wird immer anders sein als die Vergangenheit. Es ist mir klar, dass man leider nichts anderes kennt als die Vergangenheit aber Sicherheit gibt das noch lange keine. Schwierig.
    Gerade bei den Kapitalmarktrenditen hat man in den betrachteten 30-40 Jahren MSCI World ja fast durchgängig sinkende Zinsen, die im Gegenzug ja fast zwangsläufig Assetpreise steigen lassen – wird das in der Zukunft auch so sein? ich zweifle daran, ob wir in 20 Jahren bei -5% Zinsen sein werden. Und was wenn die “Boomer” mal so richtig entsparen, fließt dann noch genug Geld in den Markt um vernünftige Renditen zu liefern?

    Vermutlich sollte man da den Kapitalmarkt-Fokus doch reduzieren, sei es über Humankapital (fit bleiben & lange einen Job arbeiten können, den man mag), Familienbande (Zeit & Energie, die man zB in seine Kinder investiert, können einen auch einen Return bieten) oder ein Eigenheim mit Dingen wie Photovoltaik um einfach weniger Ausgaben zu haben.

  2. Ein schönes Interview. Ich bin finanziell unabhängig und wende tatsächlich ein Lebenszyklusmodell in einer Excel-Tabelle an, so ähnlich wie Prof. Schreiber das anreißt. Ich würde das allerdings nur Menschen empfehlen, die eine Affinität zu Zahlen haben.

    Ich nehme dazu die gemittelten, gewichteten Ausgaben der vergangenen 3 Jahre (dazu nutze ich die Summen aus meinem Haushaltsbuch) und die gemittelte Inflation der vergangenen 10 Jahre. Je nach Rechnung benötige ich, wenn ich 100 Jahre alt werden möchte, zwischen 3 und 8 Millionen Euro bis zu meinem Lebensende. Durch die Inflation wird mehr als die Hälfte davon im Rentenalter benötigt. Das ist die Ausgabenseite.

    Wenn ich den aktuellen Stand meines Vermögens kenne (Depots, Konten usw.), kann ich damit ausrechnen, welche Jahresrendite ich benötige, um an meinem 100. Geburtstag bei 0 zu landen.

    Das schöne an einem Kalkulationssheet ist, dass man sich nicht darauf verlassen muss, die Zukunft korrekt vorhergesagt zu haben. Natürlich weiß ich nicht, wie alt ich werde, ob sich die Weltwirtschaft so weiterentwickelt, wo meine Kinder vielleicht einmal studieren möchten und wie die Inflation sein wird.

    Aber ich kann diese Rechnung laufend auf den aktuellen Stand bringen und auf Knopfdruck bestimmen, was ich ändern müsste, wenn sich wichtige Parameter ändern.

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